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  • 25-01-14 Wasserloses Tal (Berlin -> Hagen)

    25-01-14 Wasserloses Tal (Berlin -> Hagen)

    Die Bildungsherberge übermittelte mir meinen Türcode.

    Der Vertreter des Vermieters ersetzte höchstselbst die erste demolierte Silvesterraketenscheibe und brachte die zweite zum Glaser.

    Ein weiterer Karriereschritt steht bevor. Ich bin nicht nur betrieblicher Brandschutzhelfer, sondern werde Ende Januar auch Ersthelfer sein.

    Madame versuchte Schwerenöter zur Räson zu bringen.

    Später recherchierte sie weiter zum Noonsong. Dieser wurde etabliert von einem Berliner Professor für evangelische Liturgie, der sich Idee bei den Anglikanern abschaute, die ihren Evensong wieder der liturgischen Vesper enlehnte haben.

    Zurück in Berlin setzte er sich mit einem katholischen Kollegen und Freund zusammen und sie erschufen ein Format, dass sich an den Evensong anlehnt und sowohl evangelisch wie katholisch akzeptabel ist. Anscheinend wechseln sich auch wöchentlich evangelisch und katholische Geistliche ab,

    Sie erreichten einige Effekte: Ein ästhetisch schöner Gottesdienst; es gibt die Chancen, dass die hunderten von nie gesungenen Kirchenliedern des Repertoires einmal von professionellen Sängern aufgeführt werden. Und die Kirche ist einmal die Woche ziemlich voll.

    In Hagen befinden sich fünf Kopien der Seminarpräsentation (drei digital, zwei auf Papier). Was auch immer bei diesem Seminar passieren wird; es wird nicht daran scheitern, dass Mittwoch im Gebäude 8, 1. Etage Raum B121 keine Präsentation vorliegt.

    Noch rechtzeitig entdeckte ich, dass eine Deadline zur Präsentationseinreichung via Mail existiert – done.

    Auch rechtzeitig entdeckte ich, dass ich zum gemeinsamen Abendessen des Seminars im Gasthaus Humpert am Höing zusagen muss – done. Ich habe keine Ahnung, was Dortmunder Salzkuchen ist – aber es klingt spannend und ich möchte probieren.

    Wo ich dabei bin, Hagen-Recherche: Das Westfalenbad erforschte ich bereits beim letzten Besuch im Sommer 2023. Fazit damals (bei 36 Grad und einem komplett überfüllten Bad): „ein spektakuläres Schwimmbad – ob im guten Sinne, bin ich noch unentschieden.“

    Andere Großstädte mit potenziell spannenden Schwimmbäder in der Nähe:

    • Wuppertal. Okay, die Schwimmoper kenne ich schon.
    • Dortmund: mit Südbad, Nordbad und der Soletherme im Landschaftspark.

    Auch schaute ich nach Theatern in Hagen. Eine einzige Vorführung läuft, während ich mich in der Stadt aufhalte. Es handelt sich (ungelogen) um Freibad oder Shut up and swim! Leider läuft das Stück während ich meinen Vortrag halten werde.

    Letzter Schritt am Abend vor der Reise: Noch einmal den DB Navigator checken. Nicht, dass dessen zunehmende Überraschungen mich morgens am Bahnsteig erwischen. Er gab sein ganzes Programm:

    • Bitte melden sie sich neu an und geben sie ihr Passwort von Hand ein. – Jedes mal wieder ein Spaß bei einem Zufallskennwort mit 24 Zeichen.
    • Bitte wechseln sie ihren Nutzernamen. Er muss jetzt eine E-Mail sein. Gnarf.
    • Ihr Passwort (24 Zeichen, Zufallsfolge) ist nicht sicher genug. Bitte fügen sie ein Sonderzeichen hinzu. Gnarf.
    • Dafür eine Abschlussüberraschung. An ihrer Rückreiseverbindung hat sich nichts geändert. Dafür ist die Zugbindung aufgehoben.
    • Singen Sie ihre Glücksmelodie

    Die Bahnfahrt selbst mit ICE 952 begann wie erwartet; erst hatten BVG und S-Bahn Probleme mich zum Südkreuz zu bringen. Am Hauptbahnhof gab es einen Überraschungs-Bahnsteigwechsel fünf Minuten nach angezeigter Abfahrt des Zuges. Aber nachdem ich im ICE saß, verlief alles wunderbar. Die Bahn erfreute mich sogar mit einer funktionierenden Zugteilung in Hamm.

    Leider begann es mir die gesamte Strecke von Berlin bis Hagen nicht, herauszuhören, ob der telefonierende Mensch hinter mir zur Führung einer großen Uni gehörte oder zum BMBF. Nur dass er vom „lieben Senatsmenschen“ sprach, ließ mich zur Uni tendieren. Denn die „lieben Senatsmenschen“ kenne ich auch aus meiner Arbeit in einer Berliner AöR.

    Die Busfahrt im 527er Richtung Loxberg bis zur Bildungsherberge wieder abenteuerlich. Der Bus fährt eine halbe Stunde einmal um Hagen herum. Und auch wenn ich schon aus dem Jahr 2023 weiß, wie es ist, zweifle ich doch, wenn ich noch 15 Minuten vom Ziel entfernt bin, und an Haltestellen wie „Wasserloses Tal“ oder „Am Waldrand“ vorbeikomme – die auch so aussehen wie sie heißen. Aber ich kam an.

    Alles wird super. Dann so im Fokus/Film gewesen, dass ich entgegen aller selbst gesetzter Regeln nicht am Dienstag bloggte,

    Hallo Kassenautomat

    Während ich mich anschickte, nach Westen zu Fahren um Westfalenbad und andere zu erkunden, musste ich aber erst einmal Hausaufgaben machen

    Selbst auf meiner Berliner Schwimmbadliste befinden sich aktuell weiße Flecken, weil schneller gebaut und saniert wird, als ich zum Besuchen komme.

    Zeit zum Hauptbahnhof zu fahren und ein paar Meter zum ehemaligen Poststadion zu laufen.

    Das Stadtbad Tiergarten kenne und schätze ich schon länger. Das letzte Berliner Bad, das beim Bau noch mit Wannenabteilung gebaut wurde. Aber bei der Eröffnung Mitte der 1980er blieb diese gleich geschlossen. Nach gut 30 Jahren wurde es erstmal richtig saniert.

    Es bedurfte danach noch 350 Tage bevor ich nach Umbau und Wiedereröffnung endlich wieder die Pforten durchschritt.

    Es war Sonntag. Es war ernstlich voll. Wir bewegten uns auf einer 50-Meter-Bahn. Es war alles wunderbar hell. Ich bin ein Fan der neuen Deckengestaltung. Auch das alte Mosaik wurde gerettet.

    Ich war vorher Fan und bin es noch mehr. Besonders Highlight für mich natürlich: der eine neue Kassenautomat der Berliner Bäder.

    Sportkegeln

    Ich weiß, ihr wolltet schon immer einen tiefen Einblick in die Welt des Sportkegelns.

    Slow cooker ist super. Kohlsuppe ist super. Beides zusammen sollte also superduper sein. Mal bei Gelegenheit testen: Meine magische Kohlsuppe

    Meine Güte. Quälende Hustenanfälle, allmorgendliche Kopfschmerzen, Eitergeruch in der Nase: und immer noch solche Fotos aus Tenerrifa: Hustend auf dem Vulkan tanzen.

    Freier Parkplatz aber schlechte Vibes

    Die ARD mit einem Podcast über „Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse unerkannt zu manipulieren.“ Dunkel kann ich mich daran erinnern, so etwas mitbekommen zu haben. Oder ist es schon länger her? Mal reinhören.

  • 23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    Jürgen Milski trat bei Höhle der Löwen auf (erfolgreich).

    Es wird ein Weihnachts-Let’s-Dance geben.

    Die ersten Bücher der Weihnachtslieferung wurden ausgepackt: Bordieu (die feinen Unterschiede), Baum (Pariser Platz 13) und the Rail map europe. Zu meiner Soziologie-Studiums-Zeit war die gesellschaftskritische Fraktion der Soziologen übrigens noch voll im Linguistic turn verfangen, hat Bourdieu eher skeptisch beäugt.

    Madame errichtete ein Kuchenbuffet. Aber das sollte ausführlicher gewürdigt werden, als mir gerade möglich ist. Zwei rockaffine Gäste recherchierte Sick Tamburos Parlami per Sempre.

    Der Kaptain hat das rote Swappie zurück. Wir konnten es komplett wiederherstellen und gleich noch ADAC und Arte verdrahten.

    Um 22 Uhr beim Kaptain angekommen, um 22:02h klingelte die Polizei und fragte nach einem Nachbarn. (Ja, der wohnt in der Nachbarschaft, nein wir wissen nicht ob er gerade anwesend ist.)

    Entdeckungen im Dithmarscher Supermarkt: Es gibt die Weißweine „Waterkant“ und „Inselbrise“. Trotz Klimakrise wird dieser Wein noch nicht auf den Deichen angebaut, sondern stammt aus den üblichen Weingebieten und wird dann für den norddeutschen Markt gebrandet. Elend des Supermarkt-Weinkaufs: Auf die einzige Frage „taugt der Wein?“ antwortet keine Labelinfo. Da kann man dann auch gleich in Regio-Fantasy machen.

    Entdeckungen vor dem Dithmarscher Supermarkt: Auf dem Parkplatz steht ein Traktor.

    Die Stadt Heide möchte die Dithmarscher Wasserwelt an einen privaten Investor verkaufen. Aber welcher Investor bei Verstand kauft ein Schwimmbad?

    Im Herbst und Winter kommt Dithmarschen zu sich selbst. Die amphibische Gegend, in der Land und Wasser ineinander übergehen. Da kann der Mensch Deiche bauen und entwässern wie er will. Am Ende ist es temporärer Tand gegenüber der Gewalt der Landschaft. Wenn die Luft Nebel wird, die Erde zu Schlamm und die Grenzen zwischen Fest und Flüssig sich auflösen.

    Gemerkte Reise

    Ich versuchte Bahnfahren: ICE1004 von Berlin nach Altona und dann RE6 nach Norden. Obwohl ich schon immer eher paranoid plante mit vielen Reserven im Plan und großzügig gerechneten Eventualitäten reizt die DB das inzwischen mehr als aus.

    Schlechte Nachricht: Der ICE hatte diverse Probleme und kam so spät in Altona an, dass ich den Anschluss verpasste. Gute Nachricht: Der Anschluss war eh komplett ausgefallen, da war’s dann auch egal.

    Anders gesagt: Schlechte Nachricht: Der Anschluss fiel komplett aus. Gute Nachricht: der ICE war so spät, dass ich ihn eh nicht mehr bekommen hätte. Dann war’s auch egal.

    Aufgrund diverser ausgefallener Zwischendurchzüge legte der Anschluss dann ein paar ungeplante Zwischenhalte ein (Hallo Meldorf! Hallo St. Michel!), so dass der folgende Lokalanschluss auch nicht mehr funktionierte. Am Ende: 4 Stunden 5 Minuten für 110 Kilometer.

    Für die Rückreise plane ich ernstlich mit zwei Stunden Umsteigezeit und frage mich, ob das reicht.

    Unter anderem Warten um 21.30h am Bahnhof in Heide(Holst). Überraschend viel los. Mein Highlight: Der Mann um die 30 mit Boombox auf dem Gepäckträger, der dreimal mit seinem Fahrrad den Parkplatz umrundete und Heide-Ost mit Techno beschallte.

    Highlight im Zug: Die Dame, die akzentfrei in italienisch, Englisch und Deutsch telefonierte und anscheinend etwas mit Digitalisierung macht. Die M365-Quote in Berlin ist überraschend hoch. Aber weil Berlin so ein kleines Land ist, ist das auch egal. Wichtig ist Baden-Württemberg.

    Im Zug gelesen: Infos über MIPS und MARS.

    Positive DB-Entdeckung: In der App lassen sich nun auch nicht-gebuchte Tickets unter „Meine Reisen“ vermerken, so dass man zum Beispiel für Deutschlandticket-Strecken, geplante DB-Chaos-Alternativverbundungen oder auch einfach Reisen der Liebsten Echtzeitinfos bekommt.

    J-Pop im Museum

    Von unseren vielen Bahn-Erlebnissen dieses Jahr, war es das dramatischste, als wir die Markgräfler über viele Stunden auf einer Brücke gestrandet wussten. Genau dieser Bahnfahrt widmet der Spiegel einen kompletten Podcast: 344 Minuten.

    J-Pop im Kunstmuseum.

    Spätzle oder Knöpfle.