Schlagwort: Feldhase

  • 26-06-02 Mondtäuschung und Mohntäuschung

    26-06-02 Mondtäuschung und Mohntäuschung

    Madame möchte erwähnt haben, wie großartig der Vorgarten dieses Jahr aussieht.

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    Eine Elster verschwand im Totholzstapel, dort wo letzte Woche die Ente verschwunden war.

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    Auf dem Feldweg: Ein Fahrrad mit Ballondekoration kam uns entgegen. Auf den Straßen um das Grundstück herum: Eine Oldtimerrallye. Selten sah ich so viele Porsches (911, 924, 928) auf einmal, schon lange nicht mehr so viele klassische Volvos und schon gar nicht sechsziger-Jahre Cadillas.

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    Auf dem leeren Acker erspähten wir einen Feldhasen. Nachdem er uns erblickt hatte, legte er die Ohren an und verwandelte sich vor unseren Augen in einen Schlammklumpen.

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    Es war ein Latifundienwochenende zwischen Pilzsporen und Brackwespen.

    Nachträge

    Zwei Nachträge zu Posts der letzten Tage.

    Ein kleiner Nachtrag: Raupen und Schmetterlinge

    Die Raupengruppe, die uns im Botanischen Garten vertrieb, gehörte offenbar zum Großen Fuchs. Damit haben wir nicht nur zwei verschiedene Füchse gesehen (den Fuchs-Fuchs und den Raupen-Fuchs) sondern auch ein gefährdetes Tier von der Roten Liste. Im Botanischen Garten herrschen vermutlich bessere Lebensbedingungen als in der üblichen Monokultur-Landwirtschaft auf der Fläche.

    Ein größerer Nachtrag: Psychologie und Wirtschaftsinformatik

    Nachdem mich auf der Fernuni-Alumnifeier die ungefähre 20:1 Ratio von Psycholog*innen zu Wirtschaftsinformatikern erstaunte, wollte ich es doch mal genau wissen, woran es liegt. Mir fielen einige mögliche Gründe ein:

    • Psycholog*innen (P) wohnen in Berlin und kommen dort zum Campus, Wirtschaftsinformatiker*innen (W) irgendwo anders (zB Nürnberg)
    • P gehen eher zu so einer Feier, W bleiben eher zu Hause.
    • P machen eher einen Abschluss, W bleiben im Studium stecken
    • Mehr Menschen studieren P als W.

    Die erste Annahme kann ich mangels Zahlenkenntnis nicht testen und muss davon ausgehen, dass die Absolvent*innen geographisch gleich verteilt sind.

    Der Feier-Bias

    Aber ich kann mit Hilfe der Fernuni-Statistiken sehen, dass P eher zur Feier gehen als W. In Psychologie erlangten 2025 (das relevante Jahr hier) 826 Menschen (614 Bach + 212 Mast) einen Abschluss, in Wirtschaftsinformatik 246 Menschen (98 Bach + 148 Mast). Also kein Verhältnis mehr von 20:1 sondern nur noch von 3,5:1. Oder anders gesagt, die Chance dass ein*e Psycholog*in zur Feier geht, ist fünf – bis sechsmal so hoch, wie ein Winfo.

    Wenn ich dann nicht nach Absolvent*innen gehe, sondern nach Eingeschriebenen, dreht es sich nochmal. Psychologie studierten im letzten Wintersemester 12.920 Menschen (11.351 Bach + 1.569 Mas), Wirtschaftsinformatik 5273 Menschen (3651 Bach + 1622 Mas), also nur noch ein Verhältnis von 1:2,45. Psycholog*innen machen eher einen Abschluss als Winfos.

    Die einen und die anderen

    Fast spannender finde ich aber die auffallenden Unterschiede zwischen Bachelorn- und Mastern in beiden Studiengängen. Denn hier können wir an den Ursachen für anderes Feierverhalten und Abschlüsse herumraten.

    Denn ich glaube, es sind verschiedene Gruppen, die die Fächer studieren: Alle Wirtschaftsinformatikstudis, die ich traf, waren meist jünger als ich, aber in der ähnlichen Situation: Irgendwie sind sie beruflich in das Feld hineingeraten und wollen nun aus verschiedenen Gründen auch einen entsprechenden Uni-Abschluss.

    Dabei traf ich gelernte Fachinformatiker, die einen Uniabschluss und BWL-Grundlagen wollten, oder Kaufleute, die in IT reinrutschten oder ähnliches. Quasi alle hatten schon einen Vollzeitjob und irgendeine Art eines beruflich/universitäten Abschlusses, mussten allerdings das Studium irgendwie mit einem Vollzeitjob zum Ausgleich bringen, bei allen war der Abschluss mehr nice-to-have als dringende Notwendigkeit.

    Psychologie hingegen ist bundesweit ein hartes NC-Fach, außer in Hagen. Die Fernuni bietet die Chance, direkt nach dem Abi Psychologie zu studieren. Deshalb die hohe Zahl der Bachelors, deshalb die größere Notwendigkeit den Abschluss zu machen (in dem Fall ist es ja meist der erste) und deshalb auch waren die ausgezeichneten dort im Schnitt ein Stück jünger als in den anderen Abschlüssen.

    Ein kleines Stück Richtung Hamburg

    Unwetterwetter ohne Unwetter

    Wir frühstückten unter dem Vollmond. Gesehen haben wir ihn nicht, denn eine Hälfte des Himmels war strahlend blau, die andere bewölkt. Aber das Internet hatte gesagt „Vollmond, 31. Mai um 10:45h“. Dann wird es wohl so sein.

    Vielleicht erklärte er das seltsame Klima des Wochenendes.

    Es war ein seltsames Wetter. Sehr schwül, drückend, aber laut Regenradar war das nächste Regengebiet hunderte Kilometer entfernt. Freitag abend schon hatten die Mücken verrückt gespielt. Wir hatten uns schon eingesprüht, noch während wir am Ausladen waren. Selbst das stoppte sie nicht: Durch (leichten) Schuh und Socken entdeckte ich am nächsten Morgen ein halbes Dutzend Mückenstiche an den Füßen.

    Morgens setzte mein Allergie-Pilz ein und sporte und sporte. Zum Glück gibt es solche Tage nur ein oder zweimal im Jahr. Zwischendurch war nicht mehr die Nase komplett zu, sondern ich flüchtete mich auch vor Licht ins Haus, weil es die Augen schmerzte. Verbunden mit den Rückennachwehen war dies ein unerfreulicher Morgen.

    Ein hoch auf die moderne Chemie, die mich bis Mittags wieder halbwegs hergestellt hatte.

    Fast-Vollmond am Abend zuvor. Sah in echt größer aus.

    Nur das Monokol fehlte

    Die Nachtigall hatte uns am Freitagabend begrüßt. Bis zum Aufstehen am Samstag hatte sie sich heiser gesungen. Oder es war ein Fasan, der blökte.

    Seitdem alle Nachbarskatzen alt geworden sind, und es nicht mehr auf unser Grundstück schaffen, hat die Zahl der Vögel deutlich zugenommen. Selbst der Bussard, den wir hörten, und der Milan, den wir sahen, hielt Spatzen, Meisen, Grasmücken und andere nicht ab.

    Gegen Abend kam die Nebelkrähe in ihrem grauen Frack und schritt die gemähten Gartenwege aufmerksam und gravitätisch ein Inspektor aus dem Neunzehnten Jahrhundert ab, schauen, ob auch alles recht ist.

    Unverändert reichlich die Insekten. Die Distelfalter sind auf Nordafrika zurück. Die Hornisse schaute kurz vorbei, bei den ganzen Wildbienen und Schwebfliegen ist jeder Versuch, eine Übersicht behalten zu wollen, sinnlos. Wir entdeckten: In der Holzlege hat sich vermutlich eine Kolonie Brackwespen angesiedelt.

    Nur der Marder ist komplett unbeeindruckt von Wetter und Katzen, kommt weiterhin zum Auto, springt von der rückwärtigen Ladekante aufs Dach, kaut ein bißchen an der Antenne herum und rutscht dann über die Frontscheibe wieder hinunter.

    Sowie Storchschnäbel

    Aus der Wahrnehmung bekannt ist der Begriff der Mondtäuschung – ein tief stehender Mond (oder eine tief stehende Sonne) kommt Menschen deutlich größer vor, als sie „objektiv“ sind. Die lässt sich einfach überprüfen, indem mensch diesen Mond fotografiert und staunt, wie klein er auf dem Foto ist.

    Uns neu war die Mohntäuschung: die Beete sind voller Farben, lauter kleine Blüten, oft schwebend, die dem ganzen den Anblick eines impressionistischen Gemäldes (Madame) bzw. eines bunten Wyschywankas (ich) vermittelten. Auf den Fotos war es überwiegend grün. Die Kamera hat keine Ahnung von Pflanzen. Nur der massiv scheinend Mohn konnte sie nicht täuschen.

    Rotmilan, Feldhase und Großer kleiner Fuchs

    Leicht wehmütig strich ich beim Latifundien-Fahrrad über den guten Brooks-Sattel. Den der Fahrradmeister hatte mich informiert, dass alle deutschen Großhändler diesen aus dem Programm genommen haben – Brexit sei Dank. Jetzt gibt es sie nur noch über das Internet.

    Nachdem unsere Pfingstexkursionen erfolgreich, aber anders als gedacht, waren, wollten wir den nächsten Versuch machen. Wir kamen etwa 100 Meter weit. Dann begann Madames Sattel ihr mitzuteilen, dass er so nicht mehr weitermachen will, und das wir ihn auch nicht mehr feststellen können. Diese Exkursion blieb kurz.

    Erfolgreicher war der Spaziergang um’s Carré, der sich, wie von Madame prognostiziert, hervorragend auf den Rücken auswirkte. Wir trafen Schmetterlinge (eventuell schon wieder der Große Fuchs, vermutlich eher ein großer Kleine Fuchs), Bachstelzen flogen vor uns über die Straße, dicht gefolgt von Schwalben. Als wir in der Einfamilienhaussiedlung den Zustand von Schottergärten zehn Jahre nach der Erstanlage begutachteten und beim modernistischen Haus mit Rasenmähroboter beide den Delphinbrunnen aus Jacque Tatis Mon Oncle vermissten, flog eine Schafstelze minutenlang auf dem Weg vor uns.

    Was wäre es erst für ein Paradies, wenn die Äcker nicht nur Monokulturmais enthielten, sondern echte Lebensräume für Tiere?

    Back to Berlin

    Die FFFW (Frühlings-Frühsommer-Feiertags-Wochen) sind vorbei1. Bis zum Urlaub in sechs Wochen heißt es jetzt erstmal wieder durcharbeiten. Dafür zurück nach Berlin.

    Die Mauersegler sriehten, eine sehr schlecht gelaunte Nebelkrähe rrahte und die Autowaschanlage wuschbrummte.

    Links

    Jemand hat Christa Chorherr als Zeitzeugin interviewt. Und das ist eine ganz vortreffliche Idee; Interview durch ein US-Team als Zeitzeugin (1) und Teil 2

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    Falls ich jemals etwas sammeln werde, dann Keyboards: Neues Keyboard: Athena 1800

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    Rosalias Berghain schlägt Wellen weit über die üblichen Kreise hinaus. Herr Buddenbohm motivierte mich, jetzt doch mal ihren Brit-Awards-Auftritt anzusehen. Viel Lob gibt es anderswo. Mir fielen nur zwei Sachen auf: (1) Bewunderung einen Chor zu finden, der aus lauter Models zusammengesetzt ist. (2) Dieser Trick, Nina Hagen auf die Bühne zu holen und so zu tun als sei sie Björk – marvellous.

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    Wo ich gerade so tue als wäre ich noch im Alter für aktuelle Musik, gleich zwei mal Festivals: Das hier schön erwähnte Wave-Gotik-Treffen in Leipzig bei mesalunita und das Immergut bei loosy.

    Ich dachte, wir würden uns alle gemeinsam ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Aber dann sagte einer meiner Mitarbeiter: „Neunzehn Neunundneunzig! Das war drei Jahre vor meiner Geburt.“

    1. Wäre Berlin katholisch blieben mir diese Wochen noch die FFFbFW (Frühlings-Frühsommer-Feiertags-bis-Fronleichnam-Wochen) ↩︎
  • 26-04-07 Die Möwe, die sich für einen Lenkdrachen hielt (Dithmarschen -> Berlin)

    26-04-07 Die Möwe, die sich für einen Lenkdrachen hielt (Dithmarschen -> Berlin)

    Der Zeitungsbeilagenkatalog preist einen 6-Meter-Fahnenmast mit Deutschlandfahne für 29,99€ an. Ich dachte, dieses Land wäre nicht so billig.

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    Unerwartete Nachricht beim Einchecken ins Berliner Hotel: „Ab dem 4. Stock funktioniert das Fernsehen nicht mehr.“

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    Der Kaptian buk1 einen Schweinebauch.

    Der Spargelhof kochte Spargel. Die Oster-Doppelhelix-Verbringung (erst wir in Dithmarschen, jetzt der Kaptain in Berlin) erlaubte einen Dreierbesuch mit Kurzabenteuer zur Eröffnung der Saison. Gerade das SB-Restaurant (der „Landwirt“) auf dem Hof erlaubt die aparte Kombination aus rustikaler Hemdsärmeligkeit mit Edelgemüse frisch vom Feld.

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    Aufgrund einer Verkettung vom Umständen kaufte ich entgegen aller Vorsätze einen originalen Apple-Handy-Ladeteller. Und allein beim in-die-Hand nehmen sparkt er Joy. Auch bei der Benutzung. Mit Dota Kehr: Ich hasse es.

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    Es waren drei Osternordseereisetage.

    Savall stand still

    Ein Nachtrag zu Savall/Haydn in der Elbphilharmonie, an den Madame mich erinnerte.

    Emotionaler Höhepunkt des Konzerts, der Moment an dem der Kaptain fast weinte, war das Vokalensemble stehend, das Orchester ruhig und nur gesungen eines der sieben letzten Worte. Also zum Beispiel „Es ist vollbracht„.

    Und nicht nur war das Orchester komplett ruhig. Selbst Savall dirigierte nicht mehr sondern stand nur ruhig am Pult. Nicht einmal einen gegebene Einsatz sahen wir. Gänsehaut.

    Kuschlig, aber vermutlich streng riechend

    Der Rest der Tage blieb erdnäher.

    Wir lehnten uns in die Landschaft. Wortwörtlich. Oben an der Deichkante stürmte es ausreichend, um sich sanft in den Wind zu legen und den eigenen Körperschwerpunkt in physikalisch ungewohnte Bereiche zu schieben.

    Ein wenig wie im Schwimmbad, nur halt lauter beim Sturmgebraus.

    Nordsee bedeutet Spaziergang:

    Wasser

    Am Deich in Hillgroven, um das Sielbauwerk herum. Natürlich die erste Strecke gegen den Wind. Das ist über das Jahre des Radfahrens dort eingebrannt: bei freier Streckenwahl gibt die Windrichtung den Ausschlag für die Routenführung.

    Auf dem Deich standen die Schafe und wieselten die Lämmer, im Versuch das Sturmgetöse mit ihrem Blöken zu übertönen. Abgetrennt in einem besonderen Bereich, die kleinsten Lämmer und das eine schwanzlose Exemplar, das zudem leicht humpelte.

    Nur dank äußerster Disziplin widerstand ich dem Impuls, mich einfach auf das Tier zu stürzen und mich festzukuscheln.

    Auf den Salzwiesen rastete eine Kolonie Austernfischer. Wenn der Wind richtig stand, konnten wir ihren Gesang hören.

    Über dem Deich eine Möwe. Die Flügel statisch, der Flug halb am Ort, halb in raschem links und rechts, oben und unten. Wie ein Lenkdrachen, nur ohne Schnur.

    Land

    Nordsee bedeutet Spaziergang auf den Wesselburener Feldwegen.

    Wir bewunderten die halbwilden Narzissen, die sich zu dichten Büscheln weitab der Häuser gesammelt hatten. Marschboden ist Narzissenboden. Feuchtgemäßig ist Narzissenklima. Osterdithmarschen ist gelbes Puscheldithmarschen.

    Während wir das leuchtende Gelb bewunderten, der ganze innere Romantikapparat beim Sonnenuntergang gegen das Schilf anging, huschte etwas vorbei.

    War das vorüberhuschende Wesen eine Katze? Vermutlich nicht. Zu puschlig der Schwanz, zu weißspitzig, zu hochbeinig das Tier.

    Ein Fuchs? Fuchs ist immer gut.

    Dann hoppelte es um die Kurve direkt auf uns zu. Musterte uns neugierig, legte die Ohren an und erwies sich als waschechter Osterhase.

    Das erste Eis der Saison

    Dithmarschen bedeutet Kleinstadtbummel. Schauen wie es den Städtchen geht. Im Zentrum: Heide, die „Marktstadt im Nordseewind“ mit Wochenmarkt und sehr viel Wind. An der Küste: Büsum, die Touristadt im Nordseewind mit Fast-Überfüllung und Blanken Hans.

    Die Städte erwiesen sich als ungewohnt mitteilsam. Die rumänischen Landarbeiter in Wesselburen sind inzwischen lang genug vor Ort, dass sie mit Moin grüßen.

    Längere Gesprächsangebote richteten sich an Madame. An der Form allerdings müssen die Einheimischen noch üben.

    Von seltsam zu unangenehm:

    • Im Drogeriemarkt. Madame wartet bis eine Mutter mit Tochter das Erkältungsmittelchenregal wieder frei gibt, als die Mutter sich umdreht, Madame vor den Inkontinezprodukten herumstehen sieht und ausführlich von ihren Erfahrungen mit diverser dieser Produkte berichtet. Die Tochter bewies, dass es cringe auch als Körperhaltung gibt.
    • Der Wesselburener Radfahrer, der aus zwei Meter Entfernung nach Alkohol roch und der Madame fragte, ob sie heute schon genug Blumen geschenkt bekommen habe.
    • Der Heider Radschieber, der Madame halb über den Haufen schob, sie dann anpöbelte, warum wie im Weg steht und sich jedes weiteren Dialogs verweigerte.

    Heide, you can do better!

    Solange wir mit niemandem redeten allerdings blieb es nett.

    Das erste Eis der Saison im Eiscafé Cortina, aufgrund der Windigkeit des Nordseewinds ausnahmsweise drinnen. Es gab Spaghetti und Spaghetti-Joghurt.

    Während Heide mal wieder durch eine Leerstandsphase der Geschäfte schreitet, ist Büsum kurz vor dem Platzen. Besonders auffallend die vielen Läden, die als klassisches „Geschäft“ durchgehen würden. So mit Kleidung oder Schuhen oder Büchern. Büsum lebt.

    Auf der Büsumer Deichbank. Einfach eine halbe Stunde auf das Meer schauen und Leute schauen. Ein alter Lehrbuchsatz kam mir ins Hirn „Die tobende Nordsee heißt Blanker Hans. Nicht weil sie so konturlos, glatt ist, sondern weil es von Blank (blanca, blanc) = weiß kommt. Gischtspitzen selbst in der friedlichen Büsumer Hafeneinfahrt, weißes Wasser, dass sich bis zum Promierweg emporleckte. Brechende Wellen zeigten jeden Unterwasser-Wellenbrecher an. Weiß war das Meer.

    Blick ins Hafenbecken Büsum. Links ein Bug auf dem "Büsum" steht zusammen mit einem Neptun.Wappen, weiter hinten ein Schiff der Küstenwache,

    Ciao Miao

    Stadtbummeleien führen zu Buchhandlungsbummeleien. In Heide und Büsum bedeutet dies vor allem: Scheller Boyens, die Buchhandlung zum Buchverlag zur Lokalzeitung WIE SICH DAS GEHÖRT.

    Vor allem, weil die Buchhandlung anscheinend noch von echten Buchhändler*innen gepflegt wird, die sich Gedanken machen, was auf welchen Tisch kommt, wo die Highlights sind und was im Schaufenster steht. Natürlich wird auch hier der Papeterie- und Dekoschnus-Anteil von Jahr zu Jahr größer. Aber noch geht es um Bücher.

    So passiere ich den Nordsee-Dithmarschen-Buch-Teil (im Touri-Ort Büsum ganz vorne, in der Einheimischen-Einkaufsstraße Heide ziemlich weit hinten), schaue nach Trends bei Garten- und Kochbüchern und widerstehe mit äußerster Kraftanstrengung auch den persönlichen Romanempfehlungen der Mitarbeiter*innen.

    Auffallend im leuchtenden Pastell: Der BookTok-Tisch. Bücher von großen Gefühlen, mit Titeln in güldener Schreibschrift, in allen Farbschattierungen, welche prastelllila, pastelltürkis und pastellrosa hergeben. Ich schwanke zwischen einem gütigen Lächeln, das sich am Riemen reißen muss, um nicht zur Arroganz zu kippen, und einem spontanen Kniefall mit erhobenen Armen „DANKE, dass ihr den deutschen Buchmarkt rettet.“

    Noch nicht wusste ich, dass ich in Wesselburen – von allen Orten – am nächsten Tag (leider ein Feiertag) eine komplette neue BookTok-Buchhandlung sehen würde: Ciao Miao, mit starken Italien-Connections, begann soweit ich mit zusammenreimte als Legami-Händlerin bis sich Inhaberin Ellie ihren Traum einer echten lokalen Buchhandlung erfüllte – mit starkem Fokus auf junge Menschen und deren Wünschen.

    Das vibet alles so positiv und nett und sympathisch, auch die selbst betriebene Wesselburen-Unterseite, dass wir seitdem überlegen, wie wir eine Lokalbuchhandlung 400 Kilometer von unseren Wohnort sinnvoll supporten können.

    30 Pflanzen

    Anlässlich des Buchhandlungs-Besuchs lernten wir: Die in meiner Internetbubble hochgelobte Katharina Seiser hat ein Buch zu den 30 Pflanzen herausgegeben. Dies verwunderte mich, hielt ich sie doch bisher für eine viel zu handfeste Person, um sich solchen Albernheiten hinzugeben. Aber vermutlich ist auch das ein Auswuchs von „Wes‘ Grünkohl ich ess‘ des Lied ich sing.“

    Egal, wenn schon Zählen, dann konsequent. Die Woche nähert sich dem Ende und es gibt einige Pflanzennachträge zu machen:

    • 62 – Mandel (Vom Mandelkuchen D’oh!)
    • 63 – Rote Paprika (Beilage zum vietnamsischen Tofu)
    • 64 – Soja (Vietnamesisches Tofu)
    • 65 – Brauner Eichblatt-Salat (Vorspeise zum Schweinebauch)
    • 66 – Lauch (Beilage zum Schweinebauch)
    • 67 – Weißer Spargel (Beim Spargelhof)
    • 68 – Kartoffel (zum Spargel)
    • 69 – Himbeeren (In Schokoummantelung, Ostern halt)

    Selbst bei allen Unsicherheiten (Blauschimmel anyone?) sind 68 verschiedene Pflanzen in der Woche deutlich mehr als 30. Damit kann ich wieder aufhören zu zählen.

    Meine Vermutung ist, dass reisebedingtes häufiges Auswärtsessen diese Woche die Zahl nach oben trieb – für ein Restaurant ergibt es logistisch mehr Sinn, einen Salat aus je einem halben Blatt sieben verschiedener Salatsorten zuzubereiten, als für einen Privathaushalt. Aber das wird kontrollgezählt, wenn wieder eine Woche kommt, in der wir beide nicht verreist sind.

    Enjoy the Struwen

    Bridgerton vor Bridgerton: A program from the 1925 Paris Opera: “La Nuit Créole” (No. 4)

    Camp Catatonia mäandert durch Heidelberg: Enjoy the Silence

    Falls ich jemals dazu komme, eine Dissertation in Politik-Mathe zu schreiben, dann über Zahlensender. Leider wird mein mathematisches Wissen dafür vermutlich nie reichen. Neues zum neuen Zahlensender, der auf Farsi aus der Nähe von Böblingen sendet: Priyom.org: V32. (via Jan Montag: V32 sendet Zahlen)

    Zweimal Struwen in einer Timeline: In Münster, lerne ich am Telefon von Kaa, ist das (oder ein?) traditionelles Karfreitagsessen Struwen. Was nicht etwa fischig ist, sondern pfannkuchenähnlich, dicke kleine eher nicht so süße Pfannkuchen mit Rosinen. Klingt ganz so, als wäre das was für mich. und aber Das Aufregendste heute war, dass ich für mich beschlossen habe, in einem der kommenden Jahre an Karfreitag ins Münsterland zu reisen und Struwen zu essen, in einem Landgasthaus. Alternativ natürlich, falls mich wer einlädt, bei dieser Person zu Hause.

    Notat

    Für zum Wiederfinden in späteren Zeiten:

    • Gelbe Dockers-Schuhe gekauft.
    • Spiegel beim Kaptain umgehängt.
    • Für 1,12€ bei HEM (Hamburg) getankt.

    Anmerkungen

    1. Das Internet scheint irrigerweise der Meinung zu sein, dass Schweinebauch gebraten wird. Selbst wenn der Akt im BACKofen stattfindet. ↩︎
  • 26-03-08 Wir hörten den Ahorn bevor wir ihn sahen

    26-03-08 Wir hörten den Ahorn bevor wir ihn sahen

    Madame saß mit verschränkten Armen im Pullover auf der Terrasse und sagte „Sommer!“

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    Vorher hatte sie die Woche der Wochen in der Hafenstadt erfolgreich absolviert.

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    Meine Stammbuchhandlung Hammett ist einer der Gewinner des deutschen Buchhandlungspreises. Ja, genau, DIESES Buchhandlungspreises. Wobei ich die vom ebenso närrischen wie kulturlosen Kulturstaatsminister persönlich vom Preis ausgeschlossene Berliner Buchhandlung Die Schwankende Weltkugel auch kenne und empfehlen kann.

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    Mein aktuelles Buch von Dashiel Hammett, the Maltese Falcon weiß mich nicht so recht zu fesseln. Vielleicht weil das Buch im Vergleich zum Film zwangsläufig die halbe Geschwindigkeit hat. Oder weil es im Vergleich zum wild ausufernden von mir geliebten Dain Curse und dem rohen Red Harvest doch irgendwie zu glatt ist.

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    Die Schwimmbadbesatzung teilte Madame mit, sie hätten schon gemerkt, dass sie die schwimmerisch aktivere von uns beiden ist. Das ist einerseits originell, andererseits zur Zeit korrekt. Ich gelobe wieder öfters ins Bad zu gehen.

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    An der Ampel stehend hörte ich wildes Gehupe. Es ging von einem leicht zerbeulten Kleinwagen aus. Ich konnte keinen rechten Grund für die Huperei erkennen und dachte spontan an einen kläffenden Dackel, der Bernhardiner und Schäferhunde angeht.

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    Kurz darauf fuhr ein Subaru Forester1 vorbei. Genauso alt und im selben Waschzustand wie sich unserer normalerweise befindet. An diesem Wagen hing allerdings ein Kennzeichen der US-Botschaft, und ich freute mich: Es gibt sie noch die Guten.

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    Madame stellte fest, dass nicht Daniel Küblböck der Elvis seiner Generation ist, sondern Bill Kaulitz ist der Elvis seiner Generation. Als Kind und Jugendlicher „seltsam“ und stets von Mobbing betroffen, wenig später aufgrund dieser Seltsamkeit Weltstar und Junge-Frauen-in-die-kreischende-Extrase-Treibender.

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    Miss und Mr. Fluffy waren zu Gast. So schön. Gespräche reichten von Versailles zu Nacktschnecken und wieder zurück. Sogar erwachsene Themen kamen vor.

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    Es war ein Freitag mit Arbeit und Kino und ein Samstag auf den Latifundien.

    Die Frage wann Fulbe gesprochen wird und wann französisch

    Ich gewöhne mich daran, dass die Gegend um den Bahnhof Zoo mein neuer Kiez wird. Wenn ich die Strecke Büro->Bücherei beginne, ist der Bahnhof mit den Kinos Delphi Lux und Delphi Palast nebenan ein logischer nächster Wegpunkt.

    Nachdem ich also Madames Buch in der Bibliothek abgeholt hatte, schlug ich erfolglos bei Shoe City die Zeit tot, um endlich zum After-Work-Kino im Delphi Lux zu landen:2 L’histoire de Souleymane / Souleymans Geschichte.

    Zwei Tage

    Zwei Tage im Leben des Asylbewerbers/Fahrrad-Essenslieferanten Souleymane Sangaré (gespielt von Abou Sangare) aus Guinea bis zu seiner Anhörung bei einer namenlosen Sachbearbeiterin (Nina Meurisse) vor dem Office français de protection des réfugiés et apatrides (OFPRA) über seinen Asylantrag.

    Souleymane fährt mit seinem Lieferfahrrad durch Paris, muss sich mit einer ganzen Reihe schlechter Menschen herumschlagen, die seine Situation ausnutzen, um schließlich um 22 Uhr den Bus zur Obdachlosenunterkunft zu erreichen. Dabei versucht er eine Geschichte auswendig zu lernen, die nicht die seine ist, aber im Asylverfahren besser klingt als seine wahre Geschichte.

    Zwischen La Chapelle und Gare du Nord

    Der Film hat zwei deutlich abgegrenzte Teile: 70 Minuten mit dem Fahrrad durch Paris: Hetzen zu Schnellimbissen, Treppen hoch, quer durch den Verkehr; Unfälle vermeiden, überwacht von der Kurier-App. Kurze Diskussionen mit anderen afrikanischen Kurieren und der „Kurier-Nothilfe“ in der App. Längere unerfreuliche Diskussionen mit dem Mensch, der ihm sein Kurierkonto „vermietet“ – denn als Asylbewerber darf Souleymane nicht arbeiten.

    Manchmal dachte ich beim Sehen „zu sehr Sozialreportage, zuwenig Spielfilm, irgendwie wirkt das zu sehr abgefilmt zu wenig gestaltet“ – dafür lernte ich sehr viel über sein Leben und das Leben von Kurierfahrern. Ich werde sie ab jetzt mit anderen Augen sehen.

    Ich lernte Paris aus einer anderen Perspektive sehen – und da ein Großteil des Films in dem Viertel am Gare du Nord/Gare de L’est spielt in dem auch wir in Paris übernachten, war es in Teilen „mein“ Paris. Aus einer Perspektive, die man dort immer spürt, die wir als drei-Tages-Touris aber natürlich nicht sehen. Ich bin von dieser Stadt eh komplett hingerissen, und das hat durch den Film weiter zugenommen.

    Was ist Ihre Geschichte?

    Ganz anders die Anhörung: Ist das Paris-Straßenleben hart, ausbeuterisch, rücksichtlos, aber voller Leben ist es bei der Behörde anders: Neutral. Die Sachbarbeiterin ist freundlich, höflich, ihm durchaus zugewandt.

    Aber beiden, der Sachbearbeiterin und Souleymane, ist bewusst, dass sie den französischen Staat verkörpert, der jetzt in diesem Moment über sein gesamtes weiteres Leben entscheidet. Selten sah ich ein Kammerspiel in dem die Fallhöhe zwischen Form und Inhalt so riesig war. Der Unterschied zwischen dem sehr lebendigem rücksichtlosen Alltag der zwei Tage und dem freundlich-zugewandten Abgrund an dem er in der Behörde entlangwandelt, schmerzt beim Sehen körperlich.

    Besonders schmerzlich wird es, wenn seine auswendig gelernte Geschichte sichtbar zerfällt. Sie fordert ihn mehrfach auf, die Wahrheit zu erzählen. Was er schließlich weinend macht. Eine Geschichte, die menschlich bewegend und nachvollziehbar ist – aber wie wohl die meisten Menschen im Kino wissen, nicht den Anforderungen des Asylrechts genügt.

    Beste schmerzlichste Schlusssätze in Filmen: „Wenn wir den Antrag akzeptieren wird der französische Staat sie mit all‘ seiner Kraft beschützen. Lehnen wir ihn ab, haben sie einen Monat Zeit um in Rekurs zu gehen.“ Wahrscheinlich zerstören wir gerade ihr Leben. Aber höflich und dem Rechtsweg folgend.

    Blick aus dem Delphi Lux Kino. Vor dem Fenster eine abendlich beleuchtete Wand mit Graffitti und ein schmaler Weg. Im Fenster spiegelt sich der Schriftzug "Lux"

    Zitronenfalter: Eins. Taubnessel: Eins.

    Frischluft nach dem Film tat gut. Die Nachtfahrt auf die märkischen Hamptons erfüllte alle Ansprüche: Uns empfing ein Sprung Rehe3. An der üblichen Feldhasenstelle tauchte der Feldhase auf, nur damit danach auf dem Feld ein weiterer Sprung Rehe stand. Und das alles bevor wir den Bungalow auch nur erreicht hatten.

    Bei Rinderstolz & Wildeslust herrschte Sommer. Bis wir den Weg zum Verkaufswagen gelangt waren, waren seine gesamten Bratwurstvorräte aller Sorten bereits ausverkauft. Genau fünf grobe Bratwürste einfacher Art waren übrig. Es ist Grillzeit in Brandenburg.

    Im Garten lässt sich der Frühling Zeit.

    Madame suchte Knospen und Blüten und schnitt Bäume. Drei einsame Krokusse begleiten die Schneeglöckchen. Sie fand eine blühende Taubnessel. Noch herrscht hier Vorfrühlingsansatz, kein Frühling. Für Alkeme benötigt sie trotz Langstreckensäge inzwischen eine Leiter.

    Aber wie letzte Woche auch: Es gab Zitronenfalter.

    Und plötzlich am Kompost hörten wir es summen und brummen. Auditiver Sommer. Nach einiger Orientierung erblickten wir einen blühenden Baum im Niemandsland auf der Ausgleichsfläche hinter dem Nachbargrundstück. Vermutlich ein Silberahorn. Auf den dritten Blick sahen wir in ein paar Metern Höhe Insekten schwirren. Sie sind wieder da.

    Kremšnite, Gurke, Ei

    Holger fährt Bus. Teil 1 und Teil 2 und Teil 3.

    Margrit wurde von Wikipedia enttäuscht.

    Joel war das erste Mal in Ljubljana: „Mein Gott ist die Stadt schön!“ Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 (samt Gebäcktipp vom Flusskiesel – spätestens wenn man den ausspricht, merkt man wieder, dass Slowenien K.u.K. war)

    Nicht richtig schön, aber doch eindrucksvoll: Das Ei des Nachbarn.

    Schön und eindrucksvoll: Die Gurke des Juan Sánchez Cotán

    Anmerkungen

    1. An der Markenwahl Subaru hängt in den USA ein großes politisch-kulturelles Universum, das in Deutschland komplett unbekannt ist. Ich gehe davon aus, dass ein US-Botschaftsangehöriger das weiß. Wie wir auch. Als Einstieg: Alex Mayyasi / The Atlantic: How Subarus Came to Be Seen as Cars for Lesbians etwas weiter gefasst: How Subaru Became the Unofficial Car of Vermont … and New Hampshire, and Maine, and Massachusetts, and Washington, and Oregon. ↩︎
    2. Yorck Unlimited No. 14 – damit 17€ pro Besuch. ↩︎
    3. Nicht zu verwechseln mit dem Rehsprung „eine Figur der rhythmischen Sportgymnastik↩︎