Schlagwort: Geschirrspüler

  • 25-12-30 Mid-century Baudenkmal; nichts tropft (Baden->Berlin)

    25-12-30 Mid-century Baudenkmal; nichts tropft (Baden->Berlin)

    Süderdeich/Wesselburen gewann das traditonelle Erbsensuppenboßeln.

    In Schöneberg gab es drei Tage vor Silvester eine Explosion. Mehrere Fenster eines Wohnhauses wurden zerstört. Ein Silvester-Feuerwerks-Zusammenhang ist wahrscheinlich.

    In Lörrach wurde das Winterwohnzimmer in Betrieb genommen. In Dithmarschen ging der Kaptain vietnamesisch essen.

    Es war der Tag der Weihnachts-Rückfahrt und zwei Tage der gemächlichen Arbeit in Berlin.

    Zwei Nachträge zum letzten Blogpost.

    1. – Das Buch Toast von Nigel Slater wurde verfilmt. Dieser Film ist via Filmfriend für jede*n Nutzer*in öffentlicher Bibliotheken zugänglich.
    2. – Ich lernte am Wochenende: Museen und Gleitsichtbrillen vertragen sich nur mäßig. Denn die Brille geht davon aus, dass man berechenbar in eine Richtung und Entfernung schaut. Museen gehen davon aus, dass irgendwo Ausstellungszettel hängen, die Kunstwerke sich in verschiedenen Höhen befinden und man sie aus verschiedenen Winkeln sieht und all so. Oft genug passt die von mir gewünschte Sehsituation, und das was die Brille bietet, nicht zusammen. Ich glaub am Ende war mir leicht schwindlig.

    Langsam habe ich wieder den Eindruck in meinem Leben auch Anderes machen zu können, als nur umzuziehen. Ich löste ein Geburtstagsgeschenk ein und bin nun inhaber von Yorck Unlimited: Unbegrenzt und immer ins Kino in 14 Berliner und einem Münchner Arthouse Kino.1 Was brauche ich Streaming wenn ich Kino vor der Nase habe?

    Die langsame Normalisierung des Alltags zeigt sich auch daran, dass wir nach dem 23.12. bereits am 29.12. unseren zweiten Schwimmbadbesuch im Haus schafften. Madame wagte sich am 30. in die hauseigene Sauna. Ihr erster Besuch in einer Sauna seit 30 Jahren. Zur Vorbereitung las sie: Mein erstes Mal: Der Ratgeber für Sauna-Anfänger

    Mit Stop in Hanau, Hildesheim, Wolfsburg

    Der Zugfahrt Baden->Berlin begann mit Verhandlungen: Was kommt mit, was eher nicht? Die handgeschöpfte mundgepresste Olivenöl mit unsicherem Verschluss von Pantelleria kam mit. Die stoß- und bröckelempfindlichen guten Meringuen blieben in Südbaden.

    In der S6 zwischen Lörrach und Basel spang direkt hinter der Schweizer Grenze ein Fahrkartenkontrolleur hinter den Sitzen hervor. Das gab es noch nie! Und weil er unser Deutschlandticket nicht scannen konnte, ließ er sich wenigstens die Personalausweise zeigen.

    Der ICE372 fuhr pünktlich los. Dass der Zug erst in Basel, und nicht wie geplant in Bern (und erst recht nicht im irgendwann mal geplanten Thun, Spiez, Visp, Brig) losfuhr störte uns nicht, eher im Gegenteil: So blieben ein paar Plätze mehr frei. Der Zug fuhr überraschend entspannt durch Eis und Nebel.

    Einzig den Zugchefs gelang es gleichzweimal, mich zu erschrecken:

    1. „Der Zug fährt zwischen Basel und Frankfurt“ – wie? nach BERLIN will ich, nicht in Frankfurt stranden „… ohne gastronomisches Angebot“. Ausatmen. Leider war das Gastro-Team in Bern gestrandet und nie an Bord von ICE372 gelangt.
    2. „Wegen eines technischen Schaden am Triebwagen“ – Atemanhalt – „..ist der ICE vor uns stehengeblieben. Wir müssen eine Umleitung fahren.“ – Ausatmen.

    Sonst war es eine sehr ruhige, entspannte Fahrt. Unsere Prognose der Mitreisenden (Madame „Silvesterfeiernde auf dem Weg nach Berlin“, ich: „Familien mit vielen Kindern und Koffern, die sonst nie Bahn fahren“) lagen beide daneben. Es war (zumindest in der 1. Klasse) der Tag der solo rückreisenden älteren Verwandten. Und bis kurz vor Spandau waren wir sogar überpünktlich. Nur der defekte ICE vor uns brachte noch ein wenig Verspätung ein.

    Sonst wäre es auch unheimlich geworden.

    Abends über fast-noch-glatte Wege ins Tulum, Burritos und Enchiladas vergleichen. Am Nachbartisch Gespräche über Zugfahren in die Schweiz. Auch wenn es meinem Selbstbild noch widerspricht: Offenbar sind wir wirklich mehr Wilmersdorf als Schöneberg.

    Löcher kommen, Löcher gehen

    Manchmal entstehen Gedankenverbindungen schrittweise. Wir waren im Jean-Tinguely-Museum. Tinguelys prägende Phase war zwischen 1955 und 1975. Und ich dachte erst: Mid-century! Und dann dachte ich „Er war in derselben Zeit aktiv, in der unsere Wohnung entstand!“ Dann kombinierte ich beide Gedanken und dachte „Wow, wir wohnen in einem Mid-Century Baudenkmal!“ Denn wir wohnen nicht nur im Schwimmbad, sondern auch im Baudenkmal; dürfen aber glücklicherweise trotzdem Löcher in die Wand bohren.

    Bohren ist auch nötig. Denn noch liegen und stehen eine ganze Menge Regale und Bilder auf der Erde, die eigentlich an die Wände gehören. Eine Wand des Kaminzimmers erwies sich als Bohr-Horror: Denn auf der anderen Seite liegen die diverse Steckdosen der Küche, es läuft ein Datenkabel durch die Wand und die Kabel der Schrankleuchten laufen direkt hinter der Wand. Das Strommessgerät piept sich von Aufregung zu Aufregung. Wir entschieden uns am Ende für ein Bild statt der Hängeregale: Ein Bohrloch war machbar, 16 Bohrlöcher in vorgegebenen Abständen hätten meine Nerven nicht ertragen.

    Das Bild hängt. Aller Strom fließt weiterhin. Noch wichtiger aber: Das Wasser fließt.

    Seit dem 30. Dezember 2025 ist erstmals die komplette Küche in Wilmersdorf einsatzfähig. Die Vermieterin hatte an diesem Brückentag der Brückentage eine Sanitärfirma aufgetrieben, die das tropfende Ventil in der Küche reparierte. Und damit sind erstmals alle Geräte angeschlossen und gleichzeitig alle Rohre und Ventile dicht. Halleluja!

    E-Auto, Pokemon-Karten

    Warum man keine Wallbox mehr braucht

    Ulrich versucht die umfassende Energiewende im Privaten: Moderne Zeiten

    Astrids ultimative Lobhudelei auf öffentliche Bibliotheken: Bibliotheksliebe: Kaufst du noch oder leihst du schon? (via maipenquynh)

    Eine unsere Weihnachtsfeiern musste kurzfristig den Ort wechseln, weil der Zugangsweg noch durch die Feuerwehr belegt war. Uschi hat mehr Hintergründe: Grossbrand in Lörrach

    Wenn ich denke „alle irr“, dann lese ich nochmal Readinginswedens Erlebnisse als Buchhändlerin in den letzten Tagen vor Weihnachten und denke „so schlimm ist es bei mir gar nicht“: 26.12.2025 Heizungstage

    Manchmal muss ich Bücher auch gar nicht lesen, sondern fühle mich durch die Rezension allumfassend informiert: Ganzheitliches Leiden – „Junge Frau mit Katze“ von Daniela Dröscher

    Ein epischer Post über Drucksystem-Keyboards, Linotype, Monotype und alles dazwischen. Wenn selbst der Autor eines Buchs über Keyboards sagt, das ihn das Thema überfordert. Shift happens: New in the collection, pt. 5: New Hermes NHI 810

    Anmerkungen

    1. Okay, ob es mir gelingt im nächsten Jahr in die City Kinos München zu kommen. I do not know. Aber alle 14 Berliner Kinos – das wäre doch ein Ziel ↩︎
  • 24-11-07 Kalter Nebel, Schwarzer Schaum

    24-11-07 Kalter Nebel, Schwarzer Schaum

    Ich versuchte, Mandeldrink zu kaufen. Leider war dieser schon geöffnet. So kaufte ich den Mandeldrink nicht, sondern schüttete ihn fröhlich über ein Kassenband.

    Gegrimpft.

    (Leider gab es nur Grippe beim Betriebsarzt, kein Corona)

    Haupt-Huhn feiert 20-jähriges Jubiläum. Das heißt, sie waren noch fast neu als wir hier einzogen.

    Seminarlektüre kam mit der Post. Schönes an der Fernuni-Unibibliothek: ich muss nicht zu den Büchern kommen, die Bücher kommen zu mir. (Beziehungsweise zur Packstation).

    Freut ihr Euch auch so auf den nächsten CSU-Verkehrsminister?

    Das Berliner Wahlamt wird jubeln. War die nächste reguläre Bundestagswahl doch – wie schon die Unglückswahl 2021 – gleichzeitig mit dem Berlin-Marathon angesetzt. Das hätte gehießen, gesperrte Straßen, Probleme mit dem Material, Probleme zu den Wahllokalen zu kommen. Es wird einfacher im März.

    Kreistage werden den Faschismus stoppen. Die USA sind noch viel föderaler organisiert als Deutschland – und das wird der wirksamste Faktor sein, der ein Trump-durchregieren a la Ungarn stoppen kann.

    Wenn jeder Bundesstaat, jedes County eigene weitreichende Entscheidungsbefugnisse hat, kann das Trump-Lager auch nicht hineinregieren. Das wird sogar innerhalb der Republikaner funktionieren, denn auch zum Beispiel ein republikanischer Gouverneur wird wenig Lust haben sich Anweisungen aus D.C. erteilen zu lassen.

    Denkt daran, wenn nächstes Mal wieder jemand föderale Strukturen vereinheitlichen und abschaffen will.

    Emily in Paris redet seit 2024 französisch. Also die Serie, nicht der Charakter Emily. Aber wenn in der Serie Franzosen untereinander reden, haben sie in Staffel 4 alle Französisch gelernt. Überhaupt scheint die Zeit der Covid-Popcorn-Ablenkungs-Phase von Emily vorbei. Es beginnt etwas wie eine normale Fernsehserie mit leichtem Realitätsbezug.

    Kalter Nebel umhüllt mich auf dem Weg zu den Südkreuz Offices. Winterliches Zwielicht umhüllt die Welt.

    Die schlechte Radfahrjahreszeit beginnt. Bald schon muss ich mich ausstaffieren wie ein Michelin-Männchen, dass sich als Weihnachtsbaum verkleidet hat. Innerhalb von Tagen werden alle Berliner Autofahrer*innen vergessen, wie sich Radfahrer*innen im Verkehr verhalten.

    Die gute Radfahrjahreszeit beginnt. Endlich keine anderen Radler mehr auf der Straße.

    Kommunizierende Röhren

    Manche Ereignisse haben das Vermögen, den Alltag innerhalb kurzer Zeit komplett zum Erliegen zu bringen. Sie ziehen alle Aufmerksamkeit und Energie auf sich. Diese Ereignisse sind nur selten angenehm, meist sind diese von existenzieller Bedrohlichkeit – Unfall, Krankheit, Jobverlust.

    Manchmal sind sie nicht ganz so schlimm, aber trotzdem unangenehm. Sie gewinnen ihre Bedeutung daraus, dass sie den Alltag selbst lahmlegen; Sand im Getriebe – oder hier: Bauschutt in den Rohren.

    Kurz vor Chemnitz-Aufbruch hatte die Spüle schon Abflussprobleme gemacht. Aber da wollten wir ja los, in drei Tagen können sich viele Probleme von alleine lösen.

    Nach der Rückkehr ging in der Küche nichts mehr.

    Spüle, Waschmaschine und Geschirrspüler waren in einem System kommunizierender Röhren verbunden; verschwand das Wasser aus der Einen, tauchte es sofort in den beiden anderen wieder auf. Wasser verließ das System nur, wenn es vom Geschirrspüler aus und auf den Küchenboden lief.

    Also verbrachten wir Sonntag damit, alle haushaltsüblichen Methoden der Rohrfreilegung durchzuspielen bis wir Angst um die Rohre bekamen – ohne Erfolg. Wir produzierten zwar zwischenzeitlich Schwarzen Schaum, der aus dem Rohr hervorquoll – aber das brachte in die andere Richtung keinerlei Verbesserung. Das Auseinanderbauen aller erreichbaren Leitungen machte deutlich, dass das Problem nicht in diesen lag.

    Montag dann der Trip zum Baumarkt – mit besserem Gerät weiter gearbeitet ohne Erfolg. Nach zwei Tagen Dauerrohrreinigung samt Nervenkitzel „Ist diese Wohnung noch bewohnbar? und wie lange nicht?“ waren wir beide komplett durch. Auf zum Profi.

    Dienstag rackerten sich zwei Klempner zwei Stunden lang mit Profiwerkzeug ab. Ihr Erfolg: übersichtlich. Immerhin fanden sie noch zwei weitere Rohre zum Auseinanderbauen. Die Küche ist wieder eingeschränkt nutzbar.

    Der Klempners Prognose: Problem liegt in der Hauptfallleitung. Das bedarf noch größeren Profigeräts und eines Auftrags durch die Hausverwaltung.

    Mittwoch beauftragte die Hausverwaltung in ungeahnten Speed-Aktionen eine neue Sanitärfirma. Auf die warten wir jetzt.

    Stand aktuell: Toilette und Badewanne laufen. Spüle und Geschirrspüler laufen unter strikter Beobachtung mit angehaltenem Atem. Für die Nutzung der Waschmaschine waren wir noch nicht mutig genug. Waschbecken im Bad steht.

    The Pain

    Auch nicht vergessen: As a former East German athlete doped by the state, I see how our past pain is fuelling the far right

    Wer im US-Wahl-Entsetzen Gemeinschaft benötigt, kann wahllos irgendein Blog öffnen. Viele zur Auswahl stehen im Blogring uberblogr.

    Wer hat uns verraten? Google. Ich bin so froh, dass mir Traffic-Zahlen komplett egal sein können. The deterioration of Google:

    What I discovered was that web media companies can’t count on any of the traffic coming from Google or Facebook any more. Very few, even one that are frugally run, are capable of surviving on the traffic that remains.

    The problem doesn’t seem limited to a few sites. What seems to have happened is that Google tried to “fix” their search engine results by using machine learning to rank sites.

    But this does not seem to be working properly. Anybody who has used Google for search over the past year knows that it lets a lot of LLM-generated spam through and blogs and small sites have basically disappeared from most results. Those sites have effectively been delisted by the machine learning model and nobody seems to know exactly why.

  • 24-08-20 SHA-Hash-Shamir-Transposition

    24-08-20 SHA-Hash-Shamir-Transposition

    Ein WoMo fuhr gen Finnland. Darinnen saßen R und ihr GöGa.

    In Nachbarsgarten ein Hertha-Fan. Bei jedem Tor des 5:1 Siegs über Rostock zuckte ich ob seiner wilden Freudenschreie zusammen.

    Um den Kopf zwischendurch frei zu kriegen, ab ins Insulanerbad. Bei 24 Grad waren Madame und ich fast alleine auf der Bahn. (SK 21 und 22 / 3,64€ pro Besuch).

    Falls ihr Euch je fragtet, warum Flugzeug auf Englisch Airplane heißt. Es kommt von plane – flach (im deutschen noch als plane Oberfläche) und bezeichnete ursprünglich die Tragfläche. Später bezeichnete das Wort das ganze Flugzeug.

    Morgentemperaturen von 12 Grad. Könnte ich zaubern, hätte ich einen Gospelchor herbeigewünscht, der auf der Terrasse REJOICE verkündet. Leider kann ich nicht zaubern, sondern habe nur einen Bluetooth-Lautsprecher und höre den Deutschlandfunk-Radiogottesdienst.

    Nachzutragen ist, dass Klassik-Pop-et cetera mit Margret Kroell ein Klassik-Pop-Jahreshighlight war. Spannende Person, schöner Akzent, tolle Musik. Nun warten wir darauf, dass Die Knödel wieder auf Tour gehen.

    Schöner Verhörer: Ich verstand, dass sie in Tuba tourte. Das kann nicht sein, Tuba gibt es ja nicht. Also wohl Cuba. Machte auch Sinn; bis sie erzählte, dass sie in Cuba bei -21 Grad in einer Jurte übernachtete.

    Tuwa!

    Heizung heizt

    Der Miele-Mechaniker kam. Wie es sich gehört, hatte es sich der Geschirrspüler überlegt und lief die ganze Zeit einwandfrei. Der Techniker spülte und maß und hörte ab und checkte und maß nochmal, und war insgesamt eine Stunde beschäftigt. Aber weder wollte der Fehler noch einmal auftreten, sonst zeigte der Geschirrspüler außer dem üblichen 10-Jahres-Verschleiss andere Macken.

    Immerhin gibt es inzwischen Fehlerspeicher: der gute Mechaniker konnte nachvollziehen, dass F24-Fehler im Heizelement letzte Woche noch auftrat. Aber des Fehlers Verschwinden ist gut für uns: Der Techniker informierte uns auch, dass der Fehler normalerweise einen wirtschaftlicher Totalschaden bedeutet.

    So spülen wir weiter und sondieren vorsichtig Haushaltsgerätewebsiten. Madame lernte viel über MultiDiscAutoDos.

    Ich lernte: Ein Geschirrspüler verdoppelt sich im Preis, springt von 1000 Euro auf 2000 Euro, nur wenn die Front anpassbar an verschiedene Einbauküchen ist und mensch die Knöpfe nicht sehen muss.

    Seitdem zweifle ich, ob es der deutschen Mittelschicht so schlecht geht.

    Geburtstagsparadox

    Seltsame Gefühle. Wieder Büroabschied für knapp zwei Wochen. Wieder Vertretungen instruieren und sich denken „das muss jetzt mal ohne mich auskommen.“

    Ende Juli allerdings war die Aussicht: Ferne, Ostsee, Tallinn, ex-sowjetische Eisenbahn, Trolleybusse. Ende August wird es: Lernen am Schreibtisch und Klausur.

    Beginn am Donnerstag: Datenbanken und Sicherheit im Internet. Seit Sonntag wiederhole ich Sicherheit im Internet.

    Ich erlebe viele 2000er-Flashbacks: PGP, Verschlüsselungen und anonymes Surfen waren doch um 2000 Alltagsthemen in meiner Crowd. Schön spielerisch: Klassische Verschlüsselung mit Caesar-Verschlüsselung und Vigenère-Chiffre – Uni-Übungsaufgaben die auch im Micky-Maus-Club hätten vorkommen können.

    Begriffsmerken: Verschlüsselung funktioniert über Substitution (alle Zeichen werden durch andere Zeichen ersetzt, aus Hallo wird 8-1-11-11-14) oder Transposition (die Zeichen bleiben aber ihre Stellung im Wort wird anders, aus Hallo wird lHloa.)

    Viel neues: Wie funktionieren RSA (Ravist-Shamir-Adleman) und Diffie-Hellmann mathematisch? (also angerissen, für tiefes Verständnis reicht ein komplettes Mathematik-Studium nicht aus). Was ist der Unterschied zwischen SHA-1, SHA-2 und SHA-3. Wie funktioniert die Feistel-Verschlüsselung?

    Formeln merken:

    RSA (Verschlüsselung der Nachricht m mit öffentlichem Schlüssel aus den Zahlen n, e und privatem Schlüssel mit d):

    \[ Crypt_e = m^e \mod n = c \]
    \[Decrypt_d = c^d \mod n = m \]

    Die Formel gilt natürlich nicht für alle Zahlen, sondern nur für speziell bestimmte. Und bei der Frage, welche Zahlen das sind, ist man in Abgründen der Zahlentheorie gelandet, bevor man nur kurz „Hilfe!“ rufen kann.

    Und das Geburtstagsparadox: Wie wahrscheinlich ist es, dass zwei zufällige Zahlen identisch sind. Gerne erklärt am: Wir haben eine Gruppe von Menschen, wie viele werden benötigt, damit zwei am selben Tag Geburtstag haben?

    Wenn eine Person gesetzt ist, muss gelten \[ (\frac{364}{365})^n < 0,5 \] Dies ist bei n=253 der Fall. Wenn Du 253 Personen triffst, wird mit mehr als 50% Wahrscheinlichkeit eine am selben Tag Geburtstag haben wie Du.

    Wenn es nur um eine beliebige Gruppe geht, in der zwei beliebige Personen gleichzeitig Geburtstag haben, lautet die Formel:

    \[ \frac {365*364*363*.. * (365-n+1)}{365^n} < 0,5 \]

    Die Bedingung wird schon erfüllt, wenn n die 23 erreicht. Ab 23 Personen in einer Gruppe haben mit >50% Wahrscheinlichkeit zwei am selben Tag Geburtstag.

    Natürlich interessieren sich Kryptograph*innen nicht für Geburtstage. Aber sie interessieren sich sehr für Wahrscheinlichkeiten und die Frage, wann zwei zufällige Zahlen identisch sind.

    Luftzimmer

    Ein Tigerschnegel im Bad.

    Zwei Pfauenaugen im Wohnzimmer.

    Laubola Floratempel erhielt eine weitere Bezeichnung: Neben Pergola, Laube oder Gazebo hörten wir nun Luftzimmer.

    Die Rose Night Owl wird doch nicht an der Pergola wachsen. Weitere Recherchen erbrachten, dass sie nur im Klima von South Carolina gedeiht und an allen anderen Orten darbt.

    Madames Rosenlieblingsblüten stammen von Violina und Graham Thomas. Ich musste über meine Nachdenken, kam auf Gallica versicolor, Rococo und Summer Song.

    Sense

    Sensen ist gefährlich (mit Bild das nichts für schwache Nerven ist).

    Segeln ist ungefährlicher.

    Tanzen ist schön.

    E-Auto eines deutschen Premiumherstellers kaufen ist enervierend.