Schlagwort: Hot Pot

  • 26-03-31 Mr. Darcy treibt kräftig

    26-03-31 Mr. Darcy treibt kräftig

    Wal, da liegt er.

    2026 gibt sich mit Buckelwal und beißendem-Wolf-bei-IKEA bereits im Frühjahr mehr Mühe im Bereich nachrichtenwürdiger Großtiere als manches Jahr im Hochsommer. Aber auch: Eine Nachrichtensendung in der ein Buckelwal in der Ostsee und Wölfe in der Hamburger Innenstadt vorkommen, schreit danach, Hintergrundgeräusch in den ersten fünf Minuten eines apokalyptischen Films zu sein.

    Und das noch vor dem Politikteil.

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    Streitpunkt mit Madame: Zählt „den anderen Ausgang am S-Bahnhof nehmen“ schon als Mikroabenteuer? Was sagt ClipClop dazu?

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    Montagmorgen am S-Bahnsteig schaute ich schon mal in das Handy. Generell bin ich sehr beeindruckt von der karibischen Schweizerin, halte sie für das beste was einem an Kollegin passieren kann und bewundere sie in vielerlei Hinsicht. Aber in diesem Moment dachte ich nur: „Meine Güte, Mädel, wie kann man Montagmorgen schon so motiviert sein?“ Beziehunsgweise dachte ich eher „Mgmmlknmnmthmotirtmm!“. Das sind Uhrzeiten, in denen ich selbst geistig noch nicht artikulationsfähig bin.

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    In der S-Bahn eine Frau, die ihr Handy in metallicrosa Hülle direkt an ihr metallicrosa Kopftuch hielt. Innerlich pfiff ich anerkennend.

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    Südkreuz. Rolltreppe. Mit April Lavigne: Can I make it more obvious?

    Blick auf einen Bauzaun, hinter dem das brandneue Folienbild einer Rolltreppe zu sehen ist.,

    Es war der Sonntag der zwei Gärten und ein Arbeitsmontag der Rinderlappen.

    Bleek und wie er die Welt sah

    Der Jazz-Noir-Film Mo‘ Better Blues vom letzten Donnerstag spukte mir weiterhin im Kopf herum. Wie kann ein Film, der so intelligent gebaut ist, an einzelnen Stellen so doof sein? Das ergibt keinen Sinn.

    Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr stolperte ich über das Ende. Das ist in den doofen Schleifen des Films ganz besonders doof. Das kann nicht aus Versehen passiert sein.

    Das Ende muss der Schlüssel sein.

    Deshalb rekapitulierte ich: Ungefähr bei 80% der Filmlaufzeit ist Protagonist „Bleek“ Gilliam am Ende: Frauen weg, Band weg, Gig weg und er selbst so übel zusammengeschlagen, dass er nie wieder richtig trompeten wird. Dann kommt die sagenhafte Wendung, in der er innerhalb von zwei Minuten vom Tiefpunkt seines Lebens mit Hilfe purer Aufdringlichkeit zu Frau, Kind und einem Bilderbuchleben kommt, das genau seiner Kindheit entspricht.

    This cannot be real

    Und wenn es nicht real sein kann, ist es vielleicht Einbildung? Ist es das Traumbild von Bleek? Das er sich ausmalt?

    Ist es vielleicht der Punkt, an dem er die Realität nicht mehr verklärt, sondern komplett in Tagträume abdriftet. Schildert der Film die Realität gar nicht mehr als „objektiver Beobachter“ sondern zeigt er quasi das, was in Bleeks Kopf vorgeht?

    It’s just a dream

    Voraus dann der nächste Gedanke folgt: Wenn der Film am Ende quasi Bleeks geträumte Version der Geschichte zeigt, kann das auch am Anfang sein? Zu der Zeit als er noch nicht in Tagträumen lebte, aber offensichtlich eine ziemlich verklärte Sicht von sich und der Welt hatte?

    Dann würde vieles mehr Sinn ergeben: Die karikaturenhaftigkeit mancher Nebenfiguren. Die Tatsache, dass alle Frauen nie miteinander, sondern immer nur mit ihm reden. Sowieso, wie sehr die komplette Filmwelt um ihn herum kreist. Das ergibt überraschend Sinn.

    Ich müsste den Film noch einmal sehen, um diese These zu überprüfen. Also spätestens 2046 wenn er wieder mal in einem Kino gebracht wird.

    Zwei Gärten

    Hamptons der Mittelmark

    Unter ernsthaften Gärtnern ist die Forsythie eine Art André Rieu des Pflanzenorchesters. Plakativ, platt, ohne jede Tiefe, und ein One-Trick-Pony. Dementsprechend ist sie ähnlich beliebt unter Gartenfachleuten wie Rieu unter Musikkritikern. Aber wie auch der Rieu – die Menschheit liebt sie.

    Ungleich Rieu allerdings mögen wir sie auch. So ein strahlendes Gelb, gerettet mit Hilfe eines Ablegers aus dem Schöneberger Hinterhof, bringt sie die ganze Ecke aus Totholzstapel, dunkler Nachbarsfichte und bräunlich-grünen Wiesenresten aus dem Vorjahr zum Leuchten.

    Während die Narzissen langsam eine nach dem anderen die Köpfe ausstrecken, der Blattpflaum des Zierapfels einen Bartwuchs eines Vierzehnjährigen erinnert und die Rosen noch mit Austrieb vollbeschäftigt sind (selbst der kleine Mr Darcy) leuchtet sie schon wie eine Rolltreppenwarnabsperrung: Hier bin ich! Und es wird Frühling!

    Dann sehen wir: Beet 2L entwickelt sich zum Königskerzenwald. Weitere ungeahnte Schachbrettblumen treiben aus. Die Hummeln mühen sich in den Regenpausen ab,

    Wochenend-West

    Das Forsythienleuchten bedeutet aber auch: Die Exkursion nach Wochenend-West stand an. Auch dort stehen Obstbäume und Rosen, die geschnitten werden wollen. Auch wenn dort, Sandboden, halb im Wald, quasi alles anders ist als auf unserem sonnengefluteten Lehm, die Rosen wachsen hier wie dort.

    Wie bewunderten den neuen Zaun (kein Jägerzaun mehr, denn wie der Berliner sagt Jägerzaun = Jekreuzt), ebenso wie die neue Treppe. Wir informierten über Familienmitglieder, hörten uns News zur Fast-Triest-Reise an und zu den Problemen der Internet-Reisebuchung. Am Ende gab es Pilzsuppe, Gemüsequiche und wie immer den spirituellen Geist eines Asterix-Gelages am Lagerfeuer.

    Blick nach oben in die Brandenburger Nadelbäume. Dazu strahlendblauer Himmel.

    Pilze sind keine Pflanzen, sonst wären es ja Pflilze

    Gegessene Gemüsesorten zu zählen ist zugegebenermaßen eine hochgradig alberne Angelegenheit. So wie vieles im Leben. Erwerbsarbeit zum Beispiel. Aber hier wie dort, gilt: Die Albernheit läuft zur höchsten Form auf, wenn mensch sie in Regeln gießt.

    Wenn ich also die 30-Pflanzen-Challenge durchspiele, möchte ich halbwegs klare Regeln haben, was eine Pflanze ist und was nicht. Etwas Recherchen erbrachten den Ursprung der Angelegenheit: 10.000 Citizen Scientists schickten Stuhlproben und Ernährungslisten an Ernährungswissenschaftler und nach einigen Statistikskripts (RStudio?) und etwas Magie, entstand die Zahl von 30 notwendigen Pflanzenarten, die Citizen Scientist essen muss für die optimale Stuhlprobe.

    Es gilt:

    • Pilze sind Pflanzen (An dieser Stelle atme ich einmal gut hörbar ein.)
    • Verschiedenfarbige Gemüse zählen mehrfach. Also zum Beispiel Rote und Grüne Paprika.
    • Es geht vor allem um die sekundären, obskuren Inhalte. Wenn die noch vorhanden sind (Kaffee, Fermentiertes, Vollkornmehl) zählt das Lebensmittel. Wenn es zu stark verarbeitet ist, zählt die Pflanze nicht (Zucker, Weißmehl).
    • Es muss eine erkennbare Menge sein. Die ist bei Kartoffeln größer als bei Kurkuma, aber es muss schon echter Bestandteil der Mahlzeit sein, nicht der siebzehnte Zusatzstoff auf der Inhaltsangabe.

    Und nach all‘ der Vorrede zähle ich weiter für diese Woche:

    • 30 – Orange (Snack)
    • 31 – Feldsalat (Mittagessen)
    • 32 – Kumquat (Abendessenauftakt Wochenend-West)
    • 33 – Grüner Salat (Abendessensalat Wochenend-West)
    • 34 – Radieschen (Abendessensalat Wochenend-West)
    • 35 – Schnittlauch (Abendessensalat Wochenend-West)
    • 36 – Stangensellerie (Abendessensalat Wochenend-West)
    • 37 – Salbei (Pilzsuppe Abendessen Wochenend-West)
    • 38 – Champignons (Pilzsuppe Abendessen Wochenend-West)
    • 39 – Petersilienwurzel (Gemüsequiche Abendessen Wochenend-West)
    • 40 – Erdnuss (Erdnussmus, Frühstück)
    • 41 – Blauschimmel (Im-Käse-Lebenwesen, Frühstück)
    • 42 – Pak Choi (Hot Pot Friedrichshain)
    • 43 – Chinakohl (Hot Pot Friedrichshain)
    • 44 – Grüne Paprika (Hot Pot Friedrichshain)
    • 45 – Brokkoli (Hot Pot Friedrichshain)
    • 46 – Blumenkohl (Hot Pot Friedrichshain)
    • 47 – Diverse chinesische Pilze, die ich im Leben nicht benennen könnte (Hot Pot Friedrichshain)

    Viele Pandas

    Letzte Woche noch im Kino, heute schon mit uns im Hot-Pot-Restaurant-in-der-leblosen-Mall: Jazz Musiker*innen.

    Auch wenn die Spike-Lee-Versionen im Kino noch cooler waren als die Friedrichshainer vor uns, und außerdem Musik machten, waren die beiden vor uns die sehr viel bessere Wahl: Umgänglich, eine Freude für ihr Umfeld und einfach tolle Menschen. Im Leben siegt toller-Mensch-sein vor Coolness.

    Wir saßen im Ruyixuan Hot Pot Restaurant in einer Deko aus Plastikpandas, roter atmosphärischer Beleuchtung, um uns herum, viele Menschen, die ich nach China verorten würde. Eindrucksvoll die Frau mit dem spektakukären Blumen-Hemd unter dem rückenfreien Top, das sich beim zweiten Gang als Tatoo herausstellte.

    Gut, dass ich kein Mandarin kann: das eindrückliche Ohrwurmpotenzial des zuckersüßen Chinapops entfaltete sich weniger, wenn keine Wörter stellte.

    Schnell stellte sich die Frage: Wie authentisch ist zu authentisch?

    Wir hatten vor uns den typischen Hot-Pot-Tisch in dem Tomaten- und Pilzbrühe1 eingelassen waren, und konnten ans Buffet gehen. Dort lagen, hm, vermutlich Tierteile, die ich weder einem Tier noch einem bestimmten Teil eines Tiers hätte zuordnen können – nur Muskelfleisch war das nicht. Am Rand des Buffets standen 10 Schilder „Schichtdarm, Rinderlappen, Rindfleischkugeln, Entenfüße..“ und wir konnten raten, welches Schild zu welchem Teil gehört. Spannender wurde es in der Abteilung „aus der See“. Da sind die Tiere kleiner, manchmal war raten besser, aber so einiges war nur für den abenteuerlustigen Europäer.

    Glücklicherweise waren unbeholfene Europäer nicht die Hauptzielgruppe, aber auch vorgesehen. Nudeln, vielerlei Gemüse, vielerlei Pilze, Rindfleisch(muskel) und die nicht ganz so extravaganten Fleisch- und Fischstücke von „Ente“ bis zu „Hm, mal schauen“ ergaben ein köstliches Essen, dass sich wie es sich gehört über gesprächsreiche Stunden hinzog.

    Land-Grazien und Nagerteppiche

    Verbrennt die Handies. Denn quasi jeder Mann, der in der Beziehung Gewalt ausübt, dauerüberwacht seine „Partnerin“ auch per Tracking-App auf dem Handy. Das ist so ein Punkt in dem ich mich frage, ob das all‘ das nette, was Handies gebracht haben, die Opfer an anderem Ort wert sind.

    Im Deutschlandfunk sprach Miriam Peters vom Verein Land-Grazien über die Probleme, auch nur mit diesen Frauen zu reden ohne dass ihr Schläger es mitbekommt. Und noch über vieles Andere, was ich so prinzipiell weiß, dass es stattfindet – so im Detail ist es aber doch eine andere Nummer. Das ist hörenswert, und wird noch eindrucksvoller, weil Peters selbst auch nach allem was sie gehört und gesehen hat, immer noch lebendig und optimistisch auf die Welt sehen kann.

    Und Baustellen. Schwimmbäder. Rolltreppen. Demokratie erodiert nicht spektakulär. Sie verliert im Alltag. Verwaltung entscheidet Demokratie. (via)

    Holger spleisst: Mein erster Augspleiss.

    Holger lernte spleissen. Ich lernte: Frau kann Nagerteppiche abonnieren.

    Doch mal Wuthering Heights lesen.

    Der Tag, an dem mein Herz stillstand – 6 Monate später.

    Anmerkungen

    1. „die nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin zubereitet wird, um die Durchblutung zu fördern und das Immunsystem zu stärken“ ↩︎
  • 25-02-06 Posteo

    25-02-06 Posteo

    Falls ihr zufällig größere Mengen Glasaale habt: die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sucht. Ausschreibung FiA-25-001 Aalbesatz für offene Berliner Gewässer.

    Falls hingegen Produktion, Lieferung und Montage eines Walskeletts zu Euren Fertigkeiten gehört: Das Museum für Naturkunde sucht (MfN-56-2024 Walskelett – noch 12 Tage)

    Erstmals gesehen: Ein polnisches E-Auto an einer öffentlichen Berliner Stromsäule.

    Die Dachbodenbaustelle schmoddert vor sich hin. Ab und an lassen sie auch Schränke aus höher Höhe auf den Boden fallen. Zumindest hört es sich so an.

    Eine nicht-mehr-Böttcher-Bestellung von 20 kg Büromaterialien landete im Wohnungsflur. Meine Güte, eigentlich möchte ich doch nur hier gemütlich vor mich hinsumpfen, und mir nicht auch noch beim Dicke-Buntstift-Bestellen Gedanken um Politik machen müssen.

    Jede Wahl was anderes: Nach Wahlhelfer im Wahllokal (BTW 2021), Wahlhelfer im Briefwahllokal (Europawahl 2024), nun Wahlhelfer der Reserve: „Halten Sie sich zwischen 7 und 10 Uhr bereit und warten Sie auf den Anruf.“ Ich sehe es kommen: Morgens um 7 nach Mariendorf hasten, damit ich hechelnd um 8 im unterbesetzt-gestressten Wahllokal ankomme..

    Lernen für die Betrieblichen Informationssysteme bleibt sperrig: Die ausführliche Beschreibung eines Systems, gefolgt von „in den letzten Jahren sind mehrere Nachfolgesysteme auf den Markt gekommen [auf die wir hier nicht weiter eingehen werden]“ wirkt halt arg unmotiviert von Seiten des Erstellers.

    Wir veranstalteten eine erfolglose Fotosession im Serverraum.

    Im öffentlichen Dienst bewegen sich Angelegenheiten eher glazial. Aber manchmal bricht ein Eisberg ab, und dann passiert vieles in kurzer Zeit. So auch hier und jetzt. Ich bin sehr gespannt wie sich das auswirkt.

    Kurze Büroaufregung wegen eines Feueralarms. Oder doch kein Feueralarm? Jemand will Handwerker gesehen haben, die die Rauchmelder abschreiten. Ich erinnere mich an einen ehemaligen Arbeitsplatz, an dem wir uns einige Monate lang alle 14 Tage im Sammelbereich wiederfanden, weil die Baustellenschweißarbeiten im Keller und das Alarmsystem nicht harmonierten.

    Vor 15 Jahren hätte ich auch nicht gewettet, dass ausgerechnet in Berlin zwar die MLPD und die Vierte Internationale zur Bundestagswahl antreten, die Piraten aber daran scheitern, dass sie keine Unterschriften bekommen.

    Falls es Friedrich Merz gelingt, die Linke in den Bundestag zu hieven, schreibe ich ihm persönlich eine Glückwunschkarte.

    Hippiemail

    Ich habe beschlossen, die Demilliardärisierung meines Internets voranzutreiben. Die low hanging fruits sind bis auf Spotify schon lange gepflückt. Wobei der Spotify-Qobuz-Wechsel tagtäglich stattfinden wird, sobald ich mal eine halbe Stunde Konzentration dafür aufbringe.

    Jetzt kommen die hoch hängenden Elefanten im Raum:

    • Gmail
    • Paypal/Klarna/Kreditkarte

    Halbherzig versuchte ich bereits mehrmals, den Mail-Anbieter zu wechseln. Dann aber fielen mir wieder die gmail-Vorteile auf: Riesiger Speicher, große Bequemlichkeit und das Vertrauen, dass niemand auf diese Mails zugreifen kann, den Google nicht für befugt hält.

    Andererseits stammt der gmail-Account noch aus zu Zeiten, in denen Google das Motto „don’t be evil/ sei nicht böse“ hatte und dabei halbwegs glaubwürdig klang. Mein Vertrauen darin, wen genau Google für vertrauenswürdig hält, schwindet von Jahr zu Jahr.

    Also ein neuer Versuch: Posteo. Ich bin inzwischen bereit Geld zu bezahlen für einen guten Mail-Anbieter. Posteo scheint all‘ meine Wünsche zu erfüllen.

    Ich habe mir also eine Posteo-E-Mail-Adresse angelegt und werde testen, ob diese alltagstauglich funktionert.

    In Düsseldorf gäbe es einen Abräumroboter

    Wenn Du eine Berliner Restaurantwebsite öffnest und gleich am Beginn wird Schweineaorta, Gänsedarm und Froschschenkel angeboten – dann weißt Du, dass sich das Angebot nicht unbedingt an alteingesessene Berliner*innen richtet.

    Les musiciens hatten Lust essen zu gehen und schlugen uns Shoo Long Kan Berlin Hotpot vor. Das Lokal liegt in der Nähe des Ku’damms, eine Tafel in chinesischen Schriftzeichen informierte uns, dass wir auch mit Alipay bezahlen können, der Personal redete etwa hälftig deutsch und englisch mit uns.

    Shoo Long Kan (auch XiaoLongKan) ist eine chinesische Kette für HotPot mit etwa 800 Standorten weltweit. Die meisten davon liegen in China. In Deutschland existieren drei Restaurants (Berlin, Düsseldorf. Frankfurt), in Österreich eines in Wien, in der Schweiz eines in Genf.

    Einerseits also eine Kette (mit allem was an Vereinfachung und Standardisierung dazugehört), andererseits überzeugend chinesisch und dabei dann auch noch edel – ein wenig musste ich an Tony Roma’s Ribs denken vom Konzept her.

    Das Publikum gemischt aus vielen Ländern in vielen Sprachen – im Stil zwischen Trainingshose und direkt-vor-dem-Ball.

    Das Essen HotPot (aka chinesisches Fondue). Wir hatten einen großen Kessel in der Mitte mit zweierlei kochenden Brühen (Spicy Stufe 1 / Tomate) und dazu verschiedene Zutaten. Auf Aorta und Frosch verzichteten wird, wir blieben bei Fleisch, Gemüse, Pilzen, Algen, Eier-Dumplings, Minitintenfischen und Garnelenbällchen. Dazu gab es ein Dip-Buffet an dem wir selbst Saucen und Dips zusammenmischen durften.

    Halt großartig so insgesamt. Auch großartig, dass les musiciens den Eindruck erweckten, dass es ihnen persönlich gerade richtig gut geht – und das erfreut mein Herz.

    Wie es sich für ein chinesisches Restaurant im Jahre 2025 gehörte, lief Auswahl und Bestellung über ein zum Tisch gehöriges Tablet. Selbst, dass wir zahlen wollten, sollten wir über das Tablet melden.

    Stratifizierung und Kontrolle

    poupou schrieb über Stratifizierung des Bildungssystems.

    Claudia briefwählt aus Japan und begründet, warum.

    Frau Chilli Ciabatta macht einen hoch alltagstauglichen Asia-Salat mit Hähnchen, Paprika und Pomelo.

    Internet-Werkzeugwechsel ist im Trend: Von Trello zu Joplin.

    Warner Movies veröffentlicht aus heiterem Himmel 30 Klassiker in voller Länge auf Youtube: The list is full of cinematic masterpieces, obscure cult cinema, and absolute trash.

    Eigentlich wollte ich das USA-Haareraufen den den vielen anderen Medien überlassen, die dies gerade zu Recht versuchen. Aber Atlantic-Artikel trifft too close to home: Elon Musk Wants What He Can’t Have: Wikipedia.

    Warum die Wikimedia Foundation allerdings 2016 nicht begonnen hat, die USA zu verlassen, habe ich schon damals nicht verstanden.

    Und warum ich nicht mehr über die USA posten will:

    „Thinkers like Jean-Paul Sartre and Hannah Arendt warned us that the point of this deluge is not to persuade, but to overwhelm and paralyze our capacity to act. More recently, researchers have found that the viral outrage disseminated on social media in response to these ridiculous claims actually reduces the effectiveness of collective action.

    The result is a media environment that keeps us in a state of debilitating fear and anger, endlessly reacting to our oppressors instead of organizing against them.“ (You Can’t Post Your Way Out of Fascism)

    Silbermond veröffentlicht seinen 2019er Song „Mein Osten“ neu – dieses Mal im Duett mit Herbert Grönemeyer, wie man es im August 2024 erstmals live performt hat. Es ist wohl auch als Apell zu verstehen, vor dem zu befürchtenden Rechtsruck der Bundestagswahl.