Schlagwort: Kommunalwahl

  • 25-09-16 What have you learned? (Hopefully ;-)

    25-09-16 What have you learned? (Hopefully 😉

    Ach Hagen.. Ich mag dich wirklich. Und ich weiß Du hast viele Probleme. Aber die AfD bei Bürgermeister- und Stadtratswahl auf Platz 2? Ich bin enttäuscht.

    Ach, Café Bilderbuch – geschlossen wegen Renovierung.

    Gespräch im Bus:

    • Sie: Ihr wart in Erfurt und nicht beim Brot?
    • Er: Aber wir haben die Brücke gesehen und die riesige Altstadt und den Dom.
    • Sie (anklagender): Ihr wart in Erfurt und nicht beim Brot?!?

    Mir träumte, ich muss die BBB-Netzwerkarchitektur vorstellen. Durch Terminüberschneidungen geriet das Vorstandsmeeting hinein in das Netzwerkmeeting. Der Chef-Chef nickt die ganze Zeit zustimmend bei meinen Erklärungen. Währenddessen wachte ich auf, stellte fest: Auch mein Wach-Ich findet die Erklärungsversuche meines Traum-Ichs zwar etwas unelegant, aber im Prinzip korrekt.

    Es war ein Lernsonntag auf den Latifundien und ein lernender Tag Klausurlaub in Berlin.

    Madame entdeckte ein neues browserbasiertes Spiel im Stil von 3D-Tetris. Davon inspiriert diskutierten wir die Farbtöne Dead Salmon und Templeton Pink. Wieviel wiegen Gewürze?

    Brauche ich einen mobilen Label-Drucker?

    Wir beide entdeckten auf einem leeren Parkplatz einen Fuchs. Wir vermuten, er lebt dort im Gebüsch.

    Seit Jahrzehnten ist Madame auf der Suche nach dem perfekten Gemüse. Dabei traf sie auch auf die Marktschwärmerei und Crowdfarming. Die beiden Direktvermarkter fusionieren jetzt, bleiben aber seltsam schweigsam, was das genau bedeutet.

    Mittlerweile testen wir das solidarische Gemüsli von Levin Müller. Es weckt – die Experimentalmelone ausgenommen – Hoffnungen. Brokkoli und Mais vom Herd begleiteten auf den Latifundien weiteren Schweinenacken. Und gerade der Mais kam an den besten aller Maise, damals am Balaton, heran. Montag dann wieder geriebener Zaphito-Kürbis mit Staudensellerie, Apfel und Haselnuss. Ein Traum!

    Die Störche kreisen stumm

    Die letzten Wochen waren intensiv. Langsam nähert sich das dem Ende, das Wetter simuliert Herbst, und eigentlich haben wir am Wochenende nur geschlafen. Offensichtlich war es nötig.

    Wir hatten einen ganzen Sonntag in den Märkischen Hamptons, denn die Klausur ist erst am Dienstag. Das Wetter spielte komm-rein-komm-raus, wechselnd zogen wir alle vier Minuten Pullover an oder Hosen aus, der Garten blieb konsequent im Spätsommermodus.

    Madame beendete Original Sin. Später rückte sie verblühten Goldruten und dem Gras in den Beeten 2R und 3R zuleibe. Ich wechselte mit Skripten und Kaffee und zwischen Pergola, Terrasse und im-Bungalow. Ab und an kam eine Nachbarskatze vorbei, manchmal sogar Libellen. Eine Raubfliege saß auf ihrer Ansitzwarte:

    Gemeine Raubfliege (Tolmerus atricapillus) hopefully auf Ansitzwarte. Für eine sichere Bestimmung müssten die Genitalien untersucht werden.

    Zurück nach Lankwitz

    Das Wetter und der freie Tag verwirrten mich am Montag. Gegen 13 Uhr hatte ich gleichzeitig das Gefühl, gerade erst aufgestanden zu sein, und dass es langsam schon Abend würde. Das perfekte bleib-im-Bett-Wetter passte. Aber dieses Wetter ist natürlich auch Badewannenwetter. Und so bestieg ich den Bus zur großen Badewanne. Die Hallenbäder sind wieder geöffnet, und damit auch das Stadtbad Lankwitz.

    Es passierte was zu erwarten war: Ich schwamm das erste mal seit Monaten in Wasser mit mehr als 22 Grad Temperatur, verbrachte gar ein paar Minuten im Massagebecken mit 29 Grad. Danach füjlte mich ermattet, als ich hätte ich Thermenbesuch, Massage und Dampfsauna gleichzeitig hinter mir. Aber immerhin: Das geschah schon im Gefühl, dass der Klausurstoff sicher genug sitzt, ich ein wenig herumhängen darf.

    KM success -> use in organisation

    Dienstag um 14 Uhr ist alles vorbei. Mindestens das Semester, hoffentlich sogar der ganze Bachelor. Nur noch die Klausur Knowledge Management steht zwischen mir und dem Ende.

    Gestern entdeckte ich die Aufzeichnung einer Exam-preparation-session der Modulbetreuung, die per Live-Zoom stattgefunden hatte. Titel: What have you learned? (Hopefully 😉 Diese versöhnte mich wieder etwas mit dem Modul: Die Betreuerin dieses Semester ist wirklich ausgesprochen zugewandt und fürsorglich. Ihr „Don’t be nervous. We are nice and we are on your side“ klangt unbedingt ehrlich.

    Noch besser. Ich glaube ich kann alles, was ich muss. So ganz grundsätzlich behaupte ich, wusste ich auch schon alles, was dieses Modul lehrt, bevor ich daran teilnahm. Aber inzwischen habe ich auch die meisten gewünschten Definitionen, Modelle und Unterscheidungen parat, kann Knowledge von Competence von Skills unterscheiden, kann die Rollen des knowledge networkers from boundary spanner beschreiben und sowohl den Community- wie den Content lifecycle zeichnen.

    Nur muss ich mich noch einigen, ob ich die Fragen auf deutsch oder englisch beantworte. Erlaubt ist beides. Aber wenn ich darauf losschreibe, auf deutsch über englische Texte nachdenke, wird es ein wildes Gemisch, das im Satz hin- und herspringt.

    Ich denke stark in Bildern und versuche dementsprechend, mir Inhalte in Bildern zu merken. Meistens sind es halt die Infografiken mit ihren Pfeilen und Bezeichnungen, die ich mir merke. Wenn ich, wie jetzt, intensiv auswendig lerne, habe ich auch einfach die komplette Seite samt Layout vor mir1 und muss dann nur noch versuchen, mich an den Text zu erinnern. Manchmal gibt es aber glückliche Fügungen: Die fünf kulturellen Werte, die ein Unternehmen leben muss, um ein gutes Knowledge Management zu gewährleisten, setzen sich alleine zu einem Bild zusammen.

    (Normalerweise ist das Bild nur bei mir im Kopf, und sieht auch ehrlich gesagt ästhetisch ansprechender aus als diese Version des Halluzinators. Aber weil es so schön ist):

    Es geht (1) um Vertrauen – klischeehaft symbolisiert durch Menschen die beim nach-hinten-Fallen aufgefangen werden (2) Offenheit – die weiten Arme (3) Motivation – klischeehaft symbolisiert durch die Kohlen (4) Fairness – alle stehen auf denselben Kohlen und (5) Anerkennung – der Typ im Anzug. Jetzt muss ich mir nur dieses Bild merken und habe sofort die fünf Werte präsent. (Nicht abgefragt werden wird: das gezwungene Lachen – wir bewegen uns im Business-Kontext..)

    In Finnland waschen sie Teppiche

    Für gute Laune: Die King’s Singers: Masterpiece (It’s a whole history of Western classical music, in the styles of every composer mentioned.)

    Frau Rabe im Kampf mit einer alten IKEA-Küche im neuen Haus.

    Ein Bericht aus der Schallbruderschaft.

    Jonas von der IAA und mit seinen Gedanken über Autos. Als Mensch, dessen ersten Wort weder „Mama“ noch „Papa“ sondern „Auto“ war, kann ich viel nachempfinden: IAA 2025: Die zukünftige Gegenwart des eigenen Kraftfahrzeugs.

    Noch beliebter als Autos: Bücher: Wir hatten schlicht keine Zeit um zwischendurch etwa die Toilette aufzusuchen oder etwas zu trinken (außerhalb der Pause). Am Samstag Abend habe ich zwischendurch meine Beine nicht mehr gespürt. Das habe ich noch nie so erlebt, es ging allen Kolleginnen genauso. .. Also irgendetwas stimmt an den Gerüchten nicht, dass die Menschen sparen müssen, zu wenig Geld haben, dass weniger gelesen wird.

    Wie in Hagen so in Gelsenkirchen: Kommunalwahl 2025 in Gelsenkirchen – wenig überraschend

    Schon aus beruflichem Interesse gelesen: [Berliner] Behörden kämpfen mit Windows-11-Umstellung

    Noch ein 60-Geburtstags-Resümee: Downhill mit 60 Sachen

    Offensichtlich sind diese öffentlichen Teppichwaschplätze, die es hier überall gibt, auch trotz immer grösser werdender Waschmaschinen und spezieller Teppichwaschmaschinen in Waschsalons immer noch eine Institution in Finnland.

    Anmerkungen

    1. Denn content unterscheidet sich von information dadurch, dass content auch eine structure mit Metadaten und eine presentation – die Gestaltung der Seite halt – hat. Damit ist das Skript ein information object mit content. Es soll in mir knowledge aufbauen – die interne menschengebundene capability for decision making and acting verankert in a mental model. ↩︎
  • 24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    Der Jungen-Späti, Ex-Stop Shop, ist jetzt Dein Späti. Den Herzchen im Logo nach, dem rosa Spielzeugständer nach, dem Kuchenbuffet nach, und der allgemein stark zugenommen Ordnung nach scheint sich der Jungen-Späti ohne Anlauf in den Mädchen-Späti verwandelt zu haben.

    Als wir die Schild-Montage betrachteten, entdeckten wir, dass im Laden vor langer Zeit eine Reinigung lebte, deren Fassadenschrift Fassadenspuren hinterließ.

    Madame brachte zwei halbe Waldhühner mit.

    Hoher finnischer Staatsbesuch fuhr im vollen Geschirr mit Motorradeskorte und Polizeikonvoi über den Innsbrucker Platz. Die Autos mussten gut fünf Minuten warten. Der entertainmentfreudige Teil in mir erwartete sekündlich den Ausbruch von Schlägereien.

    Für Madame bewährte sich die jahrelange Lektüre der Grundschulzeitschrift. Jetzt auch schriftlich.

    An Professor Transformation leiteten wir eine Einladung nach Bielefeld weiter.

    Kaptain – Scharbeutz – Badauz. Aber mit vereinten Kräften scheint alles zu funktionieren.

    Ich sollte öfter spätabends an den Bahnhof Zoo. Es ist dieses Land zwischen Wachsein und Traum, dieses nicht mehr Reale, das dort stattfindet. Die Gestalten sind so seltsam und teilweise furchterregend wie auch tagsüber. Aber es wirkt alles stimmiger, entspannter, mehr bei-sich-selbst. Ein Ort, den es so nur in Großstädten geben kann. Wenn es Portale in andere Welten gibt, so tauchen diese sicher spätabends am Bahnhof Zoo auf.

    Der Floratempel steht.

    Zwei Quadratmeter Steglitz

    Korrekt ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg. Auch noch korrekt – immerhin gemeldeter Nebenwohnsitz – ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg und auf den Latifundien. Seit Mittwoch ist es zumindest ein kleines bißchen korrekt, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg, auf den Latifundien und im Sommerbad am Insulaner.

    Denn ich mietete gut zwei Quadratmeter Insulanerbad. In der überaus historischen Kabinenanlage existieren etwa 25 abschließbare „Saisonkabinen“ und eine davon sicherte ich mir. Irgendwie wollte ich das schon immer mal machen. Dieses Jahr dachte ich mir, die Gelegenheit wird nicht günstiger. Von Mai bis September habe ich ein klein wenig Freibad für mich alleine. Wir können dort einen kleinen Dauervorrat an Handtüchern, Schwimmbrillen und Sonnencreme deponieren.

    Der Badbesuch darf bis in den September hinein gernso so bleiben wie am Mittwoch: 20 Grad, ab und an Sonne. Auf acht Bahnen verteilten sich acht Schwimmer*innen, und ich konnte schwimmen, treiben, planschen, tauchen – in Mitten einer der schönsten Parklandschaften der Stadt in der Sonne bei wunschgemäßem Nordseewetter. Es wird nicht mehr besser werden.

    Love, Actually

    The Fall Guy läuft im Kino. Unter älteren Deutschen ist das Szenario auch bekannt als die Welt aus der Fernsehserie Ein Colt für alle Fälle. Stuntman Colt Seavers erlebt Abenteuer am Set und außerhalb des Sets, begleitet von seinem GMC-Truck.

    Damit sind die Gemeinsamkeiten zwischen der betulichen Achtziger-Jahre-Serie und dem 2024er Hollywood-Blockbuster auch schon komplett beschrieben.

    Mir gab der Film die Chance gleich mehrere Ziele zu erreichen: Endlich mal in den Zoo-Palast, endlich mal ein Explosions-Film mit Handlung, endlich mal einen ganzen Film lang in historischen Pick-Ups schwelgen.

    Welch ein Gewinn!

    Gegenüber der Fernsehserie hat das Tempo um ein vielfaches angezogen. Die Stunts sind spektakulärer. Ryan Gosling als Colt Seavers ist fast so hinreißend wie Hannah Waddingham als Producerin Gail Meyer. Der Humor ist gleichzeitig alberner und tiefgründiger. Es gibt echte Dialoge. Der Plot ist kein Meisterwerk, aber immerhin kann er den Film tragen. Sogar ein wenig RomCom-mit-Explosionen kann er.

    Und es gibt >1 Frauen mit Namen und handlungstragenden Sprechrollen. Am besten natürlich die Bösewicht, die auch nicht davor zurückschreckt gegen Toxic masculinity zu wettern, während sie den toxigsten aller Males protegiert.

    Meine Lieblings-Dialog-Szene war aber dann doch, wo die Gutewichtin erzählt, dass sie jeden Weihnachten Love, Actually schaut.

    Einfach Popcorn-Kino at its best. Explosionen, fliegende Autos, wunderschön choreographierte Kämpfe in offenen Containern die von rasenden Autos durch Sydney gezogen werden.

    Einfach ankommen, in den Kinosessel setzen, fallen lassen und zwei Stunden Spaß haben. Ein wenig war ich an Everything everywhere.. erinnert.

    Ich bin Fan.

    Und ich war im perfekten Kino. Die Vorstellung in Originalversion führte mich im Zoo Palast in den Saal Clubkino B. Das Clubkino weist mit seinen 39 Plätzen eher Schuhschachtelformat auf und ich war schon fast enttäuscht. Aber was soll ich sagen: beeindruckende Leinwand- und Vorführtechnik, beeindruckender Ton, selbst ein solch bildgewaltiger Film wirkt in diesem Miniatursaal nicht unpassend.

    Nacht, Eingangsbereich Zoo Palast mit dessen Fassade, daneben ein Glaskasten mit Fall-Guy-Poster und das Schild der Zoo Loge.

    Vier Hochzeiten 30 Jahre

    Aber auch: ich glaube ich sollte es tun, und den Film noch mal im 800-Zuschauer-Mega-Ereignis-Saal-1 sehen. Auch wenn ich dann den deutschen Ton durchleiden muss. Welchen, wenn nicht diesen Film?

    Four Weddings and a Funeral wird dreißig. Die Macher*innen erzählen. Wie war es ohne Budget und mit lauter Unbekannten einen der größen RomCom-Erfolge aller Zeiten zu drehen: ‘I thought: “I’ve engineered the death of Hugh Grant!’’’ – the inside story of Four Weddings and a Funeral

    Es gibt ja diese Blogs wo Menschen in schlechter Laune zu Hause sitzen und mehr oder weniger tiefgreifend Politik analysieren. Ich verstehe intellektuell wie es dazu kommt, sehe auch einen gewissen Sinn dahinter. Aber ein Teil von mir ruft immer mal wieder innerlich „Herrje, wenn es so schlimm ist, dann tu doch wsa.“

    Und es gibt dieses freundliche Garten- und Handarbeitsblog dessen aktueller Post endet mit:

    Im Keller fand ich endlich meine Kabelbinder von der letzten Kommunalwahl. Die begleiten mich nun bis Anfang Juni, zusammen mit Zange und Schere. Das Equipment benötigte ich im Laufe der Woche immer wieder. Wahlplakate sind nicht allermanns Freude, aber abgerissene Tafeln sind viel schlimmer! Ich binde sie wieder fest, nicht nur die, auf denen ich zu sehen bin.

    Großen Respekt!

    Wer wollte sie nicht sehen wollen: das komplette NYtimes Red Carpet Roundup der Met Gala.

    Im ESC lief das erste Halbfinale – und das ist genauso wenig ein Gesangswettbewerb wie große Oper ein Liederabend ist. Tatsächlich musste ich angesichts von überbordender Inszenierung, ganz großen Gefühlen und Gaga-Storytelling mehr als einmal denken „was für eine fantastische Oper.“ Zum Beispiel aus der Ukraine oder Kroatien.