Schlagwort: Spam

  • 25-02-11 Sopran, Theorbe, Barockharfe

    25-02-11 Sopran, Theorbe, Barockharfe

    Dota veröffentlichte ein neues Lied: Kettenkarussel: (Sammel-Streaming-Link)

    Good Times im Good Time mit Ente Classic und Bebek Cocos. Irgendwann werde ich dort Nasi Goreng bestellen, nur um zu wissen, wie es schmeckt, wenn es Profis zubereiten.

    Madame ist verspätete Tochter der römischen Provinzen Germania superior/ Maxima Sequanorum. Seitdem ich sie kenne, erzählt sie, dass sie einfach merkt, ob sie Cis-Limes oder Trans-Limes in Deutschland unterwegs ist. Ich hmme dann.

    Aus dem Bauchgefühl verschiedener Deutschlandreisen halte ich die These für plausibel. Aber der Limes und die römische Zeit in Deutschland sind 1500 Jahre her. So lange kann Prägung nicht anhalten.

    Madame wurde durch Forschung bestätigt: Der Limes bildet einer internationalen Studie zufolge seit zwei Jahrtausenden auch eine psychologische Grenze zwischen der deutschen Bevölkerung diesseits und jenseits des einstigen römischen Befestigungsgürtels.

    Ebenfalls lautet Madames These, dass die FDP in der Ampel an sich selber scheiterte. Die Partei hatte offenbar Niemanden, der in der Lage war, FDP-affine Themen zu finden, die umsetzbar waren.

    In der deutschen Bürokratie zum Beispiel befindet sich mehr Sinnvolles als man von außen denkt. Aber dort befindet sich auch viel historischer Unfug und wild gewachsene Umständlichkeiten. Wenn die FDP diese identifiziert hätte, wären sie zur Freude Aller abzubauen gewesen. Aber die FDP fand keine Themen. Orientierungs- und hilflos stolperten sie durch die Koalition, nur um sich am Ende bockig auf den Boden zu setzen und den anderen die Beine wegzuziehen.

    Hier bekam Madame Recht von der FAS „Eine Partei ohne Profis

    Seit einigen Wochen habe ich das WordPress-Plugin WP Armour – Anti Spam installiert. Das hat den Eingang von Spam-Kommentaren in diesem Blog von mehreren Dutzend am Tag auf Null reduziert. Ein voller Erfolg. Leider frisst es anscheinend auch WordPress-Pingbacks.

    Mein Verständnis des Moduls Betriebliche Informationssysteme wächst weiter. Langsam glaube ich zu verstehen, warum es so ist wie es ist. Der Lehrstuhl hätte gerne etwas richtig Cooles zum Zusammenspiel zwischen Standardsoftware und maßgeschneiderten Anpassungen in echten industriellen Produktionsbetrieben gemacht. Leider wurde er mit einem Einführungsmodel für Wirtschaftsinformatiker gestraft.

    So schwankt das Niveau wild zwischen Wunsch und Wirklichkeit, passen die Klausuraufgaben nur manchmal zu den Übungen im Modul. Leider verlor der dann auch die Lust am Modul. In einem Text zur Softwareentwlickung keine Literatur zu verwenden, die nach 2007 erschienen ist, spricht nicht für Hingabe.

    Aber langsam beginne ich das Modul in all‘ seiner Unvollkommenheit zu mögen, arbeite mich durch Frameworks und Modellierungsentscheidungen und alles wird gut.

    Immer noch kein Dach über dem Kopf

    Fiat Lux! Vor einem halben Jahr kamen wir aus dem Urlaub zurück, und hatten kein Dach mehr über dem Kopf. Dort, wo sich vor unserer Abreise Dach- und Dachstuhl befanden, war nun eine große hallenartige Konstruktion aus Folie, einem gigantischem Zelt nicht unähnlich. Diese überspannte das gesamte ehemalige Dach und die Hälfte des obersten Stockwerks.

    Wir gingen davon aus, dass eines Tages, wie beim Zauberer, die Folie weggezogen wird, und darunter ein neues Dach zum Vorschein kommt.

    Welch Irrtum: Nach einem halben Jahr des fleißigen Werkens verschwindet die Folie – und darunter ist – nichts! Immer noch kein Dach.

    Wir hoffen immerhin, dass viele Monate des Rummsens und Bohrens und Schlamm-vom-Dach-Schieben dazu führten, dass der ehemalige Dachboden-Boden jetzt verbessert und wasserdicht ist. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen der neu gewonnene Freiraum zur Errichtung eines Dachstuhls genutzt wird.

    Noch genießen wir auf jeden Fall den wiedergewonnen Himmelsblick und ungeahntes Licht in der Wohnung!

    Und Erzlaute

    Heute Abend beginnt das Festival della Canzone Italiana – das Festival des italienischen Liedes, besser bekannt als Sanremo-Festival. Und auch wenn wir am Wochenende im weitesten Sinne italienische Lieder hörten – sie wären nichts für Sanremo.

    Denn sie waren nicht neu, sondern 300 bis 400 Jahre alt. Unter dem Titel Amor, io parto hatten Roberta Mameli (Sopran), Michele Pasotti (Erzlaute und Theorbe) und Margret Koell (Barockharfe) ein Programm aus italienischer Musik des Frühbarocks zusammengestellt.

    Werke wurden gespielt unter anderem von Luigi Rossi, Giulio Caccini, Barbara Strozzi und Arcangelo Corelli. Das Programm kündigte an „Befreit vom Kontrapunkt-Korsett des vorangegangenen Jahrhunderts folgen die Gesangslinien in Vertonungen wie Dovrò dunque morire oder Dolcissimo sospiro, angelehnt an den natürlichen Fluss sprachlicher Deklamation, seinen bzw. ihren Herzensregungen und Gefühlsausbrüchen.“

    Und Gefühlausbrüche waren da. Himmelhochjauchzend, Abstürze, große Gefühle. Fast möchte ich schreiben „Große Oper“ – wenn es denn zu der Zeit schon Oper gegeben hätte. Tatsächlich entstand die Oper zu dieser Zeit erst, befeuert durch die hier vorgeführte Musik. Welch musikalisches Spektakel.

    Noch besonderiger als eh schon, weil wir feststellten, dass Mameli, Pasotti, Koell sonst nie zusammenspielen. Pasotti leitet sein eigenes Alte-Musik-Ensemble La fonte musica; Mameli und Koell sind Spezialistinnen, bei entsprechenden Veranstaltungen in wechselnden Formationen weltweit unterwegs.

    Diese drei einmalig zusammen, mit dem großen Programm, im wunderbaren Boulez-Saal. Was ein Glück.

    Das Gefühlsdrama fand statt im Boulez-Saal, dem neu-Berliner-Amphitheater des guten Klangs. Das Publikum: Erwartungsgemäß Alte-Musik-nerdig. Die Kleidung in gedeckten Farben, weniger Glamour als sonst in Oper oder Philharmonie. Sogar ein bedrucktes T-Shirt der Buchhandlung Hammet verirrte sich in den Saal. Es gab wenig ostentativtes „ich habe Geld“ zu sehen, dafür mehr subtiles „ich habe Bildung.“

    Lascia ch’io pianga

    poupou war auf einem Konzert: Berlin, Boulez Saal: ROBERTA MAMELI, MARGRET KOELL & MICHELE PASOTTI, Amor, io parto.

    Hanjo las: Wu Cheng’en: Die Reise in den Westen, einen der Klassiker der chinesischen Literatur. Und wenn ich irgendwann ganz viel Zeit habe, will ich auch.

    Herr Rau und das Rätsel der vierten Stunde.

    Ach, Leipzig. Ich seufze: 07.Februar 2025 – gute Tapas & ganz übles Kabarett

    Der zweite Platz hinter dem ersten Platz hinter meiner Omis Grünkohl (stellvertretend für meine Mutter, meinen Bruder und mich, wir können Grünkohl inzwischen genauso gut) geht an einen Griechen. In der Taverna Olympisches Feuer – ja, die in der Schanze – kocht man Grünkohl nach klassischem Rezept;

    Finnland 1: Die Abiturient*innen fahren bei den sogenannten Penkkarit – frei übersetzt soviel wie Schulbankräumfest – in lustigen Kostümen auf LKWs durchs Stadtzentrum und werfen Süssigkeiten in die ihnen am Strassenrand zujubelnde Menge.

    Finnland 2: Up until then, not knowing the local language hadn’t posed any problems in getting around Europe. .. Lost in an Italian town? Mix Spanish and Latin. Interacting in Denmark or Sweden? Pull out German. To my surprise, the althochdeutsch literature courses I took in university really came in handy when deciphering the Morgunblaðið in Iceland. Finnish however…

  • 24-12-17 Myrrhe, Dill und Weihnachts-Apes (Die Abrechnung)

    24-12-17 Myrrhe, Dill und Weihnachts-Apes (Die Abrechnung)

    Mistviecher elendige! Drei Grad wärmer und die Stechmücken stürzen sich wieder auf mich als wäre Mitte August. Nur fokussieren sie sich eine Woche vor Weihnachten auf Hände und Gesicht. Das erklärt auch die Klimakatastrophe nicht mehr.

    Halal Süßigkeiten gegenüber von Edeka-Kaiser-Richard (Ex Nemo-Feinkost, Ex mediterrane Feinkost) erfindet sich als Wonder Crepes wieder.

    In unserem Schlafzimmer liegt ein neues meterlanges Plastikteil. Madame sammelte dies herabhängend vom Baugerüst durch’s Fenster ein, bevor es auf dem Hof und jemandem auf den Kopf fällt.

    Der Postbote brachte einen Großbrief (zu groß für den Briefkasten) das Treppenhaus hinauf und entschuldigte sich vielfach dass er den gestrigen Brief ähnlicher Art hatte zurückgehen lassen. (naja, wir waren halt nicht da..) Aber das war trotzdem tragisch für ihn. Denn er legte Wert darauf, dass er noch echter Postangestellter ist und keine DHL-Aushilfskraft. Er hat den Ehrgeiz wirklich alle Briefe ans Ziel zu bringen.

    Samstag bereitete Madame vegetarisches Bigos mit Schweinegulasch im Slow Cooker zu. Das Rezept aus Polen vegetarisch sieht ein Bigos mit geräucherten Pflaumen und Pilzen vor. Dies landete im Slowi, nur wanderte eine handvoll Schwein als Aromazutat mit ins Gericht.

    Dazu ein knappes Fuder Dill.

    Es galt etwas Herzhaftes zu kochen, das ebenso timingfreundlich war, denn Dr.D&Dr.E würden irgendwann, vermutlich reichlich erschöpft, aus dem Süden eintreffen.

    Im Gänsemarsch durch Aleppo

    Samstagabend kamen Dr.D&Dr.E – frisch nach einer Woche der Anstrengung aus dem Schwäbischen von der Autobahn in unserer Wohnung. Sie hielten sich tapfer, und wie gewohnt folgte eine weite Tour d’Horizon unter besonderer Berücksichtigung verschiedener Dachbauarbeiten und der Situation in Syrien. In der guten alten Zeit war Dr.E vielfach in dem Land gewesen, 2007 kam Dr.D mit.

    Dr.E erzählte die Szene, wie er in der Prä-Smartphone-Zeit für einen Bekannten Myrrhe aus Aleppo mitbringen sollte. Sein Händler des Vertrauens konnte zwar deutsch, aber nicht gut genug für solche Begriffe. Es war ein Wort aus der Bibel – also gingen Dr.E, Dr.D und Bekannter über den Basar zu einem weiteren bekannten christlichen Händler.

    Der hatte zwar eine Bibel – aber die war in Hocharabisch, das dortige Wort sagte ihm auch nichts. Also gingen (inzwischen Dr.D, Dr.E, der erste Händler und der zweite Händler) zu einem gebildeten Armenischen Händler. Auch der wusste nicht weiter. Aber er kannte einen Sekretär des Patriarchen1, den er anrufen konnte. Der Sekretär war im Gebet – aber da die Sache in diesem Moment dringlich war, kam der Sekretär des Patriarchen aus dem Gebet. Er wusste weiter. Und der Armenier kannte einen Händler.

    Also gingen Dr.D, Dr.E, der erste Händler, der zweite Händler und der Armenier zum Gewürzhändler. Der war allerdings wenig überrascht und fragte auf deutsch: „Haben Sie Halsweh? Myrrhe hilft.“

    Schiff = 3*Bahn

    Der Rest des Wochenendes. Überfällige Haushaltsbürokratie. Wieder eine Tasche Bücher losgeworden. Eine Haushalts-Excel etwas mehr verformelt, langsam wird die ganze Handausrechnerei peinlich. Beim Aufräumen hatten wir die PIN für den elektronischen Personalausweis wiedergefunden. Ich richtete diesen ein, entdeckte, dass ein WordPress-Plugin zur Anmeldung mit dem Perso bei WordPress existiert.

    Auch Housekeeping: Im Blog testweise WP Armour Honeypot installiert. Mir schmeicheln diese 60 Komplimente auf chinesisch und englisch, die mehrmals die Woche in der Kommentarspalte eingehen. Aber manchmal in schlechten Momenten der Selbstkasteiung zweifle ich an der Ernsthaftigkeit des Lobs. Auch sind sie ein wenig anstrengend im wegmoderieren.2

    Auch zur Haushalts-Bürokratie gehörte die Abrechnung für die Baltikumsreise. WIr bezahlten insgesamt 2800€, davon ungefähr die Hälfte für Transport und ungefähr die Hälfte für Kosten vor Ort. Im Einzelnen für 2 Personen, 12 Tage mit 10 Übernachtungen:

    • Fähre (Travemünde – Helsinki Außenkabine, Helsinki – Tallinn Spontankauf) 1080€
    • Hotels (Helsinki(1), Tallinn (2), Riga (2), Vilnius (2), Warschau (1) – fast alle mit Frühstück) 830€
    • Bahn (Berlin-Travemünde, Tallinn-Riga-Vilnius-Warschau-Berlin, überwiegend 1. Klasse) 330€
    • Essen, Einkäufe etc. 360€

    Damit liegen wir beim Thema Hotels, Bahn, Rest genau in der Preislage wie letztes Jahr in Polen. Die 1000 Euro für die Fähren (samt zwei Übernachtungen auf der Finnland-Fähre) kamen diesmal extra hinzu.

    Viva Viva Nikolausi

    Du merkst, dass du in einer Großstadt lebst, wenn innerhalb von 10 Minuten erst eine fahnenschwenkende Gruppe die Freiheit Palästinas fordert und dich direkt danach 300 Weihnachtsmänner auf Motorrädern passieren.

    Friedlich flanierte ich mit Haferdrink, Äpfeln und Weihnachtskarten entlang des Kaiser-Richard-Platzes als mir die leere Hauptstraße auffiel. Auf den zweiten Blick: Viel Blaulicht Richtung Süd. Auf den dritten Blick: Zwei Polizisten, die den DHL-Boten beknieten die Straße zu räumen, bevor seinem Auto etwas passiert.

    Auf den ersten Hör: klingt nach Palästina-Demo. Da ich einerseits neugierig bin, andererseits die Demo schon mal aus der Ferne und aggro erlebt hatte, ging ich Richtung Heimat ihr entgegen, aber wechselte die Straßenseite. Die Demo klein (100 Menschen? 200?), die Stimmung so aggressiv wie erwartet, die Polizeibegleitung massiv.

    Nur sah ich weiter Blaulicht in der Ferne als die Demo schon vorbei war. Ich lief weiter in die Richtung, und keine zwei Minuten später kam er: der Motorrad-Weihnachtsmann-Korso. Hunderte von Motorrädern, festlich weihnachtlich geschmückt, und gelenkt von lauter Weihnachtsmännern und Engeln auf ihrer jährlichen Tour durch die Stadt. So speziell, so nett. Neu am Ende: der Ape-Block, mit zwei, drei Dutzend Piaggio Apes im blinkenden Weihnachts-Dekor.

    Ich vermute die Polizei wollte den Schöneberger Dorfanger nutzen, um die Weihnachtsmänner die Palästina-Demo überholen zu lassen. Dort befinden sich etwa 20 Meter Grünfläche zwischen beiden Fahrspuren, ein Direktkontakt kann so vermieden werden. Leider war ich schon weiter: den Anblick beider Events gleichzeitig hätte ich gerne gesehen.

    Im original-Disney Film ist Philo eine halbe Ziege

    Der SC Wedding, Abteilung Synchronschwimmen gab uns die Chance, wieder in der Sportschwimmhalle Schöneberg, das Synchron-Weihnachtsmärchen zu sehen. Die gesamte Abteilung von den kleinsten bis zum amtierenden Europameister Frithjof Seidel stürzten sich ins Wasser und spielten Herkules (Version Disney 1997 nicht Version Homer, Pseudo-Homer, Sophokles et al) nach.

    Im Prinzip in der Musicalvariante: Handlung oft an Land oder von den Erzählern vorgetragen, Tanz- und Actionszenen geschwommen im Wasser.

    Die Teams inszenierten selber, so kam es zu einer Mischung aus Laientheater mit dem besten was deutsche Synchronartistik zu bieten hat. Die Aufführung charmant, die Wasserszenen atemberaubend. Wir beide hatten den Eindruck: seit dem letzten Jahr hat das Team die Wasser-Choreographie besser auf die Handlung abgestimmt. Da stimmte fast alles.

    Als die Männer aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrten, wurden für die Amputierten sogenannte Versehrtenbäder eröffnet

    Holger beendet sein Linux-auf-dem-Smartphone-Experiment. „Ist es schon Zeit für ein Fazit? Ich weiss nicht. Aktuell habe ich die Lust verloren, mich damit zu beschäftigen, wie ein verwöhntes Kind einen Tag nach Weihnachten. Wer hauptsächlich telefonieren und solche Basics wie Mail, Office und Webseiten-aufrufen machen will, der ist mit dem Gerät gut bedient.“

    Was ist Multiple Sklerose? „Weil ich hier im Blog bisher vor allem über einzelne Aspekte meines Alltags mit MS geschrieben habe, möchte ich jetzt einen Schritt zurückgehen und erstmal die Grundlagen erklären.“

    Dieses Jahr wird ein Stuttgart-Trip obligatorisch. Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg wird eine Ausstellung über das Schwimmbad und das Baden ausgestellt. So lehrt diese Ausstellung am Beispiel des Schwimmbads, dass gesellschaftliche Fragen oft komplex sind und nicht eindeutig zu beantworten.

    Tolles Buch meiner Jugend. Der Weltatlas. Dementsprechend freue ich mich über eine Karte von Fediverse (Mastondon und anderes..)-Aktiven: die Fedikarte

    Frau Rabe mit der Langversion zur Burlesque: Wie sie Striptanz zur Bastel-Mutti machte.

    Anmerkungen

    1. Ich vermute der armenisch-katholische Patriarch. In Frage kämen aber auch die Patriarchen von Aleppo der melkitisch-griechischen-katholischen Kirche, der chaldäisch-kathloschen Kirche, der maronitischen Kirche oder der syrisch-katholischen Kirche. ↩︎
    2. Danke an Pixelboomer für den Hinweis via einem Kommentar im Kommentarpost zu Claudia Klinger. ↩︎
  • 24-08-31 Vom T über a,b,c zu ()()()

    24-08-31 Vom T über a,b,c zu ()()()

    Der Kaptain wirbelte Parmesan.

    In St. Ursanne wurde eine mooh gesichtet.

    Madame liest Platon und Dewey.

    Ich bekomme eine Mail in der jemand fragt, ob mich noch an die Quellen erinnern kann, auf deren Basis ich 2004 einen Wikipedia-Artikel zum Nahost-Konflikt erweiterte.

    Örks, nein, eher nicht. Ich hätte schwören können, dass ich Nahost in Wikipedia immer weiteräumig umging.

    Ich bekomme viele Bestätigungsmails. Jemand nutzt eine sekundäre Mailadresse von mir, um Internet-Kontaktpostfächer zu spammen. Jeden Tag ein halbes Dutzende Bestängungsmail von Versicherungen, Banken und anderen „Wir haben ihre Anfrage erhalten.“

    Das ist nervig. Vor allem wird es früher oder später dazu führen, dass die entsprechende Mailadresse auf Spam-Blacklists landen wird. Zum Glück nutze ich sie nur zum Empfangen, nicht zum Senden.

    Auf Tröt lernte ich, dass die Tierfamilie der Haie (500 Millionen Jahre) ein vielfaches älter ist als der Polarstern (60 Millionen Jahre). Ich mochte es nicht glauben und schlug nach: Stimmt.

    Wobei der Polarstern Teil eines Doppelsternsystems ist. Der fürs Auge unsichtbare Polarstern B hat ein anständiges Sternenalter von 2 Milliarden Jahren.

    Das ändert nichts daran, dass Haie 80% ihrer Existenz zu Zeiten verbracht haben in denen es keinen Polarstern gab.

    Früher habe ich einst fremde Schwimmbäder aufgesucht, um in unbekannte Berliner Stadtteile vorzustoßen. Inzwischen reicht es, einen der letzten Geldautomaten zu suchen.

    Das erste mal seit Monaten in Wilmersdorf. Wir entdeckten eine real existierende Bankfiliale. Und ein Brettspielspezialgeschäft. Und am schönsten, ein Magic-the-Gathering-Turnier, das gerade live in einem Spezialladen durchgeführt wurde. Und alle Teilnehmer*innen waren viel jünger als wir. Ich habe Vertrauen in die Zukunft.

    Freitag Abend in den märkischen Hamptons: 16 Grad Außentemperatur. Ich hätte die Luft umarmen können. Vielleicht habe ich es auch getan. Ich war ja zu dem Zeitpunkt alleine.

    Madame meinte beim Frühstück, ich sähe aus als wollte ich gleich meinen Riesenkürbis auf die Schubkarre laden und zum Riesenkürbiswettbewerb fahren. Ich versuchte, mir eine Version meiner selbst vorzustellen, die Riesenkürbisse züchtet.

    20:36, auflaufendes Wasser

    Madame entdeckte etwas und fragte mich, ob ich beim Umräumen eine alte Uhr aus Konfirmationszeiten wiedergefunden habe. Nein! Die ist brandneu! Quasi ein Selbstgeschenk Matheklausur.

    Denn die Uhr im Retrolook ist wasserdicht! Und aus Plastik gefertigt, das vorher aus dem Meer geborgen wurde. Und sie hat den Farbton seafom. Vor allem aber zeigt sie mir immer die Gezeiten an. Ich kann jederzeit sehen wie die Gezeiten in Büsum sind.

    Okay, fast. Deutsche Gezeiten kann die Uhr nicht. Aber da die Tiden sehr regelmäßig sind, nur von Geograpie und Sonne, Mond und Sternen abhängen, sind die berechenbar. So berechenbar, dass ich La Push im US-Staat Washington fand. La Push hat fast identische Gezeitenzeiten mit Büsum. So weiß ich immer was in La Push das Wasser macht.

    Spannender Ort: 350 Einwohner*innen, fast alle zum Stamm der Quileute gehörend. Die gesamte Wirtschaft in La Push ist in Stammeseigentum, Privateigentum existiert nicht. Dafür Tourismus:

    An der First Beach liegt das Oceanside Resort, das vom Stamm betrieben wird. Die ersten Hütten des Oceanside Resort wurden bereits in den 1930er Jahren errichtet. Heute ist es ein modernes Luxushotel, das als Ziel für Erholungssuchende ohne Fernseher ausgestattet ist. Im Frühjahr ist der Ort Ziel von Walbeobachtern, im Sommer von Anglern und Wanderern und im Herbst und Winter ein Ziel zur Sturmbeobachtung. Der First Beach ist im Sommer und frühen Herbst ein bekanntes Surfgebiet

    Vielleicht muss ich da mal hin.

    Was erlauben Induktion?!?

    Meine Klausurvorhersage für die Mathematischen Grundelagen war korrekt: Achterbahnfahrt.

    Originelle, aber faire Fragestellungen und das Unerwartete. Auf jeden Fall hatte ich Respekt vor der Klausurerstellerin.

    Hätte ich fünf Stunden Zeit gehabt und einen Telefonjoker zu Rate ziehen können, wäre das eine spannende Beschäftigung gewesen. In zwei Stunden ohne Telefonjoker: Achterbahnfahrt.

    Es gab schöne Momente wie die Treppennormalfallformmatrix oder als mir die Umformung der Polynomgleichung mit T, T^2 und T^3 zu a(), b (), c() wieder einfiel.

    Es gab den Moment in denen ich feststelle, dass der Induktionsbeweis – eigentlich immer ein sicherer Punktegarant – plötzlich unerquicklich mit einer Ableitung und einem Division durch Null verknüpft war.

    Und es gab „Prädikantenlogik? WIe Prädikantenlogik?? Die kam seit 2014 in keiner Klausur mehr! Wer soll denn sowas lernen!“

    Eine echte emotonale und intellektuelle Achterbahnfahrt. Aber ich stehe auf sowas. Und bin auch nach Ansicht der Musterlösung recht optimistisch was das Punkteergebnis angeht.

    Nach der Klausur ins Freibad. Dann wieder nach Hause, vergessenen Kabanenschlüssel und Eintrittskärtchen holen. Dann wieder ins Freibad. Es war schwül, es war heiß – Wiesen und Kinderbecken waren soll, Schwimmbecken erfreulich leer. (SK 29 – noch eine Woche ist das Insulanerbad geöffnet)

    Madame malte derweil Auberginen.

    Tirana, Lemberg, Cuxhaven

    Fast gleichzeitig lese ich zwei beachtenswerte Osteuropabuchtipps.

    Frau Maultaschen Ravioli empfiehlt: Philipp Sands: Rückkehr nach Lemberg.

    Christa Chorherr empfiehlt Lea Ypi: Frei – Erwachsenwerden am Ende der Geschichte.

    Ich setze meine Fortbildung „Segel-Navigation im Wattenmeer und drumherum“ fort. Als Träger einer Gezeitenarmbanduhr muss ich davon fasziniert sein.