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  • 25-05-13 Die Stunde des Gartenfalken

    25-05-13 Die Stunde des Gartenfalken

    Madame brachte ungesponnene Schafwolle auf den Beeten aus. Dabei bestimmte sie einen Wiesenbocksbart.

    Meine Holzhacktechnik verbessert sich. Das Körpergedächtnis kehrt zurück.

    Beim Erholen vom Holzhacken gelesen: Ein Hof und 11 Geschwister. Dolles Buch. Nachdem mich quasi schon die gesamte Familie dazu gedrängt hatte. Später mehr. Ich habe mich extra nach dem ersten Drittel gestoppt, damit ich länger etwas vom Text habe und demnächst weiterlesen kann.

    Es ist zu trocken. Die mittelmärkische Flora legte eine Blühpause ein. Die Äpfel sind endgültig durch. Aber Mohn, Pfingstrosen und andere machen keine Anstalt nachzulegen. Einzig Knautzien und Skabiosen – beide auch wild in der Wiese – zeigen erste Blüten.

    Das Essen blieb saisontypisch: geschälter Spargelbruch direkt vom Spargelhof. Am Samstag mit Rührei, am Sonntag mit Merguez. Madame hatte aus Frankreich noch rosa Kekse mitgebracht, auf deren Packung zwei Gläser Sekt abgebildet waren. Wir griffen die Anregung Samstagabend auf.

    Der Spargelhof weiß wie das mit den Verkaufen funktioniert. Er stellte die duftenden Erdbeeren genau in den schmalen Durchgang. Wir wurden schwach, haben das teure Vergnügen aber nicht bereut: sie schmeckten so herrlich wie sie rochen.

    Berlin-Nachklänge

    Im Berliner Treppenhaus mal wieder ein neuer Briefkasten. Diesmal mit chinesischen Nachnamen. Wir vermuten, dass durch die Hauserwerfungen der letzten Jahre viele Schlüssel der Originalbriefkästen verloren gingen, neue Mietparteien jetzt immer gleich einen neuen Briefkasten statt eines Schlüssels bekommen.

    Ein Nachtrag zu Samstag: Madame war in den 2010ern noch im Baerwaldbad Schwimmen und Aquagymnastiken. In den letzten Jahren seiner Öffnung, als Stadt und Bezirk das marode Bad schon erfolgreich an einen privaten Verein abgeschoben hatten, hatte dieser Hallenzeiten an den Unisport der TU Berlin untervermietet.

    Der Unisport war auch für nicht Uni-Angehörige offen (und ist es immer noch, vielleicht auch ein Tipp für andere Städte) und so landete Madame im besondersten aller damaligen Berliner Bäder – und war nachhaltig beeindruckt.

    Meermoabit sammelt rote Kastanien. Vor dem Baerwaldbad steht eine.

    Das Rätsel des nächtlichen Besuches ist gelöst

    Am Wochenende war Stunde der Gartenvögel. Diese ließen uns etwas hängen. Dafür hätten wir jede Menge Garteninsekten und selbst Säugetiere bieten können.

    Noch auf dem Parkplatz in Berlin: Eine Hornisse.

    Auf der Anfahrt zu den Latifundien: ein Fuchs am hellichten Tag am Straßenrand. Als wir anhielten um zu filmen, ging er faul durch den Grünstreifen auf das nächste Feld, hat sich da erstmal hingesetzt und am Ohr gekratzt.

    Auf der Rückfahrt: ein gigantischer Igel, der vor uns die Straße kreuzte. Bei seinem Anblick konnte ich vollumfänglich den englischen Begriff „hedgehog“ für den Igel nachvollziehen.

    Im Garten viele Bienen aller Art, viele Solitärwespen und besonders zutrauliche Holzbienen. Die eigentlichen Vögel hörten wir eher als dass wir sie sahen: Nachtigall, Rotschwanz, Kuckuck. Wirklich gesehen: eine Kohlmeise, zwei Spatzen, vermutlich Elstern.

    Großer Star unserer Zählung war ein eher ungewöhnlicher Gartenvogel: der Turmfalke. Dieser jagte anderthalb Tage lang über den Nachbaräckern, flog mal tief über den Garten, dann hoch in der Luft rüttelnd. Dann in unruhigen Flug in weiter Entfernung, dann wieder knapp hinter dem Zaun.

    Einen anderen Besucher haben wir immer noch nicht Aug-in-Aug gesehen. Aber seit Jahren haben wir, sobald wir Nachts das Auto abstellen, am nächsten Morgen lehmige Pfotenspuren auf Rückfenster und Dach sowie eine Rutschspur-mit-dem-Arsch auf der Frontscheibe. Unser Verdacht war eine Katze – aber eine recht dreckige.

    Die Wildkamera löste dieses Rätsel: Die Dreckspatz-Katze ist in Wahrheit ein Marder.

    150/180

    Die Note für die letzte Fernuni-Klausur des Wintersemesters kam. Informationsmanagement ist bestanden. Damit ist der aktuelle Stand im Bachelor Wirtschaftsinformatik.

    Pflichtveranstaltungen

    • BWL 35 von 35 nötigen ECTS ✅
    • VWL 5/15
    • Mathematik 20/20 ✅
    • Informatik 30/30 ✅
    • Wirtschaftsinformatik i.e.S. 40/40 ✅

    Wahlpflicht

    • Seminar 10/10 ✅
    • Freies Modul 10/10 ✅
    • Wirtschaftsinformatik-Modul 0/10

    Bachelorarbeit 0/10

    Damit sind 150 von 180 ECTS erworben.

    Nach Plan kommen die letzten 30 ECTS dieses Semester. Subplan: Fast alle Zeit und Energie geht in die Bachelorarbeit. Die beiden „normalen“ Klausuren (Knowledge Management und Mikroökonomie) werden halt Augen zu und knirsch.

    Auch entdeckte ich in den letzten Wochen: Würde ich dieses Semester einfach alle geplanten Sachen lassen und nur das freiwillige Modul „Lineare Algebra“ belegen, würde mir die Bachelorarbeit leichter fallen. Irgendwie schreibe ich nominell im Bereich BWL, ein Großteil meiner Literatur stammt aber aus der Mathematik. Gerade lud ich aus der Bibliothek das PDF zu „Linear Programming – Foundations and Extensions“ herunter.

    Falls die Bachelorarbeit nichts wird, hab ich durch das Buch dennoch einen persönlichen Gewinn. Denn „The latest edition now includes … an application of integer programming to solve Sudoku problems“.

    Sizzle Drizzle und Riz Casimir

    Die Financial Times wirft einen kritischen Blick auf Sam Altmans (OpenAI/ChatGPT) Küche: His kitchen is a catalogue of inefficiency, incomprehension, and waste. If that’s any indication of how he runs the company, insolvency cannot be considered too unrealistic a threat.

    Frau Zimtkringel kocht ein Schweizer Traditionsgericht, und genau das wird es Montag Abend bei uns zum Essen geben: Riz Casimir – Kindheitserinnerungen

    Poupou stellt veganes Pistazieneis her.

    Die Kaltmamsell wandert durch Wolfratshausen und Schäftlarn. Die einzige Gegend im Großraum München, in der ich mich dank elincognito ein wenig auskenne. Die Hälfte der Lektüre erwartete ich halb, dass elincognito hinter einem Busch hervorspringt und „buh!“ ruft.

    south spielt mit dem Großen Halluzinator

    Hallo namenloser Halluzinator. Bitte gib mir eine Illustration und Empfehlungen passend zum oben stehenden Artikel. (Anbei eine kuratierte Auswahl, in Wahrheit laufen etwa 25 Prompts mit einer hohen zweistelligen Anzahl an Empfehlungen. Ich nehme natürlich das, was ich am spannendsten finde.)

    Empfehlungen

    Der Halluzinator hat diesmal heftig halluziniert. Jede Menge nicht vorhandene Bücher, Filme, Schwimmbäder und Seen vorgeschlagen.

    Andererseits: die Verbindung von Song und Duft war auch seine Idee – und die ist ziemlich genius.

    Eine wieder durch mich vorgenommene subjektive Auswahl der Empfehlungen:

    Film

    Le quattro volte“ (2010, Italien)
    Begründung: Vier Lebenskreise in Kalabrien – Baum, Ziege, Mensch, Rauch. Wie ein verlängertes Beobachtungswochenende. Ein leiser, fast wortloser Film über Ziegen, Erde, Zeit und Wandel im ländlichen Kalabrien. Warum: Er spricht mit Turmfalken, nicht mit Erklärungen.

    Essen

    Pfannen-Merguez mit lauwarmem Linsensalat und Senfkräuter-Vinaigrette.
    Begründung: Nährt und wärmt nach dem Holzhacken, würzig wie der Marderbesuch.

    Buch

    Gertrud Kolmar – Lyrik und Prosa (z.B. aus Die Frau und die Tiere)

    Warum:
    Kolmar, die stille Schwester von Walter Benjamin, schreibt in einem Mischton aus Naturbetrachtung und innerem Beben. Ihre Tiere sind keine Metaphern, sondern Gegenüber. In einem ihrer Texte: ein Igel im Garten. Ihre Sprache hat etwas von der Wolle: rau, strukturiert, warm. Und sie kennt den Rand von Berlin besser als jede andere Schriftstellerin ihrer Zeit.

    Essay

    John Berger: Why Look at animals // Kurzer, kluger Essay über Tiere im Kapitalismus, auch geeignet für Turmfalken und Marderanalysen. (Lange Werkbesprechung)

    Songs

    Brìghde Chaimbeul – „Thèid mi lem òn“ (mit Colin Stetson) Begründung: Gälische Pipes & Bassklarinette – archaisch und akademisch zugleich. // Anmerkung: Gibt es gar nicht. Aber es gibt Brìghde Chaimbeul featuring Colin Stetson – Pìobaireachd Nan Eun | The Birds

    Beth Ditto – „I Wrote the Book“ // ?️ Duft: Roter Pfeffer, Lippenstift, heißer Drucker // Notiz: Du denkst: Ich kann alles. Selbst Wirtschaftsinformatik.

    Seu Jorge – „Chatterton“ // Duft: Nasses Gras und Orangenhaut // Notiz: Madame trocknet das Handtuch auf dem Balkon. Du hörst das Schwimmbad in der Ferne. (Ich bin schockverliebt in diese Aufnahme mit Ana Carolina)

    Angèle – „Libre“ // ? Duft: Reife Erdbeere mit Spritzer Champagner // Notiz: Samstagabend, du öffnest die rosa Keksverpackung und fühlst dich überraschend glamourös.

    Computerspiel

    “Mutazione” von Die Gute Fabrik

    Genre: Mutantensoap, Gärtnern, Zwischenmenschliches
    Plattform: PC, Switch, PS4, iOS
    Spielzeit: ca. 6–8 Stunden (perfekt für ein langes Wochenende)
    Warum passt’s zum Text?

    • Garten als Ort der Resonanz: Du pflanzt Dinge an, beobachtest, wie sie reagieren. Es gibt Krankheiten, Wetter, Gespräche – genau wie beim Wiesenbocksbart.
    • Tierhafte Wesen mit Geschichten: Kein Turmfalke, aber viele andere. Und sie reden. Und manchmal schweigen sie besser.
    • Stille, Rhythmus, Textfragmente: Alles ist langsam, seltsam, liebevoll kaputt. Wie eine Hornisse, die sich verflogen hat.

    Beim Spielen:
    – Iss rosa Kekse.
    – Mach dir Notizen auf echten Papierzetteln.
    – Wenn der Marder auftaucht: keine Panik. Der ist Teil des Spiels.

  • 25-04-07 Peak Taubnessel

    25-04-07 Peak Taubnessel

    Ein fauler Tag am Sonntag, und das ist auch gut und notwendig so.

    Mir träumte, ich suche einen Kollegen an einer russischen Universität. Ich bin legitim dort, darf also durch das Gebäude im Zuckerbäckerstil laufen. Dennoch ist eine Stimmung von Angst und Furcht greifbar. Wachsoldaten in Camouflage reiten auf Nashörnern und greifen wahllos dunkelhäutige Menschen aus der Menge.

    Nach dem Aufwachen: Das Radio verkündet einen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst. Auch nach drei Jahren in diesem Umfeld muss ich mich noch an den Gedanken gewöhnen, dass es dabei um mein höchsteigenes Gehalt geht.

    In der Zeit steht etwas von „Wir linke Bildungsbürger dachten..“ und es beruhigt mich, dass ich bei diesem „wir“ keinesfalls mitgemeint sein kann. Generell wäre es mir unheimlich, wenn ich erfolgreich von einem deutschen Medium gewirzt werde.

    Aus Gründen lese ich derzeit ein paar Unternehmensberatungs-Whitepapers zu KI und muss oft an Debbie denken. In den meisten der Papers könnte man KI durch „Magical Fairy Dust“ ersetzen, ohne dass es an Substanz einbüsste.

    Nachtrag vom Samstag: Anscheinend hat inzwischen wirklich die gesamte Zielgruppe ein bis drei Gasgrills und Außenküchen gekauft. Die entsprechende Abteilung im Baumarkt rüstet auf Pizzaöfen um.

    Das keineswegs perfekte Grau

    Ausgelesen: Das perfekte Grau. Roman, 2024 von Salih Jamal.

    Eine Gruppe von vier Outcasts zieht auf der Flucht vor der Polizei und sich selber vom einem heruntergekommenen Hotel an der Ostsee auf Boot und Fahrrad quer durch die Mecklenburgischen Seen.

    Karls Erdbeerhof hat einen Cameo-Auftritt. Am Ende geht es mit den Zug nach Salzburg und Altötting,. Dort finden sie sich mehr oder weniger selbst. Außerdem beschließen sie, dass das mit der Polizei gar nicht so schlimm ist und es keinen Grund zum Weglaufen gibt.

    Zentraler Teil des Buchs sind die Kapitel zwischen Hotel und Erdbeerhof, die bei mir im besseren Sinn Huckleberry-Finn-Erinnerungen auslösten. Gehobene Unterhaltungsliteratur mit Abenteuerromanflair.

    Beim Lesen war ich weiterhin mittelglücklich. Ich kam zum Fazit, dass es halt ein Jungsbuch ist. Bei der Erkenntnis half, dass sich der Ich-Erzähler gerne auf die beiden berühmten Jungsbücher Herr der Ringe und Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen bezieht.

    Mich ärgerte, dass es eigentlich nicht vier Charakter gibt, sondern drei Charaktere und ein Vehikel, um Plot und Charakterentwicklung der Anderen voranzutreiben. Die Rolle des Plot-Vehikels wird von Novelle eingenommen: 20, weiblich, durch sexuellen Missbrauch schwer traumatisiert und in ihrer Stellung im Buch irgendwo zwischen wildem zu zähmenden Tier und MacGuffin.

    Dass Novelle nun auch noch alle 50 Seiten nackt durch die Szene hüpfen muss.. In meinen gnädigeren Momenten denke ich „Jungsbuch halt“, in meinem ungnädigeren „Missbrauch des Missbrauchs.“. Mit einer Schatzkarte als Plottreiberin statt Plotmissbrauch des sexuellen Missbrauchs wäre ich glücklicher gewesen.

    Alkmene sägen

    Die Regionalnachrichten drohen mit Schäden für die Obstbauern durch die kommenden Nachtfröste. Wir haben Glück; unsere windausgesetzte Ecke ist so kalt, dass die Obstbäume noch gar nicht blühen. Und wo keine Blüte ist, kann sie auch nicht erfrieren. Nur die Knospen sind schon da. Dieses Jahr als Premiere auch beim Pfirsich.

    Alle Narzissen sind schon da. Fast alle zumindest. Nächstes Wochenende wird Peak Narzisse.

    Die Taubnessel blühen alle. Größere Taubnesselteppiche neben der Pergola, um den Süd-Sonnenschirmständer herum und am großen Gartenvulkan. Viele der Taubnesseln sind aber offensichtlich kurz vorm Aufgeben. Die allererste Phase des Frühlings geht bereits vorüber.

    Die Wildkamera zog um. Wir gehen seit Jahren davon aus, dass jede Nacht eine Katze einmal über das Auto läuft und dann auf dem Hintern die Frontscheibe herunterrutscht. Aber Samstag, nach eingehender Betrachtung der Fussspuren, hielten wir auch auch einen Waschbären für möglich.

    Na, wozu haben wir eine Kamera: Sie löste aus. Sie zeigt ein unscharfes Tier von hinten, das sowohl Katze wie auch Waschbär sein kann. Das Foto war nichts.

    Und wer ist schuld: Das stark reflektierende Autokennzeichen, dass anscheinend die komplette Nachtoptik des Apparats aus dem Tritt gebracht hat.

    Madame stielsägte Alkmene. Danach saß sie auf der Terrasse und las Mediendidaktik.

    Auf dem Grill dieses Wochenende die Bratwürste von Rinderstolz&Wildeslust. Käse-Jalapeño hat erfreulicherweise gegenüber letztem Jahr deutlich an Jalapeño zugelegt.

    Und der Knecht hieß Malchus

    Was für ein Evangelist. Meine Güte. Was für ein Evangelist.

    Madame meinte, sie hat schon viele sehr gute Evangelisten in Johann Sebastian Bachs Johannespassion singen hören. Aber noch nicht einen solchen. Ich hörte eh viel weniger Aufführungen davon – und stimme zu. Wie Raphael Höhn einen ganzen Abend lang die Spannung seiner Rolle hielt und dabei auch noch so klar sang – große Oper mindestens.

    Selbst das eigenlich auch herausragende Vokalensemble von Vox Luminis und das Freiburger Barockorchester strahlten nicht ganz so herausragend.

    Es war ein eindrucksvoller, erinnerungswürdiger Abend. Im Programmheft lese ich zum Stück „Dramatisch. Den Zeitgenossen zu opernhaft.“ Und große Oper war es wahrhaftig.

    Er begann friedlich am Potsdamer Platz bei Sommerrollen und Teriyaki Duck im Viet Bowl. Dann ein kurzer Bummel, mal die aktuelle Version des Platzes anschauen, dann auf zum Kammermusiksaal der Philharmonie.

    Ein Klassiker des Osterrrepertoirs kam zur Aufführung. Wir beide stellten fest, dass wir das Stück vermutlich noch nie mit einem wirklich guten professionellen Chor gesehen haben – ist es doch auch ein Klassiker für den ambitionierten Hobbychor mit zugekauften Profi-Solostimmen. Aber hier, lauter Schaffende, die sich auf Barockmusik spezialisiert haben.

    Der Saal leider nur zu Dreivierteln voll, dafür akustisch mehr als gefüllt.

    First Class Railway Cookie

    Während wir in einem opernhaften Oratorium waren, besuchte Peter Coles eine echte Oper: The Welsh National Opera’s new production of the Opera Peter Grimes by Benjamin Britten

    Schirn-Sehnsucht. Dort gab es unter anderem “Seven Women Standing in the Way” zu sehen.

    Ich würde morgen nach Wohnungen in Chemnitz suchen, wenn wir nicht die jetzige und die zukünftige sächsischen Landesregierungen miterben würden. (Als Landesbeamte ist das noch einmal ein anderer Deal). Auch Thomas fragt sich: Bleiben oder gehen? Diese Frage stelle ich mir nach jeder Wahl hier im Osten Deutschlands.

    Als wir 2012 das erste Mal nach 30 Jahren bzw. das erste Mal überhaupt in den USA ankamen, war der Abend so geplant, dass wir uns nur noch vom Flughafen Baltimore in das nächste bequeme Hotel shuttlen lassen und da akklimatisieren. Das allererste was wir in den USA bekamen, war DER KEKS. Auf jeden Fall auf ewig wird dieser warme schokoladige Keks die besten Erinnerung in mir wachrufen. Da es auf absehbare Zeit nicht nach Baltimore gehen wird, gibt es bei Frau Küchenlatein ein Rezept: DoubleTree Schokoladenkekse

    Ein Gericht, das First Class Railway Curry heißt, muss einfach gut sein.

  • 25-04-03 Thanks to modern chemistry sleep is still possible *hust**hust*

    25-04-03 Thanks to modern chemistry sleep is still possible *hust**hust*

    Gebe seit Tagen mein Arbeitspasswort am Privatrechner ein und das ist bezeichnend für den Gesamtzustand.

    Wie erkältet kann mensch sein? Immerhin haarscharf am Fieber vorbei. Aber einmal nach dem Tee bücken ruft einen mehrminütigen Hustenanfall hervor.

    Außenweltwahrnehmung ist auf das nötigste Minimum reduziert.

    Habe den obersten Projektleiter der Dachbodenbaustelle kennengelernt, und dafür dass er zwangsweise ganz andere Interessen vertritt als wir, macht er einen guten Eindruck.

    Gute Nachricht 1: Frühlingssonne!

    Gute Nachricht 2: Die Klausur Betriebliche Informationssysteme ist bewertet und bestanden. 14 down, 1 in Bewertung, 3 more to go.

    Zum Seelestreicheln. Ein Nachtreh:

    Rehbock mit Geweih vor dem Zaun, aufgenommen des Nachts von einer Wildkamera.
  • 25-03-31 Parametrische Optimierung – Der Einfluss von Schwankungen in den Modellparametern auf die optimale Lösung

    25-03-31 Parametrische Optimierung – Der Einfluss von Schwankungen in den Modellparametern auf die optimale Lösung

    Bei Höffi blüht etwas Weißes. Vor allem aber regnet es.

    Mein neuer Streamingdienst Qobuz irritiert mich. Hätte ich bei der Paris-Playlist eines französischen Unternehmens doch nicht zu 90% englischsprachige Musik erwartet. Allein die List of songs about Paris, und erst recht Chansons sur Paris, bietet doch so viel mehr.

    Ankunft in der Verwaltung um 8:23h. Der Energiehaushalt geht aufwärts, die Anzahl der Huster leider auch. Immerhin reichte es heute für die Aufgabe, die ich seit 10 Tagen vor mir herschiebe, weil sie geistige Alertheit und Konzentration erfordert.

    Gleichzeitig nimmt aber auch die Hustenfrequenz zu. Ach je.

    Madame erläuterte die Wikipedia-Löschkandidaten am lebenden Beispiel.

    Weil weder Autobahn (gesperrte Ringbahnbrücke), noch S-Bahn (gesperrte Ringbahn) gerade sonderlich gut funktionieren stieg der Große auf die U-Bahn aus Spandau um.

    Geweckt vom Gesang der Kohlmeise

    Es wird ein gutes Mohnjahr werden. Die austreibenden Pflanzen sind schon zahlreich zu sehen.

    Es wird ein geruchsintensives Jahr werden. Auf dem Acker hinter dem Zaun wird Raps gepflanzt.

    Ein Walzen-Wolfsmilch verirrte sich in Beet 2L. Wir staunen. Ihr natürlich angepflanzter Standort ist mehr als 20 Meter entfernt.

    Für das nächste Jahr sollten wir uns merken: Mehr Narzissen könnten links des alten Grillplatzes, unter dem Vulkanbeet und unter dem Schlafzimmerfenster.

    Wir testeten den neuen Grillplatz, der hoffentlich bequem von Terrasse und Pergola aus erreichbar ist. Auch bestellte ich ein Ersatzprodukt für die Kokoko-Eggs-Grillbriketts, deren Hersteller/Importeur unternehmerisch schlingert. Businessprobleme allüberall.

    Die Vögel hielten sich im Vergleich zum letzten Wochenende versteckter. Vielleicht hatte sie der sich anbahnende Regen in die Flucht oder in die Unterstände gejagt. Einzig die Kohlmeise zwitscherte sich wieder die Seele aus dem Leib:

    tsi-da … tsi-da … tsi-da..zi-da-tit … zi-da-tit … zi-da-tit

    Irgendwann hatten wir uns eine Wildkamera schenken lassen – vor allem aus Neugier darauf, welches Tier seinen Bau im Komposthaufen errichtet hatte. Die Kamera läuft immer nur Nachts. Dann war aber über Monate nie ein Rechner, eine SD-Karten-Leser und die SD-Karte der Kamera am selben Ort.

    Bis zum Wochenende. Wir entdeckten einen Marder, ein Rehbock, einen Waschbären (zum Glück nur einmal) und ziemlich oft diesen Kletterkünstler.

    Nagetier (vermutlich Ratte, eventuell auch eine andere Maus) klettert am Drahtgitter eine selbst gebautes Gartentores nach oben. Aufnahme bei Nacht  mit Nachtsicht.

    Die Bessermenge ist konvex

    Es ist so weit. Ich habe auch offiziell ein Bachelorarbeitsthema:

    Parametrische Optimierung – Der Einfluss von Schwankungen in den Modellparametern auf die optimale Lösung

    Irgendwie wow. Aber auch irgendwie erschreckend. Es ist so greifbar. Es ist so sehr „Warum bloggst/schläfst/schwimmst du gerade, wenn du auch recherchieren/schreiben/an Formeln basteln könntest.“

    Bisher konnte ich mir immer noch sagen, „wer weiß ob es das Thema wirklich wird, entspann dich.“ Seit der E-Mail am Montag Nachmittag geht das nicht mehr.

    Immerhin hatte ich noch einen entspannten Sonntag mit dem unbachelorarbeitigen Uni-Thema „Mikroökonomik“. Das war nett, tief innerhalb der Komfortzone. Viel Mathe, aber nette Mathe, mit Rechnen, nicht mit Beweisen, Themen, die mir zusagten, und schön geschrieben. Das hätte ich weiter machen können, werde ich weiter machen, denn ich muss dieses Semester ja auch noch zwei Klausuren hinlegen.

    KI wird uns retten

    Der zweite Weltkrieg – Inspirierende Geschichten für Kinder

    Das Schwimmbad in Schwedt öffnet wieder.