Schlagwort: Zahnarzt

  • 25-03-27 19 x 0- (14,1)

    25-03-27 19 x 0- (14,1)

    Büsum feiert Jubiläum: 125 Jahre Wattenlaufen mit Musik.

    Am Kaiser-Richard-Platz eröffnet ein neues Nagelstudio. Ich versuche, mich daran zu erinnern, was dort vorher war: KfZ-Sachverständigenbüro?

    Orange.the.fruit.dude möchte sich mit mir auf Discord anfreunden. Das wirkt vertrauenswürdiger als 90% der LinkedIn-Teilnehmer.

    Auf dem Balkon Scherben und Taubeneier.

    Seit Tagen vergessen wir Schwarztee zu kaufen und trinken zwangsweise Ingwer-Guacamole-Bockshornklee-Tee. Als ich beim Umstieg von Arbeitsbus auf Blutspendebus an Istanbul Supermarket vorbeilief, machte es endlich mal zur richtigen Zeit „dringelingeling“ im Hirn und ich ging zum Teeregal. Wer winkte mir freundlich entgegen: Madame.

    Madame klärte mich auf über das Tagesgeschehen auf: Die laut Zeit „Schlimmste Schule Deutschlands“, liegt zwar in Laufweite. Eigentlich ist ihre direkte Umgebung, und ihr potenzielles Einzugsgebiet, sehr viel puschliger als direkt um unsere Wohnung herum. Aber die Schule besuchen gar nicht die Kinder, die dort wohnen.

    Aus Gründen hat die Schule ihr gesamtes natürliches Klientel verloren. Dort landen nur noch Schüler*innen, die anderswo gar nicht erst genommen wurden oder rausgeflogen sind. Und die echten Schüler*innen müssen dann noch jeden Tag stundenlang quer durch Berlin anreisen. Ich würde jetzt mal behaupten, die Schulprobleme haben am wenigsten damit zu tun, wie die Schule intern organisiert ist.

    Es sind Fernuni-entspannte Zeiten. Auch alle Feiertage und Urlaube liegen noch ein Stück entfernt. Zeit für das andere Pflichtprogramm wie Zahnarzt und Blutspende.

    Auf dem Weg zur Zahnärtzin passiere ich das Kugelbombenhaus. Immer noch sind dort gerade Glaser aktiv. Wenig später lese ich von heutigen Razzien mit 150 Polizit*innen zum Thema.

    Geben und Nehmen 1

    Sie gaben Häckerle und nahmen Blut. Das DRK zählt mich inzwischen bei Blutspende 19. Obwohl zwischen den einzelnen Terminen Wochen oder Monate liegen, habe ich langsam den Eindruck, ich werde wiedererkannt.

    Also wieder nach Arbeit mit dem M85 nach Süden gefahren; an der Schloßstraße die immerwährende Querdenkerdemo passiert und bis zum Klinikum Benjamin Franklin gefahren. Offenbar gab es viele kurzfristige Absagen: So leer war es dort noch nie. So schnell kam ich noch nie durch.

    Kaum hatte ich den Zettel ausgefüllt (nein, immer noch keine Tattoos, ja immer noch langer außereuropäischer Auslandsaufenthalt 1993, nein, keine Zahreingung in den letzten Tagen) saß ich auch schon beim Arzt, ließ Temperatur, Blutdruck und Eisengehalt im Blut messen. Adern und Krankenschwester verstanden sich diesmal auch deutlich besser als oft – alles ein Träumchen.

    Schließlich saß ich allein am Häckerle-Buffet und konnte mich verwöhnen lassen.

    Und weil ich so schnell war, hielt ich auf dem Rückweg noch an der Schloßstraße an, Kreuzkümmel und anderes kaufen.

    Es war eine gute Gelegenheit, die Querdenkerdemo näher zu besichtigen. Sie ließen ein Art Podcast laufen zu Corona – ich glaube derselbe wie jede Woche. Die Plakate wabern immer mehr ins Unkonkrete. Teilweise sind sie unverständlich (irgendwas mit Julia Klöckner) teilweise noch unverständlicher (Selensky go home!). Ich beobachte die Verwandlung einer die-Corona-Maßnahmen-sind-uns-zu-heftig-Demo in eine Neonazi-Demo in Superzeitlupe über mehrere Jahre.

    Rein persönlich scheint den Demonstrant*innen das ganze übrigens auch nicht gut zu tun. Wirkten die am Anfang wie halt so leicht irres Bildungsbürgertum aus dem reichen Südwesten Berlins, sind sie inzwischen in einem Zustand, in dem man spontan Hilfe anbieten würde, wenn man sie (ohne Plakate) auf der Straße trifft.

    Geben und Nehmen 2

    Sie gab Zahnpolitur und nahm per Sandstrahler etwas von den Zähnen. Die Uni-Urlaubs-Feiertagsfreie Zeit eignet sich für Sonstiges. Und so lagen Blutspende und Zahnprophlaxe innerhalb einer Woche. (Und natürlich erst Blut, dann Zahn, weil sonst Komplikationen).

    Der BVG-Streik vereinfachte die Wahl des Verkehrsmittels: Fahrrad.

    Anscheinend hat sich das medizinische Personal diese Woche abgesprochen: Es ging schnell, flüssig und voller Lob wie selten. Und wo wir schon mal alle schnell durch waren und gute Laune hatten, überlegten wir schnell und konstruktiv an einer schon länger währenden Unbequemlichkeit herum.

    So schnell hatte ich die Praxis wieder verlassen, und war zurück beim Gefährt, dass ich fast aus lauter Überschwang gleich am Kaiser-Richard-Platz Kreuzkümmel gekauft hätte.

    Hauptsache soft

    Der Zahnärztin-Termin versprach zwar unkompliziert zu werden. Aber ich freute mich, dass ich für alle Fälle in Vorbereitung schon mal Ilkas Zahn-OP-freundlichen Mahlzeiten nachlesen konnte: Kein Shepherd’s Pie und Dal-Suppe. Nur die pürierte Nudelsuppe klang jetzt nicht ganz so lecker. Von mir gute Besserung!

  • 24-09-26 When Octomber comes

    24-09-26 When Octomber comes

    Nachbar kleiner Hund sucht Renault-Twingo-Felgen.

    Neben Café Smyrna wird Al-Hawal, syrisches Restaurant, eröffnen.

    Ein junger Mann vapte an der Bushaltestelle Fanta-Mango-Aroma.

    Dreh dich nicht um, nicht nur Corona geht rum.

    Ein Phishing-Kollektiv schickte mir eine falsche Telefonrechnung für den Monat Octomber. Meine post-Erkältungs wiedergewonnen Lebensgeister bei noch mangelnder Energie zur Selbstkontrolle zeigten sich am langanhaltenden Lachanfall.

    Lieber allerdings Erkältung als Corona. Das klingt auch aus der Nähe ähnlich gruslig wie aus der Ferne.

    Passend dazu, ebenso wie zum grauen Dauerregen dieser Woche: Zahnärztinbesuch. Immerhin war dieser so unspannend wie ein Zahnärztinbesuch nur sein kann.

    Madame rollenspielt weiter im Vorgebirge (Rheinland). Mein Masterplan, die Abende zum intensiven Lernen zu nutzen, zerstoben unter mangelnder Konzentrationsfähigkeit.

    Ich übe ich mich in haushaltsnahen Aktivitäten. Es sind Kalendereintragungstage. Zum Beispiel beginnt das neue Fernuni-Semester auch offiziell wieder. Ich notiere Termine für Klausuren, Einsendearbeiten und Anmeldungen. Danach buche ich die Unterkunft in der Hagener Bildungsherberge.

    Ich schreibe Mails an Diesen und Jenen und telefoniere auch einmal.

    London calling

    Aufgrund von Überbleibseln aus dem vor-BBB-Job versuche ich, privat mit einem Unternehmen in London zu kommunizieren. Dort ist noch meine alte Arbeits-E-Mail hinterlegt, die natürlich schon lange nicht mehr funktioniert. Ich würde gerne ändern.

    Um zu ändern, soll ich nachweisen, dass ich ich selber bin. Sie riefen an, verpassten mich. Ich ríef unter der selben Nummer zurück; geriet an ein Call Center.

    Erst bedüdelten sie mich mit ausführlicher Ansage, wie divers das Unternehmen ist. Dann folgte ein „Drücken, sie eins, zwei. oder drei. Ob du wirklich richtig liegst, weißt du wenn das Licht angeht.“ Dann folgt eine eine andere ausführliche Ansage, doch lieber E-Mail oder Twitter zu benutzen.

    Dreimal geriet ich beim Nummerndrücken aus der Kurve, landete dreimal bei Agents, die leider nicht zuständig waren. Zurück auf Null. Die Ansagen sind offensichtlich keine Wartezeit-Ansagen. Denn sie sind immer gleich lang und danach geht es immer gleich weiter. Nur mit jeweils anderem falschen indischen Agent.

    Warum macht man sowas? Warum erzeugt man absichtlich Abneigung gegen E-Mail, Twitter und Diversität, nur wenn ich meine Identität beweisen muss?

    BWLNotrufGlas

    Eine Mit-Wirtschaftsinformatik-Studentin fragt für ihre Masterarbeit, wie sich Persönlichkeitseigenschaften und Akzeptanz von Office-Programmen (Microsoft Office, Libre Office) beeinflussen. Dazu könnte ich viele Anekdoten erzählen, fände eine wissenschaftliche Untersuchung spannend. Hier geht es zur Umfrage.

    Irritierenderweise ist dies die zweite Persönlichkeitstyp-Umfrage hintereinander, die mich nach meinen Einstellungen zu Kanus, Japan und Tierpräparation fragt. Ich möchte bitte die Studie sehen, die das als gute Persönlichkeitsindikatoren erfunden hat.

    Auch aus der Fernuni: Die Lern-App BWL-Champion

    Vielleicht nutzenswert. Die nora Notruf-App , für Menschen die evntuell schnell einen Notruf absetzen müssen.

    Traditioneller. Baccarat-Glas aus Lothringen. Frau LandLebenBlog besuchte die Kleinstadt zur Glasmanufaktur:

    Wer kann denn das bezahlen? fragt mein Geo etwas entgeistert den jungen Mann an der Kasse. Amerikaner? antwortet der schulterzuckend, Und Chinesen, fügt er grinsend an. Es ist der denkbar krasseste Gegensatz zu allem, was wir bisher in der Region gesehen haben. Im Museumslädchen gibt es Notizbüchlein, Regenschirme, Bleistifte, aber nichts aus Glas. Zufällig hereingespülte Touristen wie wir hätten das nötige Kleingeld ohnehin nicht dabei.