Schlagwort: bwlquam

  • 25-06-19 Zehntausend Wörter; das entspricht ca. 30 bis 35 Seiten

    25-06-19 Zehntausend Wörter; das entspricht ca. 30 bis 35 Seiten

    Im Auto liegen 10 Kilo Kaffee, Ich bin nur mittelmotiviert, diese jetzt bis ganz nach oben in die Wohnung zu tragen.

    Freuden der Prozessdigitalisierung: Nachdem man allen Beteiligten mal wirklich einen Prozessablauf entlockt- und den in ein Schaubild gebracht hat, sagen dann auch alle „Oh Gott!“. Der erste Schritt, um den Prozess schöner und besser zu machen.

    Es waren drei Arbeitstage knapp unter 30 Grad. Zwei davon in den Südkreuz Offices, einer in der Schöneberger Wohnung.

    Ein Verkäufer rief mich mit meiner persönlichen Arbeitsmail an. Er strahlte so abschreckende Verkäufervibes aus, dass ich erst nach einiger Gesprächszeit merkte, dass er gar nicht meinem Arbeitgeber Unfug verkaufen wollte, sondern mich als IT-Admin für die Charité ködern wollte. Kein Interesse.

    Im Nachhinein wurde ich aber neugierig genug, um mich zu fragen, wo er meine Arbeitsdurchwahl her hat. Ich würde behaupten, die ist schwerer zu finden als diverse private Kontaktmöglichkeiten. Auch wollte ich nun wissen, um welchen Job es geht. Allerdings steht auf der Charité-Website gar nichts Dementsprechendes. Dasisallesseltsam.

    Mein neuer Arbeitsweg entlang des Cheruskerparks entpuppt sich als geeignete Flaniermeile für Freund*innen halbnackter sportlicher Männer. Ich hatte offenbar die Anziehungskraft von vier Turngeräten an einer Stelle unterschätzt. Da ist immer was los, und die Beteiligten sehen auch nicht so aus als würde sie da nur einmal die Woche hingehen.

    Madame brachte frische Bohnen und Kohlrabi vom hafenstädtischen Wochenmarkt. Zusammen mit dem weißen Johannisbeeren aus den Latifundien lebt es sich wie Gott in Frankreich.

    Das Bestattungshaus an der Ecke hat einen neuen E-Auto-Leichenwagen. Selten ist das lautlose Schweben, das mit E-Autos leicht einhergeht, so passend wie in diesem Fall.

    Nach Steglitz

    Ich schwamm die ersten Freibadmeter dieses Jahres. Wie es sich gehört: im Insulanerbad. Wie es sich nicht gehört: Noch immer ohne Saisonkabine, denn diese sind immer noch im Baustellenstadium.

    Ich bin untypisch spät dran. Aber nachdem das Bad im Mai weder beheiztes Wasser noch funktionierende Duschen und auch weder Saisonkabinen oder normale Umkleidekabinen im Programm hatte, wurde ich störrisch und mied das Bad. Inzwischen gibt es Duschen und Umkleiden. Das Wasser erreicht auch ohne Zusatzheizung Temperaturen jenseits der 20 Grad – jetzt fehlt nur noch die Saisonkabine.

    Ich liebe es ja, durch die Stadt zu fahren, während diese noch schläft. Und mit der frühen Junisonne um Sieben ins Freibad: Es gibt fast nichts besseres. (wenn es nur alles nicht so früh wäre..).

    Aber ich überwand mich. Ich erfuhr, dass die Saisonkabinen fast beinah wieder fertig sind – wie schon seit längerem, schleppte mein Zeug für Wiese und bewegte mich ins Becken. Die tiefstehende kräftige Sonne sorgte für lange Schatten und schon fast heiße Bereiche im Bad. Die Mitschwimmerschaft war älter, Gewohnheits*schwimmerinnen, aber noch entspannt. Der Schmetterlingsschwimmer blieb erfreulich auf der Nachbarbahn.

    Sonne, Wasser, Schweben, Untertauchen, der Blick halb unter Wasser halb über Wasser. Eigentlich sollte ich das 24/7 machen.

    Austernfond Mocro-Mafia

    Entdeckungen über die Normandie: Nicht nur ist das Departement Calvados die Heimat von Calvados (dem Branntwein), Cidre und Camembert, sondern aus der Normandie stammt auch die Sauce normande mit Mehlschwitze, Cidre, Austernwasser (in dem Austern gekocht wurden), Fischfond, Eidotter, Sahne und Butter.

    Auch entdeckt: Das Departement Calvados mit immerhin 700.000 Einwohnern hat eine Zweitwohnungsquote von fast 20%. In den entsprechenden Küsten- und Touristenorten vermutlich weit höher.

    Ein unbekannteres aber wichtiges Mahnmal: das Mémorial des reporters de Bayeux, ein Mahnmal für im Einsatz getötete Journalisten. Errichtet 2007 in Bayeux in Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen und bedauerlicherweise jedes Jahr mit Aktualsierungen. 58 waren es im Jahr 2023.

    Es fehlt nur der deutsche Wikipedia-Artikel zum Mahnmal.

    Spätestens am 2. November

    Nachdem ich großspurig verkündet hatte, bis Ende dieses Monats eine formal vollständige Bachelorarbeit geschrieben haben zu wollen, fiel mir auf, dass ich gar nicht so genau weiß, was die Formalien sind, die ich erfüllen möchte.

    Um Schriftgröße, Literaturfomratierung et cetera mache ich mir weniger Sorgen; immerhin habe ich am betreuenden Lehrstuhl gerade eine Seminararbeit geschrieben. Ich unterstelle, dass die formalen Anforderungen sich in der Hinsicht wenig unterscheiden. Außerdem stellt der Lehrstuhl bwlquam freundlicherweise eine Vorlage in LaTeX zur Verfügung, in der das Wichtigste schon festgesetzt ist.

    Aber eine Frage blieb mir: Wie lang muss die Arbeit sein? Mein aus verschwommener Erinnerung gespeistes Bauchgefühl sagte 30 Seiten. Und es hatte ungefähr recht: Prüfungsordnung und Lehrstul sagen: Zehntausend Wörter; das entspricht ca. 30 bis 35 Seiten, plusminus 10%. Also 9.000 bis 11.000 Wörter.

    Zusatzentdeckungen:

    • Innerhalb von zwei Monaten muss die Arbeit korrigiert sein. Das heißt: spätestens am 2. November sollte ich das Ergebnis wissen.
    • Laut Prüfungsordnung müssen die Bachelorarbeiten für den B.Sc. Wirtschaftsinformatik einen wirtschaftsinformatischen Bezug haben. Also vermutlich wäre ich weder mit einer Geschichte des Steuerrechts durchgekommen, noch mit einer reinen Programmieraufgabe.
    • Auch entdeckt: ich muss die Mikroökonomik-Klausur dieses Semester gar nicht bestehen. Bei den fünf Pflichtmodulen Wiwi reicht es, wenn man die vier halbwegs gut besteht und im fünften dann 25% (statt 50%) der Punkte einsammelt. Die vier anderen habe ich schon bestanden. Das senkt die Hürde deutlich.
    • Während ich allerdings Klausuren immer zweimal wiederholen darf, darf die Arbeit nur einmal wiederholt werden. Im Moment halte ich das aber für ziemlich ausgeschlossen – außer ich verschätze mich brutal in meinem aktuellen Kenntnisstand, oder mich holt zwischendurch ein wochenlanger Zustand geistiger Umnachtung ein.

    In Cannes

    Irgendwann haben die Möwenkinder genug gefiept, die Eltern genug geschimpft und ermuntert. Dann heben die grauen, rundlichen Möwenbabys endlich ab. Noch ziemlich ungelenk fliegen sie mit ausgebreiteten Flügeln schnurstracks geradeaus. Man ahnt ihren panischen Blick und möchte nicht in ihrem Weg stehen.

  • 25-02-27 Eine Anmeldung zu einer Prüfungsleistung

    25-02-27 Eine Anmeldung zu einer Prüfungsleistung

    Die Mücken sind zurück. Zu den unerwarteten Plagen unserer Dachbaustelle gehörte die Mückenplage. Kurzzeitig durch Frosttage unterbrochen, fliegen die Viecher schon wieder in der Wohnung herum. Wir hoffen, dass die Bauarbeiter im Rahmen der weiteren Arbeiten auch die Stechmückenzuchtanlage wieder abbauen.

    Auch zurück ist der Schlamm der allmorgendlich auf unser Fenster gefegt wird.

    Verschwunden hingegen sind die schönen Schaffell-Hausschuhe. Denn eine Horde Kleidermotten mochte diese Schuhe noch lieber als ich sie mochte und siedelte sich dort wiederholt an.

    Ein Techem-Ableser kam, wollte aber nur zwei unserer drei Warmwasserzähler sehen. UPS lieferte Ersatzteile für Rombitombi.

    Verschwunden sind die Absperrgitter am Sachsendamm. Montag sah ich Polizei-LKWs, die diese wider einsammelten. Hätte ich Sonntag nicht wahlgeholfen hätte ich tagsüber auf der Straße herumlungern können und warten, wofür die Gitter benötigt werden.

    Aus Gründen beschäftigte ich mit intensiver mit der Microsoft-Planungssoftware MS-Planner. Und stellte dabei fest: ich denke fundamental anders. Ich denke in Strichen und Pfeile oder Verbindungen und Links; ich will Zusammenhänge und Abhängigkeiten.

    Listen sind okay. Aber sobald es graphisch wird, will ich Netzwerke und Pfade.

    Madame beobachtet bei ihren Chorproben unfreiwillig die Wanderung einer kleinen Drogenszene durch die Schöneberger U-Bahn.

    Mittwoch Abend war ich endlich wieder im Stadtbad Lankwitz. Das Bad war voll, dennoch gelang es problemlos und flüssig eine längere Strecke zu schwimmen. Wie schön. Wie gut es tat. Was nett war: mit den Badleitungen noch eine Rauchen (also sie rauchen, ich steh mit rum). Die Nettigkeit gab es nicht umsonst: Zu Recht wurde ich dafür getadelt, dass ich so lange nicht mehr im Bad war.

    Parametrische Optimierung?

    Linkerhand beginne ich das Lernen für das Klausur Informationsmanagement. Dabei nehme ich aus den Augenwinkeln war, dass auch die Einsendeaufgaben 2 mich für die Klausur qualifiziert hätten – aber ich war ja dank EA1 eh schon durch.

    Weiter bin ich mir nicht sicher, ob das wertvolle Inhalte sind oder Bullshit Bingo für Fortgeschrittene. Andererseits ist es für mich das mit Abstand arbeitsnähste Seminar; gefühlt könnte ich die Hälfte der Aufgaben aus den Unterlagen unseres „digitalen Transformationsprojektes“ lösen.

    Rechterhand meldete ich mich für die Bachelorarbeit an und besitze jetzt eine „Eingangsbestätigung zu einer Anmeldung einer Prüfungsleistung.“ Diese Anmeldung wird an den Lehrstuhl überstellt werden, der dann entscheidet.

    Ich hoffe mal, seit dem Seminar am selben Lehrstuhl vor vier Wochen hat sich nichts an der Meinung des Lehrstuhls geändert. Sollte alles so kommen wie geplant, werde ich im Juni/Juli/August 2025 eine Bachelorarbeit zur Parametrischen Optimierung schreiben.

    Auf jeden Fall habe ich mir schon ein schönes Schwimmbadbeispiel ausgedacht, an dem mensch die ganzen mathematischen Konzepte demonstrieren könnte.

    Grün-Links-AfD

    Mir scheint, alles was ich zur Bundestagswahl an sich schreiben könnte, wurde anderswo bereits besser geschrieben. Deshalb möchte mich auf Bundestagswahlereignisse mit persönlichem Bezug beschränken.

    Ein paar Ergebnisse auf Mikrolevel, jeweils die Top3 der Zweitstimmen:

    Madame zählte einen Tempelhofer Briefwahlbezirk aus (die Adressen liegen in netter Gegend mit schönen Altbauten) mit dem Ergebnis:

    • Grüne 101 Stimmen / 24,7%
    • Die Linke 93 Stimmen / 22,7%
    • CDU 84 Stimmen / 20,5%

    Unsere eigene Schöneberger Nachbarschaft hat natürlich auch gewählt:

    • Die Linke 165 Stimmen / 29,9%
    • Grüne 153 Stimmen / 27,8%
    • SPD 81 Stimmen / 14,7%

    Für die Latifundien finde ich nicht den Wahlkreis in dem wir gewählt hätten, hätten wir dort wählen dürfen, aber zumindest die Gemeinde:

    • AfD 2650 Stimmen / 31,7%
    • CDU 2413 Stimmen / 28,9%
    • SPD 1491 Stimmen / 17,8%

    Und das ist kein ländlicher Bereich. Das ist inzwischen echter Speckgürtel, in dem ein großer Teil der Einwohnerschaft in Einfamilienhäusern lebt, deren Wohngebiete erst seit 20 Jahren überhaupt erschlossen sind.

    Lindh-Arndt

    Neben den Parteien muss ich doch noch zwei MdBs würdigen

    Wahlkreis 101 Wuppertal – SPD

    Einst ereignete sich eine größere Wikipedia-Veranstaltung in Wuppertal. Diese hatte eine Eröffnungsveranstaltung. Auf dem Programm der Veranstaltung war eine Rede des örtlichen Bundestags-Abgeordnete Helge Lindh angekündigt.

    Mein Gedanke war „Ey, jetzt fahre ich extra nach Wuppertal für den Event und dann muss ich mir Politiker-Grußworte anhören? Womit habe ich das verdient?“.

    Welch Irrtum. Es folgte eine der besten Wikipedia-Reden, die ich je hörte. Von jemand, der sich richtig gut damit auskannte, großer Fan war und hervorragend begründen konnte, warum ihm die Idee einer Bildung für alle so wichtig ist. Jemand, der es verstand die Grundidee der Wikipedia und eine politische Mission zu verbinden.

    Ich war beeindruckt und wünschte Lindh, dass er möglichst lange im Bundestag bleiben kann. Es hat trotz schwer angeschlagener SPD funktioniert. Im Wahlkreis 101 gewann Helge Frederik Lindh 33% der Erststimmen und damit das Mandat. (Die SPD holte bei den Zweistimmen nur 20%, noch einmal zeigend wie sehr es ein persönliches Ergebnis ist)

    Landesliste Saarland – Die Linke

    Fast vom Stuhl gefallen wäre ich allerdings bei der Info, dass Moses Arndt in den Bundestag einzieht.

    Moses Arndt prägte meine Jugend und trug maßgeblich zur Politisierung bei. Das ZAP-Punkfanzine war laut, unangepasst, herausfordernd, links, aber viel zu wild um irgendwie vereinnahmt zu werden. Im Triumvirat aus dem Pop-Intellektuellen Martin Büsser, dem Punk-Schlager-Perry-Rhodan-Kuschelautoren Klaus N. Frick und der wilden nihilistischen Energie von Moritz Arndt entstand etwas Einmaliges.

    Natürlich halten solche Glückskonstellationen nie lange. Das ZAP hielt in seiner Blüte gerade noch so lange durch, um die zweite Auflage der Chaostage in Hannover ins Leben zu rufen. (siehe August 1995: Drei Tage Chaos in Hannover)

    Dann zerfiel es, eine letzte Tat war die Gründung der APPD, der Anarchistischen Pogo Partei Deutschlands, die aber nur ein schwacher Abglanz ehemaliger Energie darstellte.

    Büsser gründete intellektuelle Popmagazine, Frick kuschelte in einer unpolitischeren Szene vor sich hin, und von Arndt hörte man, dass er hinter runtergelassenen Jalousien in einem schwer kameraüberwachten Haus im Saarland wohnt.

    Später dann: Er hat als Arzt promoviert und ist jetzt Ringarzt bei Mixed-Martial-Arts kämpfen.

    Und jetzt: Er ist Bundestagsabgeordnete für die Linke, Landesliste Saarland. So speziell übrigens, dass ich anlässlich dessen das erste Moses-Arndt-Foto meines Lebens sehe. Das kam für mich so erwartet als würde Papst Franziskus einer queeren Volleyballmannschaft beitreten.

    Französischer Easy Listening

    Feinanteil: Als Wahlhelfer in einem sächsischen Dorf.

    Männergenerationen am Land.

    Seit langem mal wieder ein Computerspiel, das mich interessieren könnte: Caravan SandWitch durchgespielt und verblüfft

    Gunhild Rudolph fuhr nach Frankfurt und beabschlusste an der Deutschen Gartenakademie.

    Sei wie Frau Novemberregen: Ich habe ja seit einigen Wochen ein neues Hobby, nämlich lästige Bürgerin sein. Man kennt sowas ja im Rahmen des Shareholder Activism, Leute, die einem den letzten Nerv rauben, ich freue mich auf viel Korrespondenz mit meinem/meinen Wahlkreisabgeordneten

    Claudia im Schnee: Nur eineinhalb Stunden vom Bahnhof Tokyo entfernt liegt das Skigebiet Yuzawa (湯沢). Dort liegt ab Dezember bis in den April hinein Schnee, oft mehrere Meter hoch. Hat sich der Schneeanzug für unseren Sohn doch gelohnt

  • 25-01-19 Grundschöttel! (Hagen)

    25-01-19 Grundschöttel! (Hagen)

    Nena kommt aus Hagen. Nina Hagen hingegen kommt aus Berlin.

    Ich bin körperlich wieder in Berlin, gedanklich aber noch in Hagen.

    Am Bahnhof Hagen fuhr ICE 859 nahezu pünktlich mit angekündigten Wagen in der angekündigten Reihenfolge ein. Vorher genoss ich das Spektakel der An- und Abreisenden in der Hagener Bahnhofshalle.

    Davor gab es Znüni im Café Vicenzo.

    Denn Café Vicenzo löste mein samstagliches Zeitproblem. Das Zimmer musste ich bis spätestens um 10 Uhr verlassen, den Zug durfte ich frühestens um 12:30h besteigen. Reisezeit vom Zimmer zum Zug: Eine gute halbe Stunde.

    Also dachte ich, ich fahre erstmal in die Stadt. Dann steige ich an einem Punkt aus, von dem aus selbst ich zu Fuß den Bahnhof finde. Und dann wird es wohl eine Bäckerei geben, in der ich noch Kaffee und ein zweites Frühstück bekomme und etwas Zeit verbringen kann.

    Ich fuhr bis zum Theaterplatz. Dort gab es keine Bäckerei, aber etwas viel Besseres: Café Vicenzo. Rein äußerlich eine Mischung aus Italianita, Shabby Chic und Hagen-Style. Am Tresen hing ein Poster, dass Vicenzo selbst ein Konzert zum 20jährigen Café-Jubiläum geben wird.

    Auf der Karte die üblichen Kaffeespezialitäten und eine kleine Frühstückskarte mit Brötchen und Rührei. Das Café gut gefüllt, anscheinend fast alles Stammgäste. Ich fiel mit großem Koffer sofort auf – und wurde ausnehmend herzlich behandelt. Nach etwa einer Dreiviertelstunde Aufenthalt hatte ich den Eindruck, selber kurz vorm Einzug in die Stammgastkategorie zu sein.

    Aber leider – so schön wie es alles war – baldige Rückkehr nach Hagen ist für mich nicht zu erwarten.

    Aufgewachsen im Schatten der Müllverbrennungsanlage Krefeld

    Aber bevor ich aus Hagen aufbrach, galt es dort Donnerstag und Freitag zu verbringen.

    Der Rest der Woche begann mit dem Seminar. Ich war ja durch, konnte also unbeschwert zuhören. Es gab drei Themenblöcke:

    (a) Eher abstrakt zum Thema Postoptimalitätsanalyse in der Linearen Programmierung. In diesem Block war ich mit meinem Vortrag gelandet. Grob gesagt geht es dabei um eine Problemstellung, der der ich etwas maximieren (Ertrag) oder minimieren (Abfall, Co2, Kosten) möchte – unter bestimmten Rahmenbedingungen.

    Um ein Beispiel zu bringen: Ich möchte C02 mininierem, muss aber innerhalb eines Tages drei Wölfe, eine Tonne Salat und eine Schafherde über den Fluss bringen. Dafür stehen mir verschiedene Transportmittel zur Verfügung mit jeweils eigener CO2-Erzeugung und Transportkapazitäten. Was ist die optimale Mischung an Transportmitteln?

    Dabei bestimmte ich im ersten Schritt mathematisch eine optimale Lösung. Im zweiten Schritt kann ich aus dem Ergebnis der Berechnung diverses Anderes ablesen – um die Frage nach dem „Anderen“ dreht sich die Analyse nach (post) Bestimmung der optimalen Lösung; also die Postoptimalitätsanalyse.

    (b) Block 2: Effizienmesseung bei Banken. Hier lag die Herausforderung darin, dass es bei Banken gar nicht so einfach ist zu sagen, was relevanter Input und was relevanter Output ist. Einzelne Werte (zB Menge der vergebenen Kredite) wird mal als Input und mal als Output gewertet,

    (c) Block 3: Multikriterielle Entscheidungsprobleme am Beispiel Abfallswirtschaft.

    Wir müssen eine Entscheidung treffen- zum Beispiel über die Anschaffung von Müllwagen, Standorte von Abfallverbrennungsanlagen, Auswahl der Müllbehandlungsmethode. Dafür gibt es verschiedene Ziele und Kriterien (ökonomisch, ökologisch, sozial). Die Ziele widersprechen sich in Teilen und funktionieren in verschiedenen „Einheiten“. Es lässt sich also nicht einfach drei Geld minus vier Sozialeinheiten rechnen. Wie formuliere ich dennoch ein abstraktes mathematisches Modell für solche Themen?

    Die Teilnehmer*innen waren überwiegend Ingenieure und BWLer – beides keine Gruppen, die für ihre unkonventielle Herzlichkeit bekannt sind. Ich glaube, es war die erste Uni-Veranstaltung meines Lebens bei der sich auch die Studierenden untereinander siezten.

    Aber im Laufe der Tage lockerten sie auf.

    Irgendwann zeigte sich auch, dass wir am Lehrstuhl Wirtschaftsmathematik unterwegs waren und nicht etwa bei Marketing oder Controlling. Irgendwann schimmerte unter den weißen und karierten Hemden und den Kostümchen doch deutlich das Nerdtum hervor. Und da wurde es auch menschlich spannend.

    Aber ich hatte mir nach dem Seminar noch etwas Zeit für die Stadt und Sightseeing gegönnt.

    Besuchen sie unser gemütliches Wohnzimmercafé mit dem Flughafenabsperrband

    Links! Welch Idee!

    Nach Verlassen der Bildungsherberge wendete ich mich automatisch immer nach rechts (Nordost), denn dort liegen Uni, Edeka und der Umstieg zum Westfalenbad. Nun empfahl Thomas in den Kommentaren:

    Wenn du die Eppenhauser Straße stadteinwärts gehst (von der Herberge aus Feithstraße nach links und dann an der Aral-Tankstelle rechts)..

    Potzblitz! Ich kann ja einfach mal vom Grundstück kommen und dann nach links laufen! Er hat recht. Und so lief ich links, dann an der Araltankstelle rechts und dann die Eppenhauser Straße hinunter.

    Ein wenig fühlte ich mich wie in New York. Ehrlicherweise lag es vermutlich weniger an Hagen – mehr daran, dass mein letzter Gang alleine eine unbekannte lange Straße entlang Richtung Stadtzentrum 2015 entlang des Broadways verlief.

    Auf dem Weg in die Stadt passierte ich den „Schwedischen Kiosk“ und „Golden Dog Beauty“. Dort schaute mich der Golden Dog, ein Labrador mit großen Augen, hingebungsvoll direkt durch das Schaufenster an, so dass alle bösen Gedanken an überschminkte Kampfhundausführerinnen sofort von mir wichen.

    Ich lief weiter in die Stadt, staunte über die vielen authentisch aussehenden italienischen Eiscafés und das Café de Paris – landete aber im Colazione. Einem Café inmitten eines halbleeren Einkaufszentrums, das versuchte Gemütlichkeit mittels Polstermöbeln herzustellen.

    Es hätte allerdings geholfen, wenn diese Möbel alt. luxuriös und shabby gewesen wären, nicht offensichtich brandneu und preiswert. Auch die Lage inmiten der großen Einkaufszentrumshalle, von dieser getrennt durch Flughafenabsperrbänder, half nicht.

    Ach, Hagen, Du unvollendete. Wie wirst du mir immer sympathischer. Ich nahm einen Kaffee und begann im Wikipedia-Artikel zur Stadt zu schmöckern.

    Der Wikipedia-Eintrag zu Hagen bot manchmal wenig überraschendes:

    Das Risiko, beim Radfahren in Hagen zu verunglücken ist gegenüber dem Bundesdurchschnitt um den Faktor 10 erhöht.[35] Hagen belegt in Fahrradklima-Tests des ADFC[36] regelmäßig den letzten Platz unter allen deutschen Großstädten, so zuletzt 2020.[37]

    Er bot Fakten, die inhaltlich nicht überraschten, aber doch in ihrer Form:

    Die größten Steigungen (mit mindestens 20 %) innerhalb des Hagener Stadtgebiets:

    • Treppenstraße in Altenhagen mit 28 %
    • Böhmerstraße in der Stadtmitte mit 27 %
    • Ewaldstraße in Wehringhausen mit 27 %
    • Rehstraße in Wehringhausen mit 26 %
    • Tunnelstraße in Wehringhausen mit 26 %

    und er bot gänzlich Überraschendes:

    Im Jahr 2017 wurde Hagen in die 27. Auflage des Duden aufgenommen.

    Weitere Wege führten mich zur Buchhandlung am Rathaus. Auch die wäre eine Abschweifung wert, die später kommen wird. Wie so oft in der Stadt das Erlebnis: Meine Güte, sind die alle herzlich hier. Noch ein Laden, bei dem ich nach 20 Minuten das Gefühl hatte, schon halb zur Stammkundschaft zu gehören.

    Hohenlimburg via Donnerkuhle

    Bei meiner Planung der restlichen freien Zeit hatte ich ein Problem. Einerseits dachte ich, ich habe noch so wenig von Hagen gesehen; gerne würde ich in der Stadt bleiben. Andererseits wollte ich natürlich auch das Deutschlandticket ausfahren. Im ÖPNV lernt man viel über eine Gegend.

    Ich studierte den Netzplan mit dem Wasserlosen Tal, dem Felsental, Wetter und Witten und stolperte über einen Eintrag: Grundschöttel.

    Auch eine Gemeinde? Oder einfach ein Ausruf des Kartographen? „Grundschöttel aber auch! Was hier wieder ist!“

    Eine Lösung meines Problems allerdings brachte nicht der Plan, sondern Wikipedia:

    Diese informierte mich, dass Hohenlimburg 1975 nach Hagen eingemeindet wurde. Kurz darauf sah ich einen Bus mit Ziel „Hohenlimburg Bf.“ und dachte Heureka! Mein Problem ist gelöst, wie ich gleichzeitig in Hagen bleiben und doch durch die Gegend fahren kann.

    Ich suchte den nächsten 522er Bus, fuhr vom Rathaus Hagen nach „Hohenlimburg Mitte.“ Wie zu erwarten führte die Strecke über einen Berg und verlief entlang eines Waldes. Der Bus hielt in Heidnocken, Hünenpforte, Totenhofweg und Donnerkuhle. Selbst eine große Farbrikanlage fand sich an der Strecke: „Bilstein – ein Name im Kaltband!“

    Nur als ich in Hohemlimburg ausstieg, entfuhr mir ein „Grundschöttel! Was ist denn hier passiert?“

    Nach einigen Metern Fußweg entdeckte ich, dass mich der Bus an der schlimmsten Ecke von Hohemlimburg-Zentrum vor die Tür gesetzt hatte. Immerhin gab es fünfzehn Meter weiter um die Ecke eine funktionsfähige Trinkhalle.

    Weiter hinein ins Zentrum: Ein kleiner sympathischer Wochenmark und eine „gemeinnützig geführte“ Buchhandlung. Die Fußgängerzone mit ihren geschwenkten Gäßchen, dem leichten auf- und ab und den alten Häusern, hätte Märklin-Modellanlagenpontenzial.

    Aber hier herrschte nicht das pralle Leben, sondern ein Leerstand, der schon nicht mehr erschreckend war. Wenn ich im Zentrum der Fußgängerzone durch eine Schaufensterscheibe sehe, und im Inneren des Ladens liegt Schutt; an der Wand im Innenraum ist ein großer gezeichneter Penis und daneben steht „Gangbang.“ So richtig aufmunternd wirkt das nicht.

    Nach meiner Runde also zum Hohenlimburger Bahnhofsrewe, Vorräte aufstocken, und im Nebel zurück zur Herberge. Das Westfalenbad wartete erneut. Aber dazu später mehr.

    Merken: Desmos

    Gelernt: Desmos ist ein schikes Onlinetool, um Graphen und ähnliches darzustellen.

    Rein äußerlich war ich extrem begeistert vom Gebäude der Tanzschüle Siebenhühner. The sixties are alive and swinging.

  • 25-01-16 Sportler/Doping (Hagen)

    25-01-16 Sportler/Doping (Hagen)

    Um mit einer Lektüreempfehlung zu beginnen. In den Kommentaren zum Salatpost schreibt Thomas, wie es einem Lokführer (Triebfahrzeugführer?) nach einem „Personenschaden“ mit seinem Arbeitgeber ergeht. Hochspannend, und mir gibt es Vertrauen in die Deutsche Bahn.

    In Hagen hängen die Wahlplakate. Geht es nach Wahlplakatdichte wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU mit Direktkandidatin Tijen Ataoğlu und der MLPD ohne erkennbare Direktkandidatur. Abgeschlagen auf Rang 3 das BSW. Andere Parteien sind nicht präsent.

    In der realen Welt hingegen wurde der Wahlkreis Hagen durchgehend seit 1961 von der SPD gewonnen.

    Im Bus auf meiner Stammstrecke DRK (Bildungsherberge) und Fernuni-Polizeipräsidium(Edeka)-Loxbaum (Umstieg zum Westfalenbad) stutzte ich kurz beim Einsteigen, dachte, im Bus sitzt der Wikipedia-Benutzer Sebastian Wallroth.

    Er war es natürlich nicht. Stattdessen sprach mich der Mann beim Aussteigen an „Sie sind der einzige, der nicht auf sein Handy geschaut hat!“.

    Fasziniert bin ich weiterhin vom Fernuni-Campus, der irgendwie ein Unicampus ist, mangels anwesender Student*innen und anwesenden Lehrpersonals aber auch nicht. Gefühlt sehe ich auf den Wegen immer nur Anwohner*innen, die ihre Hunde ausführen – nette Parklandschaft.

    Irgendwie ein Lost Place, aber auch nicht. Denn obwohl es immer verlassen wirkt, ist halt alles in Schuss, gepflegt und funktioniert. Zur Mittagszeit kommen aus dem Nichts zahlreiche Menschen, die Mensa ist prall gefüllt.

    Als Connoisseur des Unerwarteten natürlich mein Platz.

    Aber ich war ja nicht nur gekommen, um die Fernuni zu bestaunen.

    Das Seminar

    Ich kam für das Seminar. Der bestimmte Artikel ist korrekt.

    Denn das Fernstudium zeichnet sich zumindest bei den Wirtschaftsinformatikern und den Wiwis dadurch aus, dass es im gesamten Studium zu genau einer Pflichtzusammenkunft mit dem Lehrpersonal kommt: In dem Seminar.

    Ich kann (je nach Lehrstuhl, Semester, Mondstand) noch an weiteren Formaten wie Mentoriaten, Tutorien, Studientagen oder anderen Formaten teilnehmen, die das Treffen anderer Menschen beinhalten – aber ich muss nicht. Das Seminar ist singulär.

    Der genaue Ablauf ist je nach Lehrstuhl verschieden. Hier beim Lehrstuhl bwlquam (BWL Methoden, insbesondere Wirtschaftsmathematik) existierte eine Themenliste. Man konnte sich Themen priorisieren und diese wurden dann Ende September zugeteilt. Bis Ende November musste die Seminararbeit eingereicht werden (12 Seiten, vorgegebenes Format, ich hab einfach das LaTeX-Template des Lehrstuhls benutzt). Dann gab es eine Rückmeldung.

    Und nun das Treffen in Hagen selbst. Im großen Mehrzweckgebäude, Seminarsaal B mit 20 Student*innen (16 Studenten, 4 Studentinnen). WIe immer in Hagen eine lustige Mischung. Drei im Bachelor, siebzehn im Master, im bisherigen Bildungsweg vom Fachabi bis zum Dr. Ing. alles dabei. Aber auch: bei 17 Masterstudent*innen (plus ich) hatten 18 von 20 auf jeden Fall schon einen Uniabschluss. Das Alter reichte von Anfang 20 bis um-die-Fünfzig mit deutlicher Häufung zwischen 35 und 45.

    Den Tag über gab es Vorträge. Jeweils 20 Minuten Vortrag plus 15 Minuten Diskussion. Ich durfte den allerersten Vortrag halten – was ich als Glück empfand. Dann war ich durch – und ich konnte beim Rest des Seminars einfach zuhören und mitmachen, ohne die ganze Zeit im Hintergrund an mein Thema zu denken.

    Ich denke ich hielt einen der erinnerungswürdigeren Vorträge der Veranstaltung und bin mir ziemlich sicher bestanden zu haben – damit ist ein Ziel erreicht.

    Das andere Ziel: Bachelorarbeit an genau diesem Lehrstuhl. Da beginnt jetzt erst die offizielle Bewerbungsphase – aber ich bin auch hier ziemlich zuversichtlich, dass es gut gehen wird und ich im SoSe2025 meine Bachelorarbeit schreiben werden.

    Meine Güte. Das geht in einem Tempo.

    Nächste Woche gibt es ein reines Onlineseminar das Lehrstuhls. Das hat sich – entgegen der Ausschreibung – zum reinen Bachelorseminar entwickelt, weil die meisten Bacheloratis lieber online teilnehmen wollten.

    Auch wenn es weder vom Alter noch von der akademischen Vorbildung her hinkommt. Da sich zufällig ein Seminar des Lehrstuhls zum Bachelorseminar entwickelte und das andere zum (fast)Masterseminar, fühle ich mich als Bachelor im Masterseminar natürlich so als wäre ich gerade zum Erwachsenentisch befördert worden.

    Das Seminar fand in Raum 121 des Mehrzweckgebäudes statt. Im Gebäude selbst eine Plakette, die erst erklärt, warum es sich hier um einen beispielhaften und vorbildlichen Bau der 1970er handelt, nur um damit zu enden, dass alle nachfolgenden Gebäude der Fernuni komplett anders gebaut wurden.

    Schwimmen

    Abends dann natürlich die perfekte Tätigkeit zum Runterkommen: Abkühlen, Kopf unter Wasser und behutsam bewegen: Auf ins Schwimmbad.

    Wenn ich in Berlin mein Mitarbeiterkärtchen an der Kasse vorzeige, um ins Bad zu kommen, entspinnt sich oft folgender Dialog:

    Ich: „Einmal schwimmen.“

    Kassenkraft: „Schwimmen?“

    Ich: „Schwimmen!“

    Gemeint ist „Du willst wirklich nicht in die Sauna, du kämst doch umsonst rein?“ Antwort: „Nein, wirklich, ich möchte nur schwimmen.“

    Als also im Westfalenbad gefragt wurde „Schwimmen?“ antwortete ich reflexhaft „Schwimmen!“ Erst als ich mit dem Drehkreuz kollidierte, war mir klar, dass die Frage gar nicht Schwimmbad oder Sauna war, sondern Sportbad oder Sole/Spaßbad.

    Auf ins Sportbad, das seinen eigenen Eingang und eigene Kabinen hat. Beim Sport existiert noch die Miniatur-Sammelumkleide, die auf kurzem Weg direkt zum Lehrschwimmbecken führt. Dieses umrundete ich, sah die Taschen von „Triathlon NRW“ und sondierte, dass knapp die Hälfte der Bahnen von Vereinen belegt war. Darunter mehrere junge Fragen mit Team-Deutschland-Badekappen.

    Ich begab mich zu den anderen: Hach. 50 Meter. Hach, ein Riesenbecken, mit Schwimmautobahn, ordentlicher Ausstattung. Immer noch schwer zu glauben, dass es nur ein (der kleinere) Teil des gesamten Schwimmbadkomplexes war.

    Nach meinen Bahnen noch etwas ausspannen im wärmeren Lehrschwimmbecken. Auf dem Weg dorthin Freude über eine Tür, die Beschriftet war mit „Sportler/Doping“. Immerhin ehrlich.

    Irgendwann gegen 20 Uhr begab ich mich umständlich zurück zur Herberge – autogerechte Stadt my ass!

    Käsetoast Volkskanzler

    Gelesen: Walter Moers: Die Insel der Tausend Leuchttürme. Als ehemaliger Nordseeküstenbewohner fand ich vieles erfreulich treffend überzeichnet, phantastisch überdreht und gut beobachtet – wie es so ist an den deutschen Nordseeküstenkurbädern. Irgendwann wird es dann aber viel Welt retten – der Auserwählte – die ausgewählte Gruppe tapferer Exzentriker – Yadda, yadda, braucht kein Mensch. Gern gelesen, aber würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen.

    Viel mehr Salate sollten als Zutat Käsetoast enthalten. Chilli und Ciabatta: Chicorée-Salat mit Käsetoast.

    Sari hat spannende Blogpläne für 2025: Bloggerschnack im Januar: Was möchtest du dieses Jahr erreichen?

    Weniger spannend, mehr beängstigend, die Lage ist Österreich. Kraut und Rüben: Warum wir keinen „Volkskanzler“ brauchen

  • 24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    College Football ist dieses Jahr nicht im deutschen Fernsehen zu sehen. Es gibt nicht einmal legales Streaming. Das trifft meine Herbst-Freizeitgestaltung.

    Madame machte drei Kreuze.

    Im Akazienkies Udon-Nudeln, Sommerrollen und Mangosalat.

    Das Theater Chemnitz besitzt das Talent, ein auf den ersten Blick nur mäßig begeisterndes Programm aufzulegen. Und dann schaue ich genauer hin und es sparkt Joy. Und dann sehen wir eine Vorstellung und sind nach Monaten, ach was Jahren!, begeistert.

    Im Internet fand ich eine Vorstellung, die Joy sparkte.

    Der Qualitätspresse entnehme ich, dass Danni Büchner eine eigene Fernseh.-Reality-Show bekommt. Ich finde das spannend:

    Ihr verstorbener Mann, Partyschlagersänger Jens Büchner war zwar nicht wirklich sympathisch, aber zumindest eine echte Rampensau. Der hatte das Talent, nichts peinlich zu finden, wenn es unterhält. Wie gemacht für das Fernsehen. Danni hingegen hat weder Charisma, noch ist sie sympathisch, noch hat sie irgendeine Art von Bühnen- oder Fernsehpräsenz. Aber sie ist eingeführter Charakter im D-Promi-Universum. Das reicht anscheinend um von Sendung zu Sendung gereicht zu werden.

    Im Generalanzeiger ein Porträt des Brandenburg-FDP-Spitzenkandiaten Zyon Braun. Ich erfahre, dass er zweimal studierte, aber nicht was uns wo. Sein Wikipedia-Artikel ist wegen Irrelevanz gelöscht. Im Internet lerne ich schließlich: irgendwas mit BWL an Privat-FHs. Gibt nicht so viel her zum Angeben,

    Immer noch 30 Grad. Ich schwanke zwischen „Möge es endlich vorbei sein. Es ist September!“ und „Wahrscheinlich ist dies das letzte Sommerwochenende des Jahres. Sauge es auf. Du wirst es vermissen!“

    Donnerstag kombinierten wir beides: to summer und to Abkühlung. Knapp anderthalb Stunden im Insulanerbad (ich) bzw eine halbe Stunde (Madane) und danach waren wir schlapp und gut durchgekühlt. (SK 31/32)

    Sternenhimmel, ich seh den Sternenhimmel, huaah! Fast hätten wir Hubert Kah anstimmen können als wir Freitag auf die Latifundien fuhren. Nicht im Süden natürlich, da hängt die LIchtglocke über Berlin – aber im Norden, Osten und Westen: The greatest show on earth!

    Eine Katze lag im Vulkan.

    Madame moppte die Wand des Bungalows.

    Wo sind all‘ die Admirale hin? Vermutlich auf dem Weg nach Südwestdeutschland.

    Dafür Heupferde, jede Menge Heupferde. Die richtig großen. Madame prognostiziert uns nindestens eines im Schlafzimmer.

    Madame entwicklet starke Symapthien für empirische Sozialforschung. hält sie aber für sehr anstrengend.

    Gliederung abzugeben bis zum 31. Oktober

    Der Lehrstuhl bwlquam schickte mir eine längere Mail zum Seminar nächstes Semester. Ich habe ein Seminarthema: Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors.

    Nicht, dass ich eine Ahnung hätte, worum es dabei geht. Aber es war mein Wunschthema.

    Vielleicht auch, weil ich die anderen Themen genausowenig verstehe.

    Vielleicht war ich bei der Wahl dieses Seminars auch einfach überoptismitisch.

    ABENTEUER.

    In mir strebt alles auf die Bücher, in die Bibliotheksdatenbank und ans Konzeptpapier. Aber noch sollte ich nicht. Noch sollte ich das Thema innerlich wegschieben. Noch wartet eine Klausur; passenderweise beim selben Lehrstuhl bwlquam bei dem das Seminar löuft. Das sollte ich nicht als inkompetent auffallen.

    Alpha ist klar. Aber Phi?

    Also lernen: Metra-Potenzial-Methode, Simplex-Verfahren (einstufig und zweistufig), Branch and Bound, Greedy- und Vogel-Heuristiken, Stochastische Simulation. Das Modul hat Tendenzen in absurde mathematische Bereiche auszureißen – die Klausur wird aber allen Erwartens nach Wiwi-freundlich werden und sich auf angewandte Mathematik beschränken.

    Mechanisch durchrechnen. Textaufgabe in eine Formel umsetzen und dann dem vorgegebenen Programm folgen. Die schwierigste Rechnerei ist sowas wie 0,3 – (2/3 * (-0,5)). Das ist eher banal, aber ich verrechne mich erschreckend oft. Noch zwei Tage.

    Die Klausuren des Lehrstuhl sind formal seit Jahren nahezu identisch und ich habe Vertrauen, dass es so bleiben wird. Inhaltlich hatte ich vieles schon mal im Laufe des Semsters verstanden. Jetzt nachlesen und neu verstehen (zweistufiger Simplex, Branch-and-Bound)

    Nur das mit der Bestimmung der Konfidenzintervalle hakt noch. Immerhin verstand ich inzwischen was ich bisher nicht verstand.

    Et tu, Neil?

    Es war eine Frage der Zeit. Irgendwann wird es einen von mir geschätzten Prominenten mit #metoo erwischen. Es war Neil Gaiman; bekannt als Autor von Sandman oder American Gods. Ich las Anansi Boys und ihn gerne ab und an im Internet. Er wurde wegen sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung angeklagt.

    Hotel Mama fragt, wie ich damit umgehe?

    Ich muss sagen, es traf mich nicht tief. Dafür ist er emotional zu weit weg. Dafür war mir innerlich zu klar, dass irgendwann ein Mann aus meinem persönlicher Bewunderskosmos auffliegen würde. Ein kleiner Stich ins Herz trifft es eher.

    Generell denke ich pragmatisch; ich bin so unwichtig, dass meine Einstellung wirklich null Unterschied auf den Fortgang der Dinge nimmt. Er kennt mich nicht, ich kenne ihn nicht, seine Einstellung mir gegenüber wird „egal“ sein.

    Ich kann ihn innerlich ohne großes Nachdenken von „wirkt symapathisch und schreibt schöne Bücher“ auf „ist Vergewaltiger und schreibt schöner Bücher“ umsortieren. Sollte ich ihm damit wieder erwarten Unrecht tun, wird er davon auch nichts mitbekommen.

    Den Unterschied, den mein Verhalten macht, ist auch nahe Null, aber nicht Null. Ich habe mein einziges Gaiman-Buch vor 15 Jahren gekauft und werde keines mehr ergänzen. Ich habe Gaiman bisher etwa einmal im Jahr irgendwie positiv erwähnt. Das werde ich wohl sein lassen. Sollte ich in eine Situation kommen, in der er positiv erwähnt wird, werde ich widersprechen.

    Noch gerade so ins Insulanerbad

    Poupou telefonierte und winkte mit dem Busfahrer und kam gerade so ins Sommerbad am Insulaner.

    Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Trucker-Edition.

    Die Bahn-Auskennerin empfiehlt den Platz zwischen den Sesseln.

    {F}ür alle die ACE-Hemmer (eine Klasse an Blutdrucksenkern) nehmen und generell Medikamente, bei denen im Beipackzettel „Angioödem“ oder „Schwellungen zB im Gesicht“ angegeben sind: das ist kein Spass, das kann auch nach längerer problemloser Einnahme auf einmal auftreten. Es sieht vielleicht erst nur ein bisschen komisch verquetscht aus, aber bitte gehen Sie damit zum Arzt und zwar ohne lang zu warten und erwähnen Sie die Medikamente.

  • 2024-08-15 Selektionen zu den Blattknoten verschieben

    2024-08-15 Selektionen zu den Blattknoten verschieben

    Von Zauberwald bis Bällchenpool. Höffis Kinderland ist richtig cool.

    Diese Anpreisung von Höffis Kinderland gab mir ein animatronischer Baum mit auf den Weg. Warum sollte ein animatronischer Baum lügen?

    Das Botanische Bistro verkauft auch Eis. Seit neuestem steht über einem Fenster Gelato. Daneben sind die üblichen Sorten angeschrieben. Leider war ich noch nicht zu Verkaufszeiten vor Ort.

    Am Südkreuz bewachten vier Securities und zwei Polizist*innen einen allein stehenden Koffer.

    Die Staatsanwaltschaft meint, den Taucher gefunden zu haben, der Nord Stream 2 sprengte. Aber er ist weg. Nord-Stream-Verdächtiger untergetaucht informiert mich ein Online-Medium. Ich kann mich nicht einigen, ob ihnen die Wortspielalbernheit durchrutschte oder absichtlich in die Überschrift gelangte.

    Mich halten Online-Fortbildung, Klausurlernen und 30 Grad Außentemperatur solide in der Wohnung fest. Madame machte es besser und aquajoggte im Insulanerbad. (SK 20 / 4€)

    Noch lerne ich eigentlich für die Klausuren Sommersemester 2024. Aber das Wintersemester wirft seine Schatten voraus. DAS SEMINAR wird im Januar 2025 stattfinden. Ich durfte schon einmal Themenpräferenzen abgeben. Schwierig, wenn man die Themen alle nicht versteht. Aber ich glaube ich habe etwas gefunden. Aus Überschwang bestellte ich zwei Lehrbücher dazu.

    Außerdem Lebenspremiere: Unbezahlten Sonderurlaub Bildung nach TVÖD §28 beantragen. Mit vier Tagen Seminar und den üblichen Klausuren wird mir die Uni doch zu zeitgierig, um sie komplett über den normalen Urlaub abzufangen.

    Start und Landeplatz

    Die Wikipedia besitzt eine unselige Anziehungskraft für Menschen, meist Ü70, die nahezu in Perfektion Erbsenzählerei mit Starrköpfigkeit verbinden. Gemeinhin setzen sie ihren Willen durch.

    Nur wenige Menschen mögen wochenlang über Durchkopplungsregeln im Deutschen oder die korrekte Genetivsetzung in Ausnahmefällen diskutieren. Meist zuckt mensch resignierend die Schultern und sucht sich ein anderes Thema.

    Als Normalautor*in ist das anstrengend. Für Leser*innen ist es bedauerlich, weil die Damen und Herren gerne aktuellen Sprachgebrauch ersetzen durch etwas, das schon 1970 überkandidelt und schwerfällig wirkte.

    Jetzt allerdings gerieten zwei von Ihnen aneinander. Das Thema vielversprechend: eine Rechtschreibfrage für die es zwei passende – sich widersprechende – Dudenregeln gibt, je nachdem wie man die Sachlage interpretiert. Beide halten die jeweils andere mögliche Interpretation für vollkommen unmöglich und sich jeweils vom Anderen verfolgt.

    Ich lese popcornmampfend und gut unterhalten mit. Ein Vorteil derartiger Streithähne ist, dass sie sich schöne Ausrücke wie „ich werde kujoniert“ an den Kopf werfen.

    Stand aktuell: Beide kündigen unter großem Drama an, die Wikipedia zu verlassen, weil der jeweils andere immer Recht bekommt und die Community gegen sie ist.

    Dritte Normalform

    Langsam rücken Urlausbgefühle in die Vergangenheit. Die ausgedruckten Sicherheitskopien von Fahrkarten und Hotelbuchungen verwandeln sich in Schmierpapier für’s Lernen.

    Ich fand heraus: die Datenbank/Sicherheit-im-Internet-Klausur wird in Präsenz stattfinden. Das bedeutet nächste Woche für mich: Nett zum Ku’damm radeln, den altbekannten Wartenraum aufsuchen, und im Klausurraum zum Platz mit dem Bärenblick streben.

    Dann zwei Stunden im Tunnel.

    Inzwischen würde ich sagen: Was den Datenbankteil angeht, habe ich alles durchdrungen. Noch bin ich nicht in der Lage, es klausuradäquat wiederzugeben. Aber noch habe ich auch 6 1/2 Tage.

    Die beiden Altklausuren, die der Lehrstuhl zur Verfügung stellt, legen folgendes Muster nah: vielleicht ein kurzer Multiple-Choice-Abschnitt, vielleicht Eins, Zwei Fragen, die ein kurzes Essay erforderlich machen.

    Es wird darum gehen, einmal ein ERMs zu erstellen. Einmal wird die Aufgabe sein, eine etwas komplexere Abfrage in SQL oder Relationalenalgebra zu formulieren. Und bestimmt geht es um funktionale Abhängigkeiten und das Umwandeln in die dritte Normalform. Plus Überraschungen.

    Sissy lacht

    poupou schreibt wie sie Mückenstiche meidet und Entzündungen stoppt.

    Schon fünf Jahre alt, aber erst jetzt gesehen. Die Sissy ist toll und sie lacht mindestens so viel wie im Interview wiedergegeben: Berliner Prinzenbad-Chefin im Gespräch: „Was Berlin ausmacht, ist hier“

    Als in München noch die Pünktlichkeit der Bahnhofsverordnung maßgeblich war. Ein schöner Film. (via Tröt)

    Die Stadtstreunerin war auch mit dem Zug in Vilnius und Warschau, kam aber aus Wien.

    Michael Blume zur Empörungssucht nach dem X-odus – Trolle scheitern an den Mastodon-Instanzen

  • 24-07-04 Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors

    24-07-04 Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors

    Martin Luther steht auf dem Balkon.

    Neben der Papiertonne liegt ein gebrauchter Corona-Test.

    Dem Hoftor wurde ein Schloss anmontiert.

    Im Hinterhaus läuft kein Kabelfernsehen mehr. Und kein Internet. Das lief darüber. Im Vorderhaus läuft das Internet weiter.

    Zwei ältere Herren machen gemeinsame Nachtschicht. Ich stelle mir das romantisch vor, mit Lagerfeuer und Bringdienstpizza im Serverraum. Vielleicht wird es aber auch ganz anders.

    Ich bohrte ein Buchenbrett.

    Der Reisebank-Geldautomat im Südkreuz möchte jetzt auch Gebühren, wenn ich mit der Kreditkarte Geld abhebe.

    Die Lietuvos geležinkeliai, die litauische Staatsbahn, schickt mir Werbemails auf litauisch. Soweit ich verstehe soll ich in der 3. Klasse für 13,60€ von Vilnius nach Klaipeda fahren.

    Die Prinzessin saß auf der Buschbohne.

    Es gibt im Biomarkt wieder Buschbohnen aus Europa. Edeka Duolingo hat derweil serbische Pfifferlinge im Angebot.

    Zwei Füchse: Einen Fuchs – dünn und etwas struppig – traf ich auf der Carl-Zuckmayer-Brücke. Ich war unterwegs von Süd (Innsbrucker Platz) nach Nord (Rathaus Schöneberg), er unterwegs vom Ostzipfel des Volksparks in den Westzipfel. Ich nickte kurz, er blieb kurz stehen und unsere Wege trennten sich.

    Der zweite Fuchs in der heimischen Tiefgarage des Lockenkopfs. Aber, nein, die Geschichte erzähle ich nicht, die ist alptrauminduzierend.

    Vor Ort in Hagen

    Zwei Seminare: Wie aufregend. Nach den ganzen Einsendeaufgaben – Klausur – Modulen kommt nach Plan ein Seminar. Mit vor Ort und Seminararbeit. Es kommt hoffentlich; anscheinend sind die Plätze immer sehr begehrt. Die Vergabe wird mit Hilfe einer Formel gesteuert.

    Ratschlag: „Wenn sie sicher in irgendein Seminar wollen, schreiben sie viele Seminare in die Anmeldung. Dann bekommen sie ziemlich sicher ein Seminar, aber vielleicht nicht dasjenige, welches sie gerne hätten. Wenn sie ein bestimmtes Seminar wollen, wählen sie wenige Auswahlmöglichkeiten. Dann steigen die Chancen auf das Wunschseminar. Aber es gibt auch die Möglichkeit dass sie kein Seminar bekommen und ein Semester warten müssen.“

    Ich bin noch sehr früh im Gesamt-Zeitplan des Studiums und beschränkte mich auf zwei Seminarwahlen: Angewandte Optimierung beim Lehrstuhl bwlquam und Modellierung und Entwicklung betrieblicher Informationsysteme am Lehrstuhl evis. Für bwlquam sollte ich auch schon einen Themenwunsch aus der vorgegebenen Liste angeben. Ich würfelte auf Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors.

    In der Hoffnung, dass ich bis zu Seminarbeginn verstehe, worum es dabei geht,

    Hohenfriedbergstraße

    Ich bastle weiter daran, mir eine nette 5-Kilometer-Radstrecke durch die Berliner Rushhour zur Arbeit zu finden. Dabei gelten folgende Randbedingungen:

    Abfahrt zu Hause, Ankunft in der Verwaltung (logisch).

    Die Gegend ist von einem Autobahnkreuz, S-Bahn und ICE-Strecken durchsetzt die sich nur an manchen Stellen queren lassen. Richtung Osten kommt der Kreuzberg (Hügel), der für Berlin ungewöhnlich markante Steigungen ins Stadtbild platziert.

    Keine Albernheiten (also weder die Verwaltung passieren ohne anzuhalten, identische Wege erst hin und dann zurückfahren). Keine blöden Linksabbiegungen, keine Radsperren, keine Abwärtsstrecken, die gerade auf einer Hauptstraße enden. Möglichst wenig dichter Verkehr.

    Ein paar Abschnitte der bisherigen Route mag ich (Carl-Zuckmayer-Brücke; Seltsame Querung des JFK-Platzes, die letzten 200 Meter leicht bergab rollern bis zur Tiefgarageneinfahrt). Die sollen Teil der Strecke bleiben.

    Aktuell bin ich bei 4,3 Kilometern Strecke angekommen, mit Schlenker über Langenscheidtbrücke, Monumentenstraße und Hohenfriedbergstraße.

    Wenn die Strecke steht, kommt der Rückweg dran. Wegen der Linksabbiegebedingung wird der auf jeden Fall ein Anderer werden.

    Blick die Hohenfriedbergstraße hinunter. Berliner Wohnstraße, fünfstöcker, vollgeparkt, einige Radler und Fußgänger auf der Straße. Im Vordergrund: 3 Poller, die die Durchfahrt für Autos sperren, für Fußgänger und Räder offen halten.
    Hohenfriedbergstraße

    Monumentenstraße

    Kaum entdecke ich die Monumentenstraße für meinen Arbeitsradweg, schon entdecke ich eine Demonstration am Wochenende: Monumenten-Fahrradstraße jetzt!

    Das Klavierkonzert von Marc-André Hamelin, das wir im Konzerthaus sahen, ist jetzt auch online zu hören bei Deutschlandfunk Kultur: Marc – André Hamelin beim Berliner Klavierfestival

    Nach der Wahl ist vor der Wahl in Frankreich. Zwischen den Wahlen.

    Geld für Wesselburen und Kotzenbüll.

    Zum Feierabend Erschöpfung mit Käse.