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  • 24-08-22 UEFI Wiki

    24-08-22 UEFI Wiki

    Langsam reicht es mit den 30-Grad-Tagen.

    Die Schlange vor Mir Döner wuchs innerhalb einer Woche von 3 Metern auf gut 10 Meter. Da muss ein*e Social-Media-Influenzier hinterstecken. Aber wer? Wie? Leider kann ich kann nicht mehr in Social-Media recherchieren. Ich habe nur noch einen einzigen Account. In meinem Trans-Furryboy-Bahnfan-Mastodon ist Mir Döner kein Trend.

    Das Fahrradkettenöl verschwand.

    Ich lernte: ein Bekannter betreibt Excel als E-Sport. Dass es Excel-Weltmeisterschaften gibt, wusste ich sogar. Aber dass ich sogar einen Teilnehmer persönlich kenne. Ich bin beeindruckt.

    Madame absolviert eine Fortbildung. Danach ging sie mehrfach aquajoggen. Heute nach der Klausur trafen wir uns. Ich hatte zum Stressabbau einen kompletten Freibadnachmittag eingeplant.

    Es gibt wenig, was besser ist als 22-Grad-Wasser im Wechsel mit Sonnendösenlesen auf der Wiese. Außer vielleicht 21-Grad-Wasser. (SK 23,24,25 / 3,20€ pro Besuch)

    Ich hatte mir Mittwoch Klausurlaub genommen. Um aber nicht komplett mental zu blockieren schwang ich mich auf’s Fahrrad und fuhr die große schöne Runde Home – Volkspark – Pudelsalon – Rote Insel/Nord – Viktoriapark – Interkulturelles Zentrum – Arbeit – Hans-Baluschek-Park – Insulaner – Home; einfach ohne zwischendurch bei der Arbeit anzuhalten.

    Während ich abends nachdachte wie es nun in den weiteren Semestern weitergeht, kam plötzlich in meinen Kopf der Gedanke „Doktorarbeit Zahlensender!“. Die Dissertation ist noch ein paar Jahre entfernt. Aber das Thema vereint sehr schön etwas Politik, etwas Kryptographie, etwas Abenteuergeschichte und etwas obskure Internetfolklore. Geschaffen für mich.

    Gdv lvw md jdqc ohlfkw!

    Die Informatik-Klausur des Semesters ist überstanden. Zwei Stunden Datenbanken-und-Sicherheit-im-Internet sind vorbei.

    Normalerweise ist mein Plan, am Klausurtag selber in keine Unterlagen mehr zu schauen. Im Zweifel mache ich mich nur kirre und für jedes Faktum, das ich nachsehe, vergesse ich zwei andere.

    Das klappt dreiviertelgut.

    Manchmal sitze ich eine halbe Stunde vor Klausurbeginn vor dem Kranzlereck und fragt mich: „Wofür stand UEFI?“ – das FI war Firmware Interface, aber das E (Expansive? Expandible?) und das U? (Universal?). Dann tippe ich halt doch UEFI Wiki in Duckduchgo ein.

    Kam natürlich nicht dran. Genausowenig wie das was ich im Ubuntu-Wiki-Artikel iptables noch direkt vor der Klausur quergelesen hatte.

    Die Klausur war erfreulich nett. Auf alle vorkommenden Fragen war ich vorbereitet. Ein Kommilitone schrieb gar von „einem Geschenk.“ Während Sicherheit im Internet quer durch den Garten fragte, hatten die Datenbanken die erwarteten vier Abschnitte:

    • Zeichne ein Entity-Relationship-Model
    • Hier sind suboptimale Abfragen in Relationenalgebra, formuliere sie in bessere Abfragen um
    • Hier sind diverse Datentabellen, formuliere SQL-Abfragen, um folgende Auswertungen zu erhalten..
    • Hier sind Relationen. Bestimme Funktionale Abhängigkeiten und bringe sie in zweite und dritte Normalform.

    Sicherheit im Internet, hingegen hatte die schöne Micky-Maus-Klub-Aufgabe: Hier ist der Satz: Gdv lvw md jdqc ohlfkw! Er wurde mit einer klassischen Cesar-Verschlüsselung dekodiert. Wie lautet er?

    Der klassische Cesar ist eine Verschiebung um drei Buchstaben im Alphabet nach vorne. Zum Entschlüsseln also drei Buchstaben zurück G = D ; d = a ; v = s. Der Code beginnt mit „Das..„. Gab leider nur 1 von insgesamt 100 Punkten.

    Mit dieser Arbeit ist auch die einzige Präsenzklausur des Semesters vorbei. Die beiden anderen Klausuren werden am heimischen Schreibtisch stattfinden.

    Ich verstehe jede*n, die nicht für eine Klausur aus Stralsund nach Berlin anreisen möchte. Aber ich finde es schade. Es gibt keine bessere Vorbereitung als mit dem Rad gen Innenstadt cruisen, sich den Wind um den Kopf wehen lassen und dann noch ein bißchen Ku’damm-Großstadtluft zu schnuppern.

    Langsam kenne ich mich auch aus, habe bereits einen Stammplatz mit Blick auf die kitschigschöne Bärenquadriga und freue mich, immer dieselbe Klausuraufsicht zu treffen.

    Bei der fünften oder sechsten Klausur in diesen Räumen fiel mir auf: Wenn ich vom Raum aus die Bärenquadriga sehen kann, muss ich ja auch von der Bärenquadriga aus den Raum sehen können.

    Tatsächlich. Eiderdaus!

    Während ich mich vom Lernen ablenkte, fand ich noch ein paar Statistiken aus Hagen. In Wirtschaftsinformatik zum Beispiel dürften pro Jahr etwa 400-450 Personen anfangen zu studieren, 70-75 davon (also gut 15%) machen einen Abschluss. In Mathematik hingegen fangen 200 Personen pro Jahr an und 10 machen einen Abschluss.

  • 24-03-07 Töölö Maustetytöt

    24-03-07 Töölö Maustetytöt

    Madame schrieb 1B. Rechtzeitig meldete sich die Dachbodenbaustelle mit Presslufthammer zurück.

    Ich male klausurvorbereitende Rechtecke und Rhomben.

    Merke: Nicht „die Jana“ verwechseln mit „Diana“; auch nicht am Telefon.

    Neben Verwaltung und Klausurvorbereitung bleibt wenig Energie. Immerhin reicht es zu einem zimtkringelschen Gnocchi-Huhn.

    Das Internet empfiehlt mir Resident Alien. Aber ich fürchte bis zum 21. März ist meine Freizeit-Konzentration nicht ausreichend für irgendeine Art der Fiktion.

    Währenddessen warnt Katwarn vorm Eintreten von Trümmern in die Erdathmosphäre.

    Die „Vulkangruppe“ verhinderte, dass ich Gemüse kaufen konnte. Neben dem Tesla-Werk liegt das Edeka-Zentrallager und seine jetzt stromlose Kühlung.

    Wer sich übrigens fragt, wie man mit einem großen Lagerfeuer eine komplette Autofabrik lahmlegen kann: Ausgerechnet die BZ schreibt eine ausführliche Antwort: Man muss an der Stelle feuern, wo die Starkstromleitungen von der Oberleitung in die Erde gelangen.

    Nicht einmal Manja Schreiner konnte verhindern, dass die Hauptstraße fahrrad- und busfreundlicher umgebaut wird. Als mittelbare Anwohner der kommenden Bauarbeiten klebte eine Nachricht an unserer Haustür – und das war ein Wochenhighlight.

    Go Shnelli

    Wir sind Mitglieder des Star-Clubs geworden. Dabei lernte ich: Die Finnlady wurde in Italien gebaut und ihre Reederei ist letztendlich italienisch. Sie hat 11 öffentliche Decks. Auf dem obersten Deck ist das Restaurant. Wlan kostet extra.

    Madame setzte erste Ideen zur Urlaubsplanung um. Sie lautet derzeit 2 Ostsee, 1 Helsinki (Töölö Towers), 2 Talinn (Go Shnelli), 2 Riga, 2 Vilnius, 1 Warschau (Polonia Palace).

    Bei der Planung halfen Seat61 (zum Beispiel Riga-Tallin und Vilnius-Riga) sowie Turku-Warschauvilnius-mit-dem-Zug

    Bis zum Sommer werde ich auch noch beherrschen, wie sich Tallinn schreibt.

    Vorher buchte ich für den März noch einen Flixtrain von Berlin nach Hamburg-Bergedorf.

    Alte Weihnachtsbäume vor dem Bahnhof Südkreuz

    Ihr liewe Leit

    Die Kaltmamsell inspirierte mich, Konzerttickets zu kaufen. Beziehungsweise: Gibt ein musizierender Kabarettist Konzerte? Sind es Darbietungen? Aufführungen? Ich kenne mich in der Gattung so nicht aus.

    Nachdem ich in Ticketkauflaune war, machte ich weiter. Da ich seit 2001 keine Ahnung mehr von aktuellen Bands habe, suche ich lateral. Ich habe einige bevorzugte Konzertorte, schaue in deren Programm und entdecke Acts, die demnächst auftreten.

    Segen des Internets. Sogar Videos von Liveauftritten sind normalerweise verfügbar. Die Suche liefert spannende Entdeckungen.

    Das 80er-Revival ist so achtziger wie die echten achtziger nie waren: Selofan.

    Play that Funky music. Zu den drei möchte ich ganz dringend hin, leider an einem komplett unpassenden Termin: Say She She. Mit den Vibes, die ich bei einem Livekonzert erleben möchte. Ich will da wirklich hin. Aber, ach.

    Und die Finnen wieder. Einst vor langer Zeit fragte ich eine finnische Band beim Interview, warum so viele schräge Bands aus Finnland kommen. Ihre Antwort: All brown. Everything is brown. Brown sand everywhere. No color. (Ich habe keine Ahnug von Finnland. Aber es klingt plausibel)

    Melodiöser Mitsingpop mit Texten zum aus dem Fenster springen. Ein Journalist schrieb vom „glamor of downright misery“: Mausetot Maustetytöt. (Auch schlechter Termin)