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  • 24-07-04 Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors

    24-07-04 Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors

    Martin Luther steht auf dem Balkon.

    Neben der Papiertonne liegt ein gebrauchter Corona-Test.

    Dem Hoftor wurde ein Schloss anmontiert.

    Im Hinterhaus läuft kein Kabelfernsehen mehr. Und kein Internet. Das lief darüber. Im Vorderhaus läuft das Internet weiter.

    Zwei ältere Herren machen gemeinsame Nachtschicht. Ich stelle mir das romantisch vor, mit Lagerfeuer und Bringdienstpizza im Serverraum. Vielleicht wird es aber auch ganz anders.

    Ich bohrte ein Buchenbrett.

    Der Reisebank-Geldautomat im Südkreuz möchte jetzt auch Gebühren, wenn ich mit der Kreditkarte Geld abhebe.

    Die Lietuvos geležinkeliai, die litauische Staatsbahn, schickt mir Werbemails auf litauisch. Soweit ich verstehe soll ich in der 3. Klasse für 13,60€ von Vilnius nach Klaipeda fahren.

    Die Prinzessin saß auf der Buschbohne.

    Es gibt im Biomarkt wieder Buschbohnen aus Europa. Edeka Duolingo hat derweil serbische Pfifferlinge im Angebot.

    Zwei Füchse: Einen Fuchs – dünn und etwas struppig – traf ich auf der Carl-Zuckmayer-Brücke. Ich war unterwegs von Süd (Innsbrucker Platz) nach Nord (Rathaus Schöneberg), er unterwegs vom Ostzipfel des Volksparks in den Westzipfel. Ich nickte kurz, er blieb kurz stehen und unsere Wege trennten sich.

    Der zweite Fuchs in der heimischen Tiefgarage des Lockenkopfs. Aber, nein, die Geschichte erzähle ich nicht, die ist alptrauminduzierend.

    Vor Ort in Hagen

    Zwei Seminare: Wie aufregend. Nach den ganzen Einsendeaufgaben – Klausur – Modulen kommt nach Plan ein Seminar. Mit vor Ort und Seminararbeit. Es kommt hoffentlich; anscheinend sind die Plätze immer sehr begehrt. Die Vergabe wird mit Hilfe einer Formel gesteuert.

    Ratschlag: „Wenn sie sicher in irgendein Seminar wollen, schreiben sie viele Seminare in die Anmeldung. Dann bekommen sie ziemlich sicher ein Seminar, aber vielleicht nicht dasjenige, welches sie gerne hätten. Wenn sie ein bestimmtes Seminar wollen, wählen sie wenige Auswahlmöglichkeiten. Dann steigen die Chancen auf das Wunschseminar. Aber es gibt auch die Möglichkeit dass sie kein Seminar bekommen und ein Semester warten müssen.“

    Ich bin noch sehr früh im Gesamt-Zeitplan des Studiums und beschränkte mich auf zwei Seminarwahlen: Angewandte Optimierung beim Lehrstuhl bwlquam und Modellierung und Entwicklung betrieblicher Informationsysteme am Lehrstuhl evis. Für bwlquam sollte ich auch schon einen Themenwunsch aus der vorgegebenen Liste angeben. Ich würfelte auf Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors.

    In der Hoffnung, dass ich bis zu Seminarbeginn verstehe, worum es dabei geht,

    Hohenfriedbergstraße

    Ich bastle weiter daran, mir eine nette 5-Kilometer-Radstrecke durch die Berliner Rushhour zur Arbeit zu finden. Dabei gelten folgende Randbedingungen:

    Abfahrt zu Hause, Ankunft in der Verwaltung (logisch).

    Die Gegend ist von einem Autobahnkreuz, S-Bahn und ICE-Strecken durchsetzt die sich nur an manchen Stellen queren lassen. Richtung Osten kommt der Kreuzberg (Hügel), der für Berlin ungewöhnlich markante Steigungen ins Stadtbild platziert.

    Keine Albernheiten (also weder die Verwaltung passieren ohne anzuhalten, identische Wege erst hin und dann zurückfahren). Keine blöden Linksabbiegungen, keine Radsperren, keine Abwärtsstrecken, die gerade auf einer Hauptstraße enden. Möglichst wenig dichter Verkehr.

    Ein paar Abschnitte der bisherigen Route mag ich (Carl-Zuckmayer-Brücke; Seltsame Querung des JFK-Platzes, die letzten 200 Meter leicht bergab rollern bis zur Tiefgarageneinfahrt). Die sollen Teil der Strecke bleiben.

    Aktuell bin ich bei 4,3 Kilometern Strecke angekommen, mit Schlenker über Langenscheidtbrücke, Monumentenstraße und Hohenfriedbergstraße.

    Wenn die Strecke steht, kommt der Rückweg dran. Wegen der Linksabbiegebedingung wird der auf jeden Fall ein Anderer werden.

    Blick die Hohenfriedbergstraße hinunter. Berliner Wohnstraße, fünfstöcker, vollgeparkt, einige Radler und Fußgänger auf der Straße. Im Vordergrund: 3 Poller, die die Durchfahrt für Autos sperren, für Fußgänger und Räder offen halten.
    Hohenfriedbergstraße

    Monumentenstraße

    Kaum entdecke ich die Monumentenstraße für meinen Arbeitsradweg, schon entdecke ich eine Demonstration am Wochenende: Monumenten-Fahrradstraße jetzt!

    Das Klavierkonzert von Marc-André Hamelin, das wir im Konzerthaus sahen, ist jetzt auch online zu hören bei Deutschlandfunk Kultur: Marc – André Hamelin beim Berliner Klavierfestival

    Nach der Wahl ist vor der Wahl in Frankreich. Zwischen den Wahlen.

    Geld für Wesselburen und Kotzenbüll.

    Zum Feierabend Erschöpfung mit Käse.

  • 23-11-09 Zahl_der_Saiten: decimal

    23-11-09 Zahl_der_Saiten: decimal

    Neben Backpapier, Schwarztee und Notfall-Fischstäbchen unterschritten auch Haferkleie und Küchenwaagen-Batterien CR2032 die kritische Lagermenge s. Es wird Zeit für einen Vorratseinkauf.

    Madame spazierte durch das bayerische Viertel und nahm währenddessen per Audio an einer live-Zoom-Veranstaltung zu Bourdieu, Eribon und Ernaux teil. Diese moderne Technik bietet Eindrucksvolles.

    Madame crockt Baked Beans.

    Meldungen von der Berlin-Wohnungssuche einer Neu-aus-München-Zugezogenen „München ist auch irr. Aber zumindest kann man in München mit Geld noch etwas werden. In Berlin hilft aktuell nicht mal Geld.“ Sie lebt jetzt für 900 Euro/Monat in einem 20-qm-Zimmer. Vielleicht sollten wir unsere mittelfristige Lebensplanung doch Richtung Chemnitz orientieren.

    Ein Techem-Handwerker versuchte Wasserzähler zu wechseln. Geht nicht, weil die angrenzenden Leitungen zu alt sind. „Muss ich an die Hausverwaltung melden. Aber so wie die Leitungen aussehen glaub‘ ich nüch, dass was passieren wird.“

    Wohnung 2R wurde über viele Monate renoviert. Leider funktioniert die defekte Wohnungsklingel weiterhin nicht.

    DHL verspricht seit 5 Tagen ein Handy aus der Spezialfiliale an eine Packstation umzuziehen. Bisher anscheinend ohne Erfolg.

    Madames Freunde, die Schopfintlinge, sind nicht nur Pilz des Jahres 2004 sondern auch fleischfressende Pilze. Erst lähmen sie vorbeikommende Nematoden mit einem Pilzgift und dann verdauen sie das Geschöpf in wenigen Tagen.

    Gaitanides 2007; Silver 2011

    Das Modul Modellierung betrieblicher Informationssysteme brachte meine Versöhnung mit der Wirtschaftsinformatik. Mein Leben schwankt ja zwischen den Gemeinschaftskunde- und Mathe-Leistungskursen, die ich einst belegte. An der Fernuni Wirtschaftsinformatik zu studieren, erschien mir da als gute Synthese beider Themen. Bisher war es so: Reine BWL-Module: Spannend. Reine Mathe/Informatik-Module: Sehr spannend. Wirtschaftsinformatik-Module: Okay.

    Welch Irrtum. Die Modellierung betrieblicher Informationssysteme holte mich nun voll ab. Sei es, weil sie spielend (zumindest in der Strecker-Version) den Spagat zwischen IT-Umsetzung und sozialem Kontext herstellt, sei es weil sie bei mir gerade krassen Berufs-Praxis-Bezug hat und ich unmittelbar Vorteile und Einsatzgebiete direkt vor meiner Nase sehe.

    Deshalb weichte ich auch mal wieder meine Job/Uni-Trennungsregel auf, blieb in der Mittagspause in der Verwaltung und schaute Bildungsfernsehen, aka die mit Liebe und Aufwand gefilmte Vorlesung in Begleitung zu den Skripten.

    Das ist der Heimarbeitsplatz, nicht die Verwaltung.

    So sehr holte es mich ab, dass ich beim Lehrstuhl informationshalber nach Semianren und Abschlussarbeiten schaute. Und ich staunte: Hüpft das Modul aktuell durch Geisteswissenschaft und Prozessmodelle und IT, so sind die Abschlussarbeiten-Themenvorschläge fast alles echte Bastelarabeiten mit Code.

    Aber wo ich schon auf der Website des Lehrstuhls war, fand ich nicht nur eine allgemeine Seite mit Hinweisen und Tipps (u.a. zu Citavi, LaTeX und Luhmanns Zettelkasten) sondern auch noch die „Sehens- und Hörenswertes“, das von Prozessmodellierungs-Spezialangebote bis hin Douglas Adams oder Vorträgen von „Do we see reality as it is?“ reicht.

    Egal. Am Mittwoch reichte ich die Einsendeaufgaben für dieses Semester ein. Es ging unter anderem um ein Datenmodell für einen fiktivem Musikinstrumenten-Webshop. Und da ich ja noch einiges anderes zu studieren habe, werden jetzt leider auch die betrieblichen Informationssysteme in der Hinterkopf-Tiefkühlung landen. Ganz ohne dass ich noch Gaitanides 2007 und Silver 2011 lese. Selbst den Youtube-Kanal des Lehrstuhls werde ich mir vorerst verkneifen. Denn wann?

    You’re so skibidi

    Letztens stellte ich die These auf, dass der Rechtspopulismus/Neofaschismus-Drang der Gesellschaft von Leuten kommt, die sich „als normal“ empfinden und plötzlich feststellen, dass sie nur eine Minderheit sind. Passend dazu die Forderung der CSU, der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle „Journalismus für normale Zuschauer“ machen.

    Zu den Seltsamkeiten westlicher Gesellschaften zählt es, dass Medien und mediennahe Diskussionen den festen Drang haben, Menschen in „Generationen“ einzuteilen und diesen Generationen feste Merkmale zuzuweisen. Während Satzanfänge wie „Frauen sind..“ oder „Italiener haben alle..“ zu Recht aus der Mode kamen, erfreuen sich „Generation Z ist..“ oder „Boomer haben alle..“ ungebrochener Beliebtheit. Gestern sichtete ich erstmals in freier Medien-Wildbahn in der NY Times die Generation Alpha, die Generation nach Generation Z: Gen Alpha Is Here. Can You Understand Their Slang?

    Derselben Online-Zeitung entnahm ich, dass Barry Manilow ein Broadway Musical über die Comedian Harmonists produziert. Rein musikalisch bin ich nicht überzeugt.

    Karen war im historischen Festsaal der Freiwilligen Feuerwehr. Der sieht sehr viel festsääliger aus als ich erwarten würde.

    Vom immer-unterwegs-Leben der Zugbegleiterin.

    Die Welt benötigt urbane Novembergedichte.

    Palmkohl rockt.