Schlagwort: Feedly

  • 23-10-22 Abmähen (Marienkäfer im Ohr)

    23-10-22 Abmähen (Marienkäfer im Ohr)

    Das IT-Team der Berliner Bäder Betriebe AöR sucht ein*e neue*n Mitarbeiter*in. Ich kann diesen Job nur empfehlen. Außerdem dürft/müsst ihr dann mit mir zusammenarbeiten.

    Madame recherchierte Finnlandfähren im Internet. Ich weiß nicht, ob es etwas taugt. Aber das Helsinki-Stockholm-Rostock-Kombiticket der estnischen Fährgesellschaft klingt spannend.

    Ich benötige einen anderen RSS-Reader. Bei Feedly kratze ich immer wieder an den Grenzen der kostenlosen Version. Das Produkt ist mir mittlerweile aber so unsympathisch, dass ich mich weigere, dafür Geld zu bezahlen.

    Laut einem Online-Klamottenhändler sind „die kernigsten Modetrends auf dem Weg zu dir.“ Na dann.

    Auf Herbst gebürstet

    Während die Kranichschwärme über uns zogen, Hummeln und Wespen die Sonnentage nutzten, bürsteten wir den Garten jetzt doch auf Herbst.

    Madame entkrautete 1R.

    Die Wiese wurde komplettemang abgemäht und ein vollkommen neuer Garten offenbarte sich. So wunderlich, alle Beete gleichzeitig sehen zu können.

    Beim Wiesenmähen offenbarte sich ein Stapel noch-zu-verbrennender-Rosenschnitt, dem ebenjenes wiederfuhr.

    Madame erntete Quitten bei Nachbars. Dann ging sie zur Brombeere, um Hagebutten zu sammeln.

    Der Grill-Pizzastein erlebte seine Einweihung mit Flammkuchen (Samstag) und Pizza (Sonntag).

    Da ich der Wettervorhersage nicht traue, stellten wir das Wasser ab.

    Auf der Terrasse sitzend, hatte ich ein Wasser-im-Ohr-Gefühl. Das war überraschend, denn es war sonnig, trocken und einen Wasserangriff auf mein Ohr hätte ich vermutlich mitbekommen. Im Ohr entdeckte ich erstmal nichts. Nachdem das Gefühl nicht wegging und etwas später, tauchte dann ein Marienkäfer auf. Glück gehabt.

    Überhaupt saßen Dutzende Marienkäfer auf allen sonnenbeschienenen Flächen.

    Diese wurden nur von den Gänsen und Kranichen übertroffen. Mitte Oktober ist die beste Kranichzeit in den märkischen Hamptons. Stundenlang jeweils morgend und abends von Nord nach Süd, von Ost nach West und im Kreis eine Thermik ausnutzend. Neuer Anblick: ein Gänsekeil in Vollbremsung:

    Der Gänsekeil kommt von Westen. Rechts fliegen, anscheinend auf einer Höhe, zwei Kraniche heran. Die drei Spitzen-Gänse bemerken das, bremsen ab. Die weiter hinter versetzten fliegenden Gänse fliegen ungebremst weiter. Bis sie auch abbremsen. Und so weiter. Es sah aus wie ein Keil, der auf ein Hindernis trifft und geknautscht wird.

    Größer Kranichschwarm vor Himmel.

    Die Standardformel

    Fast beendet: Der Fernuni-Teil „Produktion und Logistik“ im Model „Internes Rechnungswesen und funktionale Steuerung.“ Morgen werde ich noch die Einsendeaufgaben absolvieren, dann kommt in dem Modul nur noch „Marketing“ dran. Danach wird das Modul bis Mitte Februar unbeachtet in der Ecke liegen.

    Fast bedauere ich mein 4-Modul-Semester. Ich halte es immer noch für schaffbar. Aber es bedeutet, dass ich die wahrscheinlich einfacheren Module – wie dieses – erstmal nur oberflächlich und kursorisch abhandeln kann. Und, Überraschung dieses Studiums, eigentlich finde ich die BWL-Sachen echt spannend, würde gerne tiefer einsteigen, mir Literatur besorgen und all‘ sowas. Aber dieses Semester wird das nichts mehr.

    Und in diesem Studiengang auch nicht. Im Bachelor Wirtschaftsinformatik ist ebenjenes mein letztes BWL-Modul.

    Bleibt mir nur DER MASTERPLAN – in dem könnte ich bis zu acht BWL-Master-Module wählen. Aber erstmal muss ich morgen beantworten was die optimale Logistik zur Herstellung der Wimblendon-Tennisbälle wäre, aus finanzieller oder aus ökologischer oder aus sozialer Hinsicht.

    658 Englischvokabeln

    Signorino feiterte Tante Guri.

    Herr Rau zählte Englischvokablen.

    Herr Buddenbohm lauschte der Disco-Version von Hava Nagila.

    Karen inspirierte nicht nur zu Finnlandfährerecherchen (siehe oben) sondern hat auch wieder finnische Pfadfinderadventskalender im Angebot. (Und ich hoffe, die finnische Post nutzt wenigstens einen berittenen Kurier, der die Kalender dann persönlich zustellt..)

    Das 25-Jahre-USA-kulinarisch-Kochbuch gedruckt.

    Eine AI-Firma testete KI, um Einzelnachweise in Wikipedia zu verbessern. Sie veröffentlichte das Ergebnisse in Nature Machine Intelligence. Ich versuche immer noch, die Umfrage zu verstehen, nach der 21% befragter Wikipedistas die KI-Vorschläge besser fand als die menschlichen, 10% fanden die menschlichen Vorschläge besser, 39% hatten keine Meinung. Ergibt nach meiner Kopfrechnung 70% einschließlich der Meinungslosen. Und die 30% die übrig blieben, sind schreiend aus dem Raum gerannt, oder wie?

    Die Schweiz hat gewählt. Lieber Schweizer*innen das könnt ihr doch besser. Bitte nochmal rausgehen, wieder reinkommen und dann vielleicht nächste Woche ein Versuch mit vernünftigerem Ergebnis?

  • 23-06-15 Allora Alternaria

    23-06-15 Allora Alternaria

    Die Küche riecht nach Honigmelone.

    Madame untersuchte den Stammbaum der Simpsons. Ich fotografierte eine Mehrfachsteckdose.

    Die Mittelhausbaustelle hat mittlerweile das komplette Dach neu mit Bitumenbahnen überzogen und die Satellitenschüsseln abmontiert. Wir warten, wie es weitergeht: Solar? Dachterrasse? Gar nichts mehr?

    Die Busspur-Baustelle vor dem Haus zieht sich inzwischen in einzelnen Abschnitten über mehrere hundert Meter und wir rätseln auch: Abwasserrohre? Glasfaser? Radspur?

    Madame testete unfreiwillig: Man kann im Großraum Berlin einen Helm eine Woche lang an einem Fahrrad hängen lassen und er ist noch vorhanden. Damit bestätigte sie mein knappes Dutzend ähnlicher Versuche.

    Während die klassische Heunschnupfensaison sich ihrem Ende hin zubewegt, beginnt meine Alternaria-Pilzsporen-Pseudoheuschnupfen-Saison. Die bedeutet: Nasenspray bis in den Oktober hinein. Und trotzdem werde ich die Hälfte der Zeit wirken, als wäre ich heftig verschnupft. Vielleicht sollte ich doch noch einmal über eine Übersommerung auf Helgoland nachdenken.

    Ich könnte vieles Schlechtes über Vattenfall sagen. Aber Grünflächengestaltung vor der Zentrale können sie. Das ist ein Garten wie aus dem Musterbuch des New German Style. Für entsprechend Interessierte schon fast ein Ausflugsziel.

    Blick in einen Staudengarten

    Wenn ich dagegen an die 20 traurigen Tomatenpflanzen in nackter Erde (direkt neben einer Autobahn und einer sechsspurigen Stadtstraße bei Bewässerung per Hilfskraft und Schlauch) denke, die vor den Südkreuz Offices stehen, muss ich lachen. Oder weinen. Aber moralisch anspruchsvoller Symbolismus und Kompetenz bei der praktischen Umsetzung bilden leider nur selten ein Paar.

    Der dritte Tag in Freiheit ohne harte Einsendeaufgaben-Deadline. Ich erfreute mich am Deutschlandticket, nahm U-Bahn, S-Bahn und Bus zum Sommerbad Mariendorf. (Hin: S46, U6, 277 – Rück: 277, M76 – furchtbare Fahrt – und M48). Ich liebe dieses Bad in seiner vergessenen Schönheit sehr. Zusatzfreude: mir lief dort eine Kammschnake Ctenophora festiva über den Weg. Die sah ähnlich partymäßig aus wie der Name festiva vermuten lässt.

    Madame entdeckte ein verlockendes Angebot: Zwei Jahre lang Blasinstrument lernen für Erwachsene im Ensemble. Eine Stunde Ensembleunterricht, eine Stunde Kleingruppenunterricht; Einzige Voraussetzung: Offenheit bei der Instrumentenwahl und keine Vorkenntnisse. Hätte ich auch nur die geringste Neigung, ein Blasinstrument lernen zu wollen, wäre ich gebucht.

    Überhaupt staunte ich über das riesige Angebot der Leo Kestenberg Musikschule, u.a. mit mehreren Alphorn- und Dudelsackensembles. Leider fehlt noch die gemischte Alphorn-Dudelsack-Band.

    Madame unterhielt sich beim Chor mit H über deren Zeit als Lehrerin an deutschen Schulen in Europa. Paris: Eine echte Vermischung war angestrebt, Fächer wurden mal in Deutsch und mal in Französisch abgehalten, Schulsprache ging wild durcheinander. Mailand: Es gab einen deutschen Teil und einen italienischen Teil. Diese vermischten sich nicht.

    Christine Cazon schreibt über das französische Abi: Le bac philo und anderes. Auffallend: die wichtige Rolle, die Philosophie darin spielt. Auffallend, das starke Zentralabitur, welches dazu führt, dass es am Abi-Abend eine Fernsehsendung gibt, in der sich Satiriker über die Fragestellungen des Philosophie-Essays auslassen.

    Als Student der vielen Fächer kann ich sagen: Wenn man es intellektuell ernst nimmt, gibt es nichts besseres als Philosophie. Leider sind die Menschen, die man im Alltag trifft, und die sich als „Philosophen“ bezeichnen, zu 100% elende Laberköpfe.

    Die erlebte ich im Philosophiestidium auch. Aber alle Dampfplauderer hatten spätestens nach dem zweiten Semester aufgegeben. Dann gab es noch die positiv-interessant Durchgeknallten; leider scheiterten auch die spätestens an der Zwischenprüfung. Für die Philosoph:innen des Hauptstudiums galt: Meistens sehr unauffällig und eher ruhig. Aber wenn sie mal den Mund aufmachten: Krasse Leute.

    Fernuni-Entdeckung. Es gibt einen „Optimismusparameter nach Hurwicz“. Er wird als \(\lambda \) dargestellt.

    Meta-Fernuni-Entdeckung. Der RSS-Reader Feedly kann keine mathematischen Formeln. Oder er kann das Javascript nicht, dass für ihre Darstellung nötig wäre. Auf jeden Fall stehen dort lustige Pseudocodeschnipsel, wo Symbole stehen sollten.