Schlagwort: Holländisches Viertel

  • 26-05-26 Eis Strawberry Matcha Latte mit Fuchs an blühenden Kakteen

    26-05-26 Eis Strawberry Matcha Latte mit Fuchs an blühenden Kakteen

    Abendessen zum srieh srieh der Mauersegler.

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    Tage mit knapp 30 Grad verschaffen mir einen Stand über das aktuelle Tattoo-Geschehen. Besonders schick: die schulterblattgroße Gottesanbeterin.

    Auch ohne 30 Grad habe ich noch nie eine komplett tätowierte Hand-Innen-Fläche gesehen. Jetzt schon.

    Dabei fiel mir im Hallenbad auf, dass dies – im Gegensatz zum Freibad – normalerweise eine tattooarme Zone ist. Hat das schon jemand erforscht? Warum gehen Menschen, die Tätowierungen mögen, nicht ins Hallenbad? Warum lassen sich Hallenbadfans keine Tätowierungen stechen?

    Denn der Mikro-Urlaub begann nass. Nach dem freitäglichen Besuch im Potsdamer blu und dem samstäglichen Besuch im Insulanerbad, mussten wir natürlich auch noch einmal ins eigene Hausbad.

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    In eben jenem Hallenbad wartete ich im Foyer auf Madame, sah die Mutter-Sohn-Gruppe die leicht hektisch, aber mit viel Enthuasiasmus durch die Drehkreuz eilte, nur um fünf Minuten später entsetzt wiederzukehren, weil das Hallenbad kein Freibad ist.

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    Madame und Kellerkind unternahmen dem Anlasse des Besuches nach eine religiös-touristisch-kulturelle Berlintour. Sie begann mit dem Noonsong in der Kirche am Hohenzollernplatz und beinhaltete eine Bötchenfahrt auf der Spree, Kaffee auf dem Dach des Humboltforumschlossesn, die Besichtigung der neu renovierten St. Hedwigs-Kathedrale.

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    Es waren Besuchstage zwischen Huhn (geschmort), Raupen (krabbelnd) und Mauerseglern (sriend).

    Tajine Oase

    Mein Fernuni-Modul Dienstleistungsmanagement stimmte mich auf die Tage ein: „Analog zum Denken und Fühlen des Kunden durchlaufen auch die Restaurantmitarbeiter Denkprozesse und haben Gefühle, die für den Kunden nicht sichtbar sind“ – das war in dem Fernuni-Kontext natürlich als sachliche Info gemeint, liest sich aber auch wie ein leicht verzweifelter Appell an das Benehmen der Kundschaft.

    Wir allerdings sind ja ebenso herzensgute wie ausgesprochen höfliche Menschen, würden immer auf Denken und Gefühle der Mitarbeiter*innen Rücksicht nehmen.

    Wir hatten gedacht, dass, wenn wir schon Besuch aus anderen Gegenden Deutschlands haben, dann suchen wir uns für den Berlin-Abend etwas aus, was mehr BERLIN sagt als das eher dörfliche Alt-Wilmersdorf. Kreuzberg sollte es sein. Es wurde Kreuzberg 36. Es wurde sogar noch kreuzbergiger als geplant, wenn wir gerieten ungeplant in die Ausläufer des Karnevals der Kulturen.

    Das war auf der Straße schick anzuschauen, in der U3 zeitweise ziemlich kuschelig und wir lernten im vorbeihören, dass die U3 auf berlin-türkisch die „U üç“ ist. Wir allerdings fuhren so tief in das ehemalige Mauer-Kreuzberg, an das der revolitionäre Postbote noch lebhafteste Erinnerungen hatte, dass wir den größten Teil des Karnevals schon wieder uns ließen.

    Am Ort des Geschehens, dem Baraka am Görli, waren wir weit genug entfernt von den Feiern, so dass wir Platz haben, und nur vereinzelte Kulturkarnevalist*innen vorbezogen. Der revolutionäre Postbote mopperte, dass die U-Bahnen zu seiner Zeit noch viel mehr quietschten und es dafür auch noch andere Geschäfte als nur Restaurants in der Ecke gab – aber those are the times.

    Die Stimmung war ausgezeichnet, denn wir waren vollzählig geworden: Team Hamburg und Team Ist-das-noch-Brandenburg-oder-schon-Sachsen? waren auch dazu gestoßen.

    Oase-Platte für 3 Personen oder so. Im Uhrzeigersinn, um 12:05h beginnned: Kartoffelsalat, Joghurtsauce, Hummus, so Tomaten-Paprika-Zeugs (Ayvar?), Falafel, Rote Beete, Bohnen, Baba Ganoush, Reis, Hallumi, in der Mitte Hähnchen-Tajine.

    Die Raupen. Der Fuchs.

    Kellerkind kehrte zur pfingstsonntäglichen Messe mit Bischof am Sonntag zurück in die St. Hedwigs-Kathedrale.

    Da religiösen, kulturellen und gastronomischen Gelangen ausreichend Rechnung getragen wurde, sollten biologische Belange folgen. Der Botanische Garten liegt nicht nur vage auf halber Strecke zwischen Wilmersdorf und Potsdam, sondern bietet auch hitzeangemessene Schattenbereiche.

    Amerikasee

    Wir schlenderte, ließen uns schnell mit Fernuni-Skript und Büchern am Amerikasee nieder. Das wogen der Bäume, das Rascheln des Grases, das Quäken der landenden Enten und die Schreie der beraupten Gartenbesucher*innen.

    Vom See vertrieben nicht die Mücken, sondern die Raupen. Ob sie Speed-Kletterer waren? Ob sie von den Bäumen fielen? Es waren viele und wir fanden sie auf Hosen, Hemden und Schuhen. Optisch ähnelten sie dem Eichenprozessionsspinner, was die Lage nicht sympathischer machte – allerdings waren sie nicht allergieauslösend, sonst würde ich jetzt nicht mit einem perfekt normal aussehenden Unterarm diese Zeilen tippen.

    Falls jemand diese Raupe bestimmen kann? Bisher am nächsten scheinen Brombeerspinner oder Distelfalter, die es aber beide nicht sein können.

    Japanwald

    Also gingen wir in friedlichere Bereiche. Wir staunten, dass nicht nur die Bäume so aussehen wie in der jeweiligen geographischen Region, sondern auch das Unterholz. Wir staunten, dass so auch die Region Japan frei von den üblichen mitteleuropäisch-brandenburgischen Beikräutern ist, die sich sonst gerne sofort in jedem Wald ansiedeln. Hier im Japanwald waren diese japanisch.

    Ich wunderte mich, warum sind wir nicht öfter da? Der Garten ist sehr schön, unglaublich entspannend, und selbst an eine heißen Pfingsttag verläuft sich das Publikum sofort, sobald man die Hauptwege verlässt. Wir könnten an einem freien Tag sofort in den Bus steigen und wandeln.

    Da fiel es mir ein: Freie Tage, da war was. Sie sind selten, und wenn sie stattfinden, sind wir auf den Latifundien. Wenn es draußen zu ungemütlich für die märkischen Hamptons wird, wird es auch zu ungemütlich für den Botanischen Garten.

    Verdammte Axt.

    Aber wo ich schon mal da war: Lauschen, riechen, atmen, Fernuni lesen.

    Zum Abschied bewarf ich Madame mit Kaffee

    Irgendwann in all das atmen, lauschen und riechen hinein rief Potsdam: „Ihr habt eine Tischreservierung.“ Das erinnerte an Hunger und Durst, und bevor wir mit 101er-Bus, S1, S7 und Tram 96 den neuerlichen Weg zum Nauener Tor antraten, hielten wir vor den großen Gewächshäusern am Kaffeemobil an, wo es neben den üblichen „Kaffeespezialitäten“ auch geeistes, wie den Eis Strawberry Matcha Latte gab.

    Wir suchten uns eine Bank, und stellten fest, dass zumindest ich zu alt für Selfies bin und mir die dafür erforderlichen Grundfähigkeiten fehlen. Beim Versuch, uns selfiegerecht zu arrangieren, bewarf ich Madame mit heißem Kaffee, verfehlte sie jedoch zum Glück knapp.

    Während wir uns sortierten, direkt gegenüber den Gewächshaus, am Kaffeestand, beim zentralen See, an der größten Menschenansammlung des Gartens, sprang ein Fuchs von hinten auf die Bänke. Schaute ein bißchen, roch ein bißchen mehr, trottete zur Freude aller Spontanfotgraf*innen einmal quer über den Platz, roch ein wenig an den Bänken gegenüber, stolzierte über ein Mäuerchen, und verschwand im Gebüsch.

    Gemütlich logieren

    Es wurde Zeit für Potsdam. Wieder in ein Lokal, das in seiner deutsch-mediterran-asiatischen Ausrichtung geeignet für heterogrene Gruppen ist, und darüber hinaus nett am Rande des Holländischen Viertels liegt.

    Das Tomasa liegt im Logenhaus der Potsdamer Freimaurer, das, anscheinend anders als der PotsdamWiki-Artikel suggeriet, sogar noch im Logenbetrieb ist.

    Die Runde bekam angesichts ihrer katholischen Entstehungsgeschichte eine überraschen kenntnisreiche Diskussion über das Freimaurertum hin. So lernten wir, dass die meisten Logen noch reine Männerlogen sind. Es gibt aber auch Frauenlogen und gemischte Logen. Aber: deren Mitglieder dürfen keinen freimauer-sozialen Kontakt zu den reinen Männerlogen haben.

    Was dazu führt, dass in den gemischten Logen de facto auch fast nur Frauen sind, da die Männer, wenn sie schon Freimaurer werden, auf den Kontakt zu den großen, alten Logen verzichten wollen.

    Dazu Rotwildklößchen Königsberger Art und Backhendl. Über uns kreischten die Mauersegler. Wie schon zwei Tage vorher an ähnlicher Stelle vertrieben uns schließlich die Mücken.

    Wir ließen die Residenzübernachtenden zurück und nahmen den Regio nach Wilmersdorf. Am nächste Tag ging es los in die zwei Tage Urlaub-Urlaub in die märkischen Hamptons. Ich packte meinen Koffer und nahm mit: Badehose, Fernuni-Skript und zwei Opernkarten.

    Links

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    Rate das Land: Was aber recht billig war, war, was ich danach gemacht habe, nämlich in ein öffentliches Schwimmbad gehen. Ich wusste ungefähr nichts darüber, außer dem, was mal in der Sendung mit der Maus war: dass da ALLE hingehen. Ständig. Mir waren von den Einheimischen Hot Tubs versprochen worden und Hot Tubs habe ich bekommen. Aber was für welche! In verschiedenen Temperaturen, 38, 40, 42, 44 Grad und einer in Meerwasser. Das ganze Ding war letztendlich ein (großes) Freibad, das komplett auf angenehme Temperaturen aufgewärmt war und dann eben Hot Tubs und ein richtig großes Becken mit 38 Grad, in dem man gemütlich abhängen konnte.

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    Und natürlich das Wichtige: Klatsch und Tratsch aus Cannes

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    Weiter oben in Frankreich: AZ13 – Adieu La Rochelle, Bienvenue Ile de Ré

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    Schicke Zusammenfassung mit vielen Links zur re:publica. Die Idee eines gedruckten Readers zum Ende möchte ich unterstützen: #rp26, tag 3 und fa­zit

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    Hm, denke ich beim nächsten Concept Store, die Bäckerei, die vorher hier drin war, die hatte ein Konzept: Brote, Brötchen, Backwaren produzieren und verkaufen.

  • 26-05-23 Drüberheben von Kindern wird als Betrugsversuch gewertet

    26-05-23 Drüberheben von Kindern wird als Betrugsversuch gewertet

    Aufwachen zum Srieh srieh der Mauersegler.

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    Das Leipziger Wave Gothic Treffen (WGT) zieht seine Spuren durch die Hallen des Bahnhofs Südkreuz. Welch faszinierender Clash of Cultures: Die modernistische Konzernsachlichkeit der Bahnhofshalle gegen Düstere-Romantik-Rüschen-Schleier-Spitzen-Outfits der WGT-Teilnehmer*innen.

    Ganz anders, und doch irgendwie gleich: Der Clash of Cultures zwischen den schreiend farbigen Fußballoutfits der Pokalfinalfans und dem aufgehübschten Hutzeltum des Holländischen Viertels in Potsdam.

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    Im Hallenbad-Umkleide-Spind-Bereich die Auswahl: Mit oder ohne Videoüberwachung?

    Ist Aquacycling noch ein Ding?

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    Madame entdeckte auf unserem Parkplatzgarten einen aufblühenden Strauch des Schwarzen Holunders. Mit einer Aufnahme dessen spielte sie das nächste Flora Incognita Level frei: den Fragebogen zum phänologischen Sommerbeginn.

    Noch schöner ihre Flora-Incognita-Entdeckung via Mastodon: Die Krautschau. „Unkraut“-beschriftung im öffentlichen Raum. Eine so wunderbare Mischung genau auf der Grenze zwischen Aufklärung und Trollerei, dass ich hin und weg bin.1

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    Es war ein vorfeiertäglicher Wochenausklangsübergang mit Hallenschwimmen, Außenessen und Außenschwimmen.

    Finding Europe, not finding Transponder

    Zum ersten mal in vier Jahren vergaß ich mein Dienstgehängsel in der Wohnung. Es war ein Freitag vor den Feiertagen, alles dementsprechend ausgestorben, mein Hoffen auf die Raucher*innen, die vor der Haustür stehen und mich einlassen, brauchte lange um sich zu erfüllen.

    Einpiepen in der Zeiterfassung ging nicht, ebenso wie mir mein eigener Spind mit meinem Rechner verschlossen blieb. Zeiterfassung nachtragen lag ja noch im Bereich des Möglichkeiten. Vorarbeiten ohne Rechner wird bei meiner Tätigkeit schwieriger.

    Die Schlüsselmeisterin hätte einen Zweitschlüssel für meinen Spind. Aber mit dem würde sie aufschließen, mir aber nicht den Schlüssel geben. Nachmittags wenn sie schon gegangen ist, aber ich noch anwesend, hätte ich dasselbe Problem in rückwärts.

    Die Überlegung erledigte sich, weil die Schlüsselmeisterinneninnentür verschlossen war. Bevor ich weiter an Plan C herumdachte (immerhin sitze ich ja an der Hardwarequelle), wurde es mir zu blöd.

    Jetzt weiß ich, wie lange ich wirklich brauche vom Büro zur Wohnung und direkt wieder zurück.

    Da das komplette Gehängsel an einem Ex-re:publica-Lanyard2 von vor vielen Jahren hängt, dachte ich ja erst an irgendwelche karmischen Verwicklungen des Vergessens mit der re:publica, die diese Woche stattfand.

    Einen wahrscheinlicheren Grund meiner geistigen Abwesenheit offenbarte mir aber mein Urlaubskalender. Der letzte echte Urlaub waren zwei Tage Anfang Oktober 2025, danach in den letzten siebeneinhalb Monaten hatte ich zwei Tage Urlaub für die Umzugstage, einen Tag für eine Klausur und einen Tag für die Wohnungsübergabe. Der Rest der sieben Monate danach musste so gehen. Ich glaub‘ ich bin einfach durch(gearbeitet).

    Aber jetzt: Feiertage und zwei ganze Tage Urlaub-Urlaub!

    Nach Groß-Kleinmachnow

    Kaum war ich am Westkreuz in die S7 gestiegen, saß mir gegenüber ein junger Mann mit Potsdam-Royals-Helm neben sich. Ich grüßte gedanklich eine Nachbarbloggerin.

    Mein erster Zwischenstopp nach dem Ausstieg aus der S7 führte mich ins Potsdamer Prunk-Schwimmbad in Wettkampfausstattung (10 Bahnen, 50 Meter), das fast neu gebaute Blu.

    Meine letzten Besuche im Blu waren ein paar Jahre her. Damals war es noch alles kurz nach Eröffnung. Baustellen sorgten für eine seltsame Wegeführung vom Bahnhof zum Bad. Das Außengelände war auch noch eine Baustelle.

    Jetzt ist es acht Jahre später. Erstaunlicherweise liegt auf den 100 Metern zwischen Bahnhof und Blu immer noch eine Großbaustelle. Und selbst die Teile, die offensichtlich fertig gebaut sind, lassen es erstaunlich schwierig erscheinen, den eigentlich extrem simplen Weg von Bahnhof zum Bad zu laufen. Wegeführung aus dem siebten Kreis der Unmotiviertheit.

    blu

    Gesperrt oder auch nicht

    Der Konflikt zwischen urbanem Architekturdesign mit Weltstadtanspruch und Brandenburger Bademeisterherrlichkeit war damals 2017(?) beim letzten Besuch noch nicht entschieden.

    Denn das Schwimmbad-Gebäude ist schick. Einerseits von einer quadratisch-imposanten Sachlichkeit, andererseits mit klug gesetzten Holzbalken, einem durchdachten Farbspiel in Graublautönen mit einzelnen gelben Akzenten – das ist nicht „schön“ im klassischen Butzenfenster-Fachwerkhaus-Denken – aber es hat was.

    Spätestens, wenn ich die einzige Uhr in der Schwimmhalle sehe, bei der ein graublauer Uhrzeiger auf blaugrauem Grund bestenfalls zu erraten ist, weiß ich, dass Pragmatismus nicht das einzige Prinzip bei der Hallengestaltung war.

    Betrieben wird das Blu aber halt nicht von Mailänder Designer*innen sondern von Potsdamer Fachangestellten für Bäderbetriebe – und diese gewannen. Die wohldurchdachten graublauen Proportionen ergänzt um Schwimmgerümpel in allen denkbaren Signalfarben, mehrfaches Testen der Pausenhupe für die Wasserballer, die „intuitive“ Wegeführung ergänzt um zahlreiche Schilder und natürlich die obligatorischen Hinweise was alles notwendig oder verboten ist.

    Unter anderem lernte ich, dass es als Betrugsversuch gewertet wird, Kinder über das Drehkreuz zu heben.

    Es waren zu wenig Schilder. Die 10 Bahnen waren unübersichtlich. An einer hing ein DLRG-Schild und ein Trainer stand am Rand. Das war einfach. Bei anderen stand nur ein*e Trainer*in aber ohne Schild oder es hing ein „gesperrt“-Schild am Startblock einer leeren Bahn; unklar ob es sich auf den Startblock, die Bahn oder die-Bahn-vor-einer-Stunde bezog.

    Ich flüchtete mich in den Treibholzbereich. Der war eindeutig, und da fühle ich mich wohl. Bis sie anfingen Bahnen diagonal abzuleinen des Sprungbretts wegen, ich plötzlich auf einer trichterförmigen Bahn schwamm.

    Eigentlich ein tolles Bad, die Bahnen, die ich schwamm, waren schön. Aber ich sehe noch Verbesserungspotenzial.

    Aus der Serie: Schwimmbadeintrittskarten

    Geschichten aus Britz und Trier

    Aber trotz aller Schwimmbadherrlichkeit war ich aus ganz anderen Gründen in Potsdam. Das Ostertauferinnerungsteam trifft sich über Pfingsten in Potsdam/ Berlin. Die erste Zusammenkunft war für den Freitag im Fliegenden Holländer im Holländischen Viertel geplant.

    Suitable für Tourists, dennoch nett, edel aber nicht überkandidelt, einladend für alle ohne dass Mensch auf Plastikstühlen unter der Klimaanlage sitzt.

    Der revolutionäre Postbote hatte bereits den Park von Sans,souci erkundet. Kellerkind fiel erstaunlich fit wirkend direkt nach 12 Stunden Zugfahrt ins Lokal und Madame holte mich vor dem blu ab, damit wir mit der Tram zum Nauener Tor fuhren.

    Es galt zu feiern, und so starteten wir mit Aperitivs (Campari Amalfi, Rosato, Wildberry Lillet) über Spargelsuppe und Wildkräutersalat hin zu Matjes, Steinbeisser, Kalbsleber und Spargel mit Kalbsfilet: Kartoffeln super, Spargel super, Saucen super. Das Fleisch wäre besser gewesen, wenn es die Pfanne eine halbe Minute vorher verlassen hätte.

    Die Mücken (wo kamen sie her?) vertrieben uns schlußendlich von unserem schönen Außentisch. Kellerkind und Revolutionär blieben in der Residenzstadt, wir fuhren zurück nach Berlin. Auf die Tage, die noch kommen werden.

    Return of Kabane

    Und weil ich das Wochenende so gut mit Schwimmengehen eröffnet hatte, ging es am samstäglichen Sonnentag weiter. Das Insulanerbad öffnete endlich wieder. Denn so schön unsere beiden Wohnzimmer sind, ein Freibaddrittsommerwohnzimmer verbessert die Lage schon.

    Also fuhr ich ins Insulanerbad. Freudige Wiederbegrüßung mit den Kolleg*innen an der Kasse. Aber ich habe mich ein bisschen schlecht gefühlt, weil ich das eine ausgefallene EC-Gerät auch nicht reparieren konnte.

    Kabane gemietet. Unser halber Quadratmeter Freibadherrlichkeit! Diese ist leider dasselbe Modell wie letztes Jahr mit denselben Macken.

    Aber geschwommen: Kaltes, klares Wasser, Sonnenschein, freibadglückliche Menschen und diese wunderbare Außenanlage.

    I’mlovingit.

    Links

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    Hurra, das freut mich! (und sorry für das Nicht-Kommentieren. Irgendwann hat WordPress meine ganzen Anmeldungen gefressen und ich hatte keine Lust, mir noch eine E-Mail-Adresse dafür zu besorgen)

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    Drei Bloggerinnen gingen in eine Ausstellung, zwei kauften eine Jahreskarte, aber nur eine schrieb darüber. Kein Witz, sondern eine Tatsachenbeschreibung. Sie gingen unabhängig voneinander, schrieben aber über alle über die Ausstellung im Museum für Fotografie: Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen. Es schrieb poupou („Auf jeden Fall interessant anzusehen, aber nicht mind blowing.“), die kaltmamsell („Aufmerksam gehängte Ausstellung, gut erklärt und vermittelt,“) und readinginsweden („es gefiel mir außerordentlich„).

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    Postwestfale Carsten war im Le Train bleu in Paris. Damit wächst er natürlich sofort weiter an mein Herz.

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    Über pop64 wurde mir gewahr, dass es möglich ist mit den Fingern binär zu zählen. Ich will das jetzt können. An einer Hand bis 31 zählen. Wie krass ist das denn.

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    Das schöne am Internet ist, dass ich in den letzten Monaten ein starkes Interesse an der geplanten Turkuer Straßenbahn entwickelt habe. Und sie kommt!

    Notat

    Der Subaru ist zurück. Inspektion bei 202.500 Kilometer. Werkstatteindruck blieb gut.

    1. Noch mehr zur Krautschau bei der Senckenberg-Gesellschaft. Es gibt gerade zu Pfingsten auch jede Menge Spaziergänge zum Thema. ↩︎
    2. „Finding Europe“ re:publica No. 9, im Mai 2015 ↩︎