Schlagwort: Mulgi Puder

  • 25-01-30 In Richtung Frauen umkippen

    25-01-30 In Richtung Frauen umkippen

    Achtung! Wesselburen gewann beim Feldkampf am letzten Wochenende am Ende mit zwei Schott und drei Metern Kiek ut gegen die Vereinigten Köge. Dabei kam es zum ungewöhnlichen Ereignis, dass Jörn Hinz zu seinem ersten und zu seinem zweiten Wurf aufgeschottet wurde. (Mehr Details in der Dithmarscher Landeszeitung)

    Die Autobahnbeleuchtung auf der A100 bleibt vorerst an.

    In den USA werden die Eier knapp. American food markets are running short on eggs, and the situation may not improve for months. Prices are skyrocketing.

    Im Internet lese ich, dass der Neubau der Berliner Tangentialverbindung Ost (einer Stadtschnellstraße) 350 Millionen Euro kosten soll. Direkt darunter, dass nicht klar ist, woher das Geld für die dringend sanierungsbedürftigen Verkehrsbrücken in der Innenstadt kommen soll. Ich hätte eine Idee.

    „Meine“ Bushaltestelle wurde aufgehoben, weil einige Straßen vorher auf der Anfahrt ein Wasserrohr brach. Jetzt fährt der Bus eine größere Runde und umgeht die Bushaltestelle hier komplett.

    Ich trug eine Eismaschine zum Späti. Hoffentlich kommt sie in repariert zurück.

    In der AöR fand eine Ersthelfer*innenschulung statt. Das Verhältnis Frauen zu Männern betrug 7:1 – keinesfalls repräsentativ für die AöR insgesamt. Also merken: Falls ich umkippe, dann möglichst in Richtung einer Frau fallen. Meine Chancen sind größer, dass sie weiß was sie tun muss.

    Frauen, die eher wissen müssen, was sie tun müssen als die Männer, sitzen auch in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Die einzige Gegenstimme gegen den katastrophalen Merz-AfD-Kuschelantrag kam von Antje Tillmann (Wahlkreis Erfurt-Weimar). Die acht immerhin-die-Abstimmung-Meidenden heißen Monika, Thomas, Roderich, Yvonne, Astrid, Marco, Sabine, Annette.1 Auch nicht repräsentativ für die Fraktion insgesamt. Im Zweifel auf die ostdeutschen Frauen hoffen und auf sie hören.

    Auch in anderen Lebenslagen ist das oft eine gute Idee.

    Anfang der Woche dachte ich noch beim Zubereiten von Mulgipuder: „Ah, klassisches Kitchen-Impossible-Gericht: Nur zwei Zutaten, jede Menge Tradition, daran muss jeder Profikoch scheitern.“ Sagen wir es so: Man muss zum Scheitern kein Profikoch sein. Entweder habe ich mich verkocht, oder es ist wirklich ein angelernter Geschmack, oder beides: das Zeug war komplett ungenießbar.

    Also auf die Liste für den nächsten Aufenthalt Richtung Baltikum/Finnland gesetzt: Mulgipuder von jemand essen, die weiß, was sie tut. Dann habe ich einen fairen Vergleich.

    Madame buk Bananenkuchen.

    Das Fernuni-Modul betriebliche Informationssysteme führte mich mal wieder zu den Global Bikes – dem Standard-SAP-Beispiel-Unternehmen für Schulungen. Ich freue mich, dass die Fernuni-Hagen-mach-etwas-in-SAP-Übungen deutlich besser aufbereitet sind, als anderswo.

    Mobiles-Arbeiten-Zeit ist Arbeiten-zu-Hause-Zeit ist Arbeiten-mit-Bohrmaschinen-Sägen und anderen Geräuschen. Immerhin lassen sich mit viel Kopfverdrehen gerüstartige Strukturen direkt auf dem Dach erkennen. Etwas passiert.

    Die Aussicht aus dieser Wohnung war auch schon besser. Die Baustelle darf gerne fertig werden.

    Wo ist die Orangenmarmelade nachts?

    Poupou fasste Modul 1 C LE 1 SB3 zusammen zur beruflichen Bildung.

    Herr Rau kocht Orangenmarmelade.

    Claudia war in Yokohama auf einem Konzert.

    Karen plant eine Reise nach Ex-Jugoslawien.

    Elke Brüser über das offenbar sehr schöne Buch: Wo sind die Vögel nachts? Braucht noch jemand Geschenke?

    Bäume sprengen ist gut. Ja, wirklich.

    Daniel überlegt wen er wählen soll: Zeit für Alice Weidel.

    Zweimal Konzern-Social-Media-Exodus. Pixelboomer: Kurswechsel (gibt einen Abriss über verschiedensten Ecken, wo er von Facebook/Google/ChatGPT weggeht) und Henning Uhle: Follower sein ohne klassisches Social Media

    Anmerkungen

    1. Grütters, Heilmann, Kiesewetter, Magwas, Timmermann-Fechter, Wanderwitz, Weiss, Widmann-Mauz ↩︎

  • 25-01-28 The most unglamourös Gericht on earth

    25-01-28 The most unglamourös Gericht on earth

    Madame bekam eine Einladung zur Wahlhelfendenschulung. Ich bekam eine Einladung als Zählkommission.

    Der ehemalige Asia-Imbiss im Südkreuz verwandelte sich in Döner Biz.

    Die Otto-Bock-Zentral am Potsdamer Platz verwandelte sich im Laufe der letzten Jahre in eine Telekom-Dependance.

    Büromaterialversandhändler Böttcher spendete möglicherweise über Umwege eine Million an die AfD. Ich muss mir wohl einen neuen Kugelschreiber- und Paketbandabrollerversand suchen. Schade. Aber es gibt Grenzen.

    Ich weiß nicht, was die Freunde auf dem Dachboden machen. Aber unser Schlafzimmerfenster sieht von außen aus als hätten es sich im Schlamm gesuhlt.

    Mir träumte, ich müsste den Rückflug aus Portugal erwischen. Leider fand ich meinen Koffer nicht mehr. Und niemand konnte mir sagen wann der Bus zum Flughafen fährt. Dementsprechende Hektik herrschte im Traum. Als ich aufwachte, musste ich mir mühsam sagen, dass Sonntag ist, und ich überhaupt nirgendwo hin muss.

    Die Entschleunigung gelang. So brauchte ich dann auch 13 Stunden nach dem Aufstehen, um zumindest mit den Jakobsbüchern in die Badewanne zu kommen.

    Vorher Fernsehen.

    Ich schaute die ersten Folgen von „Ich bin ein Star“. Ich muss ja Auskunft geben können, wenn Madame mich fragt wer wer ist.

    Ich staune, dass sich Reality Star weiterhin zum Ausbildungsberuf mit Karriereoption entwickelt. Alessia Herren „Mein Traum wäre es bei Aldi an der Kasse zu sitzen mit einem regelmäßigen Einkommen.“ Yeliz Koc: „Ich hab dann viele Dating Shows gemacht. Ich bin froh, dass ich da endlich raus bin und zum Dschungelcamp aufgestiegen.“

    Und wenn man drüber nachdenkt gibt es vermutlich viele Jobs, die besser bezahlt und inhaltlich weit unseriöser sind als Reality Star.

    Selbst in unsere friedliche bodenständige AöR zieht das Schlagwort KI ein.

    Nachdem wir feststellten, dass Netflix genau gar keinen der 100 berühmtesten Paris-Filme im Programm hat, fand ich Furies.

    Furies ist eine nett geistlose aber explosionsreiche Serie über die Pariser Unterwelt.

    Der Plot: Die sechs Familien habe eine „Furie“ als Aufpasserin und Polizei zwischen sich. Ein junges Mädchen gerät in das Geflecht aus Unterwelt-Paten und Furie. Sie wird als Nachwuchsfurie gecastet. Nach und nach entwickelt sich in immer abstruseres Geflecht aus historischen Verwicklungen.

    Aber ich sehe tolle Paris-Aufnahmen und tolle Explosionen.

    Madame fuhr mit ECE150 am Europapark vorbei, später stieg sie in Frankfurt in den ICE832 um.

    Die Tage zuvor testete sie die neue Busverbindung Markgräflerland-Elsass-Flughagen Mulhouse/Basel/Freiburg. Die Verbindung akzeptiert jede Menge verschiedenste Fahrscheine aus halb Europa, darunter auch das Deutschlandticket. Und plötzlich wird ein Busausflug ins Elsass ein Kinderspiel. Manches wird besser auf der Welt.

    Montag: Arbeit.

    ECE, ICE und Elsass-Bus fuhren besser als der Berliner Nahverkehr. Die Busse und U-Bahnen und Trams wurden durch den Ver.di-Streik lahmgelegt. Die S-Bahn litt unter Personen im Gleis.

    Dafür traf ich WiseWoman auf dem Bahnhofsvorplatz. I’m delighted.

    Zum Glück kann ich auch einfach nach Hause laufen. Hätte es nicht geregnet, wäre es sogar noch besser gegangen.

    Kartoffeln mit Graupen. Als Brei.

    Damit ich am Sonntag nicht nur fernsehe – was sollen denn die Leute denken! – köchelte ich noch ein wenig vor mich hin.

    Wir haben größere Mengen Crowdfarming-Avocados. Und so kochte ich ein fleischarmes Schwarze-Bohnen-Chilli. Ich hoffte auf die Aussicht, ein Avocado-Limetten-Salsa anzurühren.

    Außerdem kochte ich etwas, dass einerseits das am wenigsten sexieste Essen der Erde sein könnte – andererseits aber als Unesco-Welterbe geschützt ist: Mulgi Puder.

    Ein estnischer Brei aus Graupen und Kartoffeln und Salz. Und sonst nichts. So wie es klingt ist es vielleicht auch das geschmacksneutralste Essen der Welt. Noch weiß ich es nicht, denn noch probierte ich nicht.

    Ich konsultierte mehrere Rezepte. Alle waren sich einig; In Mulgi Puder gehören Kartoffel und Graupen. Sonst nichts. Zum servieren dürfen dann noch Speck dazu, oder Kräuter oder fermentiertes Gemüse oder fermentierte Milch (=etwas Joghurtartiges). Hier unterscheiden sich die Rezepte.

    Aber die Essens scheint der graugelbe Brei ohne Geschmack zu sein.

    Ein Essen konstitutiv für die Kultur der Mulgi, die bei Valga leben. Gestern noch im Unesco-Report, heute auf ihrem Tisch.

    Blau, grün, braun, Schneefarben

    Mehr zum Thema Böttcher und die AfD und so: Weitere Details zum AfD-Spender aufgetaucht

    Poupou besuchte die Nordlichter-Ausstellung in der Foundation Beyeler und war sehr angetan:

    warmes Blau, warmes Grün, rötliches Braun, Schneefarben. Die Szenerie wirkt stets statisch, auch wenn Spuren im Schnee, Lokomotivenqualm oder abgeholzte Stämme die eben aus dem Bildausschnitt getretenen Menschen verraten. Spärliches Licht und dunkle Horizonte kontrastieren Schneemassen auf Hängen und Wäldern. Der Schritt zum Abstrakten wäre nicht weit – genau wie zum Ornament und zum Dekorativen, Tapetenhaften, wie es sich in einem von goldenen Kanteleseiten überspannten Wasserfall zeigt.

    Frau KrautundRüben las an der Alpe Adria Universität in Klagenfurt.

    Readinginsweden war auch auf der Pro Democracy Rally am Brandenburger Tor: 26.1.2025 Wochenende Lebe lieber bunt

    Ebenso wie loosy die Demo besuchte: 25.01.2025 – Bunt statt SchwarzZuBlau

    Frau Kluges & Scheiß empfiehlt ein Tanzvideo.