Schlagwort: Nollendorfplatz

  • 26-05-13 Almost a Hongkongromcon

    26-05-13 Almost a Hongkongromcon

    Erdbeerkauf im Donnerhall.

    Seit letzter Woche hat die Gemüslichkeit ihre Lieferungen wieder aufgenommen. Sie sind wie die Natur draußen: Grün. Viel Salat, selbst der Fenchel besteht zu größeren Teilen aus Fenchelgrün. Wir testen noch ob Bak Choi und Tatsoi wirklich zwei verschiedenen Pflanzen sind, wie von den Gemüslichern behauptet.

    *

    Bei drei Grad Außentemperatur ein einsamer Turnschuh (grau, Erwachsenengröße) im S-Bahn-Gleisbett.

    *

    Die Morgende verbringe ich niesend. Es fühlt sich nach meinem Pseudo-Heuschnupfen an. Aber da dessen Saison von Juni bis Oktober läuft, kann er es gar nicht sein. Bis Anfang Juni werde ich ihn ignorieren – was nicht so einfach ist, während ich andauernd niese.

    *

    Die idyllisch aussehende Kleinfamilie in der Ringbahn, bei der beide Erwachsene hingebungsvoll mit dem herzzreissend niedlichen Kleinkind spielten, unterhielt sich intensiv im italienisch bzw. französisch gefärbten Englisch über Unterhaltszahlungen von ihm an sie.

    *

    Es war ein finnisch beeinflusster Feiertag vervort von zwei schwäbisch-honkongisch beeinflussten Arbeitstagen.

    Rheingau

    Am Innsi, an der alten Wohnung versuchten ein Blaulicht-martinhornführender Krankenwagen in Ost-West-Richtung und ein Blaulicht-martinhornführender Feuerwehrwagen in Nord-Süd-Richtung einander auszuweichen. Die alte Wohngegend bot zweifellos mehr Unterhaltungswert als die neue, war aber auch anstrengender.

    In der Wiesbadener Straße, in der Nähe der neuen Wohnung, blüht ein Straßenbaumkastanienblütenmeer, um so imposanter angesichts der Größe alter Kastanienbäume.

    Noch ist es gewöhnungsbedürtig, wie schnell wir von der neuen Wohnung in wirklich grünen Wohngegenden Berlins wie dem Rheingauviertel sind. Ein Blick auf das Luftbild macht es eigentlich deutlich: Der Grunewald ragt von Südwesten her bis zur Ringbahn als grünes Stück quer durch die bürgerlichen Wohngegenden, die selbst auf dem Satellit viel grüner, weniger rot und grau aussehen, als Rest-Berlin. Am letzten Ausläufer dieser Grünüberlappung wohnen wir und betrachten Parkplatzfüchse.

    Nolle

    Nach Monaten der Sanierung der Zwischendecke fährt die U3 wieder ihre komplette Strecke. Endlich wieder direttissima nach Kreuzberg-Ost zum Görli, Kotti und Prinzi. Endlich kann ich in Schöneberg wieder in einen beliebigen Bus steigen, der mich zu einer Verbindung mit meiner Heimat-U-Bahn bringen wird.

    Und das beste: Die BVG sanierte im angekündigten Zeitrahmen. Natürlich nutzte ich die erstbeste Gelegenheit, die neu-alte-Strecke wieder zu erfahren, nahm den 106er bis zur Nolle und stieg in die Katakomben hinab.

    Die Strecke funktioniert wieder. Die Station ist nach der Zwischendeckensanierung wieder funktionsfähig. Allerdings hatte ich mir auch optisch als Ergebnis einer Deckensanierung in dieser Station mehr 19.-Jahrhundert-Historismus und weniger imporivisierter Versorgungstunnel vorgestellt..

    Schwaben

    Es galt ein Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Um der Ehrwürdigkeit des Geschenks gerecht zu werden, sollte dies nicht am Bürorand geschehen. Die Karpfengruppe nahm dies als Anlass, wieder auszugehen. Wir suchten einen Italienier, der nicht nur Pizza und Pasta verkauft. Wir landeten beim Schwaben. bei Blanquette, Rumpsteak und Maultaschen.

    Es ging genug um Arbeit, um irgendwann zu entdecken, dass eine komplett andere Abteilung ein ähnliches Problem hat wie wir – vielleicht sogar gelöst – eventuell sollten wir sie sogar fragen – und genug um Privates um Kletterfelsen, Worshipkonzerte und AfD-nahe Verwandte und -Bekannte zu besprechen.

    DJ OneNote schuldete mir noch ein Bier. Und wie man es als guter Freund macht, suchte ich mir das teuerste Bier heraus, das die Karte zu bieten hatte: Der Biermeter.

    Von hinten links im Uhrzeigersinn: Zwickel, alkoholfrei, Ur-Paulaner (oder so), Paulaner Pils, Fürstenberg Pils, Hefeweizen

    Finnland

    Die Exkursionsgruppe Kultur traf sich im Felleshus der Nordischen Botschafen: Wir wollten das Geheimnis des finnischen Glücks erkunden. Ernsthaft glücklich heißt die Ausstellung, die von der Botschaft von Finnland in Zusammenarbeit mit Visit Finland und dem Happiness Experience Museum in Helsinki veranstaltet wurde.

    Angekündigt wurde die Ausstellung als Beitrag zur Frage, warum Finnland seit Jahren zuverlässig jedes Jahr den World Happiness Index anführt.

    Es war netter Vormittag. Die Ausstellung zeigte, was an Finnland sympathisch ist: Schüler*innen-orientierte Schule, klares Design mit Holz, Wald, weiten Abstand zu anderen Menschen, Pinienduft und Zimtschnecken.

    Tiefere Fragen blieben aus: „Wie schafft es ein Land, das glücklichste zu sein und gleichzeitig Europa in Suizidraten und Drogentoten anzuführen?“, zum Beispiel ist eine ziemlich offensichtliche Frage, die weder gestellt noch gar beantwortet wurde. Dafür waren die Veranstalter vermutlich falsch.

    Außerdem wissen wir ja, dass der finnische Weg zum Glück der Verzicht auf Salz und Gewürze ist. Eat as bland as you can, oder so.

    Wir aber hatten einen sehr netten Feiertagsvormittag inmitten von viel Holz, ausgesprochen schickem Design, Traummöbeln und Kardamonschnecken.

    Lautsprecher als/mit Baum. Laut Prospekt auch zum Umarmen.

    Neukölln

    In Schöneberg schloss das European Headquarter von Böregcegi oder so ähnlich. Das ist kulinarisch bedauerlich, weil es dort vortreffliche Teigwaren gab. Aber die Gegend wird es angesichts der 14 türkischen Schnellimbisse, Bäckereien und Frühstücksläden, die sich in 80 Metern Umgebung befinden, verkraften.

    Im Kindl Boulevard schloss das Afghanische Festmodengeschäft. Das ist eine kleine Katastrophe. Enthielt dieser eine Laden doch ausreichend Farbenfreude, Überschwang, Exaltiertheit und Üppigkeit, um für ein komplettes sonst leerstehendes Einkaufszentrum zu reichen.

    Jetzt muss das Jobcenter ganz am Ende der Passage als Ort der Vitalität herhalten. Der Weg führte mich wieder zur athmosphärischten halfdead Mall Berlins, denn an ihrem Ende liegt das stilistisch unyorckigste der Yorck Kinos. Im manchmal-OV-Kino Rollbergkinos lief die Asien-Reihe in the mood1. Filme, die mir vorher komplett fremd waren, aus denen ich bisher aber immer mit großem Gewinn herausging. Am Dienstag: Comrades, almost a love story.2

    True sign

    Hongkong

    Erwartet hatte ich eine Hongkongromcon; eine RomCom (Romantic Comedy), die in Hongkong spielt. Ich bekam sie, aber in einer tieferen, emotionaleren, schöneren Form. In der Boy-meets-Girl-Geschichte verbirgt sich

    • ein Film über Migration
    • über den Versuch, verschiedene Lebensentwürfe kompatibel zu machen
    • die Schwierigkeit, Träume zu leben ohne dabei andere Menschen zu verletzen
    • die Sängerin Teresa Teng
    • den Wunsch nach Zukunft bei Verhaftung an der Vergangenheit
    • die wilden Jahre Hongkongs in den 1980ern als die Briten verschwanden, die Festlandschinesen der Volksrepublik aber noch nicht da waren

    Figuren

    In einem McDonalds treffen sich Li Xiao-Jun und Li Qiao3 – er als verpeilter Festlandschinese bei seinem ersten McDonalds-Besuch, der Probleme hat „Hamburger“ und „Coke“ auszusprechen, sie als weltläufige leicht arrogante Bedienung aus Hongkong, die ihm das alles genervt erklärt, um ihn am Ende noch an eine Scam-Sprachschule zu vermitteln, von der sie Provision bekommt.

    Der Zuschauer*in fällt an dieser Stelle vielleicht auf, dass sie in all‘ ihrer Weltläufigkeit bei McDonalds arbeitet und in der Sprachschule putzt – dass vielleicht nicht alles so glänzend ist, wie sie sagt. Dem planlosen Li Xiao-Jun bleibt es vorerst verborgen.

    Einsamkeit treibt sie zueinander. Aber auch die Chance, die sie sieht, Li Xiao-Jun als naiven Helfer für ihre zahlreichen Geschäftsideen einzuspannen. Denn Li Qiao ist genauso frisch aus der Volksrepublik in Hongkong angekommen wie Lai – sie aber möchte groß hinauskommen, um eine Hongkong-Woman von Welt werden, während er nur genug Geld als Koch verdienen möchte, um seine Freundin nachzuholen.

    Der Ort, die Welt

    Der Film entstand 1996, ein Jahr bevor Hongkong an die Volksrepublik übergeben wurde und absehbar viel von seiner Eigenständigkeit verlieren würde, spielt größtenteils 1986/1987 als diese Hongkongness in voller Blüte stand, die Stadt zahllose Chinesen anzog, die hier ihr Glück versuchten.

    Beide zeigen Zerrissenheit zwischen ihrer Herkunft und der Weltmetropole. Li Xiao-Jun hin- und hergerissen zwischen seiner Freundin/Verlobten Xiao Ting und Li Qiao, Li Qiao selbst hin- und hergerissen zwischen dem einfach-direkten Li Xiao-Jun und all den Gelegenheiten, die Hongkong bietet. Sie treffen sich emotional bei ihrer gemeinsamen Liebe für die chinesische Sängerin Teresa Tang – von der kein*e Hongkonger*in je zugeben würde sie zu mögen aus Angst für eine*n Festlandschines*in gehalten zu werden.

    Gerade Maggie Cheung als Li Qiao spielt atemberaubend: Mit der Energie, Selbstbeherrschung und Toughness, die jemand ausstrahlen muss, der es „schaffen“ will, nur leicht zurückgenommen, in den Momenten in denen sie sich öffnet, einsam, melancholisch oder voller Liebeskummer.

    Habe ich geweint? Vielleicht ein bißchen.

    Links

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    Hach, ein Bücherregal mit Daniil Charms und Isaak Babel: Bücherliebe – 4 –

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    Komplimente für’s Leben zu behalten: “Sie sind aber auch toll abgerollt!” (weiter hinten auch noch mit Prinzenbad-Feature-Link-Empfehlung)

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    Frau Herzbruch auf Curaçao – Teil 1, und Teil 2 und Teil 3.

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    Kein Wunder, dass es draußen kalt ist: Die Filmfestspiele in Cannes beginnen. Wie schon letztes Jahr, die Blogosphären-Canneskorrespondentin Christiane gibt alles: Dies und das Anfang Mai.

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    Die S-Bahn fährt durch die Dunkelheit. Die Straßenlaternen leuchten noch vergeblich gegen die Finsternis an. Sie wirken wie Teiche aus gelben Licht, um die sich die durstigen Schatten sammeln. Doch bald wird wohl die Sonne aufgehen und die Nacht vertreiben. Die Nacht weiß das, weswegen sie sich noch trotzig an die Welt klammert.

    Anmerkungen

    1. Falls jemand hier zufällig Kontakt zur Kinokette hat – ich würde gerne platzieren, dass sie dringend eine Bollywood-Reihe starten müssen. ↩︎
    2. Yorck-Unlimited-Besuch No. 24 – 9,92€ pro Besuch. ↩︎
    3. Ich stelle gerade fest, dass die englischen Untertitel des Films eine vollkommen andere Umschrift der chinesischen Namen haben als der englische Wikipedia-Artikel. Das macht mich fertig. Beispiel: Li Qiau (Film) ist laut Wikipeida Lee Kiu. ↩︎
  • 25-09-18 Knowledge retention bis halb zwei

    25-09-18 Knowledge retention bis halb zwei

    Madame stellte fest, dass das Schöneberger Jugendkulturzentrum Weiße Rose eine direkte räumliche Anbindung an die öffentliche Bibliothek hat. Wir beide wurden im Namen unserer jugendlichen Selbste nachträglich neidisch.

    Die Gemüslichkeit bleibt dem Kleinkürbis treu. Diese Woche gab es Pattison (Ufo-Kürbis) statt Zaphito. Auch wechselt das Angebot langsam die Saison: Tomaten und Zucchini wurden durch Wurzeln ergänzt.

    Das Landhaus Ettenbühl empfiehlt für unsere Garten-Eingangs-Situation eine Rosa Multiflora, aka Büschelrose. Deutscher und lateinischer Name sagen ganz gut, worin ihre Qualitäten liegen. Ich freue mich, dass der Garten einen guten Rahmen für Großsträucher bietet. Mit Ms. Fluffy diskutieren wird derweil inwieweit man Feigen in Berlin-Brandenburg kultivieren kann.

    Kann mensch zu viele Hygro- und Thermometer besitzen? Aber eigentlich wollte ich ja Keyboards sammeln.

    Die karibische Schweizerin beklebte Lego. Für eine Rundmail an „Alle“ dokumentierte ich, wie ein aufgeklappter Laptop aussieht. In meinem Terminkalender landete der Serientermin The YaSM hour.

    Wenn ich meinen Geist nach der Klausurenphase wieder beieinander habe, wird auch die Julia Academy dort landen. Nachdem ich für die Bachelorarbeit ja wirklich sehr selektiv mit der Sprache gearbeitet habe, möchte ich sie auch noch systematischer angehen. Sehr langfristig scheint mir das auch ein spannenderer Weg Richtung machine learning/KI zu sein als dieses „ich haue wild Prompts irgendwo rein und jedes mal passiert was anderes.“

    Es war ein Dienstag der Klausur und ein Mittwoch der Arbeit. Aber vor allem war es eine Zeit ungeahnter Nichtlernfreiheit. Es ist vorbei.

    Ich nutzte dieses große Reich der Freiheit, um Dienstag nachmittag ein paar Stunden zu schlafen. WIe auch Mittwoch abend. Vielleicht auch noch Donnerstag vormittag. Mittwoch begann ich langsam mit dem Anlegen einer Großmöbel-LibreCalc-Tabelle.

    Freiheit

    Und plötzlich ist es vorbei. Die Klausur Knowledge Management ist vorbei. Das Sommersemester ist vorbei. Und hoffentlich sogar der ganze Bachelor.

    An dieser Klausur wird es nicht scheitern. Die war – dem Motto „we are nice and we are on your side“ folgend – ausgesprochen fair gestellt. Im Skript waren verschiedene Teile als „definition“ oder „important“ gekennzeichnet. Diese lernte ich vor allem. Und nur diese wurden tatsächlich abgefragt.

    Naja, und wenn ich kleine Textaufgaben zum Thema Community-Aufbau oder Wissensdatenbank beantworten soll, dann sollte ich das selbst ohne Lernen ausreichend hinbekommen.

    Ich kreuzte an, füllte Lückentexte und schrieb Texte zur knowledge retention beim fiktiven Unternehmen NovaHealth. Kaum hatte ich angefangen. war es der 16. September um 13:30h und ich war fertig.

    Es ist vorbei. Vorerst bis Mitte November, wenn ich die diversen Noten bekomme.

    Ein sehr ungewohntes Gefühl. Einerseits habe ich den Eindruck „Woooahh! Soviel freie Zeit und Energie! Was ich damit machen kann.“ Andererseits halt: „Müde. Durch. Brauche Urlaub.“ Es bleibt spannend, wie es sich entwickelt.

    Auf jeden Fall begründen wir langsam eine Nach-Klausur-Tradition, indem wir zu Sagar gingen, vegetarisches Thali und Ente Malai aßen und auf dem Sonnendeck unter der Markise den kurzen aber epischen Regen bewunderten. Danach eine Einkaufsrunde bis zur Nolle. Denn ich habe ja Zeit und kann sinnlose Umwege fahren!

    Musik!

    Beinah hätte ich spontan Zugfahrkarten und ein Hotel in Łódź gebucht, weil dies in absehbarer Zeit die einzige Chance ist, Monika Roscher live zu sehen – aber ich fürchte im Oktober benötigen wir auch Wochenende für andere Sachen. Deshalb nur ein Video: Witches Brew (live). Hammer.

    Also wenn das live nur halb so großartig ist, wie die Videos vermuten lassen, ich bin sehr sehr versucht mit Łódź.

    Laura Braun, die Gewinnerin des Wiener Protestsongcontests, tritt im Lörracher Nelli Nashorn auf.

    Ackerbau und Langeweile

    Blogger bloggen über Blog-Kommentare. Freundlicherweise steht in onli blogging schon alles was ich dazu sagen würde, nur kompetenter: Meine Haltung zu Blogkommentaren

    Ich finde in Schöneberg hat es jetzt genug gebrannt: Haus in Berlin-Schöneberg nach Dachstuhlbrand nicht bewohnbar

    Warum ich nie wieder in meinem Leben etwas mit Öffentlichkeitsarbeit machen möchte. Weder bezahlt noch ehrenamtlich: Ich müsste Social Media mitdenken: Ehrliche Reichweite.

    Andere Arbeitswelten, die reine Leere: Als Schulleiter durchs Jahr- KW36.

    Gemüse ernten:

    Ende August verbrachten wir ein langes Wochenende in Nagano. Der Weg zu unserer Unterkunft würde mehrere Stunden in Anspruch nehmen, wir recherchierten also, was man unterwegs unternehmen könnte. Dabei stießen wir auf eine Landwirtschaft, die viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten zum Pflücken anbot. Es war letztendlich das liebste Erlebnis der ganzen Reise für unseren Sohn. (Im Dank an die Natur: Ein Ausflug nach Gunma)

    Gemüse lagern: Ab in die Miete – wie ich mein Gemüse unter die Erde brachte

    Ich möchte doch einfach nur sitzen.

  • 24-10-29 Entrare individualmente

    24-10-29 Entrare individualmente

    Das Theater Chemnitz sagte unsere Vorstellung ab, die wir für Freitag buchten: Krankheitsbedingt. Das ist praktisch.

    Die Zeiträume, in denen ich schlafen kann, ohne mich mit einem epischen Hustenanfall selbst zu wecken, verlängern sich von 50 Minuten auf 4 Stunden. Die Halsschmerzen entwickeln sich vom aufmerksamkeitsfordernden Dauerzustand zum Ibuprofen-empfänglichen Hintergrundrauschen. Ich kann zwei Sätze am Stück reden, ohne dass Gefühl zu haben, meine Stimme für den nächsten halben Tag zu schreddern. Meine Konzentration reicht in Maßen für leichtes Fernsehen. (Taskmaster)

    Es geht aufwärts.

    Wie es sich gehört, lies sich im Anschluss in Haushalt die Halsentzündung doppelter Bewegung sehen: bei mir aufwärts, bei Madame abwärts. Irgendwann in der Nacht von Sonntag auf Montag trafen sich die Kurven, Montag ging es Madame schlechter als mir. Wir haben die Hoffnung: Es hat sie weniger stark erwischt, sie wird schneller wieder auf die Beine kommen.

    Vielleicht beiderseitiges Annähern an den Normalzustand zum Wochenende.

    Derzeit: Wohnungshüten, schlafen und ernähren von vorgecrockter Rindfleischsuppe.

    Meine Weltwahrnehmung nimmt zu. So steht zum Beispiel in drei Metern Höhe ein Paar Doc Martens auf unserem Baugerüst. Das könnte das Rätsel lösen, warum Samstagnacht um drei Uhr morgens zwei Junge Männer am Gerüst herum lärmten. Allerdings werfen die beiden Doc Martens auf dem Gerüst auch verschiedene Fragen auf.

    Temporäre Weltwahrnehmung ermöglicht Papierzeitungslektüre.

    Wie stets staune ich über die FAS. Die fordert vorne im Politik- und Wirtschaftsteil, dass auch die letzte chronisch kranke alleinerziehende Bürgergeldempfängerin sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt. Zehn Seiten weiter hinten, bei Wert & Wohnen, allerdings wird minutiös ausgerechnet, wie mensch als qualifizierter Hochverdiener mit Mitte 40 in den privaten Ruhestand gehen und sich dem Arbeitsmarkt entziehen soll. Das ist der Sound jeder zweiten FAS-Ausgabe.

    Seltener und fast verwunderlicher diese Woche. Der Disclaimer; unter dem Artikel „Warum links nicht mehr sexy ist“1 . Dort weist die Redaktion darauf hin: „Dieser Text versteht sich als Debattenbeitrag. Er erhebt keinen Anspruch auf vollständige Abbildung der Wirklichkeit.“

    Was sofort die Frage aufwirft: Die anderen FAS-Texte erheben den Anspruch vollständiger Abbildung der Wirklichkeit?

    Im Radio gehört: Die Diskussion über die Krankschreibung per Telefon. Kurz danach sah ich in einer Praxis die Praxis. Madame hatte mir noch einen Termin ergattert. Unter dem Laufband „Einzeln eintreten / entrare individualmente“ konnte ich eine Stunde lang die Schlange vorm Empfangstresen beobachten. In 90% der Fälle spielte sich dasselbe Gespräch ab: „Termin?“ – „Nein.“ – „Warum sind sie hier?“ – „AU.“ – „Gehen sie wieder nach Haus. Der Arzt ruft sie nach 12 an.“

    Mir war vollkommen unklar, wann er alle Anrufe durchführen wollte, ohne dabei wahnsinnig zu werden. All‘ diese Menschen persönlich in der Praxis wartend an dem Tag – Chaos! Kollaps!

    Digitaler U-Bahn-Arzt

    Besondere Umstände erzwingen die Fahrt zum Hausarzt. Entdeckung: ich habe einen neuen Hausarzt. Mein ehemaliger Doktor residierte um die Ecke, hatte weder Sprechstundenhilfe noch Terminvergabe: Mensch kam, wartete ein wenig, und wurde dann gut behandelt.

    Aber der Arzt wurde schneller älter als man selber. Die Öffnungszeiten schrumpften. Dann gab es eine Praxiskooperation. Erst kam eine Dottoressa zum Hausarzt in die Praxis. Dann zog der Doktor zu Dottoressa und Dottore. Meine Anreise verlängerte sich von um-die-Ecke-schlurfen zu vier-Stationen-mit-der-U-Bahn-zum Nollendorfplatz.

    Derzeit ist der (ehemalige) Hausarzt länger abwesend, Kommentar in der Praxis „Er ist älter als man denkt.“

    Also zum Dottore. Der ist nicht nur Italiener sondern auch in vielem das Gegenteil vom Doktor: Freund der aufwendigen Organisation und Digitalisierung, offenbar davon träumend eine komplexe Großpraxis zu bauen, die sich komplett selbst organisieren kann, während die Ärzte nur behandeln.

    Das angenehme: Was die Behandlung angeht, war er trotz Montag-Morgen-Erköltungszeit-Chaos außerhalb des Behandlungszimmers genauso entspannt und aufmerksam wie der Doktor. Er zeigte, dass man auch auf eine andere Art genauso wahnsinnig freundlich und vertrauenserweckend sein kann.

    Dabei scheint er mir einige Jahre jünger als ich selbst. Das erhöht die Hoffnung, dass er noch länger durchhält bevor die Rente kommt.

    Auf allen Ebenen war das sehr positiv.

    Kaukasus-Zwergspitzmaus

    Kate Bush und Jim Kay erschufen einen Zeichentrickfilm über eine Kaukasische-Zwergspitzmaus (in English auch Ukrainian shrew) in einer kriegszerstörten Stadt. Unterlegt mit dem Song Snowflake, geschrieben von Kate Bush – gesungen von Bushs Sohn in seiner Kinderstimme.

    Unglaublich schön und schlimm zugleich.

    Bei Kate Bush mehr zum Hintergrund: Meet litte Shrew.

    1. Anscheinend gar nicht online. Nicht mal per Paywall. ↩︎
  • 24-04-13 Oki doki. Zwei Herren vom Grill.

    24-04-13 Oki doki. Zwei Herren vom Grill.

    Es *bonk*te weiter: Vier verschiedene Kugelarten, die sich alle kreuzten: Nachdem ich diese xkcd-Machine-Challenge hinreichend elegant gelöst hatte, bin ich glaube ich erstmal durch mit dem Spiel.

    Nachbar K expandiert. Stand bisher sein Name und seine Softwarefirma am Briefkasten, sind nun „K.. Shareholder“, „K.. Beteiligungen“ und „K.. Immobilien“ hinzugekommen.

    Am U-Bahnhof Turmstraße existiert die BVG-U-Bahn Betriebsschule. Klar, irgendwo müssen ja auch angehende U-Bahnfahrer*innen lernen, was sie benötigen. Im Hinterhaus steht der U-Bahn-Simulator. Es stellt sich die Frage: Wie komme ich dort hinein?

    Staunend festgestellt: Mitte April um 22 Uhr sind in einer durchschnittlichen Berliner Ausgehgegend sämtliche Außentische besetzt.

    Madame wurde in Frankfurt technisch überprüft. Sie nahm die S-Bahn in Basel um 19:17h.

    Noch in Berlin probierte sie die getönte Schwimmbrille an.

    Tipp für’s Leben: Falls ihr Menschen kennt, die ohne Brille wenig sehen und deshalb nicht ins Schwimmbad mögen: Es gibt für fast kein Geld (Niedrig- bis mittel-zweistellig) Schwimmbrillen mit Sehstärke. Die sind natürlich nicht so perfekt wie eine echte angepasste Brille, aber für’s Schwimmbad reicht es und es macht fast wortwörtlich einen Unterschied wie Tag und Nacht.

    Weiter gelesen Tuvia Tenenbom: Gott spricht Jiddisch. Langsam verstehe ich Tenenboms eher exzentrische Recherche- und Schreibmethoden und langsam beginne ich das Buch wirklich zu mögen.

    Gelesen: Planen mit Mathematischen Modellen, Studienbrief 2. Das ist jetzt das dritte verschiedene Modul, in dem das Simplex-Verfahren eine bedeutende Rolle spielt. Vielleicht sollte ich es doch mal ernsthaft lernen und mich nicht nur immer durchmogeln.

    Für den Effekt, den die letzten zwei Wochen auf die Latifundien hatten, fehlen mir noch die Worte. Ich sitze mit offenem Mund auf der Terrasse und bestaune alles vom schienbeinhohen saftigen Gras auf der Wiese bis zur weißen Blütenwolke, ala Apfelbaum.

    Redewendungen, die ich für ausgestorben hielt. Ein MIttdreißiger in der S-Bahn, Typ BWLer vom Lande, der sein recht lautes Telefongespräch beendete mit „Oki doki. Alles Clärchen.“

    Drei Tische, zwei Bier, ein Burger

    Donnerstag Abend gestaltete sich wie viele Abende in den letzten Monaten. Ich nahm an einer Online-Schulung teil: Diesmal zum Thema Citavi, eine Software zum Verwalten von Literaturverzeichnissen. Gegeben vom Mitarbeiter der Unibibliothek, der auch dort das Programm betreut, die Lizenz verhandelt und eine lustige Mischung aus Ruhrpott-Tatort-Kommissar und Bibliotheksnerd ist.

    Ich staune und bin übrigens mal wieder dankbar dafür, auf welch unfassbaren Niveau ich in Deutschland Bildung für fast umsonst bekommen kann. Wenn ich daran denke, was vergleichbares in anderen Ländern oder auf dem kommerziellen Fortbildungsmarkt kostet. Ein Wunder.

    Freitag dann ganz anders: NACHTLEBEN! Und das mir! Naja, so eine Art, aber dafür mit Double Date.

    No. 1 im Heuberger-Freisitz in Schöneberg mit einer kleinen Runde öffentlich-rechtlicher IT und der Frage, wie man die Prozesslandschaften in Verwaltungen verschiedenster Art überlebt. Auch gelernt: wenn man in Mitte-Mitte arbeitet, bieten sich die Theaterkantinen zum Essen an.

    Dazu: Zwickel, Radler, Kässpätzle und Maultauschen. Der Kellner betonte, dass seine Empfehlungen ehrlich sind „Würde hier zum Beispiel Möhreneintopf auf der Karte stehen, würde ich den nicht empfehlen. Denn ich hasse Möhreneintopf!“

    Schockmoment: der Matrose hat trotz Jahrzehnten des Lebens in Berlin erst von Kurzem von der Existenz von Berliner Weiße erfahren.

    Im Heuberger gab es kein Essen für mich: Ich musste mit 204er-Bus und U9 von Schöneberg nach Moabit zum zweiten Teil des Abends: Hamburger-Treffen in der Arminiusmarkthalle.

    Zwei Herren verkauften bayrisches Bier und bereiteten indisch-britischen Burger zu. Unter den Ex-Hamburger*innen ging es wenig um Hamburg. Es ging unter anderem um den Markt für Gebrauchtluxusuhren, ein Pappmaché-Mehrfamilienhaus von 1928 und studieren im Gefängnis.

    Beim Rundgang in der Halle entdeckt: den Originalimbiss der Drei Damen vom Grill (letzte Inkarnation, die erste stand am Nollendorfplatz) und Topio – Bildungsanstalt für Public Space, die unter anderem Handys mit Lineage OS unter die Menschen bringen und auch an sich spannende Sachen machen. Ich möchte gerne erfahren, wie diese ebenso relevante wie spezielle Organisation inmitten von lauter Burger- Asia- und Kaffeeständen geriet.

    Blick in einen Teil der Arminiusmarkthalle - bereits leer, da nach 22 Uhr mit volleren Teile im HIntergrund.

    Perlen der Wikipedia: Das Foto von parkenden Autos am Nollendorfplatz mit Bildbeschreibung: Wenn Sie ganz scharf hinkucken, können sie im Hintergrund den ehemaligen Standplatz der Drei Damen vom Grill erahnen.

    Eins, zwei viele Slowcooker

    Bei Langsam-kocht-besser: Wie man ein Konfirmationsbuffet für 60 Gäste selber mit Slow Cookers ausrichtet. See me impressed.

  • 24-01-25 Europa mit dem Zug (Mobilfunkmast)

    24-01-25 Europa mit dem Zug (Mobilfunkmast)

    Am 27. Januar ist Demo „Unteilbar – gemeinsam für Demokratie“ in Oranienburg.

    Madame ist wieder schwimmbadfähig. Da das Stadtbad Schöneberg auf unbestimmte Zeit in restauro ist und das Stadtbad Wilmersdorf von der streikenden S-Bahn angefahren würde, ging es zum busgünstigen Stadtbad Lankwitz.

    Die Berliner Bäderbetriebe haben eine neue Website.

    Der Lidl Kleiststraße öffnet erst um 8.

    „Gehen Sie direkt zum Hausarzt. Gehen Sie direkt dorthin und passieren weder Demo noch Erwerbsarbeit.“ Tja nun; mein überschießender Optimismus, der mich letztes Wochenende zu „weitgehend gesund“ erklärt hatte, hielt nicht lange. Und so landete ich nach einem Tag Arbeitsversuch schnell wieder im Krankenlager.

    Diesmal: Mehr offensichtliche Erkältungssysteme (Husten und Husten), dafür nicht ganz so viel Nebel im Kopf. Sofern ich darauf achte, großzügige Ruhepausen in den Tag einzustreuen, funktioniert sogar Lesen oder Internetdaddeln.

    Was noch besser funktioniert: Realitys schauen. Rechtzeitig zu meiner zweiten Krankenlagerwoche startete RTL „Ich bin ein Star. Holt mich hier raus.“ Cora Schumacher streitet mit RTL und Dr. Bob darüber, ob sie freiwillig (so RTL und Dr. Bob) oder aus zwingenden gesundheitlichen Gründen (so Schumacher) das Dschungelcamp verließ. Ich vermute, es geht nicht nur um’s Ego sondern auch um’s Honorar.

    Überhaupt lernte ich: Realitystar scheint kurz davor, ein Ausbildungsberuf mit Ausbildungsordnung, IHK-Zertifikat und festgefügten Karrierestufen zu werden. Berufseinstieg über Bachelor/ Bachelorette, Aufstiegsoptionen über Dutzende Datingshows. Dabei Investition in einen selbst via Tattoos und Schönheits-OPs. Als Höhepunkt für wenige Auserwählte folgt das Dschungelcamp. Die Auserwählten der Auserwählten dürfen zu Let’s Dance. Danach klingt die Karriere bei Mallorca-Parties und Möbelhauseröffnungen aus.

    Vermutlich gibt es inzwischen auch Kurse und Schulen, die einen auf den Karrierepfad vorbereiten. Dort gibt es Lektionen wie „Von Null auf Drama in vier Sekunden“ oder „Verschmitzt Lächeln für Fortgeschrittene (nur für Männer)“. Die Karriere ist halt sehr kurz.

    Die Zeit in der Wohnung erlaubt mir den Blick aus dem Schlafzimmerfenster. Ein paar Häuser weiter Richtung Nordost erschien ein Mobilfunkmast. Ob er auf einem Dach steht oder solo aufgestellt wurde, kann ich nicht mehr erkennen. Aber er erhebt sich über alle Dächer. Eine direkte Sichtverbindung zum Mast sollte den Handyempfang in der Wohnung verbessern.

    Weiterhin ungewohnt: die U-Bahn-Exkursion mit der U4 zum Nollendorfplatz und dann zum Hausarzt. Sein Umzug von einer Miniaturpraxis – in der er alles selbst machte, es weder Sprechstundenhilfen noch Termine gab – in einen Betrieb mit einem halben Dutzend Ärzten und eigenem Labor – wirkt noch fremd. Wenigstens blieb er selbst ganz eindeutig der alte unkomplizierte und zugewandte Arzt, den wir schätzen.

    Holleri du dödel da – Jodelschule Antifa

    Tröt, das nicht-soziale soziale Netzwerk erlebte seinen „Twitter-Moment“. Unter dem Hashtag #Antifasticker bastelten viele Menschen plötzlich alle möglichen und unmöglichen Antifa-Sticker. Ein paar Beispiele:

    Und so weiter. Dutzende! Hunderte! Das Muster ist normalerweise [Grund warum es nicht geht] – trotzdem da – [Gruppenname] Antifa.

    Diese Fähigkeit sehr schnell zusammen politische Unterhaltung zu schaffen, zeichnete einst, vor vielen Jahren, Twitter aus. Mit dem Niedergang von Twitter ging sie verloren. Und jetzt ist sie auf Tröt/Mastodon zurück. Es bleibt spannend.

    Madame fand Hinweise auf einen Ursprung des Süriches Magazin „Der rechte Rand“ aus dem Jahr 2021 gewesen zu sein. In der Rezeption des Artikels „100 Jahre Antifa“ tauchte „Totgesagt und trotzdem da“ auf.

    Den ersten Gebrauch des kompletten Reims finde ich bei Anti-Querdenker-Demos 2022 bei denen die durchgeimpfte Antifa auftauchte „Pandemie und trotzdem da – durchgeimpfte Antifa.“

    Am 27. Januar ist Demo „Unteilbar – gemeinsam für Demokratie“ in Oranienburg. Getreu dem Motto „Keine Ferien trotzdem da – Nebenwohnsitz-Antifa“ wäre ich ja gerne gekommen. Aber das habe ich letzte Woche gelernt. Wenn ich die Erkältung loswerden will, sollte ich doch aussetzen.

    Nutolina: Zuggeräusch

    Internetdaddeln brachte mich nach einigen Monaten Abstand wieder bei der Wikipedia Library vorbei. Und ich bin ernsthaft beeindruckt. Die Anmeldung erfolgt einzig über den (halbwegs aktiven) Wikipedia-Login. Danach dann eine Auswahl der üblichen wissenschaftlichen Datenbanken und Portale (Jstor, Springer Science, Project Muse aber auch Nature, verschiedene Zeitungsarchive, Nomos oder Duncker & Humblodt) mit Zugriffsmöglichkeiten, die einer wissenschaftlichen Bibliothek gleichen.

    Wobei ich die Site übersichtlicher finde als ich die meisten Bibliothekswebseiten auf denen ich schon e-Ressroucen nutzte. Es gibt auch eine Suchfunktion quer über alle Portale. Ich bin positiv beeindruckt.

    Wenn ich schon deutlich mehr wohnungsgebunden bin, als mir lieb ist, kann ich gedanklich in die Ferne schweifen. Ich stöberte durch Europa mit dem Zug von Cindy Ruch, begleitet von der dazu kuratierten Playlist.

    Zu jedem Land Europas gibt es einige Seiten mit praktischen Hinweisen (Wie kann man Tickets buchen / wie kommt man mit dem Zug ins Land) und Wissenswertem (Zwei bis drei Lieblingsstrecken pro Land, geeignete Lektüre im Zug). Dazu gibt es persönliche Schilderungen einzelner Strecken wie beispielsweise dem Nachtzug Budapest -> Bukarest oder Helsinki -> Kemijärvi)

    Genau das richtige Format für kurze Aufmerksamkeitsspannen und angenehmes Tagträumen. Und außerdem eine Motivation, bald die Sommerurlaubsbuchungen zu beginnen.

    Eine der beiden deutschen „Lieblingsstrecken“ ist die Höllentalbahn Freiburg -> Donaueschingen. Da sollte eine Fahrt zeitnah machbar sein.

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    Die Suchmaschine für das alte Internet: Old’aVista.

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