Schlagwort: Science Fiction

  • 26-06-11 E.T.A.I

    26-06-11 E.T.A.I

    Madame holte gemüslich-prignitzer Salat und Zuckerschoten. Ich aß das Burger-Mix-Menü bei Cebo’s. Beides können wir weiterempfehlen.

    Nicht mehr empfehlen können wir das afghanische Restaurant Bahar an der Ecke neben dem Odeon. Dieses schloss. Sie waren unfassbar nett und sie mühten sich redlich. Aber die professionelle Gastronomie war merklich nicht Ihres. Ich hoffe, sie konnten die Reißleine ziehen, bevor es zu schlimm weh tat.

    *

    Da arbeiten, wo andere Staatsbesuche machen: Am Dienstag zogen die einschlägigen Kolonnen zu Arbeitsbeginn und Arbeitsende an mir vorbei. Nachmittags geschmückt mit Schweizer Fahnen. Am Mittwoch traf ich den Polizeimotorräder-Polizeiwagen-Schwarze-Limousinen-Convoy auf dem Weg aus dem Schwimmbad. Diesmal in ungarisch.

    *

    Bei Edeka Duolingo interviewten zwei Polizist*innen einen älteren Herrn. Diesem war anscheinend die Dramatik der Situation wichtiger als die präzise Faktizität. Im Vorbeigehen flog ein gestisch untermaltes „Und dann DÄNG mit der Faust“ an mir vorbei.

    *

    Die Rolltreppe der Gegenwart am Südkreuz wird demontiert. Der Boden um sie herum ist zerschlagen, die Handläufe existieren nicht mehr. Seitdem Bauzäune dort stehen, wirkt die übrige Treppe doppelt so schmal wie vorher, obwohl der objektive Platz genau gleich blieb.

    *

    Es waren vier Arbeitstage gefolgt von Wasser und Außerirdischen.

    50 Meter Freude

    Madame war zweimal im Lochow. Dieses Jahr trennen sich unsere bisherigen Badewege. Madame geht in das örtlich sinnvollste Bad, das Lochowbad; ich gehe in das zeitlich sinnvollste Bad, das Insulanerbad,

    Nach dem vergeblichen Versuch am 1. Juni, folgte am 8. Juni vor dem Kino Versuch Nummer 2 des Insulanerbadbesuchs im Juni. Und auch dieser lief holprig. Den Kabanenschlüssel vergaß ich in der Wohnung1, die S-Bahn hatte Polizeieinsatz und nachdem ich mit Irrungen und Wirrungen ankam, erhielt ich einen EC-Geräte-Vortrag.

    Aber ich hatte die Badehose dabei und konnte baden! Zu Freibadwetter, wie ich es liebe: Sonne, Wind, Wolken, die rasch vorbeiziehen, und insgesamt kalt genug, um Platz im Becken zu lassen. Ich schwamm im Nicht-Totholz-aber-auch-nicht-sportlich-Bereich für meine Verhältnisse zügig, ich wollte ja noch ins Kino, und verließ entspannt das Becken. Der Sommer groovt sich ein.

    Mittwoch hatte ich kinofrei. Lange studierte ich Regenradar, Blitzradar und Wettervorhersage, um mich doch ins Bad zu wagen. Diesmal fuhr die S-Bahn und ich hatte den Kabanenschlüssel2. Meine Lieblings-Badleiterin3 nutzte das schlechte Wetter, um das Tor am Eingang neu zu streichen – und wie beim Tom Sawyer, ich hatte große Probleme, dem Spontansubbotnik zu entfliehen und nur zu Baden.

    Aber welch ein Traum. Wir waren zu dritt im Treibholzbereich. Ich kam kaum zum Schwimmen, weil ich die ganze Zeit den Himmel mit seiner Mischung aus blau, Sonne, schwarzen Wolken, weißen Wolken und grauen Wolken betrachten musste. Es war ein Schweben mit weit aufgerissenen Augen. Fast wie ein Sternenhimmel.

    Der vielfache Spielberg

    Madame durchlebt weiter die Mehrchorwochen. Chor 2 hat zwar keinen Fuchs am See zu bieten. Aber dafür singt er das Cherubini-Requiem. Madame ist hin und weg.

    Ich kontere mit den Mehrsesselwochen. Auf in’s Kino, in’s Kino und in’s Kino.

    Auf dem Arbeitsverlassweg, ausnahmsweise ohne begleitenden Staatsbesuch, traf ich die Hüterin der Outlookkalender. Wir plauschten kurz über wohin und woher, über Begehr, ich erzählte von meinen Plänen, und sie erzählte, dass sie ein Yorck-Unlimited-Abo hat. Gute Kinokette, die Yorcks. Gute Frau die Frau!

    Ich hatte vorher erzählt, dass ich auf dem Weg zu meiner Spielberg-Alien-Immersion war im Odeon war. Nach A.I.4 5am Montag folgten E.T.6 am Dienstag Nachmittag, Close Encounters of the Third Kind7 am Dienstag Abend.

    Am Plan „nicht mehr als zwei Filme“ pro Woche arbeite ich noch. Immerhin kann ich bei diesem Konvulut hinterher ganz gut sortieren, welche Filme mir nach einigen Tagen am eindrücklichsten im Gedächtnis hängen. Sie folgen in aufsteigender Reihenfolge.

    Almost

    Der Begriff Uncanny Valley bezeichnet in der Robotik einen Zustand, in dem Roboter so menschenähnlich werden, dass sie unheimlich sind. Roboter, die klar nach Robotern aussehen – okay. Roboter, die wirklich wie ein mensch wirken – sehr okay. Roboter, die fast nach Menschen aussehen, bei denen aber irgendwas nicht stimmt – unheimlich.

    Wir saßen 146 Minuten im Uncanny Valley. Einerseits ging es im Film A.I. um Roboter, hier einen kleinen Jungen, der fast menschenähnlich ist (unfassbar großartig gespielt von Haley Joel Osment), anderseits galt das auch für den Film an sich. Geschrieben vom Meister der gothischen Kathedralen des Films, immer eindrucksvoll, immer zum Luft anhalten, immer aus einer Distanz, allen Kitsches beraubt so dass nur die nackte Essenz übrig bleibt, immer weht ein kalter Wind durch seine Filme; verfilmt vom Meister der dichten emotionalen Packung, des Gefühlskinos, immer wird mensch umarmt und durchgeschüttelt in seinen Filmen. Es entstand ein Film, der fast Kubrick ist, aber nicht wirklich, ein Film der fast Spielberg ist, aber nicht wirklich.

    Sehr faszinierend, aber beim ersten unvorbereitenden Sehen, überfordernd.

    Noch uncannyer. Diesen Film aus dem Jahr 2001 über Künstliche Intelligenz sehen und danach mit dem LLM ChatGPT darüber reden.

    The Stars, the Music, the Suits

    Die Unheimliche Begegnung der Dritten Art, ein Film, der mich dazu brachte, die Spielberg-Biographie nachzulesen.

    (a) Close Encounters of the Third Kind ist wirklich nach Jaws/ Der Weiße Hai erschienen. Auch wenn es nicht so wirkt, auch wenn die Close Encounters auf mich viel unfertiger, tastender und versuchender wirken als das Hai-Meisterwerk.

    (b) Scottsdale it is! Spielbergs Faszination mit Außerirdischen ist hinlänglich bekannt. Und gerade hier im Film tauchen immer wieder eindrucksvolle dunkle Sternenhimmel auf, die in allen Farben blinken – so wie ich sie nur von extrem guten Tagen an den Latifundien, vor allem aber von dunklen Nächten an der Nordsee kenne. Der Himmel, ist einziger Show-Act.

    So prominent wie diese Sternenhimmel im Film auftauchten, sagte es mir: Spielberg hat die Himmelsglitzershow in Echt gesehen. Oft genug, und mit ihm selbst jung genug, um ihn dauerhaft zu prägen. Das kann nicht in einer hellen Großstadt passiert sein: Cincinatti, New Jersey, Philadelphia – die frühen Stationen von Spielbergs Kindheits sind zu lichtverschmutzt. Aber „zog die Familie im Februar 1957 .. nach Scottsdale, einem exklusiven Vorort von Phoenix Und ja, Phoenix, Arizona, Wüste, 1957 noch kaum besiedelt. Dort schien der Sternenhimmel, der der Menschheit viele Außerirdischen-Filme einbrachte.

    Close Encounters of The Third Kind ist der erste dieser Filme. Seltsame Sichtungen, Phänomene, Erscheinungen, Ufos kommen auf die USA nieder. Ein Raumschiff landet am Fuße des Devil’s Tower in Wyoming, einige fast magisch Angezogene (die Protagonisten des Films) schleichen sich an allen Militärabsperrungen vorbei, um Raumschiff und Außerirdische zu sehen.

    Ich musste mich gewöhnen. Zu sehr sah das immer wieder aus, wie die 1970er-Fernsehserien, die der Kaptain so gerne schaut. Wenn man an Spielberg denkt, den Meister darin, einen durch die Gefühlswaschmaschine zu jagen, jemand der halbe Staaten an Logistik und Technik aufbietet, um die Geschichte eines kleinen Jungen zu erzählen, wirkte das alles sehr unfertig, sehr rumpelhaft, sehr nicht-perfekt.

    Fast alles ist schon da: Der kleine Junge, die fremdartig-niedlichen Alians, die John-Williams-Musik, das Poetische im Alltäglichen, die Utility-Cars die auf Sand bremsen, der abgefahrene Menschen-Außerirdischen-Kommunikations-Jazz, die unglaubliche Fähigkeit gewöhnliche Menschen in ungewöhnlichen Situationen zu schildern – am Ende der Spielberg Woche war es wie ein Blick in Spielbergs Emotionswerkstatt, in der die Fassaden noch nicht richtig sitzen, die Leitungen noch nicht verlegt sind, und man viel mehr von der Maschine sieht als in späteren Filmen.

    Und Sternenhimmel natürlich. Sternenhimmel. Ich sah den Sternenhimmel. Diesen Film würde ich gerne noch mal sehen.

    Phone home

    Nach dem Film sahen wir uns beide an, sagten beide: „Ich dachte, das ist ein harmloser, netter Kinderfilm.“

    Wir beide füllten die Bildungslücke E.T.

    What a movie! Herzlich, niedlich, süß, anrührend, und viel dramatischer, trauriger und unheimlicher als wir vorher gedacht hätten. Der Film hat alles. Großes Kino. 10/10.

    Danach: Der Nachthimmel über Schöneberg.

    phone home

    Links

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    Es gibt jetzt eine Citizen-Science-Karte um Eichenprozessionsspinner einzutragen. Hier in der Berlin-Ansicht. Unbedingt gehört er in meinen dystopischen Roman.

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    Unfreiwilliger Selbstversuch von Andrea: Ein Tag ohne Smartphone

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    Über das Klavierspielen

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    Villeicht doch mal über das Zurück-in-die-Zukunft-Musical nachdenken? Ich lese nur Gutes.

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    Heimatgefühle: Nicht nur die Outdoorjacken der Paare sind gleich aussehend, wie seit Jahren schon, auch die Räder sind jeweils Zwillinge. So häufig, dass man irgendwann annimmt, okay, diese E-Bikes werden vermutlich nur in Zweierpacks verkauft, die gehören einfach so. Es ist ein Für-Zwei-Produkt.“ Wobei ich glaube, viele Auto-Pendel-Strecken haben die Länge, dass sie schlecht mit einem Fahrrad aber ganz hervorragend mit einem E-Bike substituiert werden könnten. Wenn dass die Gesellschaft merken würde, könnten wir einen großen Schritt richtung bessere Welt gehen.

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    Sun-Tsu-Zitate peppen jeden Blogeintrag doppelt auf, wenn man sie auf Englisch bringt.

    Anmerkungen

    ~~ An der Fernuni für die Klausur zur Imperativen Programmierung angemeldet

    ~~ An der Fernuni für das nächste Semester rückgemeldet. Das Programm lautet Datenstrukturen und Algorithmen, sowie Objektorientierte Programmerung sowie Socio Technical Information Systems Design.

    1. Es blieb bei Kabanenbesuch No. 1 – 80€ pro Besuch ↩︎
    2. Damit Kabanenbesuch No. 2 – 40€ pro Besuch. ↩︎
    3. Eine meiner Lieblings-Badleiterinnen. Natürlich schätze ich alle Kolleginnen und Kollegen. ↩︎
    4. Okay, technisch keine Außerirdischen sondern entwickelte Maschinen. Spätestens zum Ende hin, sind sie aber nicht mehr unterscheidbar. ↩︎
    5. Yorck Unlimited No. 30 – 7,93€ pro Besuch ↩︎
    6. Yorck Unlimited No. 31 – 7,68€ pro Besuch ↩︎
    7. Yorck Unlimited No. 32 – 7,44€ pro Besuch ↩︎

  • 26-04-21 How do you know when the hug is done?

    26-04-21 How do you know when the hug is done?

    Madame erklärte den Unterschied zwischen einem Algorithmus und KI.

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    Ich war das erste Mal seit Januar 2025 unprovoziert auf einer US-News-Website. So tief sitzt der Stachel.

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    An der most plastic Plastic Plaza Berlin, dem Uber-Platz zwischen der Uber Arena und der Uber Eats Music Hall, wollten wir Essen. Wer zuerst kommt, sucht aus. Madame wählte den Kumpir Club, oder wie mir ihre Rechtschreibprüfung mitteilte: Sitze bei lumpig.

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    Bestandsaufnahme nach dem Regen: Die Ahornblüten am Parkplatz wurden komplett niedergeschwemmt. Der rosa Fluschelpuffel hielt sich tapfer. Unter dem Magnolie im Office-Innenhof steht aktuell eine weiß überzogene Buxbaumkugel.

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    Es war ein Regensonntag im Garten und ein Trockenmontag zwischen Arbeit und Hail Mary.

    Wesselburen ist AWBU, Lörrach ist RLR

    Dank Uschi wurde ich auf die wunderbare Welt der Bahn-internen Bahnhofsbezeichnungen hingewiesen, Nach diesen hat zum Beispiel der Hauptbahnhof Hannover die Bezeichnung HH, der Hamburger Hauptbahnhof wird hingegen AA geschrieben.

    Ich folgte der Spur und stellte fest, je tiefer ich mich in das Thema hineinbegebe, umso unklarer wird, warum welcher Bahnhof wie betitelt ist. Nur scheinen Telegrafenkürzel des 19. Jahrhunderst einiges damit zu tun zu haben.

    Damit ich nicht komplett im Kaninchenloch verschwinde, arbeitete ich mich mit Bekanntem wieder heraus: Der Bahnhof Südkreuz trägt das Kürzel BPAF – Ich vermute Berlin Papestraße Fernbahnhof.

    Die Schubkarre füllte sich

    Madame hechtete aus der S-Bahn in den mit laufendem Motor bereit stehenden Subaru, um mit auf die Latifundien zu kommen. Denn wir noch nachts ankämen, würden wir morgens bereits im Garten aufwachen. Es galt das Drittel des Tages zu erwischen bevor zur Freude des Gartens und zur Unfreude der Gärtner*innen der große Landregen begann.

    Vor dem Regen: Die Kirschallee in der Ferne leuchtete über das Feld. Kirsche und Steinfrüchte in der Nähe leuchteten über den Garten. Ich himmelte die rosa Staubblätter in der weißen Birnenblüte an. Unter dem Rotdorn blühte die einzige tapfere rote Tulpe, die dort seit Jahren blüht. Vom Feld schaute ein großer schwarzer Hund zu uns hinüber.

    Wir versuchten eine Kaffegartenrunde zu absolvieren, die einerseits vor dem Regen fertig würde, andererseits auf gar keinen Fall Anzeichen von Eile zeigte – denn das stünde dem Zweck dieser Runde komplett entgegen.

    Im beginnenden Regen: Madame brachte den Rosendünger aus. Ein Eichelhäher lieferte eine Flugshow an der Pergola.

    Im Starkregen: Madame arbeitete, ich las weiter in Exhalation. Dazu im Deutschlandfunk Django Reinhardt über Bach, danach die Ska-Urgesteine El Bosso & die Ping-Pongs.

    Im Erdgeschoss bestellen, im dritten Stockwerk abholen und essen

    Liebes IMAX, wir müssen über den Ausdruck „normal“ reden. Ich bin nun wahrlich kein der Connaisseur der Kleinportion. Aber in dem was ihr unter einem „normal“ großen Popcorneimer verkauft, hätte mensch Spaghetti für eine komplette Jugendhandballmannschaft kochen können.

    Wobei ich beim Popcorneimer noch dachte „naja, ist halt für Menschen, die auch Freunde haben, die teilen sich das.“ Aber die Colabecher in denselben Proportionen. Are you kidding?

    southpark verlässt das Arthouse-Biotop, geht ins UCI luxe und staunt; nicht nur darüber wieviel Geld mensch für eine einzige Kinokarte ausgeben kann, auch für ein paar Magnum-Bons, die acht Euro kosten – und es Menschen gibt, die dies bezahlen. Eine wundersame Welt.

    Der Besuch dieser Welt lohnte: denn nirgends ist der Screen größer und der Sound besser und es galt ein Weltraumepos zu sehen.

    Aber vorher: Werbung.

    Dieses Bild zeigt nicht wie steil die Plätze bergab gehen und wie riesig diese Leinwand ist.

    Spider Wars 14

    Ein anderen Kino bedeutet andere Werbung. In diesem Falle bedeutet ein Mainsteam-Blockbuster-Kino auch Werbung für Mainstream-Blockbuster-Filme.

    Es gab Werbung für Scream 7 (8? 9?), Spider Man irgendwas, Star Wars das-will-doch-wirklich-niemand-mehr-zählen. Inspirierend, und sei es nur anregend zur Geldausgabe-für-ein-Kinoticket wirkte das jetzt nicht.

    Was mich aber noch mehr überraschte als die inhaltliche Ödnis der Trailer: Ich saß in der Überwältingungsmaschine IMAX und die Trickeffekte sahen dennoch bestenfalls nach einem mittelmäßigen Computerspiel aus. Letztens las ich noch in einer Überschrift, dass Film-CGI in den letzten Jahren schlechter wird. Mein visueller Eindruck schien das zu verfestigen.

    Oder ich hatte noch keine Brille ich das letzte Mal in einem echten Special-Effects-Film war.

    Den Trailern nach zu urteilen, besteht großes Kino derzeit überwiegend aus der Fortsetzung der Fortsetzung einer Serie, die 1980 ihren kreativen Höhepunkt hatte, und nun mit zweifelhaften CGI aufgepimpt wird.

    Da freue ich mich die über all jene, die sich davon nicht abschrecken lassen, trotzdem ins Kino gehen, dort riesige Popcorneimer kaufen und damit das IMAX finanzieren, auf dass ich es auch einmal in 10 Jahren besuchen kann.

    Im Atmen orientierte er sich an Katharine Hepburn

    Popcorneimer waren angebracht. Wir sahen „a masterpiece of a family popcorn movie“ – The Astronaut/Project Hail Mary mit Ryan Gosling, Sandra Hüller und Rocky der Puppe.

    Toller Film, nicht lebensveränderung, keine große Kunst, aber ein richtig, richtiger schöner popcorniger, lieber, emotionaler, ästhetisch toller Popcornfilm.

    Und, beste Entscheidung, weitgehend ohne Computergrafik. Denn die Macher*innen des Films verließen sich auf die jahrhundertealte Kunst des Puppenspiels. Das tolle, großartige Alien Rocky war eine Puppe, die von sechs Rockyteers gespielt und vom Hauptrockyteer James Ortiz gesprochen wurde.

    (Für Hintergrund: A Little Baby Owl. A Little Katharine Hepburn. All Alien.)

    Denen gelang es, eine Puppe zu erschaffen, die wirklich Alien, nicht-menschlich-nicht-tierisch aussieht, und doch so viel „Gestik“ und Leben in sich hat, dass mensch sie sofort knuddeln möchte. Wie Ryan Gosling auch – der aber dann das Konzept einer Umarmung erklären muss.

    „Wann ist die Umarmung vorbei?“ – „Man merkt es.“

    Notat

    Service: hier veröffentliche die DB InfraGo die komplette Excel-Liste sämtlicher Abkürzungen der Betriebsstätten.

    *

    Für den Herbst. Es war gar nicht so einfach, noch Narzissenlücken zu finden. Außer der Stelle am Obstbaumweg zwischen neuer Birne und Mirabelle, die wir immer vergessen.

    Nett wären welche im Landschilfhain.

    Und unter dem Wohnzimmerfenster.

    Telechandler

    In der neuen Folge erklärt Franceso Wilking von Die Höchste Eisenbahn und Tele, wie er mit 16 in das Werk von Bob Dylan eintaucht.. und das wird Madame vermutlich interessieren, weil der 16jährige Francesco in ihrer eigenen Schulband spielte. (via)

    *

    Auch ’ne Idee zur Studienfinanzierung: Sie kümmert sich

    *

    Und ich stellte es mir komisch vor, zum letzten Mal die Tür zu schließen. Dann andererseits auch nicht, man schließt ständig irgendwelche Türen zum letzten Mal, macht es sich nur nicht bewusst und kann natürlich alles mit Bedeutung aufladen, wenn man dazu neigt. Ich neige dazu nicht. Aber die Tür zum Elternhaus ist dann ja vielleicht doch, naja, wir werden sehen, dachte ich mir.

    *

    Borges meinte glaube ich mal, dass die besten Rezensionen zu nicht-erschienenen Büchern geschrieben werden. Rein subjektiv gilt das natürlich auch für nicht gelesene Bücher. Zumal wenn es Bücher sind, die ich durchaus lesen könnte, aber irgendwie nie dazu kam: Einige Gedanken zu „Lebwohl, mein Liebling“ von Raymond Chandler

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    An liebe jedes Wort in diesem Text.

  • 26-03-28 Schokohimbeeren mit Sahne

    26-03-28 Schokohimbeeren mit Sahne

    Warum ist Jens Spahn noch im Amt?

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    Die Dammstraße zu den Latifundien ist repariert. Das Otterwechsel-Schild ist zurück!

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    Das Schlafzimmerradio ist kaputt. Der Whiskey ist alle. Selbst falls sich das Radio als irreparabel erweist, kann es sein, dass der Whiskey-Ersatz teurer wird als der Radio-Ersatz.

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    Schlechtes Zeichen: Ich gebe in den letzten Wochen zu oft mein Arbeitspasswort in den Privatrechner ein. Mein Geist hat Bürolösungsprobleme.

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    Dort hatten wir ein Datenstrukturgespräch mit dem technischen Service: Ich habe in kurzer Zeit erstaunlich viel über die eigentliche Schwimmbadtechnik mit ihren Pumpen, Filtern und Flockungsmitteln gelernt.

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    Am U-Bahnhof, eine Säule ist mit Folie abhängt. Darauf ein gedruckter Zettel „Achtung, chemische Behandlung.“ Auf dem Zettel eine handschriftliche Ergänzung „Zauber“. Vermutlich das einzige, was der Infrastruktur noch hilft.

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    U-Bahn-Gedanke 1: Immerhin kein Meth. Gedanke 2: Auch Alkohol kann verdammt kaputt machen.

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    An der Tankstelle: der erste Elektro-LKW, den ich bewusst sah1. Mit großer E-Power-Aufschrift und erkennbarer Batterie unterhalb der Ladefläche.

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    Die Einzugsparty führt zu verstärkten Sozialleben auch außerhalb der Party, mit den ganzen Menschen, die am 20.3. keine Zeit hatten. Am Donnerstag gab es Familienessen mit Kindern. Wir erfuhren, wie es sich bei Siemens Energiy arbeitet. Die Kinder freuten sich an der Bolognese und nicht so sehr an den eingelegten Tomaten der Vorspeise. Spontankreation am Tisch: Himbeeren mit Schokoüberzug, die dann mit Sahne übergossen wurden. Schmeckte wohl nicht so gut, wie sich die kleine Kreativgestalterin das vorher dachte.

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    Es war ein Donnerstagabendessen, ein Arbeitsfreitag und ein Gartensamstag.

    Die Männer kummen alleweil wieder zurück

    Ich frage mich, wie ich Jahrzehnte mit Tomaten auf den Augen, bzw. eher auf den Ohren, herumlaufen konnte. Warum entging mir Joy Fleming? Spätestens, dass sie als einzige Deutsche eine Veröffentlichung beim Label of all Labels, Stax, hatte, hätte mich aufwecken müssen.

    Aber irgendwie war da zuviel „Ein Lied muss eine Brücke sein“ und schlechte Schlagerjahre, um zu entdecken wie großartig sie ist. Naja, nachdem ich heute morgen im Radio2Ich sing fer’s Finanzamt“ entdeckte und dann gleich zum Neckarbrückeblues vorstieß, war ich hin und weg.

    Deutschland hatte Weltniveau und hat es nicht gemerkt.

    Einzelne Narzissen blühen, die Forsysthie bildet einen leuchtenden Block gelb im Hintergrund

    Auf dem Sanddorn: ein Rotkehlchen in Augenhöhe. Auf der Ramblerrosenunterlage: eine wild randalierende Blaumeise.

    Auf der Terrasse unter dem Vordach: Toni, die Nachbarskatze, von der Sitzwarte aus auf das Ende des Regens wartend.

    Vom Himmel: Der Regen. Madame nutzte kurz eine Regenpause, um mit der Heckenschere weiter zu arbeiten. Ich drehte die Runde zwischen E10-Benzin, dem Fleischereiwagen (mit Wildschinken) und dem Eierautomaten.

    Danach sitzen wir im Bungalow, freuen uns an den sichtbaren Knospen an den Birnen und den ersten zartgrünen Blättern des Zierapfels. WIr hören Musik, lesen Buch lesen, lesen Lokalzeitung, trinken Tee trinken, Kaffee trinken, Whiskey trinken, mehr Buch lesen, Internet lesen.

    Respect the Dressing room

    Aus dem Kino lernen wir: Zum Beispiel: Auf dem Boden liegen und Musik hören. Der Nachhall des Donnerstagsfilms3 bot sich an. Mo‘ Better Blues lief bei Boulevard Noir, den wie Robin, der großartige Kurator der Serie vor Beginn der Vorstellung anmerkte: Es passt atmosphärisch zum Vibe, den ich mit der Reihe schaffen möchte. Mo‘ Better Blues gehört zu den Musikfilmen mit dem besten Soundtrack. Eingespielt von Branford Marsalis und Terence Blanchard.

    Außerdem hatte der Film mir etwas zum Denken gegeben. Einerseits ein Meisterwerk. Tolle Musik, wahnsinnig gut gut gespielt, großartige Kostüme und emotional ergreifend. Das Ende ist so seltsam, dass es auf jeden Fall denkwürdig ist.

    Andererseits: Die Juden und die Frauen.

    Spike Lee spielt den glücklosen Hallodri

    Um die Grundlagen zu schaffen. Der Film konzentriert sich auf den Jazz-Trompeter Minifield „Bleek“ Gilliam (Denzel Washington) und das Bleek Quintett, das in einem New Yorker Nachtclub auftritt. Bleek ist von seiner Musik besessen, vernachlässigt sein Leben, seine „Freunde“, seine Frauen (plural) und eigentlich alles aus sich und seiner Musik. Der Film folgt ihm, wie sein Leben aufgrund dieser Egozentrik langsam zerfällt bis er vor dem Nachtclub mit seiner Trompete zusammengeschlagen wird, dabei so schwer verletzt wird, dass er nicht mehr spielen kann.

    Dann kommt das überraschende Ende, dass er mit Nervigkeit eine der beiden Frauen doch noch herumkriegt, sie romantisch heiraten, einen kleinen Trompetersohn kriegen und glücklich im Brownstone wohnen. Ist das ernst gemeint? Regisseur Spike Lee doesn’t tell.

    Uneasyness

    Problem eins, Wikipedia informiert mich: For his portrayal of Jewish nightclub owners Moe and Josh Flatbush, Lee drew the ire of the Anti-Defamation League (ADL), B’nai B’rith, and other such Jewish organizations. The ADL claimed that the characterizations of the nightclub owners „dredge up an age-old and highly dangerous form of anti-Semitic stereotyping“. – Ja, stimmt, das ist offensichtlich.

    Unübersichtlicher wird es bei den Frauen. Der Film spielt in einem misogynen Milieu, er ist sich nur irgendwie uneins, ob er es kritisiert, neutral darstellt oder doch mitträgt.

    Dem Film ist bewusst, dass das Milieu frauenfeindlich ist und manchmal kritsiert er es. Faszinierend die Szenen, in denen einerseits maskuliner schlimmer „Dressing room talk“ in der Garderobe zu hören ist, geschnitten mit dem Auftritt eines Black American Fips Asmussen, der so den Dressing-Room-Talk so schlimm und unerträglich auf die Spitze treibt, dass es jedem Film-Sehendem auffallen muss.

    Dass Bleeks Beziehungsmodell egoistisch und selbstbezogen ist, wird auch deutlich.

    Anderseits sind die Jazzer halt trotzdem unfassbar cool im Film, bei allem Scheiß den sie machen.

    Trotzdem schafft der Film nicht einmal den Bechdel-Test.

    Trotzdem sind die Frauen auch in der Filmästhetik Spiegel für Bleek und keine eigenständigen Charaktere. Trotzdem wird die eine Frau, die einfach selber in die Garderobe kommt, als unfassbar ’nagging‘ dargestellt, und jedem Zuseher ist nachvillziehbar, dass sie die Heiligkeit der Garderobe kurz vor dem Auftritt verletzt.

    Eingang zum großen Saal des Yorck Kinos, an der Tür ein Plakat von Mo Better Blues

    Exhalation

    There always have been arguments showing that free will is an illusion, some based on hard physics, others based on pure logic. Most people agree that these arguments are irrefutable, but no one really accepts the conclusion. The experience of having free will is too powerful for an argument to overrule. What it takes is a demonstration, and that’s what a Predictor provides.

    Eine der Philosophie-Studiums-Diskussionen, die mir in Erinnerung blieb, war die Diskussion, ob wir nicht nur Philosophie im engeren Sinn lesen sollten, sondern auch Literatur. Edel-Science-Fiction wie Stanislaw Lem wurde gerne als Beispiel genannt.

    Derzeit fiel mir ein ähnliches Buch in die Hand. Ted Chiangs: Exhalation. Eine vielfach preisgekrönte (Hugo, Nebula, Locus Awards) Kurzgeschichtensammlung. Das Buch schillert zwischen eleganter Erzählung und Gedankenexperiment; stellt philosophische Fragen in Geschichten verpackt.

    Manchmal vielleicht zu schwebend und ins spekulative abgleitend. Aber eine bereichernde Lektüre. BHätte ich es nicht aus der Bibliothek geborgt, wäre es ein Buch zum behalten.

    Wirklich Palmöl?

    Markus schrieb über die 30 verschiedenen Pflanzen, die man in der Woche aufnehmen soll. Sofort stellten sich mir Definitionsprobleme: Zählt Zucker wirklich mit? Was ist mit dem veganen Zwiebelschmalz von heute morgen? Zählen da alle 9 erkennbaren Pflanzen der Zutatenliste? Oder nur die Hauptzutaten Palmöl und Zwiebel? Zählt Palmöl überhaupt?

    Aber wie so oft, nur weil etwas theoretisch unmöglich ist, kann es praktisch trotzdem funktionieren. Und bei Sicherheit, dass ich auch konservativ gezählt in einer Woche weit jenseits der 30 landen werde, fing ich heute morgen an:

    • 1- Weizen (Party-Reste, aufgetaute Laugenstangen)
    • 2- Zwiebel (das Schmalz + Zwiebel (Bolognese) + Röstzwiebel (zum Salat))
    • 3 – Ölpalme (das Schmalz)
    • 4- Ananas
    • 5-13 Pflücksalat aus dem Plastikschälchen mit neunerlei Grünzeug (Rucola, Bull’s Blood, Tatso-Mizuna, Batavia rot, Batavia grün, Baby Spinat, roter Mangold)
    • 14 – Tomate (Bolognese)
    • 15 – Knoblauch (Bolognese)
    • 16 – Ernteanteil-Karotte (Bolognese)
    • 17 – Ernteanteil-Sellerie (Bolognese)
    • 18 – Ernteantel-Pastinake (Bolognese)
    • 19 – Pfeffer (Bolognese)
    • 20 – Oregano (Bolognese)
    • 21 – Lorbeerblatt (Bologense)
    • 22 – Olivenöl (Bolognese)
    • 23 – Ernteanteil-Kartoffeln
    • 24 – Tee (getrunken)
    • 25 – Wein (Weiß – Bolognese; Rot -getrunken)
    • 26 – Rapsöl (Salat)
    • 27 – Mais (Bourbon-Whiskey)
    • 28 – Bockshornklee (im Käse)
    • 29 – Kümmel (im Käse)

    Selbst wenn man um den Mais und Batavia grün/rot diskutieren kann. Ich bin recht zuversichtlich, dass wir in den nächsten sechs Tagen weit über 30 kommen.

    Die albanische Nationalkrabbe möchte Swingtanzen. Oder so.

    Wo ich schon beim Surfen in alter deutscher Musik war: Die allererste Sendung vom Talentschuppen aus Baden-Baden (1967).

    Auch in meiner ausgewählten RSS-Timeline las ich das zweite Blog, bei dessen Post ich von vorne bis hinten dachte „Das ist dieses typische Haselanten-Gesülze. Wie langweilig!“ Beide gehen eher in die semiprofessionelle Richtung, und eigentlich schätze ich ihre Attitüde. Aber irgendwie sehe ich trotzdem nicht, warum ich mich durch die entsprechenden Texte arbeiten soll. Wenn ich den Haselanten direkt befrage, bekomme ich wenigstens personalisierte Antworten.

    Eine unverkennbare eigene Stimme haben:

    Gelesen wird immer weniger (Auch gleich zum Zusammenhang zwischen lesen und schreiben)

    Es sollte allgemein mehr über Arbeit geschrieben werden: Gemeinsam konstruktiv

    Ich hatte ja keine Ahnung. Von Nichts! Aber jetzt ist mein Leben reicher: Ein Hoch auf japanischen Rock und Pop: Das Tsuta Rock Festival

    Flusskiesel sichtet die albanische Nationalkrabbe und mir beschwert das mindestens eine halbe Stunde gute Laune.

    Just do it! Ich möchte fast doch wieder mit dem Swingtanz anfangen, wenn ich das höre, ich möchte mich spontan irgendwo anmelden. Dieses Gefühl wird sich gleich wieder geben, ich weiß, aber dennoch … Ich würde behaupten, dass Männer, die alleine irgendwo beim Tanzen auflaufen, vermittelt sind, bevor sie auch nur „Ach ich weiß nicht“ denken können.

    Anmerkungen

    1. Nicht an der Zapfsäule. Am Halten, um Kaffee und ne Bockwurst zu kaufen. ↩︎
    2. Klassik, Pop et cetera natürlich. Die beste Sendung für augenöffnende Musikentdeckungen. ↩︎
    3. Yorck-Unlimited-No 17 – damit 14€ pro Karte. Das ist bei Yorck der Normalpreis-an-der-Abendkasse-für-einen-Film-mit-Überlänge. ↩︎