Schlagwort: Stanwell Perpetual

  • 25-07-15 Hängende Hummeln (Dithmarschen->Berlin)

    25-07-15 Hängende Hummeln (Dithmarschen->Berlin)

    Die Rolltreppe wird 100. Ich sollte mir zur Feier des Anlasses einen Partyhut und eine rote Pappnase aufsetzen und stundenlang in der U-Bahn herauf- und herunterfahren.

    Weitere gute Nachrichten: Der Bus fährt wieder durch den Tiergartentunnel. Der Haupt-Lidl hat jetzt auch SB-Kassen.

    In Zarrentin in Mecklenburg steht ein großes Jysk-(Ex-Dänisches-Bettenlager)-Logistikzentrum.

    An der Autobahnausfahrt Kremmen wird ein großes Netto-Logistikzentrum gebaut.

    Ich störte das System der Systemgastronomie durch Bestellung eines Mehrwegbechers. Drei Angestellte berieten, was zu tun sei, als ich ihn zurückgeben wollte.

    Es war ein Restwochenende auf der Autobahn und den Latifundien und Wochenend-West sowie ein bürolicher Montag. Sommer, wie er sein soll: Mit nicht mehr als 25 Grad und ausreichend Regen für alle Pflanzen.

    Madame wurde entdeckt, dass in Chantily („einem der schönsten Schlösser Frankreichs“) diesen Sommer die Trés riches heures von 1410 (lt. Wikipedia „die berühmteste und künstlerisch wertvollesten Stundenbücher der Welt“) zu sehen sind. Da sie gerade restauriert werden, ausnahmsweise nicht nur mit Buchrücken und einer aufgeschlagenen Seite, sondern mit vielen zu sehenden Seiten. Eines der herausragenden künstlerischen Werke des Mittealters in einem herausragenden Schloss: Gut, dass Madame schon in Frankreich sein wird. (Artikel in der FAZ, leider gepaywalled, ohne Paywall: The Art Newspaper: Très Riches Heures: Chantilly exhibition offers ‘once-in-a-lifetime opportunity’ to see famed medieval manuscript)

    Madame war bei Stahl-hart, Steglitz, holte Messer ab und einen neuen Wetzstein.

    Ich war nach den Dithmarscher Tagen zurück in der Großstadt, begann die Rückkehr damit, T-Shirts aus der Altpapiertonne zu sammeln und als ich das Grundstück verlassen hatte, begegnete mir als erstes eine Radlerin, die wüst einem wegfahrenden Auto hinterherschimpft. Willkommen zurück. Berlin!

    Die Alte Schule heißt Beach and Burger

    Auf der Rückfahrt entdeckte ich neue Radiosendung: Sehr ungesund, weil sie dazu verleitete, das Radio viel zu laut aufzudrehen: die Tanzhalle auf radioeins. Mit einem wildem Stilmix tanzbarer Musik von 1950 bis 20251, quer durch Stile und Genres hüpfend, was bei Hüpfmusik auch angebracht ist. Endlich mal eine Radiosendung, die erfolgreich suggeriert einfach Lust auf Musik zu haben, ohne in Muster passen zu müssen.2

    Bonus, weil ausgerechnet der komplett unbekannte 1990s Dance Kracher Shopaholic von bis aus Glasgow3 auf der Playlist auftauchte, von dem ich immer dachte, dass den außer mir in Deutschland nie jemand gehört hat.

    Auch auf der Rückfahrt war ich auf der Suche nach einer Alternative zum McDonalds Wittenburg. Also fragte ich mal den Halluzinator. Nach etwas hin- und her-iterieren einigten wir uns, dass ich eine Bademöglichkeit in der Pause nett fände und er empfahl:

    • Zarrentin. Das Café Alte Schule und die Schaalsee-Badestelle am Kloster.

    Ihr ahnt es. Weder gibt es in Zarrentin ein Café Alte Schule noch eine Badestelle am Kloster. Aber es gibt Zarrentin. Und es liegt sowohl neben der Autobahn wie auch am Schaalsee. Und es gibt eine gut aussehende Strandbadgastronomie.

    Somit funktionierte der Halluzinator wie so oft bei mir: Inhaltlich falsch, aber mich auf richtige Ideen bringend.

    Naja, der Badebesuch fiel ins Regen-Wasser. Aber ich wollte zumindest schauen, fuhr kurz von der A24 ab, lief die kurze Strecke zum Strandbad – und war angetan. Genau so sollte ein nettes sympathisches Seebad aussehen. Ich komme wieder.

    Blick auf die Badestelle Schaalsee in Zarrentin. Wiese mit einem kleinen Stück Sandstrand, eine hölzerne Begrenzung des Nichtschwimmerbereichs, Holzbänke und eine kleine Badeinsel. Ein großer Baum würde Schatten spenden wenn es nicht eh nieselregnete.

    Kugeldistel Regenschutz

    Zwei Tage Regen in Latifundinien. Ein ungewohntes Ereignis, aber kein unwillkommenes. Der Garten ist zwar sehr auf trockene, heiße Bedingungen ausgelegt, sieht in grün aber tendenziell besser aus als in braun.

    In einer Regenpause: Friedlich auf der Bank sitzen, Schuhe anziehen und durch einen Windhauch eine Rosenduftwolke Stanwell Perpetual abbekommen. Diese Hecken sind einfach faszinierend.

    Die Himalayan Musk an der Pergola beginnt inzwischen in mehrere Richtungen gleichzeitig zu wachsen. Ich bin gespannt auf den Tag, an dem wir unserer Nachbarn vor ihr beschützen müssen.

    Die frei versamte Königskerze auf der Wiese ist schon lange großer als das Bäumchen mit den Sauerkirschen, mittlerweile überragt sie auch mich.

    Ein Anblick zum Schmelzen: klatschnasse Hummelpulks, die unter den Kugeln der Kugeldistel hängen, auf der Hoffnung dort vom Sturzregen geschützt zu sein und gleichzeitig eine Pollenversorgung zu haben,

    Puscheln und Rauchen

    Vielleicht sollte ich diesen Post einfach das nächste halbe Jahr jede Woche verlinken. Frau Herzbruch: 14.07.2025 (post-Puschelparade)

    Readinginsweden puschelt mit und war den Rest des Tages beim Postcrossen: #12von12 12.7.2025

    Hotel Mama feiert Geburtstag und bemerkt Kulturwandel: ich biete das bei einladungen immer allen an, raucht drinnen, ich mag das aroma, macht aber keiner mehr, der gang auf den balkon ist konditioniert, ist ja auch so ein ausstieg aus der sozialen situation ins ganz eigene, du mit deiner kippe unterm nachthimmel, das hat was.

    It always rains bei Foersters Garten.

    Onli blogging probiert LLM im praktisch-automatisierten Einsatz: So kann man LLMs nutzen, um in Bilder verpackte Charts zu Text umzuwandeln Spannend. Aber auch mit dem erwartbaren Ergebnis: Die LLMs jetzt, also zumindest gemma3, machen das Interpretieren der Chartgrafiken dagegen erstaunlich gut. In vielen Fällen funktioniert das einfach, dann ist das wie Magie. Leider funktioniert es nicht immer, und genau, da rennt dieser Ansatz in die typischen LLM-Probleme… Auf der einen Seite ist das nun mögliche automatische Umwandeln also eine riesige Arbeitserleichterung, auf der anderen muss man die LLM-Ausgaben sehr genau kontrollieren, sonst haut man sich Fehler in die Datenbank

    Anmerkungen

    1. Wobei ich den vagen Verdacht habe, dass die moderierende Redakteurin Annika Line Trost ein 1970er und früh 1980er-Jahrgang ist – zumindest der Musikgeschmack spricht dafür. ↩︎
    2. Dreimal herumlicken brachte mir die Erkenntnis, dass sie auch regelmäßig Parties im Haus der Kulturen der Welt veranstaltet: Dance the Oyster. Das kann eigentlich nur Spaß machen. ↩︎
    3. Zu meiner Überraschung: Sie existieren noch/wieder und gehen auf Tour: 9th October 2025 – Glasgow, QMU (with Jesus Jones and EMF). Hmm. ↩︎
  • 25-07-01 Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    25-07-01 Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    Wir tranken Bier (alkoholfrei) und Buttermilch.

    Es war ein latifundaler Sonntag und ein arbeitlicher Montag, weiterhin im Juni-Hochsommer. Die kurze Brutalhitze begann sich langsam anzukündigen.

    Am Montagmorgen passierte ich den Späti mit dem handgeschriebenen Corona-Gedächtnis-Schild: Dieser verkauft Masken, Klopapier und Küchenpapier.

    In Voraussicht der Hitzetage transportierten wir den Ventilator aus der Mittelmark nach Berlin. Madame bestellte Kälteschals.

    Montag war es schwül.

    In letzter Zeit häuft sich Besuch. Montagabend versuchte sich ein Gas-Vertrags-Verkäufer. Aber anscheinend war er neu im Job. Er hatte versäumt wieder zu Atem zu kommen, bevor er in unserem Stockwerk die Klingel drückte. Und so stand ein schwer hechelnder junger Mann vor mir, der kaum in der Lage war, sein Sprüchlein aufzusagen.

    Bachstelze am morgen

    Die Hausrotschwänze besuchen uns dieses Jahr weiterhin seltener in den märkischen Hamptons. Dafür kommen regelmäßig Bachstelzen. Offenbar haben sie ein Domizil in der Nähe bezogen.

    Als leichte Andeutung des Herbstes sammeln sich Stare zu schwärmen und ziehen am Himmel über die Kolonie.

    Auch der Marder kommt weiterhin. Etwas Regen letzte Woche, weichte den Boden genug auf, dass unser komplettes Auto von seinen schlammigen Fußabdrücken gezeichnet wird. Andere Menschen müssen so etwas notdürftig mit Aufklebern simulieren.

    Spaß mit dem Halluzinator: Ich nehme ein Bild eines grün-gelben Käfers auf, frage ihn: „Was ist das?“ Er antwortet mit einem Käfer, der immer rot-schwarz ist.

    Rückfrage von mir: „Hä?“

    Antwort: „Das hast Du sehr gut beobachtet!“ Diese Mischung aus kompletten Gaga-Antworten mit ewiger Lobhudelei – der Nutzwert generativer KI scheint mir weiter stark eingeschränkt, aber unterhaltsam ist sie auf jeden Fall.

    Spannender (und soweit ich beurteilen kann auch richtiger): Die Antwort des Halluzinators auf die Frage, warum auf der Wiese mal Knautien wachsen und mal Land-Reitgras (auch Landschilf). Auch wirkt seine Auskunft kompetent, was Boden, Mikroklima und verschiedene Mahd-Regime der Vergangenheit im Platterbsenbereiche von den vier Brennesselecken unterscheidet.

    Auch spannend: Dass ein eigentlich kleines Gelände so eine Vielfalt an verschiedenen Wuchszonen auf der Wiese bietet. Aktuell breiten sich Labkraut und Knautien aus, während Reitgras stabil bleibt, Glatthafer potenziell auf dem Rückzug ist.

    Eines haben die Halluzinator-Auskünfte der Wikipedia voraus: Der Halluzinator weiß, dass das rötlich blühende Reitgras in der Abendsonne poetisch aussieht. Wikipedia verschweigt das.

    Unbekannter Käfer. Auf jeden Fall kein Oulema melanopus

    Gedanken schwirren lose wie Fruchtfliegen um mich her

    Während ich dies schreibe, mache ich mich für den Teamtag am Wannsee bereit; in einem Team voller gebürtiger Berliner wird das zum Teil ein Trip down memory lane. Passend dazu läuft das Dota-Kehr-Lied zur Westberlin-Nostalgie:

    Und ich bin im alten Westberlin / das es komischerweise immer noch gibt .. Komm wir verschleudern die gute Laune am U-Bahnhof Bundesplatz / Bleiben am Steintisch sitzen / oder fahren raus zum Wannsee mein Schatz .. Wir waren im Linientreu, waren im Rock-it / mit Schülerausweis 16 und drei Getränken frei / Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    Denn die Post brachte Dota die Triple-Deluxe-Box von Dotas crowdgefundetem Albun Springbrunnen. Es kamen das Album, das Bonus-Album, das Live-Solo-Album (mit Westberlin) und das Liederbuch – und jetzt bin ich beschäftigt. Soviel Text. Soviel Musik. Quasi alles davon spannend, interessant, bedenkenswert. (Besprechung im Rolling Stone von Album 1: Obwohl Dota Kehr schon zweimal den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen hat, ist der Pop auf „Springbrunnen“ viel zu groß, um noch als Kleinkunst durchzugehen.)

    Falls ihr nichts mehr von hört, ich bin Dota hören und lesen.

    Essen bei Hitze

    Als Erinnerung (auch an mich selbst): Der Crocky bleibt beim Kochen ziemlich kühl – gut wenn man nicht noch Zusatzgrad in der Küche produzieren will: Gabi Frankemölle mit Die 10 besten Slowcooker-Gerichte für den Sommer

    Noch besser: Das Restaurant im Fluss: Chef Dean Baldwin Lew was looking to host a dinner of an invasive species. The Ministry of Natural Resources told him that it was illegal to carry the Rusty Crawfish over land as a single pregnant animal could extend the population to another watershed. His only option to cook & serve was to do the whole thing in the actual river where they are caught. (via Messy Nessy Chic)

  • 23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    Als ich auf dem Balkon die Wäsche aufhängte, sah ich auf dem Bürgersteig gegenüber und eine Frau in weißer Schlaghose mit schwarzem Top von rechts nach links durchs Bild laufen. Und von links nach rechts. Außerdem fuhr sie mit dem Fahrrad einmal quer. Anscheinend sollte ich mir dieses Jahr weiße Schlaghosen und ein schwarzes Top besorgen, um im Trend zu liegen.

    Damit uns die Baustellen nicht ausgehen, wurde auf der Straßenseite gegenüber eine neue aufgebaut. Diese umfasst mehrere Dutzend Meter Busspur. Die Absperrung wirkt ungeahnt professionell für diese Gegend. Anscheinend soll es länger dauern.

    Und die Baufirma wurde vielleicht nicht gestern als UHG-Tochter Ltd gegründet, die zum Firmengeflecht einer SE (Gibraltar) gehört, während der analphabetische Geschäftsführer in einem Schuppen in Rumänien sitzt und für 20 Euro irgendwas unterschrieben hat. Vielleicht ist hier eine echte Baufirma tätig!

    Der Masterplan

    In der Post lag der Hagen-Studienausweis für das Wintersemester ’23/’24. Dies ist ein geeigneter Moment, um meinen mehr als vermessenen Plan für das weitere Studium niederzuschreiben. Für später zum Kopfschütteln und „Haha!“ sagen.

    • Also Bachelor Wirtschaftsinformatik zu Ende, Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Master Wirtschaftsinformatik. Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Bachelor Mathematisch-technische Softwareentwicklung. (Der liegt so zwischen Informatik und Mathe wie Wirtschaftsinformatik zwischen Informatik und Wirtschaftswissenschaften liegt). Durch die Anrechung der ganzen Mathe- und Informatikkurse aus den Vormestern geht das hoffentlich übersichtlich schnell. Dort die Wahlmöglichkeiten in Richtung Mathe ziehen.
    • Und wenn ich das dann habe, habe ich die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Master in Mathematik erworben.

    Andererseits: Eskalation kann ich. Es begann damit, dass ich vor einem geschlossenen Stadtbad Schöneberg stand und weitere Bäder erkundete. Dann kam ein Blog und ein Quartett hinzu und mittlerweile arbeite ich bei der Anstalt.

    Oder ich schaffe einfach NIE diesen Kurs in Algorithmischer Mathematik und humple mich irgendwann mit letzter Kraft zum Bachelor Wirtschaftswissenschaft. Aktueller Stand: Nach vier Stunden des Grübelns und Recherchierens kam ich darauf, warum ein Pfeil → in der Aufgabenstellung ein Pfeil mit Querstrich ↦ ist – und warum der Querstrich diese Aufgabe deutlich verkompliziert. Es geht nicht um eine Funktion, sondern um einen Weg in einer Kurve. Mon dieu!

    Haselnüsse und Brokkoli

    Sonntägliche Gartenbeobachten: Letztes Jahr war ein gutes Apfeljahr. Dieses Jahr wird ein gutes Blattlausjahr. The Swingin‘ K’s sind zurück im Garten. Und das freute mich sehr.

    Blühender Rosenstrauch, Stanwell Perpetual, mit weißen und blassrose Blüten

    Besuch aus Wochenend-West erzählte vom Urlaub in Cuneo (Piemont). Endlose Landschaften mit Haselnussbäumen. Und ihre Vermieterin: „Alles Nutella.“

    Herr southpark, woran merken Sie, dass sie alt werden? – Ich sah eine Werbung *zwinker* *zwinker* für Cannabisblüten, die *zwinker* von Brokkoli sprach. Und ich dachte: „Ach schade, Brokkoli hätte ich spannender gefunden.“

    Ich lernte: Der Hauptzweck von Privat-Alarmanlagen liegt darin, im Haus einen derart betäubenden Lärm zu veranstalten, dass es der/die/das Dieb vor Schmerz nicht aushält und flieht.

    In der achten Klasse hielt ich einst ein Referat über Billy Joel. Mein Musiklehrer war verwundert, warum ich einen vollkommen unmodernen Sänger als Thema wählte. Ich finde, Joel hat sich über die Jahrzehnte besser gehalten als Vieles, was 1990 modern war. Und vielleicht spürte ich schon damals einen gewissen New York State of Mind. Joel spielt 2024 sein letztes Konzert im Madison Square Garden. Die New York Times zitiert den New Yorker Bürgermeister Eric Adams mit „There’s only one thing that’s more New York than Billy Joel. And that’s a Billy Joel concert at MSG.” Ein schönes New-York-Video auch von Billys Lieblingssong: Scenes from an Italian Restaurant.

    Passend: Dieses begeisternde Outdoor-Dining-Cover des New York Magazines.

    Frau Herzbruch erzählt von Harz im Jugendhandball. Da kommen viele klebrige Erinnerungen hoch. Inklusive meiner späteren Befriedigung als unser ewiger Angstgegner als TSV Hannover-Burgdorf in die Handball-Bundesliga aufstieg.

    Comic: Wie lebt es sich als komplett farbenblinder Mensch. A Vision in monochrome.

    „The peanuts are still on board the aircraft, boarding will be withheld until clearance is given!“

    TwinDos Nummer 2 meldet, dass es fast leer ist.

  • 23-05-19 Milchstraßen

    23-05-19 Milchstraßen

    Im Treppenhaus liegt eine Karotte.

    Als Berliner mit norddeutschem Migrationshintergrund möchte ich schreiben „liegt eine Wurzel“. Aber für eine potenziell DACH-weite Leserschaft wäre das zu uneindeutig.

    Im Treppenhaus liegt also eine Möhre. Aber wie sie dorthin kam, was sie dort macht? Alles bleibt offen.

    Madame entdeckte an Brandenburger Straßen und Wegen zwei Alpakas und zwei Steinpilze. Letztere waren überraschender. Aber wenn es aussieht wie ein Steinpilz, sich bewegt wie ein Steinpilz und schmeckt wie ein Steinpilz, dann war es ein Steinpilz. Zumal wir jetzt mehr als 24 Stunden seit dem Verzehr gesundheitlich unbeeindruckt überstanden haben.

    Die Erdbeere am Südkreuz hat eröffnet.

    Braveheart war zu Besuch und erzählte von Südkorea. Wir unterhielten uns über Finanzbeamt*innen in Filmen. Neben Everything everywhere und Stranger than Fiction fiel uns wenig ein. Für Tipps wären wir dankbar. Nicht geklappt hat es, Braveheart und die Königin gleichzeitig hier zu haben. Zu sehr war sie damit beschäftigt, einen Chatbot zu bauen.

    Abends betrachteten wir Venus und ISS am Himmel. Die Milchstraße erwies sich schnell als Wolkenband, das die nahe gelegene Berliner Großstadtlichtkuppel widerspiegelte.

    Über die Kleinstadt Velten kann man, oder zumindest ich, einiges an Schlechtem sagen. Aber die weißen Wände der Bahnstrecke kurz hinter Velten, voll von Weißdornhecken, möchte ich uneingeschränkt Loben. Im Garten zeigen Stacheldrahtrose und Stanwell Perpetual erste weiße Blüten. Die Wege voll von Gänseblümchen. Weiße Tage.

    Gänseblümchenreicher Blick entlang von Gartenweg und Beeten

    Eine der positiven Entdeckungen von Corona war das Autokino. Wir bedauern das schnelle Verschwinden desselben. Im Internet entdeckte ich nun das Autokino Zempow. Dieses wurde durch Corona wieder zum Leben erweckt. Es bietet für Brandenburger Dorfkinoverhältnisse ein spektakulär gutes Programm.

    Durch eine FAZ-Überschrift (Rest: Paywall) entdeckte ich Jessica Wynne und ihr Fotoprojekt/Buch Do Not Erase – über Tafelbilder von Mathematikern. Und ich glaube es enthält vieles dessen, was ich an Mathematik großartig finde.

    Herr Buddenbohm schrieb einen Nachruf. Frau Tibertaunus diskutiert mit dem Römer über Brioche und Brioche.

    Die ersten TwinDos sind fast alle. Die Agragenossenschaft um den Garten herum feiert das lange Feiertagswochenende mit einer mehrfachen Gülleausbringung.