Schlagwort: Streik

  • 25-03-15 No Code Softwareentwicklung

    25-03-15 No Code Softwareentwicklung

    Da ich aus Lerngründen gerade noch stark beschränkt ansprechbar und einsatzfähig bin, bin ich auf Madame-Verwöhnung angewiesen. Dies setzte sie heute durch Butter Dal hervorragend um. Crowdfarming-Linsen nach Art Butter Chicken, nur halt ohne Chicken.

    Freitag ein lustiges Drei-Personen-Meeting. Ich „Eigentlich wollte ich heute frei machen, lernen. Aber für Euch beide..“ Nummer 2: „Eigentlich wollte ich heute streiken. Aber für Euch beide..“ Ach, hätte ich heut streiken sollen? Oops, da muss ich wohl besonders laut vor den nicht-geleerten Müllcontainern die Internationale singen.

    Immerhin schönes Meeting: Sehr konstruktiv. Wir haben (geplant und gewollt) alle viel gelernt. In einem Prozess, der sich seit Monaten wie Sirup zieht, sind wir einen großen Schritt weiter. Außerdem sind die beiden einfach an sich großartig, und ich habe mich auf beide gefreut.

    Noch besser: Eine habe ich überzeugt, bei der Bachelorarbeit als Korrekturleserin zur Verfügung zu stehen.

    Ba

    Vor die Bachelorarbeit allerdings setzte die Fernuniversität in Hagen die normalen Module.

    Montag kommt die Klausur in Informationsmanagement. Da ich dies von allen drei Modulen dieses Semesters für das schaffbarste und das am wenigsten aufwendigste hielt, muss ich halt den Aufwand in die übrige kurze Zeit quetschen, die mir die anderen Module lassen.

    Das bedeutet jetzt: Ein paar Tage lernen bis das Hirn sich jeweils in zu-lang-gekochten Blumenkohl verwandelt. Rechtzeitig damit aufhören, damit es sich bis Montag um 9 zur Online-Klausur wieder vollständig entmatschen kann,

    Aber erstmal los. Freitag: IT-Architektur (Unternehmensarchitektur, Referenzarchitekturen, Reifegrade). Heute Erbringung (Dienstleistungsmanagement (Service Management / ITIL), Bedarfsmanagement (Software-Outsourcing / Cloud) und Softwareentwicklung (Wasserfall / Agil)) und Anforderung (Klassisches Anforderungsmanagement und Innovationsmanagement.)

    Ich lernte: SECI benötigt Ba. Die Theorie der organisatorischen Wissensteilung nach dem SECI-Modell (Sharing, Externalisaton, Combine, Internalisation) benötigt einen gemeinsamen geschützten Raum Ba, um zu funktionieren.

    Leicht seltsam der Teil zur Softwareentwicklung.

    Der hat einen Exkurs Richtung Low Code/ No Code und „Citizen Development.“ Dann behandelt er lang und ausführlich Wasserfallmodell in all‘ seinen Phasen mit Lastenheft, Pflichtenheft und allen Prozesschritten, ebenso wie die Abwandlungen wie das SLDC. Natürlich kommt agile Softwareentwicklung unter besonderem Schwerpunkt SCRUM mit Exkurs Spotify-Modell vor. Aber es steht im Modul halt nichts zur eigentlichen Codeerstellung.

    Es istwie ein Überblick über das Schreinern, der von Handwerkskammer, Ausbildungsordnung, Rechnungssstellung und Werkzeugkauf erzählt, in der aber die Wörter Baum, Holz, Maßband und Säge nicht vorkommen.

    Andererseits: für ein Management-Modul ist das realitätsnah.

    Aber zurück in den Lerntunnel.

    Hervorragende Kenntnisse der Popgeschichte

    War was in der Welt um mich herum? Vermutlich. Ab Montag Mittag bin ich bereit, das wieder zur Kenntnis zu nehmen.

    Derzeit nur im Hinterkopf behalten, falls ich auf die Informationstechnologie doch keine Lust mehr habe. Deutschlandradio sucht einen Redakteur Musikplanung. Anforderungen unter anderem: Hervorragende Kenntnisse der Popgeschichte.

  • 23-06-22 Schmalziger Storchenblick

    23-06-22 Schmalziger Storchenblick

    Madame bekam eine Miniatür-Schultüte. Nun besitzt sie bereits zwei.

    Die lange Baustelle entlang der Straße scheint weder für Glasfaser noch für eine Radspur zu sein. Die Bauarbeiter sägten jeweils zwei Meter Asphalt links und rechts der Gullideckel auf. Noch deutlicher der Hinweis an der gesperrten Bushaltestelle: „Gesperrt wegen einer Baustelle im Auftrag der Wasserbetriebe.“

    Den Rest der Absperrung haben inzwischen parkende Autos in Beschlag genommen.

    Unser privatbaustelliger vor-dem-Haus-Bauzaun ist beim letzten Sturm in Teilen umgekippt. Die zuständigen Bauarbeiter scheinen hier schon länger nicht mehr vorbeigekommen. Heute Nacht wird dann vermutlich der Rest des Zaunes fallen.

    Das im März angestoßene Gaspreis-Schlichtungsverfahren ist inzwischen in die Phase eingetreten, in der die Schlichtungsstelle Energie die e.on angesprochen hat. Ich habe Glück, dass die neumodische Untugend der Ungeduld nicht die meine ist.

    Die latifundierenden Gäste besuchten den Werksverkauf des Luisenhofes und brachten biologisch besternte Milch und Käse mit. Abends trafen wir uns im Dorfkrug Bärenklau.

    Ein jedes Dorf sollte einen solchen Krug haben: Im Besitz und verpachtet von der Gemeinde. Die Pächterfamilie(?) kommt aus Polen und macht das was man hervorragende Hausmannskost nennen würde. Wenn mensch sich ein idealtypisches „Hier kocht Oma“ vorstellt, reicht das Essen im Dorfkrug nah an diese Vorstellung heran. Die Gastfreundschaft ist auch familiär.

    Schön für Pächters, schade für uns: Wir scheiterten schon mehrfach daran, „einfach so“ vorbeizukommen. Wir mussten reservieren.

    Auf dem Dächern des benachbarten Remontehofes ein Storchennest. Mampapa Storch fütterte zwei Jungstörche. Der Bärenkrug reichte Schmalzstullen als Gruß aus der Küche.

    Demnächst wird im www etwas stehen.

    Madame buchte zwei Fahrkarten Warschau \( \rightarrowtail \) Danzig im polnischen ICE, dem EIP (Express InterCity Premium). Kurz danach verkündete die Deutsche Bahn demnächst unbefristete Streiks. Wenn wir erstmal in Warschau sind, ist das natürlich kein Problem mehr. Aber wir müssen ja auch noch nach Polen gelangen.

    Paris ist eine Stadt, die mich nie reizte. So sehr gingen mir an Anpreisung als Weltzentrum der Romantik und meine inneren Bilder vom 12-spurigen Kreisverkehr am Arc de Triomphe, überteuerten Mini-Wohnungen, und Touristenhorden vor dem Eiffelturm auseinander. Aber dieser Spaziergang, der reizt mich schon. Auf der Löffelliste steht Blackpool weiterhin vor Paris.

    In einer Premiere nach 60 Jahren nannte David Austin Roses ihre neue Züchtung nach einem nicht-weißen Menschen. Die Dannahue ist benannt nach Danny Clarke, UK-bekannt als „The Black Gardener“ der BBC.

    Gestern Nacht im Radio Dota mit Per l’Universo – der Crucchi-Gang Italo-Pop-Version von „Für die Sterne.“ Gerne wäre ich genau zu diesem Sound eingeschlafen. Hat leider nicht funktioniert.

    Kuechenlatein.com wird volljährig. Frau Rabe inspiziert Korea.

    Ein Mittagspausenspaziergang ließ sich nett mit einem Außeneinsatz in den Büros der Sportschwimmhalle Schöneberg kombinieren. In der Tasche Privathandy und Diensthandy nebeneinander. Das Privathandy hatte nach 15 Minuten Weg 30% Akku verloren und ich hätte mir daran fast die Finger verbrannt. Das Diensthandy blieb ungerührt.

    Immerhin kam ich beim Spaziergang an einem schönen „Vorgarten“/Fensterarrrangement vorbei.

    Vorgarten mit verschiedenen Sommerblüten auf Gras, ein Fenster mit rotem Regenschirm.

    Mittwoch Abend: Temperatur Küche 26 Grad, Luftfeuchtigkeit knapp 70%. Wetter, um stumpf vor dem Regenradar zu hocken und auf bessere Zeiten zu warten. Wobei, da fällt mir ein: Ich glaube, genau so habe ich manch‘ Sommerwoche im Studium verbracht.

  • 23-03-23 Cinque latte macchiato

    23-03-23 Cinque latte macchiato

    Madame bestellte 31 Collegeblöcke.

    Währenddessen saß ich hier im Wesentlichen zwei Tage herum, atmete aus und dachte „Erstmal Ruhe für die nächsten paar Monate.“ Little did I know.

    Ich machte was man so im Urlaub-in-der-eigenen-Stadt macht:
    FMSE-Impfung (Teil 1), Termin für die Fahrradinspektion machen, endlich die Schlichtungsstelle Energie in Bewegung setzen, den verschwundenen Bonuspunkten hinterherjagen, Blutspendetermin buchen, länger unbeantwortete Privatmails beantworten, VHS-Kurse Italienisch recherchieren.

    Ich las und saß im Lassenpark. Passend zu meinen Bummeltagen schaltete die Sonne auf Frühjahr. So konnten ich, die Three Men on a Bummel (die Nachfolger von Three Men in a Boat), und mein Notizbuch lange auf wechselnden Parkbänken sitzen und Menschen und Hunden zusehen.

    Das Beste an den Tagen: Ich saß im Café und trank Latte Macchiato. Einfach so am hellichten Vormittag, über Stunden mit Buch und Notizbuch. Es fühlte sich herrlich dekadent an.

    Der Besuch der Traglufthalle im Kombibad Seestraße fiel aus. Ich liebe die Atmosphäre unter diesem Hallendach. Sehr eigen, sehr besonders. Aber: Streik!

    Streik ohne mich: Wer urlaubt kann nicht streiken – soweit klar. Aber wäre es ein Streikbruch wenn ich privat als Kunde in ein Hallenbad gehe an Tagen an denen die BBB eigentlich streiken? Die Frage stellte sich nicht, denn das Bad war geschlossen.

    Also planten wir um und nutzten die Gelegenheit um auf die Dachterrasse des Humboldforums/Stadtschlosses zu gehen. Berlin spielte weiterhin mit und bescherte perfektes Aussichtsterrassenwetter.

    Blick auf sonnenbestrahlten Fernsehtirm, Nikolaukirche, Park Inn vor einem dunklen Gewitterhimmel.

    Das Forum/Stadtschloss selber: meine Spontanassoziation war „Repräsentatives Geschäftshaus mit Geld in München“ – keine Preußenherrlichkeit, keine Restauration, aber auch keinerlei Berlin-Flair. Madame assoziiert „Flughafen Zürich.“

    Fernuni

    Kellerkind fragte: Warum Fernstudium. Ich habe die Frage schon mal beantwortet, aber da die Antwort anscheinend nicht hängen blieb, gelobe ich ausführlichere Behandlung in Zukunft.

    Einer der Gründe, „warum Wirtschaftsinformatik“ war, dass ich mir Mathe/Informatik nicht mehr zutraue. Der Mathe-LK ist Jahrzehnte her. Ich ging davon aus, dass man die sehr saubere, schnelle Art des Denkens, die für Mathe notwendig ist, mit dem Alter graduell verliert. Sprich: mein 20-jähriges Ich ist dem jetzigen Ich mathematisch deutlich überleben. Ich ging davon aus, dass Wirtschaftsinformatik was den Mathe-Logik-Teil angeht eher „Mathe light“ wird.“

    Und dann – stellte ich fest, dass es mit Alter und Mathematik wohl komplizierter ist. So gibt es auch Studien, die sagen, Menschen können einfache Arithmetik am besten wenn sie 50 sind.

    Und ich bekam den Kurs „Algorithmische Mathematik“ für das Sommersemester 2023 ins Haus geliefert, der seine Literaturtipps beginnt mit „Dieses Buch empfehlen wir insbesondere den Wirtschaftsinformatikern. Sie können damit ihre mathematischen Defizite gegenüber den Informatikern nacharbeiten.“ Und auch sonst wirkt der ganze Kurs als folgte er dem Motto „Keine Gefangenen. Hier wird sauber und logisch gedacht und wer nicht sauber und logisch mitdenkt, mag ein toller Mensch sein – aber hier nicht.“

    Mich kickt das. Aber ich fühle mich auch wie vor dem Aufsitz auf einem Rodeobullen. Es wird a wild ride. Es kann sehr viel Spaß machen. Aber die Chancen, dass ich vor dem Ende runterfalle und mich in Sicherheit bringen muss, sind hoch. Meine Chancen auf Fernuni-Ruhe sanken natürlich auf 0%, sonst rast der Bulle schon los, bevor ich mich auch nur festhalten konnte.

    Vorbeigeschwommen

    Uta Bräuer postete wieder ein Schwimmbadvideo. Das Stadtbad Spandau Nord bezeichnete ich einst als „das schönste Berlins“ und dank Uta könnt ihr auf Youtube sehen, warum.

    Bevor ich in die ultimative Lobhudelei auf das Panzermuseum ausbreche, poste ich einfach einen Link.

    Dank des Museums holte ich meinen zweiten Oscar-Film nach: Im Westen nichts Neues. Den Film habe ich noch nicht gesehen. Aber eine 80-minütige-Besprechung der fünfminütigen Panzerszene aus dem Film durch das Museum. Ich habe so krass viel gelernt über den ersten Weltkrieg und den Grabenkrieg und Strategie dahinter und über Panzer in Filmen.

    Zum Glück hatte ich die Zeit um dann im Panzermuseums-Youtubekanal zu versacken, mir die sowjetisch-russische Panzerstrategie erklären zu lassen, die Frage erläutert zu bekommen, ob der Tiger 1 ein Bauhauspanzer aus der Industriedesignschule ist und mir Klassiker wie The Face of Battle nahebringen zu lassen.

    Wer sich mehr für manchmal konfliktgeladenes Zivilleben interessiert. Frau Klugscheisser erzählt was hinter den Kulissen eines Langstreckenfluges interessiert. Teil 1 und Teil 2 und Teil 3.

    Worüber ich schon wieder vergaß zu Schreiben: Das Basketball-Team der University of Alabama. Das ist gerade heißer Favorit die College-Meisterschaften zu gewinnen; obwohl einer von Ihnen wegen einer Schießerei mit Todesfolge in Unterschungshaft sitzt und drei andere Spieler auch bei der Schießerei anwesend waren. Ganz wilde Geschichte.