Schlagwort: Taschenrechner

  • 23-09-28 Einkommen & Verbrauch

    23-09-28 Einkommen & Verbrauch

    Burger King im Südkreuz renoviert. Heute wurden die großen 3D-Buchstaben abmontiert. Es kann nur besser werden. Das Queens Pub Schöneberg (ehemals Geisterbahn) renoviert vielleicht. Auf jeden Fall ist der Eingang abgesperrt und die Fenster mit Papier verklebt. Shawarma One (die fünfte Döner-Inkarnation an diesem Standort in zehn Jahren) renoviert.

    Der Sommer zeigt sich genauso widerborstig wie unsere Brombeere und will einfach nicht gehen. Schwüle 28 Grad am 28. September.

    Madame holte 4000 Gramm Bildungswissenschaften aus dem Späti. Später freute sie sich darüber, wenn etwas eingetöckelt wird.

    Heute besuchte Madame den Roten Adler. Aufgrund besonders guter Führung bekam sie lebenslänglich. Zur Feier des Tages kaufte sie Königsblau.

    Traditionell liegt bei uns im Flur ein Paket des Lidl-Shops. Das haben wir mal für einen „Nachbarn“ angenommen. Den Namen kennen wir nicht – was angesichst des Immobilien-Hallodritums an unserem Haus noch nicht überraschend ist. Aber auch keiner unserer uns bekannten Nachbarn kennt ihn. Und an keinem Namensschild findet sich dieser Name. Nach Rückfrage bei Lidl: Wenn seit Wochen niemand das Paket haben will und der Eigentümer unauffindbar ist, soll man es einfach wegwerfen.

    Der Sozialwissenschaftler in mir findet statistische Erhebungen aller Art hochinteressant. Und so geriet ich in die Studie „Wo bleibt mein Geld?“ Irgendwie überlesend, dass ich jetzt für Monate jede Haushaltsausgabe in der App „Einkommen & Verbrauch“ eingeben soll. Mal schauen, wie wir durchhalten.

    Gute Nachricht: Ich bekam die Info, dass ich die Klausur zum Fernuni-Modul „Investition und Finanzierung“ bestanden habe. Damit belegte ich sechs Module, legte sechs Prüfungen ab und habe sechsmal bestanden. Damit bin ich voll im Regelplan für Teilzeitstudent*innen. Sollte die Algo-Mathe noch was werden, bin ich dem Plan sogar voraus.

    Taschenrechner?

    Letztens unterhielt ich mich mit einer ehemaligen Mathelehrerin, warum sie den Schuldienst verlassen hat. Einer der Gründe „Alles, was ich an Mathe mochte, das kreative Problemlösen, kommt in der Schule nicht vor. Stattdessen geht es um Rechnen und Formeln.“

    Passend dazu, die Discord-Diskussion im Channel zum Fernuni-Modul „Grundlagen der Mathematik.“ Frage: „Welcher Taschenrechner ist in der Prüfung erlaubt?“. Antwort: „Keiner. Aber er würde dir eh nicht helfen.“ Ich sage es ja, Alles findet im Zahlenraum 1,2,n statt.

    Noch spannender: ich bin jetzt im Fernuni-Discord. Zum Studienauftakt im 1. Semester dachte ich: „Der Anfang ist das Schwerste. Keine Ablenkung, Scheuklappen maximal; nur ich und das Skript. Und sonst nichts. Alle anderen Angebote beachte ich nur, wenn ich sonst gar nicht weiter komme.“

    Naja, Ich finde der Anfang ist im 4. Semester vorbei und ich kann mir auch mal das ganze Entertainment-Angebot von Mentoriaten bis hin zu Discord anschauen.

    Und gerade Discord. Micky-Maus-Heft-Leser*innen werden die Geschichten kennen: Die Ducks fahren auf eine Expedition, durchstreifen einsame Wälder, überqueren einsame Gebirge, laufen durch eine dunkle einsame Höhle und am anderen Ende der Höhle findet sich eine blühende Zivilisation mit tausenden Menschen auf der Straße, einer hochentwickelten Kultur und Artefakten zum Staunen. So ähnlich ging es mir, als ich mich auf Fernuni-Discord anmeldete.

    Ich stelle aber schon fest, ich will mich nicht ablenken lassen. Ein zappeliger innerer kleiner Hund in mir will sich ganz dringend auf die theoretische Informatik und die Mathematik stürzen. Aber ein grummeliger Erwachsener hält ihn in Schach und sagt „Mach erstmal das Interne Rechnungswesen fertig.“

    Mehrere Fernuni-Skripte ausgebreitet auf einem Tisch.

    Nachtzugbegleiterin

    Bereits im letzten Post berichtete ich begeistert von der bloggenden Zugbegleiterin in Ausbildung. Jetzt entdeckte ich beim Rückwärtslesen: „Meine erste Nachtschicht.“ – Nachtzug mal von der anderen Seite.

    Fast so begeisternd: Die Kaltmamsell fährt nach Berlin und besichtigt Schafe!

    Ich muss 25 Jahre USA kulinarisch dringend in aller Ausführlichkeit würdigen. Bis dahin erstmal der Hinweis auf das Jubiläums-Kochbuch-zum-Herunterladen.

    In der FAZ ein langer Artikel zu Sarah Wagenknecht und ihrer Politik. Und er war erstaunlich kompetent geschrieben. Kurzes googeln erwies: der Autor ist Profgessor für Sozialstrukturanalyse an der Uni Basel: BRD noir.

    Microsoft arbeitet derzeit an seiner Atomkraftstrategie um die künstliche Intelligenz mit Energie zu versorgen.

    (Ich vertraue darauf, dass sich irgendwo im Internet Menschen über das Missverhältnis Finanzierung-Deutschlandticket und Finanzierung-Solar-Car-Ports aufregen. Dann muss ich das nicht machen.)

  • 23-09-14 Eigenkapitalrendite veganer Hackfleischproduktion

    23-09-14 Eigenkapitalrendite veganer Hackfleischproduktion

    Madame soll melden, ob sie einen Besucherparkplatz benötigt.

    Der Herbst naht. Lidl verkauft Weißwurst. Der Herbst naht. RTL kündigt die nächste Staffel Ninja Warrior Germany an.

    Der Fahrstuhl der Hinterhausbaustelle verschwand. Entweder sie haben jetzt alles Schwere und Sperrige vom Dach entfernt und neues Schweres und Sperriges hinaufverfrachtet. Oder das Geld ging ihnen aus. Oder jemand hat vergessen, den Mietvertrag zu verlängern. Alles ist möglich.

    „Unser“ Fahrtstuhl ist noch da. Und passend zum Klausurtermin hat mal wieder jemand lautstark auf dem Dach gearbeitet.

    Freundlicherweise waren die lauten Bohr-Zeiten immer nur einige Minuten kurz und über einem anderen Abschnitt der Wohnung. Nicht so gut war, dass dann auch noch auf dem Hof eine Mischung aus Laubbläser und Presslufthammer losging. (Keine Ahnung was – konnte ja nicht rausschauen, ich stand unter Klausuraufsicht). Immer sehr passend, wenn die Klausur eine Onlineklausur ist und ein Teil über eine Zoomkonferenz mit zwangsweise offenem Mikro läuft. Ich hoffe, bei den anderen kam der Baustellengeräuschpegel nur gedämpft an.

    r(*) = (e1/-2e0) x ((Wurzel(e1/2e0 – e2/eo)) -1)

    Ich stellte fest: Offensichtlich habe ich keine Blogleser*innen, die hier BWL-Korrektur lesen. Meine Ausführungen zum Cashflow vor ein paar Tagen waren falsch – aber zum Glück merkte ich es noch rechtzeitig. In der Klausur erschien auch prompt eine Frage zum Themenkomplex.

    Vor der Klausur kamen die letzten Tage der Vorbereitung. Wieder in Schöneberg. Wieder ging es mir am letzten halben Tag, vor allem darum, den Kopf frei zu kriegen und mir wieder etwas Flexibiliät in Hirn zu schaffen. Das heißt normalerweise Park + Schwimmbad.

    Diesmal nicht.

    Ich möchte die Chance nutzen, um unaufgefordert Gesundheitstipps zu geben: Falls Ihr vorhabt, Euch einen schwall kochendes Wasser über den Bauch zu kippen: Haltet ein!

    Es fühlt sich nicht so toll an. Das optische Resultat ist meines Erachtens verbesserungsfähig. Und vor allem: Danach habt Ihr länger eine größere nicht-verheilte-Wunde – mit der Schwimmen nicht möglich ist. Und das ist das Schlimmste!

    Irgendwie habe ich Mittwoch überstanden. Die Klausur entsprach im Wesentlichen meinen Erwartungen: (a) Wenn ich scheitere, dann nur an eigener Dämlichkeit. (b) Wie ich mich kenne, liegt das komplett im Bereich des Möglichen.

    K_0 = – 1000 + (200×1,02^-1) + (500×1,03^-2) + (500×1,01^-3)

    Also, einloggen heute um 8.40h, dem Zoom-Meeting beitreten, den Name auf Nachname, Vorname (park, south) ändern und den Bildschirm freigeben. Die Klausuraufsicht spricht Einzelne an, die bei einem der beiden Punkte Probleme haben.

    Um 8.55h werden die Fragen freigeschaltet. Um etwa 9.10h spricht mich eine Aufsicht via Breakout-Session an, lässt sich Personalausweis, Taschenrechner und leere Schmierblätter zeigen.

    Ich folge meinen üblichen Verfahren:

    1. Runde – alles überfliegen, so dass ich eine ungefähres Gefühl habe, für das was kommt.

    2. Runde – alle Fragen beantworten, bei denen ich ohne Überlegen entweder die Antwort weiß (MC) oder weiß was ich rechnen muss.

    3. Runde – Fragen, die mich einige Minuten des Überlegens kosten (Ich weiß, ich weiß die Formel – muss sie mir aber erstmal korrekt ins Gedächtnis rufen. Oder auch: Aufgabe mehrfach lesen, um sicher zu sein, wie ich sie verstehen muss.)

    4. Runde – Fragen, bei denen ich überhaupt mal überlegen muss, was der Ansatz sein könnte.

    Glücklicherweise war ich danach mit allen Fragen durch. Es war kurz nach 10 und ich hatte noch fast eine Stunde Zeit.

    Und dann kam: Gegenrechnen und gegenrechnen. Im Wesentlichen bestanden die Aufgaben aus Berechnungen, die etwas Taschenrechnerartistik verlangten. Auch wenn ich mich überzeugt hatte, dass all‘ meine Ergebnisse zumindest ein plausibles Ergebnis hatten; ich in der richtigen Größenordnung ankam- Verrechner sind bei mir immer möglich.

    Und wenn ich mal irgendwo 1,02 statt 1,03 getippt habe oder einen Term ganz vergaß – dann schreibe ich halt 330,679 statt der korrekten 337,987 – dann sind das Null Punkte bei der Frage.

    Naja, ich fand Verrechner und dann noch einige Verrechner und irgendwann fand ich keine mehr, war aber auch schon so gehirnmatschig, dass mein Rechnen vermutlich nicht mehr besser geworden ist.

    Um 11 Uhr war Schluß. Passend gewürdigt mit einem wilden Bimmeln vieler Handies in Hörweite der Klausurteilnehmer*innen. Und damit war mein 3. Fernuni-Semester beendet. Ich kann raten: Legt Euch wichtige Termine auf 11 Uhr am Alarmtag, das macht Stimmung.

    Nach der Klausur. Mit beschmiertem Schmierpapier und ordnungsgemäßen Taschenrechner.

    1, 2 und 3 – vorbei

    Damit ist Semester 3 des Fernuni-Abenteuers vorbei. Aktueller Stand: Bestes Semester. Sei es die wilde Achterbahnfahrt der Algo-Mathe, sei es Investition und Finanzierung (das ich viel zu lange sträflich ignoriert habe, eigentlich finde ich auch das inhaltlich spannend.)

    Langsam komme ich im ganzen Prozess auch so an, dass ich auf dem Fahrrad das neue Kranzler Eck/den Fernuni-Campus-Berlin ohne Nachdenken finde. Mein Arbeits- und Lernrhythmus wird besser. Meine Klausurvorbereitung zumindest etwas entspannter. Ich bekomme ein besseres Gefühl dafür, wie die Fernuni so tickt und was sie wirklich von mir will.

    (Wie immer half mir Inaugenscheinname: Zum Studientag nach Hagen fahren war trotz 38 Grad und Bahn-Chaos jeden Schweißtropfen wert).

    Morgen stehen vermutlich die Unterlagen für Semester 4 auf dem Briefkasten.

    Da ich immer noch nicht schwimmen durfte, also ausgiebig seufzen. Danach brach ich auf zur nächstbesten Alternative: Mit Ringbahn, U7 und Bus zum Bürgeramt Wasserstadt und meinen neuen Personalausweis abholen.

    Und jetzt bin ich knülle.

    Türkischer Basar

    Noch ein Gesundheitstipp: Nicht vom eigenen Steuerordner erschlagen lassen. Zum Glück sah Madame das ähnlich und wehrte das herabfallende Regalbrett ab.

    Bücher, auch nicht-Krimis, kaufe ich bei Hammett. Und gratuliere herzlich dazu, schon wieder den Deutschen Buchhandelspreis gewonnen zu haben.

    Karen war unterwätigt von Florenz und sah zu wenig von Pisa.

    Nachdem der Silobrand den NDR nach Wesselburen gelockt hatte, entdeckten die Journalisten auch gleich die rumänische Community. Ist auch nicht ganz einfach. Ein 3000-Einwohner-Städtchen (Land, Schleswig-Holstein, starker Rentneranteil), in das in wenigen Jahren mehrere hundert Rumänische Landarbeiter*innen ziehen. Sagen wir mal, die Auffassungen, was „normal“ und „richtig“ ist divergieren stark. Bisher verhalten sich alle Beteiligten vergleichsweise zivil.

    Für einen (Wirtschafts)Informatik-Studenten, dessen Arbeitsplatz sich im Organigramm unter Informationstechnologie->Infrastruktur findet, war mein Verhältnis zum „Programmieren“, immer etwas schwierig. Ich fand und finde es ziemlich umständlich, dem Rechner wirklich buchstabenweise erklären zu müssen, was er tun soll. Meine Neigung zu Tippfehlern ist in dem Kontext nicht hilfreich.

    Aber inzwischen verstehe ich genug vom Thema, um Programmiersprache als Konzept total spannend zu finden und auch, wie verschiedene Sprachen bestimmte Strukturen ähnlich oder halt verschiedenen lösen. Mit Genuß las ich „Python erklärt für Benutzer von R„.

    Ich habe leichte Hoffnung. Hoffnung, dass die Medien-Schul-Universitäts-Deutschen es schaffen, „Gastarbeitergeschichte“ auch als Teil „ihrer“ Geschichte zu begreifen. Vielleicht entwickelt sich eine kollektive deutsch Geschichtserzählung, die die Zeit der 1950 und folgende ebenso aus Sicht der Gastarbeiter*innen erzählt, wie aus Sicht der hier schon ansässigen.

    Auf jeden Fall hörte ich letztens im Deutschlandfunk Kalenderblatt ohne jedes Tamtam einen Rückblick auf den Ford-Streik 1973. Über eine neue Geschichts-Plakette in Schöneberg zum Türkischen Bazar in der Hochbahn stieß ich auf den Film Aşk, Mark ve Ölüm (Liebe, DM und Tod), der immerhin einen Berlinale-Publikumspreis gewann. Auch auf DLF mitten in der Lied und Folksendung spielte der Song Onda Calabra – dessen Video auch Italien-in-Deutschland-unglamouröse-Variante spiegelt.

  • 23-09-12 ANF = r / (1 – (1+r)^-T)

    23-09-12 ANF = r / (1 – (1+r)^-T)

    Der Wasserwart mit Bart fährt FIAT.

    (Fiat 500, Elektro-Version. Ich hoffe ihr habt in der ersten Zeile innerlich den Holperreim mitgesprochen.)

    Wir ernteten Alkmene (fürs Protokoll: Perfekter Zeitpunkt) und Gellerts Butterbirne. Soweit so normal für Mitte September. Außerdem bewässerten wir reichlich. Bei 31 Grad. Am 10. September. Nebenan verloren die Apfelbäume erste Blätter.

    Obwohl die Latifundien fast noch auf Berliner Stadtgebiet liegen, profitierten wir davon, dem großstädtischen Hitzeglockeneffekt zu entkommen. Die Hitzeglocke offenbarte sich Montag Abend: Aufbruch am Bungalow bei 18 Grad Außentemperatur. Ankunft etwas später in Schöneberg bei 25 Grad.

    Während Madame mit RE, S und Bus nach Südwestberlin fuhr, um Hamburger Anglist*innen zu treffen, war mein Plan „Nicht bewegen.“ In statischer Ruhe beobachtete ich überraschend viele Libellen. Der Garten wandelt sich über das Jahr: Vom Hummelgarten des Frühjahrs über Bienen und Feldwespen (Frühsommer) zu Schmetterlingen, Schwebfliegen und Marmeladenwespen (Hochsommer) bis zu den Libellen (Spätsommer).

    „Nicht bewegen“ ließ sich mäßig in Einklang bringen mit Grillen (Burgerpatties, Kürbis, Zucchini; Madame kochte dazu gigantische Artischocken vom Wochenmarkt.) Es lies sich gut in Einklang bringen mit: Für die Klausur lernen.

    Hand am Arm

    Auch wenn mich die frei fließende Mathematik aus der Algo-Mathe mehr reizte. Ich muss zugeben: Bei der sehr viel handfesteren Wirtschaftsmathematik lernt man etwas für’s Leben. Die Formel für den Annuitätenfaktor (ANF) in der Überschrift zum Beispiel berechnet bei einem Darlehen mit festem Zinssatz (r) und einer Laufzeit (T), wie viel man im Jahr zurückzahlen muss.

    Auch handfest: In der Vorbereitung lerne ich den Taschenrechner Casio fx87DE Plus ganz neu kennen. Wenn man die Formeln oft genug durchrechnet, entdeckt man manchmal doch weitere Tasten, die alles erleichtern oder stellt fest, dass das Modell manchmal Eingaben anders interpretiert als gemeint.

    Interner Zinsfuß

    Finanzmathe-Klausur bedeutet: Formeln auswendig lernen. Annuitätenfaktor, Rentbarwertfaktor, Agio/Disagio oder interner Zinsfuß.

    Zu meiner Überraschung gibt es laut Skript keine allgemeine Formel des internen Zinsfußes (r*), sondern nur eine Annäherung und Spezialfälle.

    (Für diejenigen, die sich fragen: Welcher Zinsfuß? Das ist der Zinssatz auf dem freien Markt, bei dem sich eine Investition noch lohnt. Also wenn ich bei der Bank Kredite für 10% Zinsen aufnehmen muss, lohnen sich weit weniger Investments als bei 0,5%.)

    Einer dieser Spezialfälle wird auf jeden Fall in der Klausur ein Thema sein. Und deshalb liste ich sie noch einmal auf.

    Modell Zero-Bond (eine Auszahlung, eine Einzahlung T Jahre später: \(r* = \sqrt[T] {e_T/-e_0} -1 \) . Dabei T = Zahl der Jahre. \(e_T \) = Einzahlungsbetrag am Ende. \(e_0 \) = Auszahlungsbetrag am Anfang.
    Modell Kuponanleihe (Eine Auszahlung am Beginn, zwischenzeitlich Raten, am Ende Rate+Ersteinzahlung zurück). \(r* = z \). Dabei enstpricht \(z \) dem Prozentsatz der jährlichen Rate von der Ursprungseinzahlung, der Endbetrag \(e_t \) ergibt sich aus \(-e_o + z \).
    Modell drei Zahlungen: Ist mit jetzt zu komplex, das hier als Formel zu schreiben. Man muss die diversen Zahlungen dividieren, addieren, exponieren und wurzeln.
    Bei der ewigen Rente gilt \(r* = (e/-e_0) \) Dabei ist \(e \) der jährlich zu erwartende Betrag, \(e_0 \) die Eingangsauszahlung.

    Für eine allgemeine Formel rät das Skript zur Wahl zweier möglicher Zinssätze. Man errechnet aus denen einen besser passenden dritten Zinssatz und tastet sich immer näher heran.

    Ich halte es für möglich, dass in der Welt da draußen auch eine allgemeine Formel existiert. Aber die Klausur wird Skriptwissen abprüfen, nicht Weltwissen. Ich werde mich jetzt nicht mehr mit Zusammengegoogeltem selbstverwirren.

    99 Luftballons

    Gibt es noch Bungee-Jumping auf der Welt? Ich habe schon lange nichts mehr davon gehört.

    An verschiedenen Stellen First-Hand-Horror-Stories über das Elend des Berliner Schulwesens gehört. Wie schnell würde ich diese Stadt verlassen, hätte ich Kinder im entsprechenden Alter.

    Berlin kann nicht Schule. Berlin kann spannende Straßen. Über Madame und den Tagesspiegel-Checkpoint entdeckte ich die Geschichte der South China Morning Post über die Kantstraße: Does Berlin have a Chinatown? No – it has something better: this is Kantstrasse

    In den Märkischen Hamptons ist die Welt noch in Ordnung. Und das bedeutet: Es gibt Feuerwehr/Alarm/Katastrophenschutz-Sirenen, die wöchentlich getestet werden. Ihr Test jeden Samstag um 10 erinnert uns: Klassik, Pop et cetera auf dem Deutschlandfunk beginnt. Eine Ankündigung, die dieser Sendung durchaus würdig ist.

    Diese Woche herausragend: Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy über ein Leben zwischen Italien, Frankreich und Deutschland. Nicht-Parties in Paris und die Gang der Germanstik-Studentinnen.

    Dabei entdeckt: Auf Spotify existiert eine Klassik,-Pop-et-cetera-Playlist

    Frank Rieger über eine mögliche Wagenknecht-Partei: Eine sozial-nationalistische, links-konservative Partei neuen Typs.(SNLKP aka. „Liste Wagenknecht“)

    Frau Novemberregen absolvierte eine Fortbildung. Hotel Mama empfiehlt Kulturkrach nicht weiter.