Schlagwort: Basel

  • 25-12-28 Teatime mit Lemon Drizzle Cake und Eiersandwich (Baden/Basel)

    25-12-28 Teatime mit Lemon Drizzle Cake und Eiersandwich (Baden/Basel)

    Ein Krähenschwarm wohnt in Lörrach-Zentrum. Falls mensch sie ausnahmsweise nicht sieht, dann sind sie zu hören. Fast schon möchte ich in Hitchcock-Anleihen Die Krähen schreiben.

    Beim Zähneputzen aus dem Fenster geschaut. Dabei eine Amsel, eine Kohlmeise und einen Grünfink gesehen, so wie den Vogel der aussah wie ein Eichelhäher, nur dass er halt braun war.

    Es war die zweite Weihnachtshälfte im Markgräflerland.

    In der Badischen Zeitung stand ein Silvestertipp „Türen und Fenster geschlossen halten, damit keine Rakete ins Zimmer fliegt“ und ich kann nur sagen „Ha!“. Wie wir letztes Jahr bewiesen bekamen, kann eine Rakete auch ein geschlossenes Fenster durchschlagen, um dann neben dem Geschenkpapierstapel zu explodieren. Gerade an Silvester freuen wir uns sehr, zwei Kilometer Abstand zwischen uns und die Kugelbombengegend gebracht zu haben.

    Madame hatte Klassentreffen, und sie erfuhr: Es gibt die Mittwochs-Wandergruppe der ehemaligen Lateinlehrer ihres Gymnasiums. Außerdem erhöhten wir die Zahl der persönlichen Kontakte ins Dota-Umfeld auf zwei.

    Steak Diane und Krabbencocktail

    Ausgelesen: Nigel Slaters Toast. Ein wirklich großes Buch. Slater erzählt in Episoden, verankert in Mahlzeiten und Essen von Süßigkeiten bis zu Steak Diane die Geschichte seines schwierigen Aufwachsens. Ich bin beeindruckt, wie die Erzählperspektive wechselt vom episodischen, unverbundenen Erzählen der Kindheitserinnerungen bis zum stärker analytischen und durchdrungeneren der Episoden als jugendlicher und Jungerwachsener.

    Ich war gerührt. Ich lernte viel über britisches Essen der 1960er und 1970er. Und ich begann beim Essen einen inneren Nigel Slater und dessen Meinung zum Essen zu hören.

    Wortspiel mit Herleitung

    In Dänischen ist das Wort für Vater far und das Wort für Mutter mor. Die Großeltern beziehungsweise ihre Bezeichnungen lassen sich dann wie Lego zusammensetzen. Die farmor ist die Vater-Mutter, also die Großmutter väterlicherseits, der morfar der Mutter-Vater, also der Großvater mütterlicherseits. Farfar und mormor gibt es natürlich auch.

    Leider lässt sich das in korrektem Dänisch nicht immer so weiterführen. Aber niemand hier spricht Dänisch, also ist das auch egal. Wissend, dass die Nichte die niece ist (zwei Nichten sind niecer) ist und die Gattin die hustru

    • trafen wir am ersten Weihnachtstag zwei Hustrumorniecer
    • und am zweiten Weihnachtstag eine Hustrufarniece

    oder anders gesagt: verschiedenen Cousinen von Madame.

    Creme fraiche als clotted-cream-Ersatz

    Am Zweiten Weihnachtstag (Freitag) kamen Hustrafarniece und ihr Mann, der Hustrufarnieceaegtemand. Sie waren zum Kaffee angesagt. Aber Madame fiel rechtzeitig auf, dass die beiden gar keinen Kaffee trinken. Dann gab es Tee, und wo wir schon dabei waren, eine kleine britische Tea Time:

    • Scones in süß und mit Käse
    • Eier- Gurken- und Krabbensandwiches
    • Lemon Drizzle Cake

    Und natürlich jede Menge Tee. Neben des üblichen Rundgangs durch alle Verwandten und das im März geplante Familienfest, ging es auch um buddhistische koreanische Beerdigungen („ich hab einfach immer gemacht, was mir gesagt wurde, was ich machen soll“) und die Frage, was die Unterscheidung zwischen Schweizer Käse, Bergkäse und Alpkäse ist und wann ein Rösti sich von einem Rösti in einen Backofen-Kürbisbratling verwandelt.

    Auch erfahren: in Baden (Schweiz) und Ennetbaden (da-drüben-Baden) bei Baden existieren jeweils Bagni populare, zum Baden geeignete öffentliche Brunnen, die durch die örtlichen Thermalquellen gefüllt werden. („Ach, und die werden im Winter geheizt?“ – „Gefkühlt! Das Wasser hat 47 Grad.“).

    Wie immer ein sehr schöner bereichernder intellektueller Rundgang mit den beiden durch die Welt.

    Ennetbasel

    Damit waren alle vor Ort erreichbaren Verwandten durchgetroffen. Ein halber Tag zum individuellen Entertainment blieb. Dieser führte fast zu Besuch bei einer bekannten bayerisch-schweizer Bloggerin, soweit ich weiss landeten wir auf dem Roche-Werksgelände. Aber erst ging mit der S6 zum Badischen Bahnhof, und dann eine faszinierende Gegend entlang der Schwarzwaldallee durch Kleinbasel / Ennetbasel – also das Basel auf der „falschen Seite“ des Rheins.

    Eine Ecke zwischen Bahnhof, Rheinufer und Stadtautobahn, eigentlich so urban und voll wie nur irgend sein kann, und trotzdem hießen Orte Sandgrube, Vogelsangweglein oder Ziegeleihof. Die Gebäude waren entweder ziemlich neu, große Wände, die das dahinter gegen die Autobahn abschirmten oder sie sahen aus wie Siedlungen in London oder in Berlin, die Anfang des 20. Jahrhunderts in den besseren Gegend als bürgerlicher Wohngegend im Grünen angelegt wurden. Nur dass „das Grüne“ selbst damals eigentlich nicht zwischen Bahnhof und Industriehäfen lag.

    Ein wenig Recherche erbrachte die Landgüter Sandgrube und Solitude, ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen außerhalb Kleinbasels, die im 18. Jahrhundert in herrschaftliche Landsitze umgebaut wurden. Und es ist spannend. Denn selbst jetzt inmitten von Autobahn, Bahnhof und Chemieindustrie sieht die Gegend so aus, dass ich in 10 Minuten denke „Landsitz im Grünen“.

    Solitude gehörte der Familie Hoffmann, die in die Familie La Roche heiratete, woraus der Pharmaziekonzern Hoffmann-La Roche hervorging. Heute heißt er Roche, hat zwei bekannte Türme in Basel gebaut, in denen einen bekannte Bloggerin arbeitet. Und am Rande des Solitude/Roche-Geländes wiederum steht das Ziel unserer Reise: das Museum Tinguely – a cultural commitment of Roche

    Es rauscht und knattert

    Der Bildhauer/Aktionskünstler/Bastler/Schrottkünstler Jean Tinguely begleitet uns durch dieses Jahr. Letztes Jahr zu Silvester unbewusst, denn Niki de Sant Phalle, deren Grotte wir sahen, und Tinguely gehören eng zusammen. Im März sahen wir einen Film über Niki, nicht ohne lange Auftritte von Tinguely. Im Oktober schließlich waren wir in der Pontus Hulten/Niki de Sant Phalle/Jean Tinguely-Ausstellung im Pariser Grand Palais – und nun der Basler heimatberechtigte Tinguely fast alleine.

    Verkürzt zusammengefasst: Tinguely baute Maschinen. Maschinen, die „frei“ waren, weil sie keine Arbeit verrichteten, sondern sich einfach bewegten. Oft knattern, scheppern und klingeln sie. Manchmal zerstören sie sich selber. Manchmal machen sie Musik, manchmal malen sie. Oft machen sie gar nichts.

    Das Museum sammelt diese Maschinen, stellt sie aus und bringt sie – Alptaum jedes Museums-Konservators – in Bewegung. Von frühen kleinen Werken, bewegter Abstraktion auf kleinem Raum, bis zu zur 17 Meter langen Grosse Méta-Maxi-Maxi-Utopia. Mir komplett neu war seine Faszination für den Autorennsport, einschließlich des Tryptichons Lola T. 180 – Mémorial pour Joakim B. aus zwei Lola-Rennwagen, Schädeln, Knochen und Reifenteilen.

    Das Museum bietet zwei Möglichkeiten: Einfach nur die Maschinen anstaunen. Oder in den kabinettartigen Teilen noch viel zur Geschichte und Theorie dahinter lernen.

    Schädel, Möhren und ein kleines Krönchen

    Tinguelys Tryptichon in Aktion

    Bester Weihnachtsbaum bei Nic.

    Auch Thermomix bietet seinen Nutzern einen Jahresrückblick an. Christian zum Beispiel hat 71 verschiedene Rezepte mit 299 Zutaten gekocht. Lieblingszutat: Möhren.

    Seit Wochen schleiche ich um Sehnsucht in Sangerhausen herum, überlege ich drei Stunden (mit drumherum) meines Lebens in diesen Film investieren soll. André hilft bei der Entscheidungsfindung: Kinotagebuch: Sehnsucht in Sangerhausen (2025) – Bresson, Kiarostami, Novalis, Radlmeier

    Legende oder Geschichte: Der Lauch-Schlitzer!

    Es gibt nämlich seit einer Weile schon eine Frau, die meistens ein kleine Krone trägt, die sich heimlich in die Theater schleicht. Sie ist inzwischen bekannt in der Region, denn sie hat es schon in Nancy, in Metz bis hin nach Straßburg versucht. Sie gibt sich als bekannte Opernsängerin aus und sie müsste unbedingt auf der Bühne proben. Sie hat es in Luxemburg sogar geschafft, dass sie eine ganze Nacht in einer Loge verbrachte und dort auf dem Sofa schlief.

  • 25-08-17 Prüfungsanmeldung nachts um 02:34h (28 Grad Celsius)

    25-08-17 Prüfungsanmeldung nachts um 02:34h (28 Grad Celsius)

    Madame schickte Aufnahmen vom Basler Rheinschwimmen und vom em Bebby sy Jazz in Basel. Später bastelte sie in R.

    Nachbar little swingin‘ K hatte Damenbesuch.

    Mensch kennt es: Kolleg*innen gehen in Rente, es gibt eine kleine Abschiedsfeier mit Kuchen und (alkoholfreiem) Sekt, jemensch spricht ein paar salbungsvolle Worte und vielleicht gibt es sogar ein Abschiedsgeschenk. Das hatte ich auch: Nur geht die Kollegin nicht in Rente, sondern zur Rente. Um genau zu sein: Zur Deutschen Rentenversicherung. Ihr wurden bereits zahlreiche Fragen zu Vorruhestandsregelungen angedroht.

    Es war ein Tag der halbzeitigen Arbeit in Berlin und ein Tag auf den Latifundien. Die Außentemperaturen lagen Donnerstag Abend und Freitag bei 36 Grad, Samstag wurde es besser.

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 2:34h. Ich weiß nicht mehr ob ich noch nicht schlafen konnte, weil es so elendig heiß war oder aufwachte, weil sich ein erster leicht kühler Luftzug abzeichnete. Auf jeden Fall lag ich da, dachte, ich kann ja nicht immer nur denken „es ist ganz schön heiß“ und denke mal was anderes_

    Zum Beispiel: Habe ich mich für die Fernuni-Klausuren dieses Semester schon angemeldet? Wann ist überhaupt der Anmeldezeitraum? Die sind ja schon bald? Habe ich den vielleicht verpasst. Es stellte sich heraus: die Anmeldefrist begann Freitag um 0:00h und so schnell nach Fristbeginn war ich noch nie angemeldet.

    Nebenbei übrigens bei Buddenbohm & Kaltmamsell zum Thema: Ruhig sein und denken und die Eigenheit der Menschheit, diese Fähigkeit zu verlieren. Ich beobachte das Phänomen auch, finde aber persönlich: Was gibt es besseres als einfach zu sitzen und zu denken? So entertaining! Mein Problem dabei ist eher, dass ich beim Sitzen&Denken alle 30 Sekunden auf blöde Ideen komme, die aber schlecht alle sofort umsetzen kann.

    La Chimera II

    Manchmal brauche ich länger. Obwohl ich in meinen Worten zu La Chimera ja schon Monteverdis Orfeo erwähnt hatte, brauchte ich doch noch ein paar Tage, um zu bemerken: „Moment! Mann geht in die Unterwelt, um verschwundene Frau wiederzufinden? Das ist schon sehr direkt die Geschichte aus Orpheus und Eurydike!“ Zu meiner Ehrenrettung: Arthur, der Held aus La Chimera, singt nicht.

    Weiterhin habe ich sehr viele Fragen, zum Film La Chimera. Und ich dachte, vielleicht kann ja die Youtube-University ein paar beantworten.

    Naja, ich suche nach einem Film, der vielschichtig ist, und in einer semirealen Traumwelt verfangen, die einem dauernd den Boden unter den Füßen wacklig werden lässt.

    Dann mache ich Youtube an, dann kommt so ein Erklär-Bro mit „Ich erzähl euch mal genau wie das ist..“ und dann denke ich „Falscher Stil. Wir finden nicht zusammen.“

    Immerhin fand ich ein kurzes Gespräch mit Regisseurin Alice Rohrwacher herself, die Filme aufzählt, die La Chimera beeinflusst haben:

    Skandalöserweise ist keiner der Filme auf Filmfriend. Dabei hatte ich gerade dort auf Europäisches gehofft.

    Vermiglio II

    Spannend auch, dass ich mit Vermiglio und La Chimera gerade zwei sehr ähnliche und doch verschiedene Filme gesehen habe.

    Beides sind aktuelle Filme einer italienischen Regisseurin (Vermiglio: Maura Delpero, La Chimera: Alice Rohrwacher). Beide spielen im ländlichen Italien (V: Trentino, C: Südliche Toskana), im 20. Jahrhundert (V: 1940er: C: 1980er). Die Handlung setzt ein weil ein Fremder (V: Sizilianer, C: Engländer) am Beginn des Winters im Dorf/der Kleinstadt ankommt. Ein um-Weihnachten-herum-Fest (V: Santa Lucia, C: Epiphanias) spielt eine wichtige Rolle. Aber wo Vermiglio karg und spröde ist, ist La Chimera ausufernd und phantasievoll.

    Vom Dual zur Sensitivität

    Vierundrölfzig Millionen Grad Außentemperatur helfen nicht beim Denken.

    Die Bachelorarbeit bewegt sich im Kriechtempo. Ich schrieb einfach Donnerstag dieselbe halbe Seite nochmal, die ich Mittwoch schon geschrieben hatte und ging Freitag zurück an die Quellen. Sie kriecht, aber in die richtige Richtung. Und ich weiß, dass hier ein entscheidender Punkt der Arbeit liegt, und dass jede Stunden, die dort hineingeht sinnvoll investiert ist.

    Nach Diskussionen über die Arbeit und Erinnerungen an meine ehemalige Magisterarbeit, bin ich wieder froh, in LaTeX zu schreiben. Da habe ich zwar am Anfang ein paar Monate geflucht. Aber ich erinnere mich, und werde bestätigt, dass man in Word dann halt am Ende vor der Abgabe flucht. Und: Lieber ein Jahr vor der Abgabe über die Software die Haare raufen als eine Woche vor der Abgabe.

    Während ich jetzt denke: Ganz unabhängig von der Qualität des Inhalts: Die Arbeit wird auf jeden Fall toll aussehen.

    Noch sinnvoller: Kopf freibekommen, mit den Händen arbeiten, ab auf die Latifundien – dabei weder Bachelorbücher noch das Spielzeug mitnehmend.

    Alkmenes verstecken sich im Gras

    Abfahrt in Berlin Freitag Abend um 21 Uhr bei 29 Grad. Ankunft auf den Latifundien eine halbe Stunde später bei 23 Grad. Liebe Berliner Stadtplanung, mache bitte etwas gegen die Hitzefalle, die diese Stadt im Sommer wird.

    Am Morgen begrüßten mich zwei Störche kreisend über der Schlehe. Später: Dann die kleine Nachbarskatze, die ihre Leine ausgedehnt hatte, um ein halbes Meter auf unser Grundstück zu kommen.

    Der ganze Regen im Juli war ja schon sehr nass: Aber meine Güte ist das alles grün! Erstaunlich wie spektakulär der Garten aussehen kann. Selbst alle Pflegehortensien rafften sich zur Blüte auf, die ganzen normalen Blühstauden zu dieser Zeit sowieso.

    Zeichen des Spätsommers: Ich musste erste einen 10-LIter-Eimer Falläpfel aufsammeln bevor ich unter dem Baum rasenmähen konnte. Zeichen des ungewöhnlichen Spätsommers: ich musste überhaupt rasenmähen zu einer Jahreszeit, da die gemähten Wege sich sonst immer in brau-gelbe-Stoppel verwandelt haben und nichts nirgends wächst.

    Ich las Falläpfel auf, richtete sie in der Küche her, und der ganze Bungalow roch intensiv nach Apfelaroma. Welch ein Traum. Alkmene-Äpfel sind wahrlich Nachfahren von Cox Orange. Um mich selbst aus Wikipedia zu zitieren:

    Alkmene ist eine Sorte des Kulturapfels.[1] Sie wurde für den Anbau in trockenerem Klima als Ersatz-Sorte für den Cox Orange gezüchtet. Die Kreuzung aus Cox Orange und Geheimrat Dr. Oldenburg ist in Europa im Frühherbst Anfang/Mitte September pflückreif.[1] Im Erwerbsanbau wird Alkmene vor allem wegen seines Geschmacks und des damit erzielbaren Preises gepflanzt, obwohl die Erträge nicht an andere Sorten heranreichen.[2

    (Auch Entdeckung: Die Äpfel noch am Baum waren recht säuerlich. Die können noch ein wenig).

    Geerntet: Alle drei Mirabellen. Der Baum ist mittlerweile ziemlich groß, investiert seine Energie aber lieber in Äste und Blätter als in Früchte.

    Die Pergola begrünt sich langsam.

    Blick von unten aus der Pergola. Zu sehen: ein oranges Schattiernetz. Durchscheinend Schatten der Pergolabalken und der ersten Kletterrosen über den Balken. Sonne und am Rande blauer Himmel.

    Lucy in Prague with Selam

    Where it was filmed ‚La chimera‘

    Lucy kommt aus Äthiopien das erste Mal nach Europa. Zusammen mit Selam wird sie ab vom 25. August bis 23. Oktober in der Ausstellung „People and their Ancestors“ in Prag zu sehen sein. Das ist erste der zweite Aufenthalt des Lucy-Skeletts überhaupt außerhalb Äthiopiens.

    Ich habe jetzt jeden Tag einen Song in meiner Inbox: Ein Song reicht (via Andre Pitz). Seitdem ich den Newsletter abonnierte kommen natürlich nur noch Songs, die mich nicht abholen. Aber das wird noch.

    Beim Stöbern durch’s dortige Archiv entdeckt: Die aufgrund ihres Friseursalonesken Namens hier schön bespöttelten Versengold performen den Song, den Heidi Reichinnek empfiehlt: Sie spielen Braune Pfeifen.

    Thomas Gigold mit einer überraschend frankophilen Liste der besten Car Chases im Kino.

    Frau Brüllen und die Jagd nach den Fledermäusen.

    Nic auf Island.

    High-School-Baseball. Bester Sport zum Sitzen und Denken. In Japan ein nationaler Event: Sommer, Sonne, Highschool Baseball!

    1962 gelang ihr zusammen mit ihrem Mann die Flucht in den Westen. Sie waren beide ausgebildete Ingenieure, so fand er bald Arbeit.

  • 25-06-29 Laufkundschaft im Nirwana

    25-06-29 Laufkundschaft im Nirwana

    Auf der Budapest Pride waren mehrere hunderttausend Menschen. Besser werden die Nachrichten nicht.

    In Steglitz kann mensch Austernmesser mit einem Griff aus zerstoßenen Austernschalen kaufen.

    Es war ein Donnerstagabend, ein Office-Freitag und ein Latifundien-Samstag, durchgehend schwül bei wechselndem Temperaturen. Von: 21 Grad und schwül bis zu „Ladevorgang des Telefons unterbrochen bis dieses wieder normale Temperaturen hat.“

    Teile der Kollegenschaft verabschiedeten sich ins lange Wochenende auf das Fusion-Festival. Natürlich nur Verwaltung, die anderen müssen hitzegenervte Berliner*innen in den Freibädern bändigen.

    Auf dem Weg ins Büro: der Geruch von frischem Asphalt am Morgen. Immerhin eine Baustelle, die erkennbare Fortschritte macht.

    Das märkische DHL versucht seit zwei Tagen ein Paket auszuliefern, scheitert aber immer an „Krankheit oder Unfall oder Arbeitszeitüberschreitung.“ Was schade ist – nachdem Pakete und Briefe in Berlin schon längerem ein Glücksspiel sind, war die Lage in den märkischen Hamptons bis 2024 mustergültig. Pakete kamen wie angekündigt, Wünsche funktionierten und wir kannten die Austrägerin. Offenbar gab es eine Umorganisation.

    Ein Lob der Schöneberger Nachbarin von gegenüber. Diese erschafft ein wahres grünes Paradies auf ihrem Balkon.

    Gelesen: Carlo Levi „Die doppelte Nacht“ und weiter in „Wir schon wieder.“ Später dazu mehr.

    Die 606 mit Mangolikör

    Es war Donnerstag am späten Nachmittag. Für den Abend war ein mittlerer Weltuntergang angekündigt, vorher war es the new normal mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-und-Schwüle. Ich also im besten IT-im-Home-Office-bei-30-Grad-Outfit, Madame hatte sich noch aufgerafft ins Insulanerbad zu gehen.

    Anruf von der Bank: Wir haben noch ein Konto, wegen dem sie uns seit über 10 Jahren nicht gesehen haben – das stimmt. Es ist ein reines Funktionskonto, das macht was es soll und keinerlei Aufmerksamkeit bedarf.

    Und weil die Bank keine aktuellen Ausweise und Unterschriften haben, soll das Konto jetzt gesperrt werden – WHAT??? Es stellte sich heraus, dass sie uns im Februar ein Dokument geschickt hatten – das wurde auch ausgefüllt und unterschrieben – aber falsch! WHAT???

    Wir können aber gleich bis 18 Uhr in Steglitz vorbeikommen und Ausweise zeigen. Es war 17:20h in Schöneberg und ich so unvorbereitet auf Außeneinsätze wie mensch nur sein kann. Außerdem: Schwül, Unwetter.

    Aber hilft ja nichts. Ich habe etwas herausgesucht was auf den ersten Blick als ernsthafte Hose erkennbar war. Wir sind zum Bus, dann nach Steglitz und im Eilschritt zur Bank. WIr waren mal echte Laufkundschaft.

    Dann haben wir brav Ausweise eingescannt, drei Stammdatenverträge unterschrieben, erfahren, dass die Dame gerade nur die Vertretung ist1, während wir aus dem Fenster sahen, wie der Himmel immer dunkler wurde, die Bäume sich wild schüttelten. Aber wenn das Banksystem 30 Sekunden benötigt, um den Stammdatenvertrag zu öffnen, dann benötigt es halt 30 Sekunden.

    Wir kamen im trockenen Sturm wieder aus der Bank. Es waren noch ein paar Meter zur Bushaltestelle. Madame bemerkte, dass sie nach Möglichkeit nicht vom einem Baum erschlagen werden möchte und wir jetzt einfach ins nächstes Lokal gehen, dort mit einem Abendessen den Sturm überbrücken.

    Jenseits der Kreuzung war „…sches Restaurant“ an einer Fassade zu lesen. Leider war die Kreuzung sechsspurig mit dichtem Verkehr, so dass wir die grünen Ampeln abwarten mussten. Und der Regen begann, und nach 15 Sekunden waren wir nass. Also die letzten Meter im Laufschritt ins Restaurant. Der Abend der Laufkundschaft zum Zweiten.

    Das entpuppte sich als „indisches Restaurant Nirwana“. Sie waren sicher hocherfreut uns durchgeschwitzt und vollgeregnet im Hause begrüßen zu dürfen, waren aber trotzdem ausgesprochen nett.

    Idunda ist auf Hochzeitsreise in Kopenhagen

    Wir kamen auf Zoos zu sprechen und inspiriert von Frau Brüllen fragte Madame sich, was auf den Basler Zooelefanten ihrer Jugend wurde. Die beiden Anwesenden und Idunda, die laut Schild, immer auf Hochzeitsreise in Kopenhagen war.

    Dabei stieß Madame auf die Geschichte der fünf Elefäntli, die alle als Babies vom Zoo Basel gekauft wurden – natürlich eine Riesenattraktion waren, und auch gerne mal durch die Stadt geführt wurden; auch war es üblich, dass Kinder auf ihnen reiten durften. Soweit rekonstruierbar waren diese immer im Elefantenhaus angekettet. Zu Madames Zeiten waren zwei davon bereits gestorben, Idunda war unterwegs und die anderen beiden standen im Zoo.

    Welch unterschied zu heute. Im Jahr 2025 bereibt der Zoo Basel eine „berührungslose Haltung“, die natürlich sehr viel näher am natürlichen Leben der Elefanten ist, zum Beispiel auch aber bedeutet, dass medizinische Maßnahmen nur stattfinden können, wenn die Elefanten aktiv mitmachen. Und wenn nicht, dann nicht. Wie jetzt als eine Elefantenkuh starb, weil ihr Baby im Körper starb aber nicht entfernt werden konnte, und jetzt auch die Mutter starb.

    A long way seit den Fünf Elefäntli.

    Zum Glück ist der Garten eh viel zu trocken zum Kohlanbau

    Madame brachte Bitumen entlang der Gierschfront aus. Während Nachbar Ost gerade Giersch produziert, verhält sich der Bambus auf der Seite von Nachbar West friedlich – vermutlich ist es dem zu trocken.

    Über der Wiese 30-40 Kohlweißlinge gleichzeitig. Dem benachbarten Rapsfeld sei dank. Dazu Schachbrettfalter, Zitronenfalter, Kleinzeug (Schwebfliegen, Käfer, Bienen) aller Art und die großen Holzbienen. Madame vergleicht ihren Flug mit Militärhubschraubern: groß, dunkel und immer sehr zielgerichtet etwas ansteuernd.

    Eine Wiese in gelb und rosa und violett. Die Knautien blühen noch, inzwischen aber hat das Labkraut die halbe Wiese eingenommen und blüht im bezaubernden Gelb. Darüber eine rosa-weiße Schicht aus rankenden Platterbsen. Hätten wir etwas von geplant, wir hätten es uns nicht besser ausdenken können.

    Da die Temperaturen erträglich sind, erfolgte leichtes Sommeraufräumen – Mohn an diversen Stellen abmähen, Schönheitskorrekturen mit der Heckenschere und die diesjährige Finalisierung des Wiesenwegkonzeptes. Die Pergola bekam ihr Schattiernetz, so dass auch die Sonnetage kommen können.

    Den Rosen geht es geht, Apple Blossom fühlt sich sichtlich wohl.

    And I knew it complete

    Prägendes Erlebnis meiner ehemaligen Interrail-Fahrt: der knallevolle Nachtzug von Montpellier nach Calais – nur ein Abteil war fast leer. Was sich erklärte, wenn man die Tür öffnete: Es stank massiv nach Alkohol. Ich war damals ebenso unerschrocken wie faul und zog einen Sitzplatz mit Abenteuer dem Gangstehen vor. Ich lernte einen lustigen Polen kennen, der mir Rotwein aus einer Plastik-Colaflasche anbot und mir ausführlich vom Theaterfestival in Avignon erzählte. Seitdem bin ich Fan des Festivals, freue mich natürlich wenn Christiane noch etwas mehr dazu schreibt: Erinnerungen an Avignon

    What’s the Right Way to Translate Chinese Dish Names? (via Kaltmamsell)

    Beste Art der Fernreise: von der aus Vietnam stammenden Kollegin zu deren Hochzeit in Vietnam eingeladen werden.

    Der Herr Flusskiesel hat seine Blogroll überarbeitet und eine kleine und feine Liste zusammengestellt. Und das sage ich nicht nur, weil iberty darauf steht.

    Posts mit Billy Joel werden hier natürlich immer verlinkt: It’s sad and it’s sweet

    Famous last words

    Es gibt zwei Gründe, warum ich noch ein New-York-Times-Abo habe. Einerseits. Durch mehrfaches kündigen und Bleib-hier-Angebote zahle ich derzeit nur 2 Euro im Monat dafür. Andererseits der Dealbook-Newsletter, der halt Nachrichten aus Perspektive der Finanzwirtschaft erzählt. Einerseits eine Perspektive, die ich sonst woanders nur schwerlich bekomme, andererseits sortiert der ziemlich gut nach relevanten Themen und irrelevanten Sau-durchs-Dorf-Debatten durch. Zum Wochenende zum Klimawandel (und ja, ich halte den Tonfall für Sarkasmus):


    Banks have started to bake this [Klimawandel-]forecast, once thought extreme, into their research. A recent report from Morgan Stanley on the air-conditioning market, which is expected to benefit from increases in urbanization as well as the frequency and intensity of heat waves, said its “base case” was a 3 percent rise in average global temperatures. In that scenario, how much did analysts expect the cooling market to grow by 2030?

    A. 16 percent, to $272 billion

    B. 41 percent, to $331 billion

    C. 104 percent, to $479.4 billion


    1. Unser Glück vermutlich. Der eigentlich zuständige Herr hätte uns vermutlich einfach in die Kontosperrung laufen lassen und dann einen Formbrief geschickt. ↩︎
  • 23-11-18 Zweimal drei macht vier und noch drei macht neune

    23-11-18 Zweimal drei macht vier und noch drei macht neune

    Samstags kippt Madame das Schaukelschaf.

    KATWARN-Meldungen aus Dithmarschen (Sturmflut) und Südbaden (Starkregen, Überflutungen) begleiten meine Tage. Die Berliner Katastrophen scheinen aktuell eher menschengemacht.

    Freitag fanden sich spontane Aufkleber für eine erneute Freitagabend-Fahrraddemo gegen die aktuelle Berliner Verkehrspolitik. Je mehr ich von der aktuellen Verkehrspolitik sehe, desto eher habe ich den Eindruck, sie verfolgt kein Konzept außer „kein Platz für Fahrräder.“ Was noch weniger zukunftsträchtig ist, als das Gegenmodell „Autos sind böse.“

    Auch nach 18 Monaten vermisse ich meinen alten schönen Arbeits-Radweg über den (zu den entsprechenden Uhrzeiten) leeren IKEA-Parkplatz, dann am Alboinplatz-Park vorbei und schließlich am Teltowkanal entlang. Ich machte mich wieder auf der Suche nach Alternativen. Diese sollten möglichst frei von Linksabbiegungen, Ampeln und vor allem Auto-Berufsverkehrwahnsinn sein. Das ist nicht einfach. Immerhin entdeckte ich beim Alternativentesten eine neue Fahrradquerung des John-F-Kennedy-Platzes.

    Ich überarbeitete die „Über mich„-Seite auf dem Blog. Ziel: Mehr Buchstaben, weniger Inhalt.

    Nach nur 15 Tagen DHL-Verwirrung gelang der Zugang zur Swappie-Sendung. Ich musste nur die bestehende Verbindung meines spezifischen Handies zur DHL-App löschen. Dann einen Brief mit QR-Code anfordern und dann wieder dasselbe Handy mit derselben App verknüpfen. „Ausschalten und wieder Einschalten.“ – in wie vielen Formen einem diese Standard-IT-Lösung begegnet.

    Wir schauten Borgen in der arte-Mediathek und freuten uns: Unser Universal-Gartenmöbel, auch „das Getüm“ genannt, hat einen Cameo-Auftritt im „Kreativraum“ von TV1.

    Noch letzte Woche schrieb ich, dass ein relevanter Anteil Berliner Autofahrer bei Dunkelheit und Regen von Blindheit geschlagen wird. Diese Woche verließ ich die Verwaltung und sah ein Beispiel: SUV an Laternenmast. Vermutlich beim Abbiegen die Einfädelspur um drei Meter verpasst. Angesichts dessen, dass ich neben dem Mast öfters stehe, um die Straße zu überqueren, bin ich froh über eine solche Barriere.

    Wohldefiniertheit

    Mein dritter Studientag: der Studientag Mathematische Grundlagen. Wie angesichts der Rechenfähigkeiten von Mathermatikern zu erahnen, dauert ein Studientag zwei Tage. Meine komplette Vergleichsgelegenheit sind die beiden (also vier) Studientage Algorithmische Mathematik aus dem letzten Semester.

    Formal gibt es einige Unterschiede: Letztes Semester nahm ich vor Ort teil (in Nürnberg bzw. in Hagen). Dieser Studientag findet nur virtuell statt. Die Algo-Mathe bestritt ein gut eingespieltes Duo. Diesmal eine One-Woman-Show mit Chat-Aushelfer. Bei der Algo-Mathe bestand die Zielgruppe aus Wirtschaftsinformatik- /Informatik-Studierenden irgendwo in der Mitte des Bachelors. Dieses Mal sind es Mathe- /Informatik-Studis im ersten Semester.

    Der größte Unterschied liegt bei mir selber. Im letzten Semester habe ich gefühlt nichts anderes aktiv studiert außer Algo-Mathe und dementsprechend intensiv hatte ich mich vorbereitet. Dieses Wintersemester ist das 4-Modul-Semester und so habe ich vor einer Woche überhaupt das allererste mal ernsthafter in die Mathe-Unterlagen geschaut. Ich bin also eklatant unvorbereitet.

    ABER ich habe ja Algo-Mathe überwunden. Das inhaltlich auf dem Modul Mathematische Grundlagen aufbaut. Sprich: ich musste mir letztes Semester alles aus dem Nichts irgendwo beibringen, was ich jetzt formal korrekt lerne. Trotz mangelhafter Vorbereitung fühle ich mich inhaltlich mehr angekommen und orientierter als je in der Algo-Mathe.

    Ein kleiner Exkurs im Begleitchat machte mir deutlich, was ich an der Mathematik an sich mag:

    Studierendes 1: Aber wenn F2 abgeschlossen bezüglich Addition ist, dann müsste 1+1=2 in F2 liegen? ich kann doch nicht einfach bestimmen, dass 1+1 gleich 0 ist, oder?

    S2: Doch. Das ist so bestimmt.

    S3: Definieren kann man was man will.

    Unterrichtender: Nicht so ganz. Es gibt so etwas wie „Wohldefiniertheit“. Aber das ist nicht Kursbestandteil.

    Das mag ich. Es gibt kein absolutes „Das ist so“ oder „das muss so.“ Erst wird von Menschen die Definition erschaffen. Und natürlich lässt sich problemlos eine Pippi-Langstrumpf-Mathematik erschaffen in der gilt: 2*3 = 4 und (2*3)+3 = 9. Wahrscheinlich haben damit schon längst Mathematiker*innen gearbeitet. Aber das bedeutet nicht Willkür oder Chaos, denn innerhalb der Definition herrscht zwingende Stringenz. Totale geistige Freiheit bei innerer Disziplin. I like.

    Tiere des Kaisers

    Heute lernte ich: Im Handarbeitsfachhandel gibt es den Farbton „Männerbunt.“ Es handelt sich um ein unifarbiges Dunkelblau. Laut Handel geht es um eine „Kombi aus Blau und Grau, der Lieblingsfarbe vieler Männer.“ Der Farbton „fröhliches Männerbunt“ ist einen Tick heller, aber genauso einfarbig.

    Madame hört regelmäßig den Podcast The News Agents USA, der US-Politik aus UK-Perspektive kommentiert. Sie erfreute mich damit, dass der Podcast eine Exkursion in die USA unternahm und (natürlich) bei der größten religiösen Veranstaltung Georgias vorbeischaute: Einem Heimspiel des Georgia Bulldogs College Football Teams.

    Erinnert ihr Euch. Es gab Zeiten, da wirkte das ehemalige Google-Motto „don’t be evil“ noch nicht wie finsterster Zynismus. Es schien ein paar Jahre so, als könnten Techno-Utopismus, Geld verdienen und Menschheitsrettung wirklich Hand in Hand gehen. Ursache dafür war maßgeblich der Whole Earth Catalogue und seine Folgen. Eine Mischung aus Technik-begeistertem Versandhauskatalog und Kalifornien-Gegenkultur mit revolutionärer Hippie-Attitüde.

    Aus der Szene, die der Katalog bediente, gingen viele Silicon-Valley-Pioniere hervor. Seinen Geist verkörperten sie. Jetzt, da der Geist komplett verschwand, ist immerhin der Katalog wieder da. Alle Ausgaben wurden komplett digitalisiert: https://wholeearth.info/ (mehr Hintergrundinfo bei Wired)

    Einen geistigen Schlingerkurs von verstaubtem englischen Konservatismus über drogennehmende Hippies und die Heavy-Metal-Szene bis in den kulturellen Weltmainstream ging Tolkiens Herr der Ringe. Eine Fangruppe sind italienische Faschisten. Die sind an der Regierung. Ihr Kultusministerium veranstaltet in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea eine Tolkien-Ausstellung. Das ist alles so bizarr, dass selbst ich es nur schwer glauben kann.

    Wer sich je mit Kategorisierungen beschäftigen musste, kennt das Borges/Foucault-Beispiel der fiktiven chinesischen Enzyklopädie mit den Tiergruppen „(a) Tiere, die dem Kaiser gehören (b) einbalsamierte Tiere (c) gezähmte Tiere (d)…“ An diese Liste musste ich denken angesichts des Wikipedia-Eintrags List of games that Buddha would not play.

    Nicht alle Rollenspielgruppen waren so spießig-anständig wie wir damals.

    Währenddessen in Nord-Israel nahe des Libanons.

    Gut erinnere ich mich daran, des Nachts in Basel mit dem ICE anzukommen und dann irgendwie weiterzumüssen. Dieses Szenario aus professioneller Perspektive.