Schlagwort: Demilliardärisierung

  • 26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    Sind wir sauberer seitdem wir in einem Schwimmbad wohnen? Maybe. Ist das Auto sauberer, seitdem wir neben einer Waschstraße wohnen? Auf jeden Fall.

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    Ein Mann ohne Unterschenkel aber dafür mit zwei Krücken kam uns auf einem Skateboard entgegengerollert.

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    Ein Mann in weißem Ganzkörperschutzanzug mit Kapuze und Maske schob einen Einkaufswagen mit Pfandflaschen durch die Barstraße.

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    Höhe Strausberger Platz lachte jemand so durchdringend, dass selbst Menschen in der vollgestopften Berliner Pendler-U-Bahn aufschauten.

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    Es waren zwei Tage der Arbeit mit ekstatisch-zölibatärer Kino-Unterbrechung.

    Es hält kein Zug in Baden-Baden

    Eine elektronische Bahn-Abfahrtstafel informiert mich, dass der ICE nach Brig „ohne Halt in Baden-Baden“ fährt. Was einerseits korrekt ist. Andererseits ist die Info inmitten der Berlin-Südkreuz-Rolltreppen-Absperrungen, temporär gestörten S-Bahnen und komplett ausfallenden Zügen nach Hamburg oddly specific.

    Langsam wohnen sich auch die defekten Rolltreppen ein. Die leuchtend gelben Absperrungen verschmuddeln jeden Tag ein wenig mehr. Ihr Ausdruck wandert von „Achtung! Attention! Attenzione! Hier ist etwas wirklich, wirklich kaputt!“ zu „Ich bin halt auch ein Stadtgrümpel und tue mein Bestes.“

    Dort, wo die Benutzung der Treppe einen Umweg darstellen würde, wurden die Absperrungen aus dem Weg geschoben, damit die Rolltreppe zumindest belaufen werden kann. Dort, wo sie noch stehen, sammelt sich erster Müll an unzugänglichen Stellen.

    Zwei einsame Kofferträger suchen erfolglos Menschen, die ihnen ihre Koffer zum Tragen anvertrauen. Ein seltener Besuch, ein Handwerker, schraubte an einer der Fahrtreppen herum, allerdings ohne sichtbaren Erfolg.

    Gelber Doppeldeckerbus in der Nebellandschaft des Bahnhofsvorplatzes. Im Vordergrund zwei Fahrräder, halb umgekippt, halb von ihrem Schloss an einem Schild stabilisiert,

    Der Unterschied zwischen Mushrooms und Funghi

    Madame recherchierte dem Hot Pot hinterher. Jetzt weiß ich, dass eines der gegessenen Grünzeuge Am Choi war. Zumindest einer Pilze ließ sich als Enoki bestimmen. Das, was wirkte, wie sehr dünn geschnittene Champignons, waren tatsächlich welche.

    Teile der Tierteile bleiben mysteriös. Aber Tierteile sind keine Pflanzen. Auch nicht bei der 30-Pflanzen-Challenge. Wie anscheinend auch Schimmelpilze oder Hefen.

    Die einschlägigen Veröffentlichungen sind auf englisch und sprechen von zählenden Mushrooms. Mushroom wird generell und pi-mal-Schluckauf als „Pilz“ übersetzt. Technisch korrekter wäre „Fruchtkörper eines Pilzes.“ Ein Blauschimmel zum Beispiel ist zwar ein Pilz, aber kein Mushroom.

    Das alles ergibt biologisch noch weniger Sinn – aber nunja, Kulinarik und Biologie haben zueinander ein Verhältnis wie die Schwestern in Aschenputtel.

    Um nach all der Vorrede zu Zahlen zu kommen. Es gibt neue verzehrte Pflanzen:

    • 48 – Enoki-Pilze (Hot Pot)
    • 49 – Am Choi (Hot Pot)
    • 50 – Banane (Snack)
    • 51 – Braune Alblinsen (Linseneintopf)
    • 52 – Spanische Crowdfarming-Linsen (keine Ahnung ob der Sorte, auf jeden Fall keine Alblinsen)
    • 53 – Pflaume (getrocknet, Linseneintopf)
    • 54 – Kirsche (getrocknet, Linseneintopf)
    • 55 – Kreuzkümmel (Linseneintopf)
    • 56 – Hafer (Drink, Frühstück)

    Spuren des George

    Spontan musste ich beim Bahnhof Zoo an den Duisburger Großmeister des Straßenaufkleberfotos, den Flusskiesel, denken:

    Aufkleber auf Ampelmast "Duisburg war hier"

    Vor dem Kino waberte ich noch ein wenig durch den Zookiez. Eine Bewegtbild-Infotafel informierte mich, dass ich 50 Plastik am Tag esse. Waren es Gramm? Oder waren es Mikrogramm? Ist das schlimm? Oder gibt es jetzt analog zur 30-Pflanzen-Challenge auch die 50-Plastik-Challenge? Das Bewegtbild bewegte sich zu schnell, um es zu erfahren.

    Ein Graffitti war statischer. Seine Info, wie ich Dickpicks von George googlen könnte, half mir aber auch nicht weiter im Leben.

    Schließlich liess ich mich zurück in einen geschützt-kuratierten Raum treiben.

    Im Delphi Lux freute ich mich mein Brlo-Helles mit Yorck-Branding direkt mit meiner Sparda-Girocard und Handy unter Umgehung von Apple Pay und Mastercard zahlen zu können.

    Im Foyer erfuhr ich, dass es neben Yorck Unlimited ein weiteres Angebot gibt: Mubi go. Unbegrenztes Mubi-Streaming und jede Woche ein Kinoticket. Zum selben Preis wie Yorck Unlimited. Sähe ich mich selbst öfter als dreimal im Jahr ernsthaft einen Film auf einem fernsehartigen Gerät sehen, käme ich ins Grübeln.

    13 Kilometer

    Es lief Film den ich lieben sollte1. The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold geht um eine faszinierende Frau. Es ist ein Musical, mit mysthisch-seltsamen Stoff, historisch verortet, und wird allgemein als intensiv und publikumsspaltend beschrieben.

    Und doch verbrachte ich zuwenig Zeit im Kino damit, mit großen Augen und offenem Mund in den Film zu versinken, und zuviel Zeit damit, mich intellektuell zu fragen, warum der Film für mich nicht funktioniert.

    Ann Lee

    Der Film folgt dem Leben von „Mutter Ann Lee“ von der Kindheit in der präindustriellen Metropole Manchester des 18. Jahrhunderts bis sie 1784 von einem Mob losgelassener MAGA-Vorfahren derart misshandelt wird, dass sie wenige Monate später an den Folgen der Verletzungen stirbt.

    In der Zeit dazwischen schloss sie sich den Shaking Quakers an, brachte vier Kinder zur Welt, von denen keines ein Jahr überlebte, wurde mehrfach inhaftiert, wurde zur Prophetin und Wiedergeburt Jesu, erklärte Sexualität und insbesondere die Ehe zur Grundsünde, die die Menschen von Gott entfremdete, entfremdete sich von ihrem Mann, wanderte in die nordamerikanischen Kolonien aus, gründete eine Kolonie der Shaking Quakers in der Kolonie New York, die politisch und gesellschaft selbst 250 Jahre später noch politisch weit links im Koordinatensystem stehen würde, wurde mehrfach verhaftet und misshandelt und starb schließlich als die Shaker mehrere tausend Mitglieder hatten.

    Stoff bietet die Biographie reichlich.

    Ist es ein Flugzeug? Ist es Superman?

    Es ist ironisch: Ein Film über eine Frau, die gegen alle Widerstände ihrer eigenen Vision folgte, scheitert daran, dass er nicht so recht weiß, was er will.

    Ich sah Elemente dreier großartiger Filme:

    • Ein intensiver körperlicher in der Zeit verankerter Historienfilm, der mühelos durch die Zeit wandert, da er an Empfindungen anschließt, die allen Menschen zu allen Zeiten gemein sind. (siehe zB Hamnet)
    • Ein episch-exzentrisch ausschweifendes Musical, das klar erkennbar aus dem Jetzt auf die Vergangenheit schaut. (siehe zB Barrie Kosky)
    • Eine religiös-visionäre Meditation (siehe zB Tarkowsky)

    Alles war im Film angelegt, alles kam zeitweise zum Vorschein. Nur vertrug es sich nicht sonderlich gut untereinander. Noch weniger vertrug es sich mit Elementen konventioneller Hollywood-Historien-Schinken, die immer wieder aufschienen.

    Da wo bei Hamnet eigentlich alles richtig wirkte, jeder Schnitt, jede Bewegung, jeder Tonkrug im Bildhintergrund, wirkt bei Ann Lee irgendwie immer alles falsch: Das Timing stimmt quasi nie. Die Musik ist weder historisch noch „jetzt“. Die Ausstattung wirkt immer unfreiwillig nach Kulisse. Die Trickeffekte sehen deutlich nach dem schmalen Budget aus, dass der Film hatte, nicht nach dem großen Budget, dass er gerne gehabt hätte. Das gesprochene Englisch im Film ist weder überzeugend „Arme Leute, Manchester 18. Jahrhundert“ noch so unspezifisch, dass es nicht auffällt.

    Dann auch noch immer wieder Schlampigkeiten, wie zum Beispiel dass die Gruppe knapp 20 Jahre vor Einführung des metrischen Systems eine Entfernung als „13 Kilometer“ angibt. Was halt auffällt, weil zwischendurch noch die französische Revolution stattfinden muss.

    Da kann Amanda Seyfried (neben der Wahl des Ausgangsstoffes so ziemlich das einzige was der Film konsequent richtig macht) noch so sehr mit allem Ausdrucksvermögen und aller Körperlichkeit gegenanspielen – es reicht nicht.

    Was bleibt

    War es lohnend? Unbedingt,

    Meine Shaker-Bildungslücke ist geschlossen und ich will schon wieder nach Neuengland reisen, weiter Shaker recherchieren.

    Es gab denkwürdige Aufnahmen und erinnerungswürdige Bilder – insbesondere wenn es ins Kammerspiel direkt mit Seyfried ging.

    Und es gab die Erinnerung, dass die USA nicht nur MAGA in ihrem Urschleim haben, sondern auch pazifistische Frauen, die schon vor Gründung des Staates, mit Allem was sie hatten, Gleichberechtigung, Pazifismus und Liebe predigten.

    The River of Sachsen-Anhalt

    Boy, war die Musik in dem Film daneben. Bei der nachfolgenden Suche nach echter Shaker-Musik stieß ich auf .. wenig. Ein einziges Album eines Projektensembles New England Voices, die mit The River of Love eine Sammlung von Shaker-Hymnen versammelte. Eine Aufnahme, der, natürlich, King’s Singers, die die Hymne The Gift to be Simple auf ihrem gleichnamigen Folk/Traditions/Balladen-Album brachten.

    Und da hört es auch auf.

    Ein durchgehend denkwürdiger Film war Souleymanes Geschichte über einen ghanaischen Lieferradler in Paris. Dazu passend, das Buch Liefern: Tomer nimmt uns mit zu Lieferfahrer_innen in Tel Aviv, Berlin, Istanbul, Buenos Aires und Delhi.

    Poupou zählt gegessene Jahrespflanzen und kommt (ohne Whiskey und Blauschimmel) auf derzeit 52: Pflanzen 2026

    Thomas lebt in Sachsen-Anhalt und sieht Landtagswahlen heraufziehen: Sachsen-Anhalt im Fokus

    Wir werden demnächst in der Elbphilharmonie sein. Herr Buddenbohm war schon. Frau Klugscheisser war auch dort. Sie waren sogar in der selben Vorstellung.

    Gefühlt besteht derzeit die Hälfte meines Arbeitslebens aus Diskussionen, wie „Welche Daten wo?“, „Wo ist die Cloud?“, „Gibt es eine AAV?“, „Sind diese Daten anders als andere Daten etc.?“ Und dann lese ich sowas: „Eine KI Vibe Coding Horrorgeschichte“ Eigentlich hätte ich während des Lesens durchgehend schreien können.

    Anmerkungen

    1. Yorck Unlimited No. 18 – damit 13,22€ pro Ticket und damit unter dem Abendkassen-Basispreis in den A-List-Kinos von Yorck. Nebenentdeckung auf der Website: Der +1-Ticket-Rabatt für Mitkommende für Yorck Unlimited steigt von 10% nach 12 Monaten auf 20%. Damit bin ich noch sichererer, dass das verlängert wird. ↩︎
  • 25-02-18 Zerreißen sie den Stimmzettel

    25-02-18 Zerreißen sie den Stimmzettel

    Im Feldkampf gegen BV Garding unterlag Achtung Wesselburen nach bewegtem Duell knapp mit zwei Metern Kiek ut. Garding hatte bereits zwei Schott erspielt, musste diese jedoch im Lauf des Matches wieder einsetzen. Leider für Wesselburen entglitt dem 20. Boßler die Kugel stark auf den mit hohem Gras bewachsenen Deich, und das war der Sieg für Garding.

    Auf der Straße: ein Schneeräum-Smart. Den Bus überholte ein Zweisitzer-Smart, vorne mit montierte Schneeschaufel, hinten mit Salz/Kies-Streu-Trommel. Es wirkte durchaus professionell. Nur sehr klein.

    Madame bekam ihren Koffer wieder. Der Kofferreparateur lobte das Modell, hadert aber mit seinem Gestänge.

    Die Lörracher demonstrierten.

    Die Manic Street Preachers veröffentlichten ein neues Album, ich bin unterwältigt.

    Nach der Klausurabgabe Betriebliche Informationssysteme habe ich die Notenstatistik des Vorsemesters angeschaut. Oops, Durchschnitt 3,5, gut ein Drittel der Schreibenden ist damals durchgefallen. Irgendwie hatte ich die Klausur als gar nicht so selektiv im Hinterkopf gespeichert.

    Glücklicherweise muss ich hier nichts über Politik schreiben: Rebecca Solnit nimmt mir in ihrem Newsletter die Worte aus dem Mund . Fast möchte ich sagen, sie schreibt wortwörtlich das, was ich auch schreiben würde. Aber natürlich hat sie es tiefer durchdacht als ich gerade und formuliert besser als ich je könnte: No One Knows How This Will End (But I Do Not Think It Will End Well for Them):

    I don’t know where Trump, Musk, and Vance’s story ends, but I know it doesn’t end with them in power, and I don’t think it will end particularly well for them, though my main concern–and yours, I presume–is trying to prevent damage along the way. And I’m convinced that if we take action, we get to write some of the chapters and maybe revise or erase some of what they’re trying to impose.

    Der Hallig-Gröde-Paragraph

    Madame als Briefwahllokalschriftführerin bekam eine persönliche Schulung im Rathaus durch die Leiter der Briefwahlzentren. Ich als Bundestags-Wahlhelfer der Reserve musste mich mit dem Schulungsvideo begnügen. Gegenüber meiner letzten Urnen-Wahlhilfe entdeckte ich zwei Änderungen:

    • Die Wahllokale sind angehalten, ziemlich genau die Länge der Schlange vor dem Lokal zu monitoren. Zweimal am Tag sollen sie die Zahl der Wartenden melden – vermutlich, damit die Wahlleitung einschreiten kann, wenn Schlangen zu lang werden.
    • Überraschend viel Zeit verwendete die Schulung auf den Sonderfall nach §68 Abs. 2 BWO „Ergibt die Feststellung .. dass weniger als 30 Wähler ihre Stimme abgegeben haben“. In diesem Fall wird unter komplexen Regularien und stringenter Dokumentation nach 18 Uhr das Wahllokal aufgelöst und die Stimmen zusammen mit einem anderen Wahllokal ausgezählt.

    Nicht neu hingegen war der ausführliche Tanz, um Briefwähler*innen, die dann doch im Wahllokal auftauchen. Auch das ein hingebungsvoll choreographierter Akt mit vielerlei Durchschlägen.

    Es läge mir fern, Menschen von der Wahl abzuhalten; aber falls ihr Briefwahl beantragt habt, macht ihr das Leben Eurer Wahlhelfer deutlich einfacher, wenn ihr auch wirklich briefwählt. Und falls nicht: Bringt auf jeden Fall den Wahlschein mit. Sonst werdet ihr zurückgewiesen.

    Falls ihr den Stimmzettel mitbringt, den ihr für die Briefwahl bekommen habt, so ist die Anweisung „zerreißen sie den Stimmzettel vor den Augen des Wahlberechtigten und händigen sie einen neuen aus.“

    Die Jakobsbücher

    Nachdem die Klausur vom Tisch war, konnte ich ein weiteres Opus Magnum beenden. Die Jakobsbücher – begonnen im Sommerurlaub – sind fertig. In Bücherregal meines Inneren teilen sich die Jakobsbücher eine winzige Nische mit dem Zauberberg und Don Quijote. Auf der Nische steht „Mühsam, langweilig, aber so großartig, dass jede Stunde es wert war.“

    Olga Tokarczuk erzählt in den Jakobsbüchern auf etwa 1200 Seiten das Leben des Jakob Frank (geb. Jakub Lejbowicz), Wanderer zwischen den religiösen Welten, Jude und Christ, Religionsgründer und fast-Messias sowie seiner Anhänger durch das Polen des 18. Jahrhunderts.

    Das Buch beginnt vor Franks Geburt und endet nach seinem Tod. Dabei hat die Erzählungen Ausschweifungen und ein Erzähltempo, das eher dem 18. Jahrhundert angemessen erscheint als dem 21. Auf Seite 3 hatte ich den Überblick über alle handelnden Personen verloren. Wechselnde Erzähler, Zeitsprünge und erzählerische Kreisbewegungen lassen das Buch im Stil fast wie eine Andacht oder Meditation wirken.

    Passend zum Thema spielt sich das Buch sowohl in einer realen wie in einer geistigen Welt ab. Dabei hat die reale Welt der Zeit genug Veränderung: es beginnt tief auf dem Land im polnischen Shtetl, geht über Warschau, Tschenstochau und den kaiserlichen Palast in Wien und endet in einem Offenbacher Schloss, während sich die Französische Revolution abspielt.

    Europa tritt aus dem Rest-Mittelalter in die Aufklärung hinein, und mittendrin die Gruppe getaufter Kabbalisten auf ihren seltsamen Wegen. Ein erfreulicher Realismus: da das Buch ein ganzes Leben abdeckt, altern die Protagonisten, man erlebt den Wandel unterschiedlicher Charaktere von der stürmischen Jugend hin bis ins hohe Alter.

    Geographisch gar nicht so weit weg, das nächste angefangene Buch: Dmitrij Kapitelman: „Eine Formalie in Kiew“. Kapitelman, 1991 mit acht Jahre als jüdischer Kontingentflüchtling aus Kiew gekommen, will Deutscher Staatsbürger werden. Dafür benötigt er eine Geburtsurkunde, die nur die ukrainischen Behörden vor Ort ausstellen können. Bisherigerer Eindruck: das Buch ist Satire, aber bitterer und trauriger als der Klappentext vermuten lässt.

    Weil ich gut ignorieren kann, wie viele ungelese Bücher ich noch besitze, führte mich mein Weg zur Stadtbibliothek Schöneberg. Dort wartete Lutz J. Heinrichs Geschichte der Wirtschaftsinformatik – Entstehung und Entwicklung einer Wissenschaftsdisziplin auf mich. Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, sie aufzuschlagen, bevor die Leihfrist abläuft.

    Vor der Bibliothek. Im Hintergrund der Vorplatz vor dem Stadtbad Schöneberg. (Leider derzeit Baustelle)

    Klezmer Futura Fediverse

    Wie ein New Yorker Sohn eines Calypsobassisten den Klezmer wiederbelebte: A little thread celebrating one of the great albums of Jewish-American music, DON BYRON PLAYS THE MUSIC OF MICKEY KATZ

    Die Deutschen Bahnhofsschilder seit den 1950ern und wie sie schicker werden. Von Futura nach Arrow., Deutschlands Bahnhofsschilder.

    Herr Rau über den Stand der Demilliardärisierung.

    Der Pixelboomer bastelt derweil daran, eine Instanz im Fediverse aufzusetzen.

    Es ist erstaunlich, wie schlecht Computer (=Rechner) im Wahrheit im Rechnen sind. Wie Hans J- Boehm durch 10 mathematische Theoriekreise stieg, um Android eine funktionierende Taschenrechner-App zu gönnen: „A calculator app? Anyone could make that.“

    Queere Rollatoren gegen Rechts.

  • 25-02-09 Qobuz

    25-02-09 Qobuz

    Die Zahl der Schwimmbadbesucher im Mecklenburg-Vorpommern ist wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.

    In Baden-Württemberg müssen Glasaale nicht ausgeschrieben werden. Die können die zuständigen Landesbehörden einfach beim Zoll abholen. Fischundfang.de berichtet ausführlich darüber, wie der Stuttgarter Zoll 170.000 Glasaale beschlagnahmte, die noch am selben Tag im Rhein landeten: Aal-Rettung erfolgreich:

    Bevor die Rettung der Aale durch Rückführung in ein geeignetes Gewässer erfolgen konnte, musste die erforderliche artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt werden, um den Tieren einen legalen Aufenthalt im Land zu bescheinigen.

    Madame fand im Internet eine Robbie-Williams-Doku. Darauf Luftaufnahmen vom Glastonbury-Festival: 88000 Besuchende und nie endende wollende Menschenmassen auf den Bildern. Oder anders gesagt: Halb so viele wie letzte Woche auf der Demo in Berlin und ein Drittel so viele wie diese Woche in München.1

    Montag wird die BVG wieder streiken, dafür ist das Fahrrad halbwegs entmaladiert. (Zumindest okay, der Fahrradmeister hat ja eh beschlossen, dass ich mir zum Frühjahr ein neues kaufen muss).

    Ab Dienstag läuft das Festival della Canzone Italiana (besser bekannt als Sanremo-Festival) über fünf Tage. Ich hoffe die RAI gönnt uns auch dieses Jahr einen Stream

    Seit zehn Jahren und zwei Arbeitsstellen radle ich auf dem Arbeitsweg am Werdauer Weg vorbei. Dieser liegt inmitten eines Autobahnkreuzes und führt im Wesentlichen zu einem Schrottplatz und einem Baumaterialgroßhandel. Einst stand an der Kreuzung zum Sachsendamm ein Bordell. Dies wurde abgerissen und durch ein Hotel ersetzt.

    Erst diese Woche lernte ich. Das Hotel – im Autobahnkreuz, an der Straße zum Schrottplatz – heißt „NIU Schöneberg Dwarf“ und steht unter dem Motto Gartenzwerg und Garten.

    Nachbar Omega brachts uns „das beste Tahini!“ aus Israel mit.

    Ein zweiter Versuch mit der Ninja Creami wurde unternommen. Vielleicht bekommen wir dieses mal ein Exemplar, das funktioniert.

    Der milde Winter zeigt sich. Soweit sichtbar noch keine Frostverluste auf den Latifundien, hingegen schon einiges an Blüten. Der Winter ist auch trockener als der letzte: Im Loch steht kein Grundwasser.

    Das Klausurlernen für die Betrieblichen Informationssysteme nimmt Fahrt auf. Ich sichtete die drei Musterklausuren des Lehrstuhls. Noch bin ich dabei vorsichtig: Es gibt keine Altklausuren und nur drei Muster – die möchte ich mir als Sparringspartner bis kurz vor knapp aufheben.

    Aber zumindest wollte ich ein Gefühl für die Art der Aufgabenstellung bekommen:

    • Es wird einige Aufgaben geben in der Form „Erläutern sie den Unterschied zwischen einem Planungs- und Dispositionssystem..“ Das wird auf Auswendiglernen hinauslaufen, denn ich bin sicher, er möchte dafür die Fachbegriffe hören, die er in seinen eigenen Definitionen verwendet.
    • Es wird eine Aufgabe geben: Zeichen sie ein Diagramm in UML oder EPK.. Da ich ja schon ein ganzes Modul Modellierung betrieblicher Informationssysteme hinter mir habe, konnte ich das zumindest schon mal in diesem Studium.
    • Vielleicht wird es eine Aufgabe geben: Schreiben sie Pseudocode für folgende Aufgabe… Das wird am herausfordernsten. Pseudocode bedeutet: kein lauffähiges Programm, sondern nur dessen wichtigste Elemente, damit ein Mensch versteht was der Code machen soll. Da verstehe ich anhand der kargen Beispiele immer noch nicht richtig, was der Lehrstuhl als wichtig empfindet. Aber das wird noch.

    Langsam freunde ich mich aber mit Modul und Thema an. Inzwischen finde ich es sogar inhaltlich interessant.

    0,022 > 0,004

    Ein nächster Schritt auf der Demiliardärisierung des Internets ist vollzogen und das Spotify-Abo gekündigt. Jetzt gibt es den französischer Streamer Qobuz. Neben dem Unwillen die Unbequemlichkeietn des Wechsels auf uns zu nehmen, bot Spotify halt auch Podcasts. Es war so schön einfach beides aus derselben Quellen zu bekommen. Aber no more.

    Der Wechsel war einfach. Konto anlegen, Playlists per Soundiiz übertragen und dann in der neuen Oberfläche zurechtfinden. Alles war ein überschaubarer Aufwand.

    Qobuz kostet etwas mehr als Spotify (13 Euro / Monat mstatt 10 Euro/Monat). Es bietet aber mindestens drei Vorteile:

    • Die Künstler*innen bekommen am meisten (Qobuz 0,022 $/Stream, Tidal 0,013$, Spotify 0,004$)
    • Die Soundqualität ist besser (mindestens CD, wenn besseres verfügbar ist auch das)
    • Merkte ich erst nach der Anmeldung: Die ganze Attitütde ist eine andere; eine die Musik und Musiker*innen wirklich ernst nimmt. Es lässt sich schwer festmachen, zeigt sich aber sowohl daran wie Musik beschrieben wird, auch an Auswahlen und Zusammenstellungen.

    Bisher also ein Win-Win, bei dem das ethischere Handeln auch persönlichen Gewinn bringt.

    Einziger Nachteil: Ich habe nicht die geringste Idee, wie sich das Wort Qobuz ausspricht.

    Koffer nächste Woche

    Als mir damals in den 1990ern der globalisierte Kapitalismus versprochen wurde, hat niemand dazu gesagt „Es wird in ganz Berlin nur noch eine Werkstatt für Koffer geben. Und wenn Du einen kaputten Koffer hast, musst du die fünf Stunden in der Woche abpassen, in der die Werkstatt offen hat. Und dann ein halbes Jahr auf den Koffer warten, weil sie so überlaufen ist. „

    Madames Koffer rief an: Er ist jetzt fertig. Wir rechneten kurz: Wenn die Kofferwerkstatt um 11 in Charlottenburg öffnet, und unser Gartengerätsfachgeschäft um 12 in Vehlefanz schließt, dann.. schaffen wir das nicht. Koffer ist verschoben.

    Denn hinter dem Heckenscheren-Erwerb steht eine echte Deadline: §39 des Gesetzes über Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege:

    Es ist verboten … Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden.

    Also muss die latifundale Ligusterhecke (des Nachbarn auch noch, der sie irgendwie nicht selber geschnitten bekommt) bis zum 28. Februar gestutzt werden, wofür es der Heckenschere bedarf, die erst erworben werden muss, wofür wir nach Vehlefanz müssen.. und naja, die Wochenenden sind knapp, jetzt oder nie.

    Das Fachgeschäft war wie man es sich wünscht: ausführliches Erklären und Testen am lebenden Objekt. Wir nahmen noch ein Glas Honig mit, das der geschäftseigene Schlosser imkert. Und der Kunde nach uns wurde gleich erkannt „Ach, da bist du ja wieder!“ und der Mitarbeiter instruiert „Der kommt einmal pro Jahr, braucht ein Teil für seinen John Deere und das kann man nur auf diesen verschlungenen Wegen bestellen..“

    Wir brachen um 11.30h zu den Latifundien auf. Im Gepäck ein Glas Honig und die Stihl HSA60. Seitdem sind Madames Arme wobbly.

    Problematisch unterwegs

    So schnell kann es gehen:

    Weil ich merkte das jetzt irgendwas nicht mit mir stimmt wollte ich mich in den kleinen Pausenraum zurückziehen. Ich stand vor dessen Türe und wusste nicht mehr wie diese auf geht. Keine Ahnung wie lange ich da stand die Türe anstarrend. Die Kollegin kam und meinte „Soll ich Dir aufmachen?“ und ich glotzte auf ihre Hand mit dem Schlüsselbund während sie öffnete. Wie in Zeitlupe sah ich ihren Schlüssel und dachte“,“ „Ich wusste doch irgendwie das ich den brauche, warum ist mir das nicht eingefallen?“

    Langanhaltend: Die Probleme der LKW-Fahrer2:

    Reaktion des Arbeitgebers: Versuche, den Anhänger gewaltsam zu entfernen.
    Einschüchterung durch eine litauische Schlägertruppe. Sperrung seiner Temporary Resident Card (TRC), um ihn in einen illegalen Status zu drängen und seine Abschiebung zu erzwingen. Seine Angst: Er schläft kaum noch, aus Angst, überfallen oder getötet zu werden.

    Beim Pubquiz mit den Crushes von vor 20 Jahren.

    Anmerkungen

    1. Das Wacken-Open-Air hat 85.000 Besucher. Wenn ihr davon Bilder seht, stellt Euch einfach doppelt so viele Menschen vor, dann habt ihr die Berliner Demo letzte Woche. ↩︎
    2. Nicht gegendert. Man kann sich aber mühelos vorstellen, dass die Gewalterfahrungen die Frauen abbekommen würde, deutlich größer wären. ↩︎
  • 25-02-06 Posteo

    25-02-06 Posteo

    Falls ihr zufällig größere Mengen Glasaale habt: die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sucht. Ausschreibung FiA-25-001 Aalbesatz für offene Berliner Gewässer.

    Falls hingegen Produktion, Lieferung und Montage eines Walskeletts zu Euren Fertigkeiten gehört: Das Museum für Naturkunde sucht (MfN-56-2024 Walskelett – noch 12 Tage)

    Erstmals gesehen: Ein polnisches E-Auto an einer öffentlichen Berliner Stromsäule.

    Die Dachbodenbaustelle schmoddert vor sich hin. Ab und an lassen sie auch Schränke aus höher Höhe auf den Boden fallen. Zumindest hört es sich so an.

    Eine nicht-mehr-Böttcher-Bestellung von 20 kg Büromaterialien landete im Wohnungsflur. Meine Güte, eigentlich möchte ich doch nur hier gemütlich vor mich hinsumpfen, und mir nicht auch noch beim Dicke-Buntstift-Bestellen Gedanken um Politik machen müssen.

    Jede Wahl was anderes: Nach Wahlhelfer im Wahllokal (BTW 2021), Wahlhelfer im Briefwahllokal (Europawahl 2024), nun Wahlhelfer der Reserve: „Halten Sie sich zwischen 7 und 10 Uhr bereit und warten Sie auf den Anruf.“ Ich sehe es kommen: Morgens um 7 nach Mariendorf hasten, damit ich hechelnd um 8 im unterbesetzt-gestressten Wahllokal ankomme..

    Lernen für die Betrieblichen Informationssysteme bleibt sperrig: Die ausführliche Beschreibung eines Systems, gefolgt von „in den letzten Jahren sind mehrere Nachfolgesysteme auf den Markt gekommen [auf die wir hier nicht weiter eingehen werden]“ wirkt halt arg unmotiviert von Seiten des Erstellers.

    Wir veranstalteten eine erfolglose Fotosession im Serverraum.

    Im öffentlichen Dienst bewegen sich Angelegenheiten eher glazial. Aber manchmal bricht ein Eisberg ab, und dann passiert vieles in kurzer Zeit. So auch hier und jetzt. Ich bin sehr gespannt wie sich das auswirkt.

    Kurze Büroaufregung wegen eines Feueralarms. Oder doch kein Feueralarm? Jemand will Handwerker gesehen haben, die die Rauchmelder abschreiten. Ich erinnere mich an einen ehemaligen Arbeitsplatz, an dem wir uns einige Monate lang alle 14 Tage im Sammelbereich wiederfanden, weil die Baustellenschweißarbeiten im Keller und das Alarmsystem nicht harmonierten.

    Vor 15 Jahren hätte ich auch nicht gewettet, dass ausgerechnet in Berlin zwar die MLPD und die Vierte Internationale zur Bundestagswahl antreten, die Piraten aber daran scheitern, dass sie keine Unterschriften bekommen.

    Falls es Friedrich Merz gelingt, die Linke in den Bundestag zu hieven, schreibe ich ihm persönlich eine Glückwunschkarte.

    Hippiemail

    Ich habe beschlossen, die Demilliardärisierung meines Internets voranzutreiben. Die low hanging fruits sind bis auf Spotify schon lange gepflückt. Wobei der Spotify-Qobuz-Wechsel tagtäglich stattfinden wird, sobald ich mal eine halbe Stunde Konzentration dafür aufbringe.

    Jetzt kommen die hoch hängenden Elefanten im Raum:

    • Gmail
    • Paypal/Klarna/Kreditkarte

    Halbherzig versuchte ich bereits mehrmals, den Mail-Anbieter zu wechseln. Dann aber fielen mir wieder die gmail-Vorteile auf: Riesiger Speicher, große Bequemlichkeit und das Vertrauen, dass niemand auf diese Mails zugreifen kann, den Google nicht für befugt hält.

    Andererseits stammt der gmail-Account noch aus zu Zeiten, in denen Google das Motto „don’t be evil/ sei nicht böse“ hatte und dabei halbwegs glaubwürdig klang. Mein Vertrauen darin, wen genau Google für vertrauenswürdig hält, schwindet von Jahr zu Jahr.

    Also ein neuer Versuch: Posteo. Ich bin inzwischen bereit Geld zu bezahlen für einen guten Mail-Anbieter. Posteo scheint all‘ meine Wünsche zu erfüllen.

    Ich habe mir also eine Posteo-E-Mail-Adresse angelegt und werde testen, ob diese alltagstauglich funktionert.

    In Düsseldorf gäbe es einen Abräumroboter

    Wenn Du eine Berliner Restaurantwebsite öffnest und gleich am Beginn wird Schweineaorta, Gänsedarm und Froschschenkel angeboten – dann weißt Du, dass sich das Angebot nicht unbedingt an alteingesessene Berliner*innen richtet.

    Les musiciens hatten Lust essen zu gehen und schlugen uns Shoo Long Kan Berlin Hotpot vor. Das Lokal liegt in der Nähe des Ku’damms, eine Tafel in chinesischen Schriftzeichen informierte uns, dass wir auch mit Alipay bezahlen können, der Personal redete etwa hälftig deutsch und englisch mit uns.

    Shoo Long Kan (auch XiaoLongKan) ist eine chinesische Kette für HotPot mit etwa 800 Standorten weltweit. Die meisten davon liegen in China. In Deutschland existieren drei Restaurants (Berlin, Düsseldorf. Frankfurt), in Österreich eines in Wien, in der Schweiz eines in Genf.

    Einerseits also eine Kette (mit allem was an Vereinfachung und Standardisierung dazugehört), andererseits überzeugend chinesisch und dabei dann auch noch edel – ein wenig musste ich an Tony Roma’s Ribs denken vom Konzept her.

    Das Publikum gemischt aus vielen Ländern in vielen Sprachen – im Stil zwischen Trainingshose und direkt-vor-dem-Ball.

    Das Essen HotPot (aka chinesisches Fondue). Wir hatten einen großen Kessel in der Mitte mit zweierlei kochenden Brühen (Spicy Stufe 1 / Tomate) und dazu verschiedene Zutaten. Auf Aorta und Frosch verzichteten wird, wir blieben bei Fleisch, Gemüse, Pilzen, Algen, Eier-Dumplings, Minitintenfischen und Garnelenbällchen. Dazu gab es ein Dip-Buffet an dem wir selbst Saucen und Dips zusammenmischen durften.

    Halt großartig so insgesamt. Auch großartig, dass les musiciens den Eindruck erweckten, dass es ihnen persönlich gerade richtig gut geht – und das erfreut mein Herz.

    Wie es sich für ein chinesisches Restaurant im Jahre 2025 gehörte, lief Auswahl und Bestellung über ein zum Tisch gehöriges Tablet. Selbst, dass wir zahlen wollten, sollten wir über das Tablet melden.

    Stratifizierung und Kontrolle

    poupou schrieb über Stratifizierung des Bildungssystems.

    Claudia briefwählt aus Japan und begründet, warum.

    Frau Chilli Ciabatta macht einen hoch alltagstauglichen Asia-Salat mit Hähnchen, Paprika und Pomelo.

    Internet-Werkzeugwechsel ist im Trend: Von Trello zu Joplin.

    Warner Movies veröffentlicht aus heiterem Himmel 30 Klassiker in voller Länge auf Youtube: The list is full of cinematic masterpieces, obscure cult cinema, and absolute trash.

    Eigentlich wollte ich das USA-Haareraufen den den vielen anderen Medien überlassen, die dies gerade zu Recht versuchen. Aber Atlantic-Artikel trifft too close to home: Elon Musk Wants What He Can’t Have: Wikipedia.

    Warum die Wikimedia Foundation allerdings 2016 nicht begonnen hat, die USA zu verlassen, habe ich schon damals nicht verstanden.

    Und warum ich nicht mehr über die USA posten will:

    „Thinkers like Jean-Paul Sartre and Hannah Arendt warned us that the point of this deluge is not to persuade, but to overwhelm and paralyze our capacity to act. More recently, researchers have found that the viral outrage disseminated on social media in response to these ridiculous claims actually reduces the effectiveness of collective action.

    The result is a media environment that keeps us in a state of debilitating fear and anger, endlessly reacting to our oppressors instead of organizing against them.“ (You Can’t Post Your Way Out of Fascism)

    Silbermond veröffentlicht seinen 2019er Song „Mein Osten“ neu – dieses Mal im Duett mit Herbert Grönemeyer, wie man es im August 2024 erstmals live performt hat. Es ist wohl auch als Apell zu verstehen, vor dem zu befürchtenden Rechtsruck der Bundestagswahl.