Schlagwort: Europawahl

  • 24-04-25 Zwei Rasenmäherbreiten

    24-04-25 Zwei Rasenmäherbreiten

    /me duckduckgo’t „Geschmolzenes Plastik von Bratpfanne entfernen“ .

    Zustand sonst: Habe versucht, einen Teefilter in der Kaffeemaschine zu installieren und wunderte mich, warum es nicht funktioniert.

    Es wird Zeit für ein ereignisarmes Wochenende.

    Der koreanische Solaranlagenhersteller Qcells eröffnet am Südkreuz neben Vattenfall einen Showroom.

    Auf der Straße mitgehört: Ein türkischer Berliner erklärt Bekannten, wie der Döner erfunden wurde. Es begab sich so: Die Deutschen wollten unbedingt etwas, dass man IM GEHEN essen konnte. Kulturloses Volk halt. Daher die Idee mit dem Brot als offenem Transportbehälter für Fleisch und Salat. Und weil die Deutschen so große Kohlfans waren, wurde Rotkohl ergänzt.

    Keine Ahnung, ob es stimmt. Aber es klang überzeugend.

    Ich will nicht sagen, dass ich xkcd 2916 (machine) immer noch spiele. Aber wenn es dafür eine echte Version gäbe (größeres Spielfeld, Möglichkeiten zu speichern und Maschinen mit Freund*innen zusammen zu bauen), würde ich sofort begeistert größere Geldbeträge bezahlen.

    Umsonst war die zweite Runde Rechercheschulung der UB Hagen. Ich dachte ja schon, dass ich bei dem Thema nicht unbewandert bin. Aber das war noch mal ein anderes Level. Respekt.

    Nach Feierabend: Endlich mal wieder ins Stadtbad Lankwitz. Noch eine Woche bis das Freibad am Insulaner wieder öffnet.

    In der Mittagspause ging es zur Salbung.

    Blick auf den Richard-von-Weizsäcker-Platz. Polizei und Ampelreparateure im Einsatz.

    Anti-Fa/Pro-Fa

    Die Grünen haben weitere Wahlplakate aufgehängt. Diese strömen eine Aura maximaler Unmotiviertheit aus.

    Übel nehme ich, dass auf den Plakaten Fotos der Wir-sind-die-Brandmauer-Demos aus dem Winter sind. Ich möchte klarstellen, dass ich gegen Faschismus demonstrierte und nicht für die Grünen.

    (Nichts gegen die Grünen. Aber wenn man die antifaschistische Brandmauer auf Grünen-Anhänger*innen beschränkt, kann man es auch sein lassen mit dem Brandmauern).

    Bei den Profaschisten: Auch wenn es politische Unterschiede gibt, scheint die Gangster- und Halunkendichte in der AfD ähnlich hoch wie ehedem in der NSDAP. (Aktuelles Ausstellungsstück 1: Krah, aktuelles Ausstellungstück 2: Halemba). Das hat politische Gründe.

    In der Politik geht es um Macht und Einfluss. Sie zieht Halunken aller Coleur magisch an.

    Die liberale Demokratie erfand Regeln der bürokratischen gegenseitigen Kontrolle, um dies einzudämmen – von der Gewaltenteilung zwischen Exekutive / Legislative / Judikative bis hin zum Elend einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung. Das stoppt Halunken nicht. Es macht ihr Leben aber so anstrengend, dass sie sich meist andere Betätigungsfelder suchen.

    Der Faschismus kennt derartige Mechanismen nicht: In faschistischen Bewegungen herrscht eine strikte Unterteilung zwischen Freund und Feind.

    Freund ist wer „der Bewegung“ gegenüber loyal ist, unabhängig vom sonstigen Verhalten. Man kommt mit Allem durch, solange man Loyalität vorgibt. Menschen mit dehnbarem Gewissen haben keinerlei Probleme sich loyal zum Faschismus zu bekennen.

    Systematisch lässt sich sagen: je faschistischer eine Organisation ist, desto mehr Halunken.

    Treillage

    Es gibt überraschende Anrufe. Und es gibt Anrufe vom Handwerker, dass er genau jetzt 50 Kilometer entfernt auf den Latifundien steht, anfangen möchte zu arbeiten, und es wäre gut wenn Du auch anwesend wärst. Natürlich klingelt das Telefon während des Duschens. Während gerade der Paketbote mit dem 25 Kilo-Paket klingelt.

    Zum Glück für mich widerfuhr dieses Erlebnis Madame. Die zum zweiten Glück auch noch Möglichkeit und Geistesgegenwart hatte, sofort Richtung Latifundien aufzubrechen. (Also nachdem der Paketbote versorgt war.)

    Immerhin hatten die Zimmerleute das nötige Holz mitgebracht. Sie haben sich für die Nicht-Vorankündigung vielmals entschuldigt. Während ich dies schreibe, wird in der Mittelmark hoffentlich etwas aufgebaut.

    Aber was: Eine Laube? Eine Pergola? Ein Pavillon? Eine Treillage? Ein Salettl? Eine Sommerhalle, Trinkhalle oder ein Gartensaal? Die Begriff verwischen fröhlich ineinander. Wikipedia sagt unter anderem: eine Laube steht frei, eine Pergola schließt an ein anderen Gebäude an.

    Zählen zwei Rasenmäherbreiten Abstand zum Schuppen als „anschließen“?

    Auf jeden Fall wird ein Holzbau mit Rankgittern in der Mittelmark gebaut. An dem werden in Zukunft Rosen einen schönen Sommerschatten spenden. Denn es wird heiß werden in Brandenburg.

    Da uns aber die welterbigste aller Pergolas inspirierte (sooo schön), werde ich bei „Pergola“ bleiben.

    Fast Schneechaos

    Gabi Frankemölle stellte in der US-Botschaft ihr neues Kochbuch vor: Cook across America.

    Schneechaos ist eigentlich ein Wort, das es in Finnland nicht gibt. Aber gestern waren wir nahe dran.

    Formschub über The Nanny Car. Schnickschnack:

    Daneben sondert die Elektronik beim Fahren aber auch ohne begleitende grafische Einblendungen allerlei weitere Pling-, Dödel-, Palim-Palim- und Piepgeräusche ab, deren Bedeutung ohne Konsultation DER ANLEITUNG komplett im Dunkeln bleibt. Eine der akustischen Belästigungen scheint zu bedeuten, dass das Fahrzeug den Kontakt zum Internet verloren hat. Ja, meine Güte, das passiert mir auch ständig, dann guck halt so lange mal aus dem Fenster, Gefährt, ey!

    (via hmbl)

    Die gesammelte Weisheit unbekannter Menschen im Internet plädiert für „Pfanne wegwerfen.“

  • 24-04-23 Jenseits von Afrika

    24-04-23 Jenseits von Afrika

    Die Wahlplakate zur Europawahl hängen. Hier vor allem die CDU, gefolgt von der SPD. Ich sah bisher nur vier AfD-Plakate. Die hängen aber gemeinerweise direkt vor dem Büroeingang. Noch gemeinererweisen hängen sie hoch und die Stelle ist viel zu gut einsehbar.

    Am Sachsendamm schloss ein unauffälliger Döner-Burger-Laden. Hätten sie nicht das alte Schild hängen lassen, wüsste ich nicht einmal, was es war.

    In der Hauptstraße eröffnete Barber Broz. Damit dürfte an der Straßenecke langsam die Zahl der Friseure die Zahl der Dönerläden überbieten.

    Gelesen:

    Joe Moran: On Roads. Ein perfektes Reisebuch. Moran schreibt eine Art gutgeschriebene Wikipedia-Artikel über die Kulturgeschichte englischer Straßen (vor allem der Autobahnen): Von der Entwicklung der Verkehrzeichen und ihrer Typographie („the north“) bis zu den Autobahnraststätten. Kurze Kapitel, die recht unverbunden sind, unterhaltsam, lehrreich, und beim Zugfahren kann man natürlich immer gleich hochschauen und vergleichen.

    Madame las:

    Barrie Kosky/ Rainer Simon: Und Vorhang auf, Hallo! Die Autobiographie von Barrie Kosky. Sie ist begeistert. Sehr. Ich werde noch lesen. Stelle aber erfreut fest, dass Kosky großer Muppet-Show-Fan ist. Und da die Muppets ebenso wie Kosky zu den Privatheiligen dieses Blogs gehören, ist es umso schöner, dass sie zusammenfanden.

    Your time to shine has come

    Im April 1974 führte Willy Brandt seine letzte Auslandsreise als Kanzler durch. Am Ende des Monats wurde der DDR-Spion Günter Guillaume enttarnt. Damit war Brandts Kanzlerschaft vorbei. In denselben Tagen erlebte der Steglitzer Kreisel seine erste Insolvenz. Das spielte alles am Wochenende keine Rolle. Denn obwohl wir am Wochenende intensiv in den April 1974 zurückschauten, ging es um Anderes.

    Irgendwie zu heiraten bekommen viele hin. Fünfzig Jahre durchhalten, auch when times get rough and when evening falls so hard, das ist eine besondere Leistung, die musste gefeiert werden. Eine Feier, die immer noch so voll und groß ist, dass ich ihrer Erinnerung nur schwer handhabbar werde. Einige Szenen:

    Das weiße Geschirr mit blauem Rand ist Orga-Geschirr und kann genutzt werden, ohne mit dem Festivitätsgeschirr in Konflikt zu geraten.

    Um zum Lokal zu kommen: Nach der Unterführung links-rechts-links. Parken am Friedhof. Der nächste Parkplatz zur Kirche ist neben der Gewerbeschule, die direkte Durchfahrt nach dort aber eine Baustelle.

    Ungewohnte Familienaufstellungen und Mischungsverhältnisse. Sehr erfreulich.

    Pizzeriagespräche über das Fotografenehepaar in Rente, das Koryphäen für die Reparatur von BMW-Z-Cabrio-Verdecks ist. Sie können nichts anderes, aber das können sie gut.

    Das Strauß-Transportgefäß.

    In der Kirche wurde Stuhlreihe um Stuhlreihe ergänzt.

    Eine außergewöhnlich gute Predigt, begleitet vom begeistertem Nicken des Jungen Glücks. Fürbitten der neuen Generation.

    Eine Liveschaltung zum Korintherbrief.

    Die Gute-Worte-Torte.

    Das Max-Raabe-Stand-Up.

    Ungewohnte Familienaufstellungen und Mischungsverhältnisse. Sehr erfreulich.

    English Liquorice.

    Like a bridge over troubled water I will lay me down.

    Menükarte auf Goldener-Hochzeits-Tisch

    Panoramawagen

    Langstreckenfahrten mit der Deutschen Bahn werden auch objektiv immer abenteuerlicher. Diesmal aber in der für mich erfreulichen und dennoch absurden Situation, dass ich durchgehend auf reservierten 1-Klasse-Plätzen schaukelte, während um mich herum Chaos ausbrach.

    Berlin->Basel. 6.30h am Bahnhof die Mitteilung: Ihr Zug (ICE 995) fällt aus. Ersatzlos gestrichen. Der Anschluss an den EC9 ist damit natrülich auch perdü. Während sich am Bahninfo-Schalter eine Schlange bildet, versuche ich so schnell ich kann, noch Plätze im nächstbesten Zug (ICE 279) zu reservieren. Ich erwische einen der letzten vier freien Plätze in der Ersten Klasse. Im weiteren Verlauf des Tages fallen weitere Züge aus. Unser Zug hält länger in Eisenach, weil er überfüllt ist, die Fluchtwege nicht mehr frei sind und sich doch bitte alle etwas besser verteilen sollen. Selbst 8in der Ersten Klasse stehen Menschen im Gang. Währenddessen trinke ich Kaffee am Platz und lese ein schönes Buch.

    Nebenentdeckung: Frau Unterwegs-ist-das-Ziel existiert wirklich. Huschte aber leider nur kurz durch den Waggon, so dass ich sie nicht ansprechen konnte.

    Basel->Berlin. Man sollte meinen, eine Stunde Umsteigezeit in Mannheim reicht. Ich hatte absichtlich den Eurocity gewählt, denn er wird von Schweizern betrieben. Auch fährt dort der Gotthard-Panoramawagen mit. Leider werden die Waggons bis Hamburg von der SBB gestellt, die Lokomotive aber ab Basel von der DB. Und dort begann das Elend.

    Wenn die Deutsche Lok vor den Schweizer Waggons im EC8 schon 40 Minuten braucht, um zum Einsatzort zu kommen und dann zwischendurch wieder streikt, wird es eng. Freundlicherweise überholte der nachfolgende ICE (ICE72) in Karlsruhe am selben Bahnsteig, so dass wir spontanes Zughopping machen konnten, In Frankfurt nutzten die zusammengeschrumpfte Umsteigezeit von 7 Minuten in den ICE596.

    Beides am Ende nette Fahrten, aber beide begannen mit viel Chaos. Auch wenn ich glimpflich davonkam. Ich fände es apart wenn Bahnfahren auch funktionieren würde, ohne dass man die halbe Fahrt mit Spontan-neu-planen beschäftigt ist.

    Einbürgerung Welfencreme

    Die Muppet-Macher*innen noch alberner als sonst: „The Muppet Show“ Season 1 CREW VIDEO 1976

    Mequito scheiterte an Einbürgerungstestterminen in Berlin und weicht nach Brandenburg aus.

    Ilka war im Hallenbad Feuerbach und ich! bin! neidisch!

    Gabi Frankemölle bereitete Welfencreme zu.

    Anke Gröner derweil über den Sinn in Sternerestaurants zu gehen.

  • 24-04-21 De Leiw hört nienich op!

    24-04-21 De Leiw hört nienich op!

    Hossa. Was ein Wochenende. Jetzt erstmal drei Tage Schlaf- und Badekur. Auch, um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten.

    Die Rahmenhandlung:

    Freitag: ICE995 -> EC9 // ICE 279 -> Schwalbenäscht -> Abends Pinocchio (Pizza Nordstadt). Zwischendurch das Ergebnis der Technische-/Theoretische-Informatik-Klausur: Bestanden. Damit Bergfest: 90 von 180 ECTS errungen!

    Samstag: Christuskirche -> Schwalbenäscht (Morchelsauce und Krokotten) -> Das alte Haus am Zentrum der Macht (Zuger Kirschtorte und Rüblimuffins) -> Das alte Haus am Zentrum der Macht (Dolomiti).

    Eigentlich könnte ich die nächsten drei Wochen Blog nur mit Samstagsrückblicken füllen. Mal schauen.

    Sonntag: Schwarzwälder Kirschtortenfrühstück -> EC8 -> Überraschungsintermezzo ICE72 -> ICE596. In Berlin vom ersten Europawahlplakat (SPD) begrüßt worden.

    Vogelperspektive auf gedeckten Festtisch.