Schlagwort: Feuer

  • 26-05-11 Nebelkrähe: Eins

    26-05-11 Nebelkrähe: Eins

    Sind Phantomrosendornenstiche möglich? Ich bin mir sicher, alle Rosenteile aus der Hand gezogen zu haben, dennoch reagiert der linke Zeigefinger als steckte dort ein Dorn.

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    Warum Michael-Jackson-Biopic und nicht Moondog-Biopic?

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    The Fahrradbestellung has left the Fahrradmeister. Nachdem wir beide noch mehrfach darüber schliefen, haben wir uns final geeinigt. Er wird mich informieren, wann das Rad kommen wird.

    Madame nutzte derweil ihr vorhandenes Fahrrad um den Maschinen-Woll-Teppich-Mini von Teppichreinigung Abbasi wieder abzuholen.

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    The Wikicon-Anmeldung has left my computer. See you vom 18. bis 20. September in Regensburg.

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    Es war ein latifundinisches Wochenende und ein durch dieses inspirierter baumarktbesuchender Arbeitsmontag.

    Zur Begrüßung Nachtigallendröhnen, darunter aus der Ferne klingend: Ein Kuckuck

    Schon auf dem Weg zum Grundstück: Landluft. Aber seit wann riecht diese nach Verwesung? Erst als Madame „Apfelessig“ sagte, fiel es mir auf. Das ist es! Fermentiertes wurde auf den Feldern verteilt.

    Neben dem Geruch, das Geräusch: Mehrere wild lärmende Nachtigallen um 20 Uhr übertönten den sanft und allein rufenden Kuckuck .. Kuckuck.

    Es ist eine gefährliche Zeit für den Rasenmähermann. Das Gras wächst tageweise mehrere Zentimeter, die meisten Stauden und ähnliche Pflanzen wachsen langsamer, sind noch unbeblüht-grün. Wie leicht überragt das Gras die daneben stehenden Wunschpflanzen. Wie ähnlich sehen sie sich noch. Wie leicht gerät eine Staude, eine Rose, ein kleiner Kirschbaum, unter die Messer.

    Bisher aber schien alles glatt zu gehen. Das Mähwochenende war zum Glück ein entspanntes. Seit Montag freute ich mich darauf, ein ganzes Gartenwochenende zu haben, ganz ohne Aushäusigkeiten, mit dem einzig vage verpflichtenden Termin des Geschäftsschlusses vom Schweinenackenverkaufswagen.

    So konnte ich den Rasenmäher langsam, entspannt und voller Liebe an den Stauden vorbeischieben. Ich sah Madame beim Abstechen zu; ich versuchte die Alten Rosen freizulegen, die Madame schon freigelegt hatte, fröhnte meinem Dauerhobby des Brennesselausgrabens, sah Madame beim Frühjahrputz zu, verbrannte pilzgefährdeten Rosenschnitt, schritt, schlenderte, döste, schlief, tagträumte und las.

    Manchmal versuchte ich der Hornissenkönigin zu telepathieren, dass die dachpappebedeckte Stelle zwischen Bungalowtür und Schuppentür wirklich ungeeingnet für ein Nest ist, und sie bitte weiterziehen möge.

    Elster: Zwei

    Wir beteiligten uns an der Stunde der Gartenvögel. Also eigentlich haben wir auf der Terrasse gefrühstückt, und versucht, uns zu merken, welche Vögel wir dabei von 10:30h bis 11:30h sahen.

    Das ist natürlich extrem uneffektiv, weil es sehr effektiv ist, Vögel zu verscheuchen und auf Abstand zu halten, indem mensch sich bewegend auf eine Terrasse setzt.

    Auch war es vermutlich nicht hilfreich, dass wir uns die Vögel zwar merkten, sie aber nicht weiter meldeten. Hätten wir sie gemeldet, wäre das unser Meldebogen gewesen:

    • Nebelkrähe: 1
    • Ringeltaube: 1
    • Spatz: 3
    • Elster: 2
    • Rotmilan: 1
    • Storch: 1
    • Kleiner brauner Vogel, der sich zu weit weg zu schnell bewegte, um ihn zu erkennen: 2

    Hummeln, Hornissen, Schwebfliegen zählen ja leider ebenso wenig wie Vögel, die wir nur hören aber nicht sehen. Auch fehlten Amsel, Fink und Star, die sich vor 10.30h oder nach 11.30h zeigten, ebenso wie die nur hörbare Mönchsgrasmücke und natürlich Nachtigallen und Kuckuck.

    Hellgrüner Bus: Vier

    Am Südkreuz-Vorplatz hätte ich mit der Stunde der Bahnhofsbusse weitermachen können:

    • Hellgrün (Flixbux): 4
    • Rot (Gecharteter Reisebus): 1
    • Dunkelgelb (RegioJet): 1
    • Hellgelb (BVG): 2

    Wie auch bei den Vögeln zählt die Zahl der gleichzeitig gesehen Exemplare.

    Ich aber wollte gar nicht Bus fahren, sondern eine neue Verbindung testen: Irgendeine S-Bahn nach Süden, dann Höhe Insulaner den M76 nach Westen. Dann zum Baumarkt. Dann den 186 weiter nach Westen. Dann mit der U3 wieder nach Norden zur Wohnung.

    Zwischen M76 und 186 flüchtete ich mich vor einem Platzregen in die BioCompany. Und wo ich schon da war, kaufte ich Cookies, Schokolade und Milch. Zurück in der Wohnung erwartete mich Madame mit ihren unabgesprochenen Einkäufen: Cookies, Schokolade und Milch. Aber immerhin andere Sorten. Und sie hatte auch Blumenkohl und Lauch dabei.

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    Beim Fahren mit unbekannten S-Bahnen entdecke ich unbekannte Berliner Ortsteile: Blankenfelde und Blankenburg. Beide Namen habe ich als S-Bahn-Haltepunkte sicher schon hunderte Male gelesen und hunderte Male entschwanden sie wieder meinem Hirn.

    Ich versuche mir zu merken: Blankenburg liegt im Norden, Blankenfelde im Süden. Auf der Standard-Landkarte ist Blankenburg also oben auf der Karte, Blankenfelde weiter unten. Oder: Die weiße Burg thront über das weiße Feld.

    Von Hühnerrupferinnen und Pferdeschweifdieben

    Auf der Terrasse, dem Sofa und im Bett las ich: Abraham Karpinowicz: Die phantastische Theorie vom Schuster Prenzik, ein Buch, das über eine haselantische Empfehlung und via der Berliner Bibliotheken in mein Leben kam.

    In jeder Hinsicht eindrucksvoll.

    Lambert Schneider, Gerlingen

    Das Buch enthält eine Auswahl der Geschichten von Abraham Karpinowicz (geb. 1918 in ווילנע (Wilne) / Vilnius / Wilna / Вільня (Wilnja), gest. 2004 in Tel Aviv), die dieser ab 1946 für mehrere Jahrzehnte auf Jiddisch verfasste. Die Geschichten spielen durchweg im jüdischen Wilne.

    Das Buch erschien 1995 beim Verlag Lambert Schneider in Gerlingen, der zu dieser Zeit von Heinz Max Bleicher geleitet wurde, der wiederum ein Bundesverdienstkreuz für sein ehrenamtliches Engagement der christlich-jüdischen Zusammenarbeit erhielt.

    Als das Buch erschien, interessierte es quasi niemand.

    Zum Glück für Karpinowicz Nachruhm und für die Welt erschien 2016 in den USA eine englische Übersetzung seiner Geschichten unter dem Titel Vilna My Vilna. Diese hinterließ mehr Eindruck, sammelte Preise ein und wurde als szenische Lesung umgesetzt. Sie lässt hoffen, dass Karpinowicz nicht ganz im Vergessen entschwinden wird.

    Leijke die Schwarze und Elinke der Große

    Die Geschichten, hach ich bin hin und weg. Sie spielen im jüdischen Wilne, im Kreise derjenigen, die über die Runden kommen: die Frauen, die mal Prostituierte sind, mal Kellnerinnen und mal Hühnerrupferinnen, der Pferdeschwanzdieb, der sich dann zwangsweise auf Rosstäuscherei verlegt, der Friseur hin- und hergerissen zwischen seinen revolutionären Friseurgesellenfreunden und seinem Traum, einmal selbst einen kleinen Salon..

    Leijke die Schwarze, Tamara die Große, Hirschel der Zigeuner, Selik der Wohltätige, Sjomke der Reporter, Awrem, der Anarchist und Gebrauchtwarenhändler, der Schuster Prenzik, der die Welt verändern will und der Einsame vom Club der Meschuggenen, der jüdisches Geld einführen will. Sie sind verworfen in der Welt und wollen doch anständige Gauner bleiben.

    Genauso aber spielt Wilne eine Rolle: die Kneipe von Itzke dem Gelben, der Verein von der Goldenen Fahne, die Deutsche Straße, die Parks und die beiden Stadt-Flüsse Wilije und Wilenke. Die Stadt lebt.

    Erzählt ist es in einer fast märchenhaften Erzählweise, die klar der Stadt verbunden bleibt, aber beinah den Eindruck erweckt, dass sie in einer immergültigen Zeit jenseits normaler Zeitrechnung spielen. Erst beim genauen Lesen bemerkt man das Wilne der 1920er/1930er. Die zur damaligen Zeit polnische Stadt, die revolutionären Umtriebe und das nahe kommunistische Russland, die Hoffnung auf einen jüdischen Staat, der jüdisches Geld benötigen wird. Aber die Zeichen der Zeit bleiben schwach. Zu stark ist die Aura der Jahrhunderte des jüdisch-städtischen Lebens in der Stadt.

    Nur manchmal wird die Zeit deutlich: Wenn die Deutschen mit Panzern kommen und Tamara die Große und viele Andere erschießen. Denn seitdem existiert Wilne nicht mehr.

    Links

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    poupou stellte Banane-Mohn-Eis in der Creami her.

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    Angela und Holger sind derweil in Asturien angekommen.

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    Der große Sohn einer Bekannten arbeitet im neu geöffneten Erdbeere-Stand und hat den Führerschein gemacht. Eben waren sie noch klein, jetzt tragen sie Erdbeerjacke und brauchen einen eigenen Parkplatz.

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    kubiwahn ist zurück in Wilhelmsburg nach 42 Jahren.

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    Ich stehe mit dem Weckerwecken auf. Im Radio sagt die eine Frau, sie hab Aioli gegessen und ich möchte mich direkt wieder hinlegen.

  • 25-07-26 Regen Rauch Regen Pilze Gänse Regen Brombeere

    25-07-26 Regen Rauch Regen Pilze Gänse Regen Brombeere

    Zum Merken: der Edeka in Kremmen schließt um 20 Uhr, der Lidl um 21 Uhr. Damit sind Lidl/Kremmen und Netto/Schwante die beiden Supermärkte der Wahl für Last-minute-Einkäufe.

    Auf dem Netto-Parkplatz in Vehlefanz stand ein Auto dessen Front überwiegend aus Klebeband bestand. Respekt dafür, damit noch durch die Gegend fahren zu können.

    Madame schreibt zuviel Text für zuwenige Seiten. Aber da lässt sich mit der Formatierung arbeiten.

    Der Dorfstorch ist zurück.

    Es waren zwei Urlaubstage auf den Latifundien.

    Es war ein Mix aus grauem Himmel, kurzer sonniger Schwüle und einem überraschenden Regenschauer nach dem nächsten.

    Irgendwie geriet ich in ein Impfgegner-Rabbithole, das sich in ein Sonnenschutz-Gegner-Rabbithole weiter entwickelte. Ich fragte mich „Gibt es schon eine Verschwörungstheorie gegen das Zähneputzen? Hat die AfD sie schon aufgegriffen?“

    Das Jugendzentrum Hennigsdorf heißt Conny Island und als jemand für den das Leipziger Conne Island einst zweites Wohnzimmer war, freut mich das besonders.

    Der Lokalzeitung entnehme ich, dass es eine „offizielle Grillsaison“ gibt, und frage mich seitdem wer diese festlegt? Die UNO-Unterbehörde für das Grillwesen?

    Etwas weiter hinten im Generalanzeiger eine Anzeige unter „Kontakte“. Der gesamte Text: „Polin macht Alles! 0152..“. Ich denke sofort an die große Kiste mit verhedderten Ladekabeln bei der Arbeit, die schon seit drei Monaten niemand entknoten will. Vielleicht könnte die Polin..

    Zwoi sechs

    Die Brombeere ist zurück. Nachdem wir die Brombeere bereits fünfmal komplett mit allen Wurzeln und einem Eimer umgebende Erde ausgegraben hatten (Mai ’24, April ’24, März ’24, August ’23 und Mai ’23), steckte sie schon wieder einen Trieb aus der Erde. Immerhin wuchs sie noch auf der richtigen Seite der Wurzelsperre.

    So grub ich sie wieder einmal aus, buddelte knapp 50 Zentimeter tief der Wurzel hinterher und entsorgte wieder einmal einen 10 Liter Eimer Erde in den Hausmüll. Zumindest wissen wir, warum wir sie ausbuddeln. Diese Brombeere ist ein Monster. Zwoi halt.

    Ich kann mich nicht erinnern, den Garten je im Hochsommer so grün gesehen zu haben. Auf dem Feld nebenan bildet sich der erste kleine See, die Erde ist in ihren oberen Schichten nasser Brösel.

    So also sähe der Garten aus, wenn wir regelmäßig gießen würden!

    Zum Beispiel wachsen Pilze. Die speisepilzartigen mit Fruchtkörpern, die sich schon bis zu einem halben Hexenring am Thingplatz auswuchsen. Aber natürlich auch diejenigen Pilze, die Blätter und Stämme anderer Pflanzen wie Rosen befallen, und weniger erwünscht sind.

    Da traf es sich gut, dass ich das nasse Wetter und die nicht-mehr-vorhandene Waldbrandstufe nutzen wollte, um ebenjenen pilzigen Rosenschnitt zu verbrennen. Das schöne an halbwilden Gartenteilen ist es, dass ich dort bedenkenlos Löcher graben und danach wieder zuschütten kann, ohne dass es für ästhetische Verwerfungen sorgt.

    Nachteile des nassen Wetters: Meine Güte hat das alles geraucht. Ich glaube ich habe ungesundes Zeug im Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten eingeatmet und roch danach wie ein frischer Räucheraal. Denn dieses Rosenschnittzeug ist dünn und voller Stacheln, so dass es sich nur schwer schichten und verbrennen lässt und sich gerne ineinander aber auch in meinen Klamotten verhakt. Ein großes Abenteuer im Nahkampf mit dem Feuer.

    Sogar zwei Stunden ganz ohne Regen erwischt ich. Welch Wunder!

    Die Beetrosen hingegen lieben das nasse Wetter. Die kommen mit ihren Wurzeln nicht so tief wie die Sträucher, freuen sich über den feuchten Boden. Überhaupt wirken die Beete so lebendig wie nie.

    Überraschend auch für den Juli: Gänseschwärme. Die fressen sich gerade auf den gemähten Rapsfeldern neben den Latifundien satt, fliegen in Schwärmen direkt über unsere Köpfe nach Hause zum Nachtplatz.

    Quattro Stagioni e due caffè

    Am Marktplatz Kremmen steht eine Hand-Wasserpumpe, wie ich sie sonst nur aus Berlin kenne.

    Grillen ist weiterin wetterschwierig. Außerdem haben wir ungewohnt viel Zeit und können Sachen unternehmen, die wir „schon immer mal“ unternehmen wollten.

    Darunter fällt der Besuch des Altstadtstübchens / L’antica Torino in Kremmen. Eine Pizzeria in einer Brandenburger Kleinstadt, die nicht einmal von Italiener*innen betrieben wird, weckt großes Misstrauen.

    Aber irgendwie strömte die Karte positive Vibes aus, ebenso wie der Betreiber, den wir einst zufällig vor seinem Ristorante trafen, und wollten es doch einmal versuchen. Welch weise Entscheidung.

    Nicht nur, war das lokal voller guter Vibes. Auch die Pizza war gut. Also nicht nur gut-für-Brandenburg, sondern auch da-würde-ich-auch-in-Italien-nochmal hingehen. Guter norditalienischer Stil mit großem Teig und genau der richtigen Mengen an Blasenbildung am Rand, Belag der erfreulich nach Tomate (Madame) bzw. Artischocken und Paprila (ich) schmeckte. Gerne wieder.

    Danach ein Last minute Trip zum Lidl unter dem Storchenturm, um Chips und Bargeld zu holen.

    Alter Fabrikschornstein mit Storchennest und zwei Störchen gegen das Licht im Sonnenuntergang

    In Erinnerung bleibt ein inneres Bild von Schneewelten

    Ausgelesen: Emily Wildes Encyclopedia of Fairies. Das Ende ist ein wenig meh, ändert aber nichts daran, wie schön das Buch an sich ist. Eine nette Mischung aus Fantasy, the most unlikely RomCom character on Earth und einer intensiven Beschreibung einer nordeuropäischen Landschaft.

    Autorin Heather Fawcett ist unter anderem Archäologin – und es zeigt darin, wie intensiv und detailreich sie Landschaft wahrnehmen und beschreiben kann. Ebenso wie es sich beim abgeklärten Blick auf die Welt der Wissenschaft (Hier: Dryadology/Feenkund, Cambrigde 1909) zeigt und auch darin, wie es ist, komplett in einer Recherche und einem Thema zu versinken.

    Emily Wilde, Dryadoloin aus Cambridge, auf Expeditionsreise in ein unbekanntes Land – mich erinnert es an Spitzbergen – und dem Versuch, den Einheimischen ihre Geheimnisse im Umgang mit den Fairies zu entlocken.

    Besonders sympathisch: Sie erklärt nicht das Feenwesen und die Welt. Die „Welt“ besteht größtenteils aus einem Dorf und den Wäldern, Bergen und Gletschern drumherum, sowie einer Briefverbindung ins ferne Cambridge. Die „Erklärung“ der Feen erfolgt aus Sicht der Wissenschaft 1909, durch die Forscherin selbst, die halt weiß, dass sie wenig weiß und gerne mit Fußnoten verschiedene Theorien referiert.

    Beste Urlaubslektüre.

    Gelesen: weitere Texte in Wir schon wieder – 16 jüdische Erzählungen. Ein Text von Eva Menasse, der sich relativ schnell als politische Streitschrift entpuppt und für mich genauso uninteressant wie die meisten politischen Streitschriften.

    Das Essay/die Selbstreflexion Die 13 toten Nachbarinnen1 von Dmitrij Kapitelman stoppt mich erstmal am Lesen. Der Text schmerzt. Kapitelmann wohnt neben dem Mahnmal „Jüdische Opfer des Faschismus“, einer Skulptur die 13 verhärmte Frauenfiguren darstellt, und reflektion darüber was dies mit ihm macht, wie sich sein Verhältnis zum Mahnmal und zur Erinnerung ändert, wie er reagiert wenn rechte „Friedensdemos“ am Mahnmal vorbeiziehen.

    Zug in Split, Segelboot in Flensburg und ein erfundenes Buch

    Karen berichtet weiter von der Balkan-Zug-Reise. Kapitel 6: Zagreb und doppelwow für Turku-Sarajevo mit dem Zug: (7) Zagreb – Split

    Deutlich gefährlicher. Die Marina in Flensburg

    Neues vom Halluzinator: Er erfindet Bücher, die dann in der Buchhandlung gar nicht erhältlich sind. Seltsam wird es, wenn gleich mehrere Kundinnen dasselbe nicht-existente-Buch kaufen wollen: 26.7.2025 Vertrauen und Charlotte

    Im weiteren Sinne verbringe ich vermutlich 50% meiner Arbeitszeit mit Datenschutz und Informationssicherheit, bzw. der Frage wer unter welchen Umständen auf welche Systeme zugreifen darf und wer nicht. Da freue ich mich doch über Daten schützen mit gutem Bauchgefühl (via wasmachstdueigentlichso)

    So alt, dass ich mein Auto mit dem Pinsel reinige, werde ich wohl nie werden.

    Wie kaputt das Internet ist, merkt mensch wenn mensch einfache Antworten auf einfache Fragen sucht. Zum Beispiel „wie kriege ich Kunststoff, der sich altersbedingt selbst verschmoddert hat, wieder schön.“ Es folgen erstmal 20 Treffer bei denen in 10 Seiten die Antwort nach drei Seiten Text steht und bei anderen zehn steht sie gar nicht. Holger macht es besser: Der löst Probleme und schreibt darüber: Also nahm ich kurzerhand Ethanol, also klassisches Spiritus. Und das ging prima! Klebrigen Kunststoff reinigen

    Anmerkungen

    1. Anscheinend zuerst erschienen in der Zeit: Hier mit Paywall-Link: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2023/33/holocaust-denkmal-berlin-mitte-juden-nationalsozialismus ↩︎
  • 24-04-02 Christ lag in Todes Banden

    24-04-02 Christ lag in Todes Banden

    Herfried Münckler säuselte uns in den Schlaf.

    Der Münchner schlug ein Hamburger-Treffen vor.

    Das Blasrohr bewährte sich. Die Wildkamera blieb erfolglos.

    Sie fotografierte nicht die Wespenkönigin, oder die diversen Hummelköniginnen, Tagpfauenauge oder Admiral. Nicht zu reden von Solitärwespen und -Bienen, die ich wie üblich nicht auseinanderhalten kann.

    Madame war zum kantatieren (kantaten? kantoten? kanten? Gibt es ein Verb für „Kantate singen?“) eingeteilt. Zusammen mit der Zeitumstellung verkürzte dies die Osternächte.

    Es half nichts, dass ich mehrfach aufwachte, dachte „oh je, der Wecker wird gleich klingeln“. Bis ich mich zur Uhr bewegt hatte, feststellte, es ist 23:36h. Absurd!

    Zur rechten Zeit fuhr Madame Sonntag und Montag nach Schöneberg und sang Christ lag in Todes Banden. Laut Anwesenden war es sehr schön. Sie lobten insbesondere Sopran Clara Kastenholz und Alt Laila Salome Fischer.

    Nach den Aktivtagen Wannsee (Freitag) und Demo (Samstag) blieb Familienteil B auf den Latifunden. Ich raffte mich immerhin zu Beweisen per Induktion auf.

    Der Kaptain bereitete eine Expedition nach Niederfinow vor.

    Ich versuchte vergeblich einen Schubkarrenreifen von der Felge zu bekommen. Alle mir gangbaren Methoden schienen unweigerlich zur Schlauchzerstörung zu führen. Dies hätte die ganze Aktion ad absurdum geführt. Immerhin führte es mich zur Lektüre der Reifenbeschreibung. Jetzt weiß ich, die Gartenschubkarre ist „not for highway use.“

    Hier ist das rechte Osterlamm

    Der Rotmilan ist zurück. Die Krähen sind nicht glücklich darüber. Sie versuchen ihn wieder zu vertreiben.

    Eine Krähe läuft Wache im Südsee.

    Der Südsee hielt sich leider bis zum Beginn der Mückensaison. Bis diese richtig losgeht, wird er sich vermutlich in viele Dutzend mückenfreundlicher Pfützen verwandelt haben.

    Die Zwetschge blüht. Die alte Birne ist kurz davor. Die Pfirsiche werden vermutlich nicht blühen.

    Der Hausrotschwanz ist auch zurück.

    Vor allem aber Meisen. Wo kommen dieses Jahr die ganzen Meisen her?

    Abends dann zwei Fledermäuse.

    Der Garten schwang sich in das Frühjahr empor. Aber Mengenmäßig wurde er etwas weniger. Ungefähr drei Kubikmeter Rosenschnitt wanderten in ein Feuer. Ein heißes Erlebnis, vor allem weil die Rosen die Angewohnheit haben sich an Handschuhen, Hosen und anderen Rosen festzukrallen. Aber es gelang. Nur riecht mein Hemd als würde ich beruflich Heilbutt räuchern.

    Für den Herbst: die Sailboats wachsen von rechts des Hibiskus bis zum Flieder. Osterglocken fehlen vor allem beim Grillplatz und auf der Ostwiese. Die Obstbaumwegumrandung müsste den Weg bei der Mirabelle aufnehmen und eventuell den Meter Lücke bei der alten Birne füllen.

    Drei weiße Zwetschenblüten, im Hintergrund verschwommen Narzissen und Gartengerümpel
    Ich bau′ für uns ein Nest. Wo ′s sich leben lässt. Hanita (Hanita)

    Wir essen und leben wohl

    Ein Versuch der Rekapitulation. Seit Sonntag Morgen vortrefflich gefärbte Eier mit Remoulade (bzw. Senf) und Schokolade und Apfelkuchen.

    • Donnerstag: Abendessen bei Donna Rosa unter anderem mit Saltimbocca Romana, Spargel in verschiedenen Varianten und hausgemachter Tagliatelle.
    • Samstag: Spargelsalat
    • Samstag: Bratwürste vom Grill, Löwenzahnsalat
    • Sonntag: Schweinebraten vom Grill, Grillkartoffeln, Löwenzahnsalat – der Münchner staunte über diese Schweinebratenvariante
    • Montag: Spargel, Grillkartoffeln, Löwenzahnsalat

    Den Tod niemand zwingen kunnt

    Passend zum Thema Verschwinden und Wiederkunft veröffentlicht Dota ein neues Mascha-Kaléko-Video zusammen mit Gisbert zu Knyphausen: Wenn einer fortgeht.

    Am Ostermontag verschickte Moderne Regional einen Newsletter: Signa übernimmt Stuttgart 21

    Der NABU und das Rote-Liste-Zentrum suchen Bierschnegel. Es gibt dazu sogar eine App.

    Die Pressepfarrerin verabschiedet sich vom #NeoKater

    Ostern in Südfrankreich mit Christiane: Über das Wetter, Ostern und anderes