Schlagwort: Java

  • 22-11-26 public class Schaukelschaf extends Schaf {

    22-11-26 public class Schaukelschaf extends Schaf {

    IKEA-Schaffelle erschienen mir im Internet nicht überzeugend. Ich stöberte weiter. Nach nur zwei mal clicken, war ich bei Sofadecken aus echtem Zobelpelz gelandet. Einer kleiner Engel auf meiner Schulter sagte „Schlechtes Karma“, ein kleiner Teufel „Aber die fühlen sich bestimmt soo toll an.“ Und dann trat ein kleiner Finanzberater auf, der meinte „Du solltst keine Sofadecken besitzen, deren Wert Dein Jahreseinkommen übersteigt.“ Und damit war das Thema erledigt. Zumal wir nicht einmal ein Sofa für die Sofadecke besitzen.

    Aber wir besitzen ein Schaukelschaf. Auf dem verbrachte ich einen Teil des Tages (im Lern-Dreiklangs-Wechsel mit Schreibtisch und Wohnzimmertisch) und ich kann Gutes berichten. Java und ich sind aus dem WTF-Stadium heraus. Ich habe im großen und ganzen den Eindruck zu verstehen, was ich im Skript lese. Nicht gut genug, um es reproduzieren oder – gott bewahre – es anwenden zu können. Aber solange ich ungefähr verstehe, wie das alles funktioniert, sollte der Rest bis zur Klausur Mitte Februar lernbar sein.

    southpark auf Schaffell-Schaukelstuhl mit Handpuppenschaf und Fernuni-Skript in der Hand.

    In schiefen Metaphern: Lerntechnisch klettere ich keine Steilwand mehr hoch, brauche zwei Stunden für jeden Meter Fortschritt und muss heftige Pausen machen. Sondern ich bin auf der Ebene angekommen und komme entsprechend voran.

    Der kleine Finanzberater meldete sich im Laufe des Tages erneut. Mal wieder zum Thema Gaspreise mit der Frage „Sollten wir präemptiv die kommende Preiserhöhung umgehen, inden wir schon jetzt den Anbieter wechseln?“ Glücklicherweise brachte die FAS einen Artikel zu „wie funktioniert die Gaspreisbremse für Endverbraucher“ mit überraschendem Fazit: „Wenn sie dieses Jahr weniger als 80% des letzten Jahresverbrauchs verbrauchen, sind höhere Gaspreise im Vertrag besser für sie.“

    Wenn man das im Einzelnen nachvollzieht, ergibt es in den meisten Fällen sogar Sinn. (Also aus der Verbraucherperspektive. Ob die Gaspreisbremse in dieser Form sinnvoll aufgesetzt ist, bezweifle ich.)

    Madame trötet nun auch auf der wikis.world-Instanz. Über Tröt und colognella lernte ich von der DHL-Hilfspakete-für-die-Ukraine-Aktion „Wir unterstützen die Menschen in der Ukraine und schicken Ihre Hilfspakete gratis dorthin, wo sie gebraucht werden.“ Ich tendiere aktuell zum Packen von Medizin/Hygieneartikel-Paketen.

    Heute Abend: Betriebsbesichtigung bei der Arbeitgeberin, aka Schwimmen gehen, entweder in Schöneberg oder Lankwitz.

  • 22-11-19 Getter setter go

    22-11-19 Getter setter go

    Da wir das Wochenende in Berlin sind, beschloss ich mein Einsendeaufgabenproblem anzugehen.

    Um für Fernuni-Klausuren zugelassen zu werden, muss ich regelmäßig Einsendeaufgaben abgeben. Im Prinzip handelt es sich dabei meist um ehemalige Klausuraufgaben.

    Ihr Vorteil: unbegrenzte Bearbeitungszeit und Zugriff auf die Skripte. Ihr Nachteil: sie umfassen sämtliche Themen des Semesters. Eigentlich müsste ich mir also sehr schnell alles halbwegs brauchbar anlernen, um die Aufgaben beenden zu können. Es ruft danach, in den ersten Semesterwochen schnell und oberflächlich zu lernen.

    Anderseits weiß ich auch, dass ich diesen Winter unter anderem ein Mathe- und ein Objektorientierte-Programmierung-Modul belege. Und wenn ich dort den Anfang nur oberflächlich verstehe, werde ich den Rest aller Zeiten inhaltlich schwimmen. Denn ich werde mir nicht sicher sein.

    Es hat Ähnlichkeiten mit Tanzen. Wenn man den Grundschritt nicht wirklich sicher drauf hat, bringt es wenig sieben Figuren zu lernen. Denn man wird immer unsicher sein und nicht wirklich wissen was man tut. Es ruft danach, gerade am Beginn langsam und gründlich zu lernen.

    Für Beides zusammen (schnell und oberflächlich sowie langsam und gründlich) habe ich in den wenigen Wochen von Anfang Oktober bis Anfang Dezember weder Zeit noch in der Energie.

    Also beschloss ich, mir Zeit bis in den März zu kaufen, indem ich mich durch die Einsendeaufgaben so unaufwendig wie möglich durchmogle. Ich durchsuchte heute die Einsendeaufgaben. Ich überlegte ein wenig an zu erreichenden Punkten herum. Ich dachte darüber nach, was das absolute Minimum ist, das ich ohne Aufwand beantworten kann, und mich trotzdem für die Klausuren qualifiziere. Ich bin noch nicht durch, aber mit einem anderen Wohnungs-Wochenendtag morgen sollte ich alle in der Hinsicht alle Pflichten bis Mitte Januar hinter mir lassen.

    Nachdem das erledigt war, folgte die Lerneinheit langsam-und-gründlich: southpark gegen die Java-Klassendeklarationen, Teil 2. Alles wie vor ein paar Tagen. Aber in behutsamer. Keine Seite wird verlassen, bis ich nicht alle Wörter und Zeichen auf ihr verstanden habe. Viele meine inneren Fragezeichen klärten sich, viele Punkte in denen der Text wild zwischen Parameter, lokaler Variable, Objekttyp und Klasse springt, erhaben plötzlich Sinn.

    Am Ende des Tages hat mein Gehirn allerdings den Zustand von Cranberry-Götterspeise.

    Ich kaufte keine Zutaten für Gumbo. Madame fror nicht in der Kirche. Der DHL-Paket-Livetracker ging gegen 18:00 Uhr in den Dark Mode und verschwand.

    Screenshot des Java-Hamster-Simulators. Einfaches pac-man-artiges Programm mit Hamstern. Zwei Fenster: eines zeigt den Simulator im Einsatz ein anderen im Hintergrund etwas Code.
    Screenshot eines Java-Hamster-Simulators. Bild: JavaHamsterSimulator von: Dibo63 Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported