Schlagwort: Königs Wusterhausen

  • 24-02-01 All Gender Dusche

    24-02-01 All Gender Dusche

    Christian Polanc (Let’s Dance) ist raus.

    Ende Januar ist die Weihnachtsruhe überwunden. Neue Geschäfte eröffnen. Im ehemaligen obskur aussehenden Kickboxladen (nicht Elite Kickboxing, der Andere) eröffnete MMA Fusion. Damit bleibt dieser Straßenabschnitt kampfsportlastig: Auf 100 Meter Straße residieren ein Kung-Fu-Studio, ein Karateverein, ein Jiu-Jitsu-Bundesstützpunkt und nun auch MMA Fusion.

    Um die Ecke eröffnete The Famous Bar und etwas weiter dahinter Talea – das botanische Bistro; Italienisches Trattoria-Essen kombiniert mit Zimmerpflanzenverkauf klingt nach einem Neugier erweckenden Konzept.

    Der Büroneubau im Gasometer Schöneberg wurde als „fertiggestellt“ an die Deutsche Bahn übergeben.

    Die Fähre fährt. Die BVG-betriebene Wannsee-Fähre wird vom BVG-Streik nicht betroffen sein.

    Herr K. zog nach Schwerin. Madame musste deshalb lästige Fragen beantworten.

    Im Markgräflerland ging alles gut.

    An der Nordsee zickt die Heizung. Wesselburen bekommt eine hauptamtliche Parkraumüberwachung.

    Nach Der Bestatter wechselte Madame zu Die Beschatter; eine Serie, die sich schon allein dadurch auszeichnet, dass es in Basel spielt und gedreht wurde.

    An der Ampel traf ich Ex-Kollegen Mr. Excel und bekam spannende Updates über die Ehemaligen. Bechtle jagte „uns“ mein ehemaliges Projekt ab, dafür nahmen „wir“ Bechtle einen anderen großen Kunden ab.

    Das Land Berlin hat weiterhin keinen Haushalt. Öffentliche Einrichtungen arbeiten weiterhin im Notstrom-Betrieb: Alles, um den aktuellen Betrieb aufrecht zu erhalten, läuft (anders als in den USA in vergleichbarer Situation). Jede Ausgabe, die nicht gerade genau jetzt zwingend sein muss, findet nicht statt.

    Der Undercover-Matrose ging von Bord. Zum Abschied gab es vegane Linsentörtchen und Obstkuchen mit Schweinefleisch. Ich wurde gefragt, ob ich jetzt auf Hawaiihemden spare. Der Personalrat hingegen fragte, wann ich mal wieder zum Friseur will.

    Meine neue Tasse heißt Susanne.

    Kriterien

    Noch 18 Tage bis Klausur: Mittagspause und Jadda Jadda. Bis zur Klausur muss ich zum Beispiel noch das Unterraumkriterium, das Linearkriterium und die Kriterien für monoton strenges Wachstum auswendig und im Schlaf anwenden können.

    Das Unterraumkriterium für Unterraum U

    \(0 \in U \) und \(u_1, u_2 \in U \rightarrow u_1 + u_2 \in U \) und \(a \in \mathbb{K}, u \in U \rightarrow au \in U \)

    Lineare Abbildungen

    \( f(v_1 + v_2) = f (v_1) + f (v_2) \) und \( f(av) = af(v) \)

    Streng monotones Wachstum

    \(a_n < a_{n+1} \) \(\leftrightarrow \) \(a_{n+1} – a_n > 0 \)

    Der Fahrradmeister als Schwimmlehrer

    Mein Plan für 2024: Mittwochabend zum Schwimmen nutzen. Der immobile Donnerstag bedeutet, dass ich an dem Tag Morgens länger herumschlumpfen kann. Der Vorabend eignet sich gut für Aktivität. Umsetzung bis jetzt: Es war Ende Januar und ich war noch nie Mittwochabend schwimmen. Aber jetzt.

    Anfang der Woche traf ich zufällig Frau Badleitung Coole Socke auf dem Verwaltungsflur. Sie fragte neckend, warum ich sie so lange nicht mehr besuchte. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Also auf mit der S2 / S26 nach Lankwitz und dann noch ein Stück die Leonorenstraße heruntergelaufen.

    Das Schöne: die Lankwitz-Crew im Winter hat starke Überschneidungen mit der Insulaner-Crew im Sommer. Und die mag ich alle gar sehr. Da ich auch oft genug in Lankwitz war – es ist ein bißchen wie „nach Hause kommen.“

    Stadtbad Lankwitz von Außen bei Nacht

    Das Nicht-so-Schöne: Lankwitz ist neben dem Stadtbad Schöneberg und dem Wellenbad Spreewaldplatz eines von drei „freizeitorientierten Bädern“ der BBB mit Rutsche und Spielgeräten.

    Das Stadtbad Schöneberg und das Wellenbad werden gerade renoviert. Beide Bäder sind geschlossen. Sämtliche Berliner Familien-mit-kleinen-Kindern weichen nun nach Lankwitz aus. Es war voll.

    Und ich mag es ja gar nicht sagen: Da auch das Kombibad Mariendorf wegen eines Brandschadens geschlossen ist, müssen die Mariendorfer Schwimmvereine auch nach Lankwitz ausweichen. Es wird kuschlig. Ein Verein hatte einen Trainer, der verdächtig nach dem Fahrradmeister aussah. (Aber anders redete).

    Spannend: ein Kabinengang und eine Dusche explizit gekennzeichnet als „All Gender“. Aber ich sagte ja schon, dass die Badleitung eine coole Socke ist. Die Neugier trieb mich in die All-Gender-Dusche, ich teilte sie mit einer Person deren biologisches Geschlecht ziemlich eindeutig männlich war.

    Geplanscht hab ich auch. Das war sehr schön. Ernstliches Schwimmen wäre weder mit meiner Nach-Erkältungs-Konstitution noch im vollen Becken möglich gewesen. Es reichte, damit ich abends komplett ermattet ins Bett sank.

    Keine Sticker trotzdem da – Schwarzer-Edding-Antifa

    Die Mastodon-Antifa-Sticker gibt es nun auch als echte Sticker zu kaufen. Die Erlöse gehen an HateAid e.V.

    Am Wochenende wird Königs Wusterhausen demonstrieren ebenso wie Meldorf, Büsum et al und auch wieder Heide.

    Eine freudige Erkenntnis der letzten Woche: im Zuge der Demonstrationen haben auch viele Handarbeits- oder Esoterik-angehauchte Blogs nochmal geschrieben, wie sehr sie gegen Faschismus sind. Und im Jahre 2024 freut mich das sehr.

    Um Tröt zu zitieren: Alerta, alerta, Helene ist härter.

    Finnland wählt.

    Mit der Fähre nach Ajaccio.

    Mit dem Zug nach Berlin und Stockholm/Turku.

    Mit dem Flugzeug nach Ivalo (Lappland).

    Frau Brüllen traf ein Startup.

    Das Szenario „was tun bei längerem Stromausfall im Büro“ spielen wir ja auch ab und an durch. Zum Glück noch nie in echt. Wie es sich in echt anfühlt, berichtet Frau Novemberregen.

  • 22-12-19 Größter Binnenhafen Brandenburgs

    22-12-19 Größter Binnenhafen Brandenburgs

    Das Fahrradschloss-Enteisungsspray war genauso effektiv wie gedacht: Gar nicht. Aber ich nahm es gelassen und den 248er-Bus, den ich wusste ja: Der heutige Über-Null-Grad-Dauerregen wird das Schloss wieder öffnen.

    Kurz-vor-Weihnachten bei BBB ist wie überall sonst auch: der Vor-Weihnachtsstress wandelt sich in eins, zwei Tagen in „wird dieses Jahr eh nichts mehr“; ab und an unterbrochen von Ausbrüchen, die jetzt wirklich ganz dringend und wichtig sind.

    Highlight: Anrede in einer Mail „Guten Tag Herr Dirk.“

    Madame erledigte derzeit Erwachsenensachen: Autoversicherung, Krankenversicherung, Neuverplombung des Abwasserzählers.

    Zwischendurch erfuhr sie, dass es trotz Bahnprivatisierung 1993 noch ein staatseigenes Bundeseisenbahnvermögen gibt. Zu diesem gehört unter anderem der Bahnhof Basel Badischer Bahnhof.

    Dessen Rechtsstatus geht auf einen Vertrag von 1852 zwischen der Schweiz und dem Grossherzogtum Baden zurück. Und überhaupt ist dort alles anderes, als in allen anderen Deutschen oder Schweizer Bahnhöfen.

    Schilder an Basel Bad Bf Bild: Basel 2012-10-05 Batch 2 von:
    Mattes  Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 German

    Ich las derweil über Häfen. Als Meer- und Hafenfan ist das Leben in Berlin-Brandenburg hart. Aber der rbb veröffentlichte einen Artikel über den Hafen Königs Wusterhausen, den „größten Binnenhafen Brandenburgs“ – groß und berühmt geworden als Umladepunkt für Berliner Braunkohle.

    Der Wikipedianer in mir stolperte natürlich sofort über den Nischensuperlativ. Also über einen Suplerlativ („größter“), der aber sofort eingeschränkt wird (BINNEN_Hafen, nicht etwa Hafen). In Wikipedia ein gern genutztes Stilmittel, um einer Sache mehr Bedeutung zu geben als sie hat.

    Also dachte ich: wenn KW der größte Binnenhafen ist, welches ist der größte Hafen? Und welche anderen Arten von Häfen gibt es? Und nun frage ich mich: Welches ist der größte Meereshafen Brandenburgs?

    Ernsthafter zur Wikipedia: Cirdan schrieb einen langen Kurierartikel, warum es mit WMDE und der Community nicht funktioniert.

    Flapsig würde ich sagen: WMDE kann es nicht, weil der Wille fehlt, das Kommunikations und Verständigungsproblem als Vereinsproblem ernst zu nehmen. Ein Punkt: Auch nach 20 Jahren Existenz hat WMDE, ein Verein mit ~100 Mitarbeiter*innen, nicht einmal das Mindestmaß an Professionalität aufgebracht, um eine*n verbindlichen Ansprechpartner*in des Vereins für die Community zu kommunizieren.

    Die zweite Externes-Rechnungswesen-Einsendeaufgabe ist zurück. 93,3%. Das heißt, ich darf die Klausur schreiben.

    Abends ging es zu „She Said“ in den Delphi Filmpalast. In seiner filmischen Umsetzung mäßig; als Story aber einfach so stark, dass es insgesamt stark empfehlenswert ist.