Schlagwort: Oscars

  • 24-03-14 declare ptrsafe function

    24-03-14 declare ptrsafe function

    Auf dem Balkon wartet ein roter Ginster.

    Auf dem Weg zur Arbeit sehe ich Menschen mit Sonnenbrillen.

    Madame wird vielleicht eine nicht-private Kontaktaufnahme aus Ludwigsburg bekommen.

    Ich versuchte den Tee Zauber der Zwerge. Schmeckt und riecht wie eine Mischung aus preiswertem Wackelpudding und Spülmittel. Falls das jemand spontan anspricht, hätte ich noch eine Woche lang eine angebrochene Packung zu verschenken. Sonst wird sie im Müll landen.

    Lagrange

    Morgen ist Klausur. Viele sitzt – hoffe ich. Ein paar Formeln zeigen sich widerständig. Noch 18 Stunden um das folgende Programm auch im Tiefschlaf anwenden zu können:

    Lagrange-Gleichung zum Produktionsprogramm

    Jeweils nach \( x_a \), \( x_b\) und \( \lambda\) differenzieren und gleich Null setzen. Gleichungssystem ausrechnen.

    Preiselastizität/Bogen

    \( \frac {\frac{\Delta Menge} {Alte Menge}} {\frac {\Delta Preis} {Alter Preis}} = \frac {\Delta Menge * Alter Preis} {\Delta Preis * Alte Menge} \)

    Preiselastizität/Punkt

    Allgemein \( \xi = \frac {dx}{dp} * \frac {p}{x} \). Da \( b = \frac {dx}{dp} \) gilt \( b = \frac {\xi * x} {p} \)
    Im linearen Gleichungssystem \( \xi = 1 – \frac {a}{x} \)

    Kreuzpreiselastizität

    \( \xi = \frac {\frac {\Delta MengeA} {AlteMengeA}} {\frac {\Delta PreisB} {AlterPreisB}} = \frac {\Delta MengeA*AlterPreisB} {\Delta PreisB * AlteMengeA} \)

    Statisch gewinnmaximaler Preis

    Gewinnfunktion. Ableiten. Nullsetzen.

    Kostenverrechnung/Anbauverfahren

    Kosten der Hilfskostenstelle H1 \( = \frac {Gesamtkosten H1} {Menge – Menge an H2,H3,H4…} \)

    Kostenverrechnung/Stufenleiterverfahren

    Reihenfolge bestimmen (Achtung: iterativ jedes Mal wieder.)

    H1 = Kosten / (Menge – Menge an H1) ; H2 Kosten (+ Kosten*Menge von H1) / (Menge-Menge an H1 – Menge an H2); H3 (Kosten + K*M H1, H2)) / (Menge – Menge an H1, H2, H3)

    Kostenrechnung/Gleichungssystem

    \(MengeH1 * q_1 = KostenH1 + MengeH2 * q_2 + MengeH3 * q_3 \)

    Dito für H2/q_2 und H3/q_3. Ergibt so viele Gleichungen wie Variablen. (Hier drei Gleichungen für q1, q2, q3). Das Gleichungssystem lässt sich auflösen.

    Plankostenrechnung

    KGA in starren Vollkosten = Istkosten – Verrechnete Vollkosten = Istkosten – PlankostenBeiSollbeschäftigung

    KBA in flexiblen Vollkosten = Sollkosten – Verrechnete Vollkosten = FixkostenPlusVariableKostenBeiSollbeschäftigung – PlankostenBeiSollbeschäftigung

    KVA in flexiblen Vollkosten = Istkosten – Sollkosten = Istkosten – FixkostenPlusVariableKostenBeiSollbeschäftigung

    KGA in flexiblen Vollkosten = Istkosten – Verrechnete Vollkosten. Darauf folgt KGA = KBA + KVA.

    KBA in flexiblen Teilkosten = Sollkosten – Verrechnete Teilkosten = FixkostenPlusVariableKostenBeiSollbeschäftigung – FixkostenPlusVariableKostenBeiSollbeschäftigung = 0

    KGA = KVA in flexiblen Teilkosten = Istkosten – Verrechnete Teilkosten

    Vollkosten -> Teilkosten bedeutet die Sollkosten werden variabel. -> Teilkosten auf flexible Teilkosten bedeutet auch der Verrechnungssatz wird variabel.

    Taschenrechner und verschiedener Krempel (Stifte, Notizen, Taschentücher, unterer Teil eines Monitors) auf Schreibtisch.

    My cornere

    Glückwunsch extra an den ersten bekannten Wikipedianer, der einen Academy Award gewann. Mstyslav Chernov (20 Tage in Mariupol) hat von 2013 bis 2020 Fotos auf Wikimedia Commons hochgeladen: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Mstyslav_Chernov/gallery

  • 23-03-13 Spearman = Bravais-Pearson mit Rangzahlen

    23-03-13 Spearman = Bravais-Pearson mit Rangzahlen

    Die Hinterhausbaustelle lahmt. Gelegentlich sehen wir zwei Männer auf dem Hof, die sich anschreien oder einen Mann, der in ein Telefon schreit. Eigentlich schreit auch nur einer, wenn zwei Männer anwesend sind. Der ruhige Mann heißt Carlos und der aufgeregte Mann besteht darauf, dass ihm noch Geld geschuldet wird. Meine Interpretation: So lange Carlos nicht zahlt, wird die Hinterhausbaustelle weiter ruhen.

    Mein Lernzeit ist in einem seltsamen Loch. Für die (erstrebenswerten) 100% der Punkte bräuchte ich noch intensives Lernen für drei Wochen (und nicht für zwei Tage). Aber die sind mit einem 39-Stunden-Job nebenbei sowieso utopisch. Bei den (notwendigen) 50% der Punkte bin ich mir relativ sicher, dass ich dafür genug kann. Und so hänge ich.

    Beiße aber natürlich die Zähne zusammen und mache trotzdem weiter, denn ich würde mit mir hadern wenn ich an eigener Arroganz oder Selbstüberschätzung scheitern würde, weil ich es habe schleifen lassen. Die nächste Runde Basics verinnerlichen: Gini-Koeffizient, Korrelationsmaße (Bravais-Pearson, Spearman und Chi-Quadrat) und Kurtosis. Stetige Zufallsvariablen und das unmögliche Ereignis.

    Irgendwo in der Post sind Avocados und Orangen verschollen. Irgendwo in der brandenburgischen Nachbarschaftspipeline ging unser Handwerkerauftrag verloren, so dass wir jetzt eher hektisch umplanen müssen. Wobei ich noch den Vor-Klausur-Luxus in Anspruch nehme bis Dienstagabend alles Aktivitätswollende wegzuschieben, solange es nicht brennt und meine Haare bereits feuer fangen.

    Heute immerhin erlaubte ich mir Ausgang, kaufte in der BioCompany Goldstaub geriebene Vanille und im Asia-Markt Pandanblätter und Sesamöl. Im Asia-Markt entdeckte ich gleich zweierlei: Der Markt hat sich einmal komplett von rechts nach links und von vorne nach hinten umgeräumt. Meine lang anhaltende innere Frage, aus welchem Teil von Asia der Markt kommt, klärte sich etwas. Der Markt sucht neue Mitarbeiter:innen, die deutsch und „vorzugsweise chinesisch“ sprechen.

    Während ich mir das Ausgehen am Wochenende versagte, übernahm Madame dies mit einem Doppelausgang. Sonntag in Besame Mucho in der Neuköllner Oper, Samstag beim Ensemble reflektor / Elina Albach mit Super Suite im Theater im Delphi (Weißensee). Insbesondere am Samstag war sie geflasht.

    Gelesen:

    Freudig erinnere ich mich an eine Bahnreise im Februar 2020 von Basel über Köln und Brüssel nach London. Jon Worth schreibt zu neu aufkommenden Forderungen einer Direttissima Basel->London. Will there be a direct train from [insert city] to London through the Channel Tunnel? Probably not (Tl;dr Unwahrscheinlich: Denn die Briten wollen so viele Kontrollen, dass die an den Bahnhöfen nicht durchführbar wären und es gibt überhaupt keine physischen Züge, die die Strecke bedienen könnten.)

    Samsung ersetzt auf Fotos, die seine Handies machen, verschwommene Mondbilder durch KI-berechnete Monde. Warum sollten Kameras auch das verschwommen-kaum sichtbare abbilden, was die Physik vor der Linse hergibt, wenn der fotografierende Mensch viel lieber einen scharfen, detailreichen Mond hätte. (Reddit via Tröt)

    Wasserfarbenbild eines Kranken aus den 1820ern.
    Bild: Octopus vulgaris – Kawahara Keiga von: Kawahara Kaiga, entstanden zwischen 1823 und 1829. This media file is from Naturalis Biodiversity Center, donated in the context of a partnership program. Please mention as the source: Naturalis Biodiversity Center/Wikimedia Commons when using this file.

    Beim Nachdenken über LLM (Large Language Model, also sowas wie ChatGPT) muss ich immer an Paul den Tintenfisch denken. Ihr erinnert Euch: Paul, das Männer-Fußball-WM-Orakel der WM 2010. Ein Oktopus, der Fußball-WM-Ergebnisse mit hoher Präzision vorhersagte.

    Natürlich verstand Paul nichts von Fußball. Aber er nutzte den Kluger-Hans-Effekt: Paul konnte erkennen, welches Ergebnis die Menschen im Saal erwarteten und dieses dann zielsicher wählen.

    Die LLMs kommen mir genau so vor: Natürlich haben sie keine Ahnung davon was die Wörter bedeuten, die sie aneinanderreihen. Aber sie haben gelernt, welche Wortabfolgen Menschen glücklich machen.

    Ich freue mich über den Oscar für Everything everywhere all at once. Nachdem das Odeon den Film wieder aus dem Programm nahm bevor ich ihn sehen konnte, hoffe ich auf eine zweite Chance. Außerdem: Hey, eine schräge Science-Fiction-Komödie mit Dildokampf gewann mehr Oscars in den Hauptkategorien („above the line“) als je ein Film in der Oscargeschichte. Er wurde getragen von einer 60jährigen Hauptdarstellerin, die in diesem Alter den Scheitelpunkt ihrer Karriere erreicht. Und die Annahmereden waren ungewöhnlich schön. I am Happy.

  • 23-03-09 Die Verbeigung der Welt

    23-03-09 Die Verbeigung der Welt

    Ich fürchte, ich muss kündigen. Heute wurde ich „ein Geschenk Gottes“ genannt. Besser wird es nicht mehr werden.

    Madame kam gestern Nacht mit dem Ersatzzug des Ersatzzugs vom Ersatzzug in Berlin an. Angesichts der Umstände der Fahrt waren weniger als zwei Stunden Verspätung erstaunlich.

    • Zug 1 (der eigentliche Zug) wurde bereits von der Polizei beschlagnahmt bevor er auch nur Madame aufnehmen konnte. Als Ersatz gab es
    • Zug 2 (der Ersatzzug). Dieser hielt genau eine Station durch, bevor eine lockere Scheibe einen langen Reparaturaufenthalt verursachte. Die Bahn riet, doch lieber eine Alternativverbindung zu nehmen. Nämlich:
    • Zug 3 (der Ersatzzug vom Ersatzzug). Der war auch irgendwo auf der Strecke verschollen. Zum Glück war die DB koordiert und schickte als Ersatz
    • Zug 4 (den Ersatzzug des Ersatzzugs vom Ersatzzugs). Dieser fuhr erfreulicherweise die komplette Strecke von Süddeutschland nach Berlin. Nur in Spandau musste er länger pausieren, weil die Polizei einen randalierenden Fahrgast aus dem Zug geleiten musste. Was IST mit den Leuten?

    Madames Abenteuer verschafften mir einen langen Abende, den ich nutzte, um mich weiter mit Kovarianzen von stetigen Zufallsvariablen zu beschäftigen. Leider sollte ich mich gerade auf die Klausur fokussieren. Sonst fiele mir ein, dass ich vor eins, zwei Jahren in R (Programmiersprache für statistische Berechnungen und Grafiken) herumgetöckelt habe. Mir kommen viele Ideen, wie ich R und mein neu wieder-erworbenes Statistikwissen zusammenbringen kann. Aber erstmal die Klausur bestehen, ganz ohne R.

    Spannend, dass der WiWi-Teil meines Studiums die Klausuren online schreiben lässt, während der Informatik-Teil auf körperliche Anwesenheit besteht. Wobei ich heilfroh bin, dass es die Unterlagen noch ausgedruckt auf Papier gibt. Ich glaube wenn ich diese 600 Seiten pro Kurs und Semester online lesen müsste, würde ich im Studium scheitern.

    Bereits erfolgreich fertig studiert hat Herr Rau. Er schreibt eine Serie: „Wie ich einer KI Breakout-Spielen beibrachte, mit weiteren Ausführungen.“ Da artet das Lesen in Arbeit aus, aber die Teile die ich durch habe, waren spannend. KI: Reinforcement Learning: Teil 1, und Teil 2, und Teil 3. More to come wahrscheinlich mit Autorennen.

    Bei den Berliner Bädern darf hochoffiziell auch mit weiblich gelesener Brust oben ohne gebadet werden. Ich beiße mir auf die Zunge und verlinke nur die Pressemitteilung des Senats.

    Lesetipp: Wie es 2013 war im Silicon Valley. Mich hatte der Artikel spätestens als der erste Investor ein persischer Teppichhandel war: One Startup’s Struggle to Survive Silicon Valley’s Gold Rush. (Für den Artikel spricht, dass das portraitierte Startup 2017 genau so einen Exit machte wie im Artikel 2013 vorhergesagt.)

    Zahlreiche Influencer:innen versuchen, alle Farbe aus der Welt zu verdrängen, indem sie die Welt verbeigen. Solange sich das Thema Beige auf Instagramm, instagrammable Orte und Zeit-Artikel zum Thema Kinderzimmereinrichtung beschränkte, war es nicht mein Thema. Aber jetzt schaffen die Oscars den Roten Teppich ab und ersetzen ihn durch ein Exemplar in beige. (Offiziell: Champagne) Oh Zeiten. Da poste ich lieber erneut den Link zur Oscars-Eröffnung 1989.

    Inneneinrichtung von Huis Sonneveld. Beiger Designerstuhl neben beiger Couch auf beidem Teppich vor beiger Wand.

    Bild: WLANL – Adfoto – Huis Sonneveld, stoel Gispen von: Ad from The Netherlands Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

  • 23-03-07 Psychemeet

    23-03-07 Psychemeet

    Heute nahm ich kurzfristig an einem psychedelischen Hybrid-Meeting teil. Dann hatte der Kollege auch schon das locker sitzende Kabel im Konferenzraum wieder korrekt befestigt. Die Farben bewegten sich zurück ins Alltägliche.

    Durch den Berliner Feiertag, der dieses Jahr mitten in der Woche liegt, fühlt sich die komplette Woche allerdings nicht so ganz richtig an. Viele Menschen sind urlausbedingt nicht da, welches der Brückentag sein soll ist aber auch nicht klar. Alle größeren Aktionen laufen auf dieses Loch in der Mitte zu. Dass ich nächste und übernächste Woche auch noch Klausuren schreibe, verstärkt den Effekt des Nicht-Ganz-in-dieser-Welt-seins diese Woche.

    Den Feiertag nehme ich da gern als zusätzlichen Lerntag an.

    Passend dazu: Unruhig geschlafen. Mit dem Klassikertraum: Geträumt, verschlafen zu haben und zu spät zur Arbeit zu kommen, gehetzt aufwachen. Dann muss ich den Versuch unternehmen, nicht aufzuspringen, sondern mich ganz schnell abzuregen. Sonst bleibe ich zu lange wach und verschlafe tatsächlich.

    Aber alles lief am Ende gut und alltäglich. Unser Meeting verlief in geordneten Farben. Der Alltag lief dann doch. Beim Kaptain kam Post von der Grundsteuer an, bei des Kaptains Nachbarn Post vom Arbeitsamt, welche unser Einwirken nötig macht.

    Während Berlin sich in die übliche ungemütliche Berliner März-Gräulichkeit samt Pseudoschneefall flüchtet, besucht Madame einen süddeutschen Rosengarten. So soll es sein.

    Hinten im Garten im Hamburg.

    Zufllig lernte ich von der Oscar-Eröffnung 1989, die die Karriere des Machers Allan Carr (Grease, Ein Käfig voller Narren) ruinierte. Und obwohl ich nachvollziehen kann, warum Menschen das problematisch fanden.. mein Gott, ist die großartig! The 11 minutes that ruined Hollywood producer Allan Carr’s career forever.

    (Es half nicht, dass Snow White nicht mit Disney geklärt war und die Disney-Rechtsabteilung danach eine Menge zu dem Thema zu Schreiben hatte).

    Ich bekam das Ergebnis meiner „Einführung in die objektorientierte Orientierung“-Klausur. Während ich mir sicher war, es inhaltlich zu können, war ich nie ganz sicher, was der Dozent von mir wollte. Aber locker bestanden. Damit die Klausur, die mir dieses Semester am meisten bevorstand, überwunden. Und zur Feier dessen gönne ich mir einen freien Abend und werde irgendwas Dödeliges machen.

    Bild, urspriünglich ein oder zwei Menschen - in psychedelischen Farben und zerfließenden Konturen.
    Bild: Psychedelic Art 2022 Inner Dimensions von:
    David S. Soriano Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International