Schlagwort: RE6

  • 24-04-09 Kaltschnäuzchen und Heißsönnchen

    24-04-09 Kaltschnäuzchen und Heißsönnchen

    Der Bahnhofsaufzug in Heide funktioniert wieder. Allerdings nur eingeschränkt. Die Türen sind sehr langsam. Ein Schild bittet darum, dass ihn wirklich nur Bedürftige nutzen. Ich zweifle, ob Jugendliche mit E-Rollern damit gemeint sind.

    Bahnfahrt mit RE6 und ICE699 von Heide nach Südkreuz. Inzwischen bin ich so bahngeprüft, dass ich 25 Minuten Verspätung beim Umsteigen in Altona als „alles ohne Probleme“ interpretiere.

    Mich macht misstrauisch, dass ich die Verspätung antizipierte als ich vor der Abfahrt von der „Baustelle bei Tornesch“ hörte. Sämtliche Bahn-Informationssysteme und Apps wurden von ihr aber überrascht.

    Eine Studie prognostiziert (vor allem wegen Northvolt) 15.000 neu Einwohner*innen für Heide in den nächsten 25 Jahren. Bei bisher 22.000 Einwohner*innen ist das eine Ansage.

    28 Grad Anfang April in Berlin sind absurd. 2024 wird vermutlich das kälteste Jahr aller derer, die noch kommen werden.

    Das Exclusive Coffee am Südkreuz hat eröffnet.

    Am Bahnhof gesehen: einen gar nicht mal so alten Mann mit echter Metal-Kutte; Jeansjacke und einschlägige Aufnäher von Manowar bis Tankard. Ich war beeindruckt, dass die Aufnäher alle mit Maßband und Wasserwaage aufgebracht wurden. Im Punk wär das nicht passiert.

    Zurück in Berlin nahm ich an einer Schulung der UB Hagen zur Informationsrecherche für Wirtschaftswissenschaftler teil. Spannend. Unter anderem gelernt: die beiden wichtigsten wissenschaftlichen Fachdatenbanken sind Business Source Ultimate (ehem. Business Souce Complete) (BWL) bzw. EconLit with Fulltext (VWL).

    Zugang zu Business Source Ultimate gibt es auch über die Wikipedia Library für jede halbwegs aktive Wikipedianer*in.

    Die Veranstaltung hätte ich damals im Präsenzstudium brauchen können. Das hätte mir viel Zeit, Mühen und Irrwege erspart. Vermutlich haben die UB Leipzig bzw. Stabi Hamburg sowas auch angeboten. Aber ich war zu unaufmerksam/arrogant/mit-anderem-beschäftigt, um es mitzubekommen.

    Madame machte streng Geheimes.

    Die Stuhlfrage ist geklärt.

    In Büsum käuften wir „Kaltschnäuzchen“. Madame pflanzte diese in Hauswandkästen.

    Wenn wir schon ans Meer fahren und nicht dazu kommen, das Meer zu sehen, kann ich wenigstens eine Meer-Tasse kaufen, dachte ich.

    Dann reichten Zeit und Energie noch für einen Kurzabstecher ans Eidersperrwerk. Die Küstenseeschwalben sind noch nicht angekommen. Lachmöwen und Kurkröten sind schon da.

    Künstliche Landspitze aus großen Steinen ragt in die Nordsee. Darüber und darauf: Lachmöwenkolonie

    Zwei Bücher, ein Heft

    Irgendwann die Tage zu Ende gelesen: Naomi Novik: A Deadly Education. Der Anfang folgt noch einer Märchenlogik (Logik? Düstere Bilder. Hineingeworfenheit. Markante Szenen statt Handlung). Bei knapp der Hälfte setzt ein recht konventioneller Fantasy-Roman-Plot ein und zieht die Welt auch ins Konventionellere. Immer noch ein sehr schöner Roman, aber nichts mehr für die Insel. (Hier die eine Gegenmeinung zum Buch. Wir sind uns einig, was die zwei Teile angeht, aber sie findet den zweiten Teil besser.)

    Angelesen: Tuvia Tenenbom: Gott spricht jiddisch. Mir fehlen noch die Worte dafür. Ich bleibe derzeit bei „seltsam.“ Weniger des Themas wegen (hey, ich habe vor Jahren fast alle englischen Wikipedia-Artikel zu chassidischen Rebbes gelesen), mich irritiert der Stil des Buches.

    Angelesen: Planen mit mathematischen Modellen, Studienbrief 1. Einiges gelernt über die Metra-Potenzial-Methode; unter anderem, dass sie zum Bau französischer Atomkraftwerke entwickelt wurde.

    100 Jahre Gartenarbeitsschule

    In der VHS Schöneberg findet eine Ausstellung zu 100 Jahre Gartenarbeitsschule Schöneberg statt.

    Morgen wird das Programm für Philolive online geschaltet.

    Schon le pianiste sagte, dass Red Dead Redemption 2 das beste Computerspiel aller Zeiten ist. So auch Kieselblog.

    Gute Besserung weiterhin Richtung falsches Meer: Post-Covid Awareness

    Pullober und Schbetter.

    Madame sagt, ich soll das Blog Flügelschlag und Leisetreter erwähnen.

  • 24-03-05 Elmshorn, so we meet again

    24-03-05 Elmshorn, so we meet again

    Madame schrieb 1a. Analog war besser.

    Eine wichtige Rolle dabei spielte Brigitte Brigitta Birgitta Fuchs.

    Der Fahrstuhl am Innsi ist schon wieder kaputt. Selten hörte ich so berechtigtes Fluchen wie das des Rollstuhlfahrers am Bahnsteig.

    Die ehemalige Spielhalle Neptun ist provisionsfrei zu mieten.

    Ich meldete mich für eine Tagebuchstudie zur Stressbewältigung; nicht ahnend, dass ich dreimal täglich einen zehnminütigen Fragebogen ausfüllen soll. Ne, Leute, das ist mir echt zu stressig.

    In Brandenburg offenbaren sich weiterhin ungeahnte Seenlandschaften. Inzwischen ragen die Spitzen des Winterweizens über die Seeoberfläche.

    Der Kaptain fand die Fotos und Filme aus dem Wunderland wieder.

    Die zunehmende Alterung der Gesellschaft bemerkt man in der Schweiz daran, dass das Wahlvolk einer Rentenerhöhung zustimmt. In Deutschland fällt es mir auf, wenn im Fußballstadion Bandenwerbung für Waldbestattungen gezeigt wird.

    11 Tage bis Krabbenbrötchen

    Wesselburener Fußgängergespräche. Erst die m.E- korrekte Feststellung, dass man fast nur Rumän*innen im Stadtbild sieht. Etwas später die Diskussion darüber, dass der Edeka von In-der-Stadt umziehen will nach neben-das-Ortsschild. Ich kann mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass beides daran liegt, dass die eingeborenen Wesselburener sowieso nicht zu Fuß gehen. Sie nutzen konsequent das Auto.

    Angesichts des strahlenden Sonnenscheins versuche ich dagegen zu halten und mich als Tourist aus der Stadt zu outen. Ich laufe einmal über den Marktplatz, bestaune das Krokusmeer an den historischen Grabplatten und laufe eine Dreiviertelstunde Zick-Zacks durch die Innenstadt.

    Für einen sonnigen Frühlingssonntag in einem beschaulichen Städtchen kommt es mir leer vor. Aber siehe oben.

    Seit Freitag gibt es wieder Eis bei DaPino. Der Imbiss am Eidersperrwerk öffnet am 16. März. Dann gibt es direkt am Sperrwerk wieder Kaffee und Krabbenbrötchen.

    Krabbenbrötchen gibt es auch bei Fisch-Möller. Dort, wo es ebenfalls Scholle gibt. Und dann siegt meistens die Scholle über das Krabbenbrötchen. Auch hier hat die Saison noch nicht ganz begonnen – noch ist die Sonnenterrasse am Hafen geschlossen, Kurkröten und Ditschis aber nutzten die Sonnetage, um durch Büsum zu flanieren und bei Fisch-Möller einzukehren.

    Wir bekamen einen Platz. Knapp.

    Die Preis sind gestiegen. Aber nicht so sehr. Ein kompletter Schollenteller kostet den Gegenwert von 3 1/2 durchschnittlichen Dönern in Berlin. Das war schon teurer. Die Scholle selber wie immer vortrefflich. Nichts ist besser als frisch.

    Ein Teller mit zwei kleinen gebratenen Schollen: Daneben in Schälchen Bratkartoffen und Kraut-Karotten-Salat.

    Dies ist ein ERSATZZUG

    Die Fahrt nach Dithmarschen funktionierte unglaublich gut. Selbst der letzte 2-Minuten-Umstieg hätte das erste Mal seit 2021 funktioniert. Das hatte die Bahn anscheinend auch schockiert. Sie gab sich auf dem Rückweg mehr Mühe.

    In Kürze: Ein kombinierter Polizei/Notarzteinsatz. Ein Abbruch der Fahrt. Ein überfüllter Zug. Ein Ersatzzug und ein Gleiswechsel. Faszinierenderweise hatte ich am Ende nur 10 Minuten Verspätung. Aber das mag an der geplanten (und fast ausgeschöpften) Umsteigezeit von 59 Minuten gelegen haben.

    RE6 kam pünktlich. Dann stand er 25 Minuten am Bahnhof. Soweit mir geschildert wurde, ein psychisch kranker Mensch, der ohne Schuhe und mit zerrissener Hose durch den Zug lief. Passagiere riefen den Notarzt. Der Notarzt rief zur Unterstützung die Polizei. Und bis die alle eingetroffen waren, dauerte es.

    Nach Abfahrt: In Hamburg ist heute Großbaustelle. Wir fahren nur bis Elmshorn. Warten sie dort 20 Minuten und eine Regionalbahn wird sie nach Altona bringen. Der Zugbegleiter bat in seinen Durchsagen darum, nicht zu kratzen, zu beißen oder zu treten wenn er rumkommt.

    Neben mir im Wagen ein Paar. Er nahm es gelassen. Sie steigerte sich immer weiter in Beschwerden über die Bahn, die Polizei, die Sanitäter und ganz Hamburg hinein – ich glaube, es hätte sie komplett aus der Fassung gebracht, wenn ihr Anschluss dann doch funktioniert hätte.

    (Fairerweise sollte man sagen, dass anscheinend sie die Reise geplant hatte und sich für ihr Gelingen verantwortlich fühlte. Er war Passagier).

    Elmshorn also. Wieder einmal im Dunkeln dicht gedrängt auf dem Bahnsteig 2/3. Wieder einmal verwirrt, dass die Abschnitte (A, B, C usw.) auf Bahnsteig 2 ganz anders liegen als auf Bahnsteig 3. Wieder einmal irritiert von den Fernzügen, die ungebremst am Bahnsteig durchrauschen. Wieder einmal inmitten einer großen Menschenmenge aus gestrandeten Zügen, die versucht sich in eine Miniaturregionalbahn zu zwängen. Ach, Elmshorn.

    In Altona eilte ich zügigen Schrites in den ICE2939, ein Ersatz für ICE699. Leider auch ein ICE1 statt ein ICE4 mit gänzlich anderen Wagenaufteilungen – und Nummern.

    Wieder eine Frau in Rage. Diese bestand darauf, dass ihr ob der Strapazen ein Erster-Klasse-Platz zusteht ganz ohne Erster-Klasse-Ticket.

    Bis hinter im Hamburg folgten im Fünfminutentakt die immer genervteren Durchsagen des Zugchefs: „Dies ist ein ERSATZZUG. Die Aufteilung der Wagen ist anders. Reservierungen können nicht eingehalten werden. BITTE setzen sie sich irgendwo hin.“

    David Bowie in Langenhagen

    Die BZ informiert mich, dass wieder ein Stück altes Westberlin verschwindet. John Glet, der Arbeitskleidungsladen in dem auch David Bowie shoppte schließt. Soweit so wenig überraschend. Überraschend, dass John Glet noch eine weitere Filiale betreibt: In Langenhagen bei Hannover.

    In derselben Mittelstadt wurde anno dazumals auch Ulrike Meinhof gefasst. Das LKA Niedersachsen und die RAF haben eine lange gemeinsame Geschichte.

    Der Wesselburener Edeka-Chef, der sein Geschäft an den Ortsrand verlegt, möchte als DJ Alex Kemper am 9. März „Garding on Fire“ setzen.

    Immobilien im Brandenburger Wald.

  • 23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    Jürgen Milski trat bei Höhle der Löwen auf (erfolgreich).

    Es wird ein Weihnachts-Let’s-Dance geben.

    Die ersten Bücher der Weihnachtslieferung wurden ausgepackt: Bordieu (die feinen Unterschiede), Baum (Pariser Platz 13) und the Rail map europe. Zu meiner Soziologie-Studiums-Zeit war die gesellschaftskritische Fraktion der Soziologen übrigens noch voll im Linguistic turn verfangen, hat Bourdieu eher skeptisch beäugt.

    Madame errichtete ein Kuchenbuffet. Aber das sollte ausführlicher gewürdigt werden, als mir gerade möglich ist. Zwei rockaffine Gäste recherchierte Sick Tamburos Parlami per Sempre.

    Der Kaptain hat das rote Swappie zurück. Wir konnten es komplett wiederherstellen und gleich noch ADAC und Arte verdrahten.

    Um 22 Uhr beim Kaptain angekommen, um 22:02h klingelte die Polizei und fragte nach einem Nachbarn. (Ja, der wohnt in der Nachbarschaft, nein wir wissen nicht ob er gerade anwesend ist.)

    Entdeckungen im Dithmarscher Supermarkt: Es gibt die Weißweine „Waterkant“ und „Inselbrise“. Trotz Klimakrise wird dieser Wein noch nicht auf den Deichen angebaut, sondern stammt aus den üblichen Weingebieten und wird dann für den norddeutschen Markt gebrandet. Elend des Supermarkt-Weinkaufs: Auf die einzige Frage „taugt der Wein?“ antwortet keine Labelinfo. Da kann man dann auch gleich in Regio-Fantasy machen.

    Entdeckungen vor dem Dithmarscher Supermarkt: Auf dem Parkplatz steht ein Traktor.

    Die Stadt Heide möchte die Dithmarscher Wasserwelt an einen privaten Investor verkaufen. Aber welcher Investor bei Verstand kauft ein Schwimmbad?

    Im Herbst und Winter kommt Dithmarschen zu sich selbst. Die amphibische Gegend, in der Land und Wasser ineinander übergehen. Da kann der Mensch Deiche bauen und entwässern wie er will. Am Ende ist es temporärer Tand gegenüber der Gewalt der Landschaft. Wenn die Luft Nebel wird, die Erde zu Schlamm und die Grenzen zwischen Fest und Flüssig sich auflösen.

    Gemerkte Reise

    Ich versuchte Bahnfahren: ICE1004 von Berlin nach Altona und dann RE6 nach Norden. Obwohl ich schon immer eher paranoid plante mit vielen Reserven im Plan und großzügig gerechneten Eventualitäten reizt die DB das inzwischen mehr als aus.

    Schlechte Nachricht: Der ICE hatte diverse Probleme und kam so spät in Altona an, dass ich den Anschluss verpasste. Gute Nachricht: Der Anschluss war eh komplett ausgefallen, da war’s dann auch egal.

    Anders gesagt: Schlechte Nachricht: Der Anschluss fiel komplett aus. Gute Nachricht: der ICE war so spät, dass ich ihn eh nicht mehr bekommen hätte. Dann war’s auch egal.

    Aufgrund diverser ausgefallener Zwischendurchzüge legte der Anschluss dann ein paar ungeplante Zwischenhalte ein (Hallo Meldorf! Hallo St. Michel!), so dass der folgende Lokalanschluss auch nicht mehr funktionierte. Am Ende: 4 Stunden 5 Minuten für 110 Kilometer.

    Für die Rückreise plane ich ernstlich mit zwei Stunden Umsteigezeit und frage mich, ob das reicht.

    Unter anderem Warten um 21.30h am Bahnhof in Heide(Holst). Überraschend viel los. Mein Highlight: Der Mann um die 30 mit Boombox auf dem Gepäckträger, der dreimal mit seinem Fahrrad den Parkplatz umrundete und Heide-Ost mit Techno beschallte.

    Highlight im Zug: Die Dame, die akzentfrei in italienisch, Englisch und Deutsch telefonierte und anscheinend etwas mit Digitalisierung macht. Die M365-Quote in Berlin ist überraschend hoch. Aber weil Berlin so ein kleines Land ist, ist das auch egal. Wichtig ist Baden-Württemberg.

    Im Zug gelesen: Infos über MIPS und MARS.

    Positive DB-Entdeckung: In der App lassen sich nun auch nicht-gebuchte Tickets unter „Meine Reisen“ vermerken, so dass man zum Beispiel für Deutschlandticket-Strecken, geplante DB-Chaos-Alternativverbundungen oder auch einfach Reisen der Liebsten Echtzeitinfos bekommt.

    J-Pop im Museum

    Von unseren vielen Bahn-Erlebnissen dieses Jahr, war es das dramatischste, als wir die Markgräfler über viele Stunden auf einer Brücke gestrandet wussten. Genau dieser Bahnfahrt widmet der Spiegel einen kompletten Podcast: 344 Minuten.

    J-Pop im Kunstmuseum.

    Spätzle oder Knöpfle.

  • 23-04-13 Ringbahn zu Drehkreuzen

    23-04-13 Ringbahn zu Drehkreuzen

    Katharina Witt schrieb mir einen Brief. Sie fordert mich zur Teilnahme an der Postcode-Lotterie auf, die gleichzeitig sehr hohe Gewinne ausschüttet und mindestens 30% der Einnahmen an wohltätige Projekte ausschüttet. Da muss ich nicht einmal an meinem Mathe-Seminar arbeiten, um den Fehler in der Logik zu finden.

    Kurzer Einschub

    Es ist möglich, Roulette zu schlagen (also mathematisch-statistisch, in echt). Und ich bin total fasziniert.

    In kurz: Roulettekessel sind physische Geräte und als solches nicht perfekt. Während der Ball rollt, ist es theoretisch möglich die ungefähre Ankunftszone des Balls zu bestimmen (verbotenerweise mit Computern, eventuell – noch nicht geklärt – auch durch lange Übung rein auf Sicht) und so die Wahrscheinlichkeitsrechnung zu eigenen Gunsten zu verändern.

    In lang: Bloomberg schreibt eine spannende Räuberpistole aus der Welt zwischen Glamour, Mathematik und Kriminalität: The Gambler Who Beat Roulette.

    Einschub Ende

    Nach der ostermontäglichen Bahn-Odysee zog ich den mobilen Home-Office-Tag auf Dienstag vor. Die Reaktion des Teams rührt mich weiter. Abends fotografierte ich einen Stein auf dem Küchentisch. Noch später Abends trafen wir e-Hälfte der Schwiegerfamilie, die sich über Ostern aus Süddeutschland nach Berlin begeben hatte. Ich liebe diesem Familienteil dafür, wie unkompliziert und einfach unfassbar nett er ist. Das Sagar erwies sich wieder als ebenso leckerer wie familienfreundlicher Inder. Dann k.o.

    Mittwoch konnte ich die Möglichkeit nutzen, direkt aus der Arbeit durch das Drehkreuz zu treten und in das 50-Meter-Becken zu hüpfen. Freundlicherweise fährt eine Ringbahn direkt von der Verwaltung zur Betriebsstätte SSE (Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark) und so ließ sich der spontane Außeneinsatz direkt ins Feierabendpaddeln überführen.

    Blick auf SSE und Parkhaus darunter.

    In der Bahn nachdenken über die beiden IT-Typen Keyboardklöppler*in und Unter-dem-Tisch-Kabel-Verlöter*in und nachdenken darüber, dass Informations-Technologie-Betreiber*innen sich nett in Team Information und Team Technologie aufteilen lassen. Ich bin froh, dass bei mir sowohl Neigung wie Stellenbeschreibung zu Team Information gehören. (und bin dementsprechend dankbar für die Team-T-Leute mit denen ich zusammenarbeite).

    Heute erlebte ich einen Heureka-Moment dabei, ein Häkchen zu setzen. Nachdem ich 120 Minuten lang danach gesucht hatte, wo der Haken fehlt.

    Mittwoch abend/Donnerstag tagsüber/Donnerstag abend crockten Madame und ich kubanische Frijoles negros nach Miss South.

    Ich erwarb das Deutschlandticket, um kurz darauf zu erfahren, dass der VBB unseren netten Zug nach Verlorenort umplante und der Umstieg an der Ringbahn in Jungfernheide wegfällt. Wie soll ich zum Umsteigen nach Charlottenburg kommen?

    Es ist mir komplett unklar: Der RE6 stellt eine wichtige Pendlerverbindung weit über den Berliner Speckgürtel hinaus dar. Die zu den üblichen Zeiten immer überfüllt ist, und immer unpünktlich. Der Drang auf dieser Strecke etwas zu verbessern, ist nicht vorhanden. Selbst falls alle Nordwestbrandenburger Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen wollten: Sobald das mehr als ein Dutzend umsetzen, wird der öffentliche Nahverkehr auf dieser Strecke komplett zusammenbrechen.

    Leider beschäftigten sich die alternativen Berliner Verkehrsdenker mehr damit, sich selbst unliebsame Brandenburger per Kiezblock vom Leibe halten zu wollen, als sich Gedanken über klimafreundliches Pendeln zu machen.

    Passend: die Letzte Generation möchte die eigene schnell gelangweilte Klientel bei Laune halten, indem sie „Berlin zum Stillstand bringt.“ Nicht dass Autobahnkleben zu öde wird, und die Event-Klimaschützer*innen wieder nach Thailand fliegen.

    Der Berliner Radfahrteil in mir ist immerhin Happy: Auf der Schöneberger Hauptstraße wird ein echter Radstreifen entstehen.

    (Internetsuchen/DuckDuckGoen nach der Postcode-Lotterie brachte Spannendes zum Vorschein. Es ist nicht ganz so schlimm unseriös wie zuerst von mir gedacht. Die deutsche Lotterie ist eine Tochter der niederländischen Nationale Postcode Loterij. Katharina Witt hatte in ihrer Werberolle Vorbilder in Rafael Nadal, Bill Clinton oder Nelson Mandela. Trotzdem möchte ich bemerken: Lotterie ist Unfug, der funktioniert weil Menschen mehr einzahlen als herausbekommen. Wenn Ihr Geld für Gutes (mit groß-G) ausgeben wollt, dann spendet direkt.)