Schlagwort: Sauerkirschen

  • 26-06-23 Taupunkt 22 Grad. Just as once upon a time in Mississippi.

    26-06-23 Taupunkt 22 Grad. Just as once upon a time in Mississippi.

    Schweiß-Salzränder auf dem T-Shirt.

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    Klassenfahrtknäuel am Bahnhof Südkreuz.

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    Der Kaptain beackert mit bewundernswerter Energie das Dithmarscher Gesundheitssystem.

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    Der Fifa-Friedenspreistäger droht wieder einmal, den Iran „in Grund und Boden zu bomben“. Um die Männer-Fußball-WM zu verfolgen, ist dieses Jahr noch mehr intellektuelle und moralische Selbstverleugnung als sonst nötig.

    Im Tippspiel dümpele ich weiter vor mich hin, derzeit auf Platz 16. Guter ITler der ich bin, habe ich auch schon einmal vergessen, auf Speichern zu drücken.

    Nachbar Canineri enttäuschte uns. Am frühen Abend vor dem Deutschlandspiel hatte er anscheinend ein paar Kumpels da und wir hofften aus Live-Geräusch-Berichterstattung von ein paar Gärten weiter. Aber bis zum Anpfiff um 22 Uhr war er anscheinend alleine. Sein einsames „Tor! Nein! Doch nicht!“ wirkte er traurig als fanbegeistert.

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    Es war ein schwül-bratwurstig-pfirsicher Latifundiensonntag und ein prozessionsspinnend-freibadiger Montag.

    As in Berlin, 2023, 2024, 2025

    Das vorletzte Juniwochenende macht in Wiederholung. 2026 las ich ermattet von Hitze, Schwüle und unter dem Wissen um die Unwetter der Gegend in alten Blogposts.

    2025 hatte ich am 24. Juni unter Peak Tageshitze geschrieben: „Berlin gab Klimakrise mit erst 35 Grad und dann sturmgefällten Bäumen“, im Jahr 2024 war es etwas später, da lautet der einschlägige Blogpost vom 2. Juli „Vier Schattierungen der Schwüle„. Im Jahr 2023 schrieb ich am 20. Juni „Die Wettervorhersage sieht für die nächsten Tage Temperatursprünge von knapp zehn Grad nach oben und unten vor, zwischendurch Regen. Welcome to heiße Waschküche.“

    Noch spannender allerdings fand ich den Eintrag vom 24. Juni 2025 zu einem anderen Thema: Spannende Entdeckung zum Schachbrettfalter: Seit drei Jahren blogge ich über ihn und jeweils erscheint der Post am vorletzten Juniwochenende. Anscheinend ein Falter mit einem sehr zuverlässigen Jahresrhythmus.

    Ich dürfte raten, welchen Schmetterling wir dieses vorletzte Juniwochenende ganz besonders oft sahen, so dass er auf jeden Fall im Blogpost vorkommen sollte.

    As in Memphis, 1992, 1993

    Wetter war in Thema. Wir saßen sonnengeschützt aber weichgekocht unter dem Schattiernetz als wir irgendwie auf meine Zeit in Southaven, Mississippi, Vorort von Memphis 1992/1993 zu sprechen kamen.

    Unter anderem mit der Frage: „Wie war dort das Wetter?“, und ich konnte nur antworten: „So wie jetzt.“ Denn die heißesten Sommermonate hatte ich damals ausgelassen, war nur von Elvis‘ Todestag Mitte August bis zum Ende des Schuljahres im Juni vor Ort.

    Aber diese Schwüle, diese entsetztliche Schwüle, blieb mir auch noch aus dem September, Oktober, April und Mai in Erinnerung: Football-Training in stehender Luft. Der ewige Duft feuchter Erde. Der leichte Dauer-Schweißfilm, der in jedem klimatisierten Raum verdunstete und sich sofort neu bildete, sobald sich eine Außentür öffnete; Outside-Aktivitäten, die weit in den Abend hineingezogen wurden. Footballspiele im Dunkeln aber Warmen.

    Tagsüber war das ein Wetter wie jetzt. Ein Wetter für Klimaanlagen oder rollende Ermattung unter intensiver Beobachtung von Wetter-Apps. Ich lernte, dass das Maß für absolute Feuchtigkeit der Taupunkt ist.

    Der Taupunkt sagt objektiv wieviel Wasser in der Luft gelöst ist, unabhängig von der Temperatur, subjektiv ist er ein Anhaltspunkt dafür als wie drückend Wetter empfunden wird. Dabei gilt generell ein Taupunkt bis 15 Grad angenehm. Darüber wird es schwül. So ab 18-19 Grad Taupunkt wird es sehr unangehm und bei 24 Grad Taupunkt beginnen größere Gruppen von Menschen Kreislaufprobleme zu bekommen.

    In Memphis zu meiner Zeit lag er zumindest in den Fast-Sommermonaten Mai/Juni/September/Oktober jenseits der 20 Grad. Auf den Latifundien am Wochenende lag er bei 22.

    Noch blühen die Alten Rosen

    Wir saßen weiter im Insektenobservatorium Pergola. Wildbienen in allen Tönen von schwarz, braun und gelb surrten um uns herum. Wie beruhigend das Surren war. Wie beschaulich das Schwirren und Sirren der Tiere wirkte.

    Wie hektisch es wirkte, wenn ich eine einzige Biene fokussierte, „Blüte – Rein – Check – Raus – Blüte – Rein – Check – Raus“.. bevor ich beschloss doch wieder mehr auf das beschauliche Summen zu achten. Unwetter und Regen hatten einmal alles geputzt. Die Sauerkirschen leuchteten am Baum, die Johannisbeeren versteckten sich, die Schachbrettfalter flatterten.

    Am Tor zum Feld, ein neuer Gast: Der Balkenschröter Dorcus parallelipipedus1, ein Käfer mit einer „weiten Präsenz in naturnahen Gärten und Parks.“ Das nehme ich jetzt als Kompliment.

    Zia sociale und zio machina kamen zur Übergabe des Rennpolos und brachten Kirschplotzer mit. Während Internet und Sirenengeheul aus der Ferne Landunter meldeten, saßen wir im Fast-Trockenen, redeten über dies und das über Kniee und Hüften über Kirschplotzer mit und ohne Stein.

    Madame hatte das Kochbuch gut bei hitze von Katharina Seiser konsultiert, bereitete Tomaten-Pfirsisch-Salat (sah besser aus) und Salsa-Verde-Fenchel-Bohnen-Salat (schmeckte besser), dazu ein gegrilltes Bratwurst-Potpurri von Wildelust.

    Es war schön.

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    Gemischtschöner war die Berliner Rückkehr in den Alltag.

    Das hafenstädtischen Kalendergötter setzten Madame die Woche der Wochen in den Dienstplan, die immerhin Stoff für zwei bis drei normale Wochen abarbeitet.

    Freundlicherweise möchte meine eigene Stelle diese Woche wieder weniger von mir, eine der zu vertretenden Stellen ist wieder besetzt, die zweite wird Mittwoch wieder besetzt und der Sonntagabend offenbarte noch eine weitere Deus-Ex-Machina-Vertretung.

    Ich schaute in meinen Kalender, weitete ungläubig die Augen und begann kurz zu hecheln, als ich merkte, dass es ich nur noch 36 Nicht-Urlaubs-Tage bis zur Imperativen Programmierklausur habe. Bis dahin hatte ich immer noch keine Klammer in Go geschrieben.

    Jetzt schon.

    Wellen. Fast wie im Freiwasser. Nur klarer.

    Die Berliner Großstädter durchlaufen eine unfreiwillige Fortbildung zum Thema „Welcher Baum ist eine Eiche?“ Die Bezirke kennzeichnen diese jeden Tag etwas flächendeckender mit weiß-roten Absperrbändern auf denen „Eichenprozessionsspinner“ steht.

    Wenn ich einen Radwege sehe, neben dem links und rechts ein Dutzend gekennzeichnete Eichen stehen, ich daran denke, dass schon einzelne eingeatmete Härchen Reaktionen erzeugen können und im 20-Sekunden-Takt Radfahrer*innen vorbeifahren, dann zweifle ich an der Situation.

    Die spinnen, die Eichen

    Frei nach Margrit, Wasser erdet mich, hatte ich mich bei 30 Grad Richtung Insulanerbad begeben2.

    Es war voller. Die Schnellschwimmbahn war zur Mäßíg-schnell-Schwimmbahn motiert, die Schwimmbahn war zur Langsamschwimmbahn geworden und der Treibzholzbereich hatte sich in Richtung „versuch es gar nicht erst“ gewandelt. Aber noch was alles sutsche, peacig, die Sonne schien, ein leichtes Lüftchen wehte, und ich konnte im kühlen klaren Wasser schweben.

    Hach, ach, wie schön, schweben erdet.

    Links

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    Gelesen und für gut befunden. Ich freue mich schon auf die Umsetzung: Milchreis-Eiscreme

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    Gelesen und für gut befunden. Umsetzung hier schwierig, weil Mangos im Juni. Mango Gazpacho

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    Für den Freundeskreis Dystopie: Palettenweise wandern Sachbücher und Romane aus europäischen Antiquariaten in die USA. Dahinter stecken mutmasslich KI-Unternehmen: Sie nutzen gedruckte Bücher als Rohdaten für ihre Sprachmodelle – und werfen sie nach dem Scannen in die Tonne.

    Anmerkungen

    1. Heißt der lateinische Name auf deutsch wirklich Parallelfuß? ↩︎
    2. Kabanenbesuch No. 4 – 20 Euro pro Besuch ↩︎
  • 23-07-04 Bau auf, Gerüst, bau auf

    23-07-04 Bau auf, Gerüst, bau auf

    In der Straße parkt der Botschafter Somalias. Seinem BMW ist nicht anzusehen, was der Begehr des Besuchs ist.

    KK wird nach Schottland fliegen, um dort mit Gepäck und ihrer Tochter durch die Highlands zu wandern.

    Die Kollegen streiten, ob die Taubenkolonie in der Tiefgarage, nervig, furchtbar oder mittlerweile ernstlich gesundheitsgefährdend ist. Es scheint je nach Ecke der Tiefgarage zu variieren. Aber die durchgehende Taubenkotbesatz in dieser fast fabrikneuen Tiefgarage ist auf seine eigene Art wahrlich spektakulär.

    Madame wachte auf mit den Worten: „Das ist die Elster.“

    Madame erntete direkt nach der Kirschernte noch mehr Kirschzweige als vorher Sauerkirschen. Das Obstbaumschnittbuch sagt: Ungefähr die Hälfte der Masse entnehmen.

    Und obwohl wir gar keine richtige Hecke haben, schnitt sie sie dennoch. Denn es war Johanni.

    Der Lokalzeitung entnahmen wir, dass an der Schöneberger Fahrraddemo etwa 800 Räder teilgenommen haben. Davon viele Kinder- und Laufräder.

    Die Einsendeaufgaben Investition und Finanzierung sind deutlich verständnisfreudiger als die mathematischen. Aber bei meinem Vorbereitungsstand brauche ich trotzdem für eine (von insgesamt sechs) der Aufgaben je einen kompletten Abend.

    Ich begann, mein Spielzeug einzurichten. Der wichtigste Punkt funktionierte bereits: Windows 11 läuft. Weniger, weil ich Windows-11-Fan bin, aber ich bin Fan langjährig unterstützter Betriebssysteme. Und beim 10-11-Sprung ist schon auf mancher Hardware etwas schief gegangen.

    Alt: Korean Fried Chicken. Neu: Dottoressa

    Ein Kommen und Gehen ist in Berlin: Der altbewährte allein praktizierende Hausarzt bildet plötzlich ein „Medizinisches Versorgungszentrum“ zusammen mit einer Dottoressa. Immerhin, Teil 2 der FMSE-Impfung verlief genauso unkompliziert und nett wie Teil 1 auch schon.

    Die lange Straßenbaustelle der Wasserbetriebe ist fast wieder verschwunden. Anscheinend ging es wirklich nur darum, die Gullideckel zu wechseln und die Straße um diese herum wieder in den rechten Abschüssigkeitsbereich zu bringen.

    Ex-Korean Fried Chicken hat mittlerweile ein arabisches Schild an der Wand. Die ehemalige Klavierstimmerwerkstatt hat noch ihr eigenes Schild, steht aber leer. Dafür eröffnet ein Chef Burger (ehemals Wettbüro), eine Pastaria/italienische Feinkost (ehemals Wettbüro), ein anderer Burgerladen (ehemals „Pizzaria[sic!] Juventus“) und ein Hühnerwald. Beim Hühnerwald erinnern nicht nur der Name sondern auch Farbdesign und Schriftgestaltung an eine andere Hähnchenbraterei mit Österreichbezug.

    Da passt es, dass wir vor dem Einschlafen die ZDF besseresser streamen.

    Vorerst leider ohne Gehen wird wohl das Hinterhofgerüst kommen. Dieses erreichte in seinem ersten Ausläufer unser Stockwerk. Jetzt schauen wir aus dem Kammerfenster hinaus auf Stangen und zur richtigen (falschen) Tageszeit auf Bauarbeiter direkt vor unserer Nase.

    Während ich in der Mittagspause weiterhin den mustergültigen New-German-Style-Garten vor Vattenfall bewundere, schreibt die New York Times den Trendartikel dazu: Corporate Landscaping Lets Its Hair Down.

    Staudengarten mit Flixbussen und Bahnhof Südkreuz im Hintergrund.

    Unschöner dazu der FAZ-Artikel (Paywall) über den Überraschungsrausschmiss des New German Style-Papstes Cassian Schmidt vom Hermannshof: Streit im Garten-Mekka.

    Kitty Koma ist wieder an Bord.

  • 23-07-02 Gerüst / Hopseburg

    23-07-02 Gerüst / Hopseburg

    Vier Wildschweine nahmen ihr Abendessen auf der Böschung der A115 ein.

    Madame demonstrierte gegen Radwegbau-Stopp in Schöneberg.

    Das Gerüst am Hinterhaus verschwindet. Ich freute mich kurz für die Hinterhausnachbarn. Bis ich bemerkte, dass die Gerüstbauer das Gerüst einfach hinten abbauen und vorne wieder aufbauen. Jetzt drohen uns ein bis zwei Jahre Dachbaustelle direkt über unseren Köpfen. Vermutlich. Irgendwie verbindlich wurden weder wir noch der Vermieter informiert.

    Wasser ist ein Problem. Zuwenig warmes Wasser im Markgräflerland. Dort fiel die Heizungssteuerung aus, vielleicht durch Blitzschlag. Man klärt.

    Zuviel Wasser jeder Art läuft in Dithmarscher an Decke und Wand. Die Ursache scheint gefunden, die Behebung gestaltet sich potenziell aufwendig. Und wie groß der Schaden in Decke und Wand letztebndlich sein wird, ist noch nicht genau absehbar. Damit ist jetzt wirklich genug kaputt gegangen in aktueller Zeit.

    Wal-Klopfer

    Gartenbesuchstage. Die Kollegen besuchten mich am Donnerstag, brachten Nudelsalat und Steaks mit und wässerten Gurken. Insgesamt sehr angenehm und wiederholenswert. Das letzte Zusammentreffen mit der Eisernen. Ich lernte mehr über die Folierung von Autos als ich je zu hoffen gewagt hätte.

    Frau Bilanz besuchte uns Samstag und erzählte von Schul-Lunches in den USA. Sie bestätigte meinen Eindruck, dass Uni-Mathe irgendwie anders ist als andere Uni-Fächer. Während wir die Abendsonne genossen, die letzten Hummeln an der Katzenminze brummten und das rötlich schimmernde Gras in einer Abendbrise wogte, klangen „Atemlos“, „Tainted Love“ und „Aloha heja he“ durch den Abend.

    Nebenan war Dorffest. Mit selbst gebackenem Kuchen, Bühne, Getränken und „Hopseburg“. Heute, am Tag danach, lernten wir: Kindern kriegen keinen Zucker mehr. L, die Organisatorin, spülte nicht-gegessene kandierte Äpfel wieder ab, um sie zu Backäpfeln zu verarbeiten. „Mein“ einziger Programmpunkt – der Shantychor aus Kremmen – fiel unglücklich mit dem Zusammentreffen von Frau Bilanz zusammen.

    Und eigentlich wäre es uns schwer gefallen, den Garten zu verlassen. Nach Regen und Wärme die letzten Wochen sieht der spektakulärer aus als je zuvor. Und auch spektakulärer als wir es uns je zu hoffen gewagt hätten.

    Schmetterling und Hippiewespe an Kugeldistel.

    Herr Buddenbohm bekam ein Merkblatt. The Swingin‘ Ks bekamen keinen Merkzettel. Sie sind aber so vorbildliche Gärtner, dass sie trotzdem direkt nach Johannis die Hecke schneiden. Wir haben hingegen haben nicht einmal eine richtige Hecke.

    Bei uns stellte sich die Frage 1 oder 2? Sollte die Wiese einmal im Jahr gemäht werden (im Oktober) oder zweimal (im Oktober und jetzt)? Oder Teile so und andere so? Und wenn ja, welche Teile? Wir beschlossen, dass die letztjährig einmal-gemähten-Teile dieses Jahr schöner geworden sind und einigten uns weitgehend auf einmaliges Mähen im Oktober.

    Zur Selbsterinnerung: Der Teil südlich des Schuppens und der Schuppen-Bungalow-Zwischenbereich sind in Duomähung.

    Madame erntete mehr Sauerkirschen als je zuvor.

    Frau Krautundrüben beantragte ein Forschungsviusum für die Türkei.

    Wir rätseln mit welcher Agentur die Kaltmamsell durch Südenglang wandert. Wir könnten ja auch einfach fragen, aber rumspekulieren und -rätseln macht ehrlich gesagt mehr Spaß.

    Dieses Blog ist ja auch Nebenfokusfachblog für Schwimmkultur. Mit Staunen stellte ich fest, dass es inzwischen „Hochzeitsbadeanzüge“ gibt. (Für die zahlreichen Strand- und Poolhochzeiten.)

    The TasteAtlas veröffentlichte eine Liste der „150 Most Legendary Restaurants & Their Iconic Dishes.“ Was noch nicht bemerkenswert wäre. Bemerkenswert ist Platz 5 „L’Antica Pizzeria da Michele“ & „Pizza Napolitana“. Die Pizzeria hat einen Berliner Ableger. Und der ist in Kirschkernspuckweiter unserer Haustür. Ich hoffe, die Gäste, die wir schon dorthin ausführten, wussten das zu würdigen.

  • 23-01-17 Cosimo Teclebran

    23-01-17 Cosimo Teclebran

    Ein Kind ward geboren. Es heißt Taylor Ivan.

    Madame übt nicht für den Rundfunkauftritt.

    Mein Bewegungsradius ist weiterhin stark eingeschränkt. Ich gehe dagegen mit Laktritztee und getrockneten Sauerkirschen vor. Auf metaphyischer Ebene scheint das meinen geistigen Bewegungsradius mitzunehmen.

    Blick auf ein Weißkohlfeld. Die Kohlköpfe sind so groß, dass kein Fleck Erde mehr erkennbar ist.

    Immerhin las ich einen Text zu Tesla und automatischen Fahren und der anscheinenden utilitarischen Ethik dahinter. Kurz zusammengefasst: Autopiloten fahren besser als Menschen. Je zeitiger der Autopilot ohne Beschränkungen auf der Straße fährt, desto weniger Menschen sterben insgesamt im Verkehr. Wenn einige Menschen sterben, damit der Autopilot schneller straßenreif wird, ist das insgesamt immer noch eine gute Sache. Es ist also vollkommen okay, dass einige Menschen sterben, wenn dies der Verbesserung des Autopiloten dient. Lange Version: Elon Musks Appetite for Destruction (Der Originaltext ist differenzierter, die Audioversion dauert 44 Minuten). Das hier ein, vorsichtig gesagt, Spannungsverhältnis zur geltenden Gesetzeslage und dem Ethikverständnis der meisten Menschen vorliegt, ist egal. Denn es geht um die Rettung der Menschheit.

    Persönlich heißt das: Keinen Tesla kaufen. Wir wollen schließlich nicht das Autopilot-Verbesserungs-Versuchskaninchen werden. Aber da hier eh keine Neuwagen in den Haushalt kommen und zuverlässige Gebraucht-E-Autos noch kaum im Handel sind, ist das hier kein aktuelles Thema. Also ganz abgesehen davon, dass niemand in diesem Haushalt irgendwann in absehbarer Zeit ein anderer Auto als das aktuelle erwerben möchte.

    Die Entscheidung zwischen „Möglichst nachhaltige Sachen neu kaufen“ oder „Gebraucht, aber dafür halt Middle-of-the-Road von vor ein paar Jahren“ ist bei vielen Konsumgütern eine spannende.

    Eigentlich reicht mein geistiger Horizont aktuell ausschließlich für IBES. Dank ausführlicher Recherche in der Wikipedia entdeckte ich, dass Djamila Rowe wirklich bürgerlich so heißt. Der Name ist echt. Auch mit dem deutsch ausgesprochenen Nachnamen.

    Ein:e Verteidigungsminister:in wurde bestimmt. In der öffentlichen Diskussion diskutierte „Team Frau“ gegen „Team Bundeswehrerfahrung“. Die SPD hat einen Kandidaten gefunden, der keines der beiden Kriterien erfüllt. Immerhin kommt er aus dem weiteren Gerhard-Schröder-Umfeld und disqualifiziert sich sogar dreifach.

    (Wobei die SPD es bereits vor 15 Jahren vergeigte, weil sie nicht ein Dutzend Frauen aufbauten und in Position brachten, die locker und öffentlichkeitsbekannt jedes Ministerium leiten können.)