26-10-18 It’s Schlumpfhosentime

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Madame kaufte ein einarmiges Notpaket für mich, u.a. aus Hummus, Snack-Knäckebrot, Wienerle und Schokolade.

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Aus dem Fenster sah ich eine neue Bierflasche auf dem Gepäckträger der bicicletta azzurra stehen. Ganz leer schien sie nicht zu sein, denn eine Wespe interessierte sich für das Bier.

Ich bin sehr froh, die bicicletta noch gekauft zu haben. Ihr Hersteller, Böttcher Fahrräder aus Dithmarschen, meldete Insolvenz an.

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Der Blog-Lecktest war fast erfolgreich. (Note A, 98 von 100 Punkten und die letzten beiden Punkte bekäme ich auch, wenn ich die Gravatar-Monster bei den Kommentaren nicht so niedlich fände).

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Es waren Tage der schwerenlosen Hängigkeit.

Salat und Ibuprofen

Du scheinst einen guten Modegeschmack zu haben

Ich kann mehr als ich darf. Das linke Handgelenk würde ich für fast normal belastbar halten (ich habe nicht weiter getestet, seitdem es in der Orthese verschwand, aber vorher wirkte es gut). Noch humple ich durch die Gegend. Aber meine Fähigkeiten mit dem Fuß liegen auch jenseits der Anweisung „nur über den Außenfuß. Und möglichst gar nicht.“, die der Arzt mitgab.

Also versuche ich mich selber mehr oder weniger in einen inaktiven Wartemodus zu versetzen, nur unterbrochen von einarmiger Erwerbsarbeit1,2 einem bißchen lesen im Berittener Bogenschützen3 und dem Streamen von American College Football.4,5,6

Es ist eine Zeit der nichtstuenden Schwerelosigkeit zwischen Klavierzimmer und Kaminzimmer, mal am Schreibtisch, um mich mit verschiedensten Forme des Access-Managements herumzuschlagen (Rollen- und Berechtigungskonzepte Yay!), mal um fern zu sehen.

Ich schlafe viel und sofiere viel und versuche mich in den Gleichmut des Wartezimmerwartens zu versetzen. Immerhin scheint diese Zwangsentschleunigung meiner ewig verschleppten Erkältung gut zu tun.

Um mein Äußeres dem Inneren anzugleichen, beschloss ich neue Schlumpfhosen IT-Fachkleidung zu bestellen in blau und in rot mit Rallyestreifen. Kurze Zeit später teilt mir der Versender mit: „Du scheinst einen guten Modegeschmack zu haben“

Genau, für die Sweathose basic, Farbe schlumpfblau.

Bunte Bäume vor dem Fenster
Immerhin ist es beim Rausschauen hübsch

Lamian

Um nicht komplett mit dem Sofa zu verschmelzen, versuchten wir Freitagabend eine Exkursion. Die nächste Etappe beim Uhlandessen war wieder mit wenigen Schritten und dem 249er Bus erreichbar. Mit Stäbchen essen kann ich mit einer Hand auch nicht schlechter als mit zwei – also auf, die Uhlandstraße entlang.

Noodle Point (Ex-Ramen Studio)

Erkennbar am Daikon

Der Noodle Point liegt im selben Gebäude wie das Tian Fu der Woche zuvor. Während beim Tian Fu aber klar war, worum es geht – Sichuan-Küche – blieb mir der Noodle Point unklarer. Ich hatte Probleme, es zu lesen.

Im Internet kursiert das Lokal noch als Ramen Studio. Die Karte wirkte mit Ramen und Miso gleichzeitig japanisch, anderseits sind offenbar chinesische Gerichte auf der Karte. Die Schriftzeichen im lokal sind chinesisch, die Deko besteht unter anderem aus viel Ghibli-Inspirierten (Chihiro ❤️).

Die Karte verspricht mir 100% halal und hat kein Schweinefleisch und sagt „traditionell asiatisch.“

Erst das Essen, der eingelegte weiße Rettich (Daikon) dazu, das Chiliöl und die handgezogenen Nudeln brachten mich im nachhinein vermutlich auf die richtige Fährte. Lamian, enger chinesischer Verwandter der Ramen (und Lehnwortgeber für das japanische Ramen), handgezogene Nudeln, die dann oft in Rinderbrühe serviert werden. Und weiter: Most of the lamian restaurants in China are owned by Hui ethnic families from Northwestern China and serve only halal food (thus no pork dishes). Rettich und Chiliöl sind typische Zugaben.

Es passt alles zum traditionellen chinesischen Lamian-Restaurant wie es Wikipedia beschreibt.

Das was sich auf den ersten Blick als generisch asiatisch verkauft, scheint bei genauerem Hinschauen wieder eine chinesische Regionalküche zu sein. So spannend.

Mit und ohne Suppe

Wir aber waren nicht zum Recherchieren gekommen, sondern zum Essen, bzw. erstmal zum Umschauen. Zuerst fielen mir gerade die zahlreichen Hinweise auf einzelne Treppenstufen auf, vor der Tür, hinter der Tür, vor der Toilette. Das Lokal ist relativ klein und verschachtelt, es wirkt schon so als wären Lieferdienste und Take-Away mindestens ein so wichtiges Geschäft wie das Restaurantessen.

Das Personal, die eine anwesende Frau, die wir sahen, war wirklich bemerkenswert außerordentlich freundlich. Mit uns war ein Pärchen dort, zwei Freundinnen und später kam eine allein essende ältere Frau. Das wirkte alles weniger als „heute gehen wir essen“ sondern mehr nach „unkomplizierter, netter Abend“

Madame hatte im Internet gutes über die Wantan mit Chiliöl gelesen, ich war neugierig auf die „Ramen ohne Suppe“ und Algensalat/Wakame gehört zu dem Essen, dass ich immer überall mag.

Also bestellten wir

  • Zur Vorspeise bestellten wir Wakame und Wantan mit Chiliöl
  • Madame hatte Gyu Ramen (Suppe mit Rinderfleisch)
  • Ich hatte Erdnuss Ramen (ohne Suppe, mit Erdnusssauce und frischen Gurken)
  • Danach Sagosuppe (Sai Mai Lou)7

Ich würde sagen, insgesamt war es weder mit der Tiefe noch mit der Vielschichtigkeit vom Tian Fu die Woche davor vergleichbar.

Aber vom Stil her wirkte es, wie gutes italienisches Essen: Wenige Zutaten, weniger Kochschritte, aber alles passt genau. Sowohl Nudeln wie auch Brühe hielten alle Versprechungen, der Rest passte gut dazu.

Das vielleicht Beste des ganzen Abends allerdings haben wir vielleicht gar nicht bestellt, sondern es kam so. Dieser eingelegte Rettich, den es quasi als Gruß aus der Küche gab, war ein Traum.

Gerade für „der Tag war lang, lass uns unkompliziert was Warmes und trotzdem Gutes kriegen, wofür wir nur in den Bus fallen müssen“, kann ich mir den Noodle Point jederzeit wieder vorstellen.

Ranking

Und weil es koplett sinnfrei ist, aber Spaß macht, und mich zu Entscheidungen zwingt, gibt es ab jetzt eine Top 5 des Uhlandessens (oder bisher eine Top 4, weil wir ja nicht mehr schafften)

  1. Tian Fu
  2. Noodle Point
  3. Uhland’s Café
  4. Witwe Bolte8

Links

Lang. Ich hab ja Zeit.

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Spam-E-Mail von „Malgorzata Burek“: … Alleine der Name klingt schon verheißend.

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Menschen werden gemerkt haben, dass an allen Orten Passwörter und Multi-Faktor-Authotisierung durch Passskeys ersetzt werden sollen. Bisher sträube ich mich, weil ich nicht verstehe, was Passkeys sind. Dank Passkeys are a trap. Do not use them weiss ich jetzt mehr: „In fact there are many different things called “passkeys” and the FIDO Alliance has intentionally named all of them the same thing.“ (via onli blogging)

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Uns killt nicht die KI-Apokalypse, sondern miserable IT-Sicherheit

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Konnexus auf der Classic Computer: An der Indy bekamst Du Dein Bild. Am Apple II hast Du Dein Bild angezeigt bekommen. Am Amiga hast Du mit Deinem Bild gespielt. Und an der PDP-8 hast Du gesehen, wie Dein Bild ueberhaupt erst entsteht. Komm, wir machen unsere Tour weiter. … Im Foyer bestellen wir ein Kaltgetraenk. Faellt Dir auch auf, dass die SPEZI-Dose genaso bunt ist wie die Computer-Logos der 80er? Nächstes Jahr ist der Event in Berlim. Hm. Hmm.

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Was der Schreibtischarbeiter über Lesungen lernte: (5) Lesungen sind ein Unterhaltungsevent. Crowdwork von Minute eins ist für eine gute Gruppendynamik und begeisterungsfähige Atmosphäre angebracht. Ich lasse seit Tag 1 etwa alle Teilnehmenden imaginäre Helme aufsetzen und sich ordnungsgemäß für die Reise ins All anschnallen.

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hosentaschenblog ist zurück und macht Mobilitätswende. Vom Auto auf’s eBike: Mir war auch klar dass es ein eBike werden würde. Man pendelt nicht mal eben wöchentlich knapp zweihundert Kilometer zur Arbeit, um dort dann acht Stunden körperlich anspruchsvolle Arbeit zu leisten. Immerhin kommt man dort Teils auf fünfzehn Kilometer in der Schicht, die man zu Fuß zurücklegt. (gemerkt dank Pfotenhauer)

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wer bloggt für wen. und überhaupt. blog­gen, als ob …

Ich schaute mal wieder in die iberty-eigene Blogstatistik. Was ich an diesem Blog hier übrigens nicht verstehe, ist warum laut Statify9 fast alle Besucher von google kommen. Warum schickt Google die? Das ist doch hier SEO-unfreundlich as can be.

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Die Überschrift Finding the groove: what’s the best genre of music to dance to? verspricht mehr als sie halten kann. Aber ich lernte: In a 2012 study, cognitive neuroscientist Petr Janata used various measures, including tracking people’s spontaneous movements, to find the grooviest piece of music. The result: Stevie Wonder’s stone-cold classic Superstition (1972).

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Deshalb Superstition

Zum Ende noch ein inszenierter Sportwagen

Anmerkungen

  1. Nicht krankgeschrieben, nicht weil ich so arbeitswillig bin, aber weil wir aus diversen Gründen seit Monaten unterbesetzt sind, und ich selber gemerkt habe, wie sehr das schlaucht, und jetzt das Team da nicht noch weiter hineinjagen will. ↩︎
  2. In good news or bad news. Leut internem Newsletter bin ich „IT-Experte“ ↩︎
  3. Ich mag das, aber das fordert so eine Aufmerksamkeit beim Lesen, dass ich kaum mehr als 5,6 Seitem am Stück schaffe. Am Ende werde ich dafür noch länger brauchen als Olga Tokarczuks Jakobsbücher . ↩︎
  4. Meine je, Ole Miss ist ja richtig gut geworden seitdem ich nicht mehr schaute. Und der Quarterback Trinidad Chambliss – wow. ↩︎
  5. Seine Geschichte muss ich noch ergründen. Eigentlich ist ja Football in den USA komplett durchgescoutet und durchrationalisiert und irgendwie tauchen schon zehnjährige in irgendwelchen nationalen Ranglisten auf. Dass nun ausgerechnet jemand, Chambliss, der mittlerweile als Kandidat für die Heisman-Trophy gilt und als No. 1 Quarterback-Kandidat für die NFL von gar keinem ernsthaften College gewollte wurde und irgendwo ganz tief in der Provinz bei den Ferris State Bulldogs landete, verspricht eine spannende Geschichte. ↩︎
  6. Wobei ich auch sagen muss: Was besser wurde. Zu meiner Zeit in den USA war es noch so, dass die Läufer (Running Backs, Receive) immer Schwarz waren, der „Denker“ (der Quarterback) immer weiß. Das hat sich inzwischen geändert. Immerhin. ↩︎
  7. Grüße bei diesem Link an die Kulinarische Weltreise ↩︎
  8. Besseres Essen als im Uhland’s Cafè, aber das Café hatte noch einen starken Herzlichkeitsfaktor ↩︎
  9. Wobei ich Zweifel habe ob irgendeine Statify-Zahl irgendeinen Aussagewert hat. Aber ich freu mich an Zahlen. Und kann sie glücklich ignorieren, weil sie eh nichts aussagen. ↩︎

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