Schlagwort: Kranzler-Eck

  • 25-03-09 Volkshochschule, Kindergarten, Studienabbruch

    25-03-09 Volkshochschule, Kindergarten, Studienabbruch

    Ulli Zelle, in Berlin weltberühmt als SFB/RBB-Lokalreporter geht in den Ruhestand. Einst sahen wir ihn mit seiner Band Ulli & die grauen Zellen bei der Brandenburger Landpartie. Der RBB wird zu seinen Ehren am 31. Mai eine Abschiedsgala veranstalten.

    Madame war im Klausurlaub. Nach der Onlineklausur 1C („Berufliche Bildung“) am Mittwoch folgte die Präsenzklausur im Kranzlereck 2A1 („Empirische Bildungsforschung“) am Freitag.

    Donnerstag war sie vor allem damit beschäftigt mit der Statistiksprache/Software RStudio zu spielen.

    Auch memorierte sie die verschiedenen Beispiele für Statistiktests: Volkshochschule für t-Test, Kindergarten für Chi-Quadrat, Studienabbruch für ANOVA und diverse, die ich mir nicht mehr merken konnte.

    Es war nicht ungeschickt gemacht: Jedes Verfahren der Schließenden Statistik war in allen Details an einem Beispiel erklärt. Wenn man sich also Verfahren und Beispiel zusammen merken konnte, konnte man sich merken wie die Daten der Volkshochschülerinnen und erhoben und gestestet wurden wie die Daten der Studienabbrecher. Dann musste man sich nur merken „Aha. Kindergarten = Chi-Quadrat, das heißt es gab zwei Kindergartengruppen und die Daten wurden..“

    In der Verwaltung für mich: Spaß mit Spamfiltern und Druckersoftware. Auf dem Weg getroffen: der recht maskulin wirkende Aufzugshandwerker, der Blümchens Herz-an-Herz hörte.

    In der Verwaltung mitbekommen: Die Berlinovo vermietet inzwischen einen Teil ihrer Appartments ausschließlich an Bedienstete des Landes Berlin. Derzeit nichts, was uns interessierte. Aber angesichts des irren Berliner Wohnungsmarktes ist es auf jeden Fall gut, diese Alternative zu haben.

    Donnerstags abends dann gemeinsames Kopffreiaquajoggen/-schwadern im Stadtbad Lankwitz. Ich versuche ja, meine Schwimmbadbesuche variabel zu halten. Aber manchmal hat das Stammgastsein auch Vorteile. Wenn ich die „Ich-darf-umsonst-rein“-Mitarbeiterkarte vergesse, mich die Dame an der Kasse aber als Stammgast-mit-Betriebsausweis wiedererkennt, komme ich auch ohne Karte ins Bad. Immerhin kenne ich jetzt auch ihren Spitznamen.

    Ich lerne weiter Informationsmanagement, staune, dass der Abschnitt „Technologie“ (neben „Strategie“, „Bedarf“ und „Erbringung“) sich ausschließlich mit Datenschutz, IT-Sicherheit und Nachhaltigkeit beschäftigt. Nichts gegen die drei Themen. Aber meiner bescheidenen Auffassung nach, ist die Technologie doch breiter aufgestellt.

    Mittagsessen mit Lunchbox auf dem schön gegärtnerten Vattenfall-Vorplatz am Südkreuz. In Jahr 3 seines Bestehens entdecken ihn mittlerweile auch andere Menschen. Aber: Sonne! Frühjahr!

    Südkreuz Offices, nicht Vattenfall. In der Pause besser den Bürokomplex verlassen.

    Der Hausrotschwanz ist Vogel des Jahres 2025. Unser Gartenexemplar scheint sich aber noch im Süden die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Das wissen wir, denn wir waren im Garten.

    Die letzten Kraniche fliegen ab

    Es war Der erste Samstag im Frühling.

    Wir begaben uns auf die Latifundien. Noch sind wir im eingeschränkten Gartenmodus von Samstag mittag bis Sonntag mittag, aber der Freitagabend bis Sonntagabend-Rhythmus ist nicht mehr fern.

    Zwar hatten wir immer mal wieder nach dem rechten gesehen – aber das war nur kurz. Diesmal: Wasser wieder anstellen. Zeug hin- und herschieben. Auf dem Küchentisch lag noch eine Zeitung mit der Überschrift „Die letzten Kraniche fliegen davon.“

    Aufräumen bedeutete: Unter der Besteckschublade eine tote Spitzmaus finden. Es stellte sich heraus, diese ist gar keine Maus sondern eine Maulwurf-Verwandte. Anscheinend fand sie im Winter ins Haus, aber nicht wieder hinaus.

    Über uns kreisten die schon wieder zurückgekehrten Kraniche. Im Garten flatterten Distelfalter und Zitronenfalter. The Swingin‘ K’s nahmen ihren Bungalow ebenfalls wieder in Betrieb. Nebenan scheinen sich die Meisen dauerhaft angesiedelt zu haben, die Spatzen ja schon eh. Entweder wir sahen ein halbes Dutzend Hummelköniginnen oder sechsmal diesselbe Hummelkönigin.

    Soweit wir bisher feststellen konnten, hat alles (außer der Spitzmaus) den Winter überlebt.

    Die Schneeglöckchen blühten noch und scheinen sich unter der Rosenhecke häuslich einzurichten. Die Hamamelis blühte schon im der zweiten Runde. Wir bemühten uns, auf keine wachsenden Narzissen zu treten. Die kleineren wildnäheren Narzissen beginnen vorsichtig mit der Blüte Knospen allerüberall.

    Rinderleberpaté

    Am Frühling erfreute sich auch der Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebs, der an unserer Grünstücksgrenze mit dem Traktor vorbeifuhr und Zeug auf den Acker sprühte. Da es nicht roch, beschlossen wir „Pflanzenschutzmittel“, und dann beschlossen wir Fenster und Türen zu schließen und erstmal ins Dorf zum Einkaufen zu fahren, bis sich das Spray fest mit dem Ackerboden verbunden hatte.

    Und so fuhren wir erst zu Rinderstolz & Wildeslust, kauften einen kompletten Schweinenacken und dann bei den nahegelegenen Sußermärkten Gemüse und anderen Kleinigkeiten. Nur das Brotmehl vergaßen wir, den Kartoffelstampfer für Kartoffelstampf führte keiner der Supermärkte.

    Da der Frühling 2025 nicht bescheiden anfängt, sondern voller Schwung in das Jahr brettert, bot sich ein Draußentag mit langsamen Angrillen an. Da in Berlin Feiertag war, bot es sich an, auch die normalen Lebensmitteleinkäufe in Brandenburg durchzuführen.

    Auf dem Rückweg entdeckten wir: Die Milchtankstelle hat aufgerüstet. Führt neben Milch, Eiern und Wasserbüffelfleisch seit neuestem auch Suppenhuhn und Wagyu-Fleisch von Schloss Schwante.

    Ein Fall von: Sag mir, dass du im Speckgürtel unterwegs bist, ohne zu sagen, dass du im Speckgürtel unterwegs bist. Bzw hier eher der Wagyugürtel.

    Unser nicht ganz so edler Schweinenacken kam bei etwa 140 Grad gut zwei Stunden auf den Grill – und danach hatten wir ein wunderbares Abendessen im Sonnenuntergang und ausreichend Fleisch für die ganze nächste Woche.

    Falsch programmiert

    Computer sind doof

    Züge sind besser (zum Beispiel von Budapest über Berlin nach Stockholm)

    Bei Gelegenheit testen: Taco Casserole (schneller Taco-Auflauf)

    Für alle, die es bis hierher geschafft haben, gibt es ein paar Bilder aus dem Karl-Foerster-Garten vom letzten Wochenende.

  • 25-02-15 Die Anwendung der Durchführung der Verrichtung

    25-02-15 Die Anwendung der Durchführung der Verrichtung

    Die Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg verleiht jetzt Pen-and-Paper-Rollenspiel-Utensilien.

    In Italien sind die ersten Plattenverkaufscharts seit Beginn des Sanremo-Festivals erschienen. In den Top 10 befinden sich 9 Sanremo-Teilnehmer*innen, darunter Olly auf Platz eins. Es sieht danach aus, dass wir die Balorda nostalgia auf dem ESC hören werden.

    Ich mag ja besonders den „Mailänder Hipster-Pop“ von Coma_Cose.

    Pünktlich zur Berlinale schneit es. Überhaupt: Berlinale ist besser als Münchner Sicherheitskonferenz.

    Die beiden Siegermächte des Zweiten Weltkriegs wünschen sich dringend, dass Deutschland eine faschistische Regierung bekommen möge. Wäre es nicht so bitter, wäre es sehr sehr lustig.

    Überhaupt war konzentriertes Lernen die letzten Tage nicht einfach. Neben dem ablenkenwollenden Weltgeschehen gab es auch noch Baustellenfernsehen. Unsere Dachbaustelle war ausnahmsweise nicht nur zum Hören, sondern auch zum Sehen.

    Erst wurde der letzte Rest unser Dachhaube aus Folie samt Stützgerüst abmontiert. Es ist sehr ungewohnt, aus dem Fenster wieder Himmel zu sehen. Dann wurde das Gerüst von einem Mobilkran auf die Straße gehievt, dafür kam ein Dutzend Stahlträger auf den ehemaligen Dachboden.

    Später turnten junge Männer vor unseren Fenstern herum und sicherten das übrige „normale“ Gerüst mit Netzen gegen den Absturz von Bauarbeitern. Total spannend, aber ablenkend.

    Egal. Die Klausur ist geschafft. Der weitere Plan für das Wochenende lautet, mit aller Kraft gar nichts zu machen. Dann kann ich der Bachelorarbeit eine Woche widmen, bevor das Lernen für die nächste Klausur beginnt.

    When live gives you lemons, give them to Madame, die daraus Lemon Drizzle Cake backen wird. Gut, dass wir dem Leben danach noch sehr viel mehr Zitronen abhandeln konnten.

    Samstag morgen am Klausurtag verwöhnte Madame mich mit Brötchen von Johann Meyer. Nach der Klausur lud sie mich zum Essen ein. Mein Wunsch war: „Unkompliziert. Keine soziale Interaktion, keine Gerichte bei denen ich Vorstellungskraft benötige was es ist, keine diffizilen Geschmacksmuster – einfach fallenlassen.“

    Wir testeten die Frittenwerk1-Filiale am Wittenbergplatz. Es gab Poutine – wie zu erwarten unkompliziertes Soulfood. Neben uns eine ältere Dame, die sorgsam ihre Regenbogenflagge zusammenfaltete. Danach überredete Madame mich noch zu einem Kaffee im Café des KaDeWe direkt gegenüber.

    Normalerweise verdränge ich, dass KaDeWe und Umgebung noch zu Schöneberg gehören. Irgendwie fühlt es sich dort falsch an – nicht nach Schöneberg, zu sehr nach anderer Gegend in der Stadt. Heute aber hingen Poster „meiner“ Bundestagswahldirektkandidat*innen direkt vor dem KaDeWe und ich dachte „Krass, ich bin sogar moch im selben Wahlkreis. Ich habe gerade gewählt, wer das KaDeWe im Bundestags vertreten wird.“

    Erfreulicherweise waren wir in die Auflösung des Winter-CSDs geraten. Ein Stadtbild ist gleich viel netter, wenn um einen herum lauter Regenbogenflaggen und Menschen im Partyoutfit unterwegs sind.

    Webservices Typ 1 und Typ 2

    Aber vor das Nachklausuressen hatte die FernUniversität in Hagen die Klausur gelegt. Madame begleitete mich im M46er Bus bis zum Bahnhof Zoo. Dann ein wenig Spazierengehen, dann ein wenig auf der Bank sitzen und nochmal innerlich den Stoff rekapitulieren.

    Das war gar nicht so einfach, denn auf allen Bänken lag Schnee oder geschmolzener Schnee. Beim Rekapitulieren stellte ich noch einmal fest, wo das Problem lag. Einerseits, dass der ganze Kurs in einer Sprache geschrieben ist, in der gerne „die Anwendung der Durchführung der Verrichtung“ vorkommt.

    Zum anderen tauchen immer wieder dieselben Begriffe auf, aber je nach Kontext in geänderter Bedeutung. Ein Objekt beispielsweise ist die kleinste atomare Einheit aus Sein und Aktion.

    Das kann aber ein Objekt im Sinne der objektorientierten Programmieriung sein (mehr oder weniger eine Variable mit Attributen (Sein) und Methoden (ausführbaren Befehlen). Ein Objekt kann aber auch ein komplettes Werk eines Automobilherstellers mit Standort und Maschinen (Sein) sein, in dem Autos gefertigt werden. Oder irgendwas dazwischen.

    Das O in Simple Object Access Protocol (SOAP) bezieht sich dann zum Beispiel wieder auf andere Objekte. Das O in SOA hingegen steht für ..orientiert.. Allerdings arbeitet SOA mit SOAP.

    Und dann gibt es noch objektbezogen, Objektsicht, Objektverrichtung et cetera. Und den ganzen Spaß für Funktionen, Aufgaben, Methoden, Services und wie sie alle heißen.

    Viel Stoff zum Auswendiglernen, der sich in seiner Machart dem Auswendiglernen entzog.

    Eine halbe Stunde vor Beginn begab ich mich ins Kranzler-Eck. Dort wurde wieder gebaut. Einzig der ausgeschilderte Feuerwehrfahrstuhl brachte mich in den Dritten Stock zum Fernuni-Campus Berlin. Etwa um Zwanzig vor Eins wanderten wir Wartenden in den Prüfungsraum.

    Etwa 15 Personen waren anwesend, von denen knapp 10 wie ich die Betrieblichen Informationssysteme schrieben, 2 für das Mathematik-Modul Maß- und Intergrationstheorie gekommen waren und 3 für den Kurs Projektmanagement des Centers elektronische Weiterbildung der Fernuni.

    Die Klausur fragte Auswendiggelerntes ab. Die meisten Fragen lauteten sinngemäß „Erläutern sie anhand eines Beispiels..“ oder „Wie verhält sich..“, die auch ein Ahnungsloser hätte lösen können, wenn er das Kursskript in der Hand gehabt hätte. Einmal ein Diagramm zeichnen und eine Rechenaufgabe. Ich konnte bei allem etwas Schreiben, vermute, dass es auch relativ oft richtig war und bin auf die Bewertung gespannt.

    Nur beim Unterschied zwischen Webservices Typ 1 und Typ 2 musste ich passen. Ich erinnerte mich sogar noch, dass ich die Begriffe gelesen hatte -hatte aber gar keine Ahnung mehr was sich dahinter verbirgt,

    Pferdemädchen Schweinezunge

    Ich lachte (mit! nicht über!): eine Linedance-Choreographie zu Coma Coses CUORICINI

    Poupou bloggte warum und wie sie bloggt. Metablogpost.

    Die kulinarische Weltreise China zaubert spannende Rezepte aus der deutschen Kochblogosphäre: Salat von kalter Schweinezunge – liángbàn zhu shé

    Anne Hahn versuchte in Skopje schwimmen zu gehen: Gestrandet im Kreisverkehr des Lebens

    Ligne Claire verdanke ich den Hinweis auf Horsegirl (und Hanjo auch). Auch sehr großartige Musik.

    Wir sind jetzt im Widerstand.

    Anmerkungen

    1. Wer sich auch fragt, wie plötzlich all‘ die Frittenwerk-Filialen aus dem Boden stampfen: Valora ist schuld. Valora hat Geld und kann in die explosionsartige Expansion einer Kette investiren. Valora kennt kaum jemand, dafür gehört ihnen die größte Schweizer Kiosk-Kette, die größte Schweizer Kette an Tankstellenshops, die Ditsch-Backshops, die BackWerk-Backshops, die Backfactory-Bachshops und eben auch das Frittenwerk. Valora selbst gehört allerdings FEMSA, dem größten Getränkehersteller Lateinamerikas. ↩︎
  • 24-08-22 UEFI Wiki

    24-08-22 UEFI Wiki

    Langsam reicht es mit den 30-Grad-Tagen.

    Die Schlange vor Mir Döner wuchs innerhalb einer Woche von 3 Metern auf gut 10 Meter. Da muss ein*e Social-Media-Influenzier hinterstecken. Aber wer? Wie? Leider kann ich kann nicht mehr in Social-Media recherchieren. Ich habe nur noch einen einzigen Account. In meinem Trans-Furryboy-Bahnfan-Mastodon ist Mir Döner kein Trend.

    Das Fahrradkettenöl verschwand.

    Ich lernte: ein Bekannter betreibt Excel als E-Sport. Dass es Excel-Weltmeisterschaften gibt, wusste ich sogar. Aber dass ich sogar einen Teilnehmer persönlich kenne. Ich bin beeindruckt.

    Madame absolviert eine Fortbildung. Danach ging sie mehrfach aquajoggen. Heute nach der Klausur trafen wir uns. Ich hatte zum Stressabbau einen kompletten Freibadnachmittag eingeplant.

    Es gibt wenig, was besser ist als 22-Grad-Wasser im Wechsel mit Sonnendösenlesen auf der Wiese. Außer vielleicht 21-Grad-Wasser. (SK 23,24,25 / 3,20€ pro Besuch)

    Ich hatte mir Mittwoch Klausurlaub genommen. Um aber nicht komplett mental zu blockieren schwang ich mich auf’s Fahrrad und fuhr die große schöne Runde Home – Volkspark – Pudelsalon – Rote Insel/Nord – Viktoriapark – Interkulturelles Zentrum – Arbeit – Hans-Baluschek-Park – Insulaner – Home; einfach ohne zwischendurch bei der Arbeit anzuhalten.

    Während ich abends nachdachte wie es nun in den weiteren Semestern weitergeht, kam plötzlich in meinen Kopf der Gedanke „Doktorarbeit Zahlensender!“. Die Dissertation ist noch ein paar Jahre entfernt. Aber das Thema vereint sehr schön etwas Politik, etwas Kryptographie, etwas Abenteuergeschichte und etwas obskure Internetfolklore. Geschaffen für mich.

    Gdv lvw md jdqc ohlfkw!

    Die Informatik-Klausur des Semesters ist überstanden. Zwei Stunden Datenbanken-und-Sicherheit-im-Internet sind vorbei.

    Normalerweise ist mein Plan, am Klausurtag selber in keine Unterlagen mehr zu schauen. Im Zweifel mache ich mich nur kirre und für jedes Faktum, das ich nachsehe, vergesse ich zwei andere.

    Das klappt dreiviertelgut.

    Manchmal sitze ich eine halbe Stunde vor Klausurbeginn vor dem Kranzlereck und fragt mich: „Wofür stand UEFI?“ – das FI war Firmware Interface, aber das E (Expansive? Expandible?) und das U? (Universal?). Dann tippe ich halt doch UEFI Wiki in Duckduchgo ein.

    Kam natürlich nicht dran. Genausowenig wie das was ich im Ubuntu-Wiki-Artikel iptables noch direkt vor der Klausur quergelesen hatte.

    Die Klausur war erfreulich nett. Auf alle vorkommenden Fragen war ich vorbereitet. Ein Kommilitone schrieb gar von „einem Geschenk.“ Während Sicherheit im Internet quer durch den Garten fragte, hatten die Datenbanken die erwarteten vier Abschnitte:

    • Zeichne ein Entity-Relationship-Model
    • Hier sind suboptimale Abfragen in Relationenalgebra, formuliere sie in bessere Abfragen um
    • Hier sind diverse Datentabellen, formuliere SQL-Abfragen, um folgende Auswertungen zu erhalten..
    • Hier sind Relationen. Bestimme Funktionale Abhängigkeiten und bringe sie in zweite und dritte Normalform.

    Sicherheit im Internet, hingegen hatte die schöne Micky-Maus-Klub-Aufgabe: Hier ist der Satz: Gdv lvw md jdqc ohlfkw! Er wurde mit einer klassischen Cesar-Verschlüsselung dekodiert. Wie lautet er?

    Der klassische Cesar ist eine Verschiebung um drei Buchstaben im Alphabet nach vorne. Zum Entschlüsseln also drei Buchstaben zurück G = D ; d = a ; v = s. Der Code beginnt mit „Das..„. Gab leider nur 1 von insgesamt 100 Punkten.

    Mit dieser Arbeit ist auch die einzige Präsenzklausur des Semesters vorbei. Die beiden anderen Klausuren werden am heimischen Schreibtisch stattfinden.

    Ich verstehe jede*n, die nicht für eine Klausur aus Stralsund nach Berlin anreisen möchte. Aber ich finde es schade. Es gibt keine bessere Vorbereitung als mit dem Rad gen Innenstadt cruisen, sich den Wind um den Kopf wehen lassen und dann noch ein bißchen Ku’damm-Großstadtluft zu schnuppern.

    Langsam kenne ich mich auch aus, habe bereits einen Stammplatz mit Blick auf die kitschigschöne Bärenquadriga und freue mich, immer dieselbe Klausuraufsicht zu treffen.

    Bei der fünften oder sechsten Klausur in diesen Räumen fiel mir auf: Wenn ich vom Raum aus die Bärenquadriga sehen kann, muss ich ja auch von der Bärenquadriga aus den Raum sehen können.

    Tatsächlich. Eiderdaus!

    Während ich mich vom Lernen ablenkte, fand ich noch ein paar Statistiken aus Hagen. In Wirtschaftsinformatik zum Beispiel dürften pro Jahr etwa 400-450 Personen anfangen zu studieren, 70-75 davon (also gut 15%) machen einen Abschluss. In Mathematik hingegen fangen 200 Personen pro Jahr an und 10 machen einen Abschluss.