Schlagwort: Kulturpalast

  • 26-07-12 Chopin mit nasser Hose (Frankfurt(Oder) -> Warschau)

    26-07-12 Chopin mit nasser Hose (Frankfurt(Oder) -> Warschau)

    Am Bahnhof Warszawa Centralna steht ein Chatschapuri,-Automat.

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    Am Bahnsteig in Frankfurt ein Zwillingspärchen im Partnerlook. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten hatten sie beide weiße Sneaker, aber verschiedene Modelle, beide eine marineblaue Hose, aber verschiedener Schnitt, beide weiße Oberteile – einmal Bluse, einmal etwas jackenähnliches, beide weiße Kopfhörer (einmal kabellos, einmal mit Kabel). Das war Partnerlook für Fortgeschrittene.

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    Hallo Berlin. Ich möchte es nur gesagt haben. Wir sind jetzt ziemlich kreuz und quer durch Warschau, seine Metrostationen und Bahnhöfe. Und jede einzelne Rolltreppe funktionierte. WIe auch die komplette sonstige Infrastruktur. Bitte Berlin nimm dir ein Beispiel.

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    Speedblogging die zweite: mal schauen wie weit sich das reisende ich vom bloggenden ich absetzen kann.

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    Es waren anderthalb Reisetage. Glaube ich.

    EC47

    In der Sitzreihe hinter uns in Wagen 267 saß ein deutsches Paar – anscheinend bereits in Alter beginnender Schwerhörigkeit – das anscheinend seinen ersten Warschau-Besuch plante. Auf jeden Fall las er ihr über Stunden aus einem Warschau-Reiseführer vor. Das war manchmal interessant, manchmal anstrengend und für uns beide zwischendurch hilfreich beim Einschlafen in den Zugschlaf.

    Denn, wie zu ahnen, sobald wir die Oder überquert und den Einzugsbereich der Deutschen Bahn hinter uns gelassen hatten1, lief alles reibungslos, selbst die Sitze waren hoch genug, dass ich meinen Kopf anlehnen konnte, und wir konnten entspannt zwischen Posen und Kotnu zwischenschlafen.

    Hola Oder

    Polen ist leer, aber hübsch. Im Zug, zumindest in Wagen 267, waren diesmal überraschend wenige Polen auf Heimreise und überraschend viele Deutsche im Urlaub. Das Paar vor uns holte Pierogi aus dem Speisewagen, das Personal war nett, und wir haben, hallo Deutsche Bahn, zwischendurch auch gesehen, dass Toiletten gereinigt wurden.

    Fancy schmancy wie Komfort Check In oder App-Bestellung am Platz gab es natürlich nicht. Aber auch wenn der Satz für jemand, der selber berufliche „Digitale Transformation“ macht – Züge, die dann abfahren und ankommen wie angekündigt sind am Ende halt geiler als Komfort Check-In.

    Railmap-Screenshot: Einfahrt in Warschau

    Und so schaute ich auf der Railmap wo wir langfuhren und freute mich, dass wir wie geplant um 1704 im Warszawa Centralna einliefen und 200 Meter später im Hotel standen.

    Saturday my feelings alright

    Wo kamen sie her die Menschen? Wo kamen sie her die Kleider? Auf den wenigen Metern von Centralna zum Polonia Palace sahen wir mehr aufgebrezelte junge Menschen, als im letzten Jahr Berlin zusammen. Das war auch nicht mehr polnisch-nightlive-chic, das war Hochzeit / Festlicher-Abiball.

    Wir bekamen es nicht heraus?

    Wir aber waren erst einmal froh das Hotel mit Sicht auf den Kulturpalast zu haben, im vielleicht besten Bett der Reise zu schlafen und anzukommen. Hallo Urlaub!

    So erdbeerig wie pilzig

    Wenn man das zweite mal in zwei Jahren in ein Lokal geht, und vorhat das wieder zu tun, dann ist das ein Stammlokal. Das Browar Warszawskie in der Ex-Brauerei von Haberbusch i Schiele2 ist ein solches. Fancy genug, um etwas besonderes zu sein, bodenständig genug, dass ich mich auch nach einem langen Reisetag im T-Shirt nicht komplett fehl am Platz fühle.

    Das Essen ist vage polnisch, aber in chic, das Publikum bunt gemischt zwischen Warsawa Party People am Shisharauchen und festlich angezogenen Tourist*innen. Und vor allem können sie kochen,

    Wir aßen: Duck Soup (Madame) bzw. kalte Erdbeersuppe (ich) als Vorspeise. Danach Boeuf Stroganoff (ich) bzw. den Filet Mignon Burger (Madame) als Hauptgang und wir teilten uns Chocolate Fondant mit Biersauce und polnischem Blauschimmelkäse als Dessert.

    Die Erdbeersuppe schmechte nach dem Besten was Erdbeeren so können, das Boeuf mit Pilzen nach dem Besten was der Wald bietet, und diese Schoko-(milder)Blauschimmelkombinatiin: So großartig.

    Jederzeit wieder.

    Erdbeerige Erdbeersuppe. Quasi Konzentrat der Erdbeerigkeit mit Scharf.

    Kimchi und Duschmatte

    Einst, 2023, waren wir im Zuge der Polen-Rundreise ein paar Tage in Warschau. Wir hatten dort das mit Abstand schlechteste und teuerste Hotel der Reise, zuckten aber leicht resignierend mit den Schultern: „Warschau halt“. Mit großen Augen liefen wir am Polonia Palace vorbei, das schon von außen versprach ein tolle Erfahrung zu bieten, aber auch nach unbezahlbarem Grand Hotel wirkte.

    Wir hatten halb recht: Grand Hotel stimmt irgendwie. Aber es kostet nicht mehr als das leicht verrotete besseres Hostel zwei Straßen weiter. Der BWLer in mir versteht nicht, wie das funktioniert, aber der hat ja auch gerade Urlaub. Deshalb freue ich mich am gigantischen Zimmer, einem Zimmerservice, der sofort Duschmatten bringt wenn benötigt, einem richtig guten Bett, richtigen guten Möbeln und einer Soundanlage, die Fernseh- und Radioton in das Badezimmer mit der Badewanne überträgt.

    Und ach, das Frühstück, ich war überfordert: Frisches Obst, frisches Gemüse, viel Salat, Ei in gerührt, gespiegelt und hartgekocht, frische Waffeln, Bratäpfel mit Beeren, Käsekuchen, Tapioka-Pudding, überbackene Tomaten, Makrelen, Hering, Kimchi(!), Grünkohl-Smoothies, süße Pierogi.. und irgendwann konnte ich nicht mehr.

    Kurz überlegten wir einfach so ausgiebig zu frühstücken, dass wir den ganzen Tag nichts mehr brauchen, aber das wäre dann später auch schade gewesen,

    An diesem Eingang liefen wir einst vorbei und schmachteten das Hotel an. Nicht ahnend, dass wir 2026 das Zimmer genau darüber im 1. Stock belegen würden.

    Am Klavier Karolina Nadolska

    Wenn wir schon Stammhotel und -restaurant haben, können wir auch Stammbeschäftigungen entwickeln in der Stadt: Das Chopin-Konzert zum Beispiel. Seit 1959 finden jeden Sommer jeden Sonntag Chopin-Klavierkonzerte am Chopin-Denkmal im Łazienki-Park statt.

    2023 hatten wir uns vor der brutalen Hitze in den Park geflüchtet, lagen um 12 reglos irgendwo unter dem Busch im Schatten und stolperten eher zufällig ins Konzert. Wir waren aber angefixt genug, um die zweite Runde um 16 Uhr auch mitzunehmen. Besser vorbereitet, es war auch nicht mehr ganz so brülledn heiß, aus einer Sitzbank außerhalb der Sichtweite des Klaviers aber in Hörweite.

    Diesmal waren wir noch besser vorbereitet: Wir hatten eine Unterlage mitgenommen, um uns auf den Rasen direkt am kleinen Teich am Denkmal zu setzen. Leider war es diesmal aber nicht heiß, sondern vorher war ein Wolkenbruch herniedergegangen: in 10 Minuten waren die Handtücher durch, in 20 Minuten die Hosen und in 30 Minuten die Unterwäsche.

    Was machten wir nicht alles für ein wirklich schönes Konzert von Karolina Nadolska am Klavier.

    Luftwurzelschauen

    Das Konzert war schön aber nass. Danach waren wir nass und leicht durchgefroren. Zurück ins Hotel zu fahren, wäre eine Idee gewesen. Aber ich wollte nicht, wo der Urlaub gerade erst angefangen hatte, gleich mit einer Pause beginnen.

    Glüclklicherweise liegt neben dem Łazienki-Park gleich der Botanische Garten der Universität Warschau, und in diesem ein Subtropenhaus und ein Palamarium.

    Waren wir 2023 noch in den Park geflüchtet um den 37 Grad Außentemperaturen zu entkommen, flüchteten wir uns 2026 ins Palmarium aus der Flucht vor den nasskalten 19 Grad – beides im Juli.

    Wir schauten Orchideen und mehr Orchideen, die Klassiker wie Kaffee, Bananen und Kakao, und mehr Orchideen und eine wirklich schicke Abteilung mit fleischfressenden Pflanzen. Mal ausnahmsweise nicht als Einzelpflanze sondern in größeren Gruppen in einer ganzen Anlage.

    Ebenso spannend wie erwärmend,

    Nachdem wir uns dank Tropenhaus wieder etwas aufgewärmt hatten, ging es in den Freiluftteil des Botanischen Gartens. Danach brachte uns die Metro zur Führung durch die Reste des Warschauer Ghettos und danach zur Weichselpromenade. Aber das soll ein andernmal erzählt werden.

    Verkehrsmittelzählung

    (Stand Botanischer Garten Warschau):

    1 Fernzug, 1 Regio, 2 S-Bahnen (Berlin), 5 Trams (2, Ffo, 3 Warschau), 2 Busse (Warschau); hinzugekommen 2 Trams, 2 Busse (Warschau Essengehen), 1 Tram (Fahrt in den Łazienki-Park)

    Links

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    Karen ist auf ihrer Halbeuropatur durch Deutschland durch: Halbeuropatour ’26 (4): Prag

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    Als Künstlerin mit Kind: [W]enn aufbauten besonders lange dauerten durfte anton auf den fernsehern, die ich in meine arbeiten einbaute, kinderfilme auf vhs-kassetten schauen.

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    Herr Rau über seine Filmgeschichte: Nickelodeon (Peter Bogdanovich 1976) und Filme der 1970er Jahre

    Die Reise

    Anmerkungen

    1. Der Fairness halber sei noch erwähnt, dass die Deutsche Bahn was Streckenlängen und -zahl, Menge der Zugfahrten und Menge der Passagiere in einer ganz anderen Liga spielt als die PKP. Eine gesellschaftliche Diskussion sähe anders aus. Aber die Diskussion „Meine Bedarfe als zugfahrender Urlauber“ ist ein stehender K.O.-Sieg in der ersten Runde für die PKP. ↩︎
    2. Haberbusch i Schiele sollten wir später noch einmal bei der Warschauer-Ghetto-Führung treffen. Aber später, ↩︎
  • 24-08-17 NATURAL JOIN UNDER Schattiernetz

    24-08-17 NATURAL JOIN UNDER Schattiernetz

    The Beauty Bar (Ex-Lauretta) eröffnete.

    Mir Döner arbeitet daran, Influencer-Hip zu werden. Freitagnachmittag bei absurden Temperaturen zog es eine Schlange vor der Dönerausgabe an.

    Beim Kaptain wurde ein Paket abgegeben. Sie fragte, ob es mit Buch kommt.

    Die Deutsche Bahn kündigte an, dass ein Zug nicht zwischen Frankfurt und Fulda fahren wird.

    Ich nutzte die Datenbanklernerei, um mal wieder tiefer in das Datenbankbackend unseres eigenen Ticketsystems zu schauen. Immer wieder nett, dass es dort plötzlich sehr niederländisch wird. Denn die Programmier*innen kommen von dort.

    Oh Zeiten. Zweimal wollte ich diese Woche in einem Blog kommentieren, zweimal war die Kommentarfunktion deaktiviert.

    Bei der UX-Fortbildung diese Woche lernte ich das schöne Wort Affordanz. Im gelernten Sinne: Man erkennt wie etwas zu Nutzen ist, allein aus der Form und Gestaltung. Paradebeispiel mit hoher Affordanz: der Henkel einer Tasse. Oder eine Türklinke. Im Webdesign wird der Begriff vor allem angeführt, wenn es darum geht, dass Buttons als solche erkannt werden sollen.

    Ein Beispiel für furchtbare Affordanz schildert Torsten Kleinz: Ein Weg, der aussieht wie ein Radweg aber keiner ist: Das ist kein Radweg

    Nebenentdeckung: Unser Dauerbeispiel der UX-Schulung war der Carsharing-Anbieter Stadtmobil. Von neun Anwesenden waren zwei Stadtmobil-Kunden plus ich mit meiner Cambio-Karte, die Stadtmobilpartner in Berlin sind.

    Flurgespräche. Mir wird das Leid eines Jungen Vaters geklagt, der auf „Wunsch“ seiner Frau eine große Einschulungsfeier organisiern muss. Wir wundern uns, warum das in den letzten Jahren so eskalierte? Wann wandelte es sich von Kaffee und Kuchen mit Verwandtschaft aus der Nähe zu einem Tagesevent mit vollem Programm? WIr zweifeln beide. Er allerdings benötigt noch Bierbänke und einen Zauberer.

    Gelernt: Zauberer nehmen ähnliche Honorare wie SAP-Berater.

    Madame radelte zum Bäckereiwagen und brachte Kartoffeln mit. Diese bereitete sie zusammen mit der litauischen kalten Rote-Beete-Suppe zu.

    Gießen bis der Regen kommt

    Was für absurdes Wetter. Ich laufe von der Pergola in die Küche, um mir ein Glas Wasser zu holen. Und nur für den Weg hin- und zurück schwitze ich dieselbe Menge an Flüssigkeit aus, die das Glas nachführt.

    Dann doch lieber Nebelfunktion der Gartendusche. Da gelangt das Wasser gleich von der Leitung auf die Haut ohne Umweg durch den Körper.

    Immerhin hängt das Schattiernetz. Brav schattierte es, brav versorgt es die Pergola mit einem neuen Raumgefühl. Gut kann man darunter ebenso Kuchen essen wie Datenbanken lernen.

    Ebenso kann man auf den Regen warten, der sich über Stunden ankündigte, und dann doch auf sich warten ließ. Madame packet sie Ungeduld. Sie fing an die Beete zu gießen. Wie üblich hatte es Erfolg.

    Das Schattiernetz bewährte sich doppelt. Im Gegensatz zu einer Markise schattet es weniger. Dafür lässt es Wind und Wasser hindurch, man muss es bei Unwetter oder bei Abwesenheit nicht abmontieren. Seinen ersten Regen übrstand es bravorös und machte was wir erwarteten.

    Scarmans Himalayan Musk legte in dieser Woche allerdings auch 25 Zentimeter zu. Es ist absehbar, dass sie in diesem Jahr noch das Dach der Pergola erreichen wird, nächstes Jahr bereits Schatten-durch-Rosen ein Thema wird.

    COUNT (*) AS

    Weiterlernen an den Datenbanken. Vor allem SQL-Befehle schreiben und verstehen und in Relationenalgebra umwandeln beziehungsweise rückwärts. Wenn es Summieren oder Zählen in Verschachtelung geht, wackelt die Sache noch.

    Aber eigentlich bin ich sehr optimistisch bei den Datenbanken.

    Das sollte ich besser sein. Morgen, Montag und Dienstag wird Sicherheit im Internet gelernt. Mittwoch sind Altklausuren dran (beide Themen). Donnerstag ist Klausur und (danach) Chill.

    Ein Ballsaal als Schwimmbad

    Ich bin entsetzt. Vier Nächte meines Lebens verbrachte ich direkt neben dem Warschauer Kulturpalast. Und mir entging, dass er ein Schwimmbad beherbergt. Oder wie Spiegel schreibt: EIn Ballsaal voller Wasser: Wie der Kulturpalast in Warschau zu Europas coolstem Monument wurde

    Hanjo las Olga Tokarczuk Empusion – und ich fürchte ich muss ihr Gesamtwerk lesen. Gelesen. Tokarczuk.

    Karin destillierte Damaszenerrosen.

    Ebenso in Polen, in Kattowitz, fand die Wikimania 2024 statt. Sie nahm etwas schönes der deutschen Wikicon auf: das improvisierte Orchester anwesender Wikipedianer*innen: How a “WikiOrchestra” performed Polish music at Wikimania 2024

  • 24-08-04 Kein Dach über dem Kopf (Warschau-Berlin)

    24-08-04 Kein Dach über dem Kopf (Warschau-Berlin)

    Der Körper bleibt stationärer. Keine Schnellzugfahrten mehr. Er bewegte sich nur zu einem Ausflug nach Latifundien, ergänzt um eine Exkursion in den Baumarkt und zum Recyclinghof. Die Seele hat Chancen nachzukommen. Inzwischen sind ich alle in Berlin.

    Ein Teil meiner selbst versucht sich zu erinnern, dass Morgen ja Werktag ist – wie ging der Arbeitsweg? Was war das Passwort? Was arbeite ich überhaupt?

    Ein anderer Teil meiner selbst sitzt noch im polnischen Intercity beziehungsweise ist auf dem Weg zum Warschauer Abendessen.

    Nachdem uns EC44 der PKP, RE1 der Odeg, und S3 und S41 der S-Bahn Berlin nach Hause gebracht hatten, nutzten wir auf der Reise:

    • 2 Fernfähren (Travemünde-Helsinki; Helsinki-Tallinn)
    • 9 Fernzüge (Berlin-Hamburg; Hamburg-Travemünde; Tallinn-Valga; Valga-Riga; Riga-Vilnius; Vilnius-Mockava; Mockava-Warschau; Warschau-Frankfurt/Oder; Frankfurt/Oder-Erkner)
    • 3 S-Bahnen (Berlin)
    • 1 U-Bahn (Helsinki)
    • 13 Trams (8 Helsinki, 3 Riga, 2 Warschau)
    • 4 Diesel-Linienbusse (2 Warschau, Travemünde, Helsinki)
    • 2 Trolley-Linienbusse (Vilnius)
    • 2 Shuttlebusse (Travemünde, Helsinki)
    • 2 Hopserfähren (Travemünde)

    Pawlowa

    Wir gingen dieses Jahr spärlich essen unterwegs. Helsinki war uns zu teuer. In Tallinn waren wir zu unpässlich. In Vilnius hat’s zu sehr geregnet. Das Hotelpicknick mit Supermarktzutaten fand öfters statt als gedacht.

    Ein Grund, es uns in Warschau gut gehen zu lassen.

    Dem Rat unseres polnischen Mitreisenden folgend, versuchten wir den Kulturpalast zu ignorieren, fuhren mit der Tram zum anderen Ende seines Platzes. Dann Fußweg. Obwohl sich Warschau schon fast heimatlich anfühlte, war uns diese Ecke zwischen den Hochhäusern hindurch fremd und faszinierend.

    Madame hatte die Browary Warszawskie ausgemacht. Ehemalige Großbrauerei, seit 2021 „ein neuer Hotspot. Bars mit hausgemachten Bier, eine große Food Hall und reichlich Sitzmöglichkeiten in gemütlichen Cafés.“ Wir saßen draußen im Untergeschoss in der gleichnamigen Bar.

    Spannende Gegend: Die Leute um uns herum sahen weder nach Touristen noch nach eingesessenen Warschauern aus – eher die schicken etablierten jungen Menschen, die mensch in entsprechenden Plätzen in London oder Zürich erwarten würde. Wobei eh alles wahnsinnig schick aussah. Ein Weltensprung gegenüber dem Berlin, das uns einen Tag später erwartete.

    Wir schwelgten: Litauisches Roggenbrot mit Ostseehering; Fischpierogi; Trüffelburger; Gegrillter Blumenkohl; Pawlowa; Sernik. Dann rollten wir mühsam nach Hause, wir blieben beim Thema Schwelgen.

    Palace

    Letztes Jahr bei unserem Polentrip war das Hotel in Warschau dasjenige, welches am teuersten war und dafür auch am wenigsten Joy sparkte. Irgendwie sagten wir „Warschau halt…“. Außerdem lag es nett fußläufig zu Warszawa Centralna, dem Warschauer Hauptbahnhof. Aber ging es nicht besser?

    Dieses Jahr war das Hotel in Warschau immer noch das teuerste der Reise – aber es sparkte jede Menge Joy. Den Polonia Palace hatten wir sogar schon gesehen – er liegt noch näher am Bahnhof, als das alte Hotel. Bei jedem Gang vom ZSCW-Hotel zum Bahnhof liefen wir am Polonia Palace vorbei.

    Jedes mal dachten wir: „Grand Hotel. Kostet sicher mehrere hundert Euro die Nacht. Weit über Budget.“

    Seat 61 brachte uns dazu noch einmal nachzusehen. Dessen Hoteltipps sind zwar am oberen Ende unserer Reiseplanung, aber das Nachdenken wert. Er empfahl das Grandhotel. Madame schaute nach. Denkste! Bezahlbar. Auf ins Grand Hotel.

    Gigantisches Zimmer, schickes Frühstück und ein tolles Gebäude, dessen Geschichte für einen eigenen Wikipedia-Artikel ausreicht. Genau gegenüber dem anderen Gebäude das wir ignorieren sollten. Welch schöner Urlaubsabschluss.

    Dementsprechend blieben wir den Vormittag im Hotelzimmer – muss man ja nutzen und gingen direkt nach Warszawa Centralna.

    Sie sehen nichts. Insbesondere kein Gebäude.

    Rollkommando

    Das Schicksal blieb uns hold, zwischen Warschau und Frankfurt hatten wir ein Abteil für uns allein. Wir bestellten Kotlet schabowy im PKP-Speisewagen – denn solang das Schnitzel noch vor Ort geklopft wird, soll man es ausnutzen.

    Ab Frankfurt half alles Schicksal nicht – die Deutsche Bahn kam ins Spiel.

    Vor Monaten gebucht: EC bis Frankfurt danach Regio, denn EC durchbuchen ging nicht. Kurz vor Abfahrt erzählte derHexer von Bahn-Bauarbeiten bei Frankfurt / Oder. Wenige Tage später die Mail „ihre Verbindung fällt aus.“ Das will man nicht lesen, wenn man noch im falschen Land unterwegs ist.

    Langes Gewürge, die Verbindung bis Frankfurt/O fuhr ganz normal. Danach gab es die Auswahl der Bus zum Hauptbahnhof, oder per Regio/S-Bahn/S-Bahn zum Südkreuz. Im Regio eine drei-Mann-Fahrkartenkontrolle. Eine militärisch auftretende Schaffnerin plus zwei Securities, auch eher am martialischen Ende des Verhaltensspektrums. Um ein Haar hätte ich mit der Bahncard salutiert.

    In a tent

    Zurück in Berlin. Ihr kennt das: man ist in einer anderen Welt, geht implizit davon aus, dass sich auch zu Hause viel geändert haben muss. Dabei waren es nur ein paar Tage, nichts ist passiert. Der Fahrstuhl an der S-Bahn ist immer noch defekt. Weiterhin erbarmte sich niemand, die Notdurft (eines Obdachlosen?) aus der Hofeinfahrt zu entfernen. Nicht einmal ein neuer Smash-Burger-Laden eröffnete in der Nachbarschaft.

    Diesmal aber gab es einen Unterschied: das Dach war weg. Das Gerüst um das Haus war in den oberen Etagen gewachsen. Dafür fehlten Dach- und Dachboden. Wir wohnen jetzt dachlos.

    Am Donnerstag immerhin kam ein polnischer Bautrepp, errichtete um das Gerüst herum eine Zelthalle. Diese soll vor Regen schützen. Wir vermuten, unter der Halle wird neuer Dachboden und neues Dach errichtet.

    Sunshine Vilnius

    Karen mit Familie war auch in Vilnius. Aber länger und bei weniger Regen: Halbeuropatour ’24 (10): Vilnius

  • 24-08-01 So sonnig war Suwałki (Vilnius-Warschau)

    24-08-01 So sonnig war Suwałki (Vilnius-Warschau)

    Der Körper ist zurück in Berlin. Die Seele aber kommt mit diesem Schnellzugtempo nicht hinterher. Die ist gerade erst mühsam mit LTG Link 23 / PKP Intercity 143 von Vilnius über Mockava nach Warschau gelangt. Eigentlich hängt die Seele noch weiter hinterher, möchte nicht mehr als Bummelzugtempo einlegen.

    Also Stand, Warschau Ankunft Hotel: zwei Fernfähren, sieben Fernzüge, 2 Hopserfähren, 1 S-Bahn, 1 U-Bahn, 11 Trams (8 Helsinki, 3 Riga), zwei Diesel-Linienbusse (Travemünde, Helsinki), 2 Trolley-Linienbusse (Vilnius), zwei Shuttle-Busse.

    Vilnius: Es kam anders.

    Ka Kanalisation

    Regenrinnen von Häusern in Vilnius laufen nicht in die Kanalisation, sondern das Regenrohr endet auf dem Bürgersteig. Auch war die Stadt sparsam mit Gullideckeln.

    Das funktioniert. Denn Vilnius ist eine ausgesprochen hügelige Stadt: keine großen Anhöhen, aber jede Straße, jeder Weg hat Gefälle. Das Regenwasser kann in Bächen und Flüssen die Straßen hinabfließen, bis irgendwann ein Gulli oder ein echter Fluss kommt.

    All‘ dies wäre uns nicht aufgefallen, hätten wir es nicht im Einsatz gesehen. Denn manchmal kommt es anders.

    Unsere Reisewetterplanung lautete grob: Fähre, Helsinki, Tallinn, Riga liegen in oder an der Ostsee. Das wird vergleichsweise angenehm. Vilnius und Warschau liegen im Wald, mit Kontinentalklima kann das heiß und stickig werden.

    Was passierte: Helsinki, Tallinn, Riga blieben unter 30 Grad, aber auch schwül mit gelegentlichen Unwettern. Und Vilnius. Ja, Vilnius.

    Wir kamen gegen 18 Uhr am Bahnhof an, es war schon gräulich und recht windig. Später tranken wir in der Hotellobby an der Barception australischen Rotwein und Švyturys Extra, sahen Menschen zur Tür hereinkommen, die eher nass wirkten. Über Nacht sauste es und brauste es vor dem Fenster, es rüttelte und schüttelte.

    Anscheinend war über Nacht ein Sturm herniedergegangen. Ein Sturm der Gerüste und Absperrungen bedrängt hatte, Äste von Bäumen abbrechen ließ und ganze Bäume umstürzte.

    Gegen Morgen hatte es sich beruhigt, es blieb windig. Und es regnete und regnete. Eine Art Sturzregen; nur kenne ich Sturzregen als Ereignis, das einige Minuten, vielleicht auch eine knappe Stunde dauert. In meiner Welt ist Sturzregen nicht etwas, das Morgens beginnt und bis Spätabends andauert. In Vilnius war das anders.

    Nach dem Frühstück schaute ich aus der Hoteltür und dachte spontan „Shelter in place.“

    Den Tag über zeigte uns das Regenradar einen nahezu stationären Wirbel mit Zentrum über Smolensk. Eine wasserreiche Wirbelschleppe nahm Wasser auf der Ostsee auf und zog dann ebenfalls stationär herunter von Riga nach Vilnius. So viel Wasser.

    Was blöd ist, wenn man nur 1 1/4 Tage Aufenthalt hat. Aber naja, dann retten wir uns in nächste Museum und verbringen dort einen schönen Montag.

    Genau Montag.. Museum.. da war was. Der universelle Museumsschließtag gilt auch in Litauen. Plan B: In die Altstadt. Dort stehen jede Menge historische katholische Kirchen.. wir machen Kirchenhopping.

    Bis wir in der ersten Kirche waren, hätte man unsere Kleidung auswringen können. Also im Schutz der jesuitischen Kasimirkirche Plan C – Madame identifizierte ein geöffnetes Museum: Die Ausstellung im Großfürstlichen Schloss.

    Regenschirmständer

    Im Schloss fiel auf: Im Eingangsbereich ist die schickste Regenschirmaufbewahrung, die ich je sah. Sie werden wissen warum.

    Das Schloss an sich ist so etwas wie das Berliner Humboltdforum, nur noch viel bedeutungsaufgeladener.

    Nie lernte ich in der Schule, dass Polen-Litauen vom Mittelalter über die Renaissance bis in die Frühe Neuzeit eine Großmacht war. Zeitweise reichte es von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, umfasste das heutige Baltikum, Polen, große Teile des heutigen Weissrusslands bis ins heutige Russland und der Ukraine. Insgesamt lebten dort 10 Millionen Einwohner*innen. Zentrum des Fürstentums war Krakau, wichtigstes Nebenzentrum Vilnius – und dort der Palast.

    Der Palast wurde 1655 durch eine russische Invasion zerstört und 1801 nach endgültiger Eroberung Litauens durch Russland komplett abgetragen. Seit Ende der 1980er begannen archäoligische Arbeiten zum Palast, die bis 2018 zum kompletten Wiederaufbau führten.

    Wie uns diverse Schautafeln versichtern, nach bester und umfassendster historischer Forschung so originalgetrau wie möglich, aber auch mit Freiheiten wo sinnvoll. Die erhaltenen Grundmauern wurde in Glas verpackt und sichtbar.

    In den Palast kam eine Ausstellung zum Palast und zur litauischen Geschichte.

    Und da muss irgendwas schief gegangen sein. Oder sie hatten ihre Kräfte erschöpft oder der Praktikant war dran, wir wissen es nicht.

    Es sah alles schick und neu aus – war es ja auch. Aber ich kann mich nicht erinnern, je in einem Museum eine derart nicht-intuitive, verwirrende Wegeführung gesehen zu haben. Irgendwie gab es vier Routen, die aber eigentlich nur zwei waren, gerne in Absperrungen oder Sackgassen endeten und sich woanders fortsetzten. Warum man ein dezidiert barriefreudiges Wegekonzept mit Treppenstufen an passenden und unpassenden Stellen wählte? Wir fanden es nicht heraus.

    Die eigentliche Ausstellung blieb unbeleckt von jeglicher Museumspädagigik. Vitrinen mit unerklärten Schaustücken. Daneben lange Texte zu den einzelnen litauischen Großfürsten und Bona Sforza, konsequent im Stil Wikipedia-Artikel geschrieben.

    Egal, ab und an erhaschten wir Blicke in den Regen. Dann betrachteten wir doch noch eine Route mehr. Vermutlich hatte das Museum nur selten so intensiv betrachtende und ausdauernde Besucher*innen wie die versprengten Tourist*innen dieses Tages.

    Danach Kaffee und Šaltibarščiai-Kalte Rote-Beete-Supper mit Kefir (Auswahl einfach: die Gastronomie mit der kürzesten Wegstrecke zum Palast) und dann der Heimweg. Endlich Trolleybus fahren! Wir stellten fest: Bleibt ein Trolleybus stecken, kommen die anderen nicht vorbei. Nach 300 Metern standen wir in einem Trolleybusstau unahnbarer Dauer. Also noch mal durch den Regen, lateral fahrende Trolleybusroute nehmen.

    Der für Vilnius geplante Souvenir- und Mitbringselkauf fiel damit auch ins Wasser. Unsere Reisesouvenirs beschränken sich auf einen litauischen Regenschirm und zwei Packungen finnische Fischbouillon.

    Dann RocknRoll-Hotel (sehr gemütlich, mit riesigen Zimmern, gutem Bett, angenehme Atmosphäre) – das abendliche Ausgehen führte nur zum Iki-Supermarkt direkt gegenüber des Hotels: Erdbeeren, Kefir, Kekse, Wurst.

    Panzer auf Zug

    Zwischen Frühstück und Abfahrt des Zuges gelang uns immerhin noch ein Kurzbummel schnellen Schrittes durch die getrocknete Altstadt. Wir beide sind entschlossen: Nächstes Jahr nach Litauen. Uns entging etwas.

    Dann aber zum Bahnhof. Dort wartete mein neuer Lieblingszug, der Pesa 730M der Lietuvos geležinkeliai (LTG), der uns auch schon von Riga nach Vilnius befördert hatte. Er brachte uns wie üblich entspannt über Kaunas (da wollen wir auch noch hin) nach Mockava (ausgesprochen: Moskava, nicht Mokkava).

    Dort wartete der Intercity der Polskie Koleje Państwowe (PKP) bereits am Nebengleis desselben Bahnsteigs. Passagiere beider Züge tauschten. Den polnischen IC kennen wir schon – wir hatten im Zweite-Klasse-Großraumwagen gebucht, problemlos, aber auch ein merkbarer Komforteinbruch gegenüber dem litauischen Zug.

    Mir war bewusst, dass wir gerade durch die Suwałki-Lücke fahren, eines der „labilsten Gebiete der NATO“, da hier die Landbrücke zwischen Polen und Litauen nur 100 Kilometer breit ist, von Weissrussland und Kaliningrad in die Zange genommen wird.

    Ich fragte mich, ob es aus Fenster Militär in der Landschaft zu sehen gäbe. Vermutlich fuhren wir gerade durch eine der am stärksten befestigten Regionen Europas (sans Ukraine..). In der Landschaft nicht. Aber am Bahnhof Mockava, und wenige Kilometer zuvor am Bahnhof Šeštokai standen Güterzüge mit Bundeswehr: LKWs, Kräne, Pionierfahrzeuge und Panzer. Offenbar die Litauenbrigade auf dem Weg zum Einsatzort.

    Von Suwałki selbst sah ich mehr als gewünscht. Der Ort hat einen Miniaturkopfbahnhof. Die Lok musste etwa 20 Minuten von einem Ende des Zuges zum anderen Ende wechseln. Der Zug stand in praller Sonne, und da die Lok abweste, funktionierte auch keine Lüftung. #Fensterauf noch viel weniger, denn es war ja ein moderner Zug.

    Während wir so durch Ostpolen Richtung Białystok zuckelten, noch eine Entdeckung: Augustów. Noch ein Bahnhof im Nichts, an dem aber jede Menge Menschen in Freizeit- und Wanderkleidung, mit Fahrrädern und anderen Sportgeräten den Zug bestiegen. Aus Wikipedia lernte ich: Ein Kurort in der Woiwodschaft Podlachien. Der Ort ist heute bekannt für Wassersportmöglichkeiten.

    Ein polnischer Mitreisender erklärt noch, dass wir den Kulturpalast ignorieren sollen. Der ist Zeichen kommunistisch-russischer Besetzung. Viele Polen würden den Palast gerne los werden. Aber ein 237 Meter hohes Gebäude mit über 3000 Räumen lässt sich nicht so leicht abreißen. Leider ist er auch zu gut gebaut, um von selber zu verschwinden. Und so bleibt nur: Vorbeikucken.

    Amkunft Warszawa Centralna um 20:10h. Aus dem letzten Warschau-Aufenthalt hatten wir gelernt: Unser Hotelsituation hat sich deutlichst verbessert.

  • 23-07-27 Ali Barber und der E-Bus

    23-07-27 Ali Barber und der E-Bus

    Am Hühnerwald hängt ein E-Zigaretten-Liquid-Automat.

    Das Gerüst am Haus ist unverändert. Gestern schien es kurz, als sollte ein Aufzug am Gerüst befestigt werden – aber verschiedene Bauzuständige haderten miteinander. Dann wurde doch kein Aufzug gebaut.

    Fahrrad und Subaru sind wieder entdemoliert. (Kilometerstand Subaru 184060, Kilometerstand Fahrrad unbekannt). Wir lernten inzwischen, dass Teilkaskoversicherungen eventuell Seitenspiegelschäden bezahlen. (Zuständig sind sie für Glasschäden und so ein Spiegel besteht ja zu relevanten Teilen aus Glas). Wir testen.

    Seltsames Gefühl: Heute ist der (im)mobile Donnerstag an dem ich zu Hause arbeite. Es ergab sich aber die Möglichkeit, den Subaru zu entdemolieren. Auf dem Weg zur Werkstatt fuhr ich erst in der Mittagspause von der Wohnung am Büro-Büro vorbei, um das Auto abzugeben und dann nach Feierabend nochmal, um es wieder abzuholen. Aber gearbeitet habe ich dort nicht.

    Immerhin: Ich nutzte auf den nicht-Auto-Fahrten einen echten BVG-Elekrobus. Premiere! Anscheinend setzen die Verkehrsbetriebe gerade lauter neue Fahrzeuge in Schöneberg ein. Aus dem Busfenster heraus, Blick auf den Friseur/Barber „Ali Barber“. Integration in die deutsche Leitkultur zu 100% erfolgt.

    Auch in Schöneberg stehen neue Parkscheinautomaten. Auch wenn bei uns offiziell noch gar keine Parkzone ist, beantragten wir Anwohnerparken. Bis der Antrag in Bearbeitung kommt, existiert wohl auch die Parkzone.

    Madame trägt eine hochzeitstaugliche Kurzhaarfrisur.

    Ich möchte bitte, dass das Wetter bis Oktober so bleibt: 12 bis 19 Grad und gelegentlicher Regen.

    Das Sanitätshilfsmittel Handykette bewährt sich ganz auszugezeichnet. So kam ein neues Sanitätshilfsmittel hinzu: Apple Airpods (von 2017, von BackMarket). Alles im Dienste der handfreien Handybedienung.

    Da ich nur so sooo sooo hauchdünn daran gescheitert bin, mich mit den Einsendeaufgaben für die Klausur in Algorithmischer Mathematik zu qualifizieren, ging ich noch einmal durch, ob irgendwo ein Pünktchen zu holen ist. Das hätte ja gereicht. Aber nada. Erfreulicherweise/leider war die Korrektur schon tendenziell großzügig.

    Polen-Nachträge

    Schick war: in der Notaufnahme der Danziger Uniklinik war eine voll funktionsfähige Rohrpost im Einsatz. Das freute mich.

    Weniger schön: Anscheinend leiden polnische Großstädte noch unter dem Konzept der autogerechten Stadt. Was wir Koffer durch seltsame Unterführungen schleppten, nur weil es komplett unmöglich war, Straßen zu überqueren – das geht besser.

    Dafür ungewohnt erfreulich: wenn einfach Freitag Abend eine Warschauer Hauptstraße durch Innen/Altstadt für den Verkehr gesperrt wird und das ganze Wochenende lang eine mehrere Kilometer lange Fußgängerzone entsteht.

    Schlossplatz Warschau in der Abenddämmerung

    Erstaunlich: der Hotelgast, der mit uns eincheckte und für später nach einem Taxi zum Hauptbahnhof Warszawa Centralna fragte. Die Rezeptionistin fragte zweimal nach – vermutlich deshalb, weil die Strecke von einem Ende der Bahnhofshalle zum anderen Ende ähnlich lang war, wie die Strecke vom Hotel zum Bahnhof.

    In all dem Unterführungslabyrinth niedlich: Der historische Aufzug am Warschauer Kulturpalast, der wie eine schnucklige unterdimensionierte Telefonzelle wirkte und nicht wie ein Aufzug.

    Bewegend das Denkmal für Janusz Korczak im Park direkt neben dem Warschauer Kulturpalast. (Bemerkung für mitlesende Wikifanten: Der Wikipedia-Artikel zum Warschauer Ghetto hat starkes Verbesserungspotenzial. Unter anderem steht quasi nichts zum Ghetto im Artikel).

    Dänemark, Schleswig-Holstein, Barbieland

    Der Guardian fuhr mit der Marschbahn von Hamburg-Altona nach Esbjerg. Den unteren Teil der Strecke kenne ich auswendig und fühle die Gegend sehr gut besprochen.

    Das gibt mir die Chance, Dänemark-Ferienhaus-Content zu verlinken. Die Reisegruppe Rabensalat/Wunnibar ist an der Nordsee und besuchte unter anderem das Fischereimuseum Esbjerg (Bericht Frau Rabe / Bericht Frau wunnibar), während die Reisegruppe Herzbruch/Novemberregen an der Ostsee unterwegs ist und das Miniaturwunderland Faaborg besuchte. (Bericht Novemberregen / Bericht Herzbruch.)

    Die Bahnreise Turku->Istanbul macht Zwischenstopp in Wien.

    Wir sollten mal wieder nach Maine. Und solange wir das nicht schaffen, gibt Lily King in der New York Tims Buchtipps: Read Your Way Through Maine.

    Die New York Times feiert so derart ausufernd die Barbie-Festspiele, dass man gar nicht weiß, was verlinken. Nur die Stil-Redakteurin, von Berufs wegen immer ganz vorne auf der Welle, hat schon lange Peak Pink erreicht: All Pinked Out.