Schlagwort: Pergola

  • 24-06-25 Zum Abschied ein Moschata

    24-06-25 Zum Abschied ein Moschata

    Zeichen des sich nähernden Herbstes: Die Venus-Messe 2024 plakatiert.

    KKR kaufte das Wacken-Festival. Damit haben der Axel Springer Verlag und das Wacken Festival denselben Eigentümer. Währenddessen schließen kleinere Indie-Festivals.

    Auf den Toiletten des bUm – Raum für solidarisches Miteinander gelernt: aktuell existieren drei Gender: Flinta*, Alle und Behindert – alle.

    Gut für die Aura eines Ortes: Blockflötenduo. Schlecht für die Aura eines Ortes: Neuer Fahnenmast mit Deutschlandfahne. Wobei wir bei Nachbar canineri schon beruhigt sind, dass es bei Schwarz-Rot-Gold blieb.

    Mir träumte, ich schwimme dreimal täglich durch den Hamburger Hafen. Mein geträumtes Selbst macht sich dabei Sorgen um die Wasserqualität.

    Gelernt: Autowerkstatttermine sind inzwischen fast so rar wie Bürgeramtstermine. Da möchte man doch gleich Fossilkraftstofflobbyisten zu KfZ-Mechatronikern umschulen.

    Das Navi spricht wieder dänisch. Es lotste uns über die ausgestorbenen Autobahnen während des Deutschlandspiels. Ein Feeling wie Weihachten und Nachts zusammen. Fußball natürlich im Autoradio, Radiofußball ist mitreißender als Fernsehfußball.

    Mein von wenig Fußballahnung getrübtes statistisches Kickspielsystem bewährt sich. Hätte mich nicht an zwei kritischen Stellen die systemfremde Romantik überkommen, wäre ich durchgehend in den Top3 von 45. Hätte ich noch weniger Fußballinteresse würde ich besser tippen.

    Tastsinn auf beim Badeschlappenkauf. Während ich im Insulaner kalt vor dem Becken abduschte, rutschte eine Frau direkt hinter mir aus und fiel spektakulär hin. Sie blieb zum Glück unverletzt. Im Aufstehen beschuldigte sie ihre rutschigen Flip Flops.

    Langsam entwickelt sich klassisches Freibadwetter. Für mich bedeutet das: das von mir geschätzte Unordnungsschwimmen wird schwieriger. Entweder ich reihe mich ins Bojentetris oder ich müsste halbwegs sportlich auf die Schwimmbahnen.

    Madame rettete mich mit dem vergessenen Schlüssel für die Tiny Kabane. (SK 12/13 ; 6,15€)

    Der Kuckuck kuckuckt in die Dämmerung hinein

    Wir verspeisten unseren gesamten Ernteanteil an Schwarzen Johannisbeeren. Zusammen mit zugekauften Erdbeeren ergab es einen Nachtisch.

    Für’s Protokoll: Pergola-grundiert sind alle leiterfreien Stellen. (Also Gitter, tragende Balken, Längsbalken seitlich und unten) Noch offen: Querbalken und Längsbalken oben.

    Madame machte sich doppelstreichverdient. Am Ende schraubte sie den Wal wieder an seinen Platz.

    Die Klappstühle hängen.

    Überraschend regelmäßige Dämmerungsvögel: ein Starenschwarm fünf Meter direkt über unseren Köpfen. Der Kuckuck kuckuckt sich vom Nachbargrundstück aus jeden Abend die Seele aus dem Leib.

    Seit Wochen umschwirrt uns genau eine Schwebfliege am latifundalen Frühstückstisch. Auch diesen Sonntag blieb sie bei uns. Neu hingegen: die hunderte Schwebfliegen, die an allen Blüten in 10 Metern Umkreis zu finden waren.

    Natürlich mit Schwebfliege

    Nach der Blütenexplosion die letzten Wochen bringt zunehmende Wärme und nachlassender Regen die Insektenexplosion. Mehr Schwebfliegen als wir zählen können. Hummeln eh, aber Hummeln sind immer. Weißlinge, Bläulinge, Braunlinge(?), ein Admiral und zwei Schachbrettfalter. Selbst den Junikäfern ist aufgefallen, dass bald Juli ist und sie sich eilen müssen.

    Während wir schon einpackten, ich den Schuppen abschloss und Madame die letzten Sachen ins Auto räumen wollte, rief sie erstaunt. In der großern Margeritenblüte von Käfer von Heupferdformat. Grün-bronze-glänzend, und von uns wenig beeindruckt.

    Ein Moschusbock (Aromia moschata) beehrte uns.

    Crossborderrail

    Die Frankfurter Runschau portraitiert Jon Worth und sein Cross-Border-Rail: Bahn in Europa: Letzter Halt an der Grenze

    Die JVA Vechta ist unselig.

    Kellerkind befragt Bruder X: Der kleine Knoblauch

    Ein edles Hedonismusblog auf dessen Empfehlungen ich hören würde: Im Schatten der Zypresse

  • 24-06-18 Boeuf Bourgignon („Die 35 bitte an 205“)

    24-06-18 Boeuf Bourgignon („Die 35 bitte an 205“)

    Wir benötigen Holzschrauben 5×40, Grafschafter Goldsaft und türkischen Schwarztee.

    An der Nordsee wurde ein Familievater händchenhaltend mit nicht-der-Familienmutter gesehen.

    Ebendort scheint Buddleia ditmarsi vielleicht doch noch zu leben.

    Mein Fußballtipp-Catencaccio zahlt sich bisher aus: Platz 3 von 45. Team IT liegt auf Platz 1 von 18 Teams. Madame weiß dass schon, weil ich vielleicht das ein oder andere mal davon erzählte.

    An der Wilhelmstraße thront ein weiteres Nike-Werbe-Mural. Hier auf die touristische Kundschaft abgestimmt: In Berlin-Mitte blickt Kylian Mbappé huldvoll auf die Massen unter ihm. Im Gegensatz zu Musiala kannte ich Mbappé sogar schon vor der EM.

    Radfahren einmal quer hin- und her durch Berlin offenbarte erstaunlich viel Kneipen-Public-Viewing selbst bei Belgien gegen die Slowakei.

    Gelesen: Kirmes im Kopf. Licht und Schatten. Ich habe den Eindruck, die Autorin hat sich viel Mühe gegeben, ein viel zu betuliches Buch zu schreiben. Immerhin habe ich einiges gelernt für den Umgang mit dem ein oder anderen Menschen im Umfeld. Die sind nicht ADHS-diagnostiziert und ich würde das auch nicht auf Basis eines Buches machen wollen. But if it walks like a duck and talks like a duck, maybe es ist eine gute Option to treat it like a duck.

    Madame landjoggte und aquajoggte. (SK11 / 7,27€).

    Das Sportbad Britz ist ab 1. Juli für die Öffentlichkeit zugänglich. Und auch wenn dieses Jahr ein Insulanerjahr werden wird – einmal nach Britz muss sein.

    Biking Berlin

    Berlin-Verwunderung: Seit etwa 10 Jahren existiert ein toller Nord-Süd-Radweg durch den Park am Gleisdreick. Der bringt den Süden Berlins auf angenehmer Strecke vom S-Bahn-Ring fünf Kilometer bis zum Potsdamer Platz. Der Radweg ist liebevoll gemacht.

    Seine Einbindung in die Stadt ist nichtexistent.

    Am Südkreuz endet der Radweg irgendwo auf einem Parkplatz. Vom Parkplatz weg gibt es keinen wirklich guten Weg. Will man weiter nach Süden auf den anschließenden wunderbaren Radweg im Park jenseits der Stadtautobahn muss man sich irgendwie an den Mülltonnen vorbeizwängen und hoffen nicht vom Linienbus überfahren zu werden.

    Richtung Norden muss man auf halber Strecke auf die Straße, um einmal Eisenbahnschienen zu überqueren. Weder die Ein- noch die Abfahrt von der Straße sind irgendwie gestaltet oder auch nur mit Schildern versehen. Es werden einfach jede Stunde viele Dutzend Radler quer auf die Straße geworfen, die sie dann irgendwie passieren müssen.

    Ach Berlin, so gut angefangen und beim kleinen bißchen Mühe, das noch erforderlich gewesen wäre, so kläglich versagt.

    Die Wolke

    Das puschelige Gras um den Grillplatz herum ließ sich als Calamagrostis epigejos (L.) Roth / Gemeines Reitgras, auch Landschilf genannt, bestimmen.

    3R ist mature.

    Fürwahr ist es in Brandenburg trockener als in anderen Gebieten Deutschlands. So auch 2024. Wenn uns auch Sturzfluten, Dauerregen und wochenlanges Grau erspart blieb, so hatten wir den ein oder anderen Regen.

    Seit Wochen warten Outdoor-Malerarbeiten, weil jedesmal ein Regen angesagt wird, der schlecht für die Untergrund- und Farbtrocknung wäre.

    Bis auf Sonntag. Die Wettervorhersage versprach einen ganzen Tag des Sonnenscheins.

    Madame strich die Bungalowtür und grundierte die Pergolagitter Süd und Mitte. Und dann kam die Wolke. Die eine, die 15 Minuten alles unter Wasser setzte. Nächster Versuch beim nächsten Latifundienaufenthalt.

    Das ungewohnte Wasser sorgt weiterhin für ungewohnte Farbintensität und Wachstum. Die weiße Eden-Rose scheint sich dieses Jahr für ein kräftiges Rosa zu entscheiden.

    Würde eine Hummel auf der Kugeldistel sitzen und mit mir reden, wäre es ein Gespräch auf Augenhöhe.

    Das Rätsel der vielen Meisen im Garten klärte sich auf. Beim Streichen der Tür entdeckte Madame gleich zwei verlassene Meisennester, die tief in Gehölzhöhlen des Bungalows hineingekrochen waren.

    Währenddessen lag ich auf der Erde und verfluchte die Produzenten von Kunststoff-Beetumrandungen. Immerhin erlaubte mir das einen intensiven Blick auf den Boden – dort war gleich ein Dutzend Löcher, in einige von ihnen gingen Solitärbienen und -Wespen ein und aus.

    Eine hatte anscheinend im Einrichtungshaus ein großes Blatt geschossen und war dabei sich der Innendekoration zu widmen.

    Solitärwespe schleppt einen Teil eines Blatts in ihren Bau. Daneben heruntergefallenes Blatt einer Mohnblüte.

    À la dernière seconde

    Ende Juli schließen nach 30 Jahren die Galeries Lafayettes in Berlin. 30 Jahre ignorierten wir sie – welch Fehler. Sie waren zu Friedrichstraße, zu Mitte, zu Touristen.

    Die Galeries in Berlin sind ein wenig wie das KaDeWe, nur kleiner, übersichtlicher und französischer. Und halt vorbei. Ende Juli werden sie Geschichte sein.

    Im Untergeschoss , wir hätten es ahnen können, befinden sich Restaurants. Wenn Franzosen sich Mühe geben mit Restaurants… ach, zu spät, Blödheit wird bestraft. Professor Transformation schleppte Madame letztes mit. Und diese schleppte nun mich mit.

    Wir aßen in einem kleinen Bistrosetting, umgeben von Baguetterie und in Sichtweise von Käse- und Fischstand. Ab und an erreichtens uns Ansagen („die 35 an die 205 bitte“). Wie aßen zwei plats du jours. Madame eine Aubergine gefüllt mit Hackfleisch, ich Boeuf Bourgignon. Dazu der empfohlene fruchtig-trockene Wein und Wasser.

    Nicht einmal utopisch teuer war es. Gerade in der Gegend kann mensch für sehr viel mehr als 60 Euro sehr viel schlechter essen.

    Wir blöd wir waren, wie schön, dass wir noch gerade eine Kurve bekamen.

    Ironwoman

    Tough: 15 Stunden 27 Minuten einen Ironman mitzumachen. (via Buddenbohm)

    Tougher: Live-Tagebuchbloggen aus dem Kreißsaal.

    Nach dem Konzert im Restaurant:

    Nachdem ich sinnloserweise alle Gäste beobachtet hatte, ob einer von ihnen vor die Tür ginge, wo ich gnadenlos geschnorrt hätte, fragte ich den Barkeeper, ob er wüsste, wo ich eine einzige Zigarette herbekäme. Woraufhin kurze Zeit später jemand aus der Küche kam und mir ein kleines Tellerchen überreichte, auf dem eine gestärkte, gefaltete Serviette lag, darauf eine einzelne Zigarette, daneben ein Streichholzbriefchen mit dem Tantris-Logo. „Ist Camel okay?“ War total okay, kein Light-Scheiß, danke an den unbekannten Koch oder Spüler, der eine Zigarette entbehren konnte.

    Samstag, 15. Juni 2024 – Béla Bartók und Brandy Alexander
  • 24-06-15 Südsee zu Südklee (Goldammerästling)

    24-06-15 Südsee zu Südklee (Goldammerästling)

    Gestern Abend begann das Opferfest.

    Vor zwei Wochen trank ich noch Espresso Tonic in einer hippen Stettiner Donutlocation. Jetzt schon lese ich in der Süddeutsche, dass es das Trendgetränk des Sommers wird.

    Der Wohnküchenblick auf die Paul-Gerhardt-Kirche bleibt ein Einzelfall – kein Balkon.

    Mir träumte, ich fuhr mit The Boss und Dr. Fieselschweif im Urlaub. Plötzlich fielen am Rückreisetag alle Züge aus. Für die beiden kein Problem – sie waren mit dem Auto. Ich versuchte mit dem Fahrrad einem Linienbus zu folgen, um den Busbahnhof zu finden. Aber er bog auf eine Stadtautobahn-Hochstraße ein. Ich verlor mich in Hinterhöfen.

    Bei den Fernuni-Datenbanken kann ich mir inzwischen merken, dass in der Relationen Algebra Pi/Projektion die Spalten auswählt (also die einzelnen Werte) und Sigma/Selektion die Zeilen, also die Datensätze. Am spannendsten sind aber Bowtie beziehungsweise kartesisches Produkt – da läuft es kontraintuitiv.

    Auch kommt nun SQL mit der Struktur SELECT – FROM – WHERE, wo Select der Projektion entsprecht, Where der Selektion und From der Bowtie entspricht.

    Bei 16 Grad Außentemperatur waren wir nur noch sieben Personen im Schwimmbecken des Insulanerbads. Zeitweise hatte ich allein eine 50-Meter-Doppelbahn für mich alleine. 16 Grad, beste Freibadtemperatur. Selbst für Rückenschwimmen im Zick-Zack reichte es. Schwalben beobachten vor einem William-Turner-Himmel. (Saisonkabinennutzung Nr. 10 / 8€ pro Nutzung).

    Nach Art Helenio Herrera

    Lebenspremiere: Ich nehme an einer Büro-Tipprunde zur Fußball-EM teil. Soweit ich mich erinnere, ist dies das erste Mal, dass ich an einem Ort arbeite, an dem es solche Tipprunden gibt.

    Ich verlegte mich auf den Catenaccio des Fußballtippens: Ich tippte einfach jedes Spiel als 1:0 für den Buchmacher-Favoriten. Im Vertrauen darauf, dass 1:0 das häufigste Ergebnis ist und langfristig die Statistik individuelle Analysebrillanz besiegen wird.

    Nur Polen-Österreich tippte ich 7:4. For a little crazyness, *zwinker* *zwinker*.

    Ich bin so sehr vom Fußball entfernt, dass ich von der Existenz Jamal Musialas erst vor zwei Tagen durch die Nike-Wandgemälde-Werbung erfuhr. Der Spruch „Eure Verteidiger sind meine Zuschauer“ war schon etwas großtönend.

    Wenig ahnte ich, dass er zwei Tage später genauso spielen würde. Wir hörten das Spiel im Radio während der Fahrt auf die Latifundien und die Kommentatoren bekamen sich gar nicht mehr ein. Messi-Vergleiche waren das Mindeste. Jetzt habe ich wirklich Lust auf die EM.

    Beetbraunelle

    Auf dem Baumarktparkplatz hatten sich Burgerbräter und Feuerwehrinfostand aufgebaut. Sie standen im Sturzregen. Bad timing.

    Madame beschäftigte sich mit Ansätzen von 1972 zum Thema Teaching Machines (überraschend ähnlich den heutigen), ich kaufte mal wieder 100 Kilogramm Kies. Der Sturzregen verhinderte den größeren Teil des Samstags Gartenarbeit.

    Erfreulich, dass wir auf den Latifundien einen handwerklich arbeitenden Schlachter in Fahrradentfernung haben. Ich fuhr mit dem Auto vorbei. Sollte ich einen Drang verspüren mich dafür rechtfertigen zu wollen, könnte ich das sogar.

    Auf dem verlandeten Südsee im Nachbaracker bildet sich eine durchgehende Kleefläche.

    Der Hausrotschwanz liebt die Südwestecke des Floratempels als Sitzwarte. Manchmal sitzt dort auch die Ringeltaube.

    Das englische Wetter – ungewöhnlich feucht, nie zu heiß, nie zu kalt, beflügelt den ganzen Garten. Selbst die Hundsrosen kriegen sich gar nicht mehr ein. Die Brennesselkolonie bei den Mülltonnen erreicht locker Schulterhöhe, Rosa Rosarium Uetersen leuchtet in Farben, die kann man vermutlich noch am Ortsschild sehen.

    Madame beetet und freut sich, dass die unerwünschten Beikräuter sich so einfach entfernen lassen.

    In der Pergola saß eine Kreuzung aus Spatz und Kanarienvogel: Der Kopf eines Kanarienvogels befand auf dem Körper eines Spartzen. Er wirkte recht alert und gesund. Nur ist es seltsam, wenn ein Vogel auf dem Präsentierteller sitzt und einfach sitzen bleibt, wenn Menschen sich nähern.

    Anscheinend ein Goldammer-Ästling. Schon begrenzt flugfähig und schon begrenzt nach Goldammer aussehend – aber noch nicht so richtig. Wir ließen ihn sitzen, wie das Internet sagt, flüchteten vor dem nächsten Regenschauer, und später war er verschwunden.

    Was machen Kroos?

    Die Kaltmamsell trägt stylish Superheldenhemd.

    Der albanische Römer ist wenn es hart auf hart kommt, Albaner.

    Kieselblog schaut Rainald, das alte Brauereipferd, Grebe in Dortmund.

    Herr Buddenbohm schaut Möwen und vermisst den unvergleichlichen Nils Koppruch. Und wie er fehlt.

    Was machen Kroos? Via Alex.

  • 24-06-03 LaTeX im Auenland

    24-06-03 LaTeX im Auenland

    Bewohner des Hinterhauses bekamen eine Kohlelieferung. Aller Berlin-Gentrifizierung und alles Immobilianwahns zum Trotz – es gibt im Berliner Stadtring noch Wohnungen mit Ofenheizung. Geschichte live.

    Madame kaufte eine Fahrkarte nach Frankfurt (Oder).

    Ein Schattennetz ist kein Sonnensegel. Zum Beispiel sollte es unempfindlicher gegen Wind sein und nicht segeln. Wir benötigen Eines in 375cm x 325cm.

    Sätze, die muss man schreiben können: „Meine Familie betreibt in 19. Generation seit 1589..“ (von einer Hafermilchtüte)

    Mir kommt es vor als würde die Bio-Nachfrage nach Hafer/Soja/Mandel-Milch auch langsam zum Nachdenken kommen; weg vom marketinggetriebenen „Hauptsache Pflanze und es sieht schick aus“, zu „Was ist genau drin? Und wo kommt es her?“

    Sandra Hüller und Ryan Gosling drehen einen Film zusammen. Viel besser kann es nicht werden: Es soll sich um einen Sci-Fi-Film namens „Project Hail Mary“ handeln, der auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir basiert. In Deutschland ist das Buch als „Der Astronaut“ bekannt.

    Während ich im Internet von abgesoffenen Kellern und noch schlimmeren Fluten lese, zieht an uns vielleicht einmal ein Wölkchen vorbei. Es ist etwas schwül, aber die Rosen blühen, die Spatzen spielen neckische Spielchen und es fühlt sich an wie im Auenland, während draußen die Unbillen Mordors wüten.

    Vielleicht lag es nur am Fernuni Modul „Wissenschaftliche Methodik der Informatik.“ Das besitzt einen ausführlichen Teil zum Textsatz wie TeX und LaTeX – die Beispiele sind jeweils Abschnitte aus dem Beginn des Herrn der Ringe. Ich lese viel vom Auenland in unterschiedlichsten Textsätzen.

    Aber mit Erfolg. Mein – im Verhältnis zu allen anderen Modulen einfaches – Onlinequiz habe ich bestanden. Damit 5 ECTS für dieses Semester gesichert; und, noch viel besser, dieses Modul kann ich von der Lernliste streichen.

    Die Amsel trällert, die Kornraden blühen

    Während also andernorts Sturzfluten herniedergingen und herniedergingen saßen wir in unserem Auenland beim zweiten Frühstück, trugen Strohhüte und Sonnencreme auf und betrachteten die Hummeln.

    Madame entdeckte verlorenen geglaubte Glaucas im Bett.

    Nachbars Ligusterhecke ist so von Insekten umschwärmt – so stelle ich mir die Buffeteröffnung auf einem Kreuzfahrtschiff vor.

    Im Bauarbeiten-Rest-Erdhaufen haben sich Grabwespen angesiedelt, so schnell konnten wir gar nicht schauen. Leider hauft die Erde trotzdem an ungeschickter Stelle.

    Die einzigen drei Regentropfen lockte ich erfolgreich mit dem Gedanken an, die Gartendusche aufzustellen.

    Madame beetete 1R.

    Die neu gepflanzten Rosen entwickeln sich. Selbst die etwas leidend aussehende Blush Noisette stellte sich auf.

    Die Alten Rosen wollen blühen. Leider werden ihre Knospen vom Rosentriebbohrer-Dickmaulrüsselkäfer dezimiert. Nur die Rosa gallica versicolor scheint immun und blüht was sie blühen kann.

    Blühende rosa gallica versicolor

    Rhabarber

    Die New York Times über Rhabarber, Spargel und die Karls Erdbeerhäuschen: How Rhubarb Conquered Germany, Then the World:

    Put another way: Song or no song, every spring across Germany, rhubarb goes completely viral. The vegetable (yes, it is a vegetable) is part of a trio of produce that includes strawberries and a particular asparagus varietal that peaks in early spring. Warm weather sets off a frenzy for all things.

    Aus derselben Quelle. Portrait eines Typs Mensch, den man auch an der Fernuni öfters findet: The Man Who Couldn’t Stop Going to College:

    And there’s something almost anachronistically earnest, even romantic, about the reason he gives for spending the past 30-odd years pursuing college degrees. “I love learning,” he told me over lunch last year, without even a touch of irony.

    Das Bauchgefühl wenn Frauen in Rockbands ein Instrument spielen, dann meistens den Bass: JStore Daily She’s All About That Bass

    Sonnencreme genervt erklärt für Fünfjährige.

    Antwerpen, Hauptbahnhof, das wäre etwas.

    Ungelesen. Aber etwas unter dem Titel Erdbeerbowle wird auf jeden Fall verlinkt.

    Zurück zur Welt. Eine der Hauptpunkte vom Herrn der Ringe ist es, zu sagen: So schön das zweite Frühstück im Auenland auch ist, manchmal muss man raus in die böse Welt, das Unheil bekämpfen. In Deutschland 2024 geht es reicht einfach: Europawählen. Eine Partei, die zur Kenntnis nimmt, das Klimawandel DAS Problem Europas in den nächsten Jahrzehnten sein wird.

  • 24-05-28 Unter der Sitzwarte (Lila Flecken auf der Wetterkarte)

    24-05-28 Unter der Sitzwarte (Lila Flecken auf der Wetterkarte)

    Sind zwei Armlehnen soviel wert wie ein Schubkarrenrad? Der Markt sagt ja.

    Was ist Dein Lieblingsartikel im Grundgesetz?

    Für Fortschgeschrittene: Was ist Dein Lieblingsartikel (Grundrechte ausgenommen)?

    Ich hätte kochen sollen, konnte meinen Blick aber nicht von den Mauerseglern abwenden, die vor dem bald-kommt-das-Gewitter-Himmel ihre Runden drehten.

    Mir träumte, ich fahre im Reisebus nach Kiew. Um uns herum Feuergefechte. Uns im Bus passierte nichts. Aber die Stimmung war angespannt. Das war das Stichwort – volle Anspannung. Mit einem Krampf im Bein wachte ich aus dem Traum auf. Bein gelockert, todmüde ohne Bürgerkriegsträume wieder eingeschlafen.

    Eine Ente transportierte Lehm von Glien (altslawisch für Lehm) nach Wochenend-West (neuberlinerisch für Sand).

    Montag richtete Madame zwei Quadratmeter Steglitz häuslich mit Badenhandtuch und Poolkit ein. (Besuch 5 / 16€ pro Besuch).

    Einst hängte ich im Spätsommer „Nazis raus“-Plakate an Laternenpfähle in Kampen auf Sylt. Selten sagt mir der Weltgeist so deutlich, dass ich meiner Zeit voraus war.

    Ich mag Schmalkalden. Zwei Leben vor diesem Leben kannte ich einen coolen Menschen aus Schmalkalden. In unserer aufrührerischen Gruppe der Weltverbesserer war er vielleicht der weiseste.

    Diese Schmalkalden-Zuneigung wurde bei der Thüringer Kommunalwahl bestätigt: SPD-Bürgermeister gewählt mit 66%, im Landkreis Schmalkalden-Meiningen eine direkt gewählte SPD-Landrätin.

    Ich glaube wir sollten dort hin und die Stadt ein Wochenende lang näher untersuchen. Wir könnten es kombinieren mit einem Besuch der Viba Nougat-Welt, die in der Nougat-Allee 1 in Schmalkalden liegt. Vielleicht hilft Schokolade auch einfach gegen Faschismus.

    Waschbärspuren

    Wir weihten Laubola Floratempel mit Hefezopf und Zitronenwasser ein. Vor uns hatte bereits der Hausrotschwanz die Dachbalken als Sitzwarte bezogen.

    Sonntag setzte Madame Frauenmäntel an die Alten Rosen.

    Eine Solitärwespe schleppte in Form einer Raupe – doppelt so groß wie die Wespe – Vorräte für die Kinder an.

    Das neue Ettenbühl-Video zeigt Bilder, wie Scarmans Himalayan Musk große Walnussbäume und Häuser überwächst. Toi, toi, toi, dass wir unseren frischgepflanzten Rambler jemals in den Griff bekommen.

    Ich widmete mich meinen Lieblingshobby: Endgültiges Ausgraben der Brombeere. (Genau – diejenige Brombeere, die wir schon im Mai ’23, August ’23, Oktober ’23, März ’24 und im April 2024 endgültig ausgruben. Ich glaube es ist verständlich, warum wir Furcht vor ihrem Ausbreitungsdrang haben.)

    Letztens vermuteten wir eine Waschbärsichtung. Dann dachten wir: Das kann nicht sein. Wären hier Waschbären unterwegs, hätten uns die Nachbarn schon Schreckgeschichten von ihnen erzählt.

    Dieses Wochenende erzählte Frau Tegel Schreckgeschichten vom Waschbär.

    Madame brachte Blumen mit und weihte die neue Vase vom Prellbock ein.

    All‘ das fand statt in einer Luft so dick, dass sie Widerstand leistete, gehen erschwerte. Am Himmel sahen wir Gewitterwolken, auf der Wetterkarte vorbeiziehende lila Gewitterflecken. Aber sie alle umgingen uns.

    Im Hintergrund dröhnte der Speedway-Ring.

    Blick durch Holzbalken auf einen stark wolkigen Himmel

    Skandinavienkai

    Jon Worth fuhr mit dem Fahrrad auf eine Finnlines-Fähre ab Travemünde.

    Auf der anderen Seite der Nordsee wird in Norwegen gestreikt. Das läuft anders als in Deutschland. Streik mit Streikpflicht und Ausnahmegenehmigung und einer wird die IT weggenommen während des Streiks.

    Google like it’s 2001 mit Erklärung.

  • 24-05-26 Freier Rückwärtspuffer (10/18)

    24-05-26 Freier Rückwärtspuffer (10/18)

    Madame bestellte fünf Liter Creme in Silbergrau.

    Eine Postkarte kam aus Scharbeutz, ergänzt um Passatfotos.

    Neben Hühnerwald eröffnete Bringo Burger & Pizza. Um die Ecke eröffnete ein neuer Dönerladen. Die eröffnungsübliche Ballondeko war komplett in Schwarz-Rot-Gold gehalten.

    Dinko und Pavel haben keine Wohnung. Zumindest nicht in unseren Wohnhaus. Sie stehen auf dem Klingelschild, fernab jeder Klingel. Aber Dinko und Pavel haben einen Briefkasten. Womit die Zahl der Briefkasten sich langsam aber sicher dem dreifachen der Zahl der Wohnungen annähert.

    Die Verspeckgürtelung der Latifundien zeigt sich manchmal direkt am Speck. Das Herrenhaus im Nachbardorf stand lange halb vorm Verfall, wurde gemeinschaftlich von Berliner Kulturleuten und der örtlichen LPG genutzt. Vor einigen Jahren zogen Berliner Anlageberater ein.

    Gab es früher Würste und Gulasch von der LPG im Hofgut, ist nun eine Wagyu-Probierbox von der eigenen Bio-Wagyu-Herde für 250 Euro erhältlich.

    Wir hingegen kauften bei Rinderstolz&Wildeslust Jalapeno-Bratwurst und Hack für Burger für zwei Mahlzeiten für 14 Euro.

    Saisonkabinenbesuch im Insulaner No. 4(20€/B). Lange schon war ich meinem Traum nicht mehr so nahe, den Sommer komplett im Freibad zu verbringen.

    Dabei sah ich eine Szene, von der ich dachte, die gibt es nur in Kurzgeschichten für den Deutschunterricht. Kleines Mädchen auf dem Dreier, traut sich nicht. Ältere Freundinnen (ältere Schwester+Freundin?) feuern an. Irgendwann kommt ein Schwimmmeister hinzu, redet gut zu. Weitere Besucher setzen ein. Selbst die halbwüchsigen Jungs, die selber gerne springen würden, verbreiten nur positive Vibes.

    Irgendwann merkte ich, dass es kippte. Nicht mehr Furcht-Neugier war das vorherrschende Gefühl bei ihr, sondern der Genuß gerade Star in einem eigenen kleinen Drama zu sein. Sie zögerte nicht mehr aus Furcht, sondern um die Show am laufen zu halten. Etwas später sprang sie.

    Und was mich richtig freute: Im weiteren Verlauf des Abends sah ich sie noch drei- oder viermal voller Freude und ohne jedes Drama vom Dreier hinunterhüpfen,

    Bergfest plus

    Freitag kam, 8 Wochen nach Semesterbeginn, das letzte Klausurergebnis aus dem Vorsemester. Auch die Modellierung betrieblicher Informationssysteme ist bestanden – ich zeichnete erfolgreich Flussdiagramme. Damit ist das Bergfest+ erreicht. 100 von 180 nötigen ECTS für den Bachelor Wirtschaftsinformatik sind errungen. 10 von 14 Pflichtmodulen sind erfolgreich absolviert.

    Im einzelnen:

    • BWL (3,5/3,5)
    • VWL (0,5/1,5)
    • Mathematik (2/2)
    • Informatik (2/3)
    • Wirtschaftsinformatik i.e.S (2/4)
    • Wahlpflichtmodule (0/2)
    • Seminar(0/1)
    • Bachelorarbeit (0/1)

    Läuft.

    Für den Masterplan bin ich bei 110/540 ECTS. Es stellte sich inzwischen heraus, dass zwar viele Module oder Themen in der Wirtschaftsinformatik und der Mathe-Informatik vorkommen – aber die Prüfungen sind jeweils verschiedene und natürlich nicht untereinander anerkannt.

    Hmpf. Aber mal schauen, ist so oder so noch länger hin.

    Gedanklich bin ich eigentlich schon im Sommersemester ’24, aktuell im Wahlpflichtmodul Planen mit mathematischen Modellen. Das erste Modul, in dem mich die Einsendeaufgabe deutlich mehr als zwei Abende kostet. Aber auch hier war das Wochenende erfolgreich, ich habe alle Algorithmen. Methoden und Verfahren verstanden, die anzuwenden sind – inklusive des Gesamtpuffers (GP), des unabhängigen Puffers (UP), des Freien Puffers (FP) und des Freien Rückwärtspuffers (FRP).

    Jetzt gilt es „nur“ noch sie bis nächsten Montag auf die verschiedenen konkreten Aufgaben und ihre Zahlen anzuwenden.

    Wird.

    Fish are jumping and the Cotton is high

    Wir waren zwei Wochen nicht im Bungalow – und was passiert: Alles wächst um mindestens 40 Zentimeter. Die Frühlingsgarnitur mit Flieder, Pfingstrosen und Ginster ist endgültig durch. Nur die Obstbäume versuchen zu retten, was nach den Frostschäden zu retten ist, und schieben ein paar Ersatzblüten nach.

    Narzissen und Tulpen haben sich so weit zurückgezogen, dass sie guten Gewissens mähbar sind.

    Jetzt beginnt die Rosenblüte. Inmitten der Wiese (teilweise ist das Gras mehr als schulterhoch) bei wenigem Wind in der Sonne fühlte es sich manchmal an wie Sommer.

    Beobachtung: Bienen bevorzugen die Knautien, Hummeln die Katzenminzen und Feuerwanzen die Margeriten.

    Wir begannen an Laubola Floratempel den späteren Sonnenschutz zu setzen. Weitere Rosen kamen an und wir setzten sie ein:

    Im Uhrzeigersinn (Norden = 12 Uhr) stehen an den Ecken 1/2 – Scarman’s Himalayan Musk; 3 – Ghislaine de Feligonde; 4 – Camelot; 5 (leer – sie wird weiß, wir haben noch nicht endgültig entschieden welche weiße Kletterrose) // 7 (leer – Night Owl ist derzeit nicht lieferbar); 8 – Blush Noisette; 9 – Lady Scarman; 10/11 – Scarman’s Himalayan Musk.

    Blick auf Wiese, oranges Gartenmöbel und im Hintergrund die Gazebo.

    Hörgeräte

    Herr Rau entdeckte in der Hörzu eine Kurzgeschichte von Lord Dunsany, die im Original auf englisch nie veröffentlicht wurde: Lord Dunsany, Es ist zu lange her („It’s a long time ago“)

    Christa Chorherr hadert mit dem Hörgerät.

    Flusskiesel wäre fast Schöffe eines zeitgeschichtlich mittelwichtigen Gerichtsverfahrens geworden. Ein Hintergrundbericht: 2024-05-24 Freitag

  • 24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    Madame verschenkte 80 Kilo Beton in Form von Rohmassenpulver für Estrichbeton an C.

    Ich besorgte 189 Kilo Beton in Form von Rasengittersteinen. Rasengittersteine gehören mit einem Kilopreis von 8,3 Cent zu den preiswertesten Gegenständen, die sich überhaupt im deutschen Einzelhandel erwerben lasse. Dennoch kontrollierte der Baumarktmitarbeiter akribisch, ob ich nicht noch einen achten Stein unter den Zierkieseln zu schmuggeln versuchte.

    Madame setzte Zwoi zwo und Zwoi dro, aka Scarmans Himalayan Musk Ost und Scarmans Himalayan Musk West.

    Den Rest des Wochenendes fuhr sie Achterbahn. Zurück in der Stadt erforschte sie ein Stück Italien in Berlin.

    Die Gazebo nimmt Gestalt an.

    Die Rosen haben sich vom Frosteinbruch erholt. Bis auf Graham Thomas. Der wuchs am frühesten am kräftigsten. Ihn traf der Frost am härtesten.

    Die Alice-Tür-Clematis blüht. Und wie. Auch die Margeriten haben wieder ein gutes Jahr. Wir wissen nicht, wo sie nach all‘ der Zeit herkommen, aber sie blühen fast überall.

    Gegen Sonntagabend vermuteten sieben Kraniche eine Thermik über unserem Garten und zogen Kreise über dem Grundstück. Dabei lief der Grill gar nicht.

    Madame arbeitete sich durch zweierlei Arten der Kontoauszüge.

    Ich barg den toten Käfer vom Schuppenfenster. Er stellte sich als Goldglänzender Rosenkäfer heraus. Erst Opfer, dann verschmäht, von einer Spinne.

    In Berlin ist das Tor ist zurück. Der nächste Versuch von Verwaltung/Eigentümer das wilde Parken im Hinterhof zu beenden. Noch hat es kein Schloss und die Glasscheiben fehlen. Wird das Schloss, falls es kommt, diesmal länger als zwei Wochen durchhalten bevor es fatal vandaliert wird? Wird das weiß gestrichene Tor die erste Nacht graffittifrei überstehen?

    Im Hinterhof, neben dem Müllcontainer, befindet sich ein Stapel aus 15 Krawatten.

    Der Rücken überstand die Wochenendaktion überraschend gut. Nur die Oberschenkel schmollen.

    Israël, Douze Points

    Ein Schweizer Berlinerin gewann den ESC. Bester Auftritt des Abends.

    Die Schweizer waren die Besten waren mit professioneller großer Inszenierung, die gleichzeitig eine ganz persönliche Story erzählte.

    Ich schaue wegen großer Emotionen und überbordender Inszenierung und ich bekam große Emotionen und überbordende Inszenierung.

    Es verstört mich, dass selbst ernstzunehmende Menschen den Dorfproll-Mitgröhl-Beitrag aus Kroatien mochten.

    Angesichts des neuen deutschen Kommentators schauen wir jetzt alle mal leicht beschämt nach oben, pfeifen ein wenig und tun so als hätten wir ihn nicht mitbekommen.

    Was wurde aus metoo und der Frage nach Machtgleichgewichten? Es began sich, dass ein Niederländischer Semi-Star sich gegenüber Produktionsmitarbeiterin missverhielt und Konsequenzen erlitt. Nichts genaues weiß man nicht, aber halb Europa verbündet sich erstmal öffentlichkeitswirksam mit dem Star.

    Mich freuen gleich zwei nonbinäre Teilnehmer*, die beide in den Top 10 landeten. Mich freut, aus wie vielen Ländern, Israel in der Publikumswertung die 12 Punkte bekam. Noch ist Europa nicht verloren.

    Die Matrize der Koeffizienten einer Abbildung von Vektorräumen

    Halbjährlich grüßt das Murmeltier. Das Wochenende betätigte sich vor allem mit dem zweitätigen Studientag Mathematische Grundlagen. Der Gleiche wie im November 2023.

    Dank elendig fehlender zwei Punkte habe ich mir die Wiederholungsrunde eingehandelt. So ganz hat sich „ey, ne, wirklich?“ noch nicht in „ich bin voll motiviert“ verwandelt.

    Aber der Studientag half. Die Dozentin dieses Semester ist definitiv die beste Erklärerin im Umfeld der Mathematischen Grundlagen. Ich und meine 271 Co-Teilnehmer*innen waren begeistert. An ein paar entscheidenden Punkten dachte ich plötzlich „Ach, das ergibt ja richtig Sinn.“

    Plan: Mentoriat wechseln. Nachdem ich eine richtig gute Vermittlung des Stoffs erlebte, sehe ich keinen Grund, mir jetzt im Mentoriat eine richtig schlechte Vermittlung anzutun.

    Studientagen, während die Elster durch die Terrassentür hereinlinst mit Blick auf das sonnenbeschienene Grün im Hintergrund, ist auch netter als Studientagen mit Blick auf die Wohnungswand.

    Blick auf gelb blühenden Ginster, dahinter eine dunkelrot blühende Pfinstrose, weit im Hintergrund eine neu errichtete Pergola.

    Gelernt: ein Zoom-Meeting via Handy-Hotspot verbraucht knapp 3MB Daten die Minute. Nach dem kompletten Studientagswochenende hatte ich, samt Rumdaddeln in den Pausen, 2GB verbraucht.

    Quagga-Mülldeponie

    Kirchen sind Gemeingüter. Wenn sie das auch denken, unterschreiben sie hier:

    Kirchenräume sind jedoch Common Spaces – viele Menschen haben oft über Jahrhunderte zu diesem Gemeingut beigetragen. Wer diese Bauten heute allein privatwirtschaftlich als Immobilien betrachtet, beraubt die Communitas. Staat und Gesellschaft können und dürfen sich ihrer historisch begründeten Verantwortung für dieses kulturelle Erbe nicht entziehen. Deshalb rufen wir dazu auf, der neuen Lage mit neuen Formen der Trägerschaft zu begegnen: mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und deren Ausstattungen.

    Aus dem RBB lernte ich, dass die Brandenburger Badeseen sauberer werden, weil die Quagga-Dreikantmuscheln einwandert. Aus der Wikipedia lernte ich: die Muschel ist ein ganz böser Neueinwanderer. Aus Spektrum der Wissenschaft lernte ich: Alles ist kompliziert.

    Ein wenig stolz bin ich darauf, im Bekanntenkreis mehr aktive Hertha- (1) als Union (0)-Fans zu haben. Aber wenn ich die Dame frage, was im Stadion genau passiert, ernte ich eisernes Schweigen. Um so schöner, dass mequito darüber bloggt. [Sa, 11.5.2024 – das letzte Heimspiel]

    Wir müssen von [dem Kurvenmanager] wissen, wann wir die Tapete hochhalten können. Es geht darum, sich mit dem Vorsänger abzustimmen, damit die Tapete auch entsprechend gesangstechnisch begleitet wird, oder eben auch nicht. Es ist alles Dramaturgie. Der Mann mit dem Reptiliennamen teilt uns mit, dass in zehn Minuten sein Stellvertreter, der mit dem normalen Namen zu uns kommt und uns die Zeit mitteilt. Wir warten 20 Minuten, aber der Mann findet uns offenbar nicht. Später kommt er selber und teilt uns mit, dass uns die Spielminute 20 bis 25 gehört.

    Christiane versuchte in Frankreich eine Mülldeponie zu besiegen.

    Kellerkind badete im Wannsee.