Schlagwort: Pergola

  • 24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    College Football ist dieses Jahr nicht im deutschen Fernsehen zu sehen. Es gibt nicht einmal legales Streaming. Das trifft meine Herbst-Freizeitgestaltung.

    Madame machte drei Kreuze.

    Im Akazienkies Udon-Nudeln, Sommerrollen und Mangosalat.

    Das Theater Chemnitz besitzt das Talent, ein auf den ersten Blick nur mäßig begeisterndes Programm aufzulegen. Und dann schaue ich genauer hin und es sparkt Joy. Und dann sehen wir eine Vorstellung und sind nach Monaten, ach was Jahren!, begeistert.

    Im Internet fand ich eine Vorstellung, die Joy sparkte.

    Der Qualitätspresse entnehme ich, dass Danni Büchner eine eigene Fernseh.-Reality-Show bekommt. Ich finde das spannend:

    Ihr verstorbener Mann, Partyschlagersänger Jens Büchner war zwar nicht wirklich sympathisch, aber zumindest eine echte Rampensau. Der hatte das Talent, nichts peinlich zu finden, wenn es unterhält. Wie gemacht für das Fernsehen. Danni hingegen hat weder Charisma, noch ist sie sympathisch, noch hat sie irgendeine Art von Bühnen- oder Fernsehpräsenz. Aber sie ist eingeführter Charakter im D-Promi-Universum. Das reicht anscheinend um von Sendung zu Sendung gereicht zu werden.

    Im Generalanzeiger ein Porträt des Brandenburg-FDP-Spitzenkandiaten Zyon Braun. Ich erfahre, dass er zweimal studierte, aber nicht was uns wo. Sein Wikipedia-Artikel ist wegen Irrelevanz gelöscht. Im Internet lerne ich schließlich: irgendwas mit BWL an Privat-FHs. Gibt nicht so viel her zum Angeben,

    Immer noch 30 Grad. Ich schwanke zwischen „Möge es endlich vorbei sein. Es ist September!“ und „Wahrscheinlich ist dies das letzte Sommerwochenende des Jahres. Sauge es auf. Du wirst es vermissen!“

    Donnerstag kombinierten wir beides: to summer und to Abkühlung. Knapp anderthalb Stunden im Insulanerbad (ich) bzw eine halbe Stunde (Madane) und danach waren wir schlapp und gut durchgekühlt. (SK 31/32)

    Sternenhimmel, ich seh den Sternenhimmel, huaah! Fast hätten wir Hubert Kah anstimmen können als wir Freitag auf die Latifundien fuhren. Nicht im Süden natürlich, da hängt die LIchtglocke über Berlin – aber im Norden, Osten und Westen: The greatest show on earth!

    Eine Katze lag im Vulkan.

    Madame moppte die Wand des Bungalows.

    Wo sind all‘ die Admirale hin? Vermutlich auf dem Weg nach Südwestdeutschland.

    Dafür Heupferde, jede Menge Heupferde. Die richtig großen. Madame prognostiziert uns nindestens eines im Schlafzimmer.

    Madame entwicklet starke Symapthien für empirische Sozialforschung. hält sie aber für sehr anstrengend.

    Gliederung abzugeben bis zum 31. Oktober

    Der Lehrstuhl bwlquam schickte mir eine längere Mail zum Seminar nächstes Semester. Ich habe ein Seminarthema: Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors.

    Nicht, dass ich eine Ahnung hätte, worum es dabei geht. Aber es war mein Wunschthema.

    Vielleicht auch, weil ich die anderen Themen genausowenig verstehe.

    Vielleicht war ich bei der Wahl dieses Seminars auch einfach überoptismitisch.

    ABENTEUER.

    In mir strebt alles auf die Bücher, in die Bibliotheksdatenbank und ans Konzeptpapier. Aber noch sollte ich nicht. Noch sollte ich das Thema innerlich wegschieben. Noch wartet eine Klausur; passenderweise beim selben Lehrstuhl bwlquam bei dem das Seminar löuft. Das sollte ich nicht als inkompetent auffallen.

    Alpha ist klar. Aber Phi?

    Also lernen: Metra-Potenzial-Methode, Simplex-Verfahren (einstufig und zweistufig), Branch and Bound, Greedy- und Vogel-Heuristiken, Stochastische Simulation. Das Modul hat Tendenzen in absurde mathematische Bereiche auszureißen – die Klausur wird aber allen Erwartens nach Wiwi-freundlich werden und sich auf angewandte Mathematik beschränken.

    Mechanisch durchrechnen. Textaufgabe in eine Formel umsetzen und dann dem vorgegebenen Programm folgen. Die schwierigste Rechnerei ist sowas wie 0,3 – (2/3 * (-0,5)). Das ist eher banal, aber ich verrechne mich erschreckend oft. Noch zwei Tage.

    Die Klausuren des Lehrstuhl sind formal seit Jahren nahezu identisch und ich habe Vertrauen, dass es so bleiben wird. Inhaltlich hatte ich vieles schon mal im Laufe des Semsters verstanden. Jetzt nachlesen und neu verstehen (zweistufiger Simplex, Branch-and-Bound)

    Nur das mit der Bestimmung der Konfidenzintervalle hakt noch. Immerhin verstand ich inzwischen was ich bisher nicht verstand.

    Et tu, Neil?

    Es war eine Frage der Zeit. Irgendwann wird es einen von mir geschätzten Prominenten mit #metoo erwischen. Es war Neil Gaiman; bekannt als Autor von Sandman oder American Gods. Ich las Anansi Boys und ihn gerne ab und an im Internet. Er wurde wegen sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung angeklagt.

    Hotel Mama fragt, wie ich damit umgehe?

    Ich muss sagen, es traf mich nicht tief. Dafür ist er emotional zu weit weg. Dafür war mir innerlich zu klar, dass irgendwann ein Mann aus meinem persönlicher Bewunderskosmos auffliegen würde. Ein kleiner Stich ins Herz trifft es eher.

    Generell denke ich pragmatisch; ich bin so unwichtig, dass meine Einstellung wirklich null Unterschied auf den Fortgang der Dinge nimmt. Er kennt mich nicht, ich kenne ihn nicht, seine Einstellung mir gegenüber wird „egal“ sein.

    Ich kann ihn innerlich ohne großes Nachdenken von „wirkt symapathisch und schreibt schöne Bücher“ auf „ist Vergewaltiger und schreibt schöner Bücher“ umsortieren. Sollte ich ihm damit wieder erwarten Unrecht tun, wird er davon auch nichts mitbekommen.

    Den Unterschied, den mein Verhalten macht, ist auch nahe Null, aber nicht Null. Ich habe mein einziges Gaiman-Buch vor 15 Jahren gekauft und werde keines mehr ergänzen. Ich habe Gaiman bisher etwa einmal im Jahr irgendwie positiv erwähnt. Das werde ich wohl sein lassen. Sollte ich in eine Situation kommen, in der er positiv erwähnt wird, werde ich widersprechen.

    Noch gerade so ins Insulanerbad

    Poupou telefonierte und winkte mit dem Busfahrer und kam gerade so ins Sommerbad am Insulaner.

    Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Trucker-Edition.

    Die Bahn-Auskennerin empfiehlt den Platz zwischen den Sesseln.

    {F}ür alle die ACE-Hemmer (eine Klasse an Blutdrucksenkern) nehmen und generell Medikamente, bei denen im Beipackzettel „Angioödem“ oder „Schwellungen zB im Gesicht“ angegeben sind: das ist kein Spass, das kann auch nach längerer problemloser Einnahme auf einmal auftreten. Es sieht vielleicht erst nur ein bisschen komisch verquetscht aus, aber bitte gehen Sie damit zum Arzt und zwar ohne lang zu warten und erwähnen Sie die Medikamente.

  • 24-08-24 Die Hippiewespen kehren zurück

    24-08-24 Die Hippiewespen kehren zurück

    Während ich das Spielzeug ins Internet brachte, um zu bloggen, plinkte eine Katwarn-Meldung für Dithmarschen hoch: Starkregen, Hagel und Windstärke 12. Das ist selbst in der Gegend im August ungewöhlich.

    Der Kaptain packte das Paket aus und konsultiert Anleitungen. Uns wird für Oktober ein Sieben-Gänge-Menü allein aus Pommes bestehend angekündigt.

    Vielleicht kommt die Feuerwehr Ende September zum Grillen. Für Ostern nächstes Jahr schlossen wir ein 4:30h-morgens-Date.

    In Briefkasten: eine SPD-Wahlwerbung des Direktkanidaten zur Brandenburgwahl. Er war einst Stahlwerker im Stahlwerk Hennigsdorf. Mehr Ich-komme-von-hier-Credibility ist nicht möglich.

    Fun Fact: Die Grünen haben in Brandenburg mehr Mitglieder als die AfD. In meiner Welt sagt das etwas über die Verwurzelung vor Ort – aber ich fürchte nicht in der Welt der Brandenburger Wähler*innen.

    Im Markgräflerland fand eine Gender-Reveal-Party statt. Diese jungen Leute heutzutage.

    Ich recherchierte Team-Events. Von einigen bin ich richtig begeistert. Nun muss ich nur noch das Team überzeugen. Und bei meinem Haupt-Begeisterungs-Event auch noch den Geldgeber. Das ist nicht preiswert

    Ich recherchierte Fernuni-Seminare und entdeckte angewandtes digitales Entprepreneurship:

    Es gibt Studierenden die Möglichkeit, eine digitale Geschäftsidee zu generieren, diese schrittweise zu einem realistischen Businessplan weiterzuentwickeln und im Sinne eines kleinsten realisierbaren Produktes prototypisch umzusetzen. Hierfür werden Teilnehmende im Rahmen des Seminars an eine Low-Code Technologie herangeführt, die die schnelle Entwicklung von digitalen Produkten und Dienstleistungen ermöglicht.

    Nichts für mich. Aber für viele Student*innen klingt das nach einer richtig coolen Sache. Ich brauche natürlich mehr Abstraktion und weniger Praxisbezug.

    Jalapeno-Hornisse

    Ein seltsamer Tag. Die Sonne knallt, 28 Grad, und ich sage mir „Da buddel ich man lieber jetzt. heute wird es nur noch heißer.“ Vor das Buddeln hatte der Tag aber noch das Einkaufen gesetzt. Nach Frühstück zu Klassik-Pop-et cetera (heute eher meh) schwangen wir uns auf die Fahrräder.

    Ich schwang sofort wieder herunter. Anscheinend ist die letzte Latifundien-Radlerei schon länger her. Mit Luft im Reifen geht besser als ohne. Im weiten Versuch zum Fleischer: Jalapeno-Cheddar-Bratwurst kaufen und Rindsbratwurst. Ein Hoch auf den Autobahnausbau, dessen Ausgleichsmaßnahme uns einen Radweg zwischen Bungalow und Dorf bescherte.

    Danach war es heiß. Laubola Floratempel wurde fertig gecremt (absichtlich), die Küchenbank begann die Cremung (unabsichtlich) und Madame goß mehr als im gesamten vorherigen Sommer zusammen.

    Kaum war es länger trocken und heiß, kamen auch Hornissen und Feldwespen zurück. Die Feldwespen, bei uns Hippiewespen genannt, weil sie so friedlich sind und in lockeren Kommunen leben, vermissten wir bereits. Eigentlich haben wir jedes Jahr ein gutes Dutzend ihrer Mininester um die Terrasse herum – nur in 2024 keine.

    Wir fragten uns: Falsches Wetter? Oder mögen sie uns nicht mehr? Wir bekamen die Antwort: Falsches Wetter. Kaum ist es heiß und trocken kehren sie zurück.

    Pünktlich zur Fertigstellung des Luftzimmers erreichten uns zwei Einrichtungsgegenstände. Ein Stuhl in Sonne (laut Hersteller: Honig) und einer in Flamingo (Hersteller: Capucin). Wr hatten Glück. Laut Gartenstuhlfachgeschäft war Flamingo nur eine Ein-Saison-Farbe und kommt nächstes Jahr nicht wieder.

    Morgen soll es abkühlen. Dann beginnt (mal wieder) lernen für die Mathematischen Grundlagen.

    Tagebucharchiv

    Ilka fuhr nach Hildesheim und schaute die Royals.

    Dodio war im Tagebucharchiv

    Karen und Familie radelten Achterbahn durch Felsen.

    Kieselblog wärmt mit Herz mit einem albernen Wortspiel: Es heißt zwar Miso, macht aber gute Laune

  • 24-08-20 SHA-Hash-Shamir-Transposition

    24-08-20 SHA-Hash-Shamir-Transposition

    Ein WoMo fuhr gen Finnland. Darinnen saßen R und ihr GöGa.

    In Nachbarsgarten ein Hertha-Fan. Bei jedem Tor des 5:1 Siegs über Rostock zuckte ich ob seiner wilden Freudenschreie zusammen.

    Um den Kopf zwischendurch frei zu kriegen, ab ins Insulanerbad. Bei 24 Grad waren Madame und ich fast alleine auf der Bahn. (SK 21 und 22 / 3,64€ pro Besuch).

    Falls ihr Euch je fragtet, warum Flugzeug auf Englisch Airplane heißt. Es kommt von plane – flach (im deutschen noch als plane Oberfläche) und bezeichnete ursprünglich die Tragfläche. Später bezeichnete das Wort das ganze Flugzeug.

    Morgentemperaturen von 12 Grad. Könnte ich zaubern, hätte ich einen Gospelchor herbeigewünscht, der auf der Terrasse REJOICE verkündet. Leider kann ich nicht zaubern, sondern habe nur einen Bluetooth-Lautsprecher und höre den Deutschlandfunk-Radiogottesdienst.

    Nachzutragen ist, dass Klassik-Pop-et cetera mit Margret Kroell ein Klassik-Pop-Jahreshighlight war. Spannende Person, schöner Akzent, tolle Musik. Nun warten wir darauf, dass Die Knödel wieder auf Tour gehen.

    Schöner Verhörer: Ich verstand, dass sie in Tuba tourte. Das kann nicht sein, Tuba gibt es ja nicht. Also wohl Cuba. Machte auch Sinn; bis sie erzählte, dass sie in Cuba bei -21 Grad in einer Jurte übernachtete.

    Tuwa!

    Heizung heizt

    Der Miele-Mechaniker kam. Wie es sich gehört, hatte es sich der Geschirrspüler überlegt und lief die ganze Zeit einwandfrei. Der Techniker spülte und maß und hörte ab und checkte und maß nochmal, und war insgesamt eine Stunde beschäftigt. Aber weder wollte der Fehler noch einmal auftreten, sonst zeigte der Geschirrspüler außer dem üblichen 10-Jahres-Verschleiss andere Macken.

    Immerhin gibt es inzwischen Fehlerspeicher: der gute Mechaniker konnte nachvollziehen, dass F24-Fehler im Heizelement letzte Woche noch auftrat. Aber des Fehlers Verschwinden ist gut für uns: Der Techniker informierte uns auch, dass der Fehler normalerweise einen wirtschaftlicher Totalschaden bedeutet.

    So spülen wir weiter und sondieren vorsichtig Haushaltsgerätewebsiten. Madame lernte viel über MultiDiscAutoDos.

    Ich lernte: Ein Geschirrspüler verdoppelt sich im Preis, springt von 1000 Euro auf 2000 Euro, nur wenn die Front anpassbar an verschiedene Einbauküchen ist und mensch die Knöpfe nicht sehen muss.

    Seitdem zweifle ich, ob es der deutschen Mittelschicht so schlecht geht.

    Geburtstagsparadox

    Seltsame Gefühle. Wieder Büroabschied für knapp zwei Wochen. Wieder Vertretungen instruieren und sich denken „das muss jetzt mal ohne mich auskommen.“

    Ende Juli allerdings war die Aussicht: Ferne, Ostsee, Tallinn, ex-sowjetische Eisenbahn, Trolleybusse. Ende August wird es: Lernen am Schreibtisch und Klausur.

    Beginn am Donnerstag: Datenbanken und Sicherheit im Internet. Seit Sonntag wiederhole ich Sicherheit im Internet.

    Ich erlebe viele 2000er-Flashbacks: PGP, Verschlüsselungen und anonymes Surfen waren doch um 2000 Alltagsthemen in meiner Crowd. Schön spielerisch: Klassische Verschlüsselung mit Caesar-Verschlüsselung und Vigenère-Chiffre – Uni-Übungsaufgaben die auch im Micky-Maus-Club hätten vorkommen können.

    Begriffsmerken: Verschlüsselung funktioniert über Substitution (alle Zeichen werden durch andere Zeichen ersetzt, aus Hallo wird 8-1-11-11-14) oder Transposition (die Zeichen bleiben aber ihre Stellung im Wort wird anders, aus Hallo wird lHloa.)

    Viel neues: Wie funktionieren RSA (Ravist-Shamir-Adleman) und Diffie-Hellmann mathematisch? (also angerissen, für tiefes Verständnis reicht ein komplettes Mathematik-Studium nicht aus). Was ist der Unterschied zwischen SHA-1, SHA-2 und SHA-3. Wie funktioniert die Feistel-Verschlüsselung?

    Formeln merken:

    RSA (Verschlüsselung der Nachricht m mit öffentlichem Schlüssel aus den Zahlen n, e und privatem Schlüssel mit d):

    \[ Crypt_e = m^e \mod n = c \]
    \[Decrypt_d = c^d \mod n = m \]

    Die Formel gilt natürlich nicht für alle Zahlen, sondern nur für speziell bestimmte. Und bei der Frage, welche Zahlen das sind, ist man in Abgründen der Zahlentheorie gelandet, bevor man nur kurz „Hilfe!“ rufen kann.

    Und das Geburtstagsparadox: Wie wahrscheinlich ist es, dass zwei zufällige Zahlen identisch sind. Gerne erklärt am: Wir haben eine Gruppe von Menschen, wie viele werden benötigt, damit zwei am selben Tag Geburtstag haben?

    Wenn eine Person gesetzt ist, muss gelten \[ (\frac{364}{365})^n < 0,5 \] Dies ist bei n=253 der Fall. Wenn Du 253 Personen triffst, wird mit mehr als 50% Wahrscheinlichkeit eine am selben Tag Geburtstag haben wie Du.

    Wenn es nur um eine beliebige Gruppe geht, in der zwei beliebige Personen gleichzeitig Geburtstag haben, lautet die Formel:

    \[ \frac {365*364*363*.. * (365-n+1)}{365^n} < 0,5 \]

    Die Bedingung wird schon erfüllt, wenn n die 23 erreicht. Ab 23 Personen in einer Gruppe haben mit >50% Wahrscheinlichkeit zwei am selben Tag Geburtstag.

    Natürlich interessieren sich Kryptograph*innen nicht für Geburtstage. Aber sie interessieren sich sehr für Wahrscheinlichkeiten und die Frage, wann zwei zufällige Zahlen identisch sind.

    Luftzimmer

    Ein Tigerschnegel im Bad.

    Zwei Pfauenaugen im Wohnzimmer.

    Laubola Floratempel erhielt eine weitere Bezeichnung: Neben Pergola, Laube oder Gazebo hörten wir nun Luftzimmer.

    Die Rose Night Owl wird doch nicht an der Pergola wachsen. Weitere Recherchen erbrachten, dass sie nur im Klima von South Carolina gedeiht und an allen anderen Orten darbt.

    Madames Rosenlieblingsblüten stammen von Violina und Graham Thomas. Ich musste über meine Nachdenken, kam auf Gallica versicolor, Rococo und Summer Song.

    Sense

    Sensen ist gefährlich (mit Bild das nichts für schwache Nerven ist).

    Segeln ist ungefährlicher.

    Tanzen ist schön.

    E-Auto eines deutschen Premiumherstellers kaufen ist enervierend.

  • 24-08-17 NATURAL JOIN UNDER Schattiernetz

    24-08-17 NATURAL JOIN UNDER Schattiernetz

    The Beauty Bar (Ex-Lauretta) eröffnete.

    Mir Döner arbeitet daran, Influencer-Hip zu werden. Freitagnachmittag bei absurden Temperaturen zog es eine Schlange vor der Dönerausgabe an.

    Beim Kaptain wurde ein Paket abgegeben. Sie fragte, ob es mit Buch kommt.

    Die Deutsche Bahn kündigte an, dass ein Zug nicht zwischen Frankfurt und Fulda fahren wird.

    Ich nutzte die Datenbanklernerei, um mal wieder tiefer in das Datenbankbackend unseres eigenen Ticketsystems zu schauen. Immer wieder nett, dass es dort plötzlich sehr niederländisch wird. Denn die Programmier*innen kommen von dort.

    Oh Zeiten. Zweimal wollte ich diese Woche in einem Blog kommentieren, zweimal war die Kommentarfunktion deaktiviert.

    Bei der UX-Fortbildung diese Woche lernte ich das schöne Wort Affordanz. Im gelernten Sinne: Man erkennt wie etwas zu Nutzen ist, allein aus der Form und Gestaltung. Paradebeispiel mit hoher Affordanz: der Henkel einer Tasse. Oder eine Türklinke. Im Webdesign wird der Begriff vor allem angeführt, wenn es darum geht, dass Buttons als solche erkannt werden sollen.

    Ein Beispiel für furchtbare Affordanz schildert Torsten Kleinz: Ein Weg, der aussieht wie ein Radweg aber keiner ist: Das ist kein Radweg

    Nebenentdeckung: Unser Dauerbeispiel der UX-Schulung war der Carsharing-Anbieter Stadtmobil. Von neun Anwesenden waren zwei Stadtmobil-Kunden plus ich mit meiner Cambio-Karte, die Stadtmobilpartner in Berlin sind.

    Flurgespräche. Mir wird das Leid eines Jungen Vaters geklagt, der auf „Wunsch“ seiner Frau eine große Einschulungsfeier organisiern muss. Wir wundern uns, warum das in den letzten Jahren so eskalierte? Wann wandelte es sich von Kaffee und Kuchen mit Verwandtschaft aus der Nähe zu einem Tagesevent mit vollem Programm? WIr zweifeln beide. Er allerdings benötigt noch Bierbänke und einen Zauberer.

    Gelernt: Zauberer nehmen ähnliche Honorare wie SAP-Berater.

    Madame radelte zum Bäckereiwagen und brachte Kartoffeln mit. Diese bereitete sie zusammen mit der litauischen kalten Rote-Beete-Suppe zu.

    Gießen bis der Regen kommt

    Was für absurdes Wetter. Ich laufe von der Pergola in die Küche, um mir ein Glas Wasser zu holen. Und nur für den Weg hin- und zurück schwitze ich dieselbe Menge an Flüssigkeit aus, die das Glas nachführt.

    Dann doch lieber Nebelfunktion der Gartendusche. Da gelangt das Wasser gleich von der Leitung auf die Haut ohne Umweg durch den Körper.

    Immerhin hängt das Schattiernetz. Brav schattierte es, brav versorgt es die Pergola mit einem neuen Raumgefühl. Gut kann man darunter ebenso Kuchen essen wie Datenbanken lernen.

    Ebenso kann man auf den Regen warten, der sich über Stunden ankündigte, und dann doch auf sich warten ließ. Madame packet sie Ungeduld. Sie fing an die Beete zu gießen. Wie üblich hatte es Erfolg.

    Das Schattiernetz bewährte sich doppelt. Im Gegensatz zu einer Markise schattet es weniger. Dafür lässt es Wind und Wasser hindurch, man muss es bei Unwetter oder bei Abwesenheit nicht abmontieren. Seinen ersten Regen übrstand es bravorös und machte was wir erwarteten.

    Scarmans Himalayan Musk legte in dieser Woche allerdings auch 25 Zentimeter zu. Es ist absehbar, dass sie in diesem Jahr noch das Dach der Pergola erreichen wird, nächstes Jahr bereits Schatten-durch-Rosen ein Thema wird.

    COUNT (*) AS

    Weiterlernen an den Datenbanken. Vor allem SQL-Befehle schreiben und verstehen und in Relationenalgebra umwandeln beziehungsweise rückwärts. Wenn es Summieren oder Zählen in Verschachtelung geht, wackelt die Sache noch.

    Aber eigentlich bin ich sehr optimistisch bei den Datenbanken.

    Das sollte ich besser sein. Morgen, Montag und Dienstag wird Sicherheit im Internet gelernt. Mittwoch sind Altklausuren dran (beide Themen). Donnerstag ist Klausur und (danach) Chill.

    Ein Ballsaal als Schwimmbad

    Ich bin entsetzt. Vier Nächte meines Lebens verbrachte ich direkt neben dem Warschauer Kulturpalast. Und mir entging, dass er ein Schwimmbad beherbergt. Oder wie Spiegel schreibt: EIn Ballsaal voller Wasser: Wie der Kulturpalast in Warschau zu Europas coolstem Monument wurde

    Hanjo las Olga Tokarczuk Empusion – und ich fürchte ich muss ihr Gesamtwerk lesen. Gelesen. Tokarczuk.

    Karin destillierte Damaszenerrosen.

    Ebenso in Polen, in Kattowitz, fand die Wikimania 2024 statt. Sie nahm etwas schönes der deutschen Wikicon auf: das improvisierte Orchester anwesender Wikipedianer*innen: How a “WikiOrchestra” performed Polish music at Wikimania 2024

  • 24-08-13 Hauke will zur Kita, Melanie nach Berlin

    24-08-13 Hauke will zur Kita, Melanie nach Berlin

    Auf den Latifundien haben wir noch Aufbackbrötchen. Diese müssen weg. Auch sollte die Senatsreserve Hafermilch getauscht werden. Die Kokosbriketts sind auf der Grenze von Lagermenge s. In Berlin hat das Rapsöl die Lagermenge s unterschritten.

    Neun Jahre und 355 Tage nach Kauf nimmt der Geschirrspüler unter der Meldung Fehler F24 eine Auszeit. Hätten wir damals die 10-Jahres-Garantie gekauft, könnten wir eine Flasche Sekt öffnen. Haben wir aber nicht. Nächste Woche wissen wir mehr. Bis dahin gilt: Spülen von Hand.

    Nachzutragen ist, dass Madame außerordentlich unspektakulär mit ICE74 von Basel aus in Berlin ankam. Damit sie nicht zu sehr verwöhnt wird, sperrte die Bahn alle Bahnstrecken in die Hafenstadt (sowohl S-Bahn wie Regio). Der SEV lässt uns den Wecker auf 4:40h stellen.

    Dank dpd entdeckte ich einen neuen Späti gegenüber des Rathauses Schöneberg. Der ist äußerst nett. Zum Angebot gehören – eher ungewöhnlich für einen Späti – 20-Kilo-Säcke mit Basmatireis. Leider macht er das mit den Paketen anscheinend erst seit letzter Woche. Ich sehe viel Potenzial, den Prozess der Paketwiederhervorfindung zu verbessern.

    Zur Brandenburg-Wahl ist die Partei Deutsch Land Wirtschaft zugelassen. Zu meiner Überraschung ist sie gar nicht so schlimm, wie sich der Parteiname anhört.

    Sunshine Reggae

    Der Lokalpresse entnahm ich, dass Mauersegler, Kuckucke (Kuckucks? Kuckeen?) und Jungstörche schon wieder gen Süden abgereist sind. Dem Himmel entnahm ich, dass die Schwalben noch anwesend bleiben.

    Madame beetete 5L und 4R. Sie band Scarmans Himalayan Musk fest. Ich versuche mir zu merken, dass die beiden weißen Rosen an der Laubola Blush Noisette und Ghislaine de Feligonde sind. Die Cremung der Pergola ist so weit fortgeschritten, dass wir beim nächsten Aufenthalt das provisorische Schattiernetz anbringen können.

    Beim Frühstück wunderte ich mich noch, dass uns gar keine Marmeladenwespen besuchten. Die Wespen wunderten sich wohl auch. Mittags stach eine bei Madame zu. Abends geduscht und frisch geduscht auf die Terrasse getreten – drei Minuten später hatte ich zehn Mückenstiche. Nivea ist gefährlich!

    Wir sichteten mehrfach Bremsen – die es auf dem Grundstück eigentlich nie gibt.

    Langsam bekomme ich wieder einen Alltagsrhythmus, in den auch Schwimmen passt. Ausnahmsweise bei 29 Grad ins Freibad. Aber man bekommt nichts besseres zur Zeit. Madame war schon zweimal im Insulaner und so kommen wir auf die Saisonkabinennutzungen (SK 17/18/19 – 4,21€ je Nutzung).

    Im Becken funktionierte es besser als gedacht. Das Becken war in vier Bereiche geleint. Die Anwesenden verteilten sich vergleichsweise kompetent auf „1 – Vom Startblock springen;am Beckenrand stehen / 2 – Langsames Einzelschwimmen / 3 – Schnelles Einzelschwimmen / 4 – Gruppenschwimmen, Aquajoggen, Querschwimmen.“ Mir gelang es, in einen Flow zu kommen.

    Der Aufenthalt blieb kurz, ich wollte noch lernen.

    Geldautomatenbackend

    Akut lerne ich nicht nur abends Fernuni sondern auch tagsüber Fortbildung. Ich bin Teil einer professonellen Fortbildung zum Thema UX/Usability.

    (Es ist mir nicht neu, aber ich staune immer wieder, dass 3 Jahre Fernuni und zwei Tage Seminar eines professionellen Anbieters ungefähr gleich viel kosten – danke liebe Fernuniversität, welch profundes Wissen ihr mir quasi für umme zur Verfügung stellt.)

    Fortbildung ist nett und nach dem ersten halben Tag würde ich sie weiterempfehlen. Dennoch musste ich lachen: Sie arbeitet mit Personas.

    (Bedeutet: komplexe Anforderungen werden jeweils in kurze Personenbeschreibungen verdichtet, damit man sie sich besser vorstellen und darüber reden kann.)

    In der Fortbildung tauchen immer wieder die Personas Melanie, Hauke, Katrin und andere auf, die jeweils einen bestimmten Nutzertyp verkörpern.

    Im Jahre 2024 werden die Rollen dann so sehr gegen Klischee besetzt, dass es selber Klischee ist – alles, was technisch oder Chef oder „möchte mit der eigenen Band nach Berlin“ ist, wird durch eine weibliche Persona verkörpert. Alles was Familie oder Assistenz ist, durch eine männliche.

    Was nicht das Grundproblem löst, dass das Arbeiten mit diesen Personas aus vielfachen Gründen praktisch ist – aber zwangsläufig immer eine große Klischee- und Stereotyp-Schleuder-Maschine.

    Gibt es Hüttenkäse?

    Pacojet für Arme, Brombeeren und Körniger Frischkäse, vielleicht brauchen wir die Creami doch: Brombeereis aus körnigem Frischkäse

    „Wir sind manchmal ein bisschen blessed sagte einer in der Besprechung.

  • 24-08-06 Jenseits von Germendorf

    24-08-06 Jenseits von Germendorf

    Gute Nachrichten: ich habe trotz deutlicher Entwöhnung im ersten Anlauf den Arbeitsplatz wieder gefunden. Zu meiner Freude – und ich vermute auch zur Freude der Kollegen – konnte ich mich noch halbwegs daran erinnern, woraus meine Arbeit besteht und konnte nach außen einen Kompetenzanschein vermitteln.

    Die erste Urlaubsrunde ist vorbei und es gibt zu erzählen. Ich hörte aus Südtirol (heiß), Spanien (heiß, aber mit Pool), Norwegen (Dauerregen) und Brandenburg (Mr. Elliott will jetzt einen Angelschein machen).

    Madame fuhr mit ICE75 von Berlin nach Basel. Ausnahmsweise war die Zugfahrt kein Problem. Dank Brandanschlag auf die Bahnkabel in Berlin (darf ich denken „Russland“ ohne zu verschwörungstheoretisch zu wirken?), Baustelle Stadtbahn und Velothon erwies sich allerdings die Anreise zum Bahnhof als schwierig.

    Am geplanten Bahnhof Südkreuz fuhr der Zug nicht. Es ging zum Hauptbahnhof. Die Bahn schlägt normalerweise vor: Ringbahn und dann Stadtbahn. Die Stadtbahn allerdings ist gesperrt. Dem Bus trauten wir nicht, weil der Velothon zu jeder Menge Straßensperrungen führte. Regios ab Südkreuz nach Hauptbahnhof fielen großteils aus. Und die Nord-Süd-S-Bahn war zwar angekündigt, fuhr aber auch nach dem Mond. Am Ende also Privat-PKW.

    Am Hauptbahnhof fuhren alle Züge an einem Bahnsteig. Der war voll. Von diesen Tagen sah ich ein Foto von einem Bahnmitarbeiter mit Megaphon, der versucht weitere Reisede von der Nutzung des Bahnsteigs abzuhalten. Madame kam hinauf und in den Zug hinein. Danach wurde alles gut.

    Am Badischen Bahnhof in Basel existiert Wlan. Damit kann die Reisende verbunden bleiben ohne teures Schweizer Roaming zu bezahlen.

    Ach, wäre die Schweiz doch in der EU.

    Lauretta italienische Feinkost hat schon wieder geschlossen. Ich fürchte, im direkten Umfeld ist das hier eher eine Smash-Burger-Gegend denn eine italienische-Feinkost-Gegend.

    Im weiteren Umfeld gesehen: der erste Späti, der weder Späti noch Kiosk heißt, sondern sich Bodega nennt. Auch als Späti-Betreiber*in kann man von New York träumen.

    Helles Grau

    Ein Wundergeschah. Der Garten ist grün wie seit 10 Jahren nicht mehr im August. Das samenbildende Gras wird natürlich gelb, der Rest wirkt frisch und ausreichend bewässert.,

    Ein Wunder geschah. Das erste Wochenende seit Monaten an dem es weder regnete noch Regen angekündigt war. Wir konnten einfach so Laubola Floratempel weiter mit Holzschutzcreme behandeln ohne Rücksicht auf das Wetter zu nehmen.

    Nun blieb nur Rücksicht auf unsere anderen Aktivitäten:

    Rasenmähen natürlich. Fahren zum Globus-Baumarkt, um erfolgreich eine Leiter und erfolglos die richtige rote Farbe für den Bungalow zu suchen.

    Den Recyclinghof suchen, um die alte Leiter und ein Schubkarrenrad loszuwerden. Der Hof wurde uns für Germendorf versprochen, kurz hinter dem Dinosaurierpark. Er lag noch ein gutes Stück im Wald. Aber jetzt wissen wir, wo er liegt und wie er funktioniert.

    Neben der Premiere „Recyclinghof Germendorf“ auch die Premiere „Holzschutzcreme verarbeiten.“ Ein lustiges Produkt. Es fühlt sich tatsächlich so an als würde man das Holz mit Niveau oder Sonnencreme einreiben. Wobei die Creme auch ähnlich schnell einzieht und verschwindet wie Sonnencreme. Erst nach dem Trocknen sehen wir die eigentliche Farbe. Spannend.

    Um das Nicht-Regen-Wochenende auszunutzen wollte ich möglichst viel Cremen. Was in der prallen Sonne zu einer weiteren Premie des Sommers führte: die Gartendusche kam zum Einsatz.

    Wobei sie nie als Dusche dient. Aber sie hat einen angenehmen Wasserzerstäuber, der einen kühlenden Nebel erzeugt. Wie schön. Wie nötig.

    Kühlschrankdekoration

    Die Welt ist groß und wunderlich: Not Even the Inside of Your Fridge Is Safe From Decorating

    Mit Fahrrad im Zug nach Istanbul: Losgefahren – ein Tempowechsel (via Tröt)

    Lila aus dem Norden Israels: Keine Neuigkeiten:

    Insgesamt geht es uns gut, ich kann nicht klagen und will nicht klagen. Ich werde nie so kaltblütig sein wie mein Mann, der sich gern von der Terrasse aus anguckt, wenn in der Nähe Beschuß ist, und nur in den Schutzraum geht, wenn die Sirene heult. Alarm im Nachbardorf rührt ihn nicht. Ich habe ein paarmal mit ihm zusammen zugeguckt, und dabei haben wir einmal gesehen, wie Flugzeuge der IAF auf Drohnen geschossen haben.

  • 24-06-29 Nachtbadesonette

    24-06-29 Nachtbadesonette

    Der alte Kühlschrank neben der Biotonne wurde gestürzt. Jetzt liegt er.

    Nachbar 3M zieht doch nicht aus. Sein aktueller Vermieter verdödelte es, ihm rechtzeitig die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung auszustellen. Muss man auch schaffen: 3M mit einem Altmietvertrag möchte seinem Vermieter den Jackpot schenken, indem er ohne Abfindung auszieht – und dann kriegt der Vermieter es nicht hin.

    Bei Cebu (Ex-Ding Dong) gibt es Burger mit türk. Bacon.

    Im Autokino Zempow läuft ein Dokumentarfilm von 2006 über das traditionsreiche Autokino Zempow. Mein Staunen ob seiner Existenz wächst jeden Monat weiter.

    Madame telefonierte mit einem Elektriker auf dem Spielpatz.

    Madame rechechierte Linienbusse nach Oslo.

    Ich buchte Sitzplatz 7 und 8 im Zug Riga -> Vilnius.

    Ein Baumarktmitarbeiter wies mich darauf hin, dass man 2,20 Meter Brett nicht in vier 70-Zentimeter-Stücke aufteilen kann.

    Madame fuhr den Saunazug FLX1243. Mit #Fensterauf aber leider nur 5 Zentimeter #Fensterauf. Ohne Klimaanlage bei 30 Grad und prallem Sonnenschein acht Stunden Herausforderung.

    Shall I compare thee to a summer’s day

    Wien wurde letztens als lebenswerteste Stadt der Welt ausgewählt. Das wundert mich nicht – eine Stadt, die öffentliche Wannenbäder anbietet; eine Stadt in der man im Freibad Saisonkabinen und Saison-Wiesenkabinen und Saison-Kabanen mieten kann, muss die lebenswerteste Stadt der Welt sein.

    WIr immerhin nutzten unsere Tiny Kabane (SK 14/15; 5,33€) zum Most Special Day des Insulanerbads: die lange Nacht des Insulaners. Mit Shakespeare Company, Planetarium auf dem Insulaner und dem Sommerbad.

    Wir nahmen den Bad-Anteil war. Erst schwammen wir von 21:20 bis 22:00. Dann setzten wir uns auf die Beckenterrasse; sahen den nächtlichen Schwimmer*innen zu und lauschten Musik und Sonetten. Die Shakespeare Company hatte sich auf dem Fünfmeterturm postiert, trug Shakespeare (auf deutsch) vor und sang wechselnd Musik aus seiner Zeit.

    Irgendwann Umzug nach oben zur Aperol-Spritz-Station.

    Diese Bilder mit schicker Beleuchtung, nächtlichen Schwimmern, schöner Musik und einem schönen Drink. Viel mehr Sommerabend geht nicht.

    Herbst is coming

    Zeichen des nahenden Herbstes: Die Stare beginnen sich zu Schwärmen zu formieren. Die Mauersegler beginnen den Formationsflug im Berliner Hinterhof zu üben. Noch keine Screaming Party, aber auf dem Weg dorthin.

    Der Garten geht in den Hochsommer über. Die Grundfarbe wandert vom hellen satten Grün ins gelblich-bräunliche hinüber.

    Die einmalblühenden Rosen sind durch. Die verspäteten Stanwells legen jetzt richtig los. Die Gräser sind schon im Samenstadium, die Disteln blühen ebenso das Labkraut wie die Platterbsen.

    War letztes Wochenende das Wochenende der Schwebfliegen, sind es dieses Wochenende die Schmetterlinge. Endlich auch ein Zitronenfalter, auch die Tagpfauenaugen sind in Mengen wieder da. Gleichzeitig sah ich sechs Schachbrettfalter.

    Scarmans Himalayan Musk musste ich wieder von der Pergola entwirren. So lange diese nicht fertig gestrichen ist, sollte sie nicht unter einer Rose verschwinden.

    (Für’s Protokoll: Erste Grundierung ist durch, bei der zweiten ist die Südseite durch. Endlich mal ein Wochenendtag an dem Regen nicht angekündigt war und auch nicht stattfand).

    Fensterweg

    Aktueller (2021) Hintergrund zum Autokino Zempow beim Deutschlandfunk: Einziges Autokino der DDR macht wieder Programm

    Auch im Deutschlandfunk lief Klassik, Pop et cetera mit Hape Kerkeling.

    Jon Worth fährt mit dem Zug durch Albanien und erlebt ganz andere Formen des Fensterauf. Fensterweg; beziehungsweise die Scheibe ist nicht im Fensterrahmen, sondern sie liegt oben auf der Kofferablage.

    ben_ dachte in Anmut und Demut über Würfelsysteme in Rollenspielen nach.