Schlagwort: Storch

  • 26-07-02 Liegenbleiben

    26-07-02 Liegenbleiben

    Um 5:10h kam der kleine Parkplatzfuchs. In der Kornellkirsche: Meisenaction.

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    Edeka Duolingo verkauft Ube-Latte. Weil ich Online-Überschriften lese von Journalist*innen, die Social-Media-Accounts betreiben, weiß ich sogar was das ist.1

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    In Kuckswinkel standen die kleinen Störche im Nest.

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    Madame fuhr zum Überraschungsabschied nach Spandau.

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    Es waren drei Tage in schwächelnder Hitzeaufrappelung durch Mensch und System.

    Linksherum und rechtsherum

    Ach, Deutsche Bahn, wo fang ich an. Ich bewundere dein Bemühen, trotz allem immer noch jeden Tag Millionen von Menschen durch die Welt zu befördern und wohlbehalten von A nach B zu bringen. Manchmal jedoch fragte ich mich diese Woche, ob auch ganze Konzerne umschulen können, vielleicht auf eine Tätigkeit, die vielleicht weniger komplex ist als die derzeitige Aufgabe, etwas einfaches, nettes, in dem der Konzern und die Kund*innen glücklicher werden.

    Wo fange ich an?

    Vielleicht mit der guten Nachricht: Die Bahnfahrkarte von Vilnius nach Klaipėda ist gekauft.2

    Die Rolltreppe der Gegenwart wird weiter demontiert und verwandelt sich daweil in den Schrotthaufen der Gegenwart. Soweit so erwartet. Unerwartet hingegen war die Mitteilung, dass Dienstag, nachdem ich mit dem Prignitz-Express et al gekommen war, auch die Treppe der Gegenwart gesperrt war. Da wo Montagnachmittag noch eine Treppe war, sah ich nur noch einen weiß verhängten Bauzaun, drei Mitarbeiter in Warnwesten und viele verwirrte Bahnreisende. Da stand ich nun mit Aussicht und kam nicht mehr hinunter. Eine Lautsprecheranlage informierte mich, dass ich doch über das Gleis und das Parkdeck und dann den Fahrstuhl.. Nein!3

    Der Kran war schuld.

    Die Ringbahn hat Hitzestörungsdauerschaden. Offiziell ist ein Teilstück gesperrt und nur noch im 20-Minuten-Takt befahrbar. Faktisch fährt sie mal oder auch nicht, oder hält an überraschenden Orten an oder hält an erwarteten Orten nicht an. Für mich ist das lästig bis anstrengend. Für Madame, die frühmorgens die Ringbahn als Alternative zur ebenfalls gesperrten S-Bahn in die Hafenstadt benötigt, wird es langsam wirklich schwierig mit dem ÖPNV dorthin zu gelangen.

    Über die Hafenstadt führt vielleicht auch unser Weg an die kurische Nehrung. Die Bahnfahrt durch halb Europa wird ihre größte Herausforderung im Teilstück Berlin->Frankfurt/Oder haben. Auch hier sind die Bahnalternativen vom „durch das Parkhaus“ inspiriert, so dass ich mittlerweile ernsthaft schaute, was ein Mietwagen kostet, den wir in F/O abgeben können (gibt’s nicht), ein Taxi (~ 200 Euro) oder ein Uber (~ 250-450 Euro). Natürlich könnten wir auch mit dem Auto nach F/O fahren. Aber da wir durch Europa im Kreis fahren werden, uns die Rückreise aus Westen/Travemünde verlaufen wird, würde auch das so enden, dass wir in Berlin sein würden, das unerreichbare Transportmittel aber in F/O.

    Immerhin fuhr der ICE375 von Spandau nach Interlaken bis zum von uns benötigten Bahnhof Basel Bad. Er hatte Oberleitung und Signal und er hatte daraus folgende Zugverknäuelung vor Frankfurt/Main, die am Ende zu zwei Stunden Verspätung in Basel führten.

    Expedition Mülltonnenrausrollen

    Das Motto Züge fahren wieder, aber Weichen und Signale sind noch kaputt, scheint auch gerade auf Hirne zuzutreffen. Meines zum Beispiel. Alltagsverrichtungen sind herausfordernd, Orientierung ist schwierig, und so langsam sehe ich ein, dass ich vielleicht einfach liegen sollte.

    Das erste Mal dieses Jahr habe ich keine vorgekauften Kinokarten mehr, nachdem ich gleich drei Besuche cancelte: Tschüss Demon Pond (Japan, 1979), Good bye Supergirl (USA, 1984) und vielleicht irgendwann mal To Live and Let Die in L.A. (USA, 1985). Gerade um Demon Pond (夜叉ヶ池, Yasha-ga-ike), ein drittel japanische Nouvelle Vague, ein Drittel Fantasy-Horror, ein Drittel Kabuki-Theater, in der die männliche Kabuki-Legende Bandō Tamasaburō V in einer Doppelrolle das Mädchen vom Lande und die Dragon Princess spielt, in dem es Rollen wie Norihei Miki as Catfish messenger oder Fujio Tokita as Crab oder Hisashi Igawa as Carp gibt – darauf fiel mir der Verzicht schwer.

    Die Vernunft siegte knapp. Meine Abendplanung besteht im Wesentlichen darin, mich am frühen Abend auf die Nachdenkliege im Kaminzimmer-sans-Kamin zu legen, mich von Madame zu Gurken und Salat zu ermuntern zu lassen und dann ins Schlafzimmer umzuziehen.

    Die Abend und Nächte um die 20 Grad müssen genutzt werden, so lange sie andauern.

    Ich fühle mich nicht alleine. Team-Meetings sind kurz. So kurz wie noch nie, niemand hat mehr Energie, sie um das nicht-Notwendigste zu erweitern. Dafür werfen wir uns im Alltag mehr staunende Blicke zu als normalerweise. Alles schwierig. Zeit für die Ferien.

    Links

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    Den Ube-Latte-Trend habe ich gerade noch mitbekommen. Vollkommen an mir vorbei, bis zum Frau-Zimtkringel-Text, gingen Gochujang Nudeln. Werde ich mir merken.

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    Hitzenachwirkungen allüberall

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    Im Hoffen auf bessere Zeiten widmet Herr Buddenbohm sich lobenswerterweise den Morgen- Schlaf- Bade- und Hausmänteln.

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    Existenzieller und jetzt-bezogener verlinkt Thomas: Hitze, Wandern, Radfahren … Watrify hilft dir Trinkquellen und öffentliche Brunnen zu finden

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    An einem Tag mit lebensbedrohlicher Hitze vier Stunden als Begleitung an einem Patientenbett stehen ist auch eine eindringliche Erfahrung. Es ist völlig überfüllt dort, unfassbar viele Personen mit Hitzeschäden und zwar im wesentlichen sehr alte Menschen und dazu viele junge Männer in Sportkleidung

    Anmerkungen

    1. Wie immer alle mit Paywall außer die taz: Trendfood UbeLila Ausbeutung ↩︎
    2. Die aufmerksame Leser*in wird bemerken, dass die DB an dieser Nachricht nicht beteiligt ist. ↩︎
    3. Die Nichtqualitätspresse hat ein wenig Hintergrund: Rolltreppe kaputt, Treppe gesperrt – und die Fahrgäste gefangen ↩︎
  • 26-05-11 Nebelkrähe: Eins

    26-05-11 Nebelkrähe: Eins

    Sind Phantomrosendornenstiche möglich? Ich bin mir sicher, alle Rosenteile aus der Hand gezogen zu haben, dennoch reagiert der linke Zeigefinger als steckte dort ein Dorn.

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    Warum Michael-Jackson-Biopic und nicht Moondog-Biopic?

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    The Fahrradbestellung has left the Fahrradmeister. Nachdem wir beide noch mehrfach darüber schliefen, haben wir uns final geeinigt. Er wird mich informieren, wann das Rad kommen wird.

    Madame nutzte derweil ihr vorhandenes Fahrrad um den Maschinen-Woll-Teppich-Mini von Teppichreinigung Abbasi wieder abzuholen.

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    The Wikicon-Anmeldung has left my computer. See you vom 18. bis 20. September in Regensburg.

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    Es war ein latifundinisches Wochenende und ein durch dieses inspirierter baumarktbesuchender Arbeitsmontag.

    Zur Begrüßung Nachtigallendröhnen, darunter aus der Ferne klingend: Ein Kuckuck

    Schon auf dem Weg zum Grundstück: Landluft. Aber seit wann riecht diese nach Verwesung? Erst als Madame „Apfelessig“ sagte, fiel es mir auf. Das ist es! Fermentiertes wurde auf den Feldern verteilt.

    Neben dem Geruch, das Geräusch: Mehrere wild lärmende Nachtigallen um 20 Uhr übertönten den sanft und allein rufenden Kuckuck .. Kuckuck.

    Es ist eine gefährliche Zeit für den Rasenmähermann. Das Gras wächst tageweise mehrere Zentimeter, die meisten Stauden und ähnliche Pflanzen wachsen langsamer, sind noch unbeblüht-grün. Wie leicht überragt das Gras die daneben stehenden Wunschpflanzen. Wie ähnlich sehen sie sich noch. Wie leicht gerät eine Staude, eine Rose, ein kleiner Kirschbaum, unter die Messer.

    Bisher aber schien alles glatt zu gehen. Das Mähwochenende war zum Glück ein entspanntes. Seit Montag freute ich mich darauf, ein ganzes Gartenwochenende zu haben, ganz ohne Aushäusigkeiten, mit dem einzig vage verpflichtenden Termin des Geschäftsschlusses vom Schweinenackenverkaufswagen.

    So konnte ich den Rasenmäher langsam, entspannt und voller Liebe an den Stauden vorbeischieben. Ich sah Madame beim Abstechen zu; ich versuchte die Alten Rosen freizulegen, die Madame schon freigelegt hatte, fröhnte meinem Dauerhobby des Brennesselausgrabens, sah Madame beim Frühjahrputz zu, verbrannte pilzgefährdeten Rosenschnitt, schritt, schlenderte, döste, schlief, tagträumte und las.

    Manchmal versuchte ich der Hornissenkönigin zu telepathieren, dass die dachpappebedeckte Stelle zwischen Bungalowtür und Schuppentür wirklich ungeeingnet für ein Nest ist, und sie bitte weiterziehen möge.

    Elster: Zwei

    Wir beteiligten uns an der Stunde der Gartenvögel. Also eigentlich haben wir auf der Terrasse gefrühstückt, und versucht, uns zu merken, welche Vögel wir dabei von 10:30h bis 11:30h sahen.

    Das ist natürlich extrem uneffektiv, weil es sehr effektiv ist, Vögel zu verscheuchen und auf Abstand zu halten, indem mensch sich bewegend auf eine Terrasse setzt.

    Auch war es vermutlich nicht hilfreich, dass wir uns die Vögel zwar merkten, sie aber nicht weiter meldeten. Hätten wir sie gemeldet, wäre das unser Meldebogen gewesen:

    • Nebelkrähe: 1
    • Ringeltaube: 1
    • Spatz: 3
    • Elster: 2
    • Rotmilan: 1
    • Storch: 1
    • Kleiner brauner Vogel, der sich zu weit weg zu schnell bewegte, um ihn zu erkennen: 2

    Hummeln, Hornissen, Schwebfliegen zählen ja leider ebenso wenig wie Vögel, die wir nur hören aber nicht sehen. Auch fehlten Amsel, Fink und Star, die sich vor 10.30h oder nach 11.30h zeigten, ebenso wie die nur hörbare Mönchsgrasmücke und natürlich Nachtigallen und Kuckuck.

    Hellgrüner Bus: Vier

    Am Südkreuz-Vorplatz hätte ich mit der Stunde der Bahnhofsbusse weitermachen können:

    • Hellgrün (Flixbux): 4
    • Rot (Gecharteter Reisebus): 1
    • Dunkelgelb (RegioJet): 1
    • Hellgelb (BVG): 2

    Wie auch bei den Vögeln zählt die Zahl der gleichzeitig gesehen Exemplare.

    Ich aber wollte gar nicht Bus fahren, sondern eine neue Verbindung testen: Irgendeine S-Bahn nach Süden, dann Höhe Insulaner den M76 nach Westen. Dann zum Baumarkt. Dann den 186 weiter nach Westen. Dann mit der U3 wieder nach Norden zur Wohnung.

    Zwischen M76 und 186 flüchtete ich mich vor einem Platzregen in die BioCompany. Und wo ich schon da war, kaufte ich Cookies, Schokolade und Milch. Zurück in der Wohnung erwartete mich Madame mit ihren unabgesprochenen Einkäufen: Cookies, Schokolade und Milch. Aber immerhin andere Sorten. Und sie hatte auch Blumenkohl und Lauch dabei.

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    Beim Fahren mit unbekannten S-Bahnen entdecke ich unbekannte Berliner Ortsteile: Blankenfelde und Blankenburg. Beide Namen habe ich als S-Bahn-Haltepunkte sicher schon hunderte Male gelesen und hunderte Male entschwanden sie wieder meinem Hirn.

    Ich versuche mir zu merken: Blankenburg liegt im Norden, Blankenfelde im Süden. Auf der Standard-Landkarte ist Blankenburg also oben auf der Karte, Blankenfelde weiter unten. Oder: Die weiße Burg thront über das weiße Feld.

    Von Hühnerrupferinnen und Pferdeschweifdieben

    Auf der Terrasse, dem Sofa und im Bett las ich: Abraham Karpinowicz: Die phantastische Theorie vom Schuster Prenzik, ein Buch, das über eine haselantische Empfehlung und via der Berliner Bibliotheken in mein Leben kam.

    In jeder Hinsicht eindrucksvoll.

    Lambert Schneider, Gerlingen

    Das Buch enthält eine Auswahl der Geschichten von Abraham Karpinowicz (geb. 1918 in ווילנע (Wilne) / Vilnius / Wilna / Вільня (Wilnja), gest. 2004 in Tel Aviv), die dieser ab 1946 für mehrere Jahrzehnte auf Jiddisch verfasste. Die Geschichten spielen durchweg im jüdischen Wilne.

    Das Buch erschien 1995 beim Verlag Lambert Schneider in Gerlingen, der zu dieser Zeit von Heinz Max Bleicher geleitet wurde, der wiederum ein Bundesverdienstkreuz für sein ehrenamtliches Engagement der christlich-jüdischen Zusammenarbeit erhielt.

    Als das Buch erschien, interessierte es quasi niemand.

    Zum Glück für Karpinowicz Nachruhm und für die Welt erschien 2016 in den USA eine englische Übersetzung seiner Geschichten unter dem Titel Vilna My Vilna. Diese hinterließ mehr Eindruck, sammelte Preise ein und wurde als szenische Lesung umgesetzt. Sie lässt hoffen, dass Karpinowicz nicht ganz im Vergessen entschwinden wird.

    Leijke die Schwarze und Elinke der Große

    Die Geschichten, hach ich bin hin und weg. Sie spielen im jüdischen Wilne, im Kreise derjenigen, die über die Runden kommen: die Frauen, die mal Prostituierte sind, mal Kellnerinnen und mal Hühnerrupferinnen, der Pferdeschwanzdieb, der sich dann zwangsweise auf Rosstäuscherei verlegt, der Friseur hin- und hergerissen zwischen seinen revolutionären Friseurgesellenfreunden und seinem Traum, einmal selbst einen kleinen Salon..

    Leijke die Schwarze, Tamara die Große, Hirschel der Zigeuner, Selik der Wohltätige, Sjomke der Reporter, Awrem, der Anarchist und Gebrauchtwarenhändler, der Schuster Prenzik, der die Welt verändern will und der Einsame vom Club der Meschuggenen, der jüdisches Geld einführen will. Sie sind verworfen in der Welt und wollen doch anständige Gauner bleiben.

    Genauso aber spielt Wilne eine Rolle: die Kneipe von Itzke dem Gelben, der Verein von der Goldenen Fahne, die Deutsche Straße, die Parks und die beiden Stadt-Flüsse Wilije und Wilenke. Die Stadt lebt.

    Erzählt ist es in einer fast märchenhaften Erzählweise, die klar der Stadt verbunden bleibt, aber beinah den Eindruck erweckt, dass sie in einer immergültigen Zeit jenseits normaler Zeitrechnung spielen. Erst beim genauen Lesen bemerkt man das Wilne der 1920er/1930er. Die zur damaligen Zeit polnische Stadt, die revolutionären Umtriebe und das nahe kommunistische Russland, die Hoffnung auf einen jüdischen Staat, der jüdisches Geld benötigen wird. Aber die Zeichen der Zeit bleiben schwach. Zu stark ist die Aura der Jahrhunderte des jüdisch-städtischen Lebens in der Stadt.

    Nur manchmal wird die Zeit deutlich: Wenn die Deutschen mit Panzern kommen und Tamara die Große und viele Andere erschießen. Denn seitdem existiert Wilne nicht mehr.

    Links

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    poupou stellte Banane-Mohn-Eis in der Creami her.

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    Angela und Holger sind derweil in Asturien angekommen.

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    Der große Sohn einer Bekannten arbeitet im neu geöffneten Erdbeere-Stand und hat den Führerschein gemacht. Eben waren sie noch klein, jetzt tragen sie Erdbeerjacke und brauchen einen eigenen Parkplatz.

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    kubiwahn ist zurück in Wilhelmsburg nach 42 Jahren.

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    Ich stehe mit dem Weckerwecken auf. Im Radio sagt die eine Frau, sie hab Aioli gegessen und ich möchte mich direkt wieder hinlegen.

  • 26-04-25 Das Klappern der Grasmücke

    26-04-25 Das Klappern der Grasmücke

    Madame sah den Parkplatz-Fuchs wieder. Sie sah den Nachbarschaftsfuchs, den wir in der eisigen Eiseszeit im Januar verloren glaubten. Sie lief abends die Treppe zum Parkplatz hinab, der Fuchs verschwand vor ihr ins Gebüsch. Ich jubiliere.

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    Eine U-Bahn-Mitfahrerin in Höhe Blissestraße informierte empathisch ihr Mobiltelefon: „Lukas, darüber werde ich jetzt nicht diskutieren! Es ist mir Scheißegal!“

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    Im BPAF waren Rolltreppen-Handwerker*innen unterwegs. Vermutlich. Zumindest war die Rolltreppe geöffnet. Aus ihrem Inneren klangen Geräusche, die Handwerker*innen für gewöhnlich beim Handwerken machen.

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    Die Fernuni lädt mich zur Alumni-Feier in die Ufa-Fabrik, 300 Meter von meiner Ex-Arbeitgeberin entfernt, die mich zum Fernstudium inspirierte. Es wird das Saxophonquartett Quadrophon begleiten.

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    Es war ein Arbeits-Schwimm-Freitag, ein halblatifundaler Samstag und ein Arthouse-Donnerstagabend.

    Zwei Bücher über eine Stadt im Wald

    Eher unwillig durchblätterte ich einen unerquicklichen Reiseführer für Litauen. Er war dünn, ich war durchgeblättert bevor ich aufgeben konnte. Warum veröffentlichen Menschen Bücher, die keine Lust auf Schreiben haben? Meine Hoffnung hing am nächsten Buch, das Madame mir aus der Bibliothek mitgebracht hatte:

    Tomas Venclovas Vilnius – Eine Stadt in Europa.

    Alleine schon der erste Satz:

    Der Raum, in dem meine Stadt sich angesiedelt hat, hat keine klaren Grenzen.

    Ich atmete ein, breitete innerlich die Arme aus und ließ mich in den Text fallen. Ich bereute es nicht. So viel klassisch osteuropäische Gelehrsamkeit, soviel Wärme trotz kritischem Denkvermögen. Dieses Buch ist ein Traum.

    Ein Bungalow im Feld

    Mein Geist wandert ab und an Richtung Sommer. Mein Herz lebt im Frühling.

    Aus den Augenwinkeln sah ich beim Rasenmähen1 eine Taube elegant einen halben Meter über den benachbarten Acker gleiten. Später rüttelte die Taube über dem Acker. Ich beschloss, dass die Taube wohl ein Turmfalke war.

    Die Sonne schien, letzte Woche hatte es geregnet, und der Frühling kannte kein Halten mehr.

    Schon bei der Ankunft in den märkischen Hamptons begrüsste uns ein wild singender Vogel. Da es kurz vor Mitternacht war, war es wohl eine Nachtigall und keine Amsel.

    Ein ausuferndes Vogelkonzert begleitete unsere Wege bei Sonnenlicht.

    Besonders fiel mir ein Schmettern auf – ich bedankte mich beim Handy, dass mir innerhalb von einer Minute sagte, dass das Schmettern in Fachkreisen als Klappern (wie das einer Mühle) bezeichnet wird, und klares Anzeichen für die Klappergrasmücke ist.

    Später: Ein Schatten zog über mich. Ich schaute hinauf: Ein Storch kreiste keine Zehn Meter über mir. Später: Ein Schatten neben mir. Ein bisher unbekannter Nachbar hatte sich neben dem lauten Rasenmäher angenähert, fragte, ob er WD40 für ein Anhängerkupplungsschloss leihen kann.

    Erstaunlich, wie die Schlüsselblumen nach Jahren des Zögerns, sich doch entschieden, den Garten zu mögen und sich auszubreiten.

    In der Pseudowiese2 nimmt der Löwenzahn das Gelb der Narzissen auf und tupft diese mit gelben Punkten. In der echten Wiese wachsen die Blätterbüschel der Knautien empor und versprechen den Sommer.

    Erstaunlich, dass die eine rote Tulpe unter dem Rotdorn sich im Laufe weniger Tage in drei rote Tulpen verwandelte. Wir beide könnten schwören, dass auch 2025 dort nur eine Tulpe stand.

    Erstaunlich, wie viele Blüten das kleine Bäumchen der Köstlichen von Charneaux tragen kann.

    Während die Mirabelle schon durch ist, beginnen die Äpfel das volle Programm zu fahren. Zurzeit sind sie halb rose Knospe, halb weiße Blüte. Bällebad ist nichts dagegen.

    Yevgeni

    Kulturelles Überangebot führte Donnerstag zum Split. Während ich Richtung Kreuzberg ins Kino verschwand, fuhr Madame nach Mitte-Mitte ins Konzerthaus zum Berliner Klavierfestival.

    Yevgeni Sudbin spielte Bachs Fantasie & Fuge a-Moll BWV 904, Skrjabins Sonate Nr. 10 op. 70, Chopins Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52, Bach-Rachmaninovs Prélude, Gavotte & Gigue aus der Violin-Partita Nr. 3, Scarlattis Sonaten K. 466, K. 208 und K. 455 und Tschaikowski-Sudbins Fantasie-Ouvertüre zu Romeo & Julia.

    Ich will nicht sagen, dass sich Routine einstellte, oder dass Sudbin jetzt nicht von Eckhardstein heranreichte. Aber sie leuchtete nicht ganz so sehr. Während fast ein Zwischenstück, Skrjabins Sonate Nr. 10 op. 70, sie bis in den Kern bewegte, blieb sie beim eigentlichen Hauptstück des Abends, der Ouvertüre zu Romeo & Julia reservierter.

    Beeindruckend, wahrlich beeindruckend, wie Sudbin die Klangbreite eines kompletten Orchesters von den Flöten über die Streicher bis zum schweren Gerät nur mit einem Klavier erzeugen kann (Hier eine ältere Aufnahme von Sudbin mit demselben Stück)

    Trotzdem konnte sie sich des Kommentars nicht erwehren, dass es ja heutzutage schon Tonaufnahmen gibt und es eigentlich nicht mehr nötig ist, komplette Orchestersätze nur für Klavier zu arrangieren.

    Vera

    Nach dem IMAX-Ausflug vom Montag, war ich zurück in meiner Arthouse-Kuschelwelt3. Es ist eine Welt, in der mensch an einem komplett normalen Donnerstag einen großen Kinosaal durch einen Schwarzweißfilm von 1944 ausverkauft bekommt. Wie schön.

    Laura (Regie: Otto Preminger) lief in der Yorck-Reihe Boulevard Noir im großen Saal im Yorck Kino und war ein Highlight dieser an Highlights reichen Reihe.

    Murder is my favorite crime

    Ein Vergleich mit dem kürzlich gesehen Maltese Falcon drängt sich auf. Beides sind Klassiker des Genres, die vor allem zeigen, wie sich schöne, beneidenswert gut angezogene, Menschen in stilvollen Innenräumen Dialoge zum Auswendiglernen an die Ohren werfen.

    Der Falke spielt in San Francisco, Laura in New York. Beim Falken geht es am Ende um einen Schatz aus dem ausklingenden Mittelalter, bei Laura um den klassischen Femizid. Der Falke ist vermutlich der ikonischere, cleverere, gewitztere der beiden Filme mit den besseren Schauspieler*innen; Laura der klügere und meines Erachtens bessere Film.

    I don’t use a pen. I write with a goose quill dipped in venom.

    Dabei möchte ich den Klassiker Maltese Falcon auf gar keinsten Fall schlechtreden – es ist ein großartiger Film. Aber er bietet sich zum Vergleich an. Wo der Falke alles auf Humphrey Bogart zentriert, er ist die schönste Figur im Film, hat die komplette Bildschirmpräsenz, ist der Good Guy und derjenige mit den coolen Sprüchen, kreiert Laura ein Ensemblestück:

    Der Typ mit den großartigen Sprüchen ist jemand anderes als der Detektiv und wieder jemand anderes ist die schönste Person. Wer die höchste Bildschirmpräsenz, ist streitbar. Aus einem Ensemble, das im Falken um die Sonne Bogart kreist wird in Laura ein instabiles System mehrerer Kraftzentren stets zwischen Explosion und Kollaps.

    Wo der Falke schon mit einer reichlich abstrusen Geschichte anfängt, der Schatz des Malteserordens, und sich dann voll in in diese Absurdität hineinwirft, nimmt Laura die allgegenwärtigste aller Mordgeschichten, der Besitzergreifende Ex-Nicht-mal-Liebhaber war’s, und webt darum ein kunstvolles Netz der Irrungen und Wirrungen. Im Falken spielen Figuren, bei Laura sind es Menschen.

    I never have been and I never will be bound by anything I don’t do of my own free will

    Nur halb war ich dann überrascht, dass der Ursprungstext von Laura von Vera stammte. Überrascht, weil ich nicht gedacht hätte, dass Hollywood 1944 eine Frau an derart prominenter Stelle kommen ließ. Nicht überrascht, weil sich der Film weiblich gedacht anfühlte.

    Vera Caspary, die Frau, die das Buch zu Laura schrieb, ist eines Films würdig. Tochter russisch-deutsch-jüdischer Einwanderer verdiente sie ihr erstes Geld, indem sie den fiktiven „Sergei Marinoff School of Classic Dancing“ Fernlehrkurs und andere Fernlehrkurse erfand von deren Themen sie wenig verstand.

    Zeitlebens hielt sie und sich selbst und ihre Mutter durch fragwürdige Copywriting-Jobs am Existenzminimum am Leben haltend bis sie ihren ersten Erfolg hatte, und die Geschichte Thicker Than Water an Paramount verkaufte. Dieselbe Geschichte verkaufte sie mit kleinen Abwandlungen noch achtmal an andere Abnehmer.

    Ihr Leben blieb bewegt, Erfolg mit Laura, Pleite mit Investitionspech, Blacklisting in der McCarthy Ära, und schließlich ein Leben als mäßig erfolgreiche Romanautorin.

    Laura Hunt: But you write about people with such real understanding and sentiment. That’s what makes your column so good.
    Waldo Lydecker: Sentiment comes easily at 50 cents a word.

    Auto Anker Buch Bus

    poupou war beim Berliner Klavierfestival und sah Yevgeni Sudbin: Berliner Klavierfestival 2026. Yevgeny Sudbin

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    Holger und Angela ankern in der Biskaya: AZ13 – Ankern in der Ria de Cedeira

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    Merken für Potsdam: Die Linie 603 wird auch als Cecilienhof-Linie bezeichnet. Unterwegs kann man die Französische Kirche, das Holländische Viertel, die Gotische Bibliothek, den Treffpunkt Freizeit und den neuen Garten sehen, außerdem das 7. Städtchen, das Fontane-Archiv und enorm viele Villen. Und man muss nicht mal aussteigen, das ist ein Rundkurs. Zwischendurch ist allerdings das Pflaster so schlecht, dass es einem fast die Plomben aus dem Zahn haut.

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    Nichts ist mehr Entertainment als Autowaschstraße: Auto waschen.

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    Zum Welttag des Buches. Der Kaffeehaussitzer blickt auf seine detaillierte Prognose aus dem Jahr 2016 „Der Buchmarkt der Zukunft“ zurück: Im März 2016 erschien ein Text von mir in der Zeitschrift »Streifband«, dem Magazin des Studienganges Buchherstellung an der HTWK Leipzig. Er trug den Titel »Kaffeesatzlesen für die nächste Dekade«. Ich war gebeten worden, einen Beitrag über die Zukunft der Buchbranche zu schreiben

    Anmerkungen

    1. Anmähen für 2026 ↩︎
    2. In der echten Wiese – also dort wo wir nur einmal im Jahr mähen, wächst kein Löwenzahn mehr. Dieser wächst nur auf den Mähwegen und -flächen, die regelmäßig kurz gehalten werden. ↩︎
    3. Yorck Unlimited No. 21. Damit 11,33€ pro Besuch und damit auch preiswertertester als die Online-Karte in den B-Kinos. Oder anders gesagt: Preiswerter als jede reguläre Eintrittskarte. ↩︎
  • 26-03-14 Das Nötigste, einem rohen Menschen Gesittung beizubringen, ist Wasser und Seife (Berlin->Tübingen)

    26-03-14 Das Nötigste, einem rohen Menschen Gesittung beizubringen, ist Wasser und Seife (Berlin->Tübingen)

    Auf dem Arbeitsweg: Kalt, Sonne und endlich passt das Wetter zur umgebenden Natur. Es riecht nach Frühling. Vielleicht war es aber auch nur der Duft des Waschmittels aus der naheliegenden Autowaschanlage.

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    Vor Hanau standen die Störche.

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    Einst las ich einen Politthriller des deutschen Ursula-K.-LeGuin-Übersetzers Gisbert Haefs1. Soweit ich den Plot aus meiner Erinnerung rekonstruieren kann, ging es um den kalten Krieg und einen Saboteur in Deutschland. Seine Sabotage bestand darin, ein hohes Amt anzustreben und dann das Vertrauen in den deutschen Staat zu untergraben, indem er unsinnige Projekte voranbringt. Im speziellen Fall des Buchs: Ein Autobahnkreuz mitten in Büsum.

    Naja, wenn ich derzeit Politik mitbekomme, denke ich öfters an diesen Roman. Gerade bei Merz‘ Gruseltruppe weiß ich gar nicht wen ich herausgreifen soll. Aber ich bleibe beim Bundeskulturnarren. Der hat nicht nur etwas gegen Buchhandlungen sondern offenbar auch gegen Bücher. Er möchte den Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek stoppen, weil in Zukunft keine Bücher mehr gesammelt werden müssen:

    Es sei nicht einzusehen, dass man so viel Geld in ein Lager für physische Medien investiere – und das in Zeiten der Digitalisierung! Im Übrigen wäre es im Sinne eines „Bürokratieabbaus“, wenn künftig nur noch ein Exemplar jeder Publikation gesammelt würde, und das, wo möglich, „ausschließlich in digitaler Form“.

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    Die Endabrechnung für den Schöneberger Strom kam. Damit sind wir jetzt wirklich, wirklich mit allem aus der alten Wohnung durch.

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    Die erste Wilmersdorfer Deckenlampe hängt. Farbton: Bernstein. Material: recycled.

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    Es war ein Arbeitsfreitag und ein Reisesamstag.

    Via Kopfbahnhof

    Am Südkreuz vor uns: Der ICE direkt nach Paris Est. Aber nicht an diesem Wochende.

    Steht – fährt

    Die nichtrollenden Berliner Bahnhofsrolltreppen bekamen mittlerweile einen halbseitigen Artikel in der Dithmarscher Landeszeitung gewidmet.

    Wir konnten es glücklicherweise so einrichten, dass sie S-Bahn uns zum höchsten Punkt des Bahnhofs brachte und wir Richtung ICE595 nur hinabsteigen mussten.

    ICE595 – der Kopfbahnhof-ICE. Über Leipzig (Richtungswechsel) nach Frankfurt (Richtungswechsel) und Stuttgart (Richtungswechsel) nach München (wäre Richtungswechsel wenn nicht Fahrtende).

    Vielleicht beflügelten ihn die Kopfbahnhöfe: Er war durchgehend pünktlich, mit allen angekündigten Wagen in der angekündigten Reihenfolge – und selbst das Bistro hatte durchgehend geöffnet. So einen Erfolg auf ganzer Linie hatten wir seit Jahren nicht mehr.

    Zugchef mobiler Verkäufer

    Schon länger fällt mir auf, dass die Deutsche Bahn ihre Zugchefs anscheinend durch ein Sprechtraining schickt. Seit einiger Zeit sind alle Ansagen auffallend klar ausgesprochen und erkennbar betont. DAfür haben sie mehr Freiheit im Wortlaut „Hello dear guests, my name is Brad Sneijeder“ allerdings war die Krönung. Offenbar lebt dort ein alter Traum weiter, mal eine Radio-Morningshow zu moderieren.

    Auch die Kaffeeversorgung per Onlinebestellung am Platz funktionierte tadellos. Würde jede Zugfahrt so verlaufen wie diese, würde ich glänzende Augen bekommen, wenn ich Deutsche Bahn sagte.

    Ich hätte einen weiteren Vorschlag für Personal: Erinnert sich noch jemand an die mobilen Brezel- ine Eisverkäufer*innen zwischen Göttingen und Kassel? Als wir zwischen Offenbach und Frankfurt die grünen Felder mit Grüne-Sauce-Kräutern passierten, dachte ich „Jetzt ein mobiler Grüne-Saucen-Verkauf, der die Kräuterbüschel im Zug verkauft. Das würde ich nehmen.“

    Über den Berg auf die Autobahn

    Spannend wurde der Rest der Fahrt nach Tübingen. Wir lesen seit Jahren das Fachblog für Bahnprobleme zwischen Stuttgart und Tübingen und waren gespannt. Es stellte sich heraus: Entgegen aller Planungen stießen wir auf das ultimate Bahnproblem bzw. das Ende aller Bahnprobleme: Schienenersatzverkehr.

    Dieser fuhr ohne Zwischenstopps direkt nach Tübingen und das weitgehend nach Plan. Madame erwischte einen überfüllten Linienbus, ich später einen halbvollen Reisebus, die uns problemlos bis an den Tübinger Hauptbahnhof fuhren. Aber vor dem SEV kam die Metropole im Talkessel.

    Stuttgart

    Stuttgart gab sich Mühe das Klischee der schwierigen Innenstadt vorzuführen. Kaum hatte ich einen Drogeriemarkt betreten, wurden dort zwei Jugendliche von der Polizei hinausbegleitet.

    Einst war ich als Kind/Jungjugendlicher in Stuttgart. Ich erinnere mich fast nur an den Bahnhof, der dank Baustelle kaum mehr wieder zu erkennen ist. Nur die Ecke gegenüber wirkt unverändert. Sogar mit historischem Crepes-Stand seit 1980.

    Einmal durch weitere Baustellen ging es in den oberen Schlossgarten. Ein wirklich schönes Zentrum mit Kultur (Theatern), dem Schloss und dem modern gebauten Landtag. Und einer schwäbischen Pragmatik, die ich mir für Berlin wünschen würde.

    Bild aus dem Stuttharter Schlossgarten. Im Hintegrund Park davor ein halbleeres gepflegtes Bild. Im Vordergrund Bilder "Straßburger Platz / Place des Strasbourg/ Strossburjer Platz" und "Vorsicht Skater. Skaten an Sitzungstagen untersagt"

    Schwimmen schauen

    Der Umsteigestopp in Stuttgart war praktisch. Bot er mir doch die Chance durch das Bahnhofslabyrinth Stuttgart 21 und den Schlossgarten zum Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu laufen, „Frei Schwimmen“ anzusehen: eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Schwimmens (in Baden-Württemberg).

    Bei dieser standen wir im Herbst schon vor verschlossenen Türen, freundlicherweise wurde sie aber wegen des großen Erfolges um ein paar Monate verlängert. Jetzt also:

    Die Ausstellung findet im Untergeschosses statt, in einem großen Raum, ich würde schätze in etwa Schwimmhallenformat, in der mittels semitransparenter Wände in verschiedene Abschnitte geteilt ist.

    Frauen! Männer!

    Die Abschnitte sind chrono-thematisch geordnet: Eigentlich hat jeder Abschnitt ein Thema; zum Teil lassen sich diese aber direkt auf einem Zeitstrahl anordnen („Fürstenbäder“, „Schwimmen in der NS-Diktatur“), von oben geschaffene Arbeiterbäder („Das Nötigste, einem rohen Menschen Gesittung beizubringen, ist Wasser und Seife“). Die allgemeineren Abschnitte („Sport“, „Bekleidung“) wurden dann auf einen bestimmten Zeitabschnitt fokussiert (Sport auf die Weimarer Republik, Bekleidung auf das Kaiserreich) und fanden sich auch in der Chronologie weiter.

    Die Betonung lag auf Kultur und Zusammenleben, bei denen im Bad Vieles verstärkt wird, dadurch dass Formalismen und Gebräuche (Kleidung! Abstand!) die Problemlagen in der Öffentlichkeit gestalten, wegfallen. Es ist vieles unmittelbarer.

    Natürlich der Klassiker in vielen Varianten: Man(n) sieht Frau viertel- halb- ganz unbekleidet. Schön zusammengebracht in einem Doppelinterview mit einer Frau, die für Burkini-Erlaubnis in Bädern kämpft und einer Frau, die für Oben-ohne-Erlaubnis-für-Frauen in Bädern kämpft.

    Aber auch allgemeiner die Frage: Wer kann zusammen schwimmen: Arbeiter und Fürsten? Männer und Frauen? Juden und andere Deutsche? Französische Zwangsarbeiter und russische Zwangsarbeiter?

    Das Sein als Material

    Schön und spannend fand ich, dass wirklich alle Themenblöcke an Beispielen und Fällen aus Baden und Württemberg dargestellt wurden. Vor allem wurden die dargestellt an vielen Bildern und Erklärungen. Die materiellen Ausstellungsstücke waren sorgfältig ausgewählt.

    Mein Lieblingsstück war dabei optisch nur mittel beeindruckend, brachte aber fast alle Themen der Ausstellung gut zusammen: eine Tür des Lorettobades in Freiburg, des einzigen deutschen Bades mit reinem „Damenbereich“, die ebenjenen Badebereich vom allgemeinen Schwimmbad trennt.

    Meine beiden anderen Lieblingsstücke hatten nur indirekt mit Schwimmen und den gesellschaftlichen Problemlagen zu tun: Dieser Vorläufer eines Solariums und etwas ähnliches als allumschwingende Dusche, bei der sich jemand in die Mitte stellt und dann von etwas 15 Duschköpfen aus allen Richtungen abgestrahl wird.

    Hingehen?

    Hingehen!

    Allerdings läuft die Ausstellung nur noch bis zum 12. April.

    Und weil ich noch nicht gemäkelt habe:

    Der Welt fehlt weiterhin der Foucault des Schwimmbadwesens. Ein Thema, das gemeinschaftsbetont ist, dass eine ihm so innenwohnende Körperlichkeit hat, wie das Schwimmen, bietet sich nach einer Foucault-Behandlung an. Aber natürlich kann ich sowas nicht von einer solchen Ausstellung verlangen. Dafür in welchem Umfeld für welches Publikum diese Ausstellung stattfand, war sie richtig richtig schön.

    Im Rahmen des Möglichen wäre m.E. ein Abschnitt über Technik (von Goldorfen zum chemischen Kampfstoff Chlor) , dem gigantischen Energieverbrauch eines Bades und neuen Lösungen gewesen. Aber es braucht ja auch noch Material für die Folgeausstellung.

    Tübingen abend

    In Tübingen: vom Bahnhof zum Hotel, zweimal durchatmen. Vom Hotel zum Neckarmüller, erste Verwandtschaft treffen und ordentlich schwäbisch essen, vom Neckarmüller in die Hotelbar: Rotwein und Hertha BSC auf dem Großbildschirm. (1:1 gegen Bochum, wir gingen allerdings schon als es noch 1:0 für Hertha stand).

    Bücher Besen Kompostieren

    Uwe bereitet das Bundeskulturnarr-Buchhandlungsdesaster noch einmal umfassend auf und kauft Bücher: In Berlin gewesen. Bücher gekauft.

    Teures Papier erinnert sich an den DNB-Besuch: Geht es noch mehr daneben?

    Wie ein Regenbogenbesen entsteht

    Da werde ich nostalgisch: Musikkritik ist nicht tot, selbst wenn sie nach einem Shitstorm komisch riecht. Warum der Diskurs über Pop wichtig ist, wo er lebt und wo nicht.

    Heiko wird nostalgisch. Über seinen erfolgreichsten Tweet: Internetreparatur an Donauwelle

    Aus dem Maschinenraum der US-Justiz. Lego berichtet von einem Besuch der liberalen Supreme Court Judge Sonia Sotomayor an seiner Law School: Exclusive: Justice Sotomayor on AI, taxes and more

    Poupous Post über „Kein Naturgarten“ führte zu einem spannenden Link via Kommentar zu Claudias Naturnah gärtnern – was meinen wir damit?

    Anmerkungen

    1. Die aktuelle Überprüfung meiner Erinnerung sagt mir, dass Haefs zwar Übersetzer ist, die LeGuin-Übersetzung aber anscheinend nebenbei passierte. Stammübersetzer:innen für LeGuin sind andere. Andererseits habe ich mir die Haefs-Romane nur wegen des LeGuin-Kontextes besorgt. Positiv hereingelegt von mir selber. ↩︎
  • 25-07-26 Regen Rauch Regen Pilze Gänse Regen Brombeere

    25-07-26 Regen Rauch Regen Pilze Gänse Regen Brombeere

    Zum Merken: der Edeka in Kremmen schließt um 20 Uhr, der Lidl um 21 Uhr. Damit sind Lidl/Kremmen und Netto/Schwante die beiden Supermärkte der Wahl für Last-minute-Einkäufe.

    Auf dem Netto-Parkplatz in Vehlefanz stand ein Auto dessen Front überwiegend aus Klebeband bestand. Respekt dafür, damit noch durch die Gegend fahren zu können.

    Madame schreibt zuviel Text für zuwenige Seiten. Aber da lässt sich mit der Formatierung arbeiten.

    Der Dorfstorch ist zurück.

    Es waren zwei Urlaubstage auf den Latifundien.

    Es war ein Mix aus grauem Himmel, kurzer sonniger Schwüle und einem überraschenden Regenschauer nach dem nächsten.

    Irgendwie geriet ich in ein Impfgegner-Rabbithole, das sich in ein Sonnenschutz-Gegner-Rabbithole weiter entwickelte. Ich fragte mich „Gibt es schon eine Verschwörungstheorie gegen das Zähneputzen? Hat die AfD sie schon aufgegriffen?“

    Das Jugendzentrum Hennigsdorf heißt Conny Island und als jemand für den das Leipziger Conne Island einst zweites Wohnzimmer war, freut mich das besonders.

    Der Lokalzeitung entnehme ich, dass es eine „offizielle Grillsaison“ gibt, und frage mich seitdem wer diese festlegt? Die UNO-Unterbehörde für das Grillwesen?

    Etwas weiter hinten im Generalanzeiger eine Anzeige unter „Kontakte“. Der gesamte Text: „Polin macht Alles! 0152..“. Ich denke sofort an die große Kiste mit verhedderten Ladekabeln bei der Arbeit, die schon seit drei Monaten niemand entknoten will. Vielleicht könnte die Polin..

    Zwoi sechs

    Die Brombeere ist zurück. Nachdem wir die Brombeere bereits fünfmal komplett mit allen Wurzeln und einem Eimer umgebende Erde ausgegraben hatten (Mai ’24, April ’24, März ’24, August ’23 und Mai ’23), steckte sie schon wieder einen Trieb aus der Erde. Immerhin wuchs sie noch auf der richtigen Seite der Wurzelsperre.

    So grub ich sie wieder einmal aus, buddelte knapp 50 Zentimeter tief der Wurzel hinterher und entsorgte wieder einmal einen 10 Liter Eimer Erde in den Hausmüll. Zumindest wissen wir, warum wir sie ausbuddeln. Diese Brombeere ist ein Monster. Zwoi halt.

    Ich kann mich nicht erinnern, den Garten je im Hochsommer so grün gesehen zu haben. Auf dem Feld nebenan bildet sich der erste kleine See, die Erde ist in ihren oberen Schichten nasser Brösel.

    So also sähe der Garten aus, wenn wir regelmäßig gießen würden!

    Zum Beispiel wachsen Pilze. Die speisepilzartigen mit Fruchtkörpern, die sich schon bis zu einem halben Hexenring am Thingplatz auswuchsen. Aber natürlich auch diejenigen Pilze, die Blätter und Stämme anderer Pflanzen wie Rosen befallen, und weniger erwünscht sind.

    Da traf es sich gut, dass ich das nasse Wetter und die nicht-mehr-vorhandene Waldbrandstufe nutzen wollte, um ebenjenen pilzigen Rosenschnitt zu verbrennen. Das schöne an halbwilden Gartenteilen ist es, dass ich dort bedenkenlos Löcher graben und danach wieder zuschütten kann, ohne dass es für ästhetische Verwerfungen sorgt.

    Nachteile des nassen Wetters: Meine Güte hat das alles geraucht. Ich glaube ich habe ungesundes Zeug im Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten eingeatmet und roch danach wie ein frischer Räucheraal. Denn dieses Rosenschnittzeug ist dünn und voller Stacheln, so dass es sich nur schwer schichten und verbrennen lässt und sich gerne ineinander aber auch in meinen Klamotten verhakt. Ein großes Abenteuer im Nahkampf mit dem Feuer.

    Sogar zwei Stunden ganz ohne Regen erwischt ich. Welch Wunder!

    Die Beetrosen hingegen lieben das nasse Wetter. Die kommen mit ihren Wurzeln nicht so tief wie die Sträucher, freuen sich über den feuchten Boden. Überhaupt wirken die Beete so lebendig wie nie.

    Überraschend auch für den Juli: Gänseschwärme. Die fressen sich gerade auf den gemähten Rapsfeldern neben den Latifundien satt, fliegen in Schwärmen direkt über unsere Köpfe nach Hause zum Nachtplatz.

    Quattro Stagioni e due caffè

    Am Marktplatz Kremmen steht eine Hand-Wasserpumpe, wie ich sie sonst nur aus Berlin kenne.

    Grillen ist weiterin wetterschwierig. Außerdem haben wir ungewohnt viel Zeit und können Sachen unternehmen, die wir „schon immer mal“ unternehmen wollten.

    Darunter fällt der Besuch des Altstadtstübchens / L’antica Torino in Kremmen. Eine Pizzeria in einer Brandenburger Kleinstadt, die nicht einmal von Italiener*innen betrieben wird, weckt großes Misstrauen.

    Aber irgendwie strömte die Karte positive Vibes aus, ebenso wie der Betreiber, den wir einst zufällig vor seinem Ristorante trafen, und wollten es doch einmal versuchen. Welch weise Entscheidung.

    Nicht nur, war das lokal voller guter Vibes. Auch die Pizza war gut. Also nicht nur gut-für-Brandenburg, sondern auch da-würde-ich-auch-in-Italien-nochmal hingehen. Guter norditalienischer Stil mit großem Teig und genau der richtigen Mengen an Blasenbildung am Rand, Belag der erfreulich nach Tomate (Madame) bzw. Artischocken und Paprila (ich) schmeckte. Gerne wieder.

    Danach ein Last minute Trip zum Lidl unter dem Storchenturm, um Chips und Bargeld zu holen.

    Alter Fabrikschornstein mit Storchennest und zwei Störchen gegen das Licht im Sonnenuntergang

    In Erinnerung bleibt ein inneres Bild von Schneewelten

    Ausgelesen: Emily Wildes Encyclopedia of Fairies. Das Ende ist ein wenig meh, ändert aber nichts daran, wie schön das Buch an sich ist. Eine nette Mischung aus Fantasy, the most unlikely RomCom character on Earth und einer intensiven Beschreibung einer nordeuropäischen Landschaft.

    Autorin Heather Fawcett ist unter anderem Archäologin – und es zeigt darin, wie intensiv und detailreich sie Landschaft wahrnehmen und beschreiben kann. Ebenso wie es sich beim abgeklärten Blick auf die Welt der Wissenschaft (Hier: Dryadology/Feenkund, Cambrigde 1909) zeigt und auch darin, wie es ist, komplett in einer Recherche und einem Thema zu versinken.

    Emily Wilde, Dryadoloin aus Cambridge, auf Expeditionsreise in ein unbekanntes Land – mich erinnert es an Spitzbergen – und dem Versuch, den Einheimischen ihre Geheimnisse im Umgang mit den Fairies zu entlocken.

    Besonders sympathisch: Sie erklärt nicht das Feenwesen und die Welt. Die „Welt“ besteht größtenteils aus einem Dorf und den Wäldern, Bergen und Gletschern drumherum, sowie einer Briefverbindung ins ferne Cambridge. Die „Erklärung“ der Feen erfolgt aus Sicht der Wissenschaft 1909, durch die Forscherin selbst, die halt weiß, dass sie wenig weiß und gerne mit Fußnoten verschiedene Theorien referiert.

    Beste Urlaubslektüre.

    Gelesen: weitere Texte in Wir schon wieder – 16 jüdische Erzählungen. Ein Text von Eva Menasse, der sich relativ schnell als politische Streitschrift entpuppt und für mich genauso uninteressant wie die meisten politischen Streitschriften.

    Das Essay/die Selbstreflexion Die 13 toten Nachbarinnen1 von Dmitrij Kapitelman stoppt mich erstmal am Lesen. Der Text schmerzt. Kapitelmann wohnt neben dem Mahnmal „Jüdische Opfer des Faschismus“, einer Skulptur die 13 verhärmte Frauenfiguren darstellt, und reflektion darüber was dies mit ihm macht, wie sich sein Verhältnis zum Mahnmal und zur Erinnerung ändert, wie er reagiert wenn rechte „Friedensdemos“ am Mahnmal vorbeiziehen.

    Zug in Split, Segelboot in Flensburg und ein erfundenes Buch

    Karen berichtet weiter von der Balkan-Zug-Reise. Kapitel 6: Zagreb und doppelwow für Turku-Sarajevo mit dem Zug: (7) Zagreb – Split

    Deutlich gefährlicher. Die Marina in Flensburg

    Neues vom Halluzinator: Er erfindet Bücher, die dann in der Buchhandlung gar nicht erhältlich sind. Seltsam wird es, wenn gleich mehrere Kundinnen dasselbe nicht-existente-Buch kaufen wollen: 26.7.2025 Vertrauen und Charlotte

    Im weiteren Sinne verbringe ich vermutlich 50% meiner Arbeitszeit mit Datenschutz und Informationssicherheit, bzw. der Frage wer unter welchen Umständen auf welche Systeme zugreifen darf und wer nicht. Da freue ich mich doch über Daten schützen mit gutem Bauchgefühl (via wasmachstdueigentlichso)

    So alt, dass ich mein Auto mit dem Pinsel reinige, werde ich wohl nie werden.

    Wie kaputt das Internet ist, merkt mensch wenn mensch einfache Antworten auf einfache Fragen sucht. Zum Beispiel „wie kriege ich Kunststoff, der sich altersbedingt selbst verschmoddert hat, wieder schön.“ Es folgen erstmal 20 Treffer bei denen in 10 Seiten die Antwort nach drei Seiten Text steht und bei anderen zehn steht sie gar nicht. Holger macht es besser: Der löst Probleme und schreibt darüber: Also nahm ich kurzerhand Ethanol, also klassisches Spiritus. Und das ging prima! Klebrigen Kunststoff reinigen

    Anmerkungen

    1. Anscheinend zuerst erschienen in der Zeit: Hier mit Paywall-Link: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2023/33/holocaust-denkmal-berlin-mitte-juden-nationalsozialismus ↩︎
  • 25-05-29 Inverse Engelkurven

    25-05-29 Inverse Engelkurven

    Madame folgt jetzt dem Mastodon-Account von Owls in Towels.

    Ich schraubte den ersten erneuerten CO-Melder an. Schickeres Design als der End-of-Life-Vorgänger. Aber der neue Melder zeigt auch keine Zahlen mehr an. Er kennt nur noch „alles okay“ oder „MEEP! MEEP! MEEP! ALARM! ALARM!“. Hoffen wir, dass es einfach bei „alles okay“ bleibt.

    Ich sammelte zufällig einen Stellenbewerber vor der Tür der Südkreuz Offices auf, und gab ihn am Empfang ab. Drei Minuten später bin ich mit einem Teller Erdbeerkuchen wieder an ihm vorbei. Erste Eindrücke vom neuen Arbeitgeber, so wichtig.

    Nahe der Südkreuz Offices öffnete ein neuer möglicher Mittagessenspot: Nonna Anna. Es ist schon spannend zu sehen, wie sich die ehemalige Brachfläche nach und nach entwickelt.

    Auf dem häuslichen Hinterhofparkplatz fand eine Rearrondierung zwischen Pflegedienst, Zahnarztpraxis und Nachbar 4L statt. Nur unser Parkplatz, und natürlich das Kartzenstreuwrack, blieben unberührt.

    Im Baustellenkäfig für das Dach lagern nicht nur Dachziegel, sondern jetzt auch Ziegelsteine.

    Wohnen am Rande des Weltgeschehens: dass Wolodymyr Selenskyj frühzeitig Berlin wieder verlässt, merkte ich daran, dass sich überraschend früh am Nachmittag seines Staatsbesuchs 10 Polizei-Wannen an der Kreuzung Sachsendamm/Hauptstraße bereit machten, um die Kreuzung abzusperren. Denn dort führt die übliche Schnellstrecke Verteidigungsministerium -> Martin-Luther-Straße -> Sachsendamm -> Autobahn -> Flughafen entlang, die oft und gerne für Staatsbesuche kurzzeitig abgesperrt wird.

    In ChatGPT stoperte ich über den GPT-Marketplace. Soweit ich verstehe, kann ich dort Zugang zu Programmen erwerben, die auf der Basis von ChatGPT aufbauen. Spannend, dass in den Top10 der vorgeschlagenen GPT-Anwendungen gleich mehrere auftauchen, die anspreisen, dass sie KI-erstellten Text verschleiern können, damit er nicht als KI-Text enttarnt wird. Die andere Hälfte sind Anwendungen, die verschleierten KI-Text nachweisen können wollen.

    Ich stolperte über die Sängerin Mirel Wagner. Zuerst musikalisch. Mein Eindruck: Da ist jemand tief in die amerikanische Seele hinabgestiegen. Und dann ist Mirel Wagner gar keine Amerikanern. Die erste Recherche ergab: Geboren in Äthiopien und aufgewachsen in Finnland. Okay.

    Die zweite Recherche ergab: seit 2016 verschwand Mirel Wagner nach zwei Alben von der Bildfläche. Es gibt Gerüchte eines Auftritts von 2019 in Finnland. Und das war es. Wo ist sie hin?

    Vor der Sommerpause

    Neben dem Stadtbad Lankwitz existieren jetzt Padel-Plätze. Die Werbung findet vor allem in Englisch statt.

    Nachdem ich (ich!) letzte Woche aus Gründen mangelnder Internetlesefähigkeit vor einem unzugänglichen Schwimmbad stand, stand noch ein Badbesuch aus. Diesmal die unkomplizierte Variante: mit der S26 direkt von der Arbeit nach Lankwitz, dann ein paar Meter laufen, und dann ins Stadtbad Lankwitz. Der letzte Besuch bevor es am Wochenende den Sommer über schließt.

    Eine meiner Lieblingskassiererinnen tadelte mich, weil ich dieses Jahr so selten im Insulanerbad bin. Sie hat natürlich recht. Aber ich habe Gründe. Das Stadtbad Lankwitz: Wie immer, schön, entspannend, wohltuend, schwebend. Etwas viel Slalom für meinen Geschmack, aber was gibt es Besseres als mit Kopf unter Wasser zu schweben?

    Hoffnung auf die Alten Rosen

    Mittwoch Abend begrüßte uns eine Fledermaus, die über den Latifundien im Zick-Zack kurvte.

    Donnerstag, Himmelfahrt, erläuterte Madame gerade die Gemeinsamkeiten zwischen deutschen NS-Flüchtlingen in der Türkei in den 1930er/1940ern und den jetzigen syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen dort, als sie innehielt. Direkt über unseren Köpfen, im Tiefflug über der Terrasse, ein Storch. Zum Atemanhalten.

    Etwas später: der diesjährig bisher vermisste Rotmilan ist zurück, drehte seine Runden über dem Rapsfeld.

    Die Latifundien an Himmelfahrt als Flugshow.

    Madame krautete 4L. Die Alten Rosen scheinen je Rose eine Knospe am Rosentriebbohrer vorbei zu bringen. Der Mohn ist regengeknickt, blüht aber prächtig wie noch nie dieses Jahr. Der Jasmin lässt langsam nach, die Abelie hält weiter durch.

    Auf der Terrasse gelesen: Den ersten Text von Wir schon wieder – 16 jüdische Erzählungen.

    Posaunen tönen, Donner dröhnt

    Viele der letzten Jahre sah Christi Himmelfahrt so aus, dass ich arbeitete (150% Feiertagszuschlag for the win) und Madame die Steuererlärung vorbereitete. Maximal romantisch also für einen freien Frühlingstag. Inzwischen existiert die Möglichkeit der Feiertagsarbeit in meinem Leben nicht mehr, und so können wir tun, was an diesem Tag vorgesehen ist: Wir gingen zum Gottesdienst.

    Verschiedene Gemeinden aus dem nordwestlichen Berliner Umland laden zum Open-Air-Gottesdienst auf dem Dorfplatz Klein-Ziethen. Unter Bäumen, direkt vor einem Spielplatz und auf Bänken brachte die Mittelmark zwei Prädikantinnen, einen Pastor, zehn Posaunenchor-Spielende und vielleicht 40 bis 60 Gottesdienstbesucher*innen hervor.

    Der Gottesdienst folgte in Ablauf und Programm eher dem Anspruch „niedrige Einstiegshürde für Gelegenheitskommende“. Aber so im Wechsel zwischen Sonne und Wolken, mit Blick auf den improvisierten Altar und Spielgeräte, Vogelzwitschern, Taubengurren und leichten Wind, war das eher traumhaft.

    Posaunen, Hörner und Trompeten spielten. Die Prädikantinnen waren beide bezaubernd, in ihrem Zusammenspiel eine einzige Freude. Wir erfuhren, dass es im Juli ein Tauffest am Beetzsee gibt.

    Zur dramatischen Steigerung: Donnergrollen kurz vor Ende. Aber kein Gewitter.

    Inferiore Güter

    Samstag läuft die Absendezeit für die Einsendeaufgaben ab. Wie erwartet, gestalten sich die Aufgaben für die Mikroökonomik als deutlich widerständiger denn als die für das Knowledge Management. Also eindeutig auch spannender und interessanter, aber schon so, dass man nachdenken muss und nicht nur nachschlagen kann.

    Das Modul hat eine starke Mathematikorientierung. So sind die Aufgaben vor allem Rechenaufgaben. An sich machbar (hey, wofür belege ich hier seit Semestern Mathemodule!). Aber dennoch nichts, bei ich sofort die richtige Formel und ihre Kurven einfach so aus dem Ärmel schütteln kann.

    Es geht eigentlich um die Grundbegriffe. Eine Person hat die Präferenzen a und b mit einer Präferenzkurve dazu. Die Preise folgen folgender Funktion und das Budget ist so und so. Wenn sich jetzt die Funktion der Preise ändert, was bedeutet das für die Konsumentenrente? Wie es sich für ein Basisseminar gehört, die Grundbegriffe. Aber ich würde behaupten, für ein Wiwi-Modul findet das alles am oberen Ende des mathematischen Anspruchs statt.

    Und so versuche ich die Nachfragekurven, die Präferenzkurven (auch in invers), die Engelkurve, den Cobb-Douglas-Konsumenten und das alles Speedzulernen bzw. Speedzuwiedergholen. Auf dass ich dieses Kapitelchen des Studiums möglichst schnell hinter mich bringe.

    Denn es wartet ja bereits die Bachelorarbeit.

    This is German Verwaltungsakt

    Falls Sie jemanden kennen, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der fünf Hühnchen vermisst, mutmaßlich Paduaner-Sundheimer-Mixe, Großraum Buchen, Oberneudorf-Einbach nahe der B27 die Ecke: Sie sind hier. In Sicherheit. Klein Hühnchen möchte bitte aus dem Kinderparadies abgeholt werden.

    Bei Frau Novemberregen regnets im Mai. In bizarr.

    Es gibt eine Steuerprüfung und dafür neue Infos der Muttergesellschaft: [H]urra, wir kriegen jetzt diese ganzen spannenden Infos! „Aber die werden sie uns nicht geben, das wird ein riesiger Kampf!“, sorgte sich die Steuerberaterin und ich sagte „aber wir werden ihn gewinnen, denn wir können sagen ‚we have German formellen Verwaltungsakt‘ und dann wissen wir alles

    Der Versuch, ein Sieben-Tage-Interrail-Ticket zu nutzen, wenn frau die Reise in Finnland starten muss: Einmal von hinter Gottes Rücken nach Europa und zurück

    Was ist naturaDB, fragt Gunhild Rudolph: naturaDB ist eine Online-Datenbank, die genau das macht, was vielen Gartenwebseiten fehlt: Sie denkt mit – ökologisch, nachhaltig, standortgerecht. Statt nur auf Blütenfarbe und Wuchshöhe zu setzen für den besten Verkaufserfolg, filterst Du hier nach ökologischen Kriterien: Welche ist heimisch? Welche Pflanze passt zu meinem Boden? Welche hilft Insekten wirklich?

    Herr Rau erschließt sich und uns LLMs. Folge 2: Token.

  • 25-05-01 Der Geschmack von ausgepresster Orange am Abend

    25-05-01 Der Geschmack von ausgepresster Orange am Abend

    Das Prinzenbad eröffnete die Berliner Freibadsaison am 30. April. Heute zog unter anderem das Insulanerbad nach. Ein schöner Tag.

    Mir träumte, ich hätte an einer wüsten Party teilgenommen. Leider erinnere ich mich nur an das Ende. Ich musste in mehreren abgeschlossenen Räumen mein T-Shirt suchen. Den Mann, dessen Band-Shirt irgendwie an mir gelandet war, musste ich mit einem 16-Euro-Cocktail besänftigen. Die Straße vor dem Partyort funkelte, allein vom Glitzer, den die Partygänger*innen verloren hatten.

    Es ist seltsam wie das Gehirn funktioniert. Das hörte ich ein paar Takte The Cure und sofort war ihr Bild vor mir. Melanie aus der 9. Klasse, komplizierte Liebe aus der Schach AG und riesiger The-Cure-Fan. Bestimmt habe ich seit 30 Jahren nicht mehr an sie gedacht.

    Ich versuchte, politisches Engagement zu zeigen, indem ich den Kolleginnen und Kollegen (KuK) ein kämpferisches MS-Teams-Emoji zum Abschied in den ersten Mai schickte – und es gibt nichts! Kein Gewerkschafts-Emoji, kein Arbeitskampf-Emoji, keine erhobene Faust, nicht einmal die sozialistische Rose.

    Auch irritierte mich, dass ich ein harmloses vielfältig auslegbares Regenbogen-Emoji in MS Teams suchte, und auch dieses erst über Umwege fand.

    Um so erfreulicher ein anderes Fundstück, dass es den auch 2025 noch gibt: der Sennheiser-Kopfhörer-Pride-Edition.

    Weniger erfreulich: das US-Justizministerium möchte ein wenig Faschismus zeigen und schreibt Briefe an die Wikimedia Foundation wegen der Wikipedia. Anscheinend suchen sie krampfhaft einen Grund, um die Gemeinnützigkeit der Foundation abzuerkennen.

    Aus verschiedenen privaten Gründen suchte ich nach diverser Technik, und suchte auch nach Desktop-PCs. Derzeit erste Wahl zum Thema (muss weder Gamen noch Videos bearbeiten, sollte aber wertig sein): das Lenovo Thinkcentre oder der Dell Inspiron.

    Ihr kennt die Regel beim Kochen: Ein Schluck Wein ans Gericht und ein Schluck für den Koch. Aber habt ihr schon mal 10 Kilo Ende-der-Saison-fast-überrreife Crowdfarming-Orangen gehabt, diese dann ausgepresst, um mit dem Saft zu kochen, und den Rest der ausgepressten Orange beim Kochen gegessen. Ein Gedicht!

    In der Berliner Wohnung zogen Schlupfwespen ein.

    Der große Halluzinator

    Gebt ihr Euren KI-Chatbots Eigennamen? Ich wäre tatsächlich nie auf die Idee gekommen, ES IST EINE STATISIKMASCHINE, lese aber zunehmend davon. Und irgendwie ergibt es auch Sinn, wenn man das Ding halt dauernd anspricht. Aber nein, never, niemals einen Namen. Falsche Ebene.

    Dennoch kann eine Statistikmaschine „Persönlichkeit“ haben. Zum Beispiel zu nett sein, und auch den psychopathischsten, zerstörerischsten Ideen begeistert zustimmen. So in den letzten Wochen bei ChatGPT passiert. Sycophancy in GPT-4o: What happened and what we’re doing about it

    Meistens spiele ich mit dem Ding ja rum. Wenn ihr ein Konzept für einen Arthouse-Film mit Tilda Swinton benötigt, die nachts auf Brandenburger Feldern Gülle ausbringt – ich und der Halluzinator have you covered!

    Ich glaube übrigens, ich habe ein sinnvolles Einsatzgebiet für das Ding gefunden. Ich werde es Beschwerdebriefe formulieren lassen! Ich begann mit einer Liste möglicher Beschwerungen.

    • Die Berliner CDU weil sie Tempo 30 auf der Straße vor unserer Wohnung wieder abschaffen will.
    • Der Deutschlandfunk, weil er das Lied- und Chanson-Programm ins allertiefste Nachtprogramm verbannt hat, und es nicht mal in der Mediathek aufrufbar ist.
    • Der Deutschlandfunk, weil er nicht einmal eine Gewerkschaftskundgebung live überträgt. Wer 52+ Gottesdienst-Liveübertragungen im Jahr schafft, könnte auch einen kämpferischen Ersten Mai ins Programm nehmen.

    Ich-als-Rentner-und-Chat-GPT – es wird ein Traumpaar!

    Schon vor dem Renten-Eintritt bemüht Herr Paul das Programm: Nachdem ich vor ein paar Tagen erst so wirklich herausfand, wie ein LLM funktioniert, passte ich gestern/heute meine Konfiguration an um bessere Ergenisse zu erzielen.

    Der Mohn ist aufgegangen

    Der Mohn ist aufgegangen. Also zumindest die erste Blüte. Sagt Madame. Auch wenn es quasi unmöglich sein sollte, Mohnblüten zu übersehen, scheint es mir heute gelungen zu sein.

    Der Garten bietet sein volles Frühlingsprogramm. Als wir Mittwoch abend kamen, roch es (nach) Scheiße, also eher halt Gülle. Aber das verzog sich freundlicherweise im Laufe des Feiertags. Bis wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, war es schon wieder eine Mischung aus Apfelblüte und Raps.

    Freundlicherweise ist dieses Jahr alles zwei Wochen später dran als 2024, so dass wir die volle Wucht erst nach dem Paris-Urlaub erfahren. Der Flieder beginnt zu duften, der Rotdorn wird dieses Wochenende aufblühen und der letzte der drei Apfelbäume hat immer noch Knospen.

    Nachts wachten wir beide unabhängig voneinander auf, weil die Nachtigall so apart lärmte. Zum Frühstück begrüßte uns der Kuckuck.

    Wir beide fragten uns, ob die Insekten die letzten Jahre auch so groß waren.

    Nachdem die Hornisse ihr Nest doch nicht direkt neben der Terrasse baut, fanden wir sie dann im Bungalow. So war das nicht verabredet!

    Leider seit Wochen unberührt wirlt das Vogelnest, das wir in der Holzlege fanden. Ich schaute es doch einnal näher an, bewunderte seine Kunstfertigkeit und Lehmverstärkungen, wir entschieden uns nach diversen Recherchen für ein verlassenes Amsel- oder Singdrosselnest.

    Dafür brütet am Bungelow in einer versteckten Ecke der Außenkostruktion eine Meise. Hurra! Und Störche sowie Turmfalken flogen tief über den Garten. Hurra!

    Ein perfektes Mai-Wochenende kann kommen.

    CDs in Japan und Boba in New York

    Blogs lesen lohnt, dank Hotel Mama entdeckte ich den Klaviersalon Christophori, den wir sicher demnächst aufsuchen, dank eines Kommentars bei der Kaltmamsell die Kurpfalz-Weinstuben in Charlottenburg.

    Mit Frau MaultaschenRavioli bei der Karfreitagsprozession in Madrid.

    Japan kauft noch CDs. In letzter Zeit sogar wiede mehr. Karen erklärt.

    Legos Boba Quest in New York geht weiter: As I wrote about last week, one of my favorite boba shops, Shiny Tea, is closing soon .. Fazit: man kann verschiedene Bubble-Tee-Geschmäcker haben und trotzdem Freunde bleiben.

    Letztens Gespräche über Karrierewege als Technical Expert oder als Manager. Markus fasst den Unterschied sehr schön zusammen: Die beiden Bewerbungsgespräche liefen gut. Allerdings komme ich nur für eine der beiden Firmen infrage. Für die andere bin ich überqualifiziert, wie der Herr meinte. Ich würde mich nur langweilen, sagte er. Überqualifikation finde ich in meinem Fall eine lustige Formulierung. Als Manager oder Führungskraft bin ich in Wahrheit zu inkompetent, um die richtige, fachliche Arbeit durchzuführen. Ich kann aber gute Emails schreiben und die Leute zusammenhalten. Überqualifikation ist natürlich der schönere Begriff.

    Den ultimaten Lebens- und Jobtipp verdanke ich allerdings einer Kollegin. Vielen Dank: Self-help Singh- Make Mistakes

    south spielt mit ChatGPT

    Hallo, Statstik-Maschine, der ich keinen Namen geben werde, erstelle mir eine Illustration sowie diverse Empfehlungen passend zum vorhergehenden Blogpost:

    Empfehlungen

    Outfit: Gut gealterte Jeansjacke über Streifenshirt, Leinenschal – Hommage an 80er-Melancholie und DLF-Verdruss.

    Kulinarisch: Selbstgemachte Rhabarber-Limonade mit einem Hauch Rosenwasser – wie Apfelblüte im Glas.

    Film: The Garden (mit Tilda Swinton) (Derek Jarman, UK 1990) – queere Ikonographie trifft Naturgewalt – ein Gartenfilm gegen Faschismus.

    Musik: The Cure – Charlotte sometimes– – The Cure: direkt aus der Schach-AG der Erinnerung.

    Sachbuch: Kleine Geschichte des politischen Liedes in Deutschland – für DLF-Ärger und 1.-Mai-Rhetorik