Um 5:10h kam der kleine Parkplatzfuchs. In der Kornellkirsche: Meisenaction.
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Edeka Duolingo verkauft Ube-Latte. Weil ich Online-Überschriften lese von Journalist*innen, die Social-Media-Accounts betreiben, weiß ich sogar was das ist.1
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In Kuckswinkel standen die kleinen Störche im Nest.
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Madame fuhr zum Überraschungsabschied nach Spandau.
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Es waren drei Tage in schwächelnder Hitzeaufrappelung durch Mensch und System.
Linksherum und rechtsherum
Ach, Deutsche Bahn, wo fang ich an. Ich bewundere dein Bemühen, trotz allem immer noch jeden Tag Millionen von Menschen durch die Welt zu befördern und wohlbehalten von A nach B zu bringen. Manchmal jedoch fragte ich mich diese Woche, ob auch ganze Konzerne umschulen können, vielleicht auf eine Tätigkeit, die vielleicht weniger komplex ist als die derzeitige Aufgabe, etwas einfaches, nettes, in dem der Konzern und die Kund*innen glücklicher werden.
Wo fange ich an?
Vielleicht mit der guten Nachricht: Die Bahnfahrkarte von Vilnius nach Klaipėda ist gekauft.2
Die Rolltreppe der Gegenwart wird weiter demontiert und verwandelt sich daweil in den Schrotthaufen der Gegenwart. Soweit so erwartet. Unerwartet hingegen war die Mitteilung, dass Dienstag, nachdem ich mit dem Prignitz-Express et al gekommen war, auch die Treppe der Gegenwart gesperrt war. Da wo Montagnachmittag noch eine Treppe war, sah ich nur noch einen weiß verhängten Bauzaun, drei Mitarbeiter in Warnwesten und viele verwirrte Bahnreisende. Da stand ich nun mit Aussicht und kam nicht mehr hinunter. Eine Lautsprecheranlage informierte mich, dass ich doch über das Gleis und das Parkdeck und dann den Fahrstuhl.. Nein!3

Der Kran war schuld.

Die Ringbahn hat Hitzestörungsdauerschaden. Offiziell ist ein Teilstück gesperrt und nur noch im 20-Minuten-Takt befahrbar. Faktisch fährt sie mal oder auch nicht, oder hält an überraschenden Orten an oder hält an erwarteten Orten nicht an. Für mich ist das lästig bis anstrengend. Für Madame, die frühmorgens die Ringbahn als Alternative zur ebenfalls gesperrten S-Bahn in die Hafenstadt benötigt, wird es langsam wirklich schwierig mit dem ÖPNV dorthin zu gelangen.
Über die Hafenstadt führt vielleicht auch unser Weg an die kurische Nehrung. Die Bahnfahrt durch halb Europa wird ihre größte Herausforderung im Teilstück Berlin->Frankfurt/Oder haben. Auch hier sind die Bahnalternativen vom „durch das Parkhaus“ inspiriert, so dass ich mittlerweile ernsthaft schaute, was ein Mietwagen kostet, den wir in F/O abgeben können (gibt’s nicht), ein Taxi (~ 200 Euro) oder ein Uber (~ 250-450 Euro). Natürlich könnten wir auch mit dem Auto nach F/O fahren. Aber da wir durch Europa im Kreis fahren werden, uns die Rückreise aus Westen/Travemünde verlaufen wird, würde auch das so enden, dass wir in Berlin sein würden, das unerreichbare Transportmittel aber in F/O.
Immerhin fuhr der ICE375 von Spandau nach Interlaken bis zum von uns benötigten Bahnhof Basel Bad. Er hatte Oberleitung und Signal und er hatte daraus folgende Zugverknäuelung vor Frankfurt/Main, die am Ende zu zwei Stunden Verspätung in Basel führten.
Expedition Mülltonnenrausrollen
Das Motto Züge fahren wieder, aber Weichen und Signale sind noch kaputt, scheint auch gerade auf Hirne zuzutreffen. Meines zum Beispiel. Alltagsverrichtungen sind herausfordernd, Orientierung ist schwierig, und so langsam sehe ich ein, dass ich vielleicht einfach liegen sollte.
Das erste Mal dieses Jahr habe ich keine vorgekauften Kinokarten mehr, nachdem ich gleich drei Besuche cancelte: Tschüss Demon Pond (Japan, 1979), Good bye Supergirl (USA, 1984) und vielleicht irgendwann mal To Live and Let Die in L.A. (USA, 1985). Gerade um Demon Pond (夜叉ヶ池, Yasha-ga-ike), ein drittel japanische Nouvelle Vague, ein Drittel Fantasy-Horror, ein Drittel Kabuki-Theater, in der die männliche Kabuki-Legende Bandō Tamasaburō V in einer Doppelrolle das Mädchen vom Lande und die Dragon Princess spielt, in dem es Rollen wie Norihei Miki as Catfish messenger oder Fujio Tokita as Crab oder Hisashi Igawa as Carp gibt – darauf fiel mir der Verzicht schwer.
Die Vernunft siegte knapp. Meine Abendplanung besteht im Wesentlichen darin, mich am frühen Abend auf die Nachdenkliege im Kaminzimmer-sans-Kamin zu legen, mich von Madame zu Gurken und Salat zu ermuntern zu lassen und dann ins Schlafzimmer umzuziehen.
Die Abend und Nächte um die 20 Grad müssen genutzt werden, so lange sie andauern.
Ich fühle mich nicht alleine. Team-Meetings sind kurz. So kurz wie noch nie, niemand hat mehr Energie, sie um das nicht-Notwendigste zu erweitern. Dafür werfen wir uns im Alltag mehr staunende Blicke zu als normalerweise. Alles schwierig. Zeit für die Ferien.

Links
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Den Ube-Latte-Trend habe ich gerade noch mitbekommen. Vollkommen an mir vorbei, bis zum Frau-Zimtkringel-Text, gingen Gochujang Nudeln. Werde ich mir merken.
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Im Hoffen auf bessere Zeiten widmet Herr Buddenbohm sich lobenswerterweise den Morgen- Schlaf- Bade- und Hausmänteln.
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Existenzieller und jetzt-bezogener verlinkt Thomas: Hitze, Wandern, Radfahren … Watrify hilft dir Trinkquellen und öffentliche Brunnen zu finden
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Anmerkungen
- Wie immer alle mit Paywall außer die taz: Trendfood UbeLila Ausbeutung ↩︎
- Die aufmerksame Leser*in wird bemerken, dass die DB an dieser Nachricht nicht beteiligt ist. ↩︎
- Die Nichtqualitätspresse hat ein wenig Hintergrund: Rolltreppe kaputt, Treppe gesperrt – und die Fahrgäste gefangen ↩︎