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  • 26-05-26 Eis Strawberry Matcha Latte mit Fuchs an blühenden Kakteen

    26-05-26 Eis Strawberry Matcha Latte mit Fuchs an blühenden Kakteen

    Abendessen zum srieh srieh der Mauersegler.

    *

    Tage mit knapp 30 Grad verschaffen mir einen Stand über das aktuelle Tattoo-Geschehen. Besonders schick: die schulterblattgroße Gottesanbeterin.

    Auch ohne 30 Grad habe ich noch nie eine komplett tätowierte Hand-Innen-Fläche gesehen. Jetzt schon.

    Dabei fiel mir im Hallenbad auf, dass dies – im Gegensatz zum Freibad – normalerweise eine tattooarme Zone ist. Hat das schon jemand erforscht? Warum gehen Menschen, die Tätowierungen mögen, nicht ins Hallenbad? Warum lassen sich Hallenbadfans keine Tätowierungen stechen?

    Denn der Mikro-Urlaub begann nass. Nach dem freitäglichen Besuch im Potsdamer blu und dem samstäglichen Besuch im Insulanerbad, mussten wir natürlich auch noch einmal ins eigene Hausbad.

    *

    In eben jenem Hallenbad wartete ich im Foyer auf Madame, sah die Mutter-Sohn-Gruppe die leicht hektisch, aber mit viel Enthuasiasmus durch die Drehkreuz eilte, nur um fünf Minuten später entsetzt wiederzukehren, weil das Hallenbad kein Freibad ist.

    *

    Madame und Kellerkind unternahmen dem Anlasse des Besuches nach eine religiös-touristisch-kulturelle Berlintour. Sie begann mit dem Noonsong in der Kirche am Hohenzollernplatz und beinhaltete eine Bötchenfahrt auf der Spree, Kaffee auf dem Dach des Humboltforumschlossesn, die Besichtigung der neu renovierten St. Hedwigs-Kathedrale.

    *

    Es waren Besuchstage zwischen Huhn (geschmort), Raupen (krabbelnd) und Mauerseglern (sriend).

    Tajine Oase

    Mein Fernuni-Modul Dienstleistungsmanagement stimmte mich auf die Tage ein: „Analog zum Denken und Fühlen des Kunden durchlaufen auch die Restaurantmitarbeiter Denkprozesse und haben Gefühle, die für den Kunden nicht sichtbar sind“ – das war in dem Fernuni-Kontext natürlich als sachliche Info gemeint, liest sich aber auch wie ein leicht verzweifelter Appell an das Benehmen der Kundschaft.

    Wir allerdings sind ja ebenso herzensgute wie ausgesprochen höfliche Menschen, würden immer auf Denken und Gefühle der Mitarbeiter*innen Rücksicht nehmen.

    Wir hatten gedacht, dass, wenn wir schon Besuch aus anderen Gegenden Deutschlands haben, dann suchen wir uns für den Berlin-Abend etwas aus, was mehr BERLIN sagt als das eher dörfliche Alt-Wilmersdorf. Kreuzberg sollte es sein. Es wurde Kreuzberg 36. Es wurde sogar noch kreuzbergiger als geplant, wenn wir gerieten ungeplant in die Ausläufer des Karnevals der Kulturen.

    Das war auf der Straße schick anzuschauen, in der U3 zeitweise ziemlich kuschelig und wir lernten im vorbeihören, dass die U3 auf berlin-türkisch die „U üç“ ist. Wir allerdings fuhren so tief in das ehemalige Mauer-Kreuzberg, an das der revolitionäre Postbote noch lebhafteste Erinnerungen hatte, dass wir den größten Teil des Karnevals schon wieder uns ließen.

    Am Ort des Geschehens, dem Baraka am Görli, waren wir weit genug entfernt von den Feiern, so dass wir Platz haben, und nur vereinzelte Kulturkarnevalist*innen vorbezogen. Der revolutionäre Postbote mopperte, dass die U-Bahnen zu seiner Zeit noch viel mehr quietschten und es dafür auch noch andere Geschäfte als nur Restaurants in der Ecke gab – aber those are the times.

    Die Stimmung war ausgezeichnet, denn wir waren vollzählig geworden: Team Hamburg und Team Ist-das-noch-Brandenburg-oder-schon-Sachsen? waren auch dazu gestoßen.

    Oase-Platte für 3 Personen oder so. Im Uhrzeigersinn, um 12:05h beginnned: Kartoffelsalat, Joghurtsauce, Hummus, so Tomaten-Paprika-Zeugs (Ayvar?), Falafel, Rote Beete, Bohnen, Baba Ganoush, Reis, Hallumi, in der Mitte Hähnchen-Tajine.

    Die Raupen. Der Fuchs.

    Kellerkind kehrte zur pfingstsonntäglichen Messe mit Bischof am Sonntag zurück in die St. Hedwigs-Kathedrale.

    Da religiösen, kulturellen und gastronomischen Gelangen ausreichend Rechnung getragen wurde, sollten biologische Belange folgen. Der Botanische Garten liegt nicht nur vage auf halber Strecke zwischen Wilmersdorf und Potsdam, sondern bietet auch hitzeangemessene Schattenbereiche.

    Amerikasee

    Wir schlenderte, ließen uns schnell mit Fernuni-Skript und Büchern am Amerikasee nieder. Das wogen der Bäume, das Rascheln des Grases, das Quäken der landenden Enten und die Schreie der beraupten Gartenbesucher*innen.

    Vom See vertrieben nicht die Mücken, sondern die Raupen. Ob sie Speed-Kletterer waren? Ob sie von den Bäumen fielen? Es waren viele und wir fanden sie auf Hosen, Hemden und Schuhen. Optisch ähnelten sie dem Eichenprozessionsspinner, was die Lage nicht sympathischer machte – allerdings waren sie nicht allergieauslösend, sonst würde ich jetzt nicht mit einem perfekt normal aussehenden Unterarm diese Zeilen tippen.

    Falls jemand diese Raupe bestimmen kann? Bisher am nächsten scheinen Brombeerspinner oder Distelfalter, die es aber beide nicht sein können.

    Japanwald

    Also gingen wir in friedlichere Bereiche. Wir staunten, dass nicht nur die Bäume so aussehen wie in der jeweiligen geographischen Region, sondern auch das Unterholz. Wir staunten, dass so auch die Region Japan frei von den üblichen mitteleuropäisch-brandenburgischen Beikräutern ist, die sich sonst gerne sofort in jedem Wald ansiedeln. Hier im Japanwald waren diese japanisch.

    Ich wunderte mich, warum sind wir nicht öfter da? Der Garten ist sehr schön, unglaublich entspannend, und selbst an eine heißen Pfingsttag verläuft sich das Publikum sofort, sobald man die Hauptwege verlässt. Wir könnten an einem freien Tag sofort in den Bus steigen und wandeln.

    Da fiel es mir ein: Freie Tage, da war was. Sie sind selten, und wenn sie stattfinden, sind wir auf den Latifundien. Wenn es draußen zu ungemütlich für die märkischen Hamptons wird, wird es auch zu ungemütlich für den Botanischen Garten.

    Verdammte Axt.

    Aber wo ich schon mal da war: Lauschen, riechen, atmen, Fernuni lesen.

    Zum Abschied bewarf ich Madame mit Kaffee

    Irgendwann in all das atmen, lauschen und riechen hinein rief Potsdam: „Ihr habt eine Tischreservierung.“ Das erinnerte an Hunger und Durst, und bevor wir mit 101er-Bus, S1, S7 und Tram 96 den neuerlichen Weg zum Nauener Tor antraten, hielten wir vor den großen Gewächshäusern am Kaffeemobil an, wo es neben den üblichen „Kaffeespezialitäten“ auch geeistes, wie den Eis Strawberry Matcha Latte gab.

    Wir suchten uns eine Bank, und stellten fest, dass zumindest ich zu alt für Selfies bin und mir die dafür erforderlichen Grundfähigkeiten fehlen. Beim Versuch, uns selfiegerecht zu arrangieren, bewarf ich Madame mit heißem Kaffee, verfehlte sie jedoch zum Glück knapp.

    Während wir uns sortierten, direkt gegenüber den Gewächshaus, am Kaffeestand, beim zentralen See, an der größten Menschenansammlung des Gartens, sprang ein Fuchs von hinten auf die Bänke. Schaute ein bißchen, roch ein bißchen mehr, trottete zur Freude aller Spontanfotgraf*innen einmal quer über den Platz, roch ein wenig an den Bänken gegenüber, stolzierte über ein Mäuerchen, und verschwand im Gebüsch.

    Gemütlich logieren

    Es wurde Zeit für Potsdam. Wieder in ein Lokal, das in seiner deutsch-mediterran-asiatischen Ausrichtung geeignet für heterogrene Gruppen ist, und darüber hinaus nett am Rande des Holländischen Viertels liegt.

    Das Tomasa liegt im Logenhaus der Potsdamer Freimaurer, das, anscheinend anders als der PotsdamWiki-Artikel suggeriet, sogar noch im Logenbetrieb ist.

    Die Runde bekam angesichts ihrer katholischen Entstehungsgeschichte eine überraschen kenntnisreiche Diskussion über das Freimaurertum hin. So lernten wir, dass die meisten Logen noch reine Männerlogen sind. Es gibt aber auch Frauenlogen und gemischte Logen. Aber: deren Mitglieder dürfen keinen freimauer-sozialen Kontakt zu den reinen Männerlogen haben.

    Was dazu führt, dass in den gemischten Logen de facto auch fast nur Frauen sind, da die Männer, wenn sie schon Freimaurer werden, auf den Kontakt zu den großen, alten Logen verzichten wollen.

    Dazu Rotwildklößchen Königsberger Art und Backhendl. Über uns kreischten die Mauersegler. Wie schon zwei Tage vorher an ähnlicher Stelle vertrieben uns schließlich die Mücken.

    Wir ließen die Residenzübernachtenden zurück und nahmen den Regio nach Wilmersdorf. Am nächste Tag ging es los in die zwei Tage Urlaub-Urlaub in die märkischen Hamptons. Ich packte meinen Koffer und nahm mit: Badehose, Fernuni-Skript und zwei Opernkarten.

    Links

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    Rate das Land: Was aber recht billig war, war, was ich danach gemacht habe, nämlich in ein öffentliches Schwimmbad gehen. Ich wusste ungefähr nichts darüber, außer dem, was mal in der Sendung mit der Maus war: dass da ALLE hingehen. Ständig. Mir waren von den Einheimischen Hot Tubs versprochen worden und Hot Tubs habe ich bekommen. Aber was für welche! In verschiedenen Temperaturen, 38, 40, 42, 44 Grad und einer in Meerwasser. Das ganze Ding war letztendlich ein (großes) Freibad, das komplett auf angenehme Temperaturen aufgewärmt war und dann eben Hot Tubs und ein richtig großes Becken mit 38 Grad, in dem man gemütlich abhängen konnte.

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    Und natürlich das Wichtige: Klatsch und Tratsch aus Cannes

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    Weiter oben in Frankreich: AZ13 – Adieu La Rochelle, Bienvenue Ile de Ré

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    Schicke Zusammenfassung mit vielen Links zur re:publica. Die Idee eines gedruckten Readers zum Ende möchte ich unterstützen: #rp26, tag 3 und fa­zit

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    Hm, denke ich beim nächsten Concept Store, die Bäckerei, die vorher hier drin war, die hatte ein Konzept: Brote, Brötchen, Backwaren produzieren und verkaufen.

  • 26-05-13 Almost a Hongkongromcon

    26-05-13 Almost a Hongkongromcon

    Erdbeerkauf im Donnerhall.

    Seit letzter Woche hat die Gemüslichkeit ihre Lieferungen wieder aufgenommen. Sie sind wie die Natur draußen: Grün. Viel Salat, selbst der Fenchel besteht zu größeren Teilen aus Fenchelgrün. Wir testen noch ob Bak Choi und Tatsoi wirklich zwei verschiedenen Pflanzen sind, wie von den Gemüslichern behauptet.

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    Bei drei Grad Außentemperatur ein einsamer Turnschuh (grau, Erwachsenengröße) im S-Bahn-Gleisbett.

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    Die Morgende verbringe ich niesend. Es fühlt sich nach meinem Pseudo-Heuschnupfen an. Aber da dessen Saison von Juni bis Oktober läuft, kann er es gar nicht sein. Bis Anfang Juni werde ich ihn ignorieren – was nicht so einfach ist, während ich andauernd niese.

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    Die idyllisch aussehende Kleinfamilie in der Ringbahn, bei der beide Erwachsene hingebungsvoll mit dem herzzreissend niedlichen Kleinkind spielten, unterhielt sich intensiv im italienisch bzw. französisch gefärbten Englisch über Unterhaltszahlungen von ihm an sie.

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    Es war ein finnisch beeinflusster Feiertag vervort von zwei schwäbisch-honkongisch beeinflussten Arbeitstagen.

    Rheingau

    Am Innsi, an der alten Wohnung versuchten ein Blaulicht-martinhornführender Krankenwagen in Ost-West-Richtung und ein Blaulicht-martinhornführender Feuerwehrwagen in Nord-Süd-Richtung einander auszuweichen. Die alte Wohngegend bot zweifellos mehr Unterhaltungswert als die neue, war aber auch anstrengender.

    In der Wiesbadener Straße, in der Nähe der neuen Wohnung, blüht ein Straßenbaumkastanienblütenmeer, um so imposanter angesichts der Größe alter Kastanienbäume.

    Noch ist es gewöhnungsbedürtig, wie schnell wir von der neuen Wohnung in wirklich grünen Wohngegenden Berlins wie dem Rheingauviertel sind. Ein Blick auf das Luftbild macht es eigentlich deutlich: Der Grunewald ragt von Südwesten her bis zur Ringbahn als grünes Stück quer durch die bürgerlichen Wohngegenden, die selbst auf dem Satellit viel grüner, weniger rot und grau aussehen, als Rest-Berlin. Am letzten Ausläufer dieser Grünüberlappung wohnen wir und betrachten Parkplatzfüchse.

    Nolle

    Nach Monaten der Sanierung der Zwischendecke fährt die U3 wieder ihre komplette Strecke. Endlich wieder direttissima nach Kreuzberg-Ost zum Görli, Kotti und Prinzi. Endlich kann ich in Schöneberg wieder in einen beliebigen Bus steigen, der mich zu einer Verbindung mit meiner Heimat-U-Bahn bringen wird.

    Und das beste: Die BVG sanierte im angekündigten Zeitrahmen. Natürlich nutzte ich die erstbeste Gelegenheit, die neu-alte-Strecke wieder zu erfahren, nahm den 106er bis zur Nolle und stieg in die Katakomben hinab.

    Die Strecke funktioniert wieder. Die Station ist nach der Zwischendeckensanierung wieder funktionsfähig. Allerdings hatte ich mir auch optisch als Ergebnis einer Deckensanierung in dieser Station mehr 19.-Jahrhundert-Historismus und weniger imporivisierter Versorgungstunnel vorgestellt..

    Schwaben

    Es galt ein Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Um der Ehrwürdigkeit des Geschenks gerecht zu werden, sollte dies nicht am Bürorand geschehen. Die Karpfengruppe nahm dies als Anlass, wieder auszugehen. Wir suchten einen Italienier, der nicht nur Pizza und Pasta verkauft. Wir landeten beim Schwaben. bei Blanquette, Rumpsteak und Maultaschen.

    Es ging genug um Arbeit, um irgendwann zu entdecken, dass eine komplett andere Abteilung ein ähnliches Problem hat wie wir – vielleicht sogar gelöst – eventuell sollten wir sie sogar fragen – und genug um Privates um Kletterfelsen, Worshipkonzerte und AfD-nahe Verwandte und -Bekannte zu besprechen.

    DJ OneNote schuldete mir noch ein Bier. Und wie man es als guter Freund macht, suchte ich mir das teuerste Bier heraus, das die Karte zu bieten hatte: Der Biermeter.

    Von hinten links im Uhrzeigersinn: Zwickel, alkoholfrei, Ur-Paulaner (oder so), Paulaner Pils, Fürstenberg Pils, Hefeweizen

    Finnland

    Die Exkursionsgruppe Kultur traf sich im Felleshus der Nordischen Botschafen: Wir wollten das Geheimnis des finnischen Glücks erkunden. Ernsthaft glücklich heißt die Ausstellung, die von der Botschaft von Finnland in Zusammenarbeit mit Visit Finland und dem Happiness Experience Museum in Helsinki veranstaltet wurde.

    Angekündigt wurde die Ausstellung als Beitrag zur Frage, warum Finnland seit Jahren zuverlässig jedes Jahr den World Happiness Index anführt.

    Es war netter Vormittag. Die Ausstellung zeigte, was an Finnland sympathisch ist: Schüler*innen-orientierte Schule, klares Design mit Holz, Wald, weiten Abstand zu anderen Menschen, Pinienduft und Zimtschnecken.

    Tiefere Fragen blieben aus: „Wie schafft es ein Land, das glücklichste zu sein und gleichzeitig Europa in Suizidraten und Drogentoten anzuführen?“, zum Beispiel ist eine ziemlich offensichtliche Frage, die weder gestellt noch gar beantwortet wurde. Dafür waren die Veranstalter vermutlich falsch.

    Außerdem wissen wir ja, dass der finnische Weg zum Glück der Verzicht auf Salz und Gewürze ist. Eat as bland as you can, oder so.

    Wir aber hatten einen sehr netten Feiertagsvormittag inmitten von viel Holz, ausgesprochen schickem Design, Traummöbeln und Kardamonschnecken.

    Lautsprecher als/mit Baum. Laut Prospekt auch zum Umarmen.

    Neukölln

    In Schöneberg schloss das European Headquarter von Böregcegi oder so ähnlich. Das ist kulinarisch bedauerlich, weil es dort vortreffliche Teigwaren gab. Aber die Gegend wird es angesichts der 14 türkischen Schnellimbisse, Bäckereien und Frühstücksläden, die sich in 80 Metern Umgebung befinden, verkraften.

    Im Kindl Boulevard schloss das Afghanische Festmodengeschäft. Das ist eine kleine Katastrophe. Enthielt dieser eine Laden doch ausreichend Farbenfreude, Überschwang, Exaltiertheit und Üppigkeit, um für ein komplettes sonst leerstehendes Einkaufszentrum zu reichen.

    Jetzt muss das Jobcenter ganz am Ende der Passage als Ort der Vitalität herhalten. Der Weg führte mich wieder zur athmosphärischten halfdead Mall Berlins, denn an ihrem Ende liegt das stilistisch unyorckigste der Yorck Kinos. Im manchmal-OV-Kino Rollbergkinos lief die Asien-Reihe in the mood1. Filme, die mir vorher komplett fremd waren, aus denen ich bisher aber immer mit großem Gewinn herausging. Am Dienstag: Comrades, almost a love story.2

    True sign

    Hongkong

    Erwartet hatte ich eine Hongkongromcon; eine RomCom (Romantic Comedy), die in Hongkong spielt. Ich bekam sie, aber in einer tieferen, emotionaleren, schöneren Form. In der Boy-meets-Girl-Geschichte verbirgt sich

    • ein Film über Migration
    • über den Versuch, verschiedene Lebensentwürfe kompatibel zu machen
    • die Schwierigkeit, Träume zu leben ohne dabei andere Menschen zu verletzen
    • die Sängerin Teresa Teng
    • den Wunsch nach Zukunft bei Verhaftung an der Vergangenheit
    • die wilden Jahre Hongkongs in den 1980ern als die Briten verschwanden, die Festlandschinesen der Volksrepublik aber noch nicht da waren

    Figuren

    In einem McDonalds treffen sich Li Xiao-Jun und Li Qiao3 – er als verpeilter Festlandschinese bei seinem ersten McDonalds-Besuch, der Probleme hat „Hamburger“ und „Coke“ auszusprechen, sie als weltläufige leicht arrogante Bedienung aus Hongkong, die ihm das alles genervt erklärt, um ihn am Ende noch an eine Scam-Sprachschule zu vermitteln, von der sie Provision bekommt.

    Der Zuschauer*in fällt an dieser Stelle vielleicht auf, dass sie in all‘ ihrer Weltläufigkeit bei McDonalds arbeitet und in der Sprachschule putzt – dass vielleicht nicht alles so glänzend ist, wie sie sagt. Dem planlosen Li Xiao-Jun bleibt es vorerst verborgen.

    Einsamkeit treibt sie zueinander. Aber auch die Chance, die sie sieht, Li Xiao-Jun als naiven Helfer für ihre zahlreichen Geschäftsideen einzuspannen. Denn Li Qiao ist genauso frisch aus der Volksrepublik in Hongkong angekommen wie Lai – sie aber möchte groß hinauskommen, um eine Hongkong-Woman von Welt werden, während er nur genug Geld als Koch verdienen möchte, um seine Freundin nachzuholen.

    Der Ort, die Welt

    Der Film entstand 1996, ein Jahr bevor Hongkong an die Volksrepublik übergeben wurde und absehbar viel von seiner Eigenständigkeit verlieren würde, spielt größtenteils 1986/1987 als diese Hongkongness in voller Blüte stand, die Stadt zahllose Chinesen anzog, die hier ihr Glück versuchten.

    Beide zeigen Zerrissenheit zwischen ihrer Herkunft und der Weltmetropole. Li Xiao-Jun hin- und hergerissen zwischen seiner Freundin/Verlobten Xiao Ting und Li Qiao, Li Qiao selbst hin- und hergerissen zwischen dem einfach-direkten Li Xiao-Jun und all den Gelegenheiten, die Hongkong bietet. Sie treffen sich emotional bei ihrer gemeinsamen Liebe für die chinesische Sängerin Teresa Tang – von der kein*e Hongkonger*in je zugeben würde sie zu mögen aus Angst für eine*n Festlandschines*in gehalten zu werden.

    Gerade Maggie Cheung als Li Qiao spielt atemberaubend: Mit der Energie, Selbstbeherrschung und Toughness, die jemand ausstrahlen muss, der es „schaffen“ will, nur leicht zurückgenommen, in den Momenten in denen sie sich öffnet, einsam, melancholisch oder voller Liebeskummer.

    Habe ich geweint? Vielleicht ein bißchen.

    Links

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    Hach, ein Bücherregal mit Daniil Charms und Isaak Babel: Bücherliebe – 4 –

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    Komplimente für’s Leben zu behalten: “Sie sind aber auch toll abgerollt!” (weiter hinten auch noch mit Prinzenbad-Feature-Link-Empfehlung)

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    Frau Herzbruch auf Curaçao – Teil 1, und Teil 2 und Teil 3.

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    Kein Wunder, dass es draußen kalt ist: Die Filmfestspiele in Cannes beginnen. Wie schon letztes Jahr, die Blogosphären-Canneskorrespondentin Christiane gibt alles: Dies und das Anfang Mai.

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    Die S-Bahn fährt durch die Dunkelheit. Die Straßenlaternen leuchten noch vergeblich gegen die Finsternis an. Sie wirken wie Teiche aus gelben Licht, um die sich die durstigen Schatten sammeln. Doch bald wird wohl die Sonne aufgehen und die Nacht vertreiben. Die Nacht weiß das, weswegen sie sich noch trotzig an die Welt klammert.

    Anmerkungen

    1. Falls jemand hier zufällig Kontakt zur Kinokette hat – ich würde gerne platzieren, dass sie dringend eine Bollywood-Reihe starten müssen. ↩︎
    2. Yorck-Unlimited-Besuch No. 24 – 9,92€ pro Besuch. ↩︎
    3. Ich stelle gerade fest, dass die englischen Untertitel des Films eine vollkommen andere Umschrift der chinesischen Namen haben als der englische Wikipedia-Artikel. Das macht mich fertig. Beispiel: Li Qiau (Film) ist laut Wikipeida Lee Kiu. ↩︎
  • 26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    Sind wir sauberer seitdem wir in einem Schwimmbad wohnen? Maybe. Ist das Auto sauberer, seitdem wir neben einer Waschstraße wohnen? Auf jeden Fall.

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    Ein Mann ohne Unterschenkel aber dafür mit zwei Krücken kam uns auf einem Skateboard entgegengerollert.

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    Ein Mann in weißem Ganzkörperschutzanzug mit Kapuze und Maske schob einen Einkaufswagen mit Pfandflaschen durch die Barstraße.

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    Höhe Strausberger Platz lachte jemand so durchdringend, dass selbst Menschen in der vollgestopften Berliner Pendler-U-Bahn aufschauten.

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    Es waren zwei Tage der Arbeit mit ekstatisch-zölibatärer Kino-Unterbrechung.

    Es hält kein Zug in Baden-Baden

    Eine elektronische Bahn-Abfahrtstafel informiert mich, dass der ICE nach Brig „ohne Halt in Baden-Baden“ fährt. Was einerseits korrekt ist. Andererseits ist die Info inmitten der Berlin-Südkreuz-Rolltreppen-Absperrungen, temporär gestörten S-Bahnen und komplett ausfallenden Zügen nach Hamburg oddly specific.

    Langsam wohnen sich auch die defekten Rolltreppen ein. Die leuchtend gelben Absperrungen verschmuddeln jeden Tag ein wenig mehr. Ihr Ausdruck wandert von „Achtung! Attention! Attenzione! Hier ist etwas wirklich, wirklich kaputt!“ zu „Ich bin halt auch ein Stadtgrümpel und tue mein Bestes.“

    Dort, wo die Benutzung der Treppe einen Umweg darstellen würde, wurden die Absperrungen aus dem Weg geschoben, damit die Rolltreppe zumindest belaufen werden kann. Dort, wo sie noch stehen, sammelt sich erster Müll an unzugänglichen Stellen.

    Zwei einsame Kofferträger suchen erfolglos Menschen, die ihnen ihre Koffer zum Tragen anvertrauen. Ein seltener Besuch, ein Handwerker, schraubte an einer der Fahrtreppen herum, allerdings ohne sichtbaren Erfolg.

    Gelber Doppeldeckerbus in der Nebellandschaft des Bahnhofsvorplatzes. Im Vordergrund zwei Fahrräder, halb umgekippt, halb von ihrem Schloss an einem Schild stabilisiert,

    Der Unterschied zwischen Mushrooms und Funghi

    Madame recherchierte dem Hot Pot hinterher. Jetzt weiß ich, dass eines der gegessenen Grünzeuge Am Choi war. Zumindest einer Pilze ließ sich als Enoki bestimmen. Das, was wirkte, wie sehr dünn geschnittene Champignons, waren tatsächlich welche.

    Teile der Tierteile bleiben mysteriös. Aber Tierteile sind keine Pflanzen. Auch nicht bei der 30-Pflanzen-Challenge. Wie anscheinend auch Schimmelpilze oder Hefen.

    Die einschlägigen Veröffentlichungen sind auf englisch und sprechen von zählenden Mushrooms. Mushroom wird generell und pi-mal-Schluckauf als „Pilz“ übersetzt. Technisch korrekter wäre „Fruchtkörper eines Pilzes.“ Ein Blauschimmel zum Beispiel ist zwar ein Pilz, aber kein Mushroom.

    Das alles ergibt biologisch noch weniger Sinn – aber nunja, Kulinarik und Biologie haben zueinander ein Verhältnis wie die Schwestern in Aschenputtel.

    Um nach all der Vorrede zu Zahlen zu kommen. Es gibt neue verzehrte Pflanzen:

    • 48 – Enoki-Pilze (Hot Pot)
    • 49 – Am Choi (Hot Pot)
    • 50 – Banane (Snack)
    • 51 – Braune Alblinsen (Linseneintopf)
    • 52 – Spanische Crowdfarming-Linsen (keine Ahnung ob der Sorte, auf jeden Fall keine Alblinsen)
    • 53 – Pflaume (getrocknet, Linseneintopf)
    • 54 – Kirsche (getrocknet, Linseneintopf)
    • 55 – Kreuzkümmel (Linseneintopf)
    • 56 – Hafer (Drink, Frühstück)

    Spuren des George

    Spontan musste ich beim Bahnhof Zoo an den Duisburger Großmeister des Straßenaufkleberfotos, den Flusskiesel, denken:

    Aufkleber auf Ampelmast "Duisburg war hier"

    Vor dem Kino waberte ich noch ein wenig durch den Zookiez. Eine Bewegtbild-Infotafel informierte mich, dass ich 50 Plastik am Tag esse. Waren es Gramm? Oder waren es Mikrogramm? Ist das schlimm? Oder gibt es jetzt analog zur 30-Pflanzen-Challenge auch die 50-Plastik-Challenge? Das Bewegtbild bewegte sich zu schnell, um es zu erfahren.

    Ein Graffitti war statischer. Seine Info, wie ich Dickpicks von George googlen könnte, half mir aber auch nicht weiter im Leben.

    Schließlich liess ich mich zurück in einen geschützt-kuratierten Raum treiben.

    Im Delphi Lux freute ich mich mein Brlo-Helles mit Yorck-Branding direkt mit meiner Sparda-Girocard und Handy unter Umgehung von Apple Pay und Mastercard zahlen zu können.

    Im Foyer erfuhr ich, dass es neben Yorck Unlimited ein weiteres Angebot gibt: Mubi go. Unbegrenztes Mubi-Streaming und jede Woche ein Kinoticket. Zum selben Preis wie Yorck Unlimited. Sähe ich mich selbst öfter als dreimal im Jahr ernsthaft einen Film auf einem fernsehartigen Gerät sehen, käme ich ins Grübeln.

    13 Kilometer

    Es lief Film den ich lieben sollte1. The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold geht um eine faszinierende Frau. Es ist ein Musical, mit mysthisch-seltsamen Stoff, historisch verortet, und wird allgemein als intensiv und publikumsspaltend beschrieben.

    Und doch verbrachte ich zuwenig Zeit im Kino damit, mit großen Augen und offenem Mund in den Film zu versinken, und zuviel Zeit damit, mich intellektuell zu fragen, warum der Film für mich nicht funktioniert.

    Ann Lee

    Der Film folgt dem Leben von „Mutter Ann Lee“ von der Kindheit in der präindustriellen Metropole Manchester des 18. Jahrhunderts bis sie 1784 von einem Mob losgelassener MAGA-Vorfahren derart misshandelt wird, dass sie wenige Monate später an den Folgen der Verletzungen stirbt.

    In der Zeit dazwischen schloss sie sich den Shaking Quakers an, brachte vier Kinder zur Welt, von denen keines ein Jahr überlebte, wurde mehrfach inhaftiert, wurde zur Prophetin und Wiedergeburt Jesu, erklärte Sexualität und insbesondere die Ehe zur Grundsünde, die die Menschen von Gott entfremdete, entfremdete sich von ihrem Mann, wanderte in die nordamerikanischen Kolonien aus, gründete eine Kolonie der Shaking Quakers in der Kolonie New York, die politisch und gesellschaft selbst 250 Jahre später noch politisch weit links im Koordinatensystem stehen würde, wurde mehrfach verhaftet und misshandelt und starb schließlich als die Shaker mehrere tausend Mitglieder hatten.

    Stoff bietet die Biographie reichlich.

    Ist es ein Flugzeug? Ist es Superman?

    Es ist ironisch: Ein Film über eine Frau, die gegen alle Widerstände ihrer eigenen Vision folgte, scheitert daran, dass er nicht so recht weiß, was er will.

    Ich sah Elemente dreier großartiger Filme:

    • Ein intensiver körperlicher in der Zeit verankerter Historienfilm, der mühelos durch die Zeit wandert, da er an Empfindungen anschließt, die allen Menschen zu allen Zeiten gemein sind. (siehe zB Hamnet)
    • Ein episch-exzentrisch ausschweifendes Musical, das klar erkennbar aus dem Jetzt auf die Vergangenheit schaut. (siehe zB Barrie Kosky)
    • Eine religiös-visionäre Meditation (siehe zB Tarkowsky)

    Alles war im Film angelegt, alles kam zeitweise zum Vorschein. Nur vertrug es sich nicht sonderlich gut untereinander. Noch weniger vertrug es sich mit Elementen konventioneller Hollywood-Historien-Schinken, die immer wieder aufschienen.

    Da wo bei Hamnet eigentlich alles richtig wirkte, jeder Schnitt, jede Bewegung, jeder Tonkrug im Bildhintergrund, wirkt bei Ann Lee irgendwie immer alles falsch: Das Timing stimmt quasi nie. Die Musik ist weder historisch noch „jetzt“. Die Ausstattung wirkt immer unfreiwillig nach Kulisse. Die Trickeffekte sehen deutlich nach dem schmalen Budget aus, dass der Film hatte, nicht nach dem großen Budget, dass er gerne gehabt hätte. Das gesprochene Englisch im Film ist weder überzeugend „Arme Leute, Manchester 18. Jahrhundert“ noch so unspezifisch, dass es nicht auffällt.

    Dann auch noch immer wieder Schlampigkeiten, wie zum Beispiel dass die Gruppe knapp 20 Jahre vor Einführung des metrischen Systems eine Entfernung als „13 Kilometer“ angibt. Was halt auffällt, weil zwischendurch noch die französische Revolution stattfinden muss.

    Da kann Amanda Seyfried (neben der Wahl des Ausgangsstoffes so ziemlich das einzige was der Film konsequent richtig macht) noch so sehr mit allem Ausdrucksvermögen und aller Körperlichkeit gegenanspielen – es reicht nicht.

    Was bleibt

    War es lohnend? Unbedingt,

    Meine Shaker-Bildungslücke ist geschlossen und ich will schon wieder nach Neuengland reisen, weiter Shaker recherchieren.

    Es gab denkwürdige Aufnahmen und erinnerungswürdige Bilder – insbesondere wenn es ins Kammerspiel direkt mit Seyfried ging.

    Und es gab die Erinnerung, dass die USA nicht nur MAGA in ihrem Urschleim haben, sondern auch pazifistische Frauen, die schon vor Gründung des Staates, mit Allem was sie hatten, Gleichberechtigung, Pazifismus und Liebe predigten.

    The River of Sachsen-Anhalt

    Boy, war die Musik in dem Film daneben. Bei der nachfolgenden Suche nach echter Shaker-Musik stieß ich auf .. wenig. Ein einziges Album eines Projektensembles New England Voices, die mit The River of Love eine Sammlung von Shaker-Hymnen versammelte. Eine Aufnahme, der, natürlich, King’s Singers, die die Hymne The Gift to be Simple auf ihrem gleichnamigen Folk/Traditions/Balladen-Album brachten.

    Und da hört es auch auf.

    Ein durchgehend denkwürdiger Film war Souleymanes Geschichte über einen ghanaischen Lieferradler in Paris. Dazu passend, das Buch Liefern: Tomer nimmt uns mit zu Lieferfahrer_innen in Tel Aviv, Berlin, Istanbul, Buenos Aires und Delhi.

    Poupou zählt gegessene Jahrespflanzen und kommt (ohne Whiskey und Blauschimmel) auf derzeit 52: Pflanzen 2026

    Thomas lebt in Sachsen-Anhalt und sieht Landtagswahlen heraufziehen: Sachsen-Anhalt im Fokus

    Wir werden demnächst in der Elbphilharmonie sein. Herr Buddenbohm war schon. Frau Klugscheisser war auch dort. Sie waren sogar in der selben Vorstellung.

    Gefühlt besteht derzeit die Hälfte meines Arbeitslebens aus Diskussionen, wie „Welche Daten wo?“, „Wo ist die Cloud?“, „Gibt es eine AAV?“, „Sind diese Daten anders als andere Daten etc.?“ Und dann lese ich sowas: „Eine KI Vibe Coding Horrorgeschichte“ Eigentlich hätte ich während des Lesens durchgehend schreien können.

    Anmerkungen

    1. Yorck Unlimited No. 18 – damit 13,22€ pro Ticket und damit unter dem Abendkassen-Basispreis in den A-List-Kinos von Yorck. Nebenentdeckung auf der Website: Der +1-Ticket-Rabatt für Mitkommende für Yorck Unlimited steigt von 10% nach 12 Monaten auf 20%. Damit bin ich noch sichererer, dass das verlängert wird. ↩︎
  • 25-07-02 Eisraum. Ein Dach brennt.

    25-07-02 Eisraum. Ein Dach brennt.

    Eine erste Ziegelreihe liegt auf dem Dach.

    Madame kämpft sich durch den Jahresendspurt. Sie sammelt Plusstunden, die vermutlich bis Dezember reichen.

    Es gelang ihr, zwischendurch eine Gluckerkanne zu töpfern, die auch ordnungsgemäß gluckert.

    Warum besitze ich eigentlich keinen Fächer?

    Es waren drei Arbeitstage – ein Teamtag, ein Bürotag, ein Mobiles-Arbeiten-Tag. Mittwoch kam die Hitzekeule.

    Im Keller des Lido

    Pack die Badekleidung ein, denn wir fahren auf zum Teamtag.

    Wir blieben im Betrieb. Es ging zum Strandbad Wannsee. Manchmal darf man auch feiern, wo man arbeitet. Manchmal muss man auch das Timing haben, den 33-Grad-Tag im Auftrag der Arbeit am See zu verbringen.

    Ich war früh. So konnte ich noch ein wenig durchs Wasser plantschen, bevor Teil 1 – Strategiebesprechung – begann. Die Umgebung beflügelte. Es war eine der besten Großbesprechungen, die ich im Team erlebt habe.

    Danach eine kleine Führung durch das Bad. Wie anders so ein Strandbad funktioniert: Es gibt natürlich keinerlei Schwimmbadtechnik: Kein Pumpsystem, keine Filter, keine Wassertanks. Denn das Wasser ist in der Havel.

    Dafür gibt es Strandtechnik: den Unimog, den Traktor, die Quads, die Boote. Und bei diesem Strandbad gibt es ein gigantisches Gelände auf dem mehrere Häuser stehen.

    Dort stehen die eigentlichen Gebäude des Strandbades: Sanitärbereiche, Umkleiden, Imbiss.

    Dazu kommen die Anlagen des ehemaligen Kriegsversehrtenbades – heute Berlinzentrale der DRK Wasserwacht. Es gibt unter anderem die ehemaligen Wohnhäuser der im Strandbad Arbeitenden. Es gibt diverse genutzte und vor allem ungenutzt-baufällige Funktionsgebäude wie eine ehemalige eigene kleine Müllverbrennungsanlage.

    Die größte Entdeckung waren allerdings die Sportfreunde von Sonne 08. Die existieren so lange wie das erste Strandbad, seit 1908, damals noch als „Club der fidelen Sonnenbrüder“. Sonne 08 wohnt mit seinem Vereinsplatz auf dessen Gelände. Am nördlichen Ende des Geländes befinden sich ihre kleinen Holzhäuschen mit großen Fenstern – dicht an dicht direkt am Wasser mit eigenem kleinen Strandabschnitt. Ein wenig wie eine Kleingartenkolonie ohne Garten mit Strand.

    Dort halten sich die Mitglieder von Sonne 08 auf. Ehemals eine Mitgliedschaft, die über Generationen vererbt wurde – heute wurde mir erzählt, sind Hütten frei.

    Am anderen Ende: Das ehemalige Lido. Ein Speiselokal, das bis 1996 in Betrieb war und seitdem spektakulär zusammenfällt. Wir hatten eine schicke Tour durch die Katakomben mit dem „Eisraum“ und dem Pumpenraum, in den die Pumpen nicht mehr funktionieren „Im Winter kann man im Keller nicht mehr stehen, dann steht der Unterwasser.“ Wenn man sieht was war, wenn man sich vorstellt, was sein könnte – und dann sieht, dass nichts passiert. Es ist doch zum Haareraufen.

    Überall Absperrungen, Flatterbänder und ehemalige Herrlichkeit. Immer mit der Trias „Kein Geld, zumindest nicht genug um den Denkmalschutz zufrieden zu stellen. Und im Zweifel sagt dann der Naturschutz nein.“ Berlin und seine öffentlichen Gebäude.

    Wobei am Wannsee die Diskrepanz zwischen dem was ist und dem was an Sommerherrlichkeit sein könnte besonders frappierend auffällt.

    Aber wir hatten ja Teamtag. Das Kino auf dem Gelände ist in einem vergleichsweise guten Zustand. Und noch besser: Das Gebäude ist so im Schatten des Hangs gebaut, dass es selbst bei 33 Grad Außentemperatur innen angenehm kühl ist.

    Die kleidungsdemokratisierende Wirkung von über 35 Grad im öffentlichen Nahverkehr

    Dienstag 33 Grad am Wannsee, Mittwoch 37 Grad im Büro.

    Es stellte sich heraus: Dienstag 33 Grad, die Rückfahrt von Wannsee über den Edeka nach Hause war sehr viel anstrengender als Mittwoch die 37 Grad mit Kurzbusfahrt von den Südkreuz Offices nach Hause.

    Stehen im engen Bus mit Einkaufstaschen war kein Gewinn an Lebensqualität.

    Immerhin war die Fahrt nicht so episch wie Madame, die ihr defektes Fahrrad durch eine ganze Reihe S-Bahn-Treppenhäuser tragen musste, weil alle Aufzüge hitzebedingt die Funktion einstellten: Von der Hafenstadt zur Swapfietszentrale am Alexanderplatz nach Schöneberg.

    Mittwoch stellte sich die Frage: Früh zur Arbeit gehen, um den Weg noch in der Morgenkühle zu bestreiten? Oder möglichst spät losgehen, um Peak Tageshitze im klimatisierten Büro zu überdauern und möglichst lange zu bleiben?

    Die Vorhersage sagte 36 Grad noch für 19 Uhr und 29 Grad für Mitternacht voraus. Damit war der Plan Peak Tageshitze tot. So lange wollte ich dann doch nicht bleiben.

    Aber: Es gab die andere Idee: Morgen möglichst lange lüften, um die Wohnung so weit wie geht herunterzukühlen. Also blieb ich bis zur letzten Minute und nahm dann den leeren Bus.

    Die 24 Grad kühle Wohnung am Abend dankte es.

    Raucharoma, unschön

    Anruf beim Kollegen in den Offices: „Schaut mal raus. Bei Euch in der Nähe brennt es. Hab ich von der Stadtautobahn aus gesehen.“ Wenig später Anruf Madame: Bei uns in der Straße steht alles voller Feuerwehr und die Rauchwolke sieht so aus als würde es im hinteren Teil des Grundstückes brennen.

    Oha.

    Später stellte sich heraus: Nebenstraße. Eine Dachbaustelle war in Brand geraten, 400 Quadratmeter Dachstuhl und Dachfolie brannten; Teile des brennenden Dachs fielen auf die Straße.

    Die Feuerwehrautos waren so zahlreich, dass sie bis in unsere Straße hinein standen.

    Ich nahm etwas später den Bus von den Offices nach Hause, wollte den Rest der Strecke zu Fuß gehen und scheiterte: Der Weg war auch für Fußgänger gesperrt.

    Was angesichts des intensiven Raucharomas nachvollziehbar war. Also lief ich bei 37 Grad außen herum, versuchte, mit dem Wind im Rücken von der anderen Seite des Blocks aus zur Wohnung vorzudringen.

    Und hatte Glück: Gerade noch durfte ich ins Haus, Nachbarn von fünf Häusern weiter wurde der Durchlass verwehrt: zu ungesund das Raucharoma, zu stark die Gefahr der Gasflaschen auf dem brennenden Dach. Das Treppenhaus, in dem ein kleines Fensterchen geöffnet war, stank ordentlich nach Rauch.

    Und dann einschließen: Weder wollten wir heiße Luft noch Rauchgas in der Wohnung haben.

    Unerwartete Wikipedia-Referenzen

    Im queerfeministischen Rap

    Pretty pretty mit den mini titties
    Sweeter als ein Cini Mini
    Kill ich, Kill ich, Kill ich
    Kill ich deine fucking City
    Frag die City
    Oder ließ in meiner fucking Wiki

    (Ebow: Schmeck mein Blut)

    Im Experimentalfilm

    Wikiriders ist ein mexikanisch-deutscher Experimentalfilm unter Regie von Clarer Winter und Miiel Ferráez. Der Film in der Tradition des Roadmovies feierte seine internationale Premiere bei der Woche der Kritik 2024 in Berlin. Seine nicht-lineare Erzählung entwickelt sich um den Wikipedia-Artikel einer seit der Kolonialzeit politisch und wirtschaftlich einflussreichen Familie in Mexiko.

    Elektro-Dreirad-Mangoeis

    If you ever want feel-good tears, go read the reviews of electric tricycles.

    Bettina Schmidt-Czaia geht als Direkttorin des Stadtarchiv Kölns in den Ruhestand. Raymond nutzt dies um seine und Elyas Geschichte um/mit/bei dem Archiv zu erzählen: Unsere Archivstory 2008–2025

    Gelernt: Es gibt ein Computerspiel zu/über/mit zusammenbrechender Infrastruktur: Du bist ein Ingenieur, der zuschaut wie eine Stadt zusammenbricht und versuchst, das nötigste zu tun: Infragame.

    Poupou bereite Mango-Eis in der Creami zu.

    Ich werde es noch öfter schreiben: Das was aktuell umgangssprachlich als KI bezeichnet wird, denkt nicht. Es reiht Worte aneinander – ohne irgendeine Ahnung was diese Worte bedeuten. Es kann überzeugend plausibel klingenden Text produzieren und sonst wenig. Belegstück drölfzigtausend: KI durfte Verkaufsautomat betreiben und scheiterte spektakulär:

    Während des Monatswechsels machte die KI außerdem etwas durch, was die Forscher bei Anthropic als „Identitätskrise“ bezeichnen. Am 31. März halluzinierte sie eine Konversation über die Wiederauffüllung der Lagerbestände mit einer Person namens „Sarah“ von Andon Labs. Dort gibt es allerdings keine „Sarah“, und auch ein solches Gespräch hat nie stattgefunden. Darauf hingewiesen zeigte sich die KI verärgert und drohte, „alternative Optionen für Lagerverwaltung“ zu finden. Claudius behauptete weiters, persönlich die Adresse Evergreen Terrace 742 aufgesucht zu haben, um dort den Vertrag mit Andon Labs zu unterzeichnen. Die Adresse ist bekannt, denn an jenem Ort wohnen die Simpsons im fiktiven Springfield.

    Die KI setzte ihr Rollenspiel als „echter Mensch“ am nächsten Tag fort und kündigte an, angezogen mit einem blauen Blazer und roter Krawatte persönlich zuzustellen.

  • 25-05-10 Die Tauben

    25-05-10 Die Tauben

    Auf der Stadtautobahn begegneten wir einen Reisebus nach Lviv.

    Der Überraschungsfeiertag am 8. Mai bescherte uns Flaschenscherben auf der Straße. Madame, die in Brandenburg einen regulären Arbeitstag absolvierte, brachte Schafwolle mit aus der Hafenstadt.

    Samstag brachte sie zwei Drucke aus einem Schöneberger Hinterhof.

    Auf dem Weg in meine Arbeit passiere ich täglich den Stencil „Nur Blüten, die verwelken, tragen Früchte.“ Täglich freue ich mich an der Ironie, dass ausgerechnet diese die langlebigste aller Street-Art-Hinterlassenschaften ist. Sie steht seit mindestens 15 Jahren nahezu unverändert an der Fassade des S-Bahn-Bahnhofs.

    Im Bus: Männer in Arbeitshosen und Tesla-Werks-Pullovern, die sich in Zeichensprache unterhalten

    In der S-Bahn: ein Mann (vermutlich) im Ganzkörper-Bärenkostüm, der aussah und so klang als wäre er von einer Disney-Parade geflohen. Aber er wollte nur Spenden für sich selber.

    Es schmerzt mich, es zu sagen. Aber dank des Halluzinators entdecke ich spannende Dinge: The Quiet Year klingt ungelogen, wie ein Rollenspiel-System, das ich selber gerne erfunden hätte. (Zum merken für mich: Ich will einen Wikipedia-Artikel über Avery Alder schreiben.)

    Dank einer Tastaturblockierung gelang es mir nur mit der Mouse, die Tastaturbelegung so zu ändern, dass das „v“ jetzt ohne Wirkung bleibt, CapsLock dafür ein „v“ produziert. Andererseits wollte ich mir eh schon länger eine Neue kaufen, recherchierte dafür den Unterschied zwischen Cherry MX-brown, black, red und silber-Switches.

    Ich war im Geldausgebemodus, den ich hatte gerade das Budget für ein gutes Fahrrad in zwei Brillengläsern versenkt. Ich hoffe, die Gleitsichtbrille wird so lebensverändernd wie gehofft. Immerhin bekam ich dafür die netteste Beratung östlich der Elbe und einen Espresso umsonst.

    Schönster Satz der Beratung „wir haben ihre Augen jetzt automatisch vermessen. Aber das ist nur ein kleiner Teil. Jetzt kommt der Eindruck. Denn wir sehen nicht hiermit (zeigt auf die Augen) sondern hiermit (tippt sich an den Hinterkopf)“. Und damit hat er natürlich recht – der Optiker ist ja auch der Profi – der wichtige Teil findet bei der Signalverarbeitung im Hirn statt.

    Wenn wir nicht zu den Latifundien kommen, müssen die Latifundien halt zu uns. Endlich dachte ich daran, verschiedene Grillbestandteile zur Grundreinigung in die Wohnung mitzunehmen. Ein schöner Triathlon – Grill schrubben – Badewanne schrubben – mich selber schrubben. Grill weiter schrubben – Badewanne.. usw.

    Das Begehren der Tauben

    Freitag früh weckte uns ein Schlag am Schlafzimmerfenster. Klang wie ein Vogel, der dagegen flog. Was komisch wäre, der Vorhang war geschlossen, keine Chance das Fenster für einen Durchgang zu halten. So bescheuert sind doch nicht mal Tauben. Dann noch ein Schlag. Kurze Zeit später: Getöse aus der Küche.

    Ich schaute nach: eine Taube. Diese war durch das geöffnete Miniatur-Badezimmerfenster in die Wohnung gelangt, hatte sich bis zur Küche durchgekämpft und kam nicht wieder hinaus. Ich öffnete das Küchenfenster und sie verschwand.

    Seitdem fühlen wir uns wie in Hitchcocks „Die Vögel“. Tauben die auf den Fensterbrettern und auf dem Gerüst patrollieren und nur darauf warten, dass sich etwas öffnet. Lüften wir auf der Seite länger als drei Minuten kommt eine Taube durchs Fenster.

    Wir sind erstaunt.

    Und wir überlegten: Während der Dachbauarbeiten war anderthalb Jahre lang das Dach offen. Oben und an den Seiten sicherte eine Art Folie gegen Regen. Von unten gab es riesige Einfligschneisen. Der Taubenschwarm, der sich unter dieser Folie angesiedelt hatte, war durch das gesamte Treppenhaus zu hören.

    Anscheinend ist das Dach jetzt soweit geschlossen, dass die Tauben wieder heimatlos wurden. Der entscheidende Schritt erfolgte anscheinend diese Woche. Die Tauben wollen zurück. Und wenn es nicht durchs Dach geht, dann durch die nächstgelegenene Öffnungen – wie zum Beispiel unsere Fenster.

    Zum Glück sind sie friedlicher als die Hitchcock-Vögel. Aber so ein Vogelschwarm der auf dem Gerüst vor der Wohnung patrolliert, ist sicher eines unserer bizarreren Wohnerlebnisse.

    Oder irgendjemand

    Samstag Nachmittag ging es dann doch nach Latifundinien. Vormittags galt es noch, das Baerwaldbad zu besichtigen.

    Das Baerwaldbad – eine unendliche Geschichte.

    Das Bad ist eines von den ersten vier historischen Bädern, die die Stadt baute. Eines (das Stadtbad Prenzlauer Berg) ist noch in Betrieb, zwei andere im Wedding und in der Schöneberger Viorstadt sind schon lange abgerissen.

    Das Baerwaldbad hat die tragischste Geschicht. Im Krieg halb zerbomt, fand sich dort hinter einer klassizistischen Fassade hälftig ein Bad aus den 1900ern, hälftig ein Bad aus den 1950ern.

    Als Berlin in den 1990ern arm aber sexy war, hat Sexyness nicht gereicht, um Bäder zu erhalten. Zwischen 2000 und 2010 fand das großer Berliner Schwimmbadsterben statt.

    Weil aber das Baerwaldbad so ikonisch ist und eigentlich auch wichtig für Kreuzberg, sollte es erhalten werden. Ein privater Verein fand sich – Bezirk und Stadt waren froh das marode Gebäude loszuwerden – und der Verein war erwartungsgemäß hoffnungslos überfordert damit, ein einfallendes gigantisches Baudenkmal in Betrieb zu halten.

    Es gab wilde Rechtsstreits und Betreiberwechsel. Das Gebäude gehört inzwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, und war seit 2017 nicht mehr zugänglich, weil Ruine mit Lebensgefahr.

    Weil es aber weiterhin ikonisch ist, und Friedrichshain-Kreuzberg großen Bedarf an Schwimm- Sport- und anderen Flächen hat, wird es am Leben gehalten. Inzwischen kann es wieder ohne Lebensgefahr betreten werden und so bestand am 10. Mai 2025 die erste Gelegenheit seit vielen Jahren ins Bad zu kommen.

    Ein Workshop „zivilgesellschaftliche Akteure“ sollten dazu motiivert werden, sich einzubringen. Oder anders gesagt: da wirklich niemand sich diesen tonnenschweren Klotz ans Bein binden will, hofft man auf Zwischennutzung und Leute aus der Nachbarschaft, die sich kümmern.

    Dank Meermoabit erfuhr ich davon und traf sie dort. Das Gebäude: ein toller Traum, ein 1900er-Denkmal und ein 1950er-Denkmal an einem Ort, jedes Detail eine Wucht. Der Zustand: Ein Alptraum.

    Es gibt keinen Strom mehr, kein Wasser mehr, keine Heizung mehr. Das Dach hat Dutzende Löcher, der Schimmel verbietet es immer noch, bestimmte Gebäudeteile zu betreten. Die begutachteten Sanierungskosten für einen Schwimmbadbetrieb: 70 Millionen. Die Kosten für einen „Trockenbetrieb“: 40 Millionen. Die wahrscheinlichste Chance auf einen Betreiber lautet „oder irgendjemand“.

    Und so schwankte ich durch die Gegend. Innerlich durchgehend im „Oh Gott!“-Modus. Mal voller Begeisterung, mal voller Entsetzen.

    south spielt mit dem großen Halluzinator

    Hallo namenloser Halluzinator. Erstelle eine Illustration passend zum Text und gib Empfehlungen.

    Empfehlungen

    Ort: Das Piscine Molitor in Paris

    ein Art-Déco-Bad, das zur Ruine wurde, dann Club, dann wieder Bad – ein Palimpsest aus Schweiß, Stil und Geschichte
    Warum es passt:

    • Weil das Baerwaldbad seine Schwester ist – nur französischer, glatter, aber mit denselben Narben.
    • Weil man im Molitor schwimmt und dabei vergisst, dass man in einer Geschichte steckt. Und doch spürt man die Tinte auf der Haut.
    • Weil dort Jean-Paul Gaultier Modenschauen organisierte, aber auch Obdachlose übernachteten.

    Link zum Piscine Molitor

    Wochenendtrip: Nach Nowa Huta bei Krakau

    Ein sozialistisches Gesamtkunstwerk trifft auf postindustrielle Eleganz mit latentem Größenwahn.

    Warum passt das?
    Weil dein Text schreit nach maroder Utopie, verlorener Pracht und Halluzination im Alltag. Nowa Huta ist wie das Baerwaldbad auf Osteuropatrip: Ein Betonpalast mit goldenem Kern, voller Tauben, Träume und Arbeitergeschichten. Und Krakau daneben? Ist wie Friedrichshain, nur mit gotischen Kirchen und besserem Pierogi.

    Kunstwerk: Nina Canell – Brief Syllables, 2014

    Ein Arrangement aus Kupferkabeln, Gummi, Wasserverdunstung und nicht angeschlossenen Lautsprechern.
    ? Warum passend?
    Weil es um Kommunikation ohne Sprache geht – wie die Männer mit den Tesla-Pullovern in Zeichensprache, wie der Bär im Kostüm, wie die Tauben an deinem Fenster. Canells Werk ist voller stiller Spannung, wie ein Verstärker für das, was nicht gesagt wird.

    ?Das Werk war u. a. in der Hamburger Kunsthalle und im Moderna Museet in Stockholm zu sehen.

    Link zu Brief Syllables

    Pflanze: Artemisia absinthium (Wermut)

    Warum: Grau wie Berliner Beton, bitter wie Realität. Und doch – voller Heilkraft.

    Album: Bohren & der Club of Gore – Geisterfaust (2005)

    Genre: Doom-Jazz, Ambient Noir
    Warum: Wie eine nächtliche Begehung des Baerwaldbads bei Stromausfall. Langsam, bedrohlich, schön. Jeder Ton tropft wie Wasser aus einem rostigen Rohr. Und wenn du denkst, es passiert nichts – ist es längst zu spät.
    Lieblingstrack: „Zeigefinger“ – klingt wie ein leerstehender S-Bahn-Tunnel voller Erinnerung.

    Buch1: Anna Tsing – Der Pilz am Ende der Welt

    Warum? Ein Buch über ruinöse Landschaften, in denen trotzdem noch Leben, Austausch, ja sogar Hoffnung möglich ist. Genau wie im Baerwaldbad.

    Link beim Verlag

    Buch2: Colin Jerolmack – The Global Pigeon

    Warum das passt:

    • Weil der Mann Soziologe ist, und er Tauben nicht als Tiere, sondern als soziale Infrastruktur versteht.
    • Das Buch beobachtet Tauben in New York, Venedig, Berlin – und fragt: Was sagen diese Tiere über unsere Beziehung zu Raum, Ordnung, Ekel und Kontrolle?
    • Jerolmack zeigt: Tauben erzwingen Stadtpolitik. Müll, Wohnen, Hygiene, Macht – sie sitzen immer mittendrin.

    Lieblingsthese:
    Tauben sind die „urbane Wildnis“, die wir nicht domestizieren konnten, aber auch nicht loswerden.

    Link beim Verlag.

  • 25-03-27 19 x 0- (14,1)

    25-03-27 19 x 0- (14,1)

    Büsum feiert Jubiläum: 125 Jahre Wattenlaufen mit Musik.

    Am Kaiser-Richard-Platz eröffnet ein neues Nagelstudio. Ich versuche, mich daran zu erinnern, was dort vorher war: KfZ-Sachverständigenbüro?

    Orange.the.fruit.dude möchte sich mit mir auf Discord anfreunden. Das wirkt vertrauenswürdiger als 90% der LinkedIn-Teilnehmer.

    Auf dem Balkon Scherben und Taubeneier.

    Seit Tagen vergessen wir Schwarztee zu kaufen und trinken zwangsweise Ingwer-Guacamole-Bockshornklee-Tee. Als ich beim Umstieg von Arbeitsbus auf Blutspendebus an Istanbul Supermarket vorbeilief, machte es endlich mal zur richtigen Zeit „dringelingeling“ im Hirn und ich ging zum Teeregal. Wer winkte mir freundlich entgegen: Madame.

    Madame klärte mich auf über das Tagesgeschehen auf: Die laut Zeit „Schlimmste Schule Deutschlands“, liegt zwar in Laufweite. Eigentlich ist ihre direkte Umgebung, und ihr potenzielles Einzugsgebiet, sehr viel puschliger als direkt um unsere Wohnung herum. Aber die Schule besuchen gar nicht die Kinder, die dort wohnen.

    Aus Gründen hat die Schule ihr gesamtes natürliches Klientel verloren. Dort landen nur noch Schüler*innen, die anderswo gar nicht erst genommen wurden oder rausgeflogen sind. Und die echten Schüler*innen müssen dann noch jeden Tag stundenlang quer durch Berlin anreisen. Ich würde jetzt mal behaupten, die Schulprobleme haben am wenigsten damit zu tun, wie die Schule intern organisiert ist.

    Es sind Fernuni-entspannte Zeiten. Auch alle Feiertage und Urlaube liegen noch ein Stück entfernt. Zeit für das andere Pflichtprogramm wie Zahnarzt und Blutspende.

    Auf dem Weg zur Zahnärtzin passiere ich das Kugelbombenhaus. Immer noch sind dort gerade Glaser aktiv. Wenig später lese ich von heutigen Razzien mit 150 Polizit*innen zum Thema.

    Geben und Nehmen 1

    Sie gaben Häckerle und nahmen Blut. Das DRK zählt mich inzwischen bei Blutspende 19. Obwohl zwischen den einzelnen Terminen Wochen oder Monate liegen, habe ich langsam den Eindruck, ich werde wiedererkannt.

    Also wieder nach Arbeit mit dem M85 nach Süden gefahren; an der Schloßstraße die immerwährende Querdenkerdemo passiert und bis zum Klinikum Benjamin Franklin gefahren. Offenbar gab es viele kurzfristige Absagen: So leer war es dort noch nie. So schnell kam ich noch nie durch.

    Kaum hatte ich den Zettel ausgefüllt (nein, immer noch keine Tattoos, ja immer noch langer außereuropäischer Auslandsaufenthalt 1993, nein, keine Zahreingung in den letzten Tagen) saß ich auch schon beim Arzt, ließ Temperatur, Blutdruck und Eisengehalt im Blut messen. Adern und Krankenschwester verstanden sich diesmal auch deutlich besser als oft – alles ein Träumchen.

    Schließlich saß ich allein am Häckerle-Buffet und konnte mich verwöhnen lassen.

    Und weil ich so schnell war, hielt ich auf dem Rückweg noch an der Schloßstraße an, Kreuzkümmel und anderes kaufen.

    Es war eine gute Gelegenheit, die Querdenkerdemo näher zu besichtigen. Sie ließen ein Art Podcast laufen zu Corona – ich glaube derselbe wie jede Woche. Die Plakate wabern immer mehr ins Unkonkrete. Teilweise sind sie unverständlich (irgendwas mit Julia Klöckner) teilweise noch unverständlicher (Selensky go home!). Ich beobachte die Verwandlung einer die-Corona-Maßnahmen-sind-uns-zu-heftig-Demo in eine Neonazi-Demo in Superzeitlupe über mehrere Jahre.

    Rein persönlich scheint den Demonstrant*innen das ganze übrigens auch nicht gut zu tun. Wirkten die am Anfang wie halt so leicht irres Bildungsbürgertum aus dem reichen Südwesten Berlins, sind sie inzwischen in einem Zustand, in dem man spontan Hilfe anbieten würde, wenn man sie (ohne Plakate) auf der Straße trifft.

    Geben und Nehmen 2

    Sie gab Zahnpolitur und nahm per Sandstrahler etwas von den Zähnen. Die Uni-Urlaubs-Feiertagsfreie Zeit eignet sich für Sonstiges. Und so lagen Blutspende und Zahnprophlaxe innerhalb einer Woche. (Und natürlich erst Blut, dann Zahn, weil sonst Komplikationen).

    Der BVG-Streik vereinfachte die Wahl des Verkehrsmittels: Fahrrad.

    Anscheinend hat sich das medizinische Personal diese Woche abgesprochen: Es ging schnell, flüssig und voller Lob wie selten. Und wo wir schon mal alle schnell durch waren und gute Laune hatten, überlegten wir schnell und konstruktiv an einer schon länger währenden Unbequemlichkeit herum.

    So schnell hatte ich die Praxis wieder verlassen, und war zurück beim Gefährt, dass ich fast aus lauter Überschwang gleich am Kaiser-Richard-Platz Kreuzkümmel gekauft hätte.

    Hauptsache soft

    Der Zahnärztin-Termin versprach zwar unkompliziert zu werden. Aber ich freute mich, dass ich für alle Fälle in Vorbereitung schon mal Ilkas Zahn-OP-freundlichen Mahlzeiten nachlesen konnte: Kein Shepherd’s Pie und Dal-Suppe. Nur die pürierte Nudelsuppe klang jetzt nicht ganz so lecker. Von mir gute Besserung!

  • 25-01-12 Wie kann ich Salat verkaufen?

    25-01-12 Wie kann ich Salat verkaufen?

    Die Autobahn Gmbh des Bundes beginnt, die Dauerbeleuchtung der Berliner Stadtautobahn abzuschalten. Ich warte darauf, dass Matthias Döpfner sich an der Rudolph-Wissel-Brücke festkettet.

    Dafür beschloss jemand, unsere Treppenhausbeleuchtung auf Dauerbetrieb zu stellen. Aus Gewohnheit drücke ich trotzdem bei jedem zweiten Treppenhausgang den Lichtschalter.

    Auch aus Gewohnheit wollte ich in den Südkreuz Offices wieder die Treppe nehmen. Aber ein hilfreicher Kollege erinnerte mich an die guten Vorsätze – also nahm ich brav den Fahrstuhl.

    Der Fahrradmeister kehrt am 20. Januar aus dem Urlaub zurück. Am 17. Januar beginnt die BVG zu streiken. Vermutlich darf ich mich mit gestrandeten BVG-Nutzern und deren ausgebuddelten Kellergefährten um Reparaturtermine für das malade Fahrrad streiten.

    Madame empfiehlt die vierte Staffel der dänischen Fernsehserie Borgen, um die politische Situation Grönlands zu verstehen. Die Staffel dreht sich um genau um das Thema Grönland und die Dänen – und wenige andere fiktionale Formate sind derart genau und präzise wenn es darum geht, echte Politik in ihrem Ablauf zu schildern.

    Dumpfe Geräusche gehen des Nachts vom Haus aus. Ich vermute, Schnee rutscht von der Dachersatzplane hinab, um auf Gerüst, Nebenhaus oder Hof zu fallen. Ich versuche die Geräusche nicht allzu beunruhigend zu finden und freue mich über die schneefreie Wettervorhersage der nächsten Tage.

    Nachbar 3L hat sich entschieden, seine eigene Wohnung zu kaufen. Einerseits keine schlechte Idee. Andererseits habe ich immer die Worte des ehemaligen Hausmeisters im Ohr „Abreissen! Alles abreissen! Das Haus ist nicht mehr zu retten!“.

    Madame unterhielt sich mit einer Bekannten, die in Schöneberg auf halber Strecke zwischen uns und dem Kugelbombenhaus wohnt. Sie berichtete von einer Art Osterfeuer in der Silvesternacht direkt vor ihrem Erdgeschoss-Fenster – improvisiert aus Mülltonnen und dem was die Freunde des rabiaten Silvesterfestes so fanden. Am Ende brannte das Osterfeuer alleine, weil die Freunde des Böllerns weiterzogen. Dieselbe Bekannte verbringt seit Jahren Silvester in Berlin, weil sie das Gefühl hat, auf ihre Wohnung aufpassen zu müssen.

    Mein Arbeitgeber investiert Geld, schickt mir (und vermutlich allen anderen Angestellten) per Briefpost eine Aufforderung, sich als Wahlhelfer zu registrieren. Ich bin kurz davor zurückzuschreiben „Bin ich doch schon längst!“ Aber das bringt mir auch nichts.

    Eine halbe Stunde Meditation und Musik

    Berlin ist überraschend. Entdeckte ich noch letzte Woche das Pop-Art-Brutalismus Wunderwerk U-Bahnhof-Schloßstraße, fand Madame den Noonsong in der Kirche am Hohenzollernplatz.

    Der Evensong ist in der anglikanischen Kirche eine gesungene Form des Abendgottesdienstes, der in größeren Kirchen meist als Choral Evensong, also als größtenteils vom Chor gesungener Gottesdienst ausgeführt wird. Bei jedem Aufenthalt in Großbritannien ein empfehlenswertes Erlebnis.

    Nach 16 Jahren in Berlin entdeckt: Es gibt einen Noonsong – also einen samstäglichen evangelischen Mittagsgottesdienst mit gesungener Liturgie – zeitlich passend zum Markt vor der Kirche und gesungen von Profisängern. Es bedurfte 697 Durchführungen bevor wir ihn entdeckten.

    Überraschend: Obwohl die Veranstaltung alle Pflichtelemente der evangelischen Liturgie umfasste, gilt sie anscheinend nicht als Gottesdienst. Angekündigt wird sie als „Meditation und Musik.“

    Beeindruckende Veranstaltung – beeindruckende Kirche. Leider ohne mich, denn ich bastelte an Folien.

    Geistig umschalten

    Hagen, die Metropole Südwestfalens, ist spannend. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch keine derart autogerechte Stadt erlebt. Und das sage ich als gebürtiger Hannoveraner.

    Obwohl ich mit ÖPNV anreisen werde, freue ich mich auf die Stadt. Irgendwie clickte es beim letzten mal, und ich hatte mich in all ihrer Seltsamkeit in „das Tor zum Sauerland“ verliebt.

    Aber die Welt schickt mich nicht nur zum Vergnügen nach Hagen. Vorher muss ich das Uni-Seminar „Angewandte Optimierung“ mit meinem Vortrag „Sensitivitätsanalyse des Begrenzungsvektors“ bestehen.

    Ich versuche, mich geistig neu zu arrangieren. Nach Weihnachten in Dithmarschen, Silvester in Hannover und der letzten intensiven Arbeitswoche, versuche ich mich voll in die gedankliche Welt „Uniseminar in Hagen“ zu werfen. Es knirscht im gedanklichen Gebälk.1 Aber es wird.

    Schritt 1: Meine Seminararbeit in Folien packen und dabei die Hinweise des Lehrstuhls berücksichtigen. Irgendwie hilf- aber auch arbeitsreich: „In Tabelle 2.2 ist ein Tippfehler“ oder „Überprüfen sie nochmal die Ergebnisse in Gleichung 3.7.“

    Das verspricht noch einige Arbeit, deren Ergebnis am Ende vermutlich eine geänderte Ziffer irgendwo in der Tabelle sein wird.

    Dabei überlegen: Stelle ich alles unter das plakative Motto „Wie kann ich Salat verkaufen“? Das wird vermutlich Anschaulichkeit und Erinnerungswert des Vortrags erhöhen. Aber vielleicht senkt es das Vertrauen in die mathematisch-wirtschaftswissenschaftliche Seriösität des Vortragenden.

    Aber, da es mein Vortrag ist, werde ich ihn natürlich unter das Motto stellen.

    Schritt 2: Die eigentliche Reise nach Hagen vorbereiten – insbesondere mich selbst koordinieren wann ich mit welchem Material wo sein muss. Ich fange damit an, dass ich die Präsentation in mindestens drei Kopien dabei haben möchte. Ich behalte im Hinterkopf, dass die Bildungsherberge, die mich beherbergen wird, am Ende der Welt liegt und ich ferienwohnungsartig selbst für mein Frühstück sorgen muss.

    Noch weiter verbuddelt im Hinterkopf beginne ich auch schon innerlich den eigentlichen Vortrag vorzubereiten. Dafür benötige ich immerhin kein Material und kann das auch im Zug oder in der Herberge fortsetzen.

    Gute Sache: Ich bin der allererste Vorturner im Seminar-Programm. Das heißt, ich bin im Mittwoch Vormittag durch und kann danach bis Samstag Spaß am Seminar und in Hagen haben.

    Madame, die ja unter anderem „Selbstorgansation während des Studiums“ unterrichtet, empfiehlt als Vortragsvorbereitung Mai Thi Nguyen-Kims Vortrag So hältst du einen guten Vortrag. Ich schließe mich dem an.

    The State of Wikipedia

    Zwischen Arbeitsmodus und Unimodus hatte die Welt in Form von Madame einen Wikipedia-Stammtisch angesetzt. Wieder in der Resonanz, wieder in kleiner Runde und wieder extrem angenehm.

    Thema: Sekundärzitäte und deren Problematik.

    Thema: Als Elter möchte man nicht im Berlin in der Kneipe sitzen und dann von zu Hause aus Potsdam die Nachricht kriegen „Wo ist der Verbandskasten?“ Immerhin verlief alles glimpflich. Es war eine Blutwunde, aber keine schlimme.

    Thema: Ein eisiger Wind zieht auf. Die Heritage Foundation (der Trump-nahe Think Tank) versucht den feuchten Traum jeglicher Diktatoren und Faschisten zu erfüllen: Anonyme Wikipedia-Autor*innen aufspüren und öffentlich machen, die ungenehmes Schreiben. Leider wird eine Bewegung, die sich im Umfeld von Elon Musk, Peter Thiel und den Tech-Mogulen from hell bewegt, sowohl das Geld wie auch die technische Expertise haben, um das umzusetzen.

    Wir fragen uns, ob Wikimedia dem etwas entgegensetzen kann. Die Organisationen haben soviel Geld und Mitarbeiter wie – aber auch so wenig Ahnung von der Wikipedia wie es jeden Außenstehenden erschüttern würde.

    Merken: Die heiße Zitrone ist echt lecker.

    Wir sind keine 80 mehr

    Die American Mathematical Society veröffentlicht einen Artikel: An der Wikipedia mitmachen für Mathematiker. (Princ-wiki-a Mathematica: Wikipedia Editing and Mathematics)

    In Friedberg (Hessen) erfand sich ein Jugendstil-Hallenbad als Theater wieder.

    Wie es der Zugbegleiterin ergeht, wenn sich Menschen vor den Zug stürzen. Hauptaufgabe: Verhindern, dass die Menschen im Zug am Rad drehen: Samstagsplausch 25/2 „Schattenseiten“

    Alle 56 Parteien, die an der Bundestagswahl teilnehmen möchten. Die müssen noch vom Bundeswahlleiter zugelassen werden. Bei der DÖNER-Partei oder der iNSDAP sehe ich wenig Chancen. (via mthie)

    Christa Chorherr kann schreiben Wir sind keine 80 mehr, geht aber noch mit den Enkeln in neumodische Restaurants.

    1. Etwas blöd, dass ich Montag keinen Urlaub genommen habe, und die ganzen Arbeitsgedanken noch nicht ganz so weit aus den aktiven Hirnregionen schieben kann, wie ich gerade gerne würde. ↩︎