Schlagwort: ESC

  • 26-05-19 Die Goldglänzenden Rosenkäfer fliegen wieder

    26-05-19 Die Goldglänzenden Rosenkäfer fliegen wieder

    Eine Taube flog über das Feld, verwandelte sich in einen Turmfalken und begann zu rütteln.

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    Auf der Suche nach einem Altkleidercontainer fuhr Madame mit dem Fahrrad einen Sack alter Wäsche zum Ku’damm und zurück.

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    In der S-Bahn eine junge Frau mit stark zerrissener Jeans, Sonnenbrille, Piercings und einem Polizei-Hoodie, der samt seinen Wappen überraschend offiziell aussah. Entweder die bestgetarnte oder die schlechtestgetarnte Zivilpolizistin meines Lebens.
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    Im Garten las ich alte Blogposts, stellte fest, dass die Natur die letzten Jahre zu diesem Zeitpunkt immer weiter war (und oftmals noch trockener), dass mein Alternaria-Allergie-Antritts-Termin gar nicht im Juni liegt, sondern eher Mitte Mai und dass die Arbeitswoche vor Pfingsten immer unerfreulich war.
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    Es war ein Rest Grünwochenende und ein Arbeitstag mit Schwarz-Weiß-Abschluss

    Falls die Person mitliest: Wir suchen die Schenker*innen des Mattei Cap Corse – der ist fein

    Es begann mit fehlenden Kabeln. Zum Samstagabend wollten wir endlich den Gartenbeamer einweihen, der seit mehreren Jahren ein Leben in Schränken und Kisten führt. Aber schnell fiel uns wieder auf, warum er so ein Schattendasein führte:

    Der Beamer war damals fortschrittlich für eine Zukunft gebaut worden, die so nie kam. Sein Betriebsmodus ist kabelloses Screensharing bzw. Chromecast – ein Verfahren bei dem 2026 sämtliche Streamer und Mediatheken (selbst Filmfriend, selbst die ARD mit dem ESC) sofort aus Kopierschutzgründen das Streamen abbrechen. Die Alternative ist „Videoübertragung per USB-C“ – auch ein Technikstandard, der sie nie durchsetzte.

    Unser Abend also setzte sich also ohne Beamer fort, aber dafür mit einer Großbestellung an Adaptern und Kabeln. Wir werden die gescheiterte Zukunft ja wohl besiegen.

    Der Beamer kam zurück in die Kiste. Wir griffen stattdessen in das Regal und zogen den vollanalogen Mattei Cap Corse heraus, der sich auf der Einzugsparty, vermutlich als Gastgeschenk, in den Haushalt schlich, füllten ihn mit Tonic und Zitronentzesten auf und schauten auf dem Laptopmonitor Teile des ESCs. Als wir am nächsten Morgen das Ergebnis mitbekamen waren wir einig: Der Barangaranga-Sieg1 war verdient. Das muss ja wohl ein Dancefloor-Crasher dieses Sommers werden.

    Vor dem Duke-of-Cambridge war das Rosentriebbohrer-Sprühzeug aus

    Frühstück auf der Terrasse im Schlafanzug aber mit Strohhut. Ich glaube das war der Stil Adelsverwahrlosung. (Auch wenn der verwahrloste Adel im Allgemeinen edlere Schlafanzüge trägt als ich, der Strohhut hat das wieder rausgerissen.)

    Ein Admiral flog vorbei. Die Sonnentage lockten sämtliche Insekten, die die Latifundien zur Zeit zu bieten haben, hervor. Miniaturschmetterlinge in braun, schwarz, orange und gelb; Goldglänzende Rosenkäfer und Trauer-Rosenkäfer, die wir vor allem betrunken torkelnd in Rosen- und Abelienblüten kennen, müssen aktuell mangels Rosen- und Abelienblüten noch mit den ersten Skabiosen vorlieb nehmen. Sie wirken deutlich koordinierter als sonst.

    Die erste Pfingsrosenblüte behauptete seit Freitag sich gleich sofort öffnen zu wollen, ohne es je zu machen.

    Luft und Licht liefen zur herrlichsten Frühsommerform auf.

    Madame, die den Gesang der Dorngrasmücke inzwischen auch spontan ohne App erkennt, wies mich in den Vogel ein und so konnte ich ihn auch sehen. Halt braun und sehr klein.

    Und ob mein Körper gerade begann vom Wochenend- in den Urlaubsmodus zu schalten, ob es Allergiedingsnebenwirkungen waren, ob das es komische Wetter war, das irgendwie gleichzeitig zu kalt, perfekt und zu warm war, meine Güte war ich erschöpft, freute mich an Tieren und Pflanzen, die aus der Ferne leuchteten und widmete mich dem Gartentischbestiarium.

    Nach Käsejalapenobratwurst und Zitronenkohlrabi fuhren wir rechtzeitig nach Wilmersdorf für erfolgreiche Entmarderung (Auto) bzw. Entwuschelung (ich).

    Vielleicht setze ich mich auch nur mal einen Nachmittag und Abend ins Foyer und schaue Leute

    In der U-Bahn: „nuschelruschelnuschelngrrss Weichenstörung nuschelruschelnuschelknörz“ Diese Art der Ansagen fehlt mir schon sehr, seit die BVG alles von professionellen Sprecher*innen einsprechen und von Band abspielen lässt.

    Die U2 aber öffnete kurz ein Fenster in die Vergangenheit, bevor sie uns weiter Richtung Mitte brachte.

    Wir waren bis zum Alex gefahren, ich hatte mich dort wie es sich gehört leicht verlaufen, um dann schließlich Richtung Strausberger Platz unter den Platanen2 im Schatten zum Kino zu wandeln.

    Kurz vor dem Kino am verlassenen Laden: Ein Obdachlosencamp. Erstaunlich offensiv gelegen, mitten an der Prachtstraße. Erst beim Näherkommen fiel mir auf, dass der verlassene Laden ein Luxus-Campinggeschäft ist und das Obdachlosencamp seine Bürgersteig-Zeltausstellung.

    Von dort aus konnte ich schon das große Sandra-Hüller-Plakat am Kino sehen, das den Film Rose3 ankündigte.

    Der Weg führte fast auf die Bezirksgrenze Mitte/Friedrichshain in das frisch renovierte Kino International. Das ehemalige DDR-Premierenkino, eine Ikone der Ostmoderne, mit dem vielleicht schicksten Foyer der Yorck-Kinos, ist heute ein Programmkino deluxe. Es lief leiser brasilianischer Bar-Jazz, der mich an dota erinnerte, insbesondere als ein portugiesischer Text mehrfach das deutsch gesungene Wort „Elisabeth“ umspielte.

    Suzanna sang für Rose, Suzanna sang für sich

    Es war ein Film, bei dem ich zögerte. Zu Schwarz-Weiß schien mir die Vorschau, zu sehr „wir machen einen ernsthaften Film über Gender“, zu eindeutig in seiner Aussage, wenig ambivalenzambitioniert.

    Andererseits sprachen gleich zwei Frauen dafür, ihn zu sehen: Madame wollte Rose sehen. Und bei Hauptdarstellerin Sandra Hüller habe ich nicht nur großes Vertrauen in ihre Schauspielerei, sondern auch in ihre Filmauswahl.

    Of course, they were right. Ich war währenddessen angetan, und mit zeitlichem Abstand vergrößert sich die Begeisterung: ein Film zum dauerhaft-im-Herzen tragen.

    The Basics

    Rose ist ein Film, der von einem Österreicher im Harz gedreht wurde, 2026 erst auf der Berlinale einen Preis für die beste Schauspielerin gewann und dann in die Kinos kam.

    Es geht um Rose (Sandra Hüller), die als Soldat aus dem 30jährigen Krieg zurückkehrt, als Mann das Erbe eines Hofes antritt, dort prosperiert. Sie heiratet als Mann Suzanna (Caro Braun), die Tochter des benachbarten Großbauern. Diese bekommt ein Kind. Durch einen medizinischen Notfall fliegt die Geschichte auf. Rose stirbt durch das Schwert, Suzanne im Sack im Fluss.

    Es gab einigen Knatsch, weil der Film auf mehreren Quellen beruht, insbesondere einem Buch von Angela Steidele. Es übernimmt sie aber nicht. sondern führt bedeutsame Änderungen ein, wie vor allem dass die Buch-Rose ihre Männlichkeit samt Sex voll auslebte, in heutigen Worten vermutlich ein Transmann war, die Film-Rose aber in „die Hose schlüpft, um etwas mehr Freiheit zu haben“ – das ist schon eine starke Änderung. In anderen Worten: Die Handlung wurde entqueert.

    Je mehr ich aber den Film sah, desto weniger konnte ich die Kritik nachvollziehen. Das Buch erzählt die Geschichte einer bestimmten Person. Der Film ist eine artifizielle Meditation über Geschlecht und Frauenrollen, durchgeführt an zwei Personen.

    Freiheit durch Kontrolle

    Der Film war in einer Ästhetik, die mich extrem an Tarkowskis Serkalo/Der Spiegel erinnerte, den ich schon im Januar liebte; ähnlich wirklich-unwirklich, durch Künstlichkeit ins emotionale Herz treffend. Die Erzählstimme, die Bildgestaltung, die mal Film sagte, mal Theater, mal Klassikergemälde, und natürlich das Aufgehen von Mensch und Haus in der umgebenden Natur; vermutlich ein glücklicher Zufall, aber als Rose allein durch das verwilderte Feld lief, über ihr ein rüttelnder Falke, der sehr nach der-war-beim-Drehen-wirklich-da aussah: Marvellous.

    Und ach, allein über die Musik werden Abschlussarbeiten geschrieben werden.

    Aber am Ende waren es zwei Menschen:

    Sandra Hüller spielt eine Frau, die vorgibt ein Mann zu sein. Sie spielt zu spielen, und das ist wohl der Punkt, den sie selber spannend fand. Es ist faszinierend zu sehen, wie begrenzt sie spielt, wie kontrolliert, ausdruckslos; sowieso im begrenzteren Ausdrucksrepertoire, das Männern im Normfallfall zu Verfügung steht, hier noch einmal eingeschränkt durch die Vorsicht, nur ja nicht zu expressiv, zu „weiblich“ zu wirken. Der Mann, eingezwängt in dichte Kleidung, fast schon in Starre spielend.

    Wie faszinierend zum Ende hin, nach der Enttarnung, die Rose „als sie selbst“ zu sehen. Immer noch ein Mensch, gezeichnet vom Krieg, trainiert darauf keine Emotionen zu zeigen, und doch so anders als vorher.

    Wie faszinierend Roses Partnerin Suzanna, vorgestellt als „sittsame Frau, in allen weiblichen Belangen kompetent“, gedrängt in eine Ehe mit einem hergelaufenen Krieger. Wie sie auf ihre eigene Art verschlossen und starr ist.

    Wie Suzanna singt, kurz nach der Hochzeit für Rose, fast unmelodiös, schleppend, aus ihrem eigenen Lied fallend. Wie froh und laut sie später singt, als sie verkündet, Schwanger zu sein. Wie sehr der Wandel von in-eine-gezwängter-Frau zu ihre-Rolle-findender-Frau zu Co-Verschwörerin-von-Rose sie immer größer und lebendiger werden lässt.

    Je mehr und je länger ich über Rose nachdenke, desto lieber mag ich den Film.

    Links

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    Cannes – dies und das vom Filmfestival

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    Frau Herzbruch auf Curaçao Teil 7 und Teil 8 und Teil 9.

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    See me fascinated. In diesem Garten läuft alles 180 Grad anders als es mir für unseren eigenen vorstellen kann. Aber um so interessierter lese ich: Ich weiss ja, was alles ansteht (einen Baum wieder ausgraben und höher einsetzen, dafür muss der Rasen aufgeschnitten und wieder zugeklebt werden

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    Alle unsere Baltikumsausflüge scheinen über Travemünde zu führen. Um so spannender zu lesen, wenn jemand dort sogar übernachtet: Travemünde – mit der Fähre zum Frühstück

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    Es gäbe in japanischen Schwimmbädern — die recht seicht sind — eigene Spuren für Aquawalking, das unter älteren Menschen sehr populär wäre, sagt A.

    Notat

    ~ Zugänge: T-Shirt (weiß, Segelboote) und T-Shirt (sand)
    ~ Zugangsnachtrag: Defektes Schlafzimmerradio (Bungalow) ersetzt
    ~ Autogas getankt für 1,19€
    ~ Getestet: Imren-Döner (Hauptstraße) wiederholenswert

    Anmerkungen

    1. Ich liebe, dass sie einerseits selbst im Sieg noch soviel Dance-Choreo hinbekommen und andererseits mega-ausgelassen dabei wirken. Zurecht gewonnen, sag ich ja. ↩︎
    2. Speaking figuratevly, ich hab ehrlich gesagt überhaupt nicht darauf geachtet, welche Bäume mir Schatten spenden ↩︎
    3. Yorck Unlimted No. 25 – damit 9,52€ pro Besuch. ↩︎
  • 25-05-17 Familienbetrieb Sönnrichsen (Dithmarschen (Rendsburg))

    25-05-17 Familienbetrieb Sönnrichsen (Dithmarschen (Rendsburg))

    In Wesselburen wurde eine wurde Montagnacht eine Scheibe an einer Bushaltestelle beschädigt. Die Polizei sucht Zeugen. Ich bin erst seit Dienstag in der Gegend, habe also ein Alibi.

    Es ist zu trocken. Der vor zwei Wochen gewaschene Subaru wird von einer zentimeterdicken Schicht aus Pollen, Staub und Insekten bedeckt.

    Während der Pollensammler in Dithmarschen steht, nutzt Madame den ÖPNV, um nach Latifundinium zu kommen. Besonders auf der Last Mile ein Abenteuer, aber sie bestand es erfolgreich.

    Gesprächsfetzen, die im Supermarkt an mir vorbeifliegen: „Das sind ja alles Zugezogene“, der Betonung nach war das weder als wertfreie Beschreibung noch als Kompliment gemeint.

    Vor dem Eisregal: Klein Hannes hat sich eine Packung Eis ausgesucht. Mutter nimmt sie ihm wieder weg „Wir wollten doch gemeinsam darüber reden, was für Eis wir nehmen.“ Ergebnis: Mutter nimmt ein Eis und redet dann eine Minute auf Hannes ein, warum das von Mama gewählte Eis viel sinnvoller ist. Aber der rhetorisch unterlegene Hannes durchschaut das Spiel, nimmt sich einfach nochmal das erste Eis.

    Vor dem Bäcker steht ein Van „Familienbetrieb Sönnrichsen.“ Darauf ein Bild eines Krabbenkutters. Wenn wir unsere Brötchen dort kaufen, wo auch die Krabbenfischer sich ihr Frühstück holen, dann scheint mir das gut.

    Wasted Love

    Ich sah das ESC-Halbfinale und ich war unterwältigt. Irgendwie scheint sich ganz Europa auf die selbe Pop-Dance-Formel an Songs geeinigt zu haben. Und ich schaue den Event wegen des wilden Stilmixes und der verschiedenen Herangehensweisen. Wenn ich jetzt 20 mal denselben Song in unterschiedlichen Sprachen höre, macht das keinen Spaß.

    Einzige Lichtblicke: Hazel Bruggers AOL-Geschenk-CD-Gedächtnis-Kleid. Und ausgerechnet der österreichische Beitrag: der erfrischend androgyne JJ bringt große Oper auf die Bühne. Ich freue mich, dass Wasted Love auch bei den Wettmacher als Mitfavorit für den Sieg am Samstag gilt. Irritierend: der diesjährige selbstironisch-großartige Balkan-Pop-Song wird von Schweden ins Rennen geschickt..

    Mittelmärkische Tidensimulation

    Ich hatte eine Idee – und derzeit weder Energie noch Plan für die Umsetzung. Aber manchmal hilft es ja, etwas laut auszusprechen, um es in die Realität zu bringen: der Tidenbrunnen. Schon langsam fände ich Wasser im Garten nett, habe aber wenig Lust, mir aus Versehen eine Mückenzuchtanlage anzuschaffen. Fische kommen auch nicht wirklich in Frage: entweder wir müssten deutlich öfter anwesend sein, oder gleich einen Teich in einer Größe anbauen, in dem die Tiere mehr oder weniger autark leben könnten.

    Aber jetzt kam mir, natürlich beim Blick auf die Tidenuhr, der Gedanke: ein Brunnen mit Gezeiten, der einfach alle 12,5 Stunden komplett leer läuft. Es bedarf eines Beckens, vielleicht gefüllt mit Kies, soll ja nicht viel Wasser sein und eines unterirdischen Reservoirs. Ein Ablauf sorgt dauernd dafür, dass Wasser vom Becken ins Reservoir fließt. Eine zeitgesteuerte Pumpe – mit etwas weniger als doppeltem Volumen des Überlaufs – pumpt sechs Stunden Wasser nach oben, macht dann 6,5 Stunden Pause. Das Becken füllt sich langsam bis zum Maximum, leert sich dann langsam wieder.

    Einfach durch die Waschküche und dann raus

    Beim Kaptain saß ich im Garten, lies mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Die frisch bestimmte Flatter-Binse im Pflanzkübel war grün, Singvögel sangen bestimmungsgemäß und das Laub raschelte im Wind.

    Der Kaptain erinnerte sich an den ehemaligen Garten im Uetersen ihrer Kindheit. Ein klassischer Selbstversorgergarten mit Wurzeln (Karotten), und Bohnen; ein Mirabellenbaum, ein Pfirsichbau. Grünkohl, von dem die Raupen abgepflückt werden mussten, Hühner, eine unzähmbare Brombeere, fast unzähmbare Erdbeeren und einige Reihen Spargel.

    An Spargel, Brombeere und Rankpflanzen (Erbsen? Bohnen?) sowie das leere Stallgebäude kann ich mich noch erinneren. Diese hielten bis in die 1980er durch. Und ich erinnere mich an einen ganzen kleinen Keller voller gefüllter Weckgläser mit ehrlich gesagt zweifelhaften Inhalten.

    30 Grad – 30 Gäste

    Ein Großteil der Berliner Freibäder wird dieses Jahr nicht geheizt. Das bedeutet aktuell Wassertemperaturen von etwa 16-20 Grad und soweit mir anekdotisch erzählt wurde, leere Becken.

    Ich hingegen bin gerade im Schlaraffenland, dass durch Raffinerieabwärme geschaffen wird: 30 Grad im Freibad Hemmingstedt, dafür auch 30 Gäste im recht kleinen Becken.

    Nachdem ich einen Traktor überholte, längere Zeit hinter einem Futtermittel-LKW herfuhr und dann noch ein Pferd überholte, kam ich im Freibad an. Ein Gelände aus dem Bilderbuch: Hineingebaut in einen kleinen Abhang, am Rande des Dorfes zur Eisenbahn hin. Ein nettes Café, Abreißkarten, ein 25-Meter-Becken – ein Kinderbecken und ein Fünf-Meter-Sprungturm. Alles ist 50 Jahre alt, alles funktioniert – und es wirkt immer noch genau so, wie sich Planer der 1970er das vorgestellt haben.

    Außerdem: einer der wenigen Stellen im Ort, an dem man zwar die Güterzüge vorbeirauschen hört, nicht aber die Raffinerie sieht. Gelebte Träume einer anderen Zeit.

    Beate aus Hamburg, Ronja aus Limassol

    Wir waren im Auto unterwegs Richtung Rendsburg. Der Kaptain erinnerte sich, dass sie in den 1950ern die Rendsburger Hochbrücke mochte. Denn es bedeutet, dass der Kaptains-Kaptain nahe war. Die ganze Familie fuhr von Uetersen aus mit dem Zug nach Rendsburg. Dort wartete bereits das Küstenmotorschiff Delphin (Delphin II, Delphin III und Delphin IV über die Jahre), nahm die ganze Familie an Bord und brachte an Nord- und Ostsee Waren aus.

    Wir aber wollten gar nicht auf die Ostsee und auch nicht über die Hochbrücke: Wir wollten unten durch. Einmal im Leben die Rendsburger Schwebefähre benutzen. Eine von Acht Schwebefähren weltweit, die noch existieren (sagt meine vage Erinnerung an den Wikipedia-Artikel) und über den Kanal schweben.

    Aber ach, sie fährt nicht mehr. Wir standen vor dem „Außer Betrieb“-Schild, sahen noch zu wie ein DHL-Laster und ein weiterer PKW wendeten, und campierten und Gaststätte nebenan. Es gab Kanalblick, alkoholfreies Bier und gutes Essen.

    Der Kellner klärte uns auf: Elektrik an der Fähre kaputt. Seit sechs Wochen und noch bis Ende Juni. Das ist schade. Auch ein wenig Schade war, dass wir nun am Zaun keine zwei Meter vom Kanal entfernt saßen, und die Schiffe doch spärtlich blieben. Es kamen das Containerschiff Beate (deutsche Flagge) aus Dänemark nach Hamburg, die Ronja (zypriotische Flagge, mehr Details nicht verständlich) und die Lady Hedwig (niederländische Flagge) aus Estland auf dem Weg nach Amsterdam.

    Auf dem Rückweg entdeckt: Es gibt eine wunderbare Straße, bei der linkerhand, nur durch eine Böschung getrennt, der Nord-Ostsee-Kanal liegt und rechterhand, nur durch eine Böschung getrennt, die Eider. Die K47, der Parkplatz heißt „Am Moltkestein.“

    Vanderbei (2020), Strang (1999)

    In der Vorbereitung der Bachelorarbeit stellte sich ein Missverständnis heraus. Ich dachte: mein Lehrstuhl muss mich noch beim Prüfungsamt anmelden und (schwaches und) hat unabhängig davon noch inhaltliche Fragen. Der Lehrstuhl meinte es allerdings als starkes und: „Erst wenn die Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, melden wir Sie an.“ Das ist inhaltlich durchaus berechtigt und sinnvoll, zerschießt mir aber trotzdem gerade etwas meinen inneren Zeitplan.

    Naja, solange ich noch unterwegs bin und nur das techische B-Team dabei habe, kann ich erstmal nur über die Fragen nachdenken und Antworten reifen lassen. Und weiter Mathe lesen und sehen.

    Robert J. Vanderbeis Linear Programming – Foundations and Extensions entpuppt sich dabei als von mir gesuchte missing link zwischen den BWL-Erklärbüchern und den hochfliegenden Mathematik-Ansätzen. Wikipedia beschreibt Vanderbei als Mathematiker1, der in Princeton inhaltlich den Lehrstuhl besetzt, an dem ich in Hagen meinen Bachelor schreiben will – und das passt tatsächlich sehr gut.

    Wenn die Konzentration nachlässt, ich mich nicht mehr in der Lage sehe, geschriebenen Text durchzuarbeiten, bleibe ich meinem neuen Freund Gilbert Strang und dessen Linearer-Algebra-Vorlesung treu. Diese stammt von 1999 an der MIT und steht als OpenCourseWare zur Verfügung. Nachdem Lektion 9 (Unabhängigkeit von Vektoren) gut lief, dachte ich, ich springe mal zur 20 Cramer’s Rule / Inverse Matrix) und staunte und verstand wenig. Also zurück zur Vorlesung 3: Matrizenmultiplikation. Die ist in ihren Grundlagen glaube ich sogar Schulstoff, hier aber in fünf Geschmacksrichtungen erklärt und mit den Inversen. Meinem Grundlagenverständnis tut sowas gut,

    Den netten Partygesprächs-Stopper-Satz gelernt: All key equations in math have a zero on the right hand side.

    Auch noch entdeckt. Gilbert Strangs Abschiedsvorlesung von 2023, die er im Alter von 88 Jahren hielt. Die einführnede Lobhudelei auf Strang startet vollkommen zu Recht mit Strangs „Dignity and humilty“. Eine Eigenschaft, die Strang dann sofor beweist, indem seine Abschiedsvorlesung sich inhaltlich nicht um seine fancy-pancy-Lieblingsnische dreht, sondern die absoluten Grundlagen des Fachs in einer Einführungsvorlesung behandelt.

    Ich musste doch lachen, als in der Lobhudelei auch der Satz fiel „Whether you are a colleague right next door or a stranger that landed in the hallways,, one feels that Gil is your old or new best friend.“ Meine Rede!

    south spielt mit dem großen Halluzinator

    Einem Nebensatz in der Gilbert-Strang-Abschiedsvorlesung entnahm ich, wie eng Lineare Algebra und Large Language Modelle (LLM, umgangssprachlich KI) zusammenhängen. Ein ganz neues Rabbit Hole tat sich auf. Aber erstmal Bachelorarbeit. Als vorläufigen Endpunkt meiner Beschäftigung bat ich meinen Halluzinator zwei Bilder zum Thema zu erstellen.

    Es kam wie geahnt: die „Variante Ölbild“ sieht schick aus, bei spärlicher Information. Die „Variante Infografik“ wirkt auf den ersten Blick informativer, ist auf den zweiten Blick komplett gaga.

    1. Plus diesen Satz auf den ich sehr sehr neidisch bin: In addition to his appointment in ORFE, he also has courtesy appointments in Mathematics, Astrophysics, Computer Science, and Applied Mathematics. ↩︎
  • 24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    Madame verschenkte 80 Kilo Beton in Form von Rohmassenpulver für Estrichbeton an C.

    Ich besorgte 189 Kilo Beton in Form von Rasengittersteinen. Rasengittersteine gehören mit einem Kilopreis von 8,3 Cent zu den preiswertesten Gegenständen, die sich überhaupt im deutschen Einzelhandel erwerben lasse. Dennoch kontrollierte der Baumarktmitarbeiter akribisch, ob ich nicht noch einen achten Stein unter den Zierkieseln zu schmuggeln versuchte.

    Madame setzte Zwoi zwo und Zwoi dro, aka Scarmans Himalayan Musk Ost und Scarmans Himalayan Musk West.

    Den Rest des Wochenendes fuhr sie Achterbahn. Zurück in der Stadt erforschte sie ein Stück Italien in Berlin.

    Die Gazebo nimmt Gestalt an.

    Die Rosen haben sich vom Frosteinbruch erholt. Bis auf Graham Thomas. Der wuchs am frühesten am kräftigsten. Ihn traf der Frost am härtesten.

    Die Alice-Tür-Clematis blüht. Und wie. Auch die Margeriten haben wieder ein gutes Jahr. Wir wissen nicht, wo sie nach all‘ der Zeit herkommen, aber sie blühen fast überall.

    Gegen Sonntagabend vermuteten sieben Kraniche eine Thermik über unserem Garten und zogen Kreise über dem Grundstück. Dabei lief der Grill gar nicht.

    Madame arbeitete sich durch zweierlei Arten der Kontoauszüge.

    Ich barg den toten Käfer vom Schuppenfenster. Er stellte sich als Goldglänzender Rosenkäfer heraus. Erst Opfer, dann verschmäht, von einer Spinne.

    In Berlin ist das Tor ist zurück. Der nächste Versuch von Verwaltung/Eigentümer das wilde Parken im Hinterhof zu beenden. Noch hat es kein Schloss und die Glasscheiben fehlen. Wird das Schloss, falls es kommt, diesmal länger als zwei Wochen durchhalten bevor es fatal vandaliert wird? Wird das weiß gestrichene Tor die erste Nacht graffittifrei überstehen?

    Im Hinterhof, neben dem Müllcontainer, befindet sich ein Stapel aus 15 Krawatten.

    Der Rücken überstand die Wochenendaktion überraschend gut. Nur die Oberschenkel schmollen.

    Israël, Douze Points

    Ein Schweizer Berlinerin gewann den ESC. Bester Auftritt des Abends.

    Die Schweizer waren die Besten waren mit professioneller großer Inszenierung, die gleichzeitig eine ganz persönliche Story erzählte.

    Ich schaue wegen großer Emotionen und überbordender Inszenierung und ich bekam große Emotionen und überbordende Inszenierung.

    Es verstört mich, dass selbst ernstzunehmende Menschen den Dorfproll-Mitgröhl-Beitrag aus Kroatien mochten.

    Angesichts des neuen deutschen Kommentators schauen wir jetzt alle mal leicht beschämt nach oben, pfeifen ein wenig und tun so als hätten wir ihn nicht mitbekommen.

    Was wurde aus metoo und der Frage nach Machtgleichgewichten? Es began sich, dass ein Niederländischer Semi-Star sich gegenüber Produktionsmitarbeiterin missverhielt und Konsequenzen erlitt. Nichts genaues weiß man nicht, aber halb Europa verbündet sich erstmal öffentlichkeitswirksam mit dem Star.

    Mich freuen gleich zwei nonbinäre Teilnehmer*, die beide in den Top 10 landeten. Mich freut, aus wie vielen Ländern, Israel in der Publikumswertung die 12 Punkte bekam. Noch ist Europa nicht verloren.

    Die Matrize der Koeffizienten einer Abbildung von Vektorräumen

    Halbjährlich grüßt das Murmeltier. Das Wochenende betätigte sich vor allem mit dem zweitätigen Studientag Mathematische Grundlagen. Der Gleiche wie im November 2023.

    Dank elendig fehlender zwei Punkte habe ich mir die Wiederholungsrunde eingehandelt. So ganz hat sich „ey, ne, wirklich?“ noch nicht in „ich bin voll motiviert“ verwandelt.

    Aber der Studientag half. Die Dozentin dieses Semester ist definitiv die beste Erklärerin im Umfeld der Mathematischen Grundlagen. Ich und meine 271 Co-Teilnehmer*innen waren begeistert. An ein paar entscheidenden Punkten dachte ich plötzlich „Ach, das ergibt ja richtig Sinn.“

    Plan: Mentoriat wechseln. Nachdem ich eine richtig gute Vermittlung des Stoffs erlebte, sehe ich keinen Grund, mir jetzt im Mentoriat eine richtig schlechte Vermittlung anzutun.

    Studientagen, während die Elster durch die Terrassentür hereinlinst mit Blick auf das sonnenbeschienene Grün im Hintergrund, ist auch netter als Studientagen mit Blick auf die Wohnungswand.

    Blick auf gelb blühenden Ginster, dahinter eine dunkelrot blühende Pfinstrose, weit im Hintergrund eine neu errichtete Pergola.

    Gelernt: ein Zoom-Meeting via Handy-Hotspot verbraucht knapp 3MB Daten die Minute. Nach dem kompletten Studientagswochenende hatte ich, samt Rumdaddeln in den Pausen, 2GB verbraucht.

    Quagga-Mülldeponie

    Kirchen sind Gemeingüter. Wenn sie das auch denken, unterschreiben sie hier:

    Kirchenräume sind jedoch Common Spaces – viele Menschen haben oft über Jahrhunderte zu diesem Gemeingut beigetragen. Wer diese Bauten heute allein privatwirtschaftlich als Immobilien betrachtet, beraubt die Communitas. Staat und Gesellschaft können und dürfen sich ihrer historisch begründeten Verantwortung für dieses kulturelle Erbe nicht entziehen. Deshalb rufen wir dazu auf, der neuen Lage mit neuen Formen der Trägerschaft zu begegnen: mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und deren Ausstattungen.

    Aus dem RBB lernte ich, dass die Brandenburger Badeseen sauberer werden, weil die Quagga-Dreikantmuscheln einwandert. Aus der Wikipedia lernte ich: die Muschel ist ein ganz böser Neueinwanderer. Aus Spektrum der Wissenschaft lernte ich: Alles ist kompliziert.

    Ein wenig stolz bin ich darauf, im Bekanntenkreis mehr aktive Hertha- (1) als Union (0)-Fans zu haben. Aber wenn ich die Dame frage, was im Stadion genau passiert, ernte ich eisernes Schweigen. Um so schöner, dass mequito darüber bloggt. [Sa, 11.5.2024 – das letzte Heimspiel]

    Wir müssen von [dem Kurvenmanager] wissen, wann wir die Tapete hochhalten können. Es geht darum, sich mit dem Vorsänger abzustimmen, damit die Tapete auch entsprechend gesangstechnisch begleitet wird, oder eben auch nicht. Es ist alles Dramaturgie. Der Mann mit dem Reptiliennamen teilt uns mit, dass in zehn Minuten sein Stellvertreter, der mit dem normalen Namen zu uns kommt und uns die Zeit mitteilt. Wir warten 20 Minuten, aber der Mann findet uns offenbar nicht. Später kommt er selber und teilt uns mit, dass uns die Spielminute 20 bis 25 gehört.

    Christiane versuchte in Frankreich eine Mülldeponie zu besiegen.

    Kellerkind badete im Wannsee.

  • 24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    Der Jungen-Späti, Ex-Stop Shop, ist jetzt Dein Späti. Den Herzchen im Logo nach, dem rosa Spielzeugständer nach, dem Kuchenbuffet nach, und der allgemein stark zugenommen Ordnung nach scheint sich der Jungen-Späti ohne Anlauf in den Mädchen-Späti verwandelt zu haben.

    Als wir die Schild-Montage betrachteten, entdeckten wir, dass im Laden vor langer Zeit eine Reinigung lebte, deren Fassadenschrift Fassadenspuren hinterließ.

    Madame brachte zwei halbe Waldhühner mit.

    Hoher finnischer Staatsbesuch fuhr im vollen Geschirr mit Motorradeskorte und Polizeikonvoi über den Innsbrucker Platz. Die Autos mussten gut fünf Minuten warten. Der entertainmentfreudige Teil in mir erwartete sekündlich den Ausbruch von Schlägereien.

    Für Madame bewährte sich die jahrelange Lektüre der Grundschulzeitschrift. Jetzt auch schriftlich.

    An Professor Transformation leiteten wir eine Einladung nach Bielefeld weiter.

    Kaptain – Scharbeutz – Badauz. Aber mit vereinten Kräften scheint alles zu funktionieren.

    Ich sollte öfter spätabends an den Bahnhof Zoo. Es ist dieses Land zwischen Wachsein und Traum, dieses nicht mehr Reale, das dort stattfindet. Die Gestalten sind so seltsam und teilweise furchterregend wie auch tagsüber. Aber es wirkt alles stimmiger, entspannter, mehr bei-sich-selbst. Ein Ort, den es so nur in Großstädten geben kann. Wenn es Portale in andere Welten gibt, so tauchen diese sicher spätabends am Bahnhof Zoo auf.

    Der Floratempel steht.

    Zwei Quadratmeter Steglitz

    Korrekt ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg. Auch noch korrekt – immerhin gemeldeter Nebenwohnsitz – ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg und auf den Latifundien. Seit Mittwoch ist es zumindest ein kleines bißchen korrekt, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg, auf den Latifundien und im Sommerbad am Insulaner.

    Denn ich mietete gut zwei Quadratmeter Insulanerbad. In der überaus historischen Kabinenanlage existieren etwa 25 abschließbare „Saisonkabinen“ und eine davon sicherte ich mir. Irgendwie wollte ich das schon immer mal machen. Dieses Jahr dachte ich mir, die Gelegenheit wird nicht günstiger. Von Mai bis September habe ich ein klein wenig Freibad für mich alleine. Wir können dort einen kleinen Dauervorrat an Handtüchern, Schwimmbrillen und Sonnencreme deponieren.

    Der Badbesuch darf bis in den September hinein gernso so bleiben wie am Mittwoch: 20 Grad, ab und an Sonne. Auf acht Bahnen verteilten sich acht Schwimmer*innen, und ich konnte schwimmen, treiben, planschen, tauchen – in Mitten einer der schönsten Parklandschaften der Stadt in der Sonne bei wunschgemäßem Nordseewetter. Es wird nicht mehr besser werden.

    Love, Actually

    The Fall Guy läuft im Kino. Unter älteren Deutschen ist das Szenario auch bekannt als die Welt aus der Fernsehserie Ein Colt für alle Fälle. Stuntman Colt Seavers erlebt Abenteuer am Set und außerhalb des Sets, begleitet von seinem GMC-Truck.

    Damit sind die Gemeinsamkeiten zwischen der betulichen Achtziger-Jahre-Serie und dem 2024er Hollywood-Blockbuster auch schon komplett beschrieben.

    Mir gab der Film die Chance gleich mehrere Ziele zu erreichen: Endlich mal in den Zoo-Palast, endlich mal ein Explosions-Film mit Handlung, endlich mal einen ganzen Film lang in historischen Pick-Ups schwelgen.

    Welch ein Gewinn!

    Gegenüber der Fernsehserie hat das Tempo um ein vielfaches angezogen. Die Stunts sind spektakulärer. Ryan Gosling als Colt Seavers ist fast so hinreißend wie Hannah Waddingham als Producerin Gail Meyer. Der Humor ist gleichzeitig alberner und tiefgründiger. Es gibt echte Dialoge. Der Plot ist kein Meisterwerk, aber immerhin kann er den Film tragen. Sogar ein wenig RomCom-mit-Explosionen kann er.

    Und es gibt >1 Frauen mit Namen und handlungstragenden Sprechrollen. Am besten natürlich die Bösewicht, die auch nicht davor zurückschreckt gegen Toxic masculinity zu wettern, während sie den toxigsten aller Males protegiert.

    Meine Lieblings-Dialog-Szene war aber dann doch, wo die Gutewichtin erzählt, dass sie jeden Weihnachten Love, Actually schaut.

    Einfach Popcorn-Kino at its best. Explosionen, fliegende Autos, wunderschön choreographierte Kämpfe in offenen Containern die von rasenden Autos durch Sydney gezogen werden.

    Einfach ankommen, in den Kinosessel setzen, fallen lassen und zwei Stunden Spaß haben. Ein wenig war ich an Everything everywhere.. erinnert.

    Ich bin Fan.

    Und ich war im perfekten Kino. Die Vorstellung in Originalversion führte mich im Zoo Palast in den Saal Clubkino B. Das Clubkino weist mit seinen 39 Plätzen eher Schuhschachtelformat auf und ich war schon fast enttäuscht. Aber was soll ich sagen: beeindruckende Leinwand- und Vorführtechnik, beeindruckender Ton, selbst ein solch bildgewaltiger Film wirkt in diesem Miniatursaal nicht unpassend.

    Nacht, Eingangsbereich Zoo Palast mit dessen Fassade, daneben ein Glaskasten mit Fall-Guy-Poster und das Schild der Zoo Loge.

    Vier Hochzeiten 30 Jahre

    Aber auch: ich glaube ich sollte es tun, und den Film noch mal im 800-Zuschauer-Mega-Ereignis-Saal-1 sehen. Auch wenn ich dann den deutschen Ton durchleiden muss. Welchen, wenn nicht diesen Film?

    Four Weddings and a Funeral wird dreißig. Die Macher*innen erzählen. Wie war es ohne Budget und mit lauter Unbekannten einen der größen RomCom-Erfolge aller Zeiten zu drehen: ‘I thought: “I’ve engineered the death of Hugh Grant!’’’ – the inside story of Four Weddings and a Funeral

    Es gibt ja diese Blogs wo Menschen in schlechter Laune zu Hause sitzen und mehr oder weniger tiefgreifend Politik analysieren. Ich verstehe intellektuell wie es dazu kommt, sehe auch einen gewissen Sinn dahinter. Aber ein Teil von mir ruft immer mal wieder innerlich „Herrje, wenn es so schlimm ist, dann tu doch wsa.“

    Und es gibt dieses freundliche Garten- und Handarbeitsblog dessen aktueller Post endet mit:

    Im Keller fand ich endlich meine Kabelbinder von der letzten Kommunalwahl. Die begleiten mich nun bis Anfang Juni, zusammen mit Zange und Schere. Das Equipment benötigte ich im Laufe der Woche immer wieder. Wahlplakate sind nicht allermanns Freude, aber abgerissene Tafeln sind viel schlimmer! Ich binde sie wieder fest, nicht nur die, auf denen ich zu sehen bin.

    Großen Respekt!

    Wer wollte sie nicht sehen wollen: das komplette NYtimes Red Carpet Roundup der Met Gala.

    Im ESC lief das erste Halbfinale – und das ist genauso wenig ein Gesangswettbewerb wie große Oper ein Liederabend ist. Tatsächlich musste ich angesichts von überbordender Inszenierung, ganz großen Gefühlen und Gaga-Storytelling mehr als einmal denken „was für eine fantastische Oper.“ Zum Beispiel aus der Ukraine oder Kroatien.

  • 24-02-04 Einhalb plus Zweiviertel gleich Eins. (Perplexity.ai)

    24-02-04 Einhalb plus Zweiviertel gleich Eins. (Perplexity.ai)

    Kim Victoria wird von ihrem Schamanen ins Dschungelcamp begleitet. Kitchen Impossible wird am 25. Februar starten.

    Für Italopop-Liebhaber*innen der Hinweis: Nächste Woche läuft das San-Remo-Festival. Ich hoffe auf den RAI-Livestream. Auch Ricchi e Poveri werden antreten. 54 Jahre nach diesem Auftritt.

    Langsam wird hier der Nach-Erkältungs-Normalbetrieb wieder aufgenommen. Freitag folgte der erste radfahrende Bürobesuch seit Mitte Januar. Das Fahrrad ächzte nach drei Wochen unbewegtem Draußenstehen bei Winterwetter bald mehr als ich.

    Inflation hin oder her. Aber dass ich 5,60€ für ein Wurstbrötchen am Südkreuz bezahlte, löst in mir noch Tage später Sprachlosigkeit aus.

    Die Wal-Socken lösen sich nach zwölf Jahren auf. Das bedeutet, wir müssen wieder nach Neuengland.

    Auf der still liegenden Dachbodenbaustelle waren Menschen. Weiterhin keine Bauarbeiter, sondern ein wichtige-Menschen-Trupp mit Klemmbrett.

    Ich bin aufgeflogen und wurde mit Intune (nicht: Intunes) bestraft.

    Knobeln mit MMB, warum das Ticketsystem macht was es macht. Er vergleicht es mit, „so wie ich mir ein Escapegame vorstelle“. Ich nehme das als Kompliment.

    Madame wickelt ab. Sie kann 50 Logbucheinträge vorweisen. Auch dank der Afd.

    Dauerregen trotzdem da – Bürgerpflicht Antifa

    Während ich versuchte, Polynome und Spaltenvektoren zu sortieren, war Madame demonstrieren. Es war noch größer als vor zwei Wochen. Es war deutlich besser organisiert. Die Vorbereitungszeit war sowohl bei Organisator*innen als auch Teilnehmer*innen zu merken. Die Zahl handgebastelter Plakate blieb gleich, die Zahl von gedruckten Plakaten oder Fahnen stieg an. Die Anzahl gemeinsam kommender und organisiert auftretender Gruppen oder Organisationen war deutlich gestiegen.

    (Prozesse der Verstetigung und Professionalisierung; die zu erwarten waren. Aber sie zeigten, dass die Magie des Moments gerade dabei ist, zu verschwinden. Früher oder später wird es die sehr breite Ausrichtung der Bewegung zu Problemen führen).

    Welches ist das schönste Schwimmbad?

    Damals, 2000 in Brüssel, stürmte eine irische Praktikantin in mein Praktikantenzimmer und rief aus; „Goooooogle! This is so amazing!“ Es war ein Moment, der mein (Internet)leben veränderte. Der Sprung von manuell erstellten Verzeichnissen hin zu einer Suchmaschine, die scheinbar das ganze Internet durchsuchen konnte war massiv. Bei vielem Hadern meinerseits: bis Freitag war Google meine Suchmaschine mit den besten Ergebnissen.

    Dann fand ich einen Hinweis auf Perplexity.ai – Suchen mit Hilfe von KI. Angesichts der ersten Testsuchen bin ich fast so geflasht wie damals von Google. Nicht nur die KI-Antworten; auch die „Hinweise auf die Quellen“ sind deutlich besser als die ersten Google-Treffer.

    Leider mit allen Nachteilen von KI – jede Suchanfrage verbraucht vermutlich genug Energie, um eine Kleinstadt ein Jahr lang zu versorgen. Am Ende der Nahrungskette als wahre Eigentümer der Produktionsmittel stehen vermutlich rechtspopulistisch-faschismusfreundliche TechBros, denen die Technik gehört.

    Begründet und wenn mgl. korrekt

    Noch 16 Tage bis zur Klausur.

    Mathe mit alles. Der letzte Wochenend-Studientag dieses Semesters steht an. Thema „Klausurvorbereitung.“ Samstag mit Linearer Algebra und Logik, Sonntag mit Analysis. Die Aufgaben sollen noch einmal auf die Klausuren eingrooven, sind allerdings aufwendiger und wären so in der Klausurzeit sicher nicht lösbar.

    Der Zoom-Meeting-Begleitchat begann durchzurechnen, bei wieviel Punkten man wie viele Minuten zur Lösung einer Aufgabe hat. Hinweis der Korrekturen, dass es Teilpunkte vergeben werden, aber nicht hin zu endlich kleinen Teilpunktzahlen. Auch der Hinweis, die Arbeiten nachvollziehbar (und mgl. korrekt) zu lösen und zu begründen.

    „Das sieht man“ ist in Mathe ein erstaunlich häufiges Vorgehen, wird aber dennoch zu wenigen Punkten führen.

    Inhaltlich kommt es zu Verwirrungen weil Polynome mit Spaltenvektoren durcheinandergebracht werden. Ich bin froh, dass ich ungefähr verstehe, worum sich die Diskussion überhaupt dreht. Noch größere Verwirrung, ob der Schritt f(0) = 0 nötig ist.

    Was ich noch üben sollte: In wenigen Minuten 20 handgeschriebene Seiten mit dem Handy einscannen, zu einem PDF zusammenfügen und dann als ein kombiniertes PDF auf Moodle hochladen.

    Weitere inhaltliche Punkte, die ich bis zur Klausur Auswendig und im Schlaf anwenden können sollte:

    Rangsatz

    \(dim V = dim(ker(f) + dim(im(f)) \) das bedeutet \(dim(im(f)) = dim V – dim(ker(f)) \)

    Die Regel von L’Hopital

    Unter bestimmten Bedingungen kann der Grenzwert eines Quotienten zweier Funktionen \(\frac{f(x)}{g(x)} \) durch den Grenzwert des entsprechenden Quotienten der Ableitungen \(\frac {f′(x)}{g′(x)} \) ersetzt werden. Anwendbar ist er, wenn beide Funktionen gegen Null oder Unendlich konvergieren.

    Binomische Formeln

    Erste BF: \((a+b)^3 = a^3 + 3a^2b + 3ab^2 +b^3 \)
    Zweite BF: \((a-b)^3 = a^3 -3a^2b + 3ab^2 – b^3 \)
    Dritte BF: \((a+b) * (a-b) = a^2 – b^2 \)

    Auch die Klassiker sollten sitzen.

    Foto von Rechner mit zwei Monitoren, Mathe und Mastodon.

    Erwerbsarbeit

    Christa Chorherr arbeitete einst bei einer Bank.

    Viele Andere arbeiten Anfang Februar richtig engagiert, was nicht blogfreundlich ist.

    Wo ich schon im Ricchi-e-Poveri-Kaninchenbau verschwand, vier Minuten „La Storia dei Ricchi e Poveri“.

  • 23-05-14 Oh wie grün ist Panama

    23-05-14 Oh wie grün ist Panama

    Die erste einzelne Mohnblüte erschien. Die erste Holzbiene flog über das Grundstück. Regen und Wärme der letzten Tage bescherten uns eine grünes Grün des Grünseins um den Bungalow herum.

    Das Schicksal bescherte uns eines der Jahreshighlights in Form von „Mitgliederversammlung Gartenverein.“ Immerhin: Gartenvereinsversammlungen haben den Vorteil, dass sie an holden Maientagen bei 20 Grad im Sonnenschein Outdoors stattfinden.

    Gartenvereinsmitglieder haben den Vorteil, dass sie sich auch von besuchenden Hornissenköniginnen nicht aufschrecken lassen, sondern stoisch sitzen bleiben.

    Und selbst das Bikeshedding der Versammlung hielt sich in Grenzen. Wobei der imaginäre Bau eines gemeinsamen Fahrradschuppens für diesen Verein bereits zu den mittelgroßen Problemen gehören würde.

    Madame lud die Echsen zum Grillen ein. Diese brachten Wicküler, Fürst Wiacek und Bratwürste aller Geschmacksrichtungen mit. Party-Small-Talk-Gewinner: „Ich werde das Protokoll bei der Hauptversammlung von Hertha BSC führen.“ Ein Verein am Abgrund, 3000 Teilnehmer:innen und alle sind redeberechtigt.

    Ihr erinnert Euch an die Harpyie aus „Das letzte Einhorn?“ Dieses furchterregende Wesen wird in einem engen Käfig gehalten. Sie versucht immer wieder Ausbruchsversuche. Das letzte Einhorn und ihr Freund erzählen der „Besitzerin“, dass man Harpyien unmöglich einsperren kann. Es kommt wie es kommen muss – Harpyie entflohen, „Besitzerin“ tot.

    Wir halten – natürlich – keine Harpyie im Käfig. Aber wir hatten eine Brombeere inmitten einer Wurzelsperre. Diese hat eine Neigung mehr-als-daumendicke-Triebe im Millimeterabstand neben der Wurzelsperre auszufahren und in zwei Wochen auf Oberschenkelhöhe zu bringen.

    Da man Brombeeren schlecht in die Freiheit entlassen kann, haben wir sie ausgebuddelt, klein geschnitten und in die Mülltonne überführt. Wir wollten unser Schicksal nicht versuchen.

    Auch Knauzien und Mohn setzen an, sich in Massen zu zeigen. Bei denen ist dies aber erwünscht. In den nächsten Wochen wird sich das grüne Grün bunter Färben.

    Nur die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, inzwischen in niederländischem Besitz, hatte mit dem Frühlingsgrün schon abgeschlossen. Sie mähte das Roggenfeld hinter dem Haus. Der beige Rest auf dem Feld erinnerte schon sehr Spätsommer. Wir genossen den Anblick eines halben Dutzends Greifvögel (Rotmilane sicher, vermutlich auch Falken und Bussarde), die sich im frisch gemähten Feld Mäuse und andere Kleintiere erhofften.

    Brown, all brown

    Einst fragte ich eine finnische Band, die relativ schräge Musik machte, warum so viele seltsame Musik aus Finnland kommt. Antwort: „All brown. Everything is brown. All sand. Some trees. But mostly sand.“ Inzwischen lernte ich, dass Finnen eine salzarme Ernährung bevorzugen. Dieses reizarme Leben scheint kreative Kräfte freizusetzen.

    Lebensziel für mich: den finnischen ESC-Beitrag einmal komplett fehlerfrei beim Karaoke runterreißen. Dass der schwedische ESC-Gewinnertitel von ausgesprochener Langeweile war, halte ich für gegeben. Es muss hier nicht weiter ausgeführt werden.

    Madame entdeckte eine Superkraft: Sie kann türkische Namen (relativ) korrekt aussprechen. Von dieser Kenntnis wusste sie natürlich. Aber dass die Fähigkeit selbst in Berlin außerhalb der entsprechenden Community kaum verbreitet ist, fiel erst wirklich auf.

    Noch letzte Woche bekam ich eine Mail, die vor zwei Jahren hätte lebensverändernd sein können. Jetzt denke ich höchstens „Ach, nett.“ Irre, was in diesem Haushalt seit 2020/2021 alles passiert ist. Evehtuell fällte ich lebensverändernde Fernstudiums-Entscheidungen. Aber darüber werde ich noch einige Nächte schlafen.

    Mein BVG-Deutschlandticket schlägt weiterhin Wirrungen. Aktueller Stand: ich schicke der BVG-Briefe des Tonfalls „Noch bin ich nur etwas sauer, aber ich habe die Kontaktdaten eines Anwalts bereits herausgesucht.“

    Falls Ihr Euch fragtet, ob (a) mensch KI-Sprachmodelle auch betrunken machen kann und (b) ob das Metaverse und Web 3.0 wirklich tot sind? Eine Adidas-Werbeanzeigte lieferte mir die Antwort. Es geht übrigens um einen stinknormalen Schuh:

    Ein Affe, eine Ikone, unendliche Inspiration. Indigo Herz bringt das Metaverse mit der ersten Kollektion aus physischen Produkten ins Real Life. So wird das open Metaverse für alle zugänglich. Die Kollektion greift das blaue Fell von adidas’ Bored Ape auf und findet sich in der gleichen Farbwelt wieder, die bereits adidas’ Reise ‚Into the Metaverse‘ gekennzeichnet hat.

    [sic]

  • 23-03-19 Park + Learn

    23-03-19 Park + Learn

    Endspurt. Noch eine Klausur am Dienstag und dann ist das intensive Gelerne vorbei. Jetzt also Steuern, Buchhaltung und Jahresabschluss. Mir fällt deutlich der Unterschied zwischen den Abschnitten und ihren Autoren auf.

    Buchhaltung: Sorgfältig aufbereitet. Zusätzlich: Ich hätte es nicht geglaubt: Ich musste mehrfach beim Lesen lachen. Beispiel „Die Bilanzierung teilausfallender Forderung ist bei Ihnen erfahrungsgemäß unbeliebt, bei uns in Einsendeaufgaben und Klausuren aber sehr beliebt. Deshalb noch einige Beispiele..“

    Jahresabschluss: Pflegt ungefähr den Stil, den ich an den Tag lege, wenn ich komplexe Zusammehänge aufschreibe und dann nicht mehr korrekturlese. Sicher kompetent. Aber auch verworren. Voll mit Gedankensprüngen und Wiederholungen. Und mehr vom Geiste geprägt: Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Beispiel, die komplette „Lösung“ zu einer Übungsaufgabe: „Wenn Sie die angegebene Literatur gelesen haben, erschließt sich das Ergebnis von selbst.“

    Ich lese, denke, lese, schreibe und höre RAI Tutta Italiano. Im Bekannten Kreisel zwischen den Lernorten 1 (Schreibtisch) 2 (Wohnzimmertisch) und 3 (Schaukelschaf). Der Sound bringt die Dauerschleife des italienischen ESC-Beitrags Due Vite. Daneben scheint die RAI auch gerade in Oldie-Coverversionen zu machen. Dauernd läuft eine Italo-Version von (Here comes the) Hotstepper – Interpret noch nicht gefunden – und die mir Spaß bereitete Umwandlung von Downtown (Petula Clark) in Ciao Ciao.

    Madame betrachtete derweil Stuttgart 21 von oben und schlug sich tapfer durch das Bahnhofslabyrinth Stuttgart.

    Gegen meine stets drohende Lernverhöhlung sorgte das Wetter. Ich raffte mich zu Lern + Park auf. Am Eingang des Lassenparks, gleich neben der Bibliothek bescherte der Bezirk uns neue Sitze – und das auch noch mit Schwimmbadausblick.

    Im Vordergrund: Einzelsitze im Parkbankstil. Am Boden befestigt und Drehbar. Dahinter ein Sandweg, dahinter das Stadtbad Schöneberg.
    Sitze vorne neu, Schwimmbad rechts im Hintergrund alt. In gelb hinter den SItzen ahnbar: Der Spielplatz.

    Neben mir nutzte ganz Schöneberg das gute Wetter. Der Spielplatz war überfüllt, auf der Wiese stritten Badmintonspieler und Fußballer um Plätze, jede*r dritte Parkbesucher*in hatte eine Eiswaffel in der Hand.