Monat: Juni 2024

  • 24-06-29 Nachtbadesonette

    24-06-29 Nachtbadesonette

    Der alte Kühlschrank neben der Biotonne wurde gestürzt. Jetzt liegt er.

    Nachbar 3M zieht doch nicht aus. Sein aktueller Vermieter verdödelte es, ihm rechtzeitig die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung auszustellen. Muss man auch schaffen: 3M mit einem Altmietvertrag möchte seinem Vermieter den Jackpot schenken, indem er ohne Abfindung auszieht – und dann kriegt der Vermieter es nicht hin.

    Bei Cebu (Ex-Ding Dong) gibt es Burger mit türk. Bacon.

    Im Autokino Zempow läuft ein Dokumentarfilm von 2006 über das traditionsreiche Autokino Zempow. Mein Staunen ob seiner Existenz wächst jeden Monat weiter.

    Madame telefonierte mit einem Elektriker auf dem Spielpatz.

    Madame rechechierte Linienbusse nach Oslo.

    Ich buchte Sitzplatz 7 und 8 im Zug Riga -> Vilnius.

    Ein Baumarktmitarbeiter wies mich darauf hin, dass man 2,20 Meter Brett nicht in vier 70-Zentimeter-Stücke aufteilen kann.

    Madame fuhr den Saunazug FLX1243. Mit #Fensterauf aber leider nur 5 Zentimeter #Fensterauf. Ohne Klimaanlage bei 30 Grad und prallem Sonnenschein acht Stunden Herausforderung.

    Shall I compare thee to a summer’s day

    Wien wurde letztens als lebenswerteste Stadt der Welt ausgewählt. Das wundert mich nicht – eine Stadt, die öffentliche Wannenbäder anbietet; eine Stadt in der man im Freibad Saisonkabinen und Saison-Wiesenkabinen und Saison-Kabanen mieten kann, muss die lebenswerteste Stadt der Welt sein.

    WIr immerhin nutzten unsere Tiny Kabane (SK 14/15; 5,33€) zum Most Special Day des Insulanerbads: die lange Nacht des Insulaners. Mit Shakespeare Company, Planetarium auf dem Insulaner und dem Sommerbad.

    Wir nahmen den Bad-Anteil war. Erst schwammen wir von 21:20 bis 22:00. Dann setzten wir uns auf die Beckenterrasse; sahen den nächtlichen Schwimmer*innen zu und lauschten Musik und Sonetten. Die Shakespeare Company hatte sich auf dem Fünfmeterturm postiert, trug Shakespeare (auf deutsch) vor und sang wechselnd Musik aus seiner Zeit.

    Irgendwann Umzug nach oben zur Aperol-Spritz-Station.

    Diese Bilder mit schicker Beleuchtung, nächtlichen Schwimmern, schöner Musik und einem schönen Drink. Viel mehr Sommerabend geht nicht.

    Herbst is coming

    Zeichen des nahenden Herbstes: Die Stare beginnen sich zu Schwärmen zu formieren. Die Mauersegler beginnen den Formationsflug im Berliner Hinterhof zu üben. Noch keine Screaming Party, aber auf dem Weg dorthin.

    Der Garten geht in den Hochsommer über. Die Grundfarbe wandert vom hellen satten Grün ins gelblich-bräunliche hinüber.

    Die einmalblühenden Rosen sind durch. Die verspäteten Stanwells legen jetzt richtig los. Die Gräser sind schon im Samenstadium, die Disteln blühen ebenso das Labkraut wie die Platterbsen.

    War letztes Wochenende das Wochenende der Schwebfliegen, sind es dieses Wochenende die Schmetterlinge. Endlich auch ein Zitronenfalter, auch die Tagpfauenaugen sind in Mengen wieder da. Gleichzeitig sah ich sechs Schachbrettfalter.

    Scarmans Himalayan Musk musste ich wieder von der Pergola entwirren. So lange diese nicht fertig gestrichen ist, sollte sie nicht unter einer Rose verschwinden.

    (Für’s Protokoll: Erste Grundierung ist durch, bei der zweiten ist die Südseite durch. Endlich mal ein Wochenendtag an dem Regen nicht angekündigt war und auch nicht stattfand).

    Fensterweg

    Aktueller (2021) Hintergrund zum Autokino Zempow beim Deutschlandfunk: Einziges Autokino der DDR macht wieder Programm

    Auch im Deutschlandfunk lief Klassik, Pop et cetera mit Hape Kerkeling.

    Jon Worth fährt mit dem Zug durch Albanien und erlebt ganz andere Formen des Fensterauf. Fensterweg; beziehungsweise die Scheibe ist nicht im Fensterrahmen, sondern sie liegt oben auf der Kofferablage.

    ben_ dachte in Anmut und Demut über Würfelsysteme in Rollenspielen nach.

  • 24-06-27 Einlassstopp im Culle

    24-06-27 Einlassstopp im Culle

    Dreh dich nicht um. Bronchitis geht rum.

    Im Hof steht neben der Biotonne ein alter Kühlschrank. Das ist gleichzeitig passend und unpassend.

    Das Hallodri-Arbeitsauto vom Hinterhofparkplatz wird inzwischen nur noch mit Hilfe von orangem Gaffatape zusammengehalten.

    Am Mittelhaus hängen „Besichtigung“-Schilder mit Richtungspfeilen. Ein neuer Versuch, den 50er-Jahre-Büroflachbau als „Townhouse“ zu verkaufen?

    In der taz lese ich, dass durchschnittliche Kaltmieten in Berlin bei 10 Euro/qm liegen. Neuvermietungen sind 70% teurer als Bestandsmieten. Das sind heftige Zahlen. Aber sie liegen weit unter dem, woran ich mich aus Immobilienanzeigen erinnere.

    Von diesen Nachrichten motiviert öffne ich ein Immobilienportal. Das erste was ich sehe, sind 120 Quadratmeter direkt um die Ecke von unsere Wohnung.

    Der Mietzins liegt allerdings über 10€/qm und auch über 20, 30 oder 40 Euro pro Quadratmeter. Der Vermieter möchte 5600 Euro Kaltmiete für 120 Quadratmeter möbliert. Für preiswerte 1000 Euro hingegen gibt es schöne 18-Quadratmeter-Apartments. Ihr spinnt doch alle.

    Aus Freiburg kam eine Entwarnung. Jetzt nur noch der verschollenen Köffer wieder habhaft werden.

    Es ist Fußball-EM. Die schicken Mädchen auf der Straße tragen Argentinien-Shirts. Hellblaues Streifenmuster ist ästhetisch unschlagbar.

    Abends mit letzter Kraft SAP-Kurs. Liegt inhaltlich bisher näher am WiWi-Teil des Studiums als am Inf-Teil.

    Mittwoch Abend bei geöffneter Balkontür im Wohnzimmer: 24 Grad. 62% Luftfeuchtigkeit.

    Habe bei der „langen“ Arbeits-Fahrradroute mit Umweg die DB-Rad+-App mitlaufen lassen, um Strecke zu messen: 3,9 Kilometer. Immerhin mehr als die üblichen 1,5-Arbeitsweg-Kilometer. Und schöner ist die Strecke auch.

    Blick von der Brücke in den Volkspark Schöneberg. Im Vordergrund Graffitti auf der Brücke erkennbar, im Paark fällt der Blick auf einen Teich.

    gnmn

    Im Teamchat sage ich kurz hallo wenn ich anfange zu arbeiten. Je nach Enthusiasmus und Wachheit kann ich mich mit Lyrik melden oder mit Bildern oder, wenn nicht ganz so wach, mit einem (verkürzten) Guten Morgen. Aktuell bin ich bei gnmn.

    Normalweise findet meine Arbeit tief in der Maschinerie statt ohne direkten oder indirekten Öffentlichkeitsbezug. Sehr am Rand war ich aber mit einem neuen Feature befasst, dass öffentlichkeitswirksam ist: die Auslastungskarte der Berliner Bäder.

    (Weniger mit der Karte an sich, mehr mit den Zahlen, die ihr zu Grunde liegen).

    Was dem Einzelhandel der Advent, ist dem Badbetreiber das 30-Grad-Plus-Freibadwetter. Nur findet der Advent termintreuer statt. Diese Wochen könnte es so weit sein.

    Im Sommerbad Neukölln / Columbiabad / Culle, derzeit wegen Sanierung nur eingeschränkt nutzbar, gab es schon den ersten Einlassstopp wegen Kapazitätsüberschreitung.

    Wir sind alle sehr gespannt, wie gut die Vorbereitungen auf den Ansturm sich in der Realität beweisen werden.

    Big Pink Bird Makes Splash in the Hamptons

    Big Pink Bird Makes Splash in the Hamptons

    Wenn auch die Südost-USA-Reise weiterhin nicht stattfindet. Wenigstens in Gedanken: Read Your Way through New Orleans

    Anke Gröner empfiehl derweil das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg. Ist das Thema inzwischen weit genug entfernt, um es zu würdigen ohne in politische Grabenkämpfe zu verfallen? Unsere Besuche in Breslau, Gdansk und Stettin in letzter Zeit haben uns sehr neugierig auf diesen vergessen-verdrängten-mythisierten Teil deutscher Geschichte gemacht.

    Anders kompliziert: Segeln im Wattenmeer. Anleitung wie man durchs Watt nach Wangerooge kommt: Wie man eine Wattfahrt plant.

  • 24-06-25 Zum Abschied ein Moschata

    24-06-25 Zum Abschied ein Moschata

    Zeichen des sich nähernden Herbstes: Die Venus-Messe 2024 plakatiert.

    KKR kaufte das Wacken-Festival. Damit haben der Axel Springer Verlag und das Wacken Festival denselben Eigentümer. Währenddessen schließen kleinere Indie-Festivals.

    Auf den Toiletten des bUm – Raum für solidarisches Miteinander gelernt: aktuell existieren drei Gender: Flinta*, Alle und Behindert – alle.

    Gut für die Aura eines Ortes: Blockflötenduo. Schlecht für die Aura eines Ortes: Neuer Fahnenmast mit Deutschlandfahne. Wobei wir bei Nachbar canineri schon beruhigt sind, dass es bei Schwarz-Rot-Gold blieb.

    Mir träumte, ich schwimme dreimal täglich durch den Hamburger Hafen. Mein geträumtes Selbst macht sich dabei Sorgen um die Wasserqualität.

    Gelernt: Autowerkstatttermine sind inzwischen fast so rar wie Bürgeramtstermine. Da möchte man doch gleich Fossilkraftstofflobbyisten zu KfZ-Mechatronikern umschulen.

    Das Navi spricht wieder dänisch. Es lotste uns über die ausgestorbenen Autobahnen während des Deutschlandspiels. Ein Feeling wie Weihachten und Nachts zusammen. Fußball natürlich im Autoradio, Radiofußball ist mitreißender als Fernsehfußball.

    Mein von wenig Fußballahnung getrübtes statistisches Kickspielsystem bewährt sich. Hätte mich nicht an zwei kritischen Stellen die systemfremde Romantik überkommen, wäre ich durchgehend in den Top3 von 45. Hätte ich noch weniger Fußballinteresse würde ich besser tippen.

    Tastsinn auf beim Badeschlappenkauf. Während ich im Insulaner kalt vor dem Becken abduschte, rutschte eine Frau direkt hinter mir aus und fiel spektakulär hin. Sie blieb zum Glück unverletzt. Im Aufstehen beschuldigte sie ihre rutschigen Flip Flops.

    Langsam entwickelt sich klassisches Freibadwetter. Für mich bedeutet das: das von mir geschätzte Unordnungsschwimmen wird schwieriger. Entweder ich reihe mich ins Bojentetris oder ich müsste halbwegs sportlich auf die Schwimmbahnen.

    Madame rettete mich mit dem vergessenen Schlüssel für die Tiny Kabane. (SK 12/13 ; 6,15€)

    Der Kuckuck kuckuckt in die Dämmerung hinein

    Wir verspeisten unseren gesamten Ernteanteil an Schwarzen Johannisbeeren. Zusammen mit zugekauften Erdbeeren ergab es einen Nachtisch.

    Für’s Protokoll: Pergola-grundiert sind alle leiterfreien Stellen. (Also Gitter, tragende Balken, Längsbalken seitlich und unten) Noch offen: Querbalken und Längsbalken oben.

    Madame machte sich doppelstreichverdient. Am Ende schraubte sie den Wal wieder an seinen Platz.

    Die Klappstühle hängen.

    Überraschend regelmäßige Dämmerungsvögel: ein Starenschwarm fünf Meter direkt über unseren Köpfen. Der Kuckuck kuckuckt sich vom Nachbargrundstück aus jeden Abend die Seele aus dem Leib.

    Seit Wochen umschwirrt uns genau eine Schwebfliege am latifundalen Frühstückstisch. Auch diesen Sonntag blieb sie bei uns. Neu hingegen: die hunderte Schwebfliegen, die an allen Blüten in 10 Metern Umkreis zu finden waren.

    Natürlich mit Schwebfliege

    Nach der Blütenexplosion die letzten Wochen bringt zunehmende Wärme und nachlassender Regen die Insektenexplosion. Mehr Schwebfliegen als wir zählen können. Hummeln eh, aber Hummeln sind immer. Weißlinge, Bläulinge, Braunlinge(?), ein Admiral und zwei Schachbrettfalter. Selbst den Junikäfern ist aufgefallen, dass bald Juli ist und sie sich eilen müssen.

    Während wir schon einpackten, ich den Schuppen abschloss und Madame die letzten Sachen ins Auto räumen wollte, rief sie erstaunt. In der großern Margeritenblüte von Käfer von Heupferdformat. Grün-bronze-glänzend, und von uns wenig beeindruckt.

    Ein Moschusbock (Aromia moschata) beehrte uns.

    Crossborderrail

    Die Frankfurter Runschau portraitiert Jon Worth und sein Cross-Border-Rail: Bahn in Europa: Letzter Halt an der Grenze

    Die JVA Vechta ist unselig.

    Kellerkind befragt Bruder X: Der kleine Knoblauch

    Ein edles Hedonismusblog auf dessen Empfehlungen ich hören würde: Im Schatten der Zypresse