Schlagwort: Chemnitz

  • 25-11-01 Wir sind hier nicht in Chemnitz, Dirk

    25-11-01 Wir sind hier nicht in Chemnitz, Dirk

    Es dauerte zehn Jahre bis ich bemerkte, dass „Yes, we can“ (Obama) und „Wir schaffen das“ (Merkel) derselbe Satz ist.

    Langsam komme ich wieder im Vollzeitflow lauter Projekthochphasen an. Auch dank des Lankwitzer Lackmeisters.

    Die Berlin-Brandenburger Akademie der Wissenschaften beförderte mich zum Professor. Leider nur der Akademie-Teil, der die Werbungs-Programmheft in Briefumschläge steckt und adressiert. Sonst gilt hier immer noch: southpark, M.A. since 2003

    Es war ein Freitag halb Arbeit/ halb Reformationstag und ein Samstag halb Golden/ halb Weltuntergang.

    Auf der Martin-Luther-Straße ein Auto mit schwarzem Kennzeichen, das in weißer Schrift drei Zahlen, arabische Buchstaben und weitere Zahlen enthielt. Weder DuckDuckGo noch der Haselant konnten bisher weiterhelfen aus welchem Land das Auto kam.

    Die Theodor-Heuss-Bibliothek hat sich in den letzten Monaten mit schmalen Budget überraschend 30 Jahre in die Zukunft gebeamt. Ich liebe sie sehr, hatte bisher aber den Eindruck eine Zeitreise ins Jahr 1995 zu unternehmen. Jetzt wirkt es plötzlich wie 2025.

    Das Fresh Bistro Ecke Sachsendamm ist jetzt Döner Adam’s Pizza. Gerade noch hatte ich gedacht, dass Fresh sich an dieser Ecke überraschend lange hält.

    Der Feldwegfunk vermeldet, dass ein Co-Kolonist seinen Bungalow für erstaunlich steile Tagespreise auf Air B’n’B anbietet – natürlich gegen alle Vereinssatzungen und Bebauungspläne. Es wird spannend.

    Madame hat regelmäßig mit Brandenburger und Berliner Jungerwachsenen zu tun und bemerkt wie frappierend es ist, dass man den Brandenburger*innen quasi jede Regung im Gesicht abliest, während die Berliner*innen ein Dauerpokerface zeigen. Umgang mit den Ansprüchen der Großstadt. Nur ja nicht ansprechbar wirken.. Ein Paradebeispiel beobachtete in der S-Bahn. Ein Mann stieg ein, legt neue Taschentuchpackungen auf jeden freien Platz, daran befestigt ein kleiner Zettel auf dem etwas steht. Und ein ganzer S-Bahn-Wagen ignoriert kollektiv die seltsame Gabe, tut nicht einmal so als würden sie das eines Blickes würdigen oder als wären sie neugierig.

    Bitte antworten sie nicht

    Relevante Teile meiner Arbeitszeit verbringe ich damit, Menschen zu versichern, dass Computer nicht böse sind, Digitalisierung Sachen einfacher machen wird, Sorgen der Menschen zuzuhören und aus dem Gehörten etwas zu machen, was dann hoffentlich allen das Leben erleichtert. Den Zuhör-und-danach-was-ändern-Teil ist der schwierigste Teil dabei aber eigentlich der Wichtigste.

    Um so mehr lachte ich als ich folgende Mail bekam:

    Sehr geehrte Studierende, die FernUniversität befindet sich in einem Wandel und geht einen weiteren Schritt in Richtung digitale Zukunft: Ihr Studium wird komplett digital. […]

    Wir wissen aber, dass diese Umstellung für einige Studierende eine bedeutende Veränderung darstellt – mit Chancen, aber zugleich mit Fragen und vielleicht auch mit Vorbehalten. Uns ist wichtig, diesen Schritt gemeinsam mit Ihnen zu gehen […]

    Diese Mitteilung ist rein informativ – bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail.

    Nein. Einfach nur nein.

    Abgesehen vom Musterbeispiel missglückter Kommunikation finde ich das inhaltlich auch Mist. Das beste am ganzen Fernsehstudium ist es ja, mit dem gedruckten Lehrbrief irgendwo in den Park, ins Cafe oder in den Garten zu gehen. Das wäre mit der Digitalversion nervig bis unmöglich.

    Buhuu

    An Halloween am Morgen ein Mann in dunkler Hose, Hemd und dunklem Umhang. Die perfekte Symbiose einer Kleidung, die erst als bürofein durchgeht und danach sofort zum Gruselkostüm umgestaltet werden kann.

    Am Nachmittag eine Fotosession mit Miniaturhexe auf der Straße. Soo niedlich. Auf dem Weg zur Bibliothek – direkt neben Kindergarten und Jugendzentrum sehr viele Gruselwesen auf dem Weg zu einer Party.

    In der S-Bahn dann weitere Menschen wild geschminkt, allerdings im Schnitt 10 Jahre älter.

    Mir fiel wieder ein, dass ich endlich mal auf den Latifundien eine Halloween-Kranich-Goldene-Blätter-Party geben möchte. Aber dieses Jahr kam erst die Bachelorarbeit dazwischen, die jegliche Planung verhinderte und dann der Umzug, der eine Durchführung verhinderte.

    Wobei die Bachelor-Umzugs-Kombination auch daran schuld ist, dass dieses Jahr unser traditioneller Halloween-nach-Chemnitz-Ausflug ausfällt.

    Außerdem ist dieses Jahr das Jahr der Vogelgrippe und der Kraniche, die tot vom Himmel fallen – das wäre mir als Halloweenveranstaltung einen Tick zu makaber gewesen.

    Andere feierten: Madame, schon auf den Latifundien, verwirrte Zwergengeister, indem sie eine Gegenleistung – Lied oder Gedicht – als Gegenleistung für die Kekse forderte. Schließlich rang sich die Geisterin zu einem Kurzgedicht auf: „Wenn sie nichts geben / Nehmen wir ihr Leben.“

    Uns begegnete der Geist eines Feldhasen

    Goldener November

    Madame grillte und schickte Fotos aus Foersters Staudengärtnerei. Denn während ich darüber rätselte wer mit wem am DateLastSync ge-synct hat, hatte sich ein Feiertag über die Hafenstadt gelegt. Am Donnerstag kam Team Kotzenbüll von der Nordsee, am Freitag fuhren sie ins Staudenparadies, währned Miss Bilanz und ich die Abenteuer des Brandenburger Schienenersatzverkehrs bewältigten. Am Ende großes Gelage in fröhlicher Runde. Die Schweineschulter verströmte starke Asterix-Lagerfeuer-Vibes und einen phantastischen Duft.

    Der November begann mit einem goldenen Frühstück. Die letzten Blätter der Äpfelbäume segelten herunter. Die Astern blühen weiter. Der Rambler (grüne Blätter) rambelt ganz apart durch den Wirtsbaum (gelbe Blätter). Der Pfirsich trägt noch rote Blätter.

    Madame importierte Astern und eine Rasselblume aus Potsdam. Sowie einen Ersatz für den bisher erfolglosen Zierdistel/Artischenschockenplatz, dessen Namen ich aber schon wieder vergaß.

    Gurren und verschwundene Fax-Geräte

    Im November lerne ich: Die Importe von Nudeln sind im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen

    Wer Billy Joel zitiert muss als Blogger ein Guter ein: Wasn’t this supposed to be a musical?

    Ich frage mich, wie ich The Jazz Singer bisher weitgehend ignorieren konnte: Wöchentlicher Pflichtbeitrag vor den Herbstferien: The Jazz Singer Eigentlich trifft der Film offenbar jeden Sweet Spot den ich habe.

    Found auch my sweet spot: Der ‚Moflin‚ ist ein felliger KI-Begleiter, der „Stress lindern und Trost spenden“ soll indem er eine „emotionale KI“ nutzt und gurrt.

    Heute habe ich mal ein ganz anderes Thema für euch: den Altar in unserer Büsumer Fischerkirche bzw. die kleine Figur rechts am Altar.

    Fahren im alten IC: Und ich war mit einem super netten Zugchef unterwegs, der mir allerlei Details an dem Fahrzeug gezeigt und erklärt hat. Schon fast nostalgische Details, die es in einem modernen ICE gar nicht mehr gibt. Zum Beispiel gibt es neben dem Dienstabteil eine runde Nische, an der wohl mal eine Türe befestigt war… Ich konnte mir nicht sofort einen Reim darauf machen. Der Zugchef erklärte mir: „Das war eine Telefonzelle“. Und er zeigte mir auch den Raum, in dem früher mal ein Drucker und ein Faxgerät für die Fahrgäste der ersten Klasse zur Verfügung standen.

  • 25-06-26 Beschränkung des Zielfunktionskoeffizienten

    25-06-26 Beschränkung des Zielfunktionskoeffizienten

    Von: <no-reply@ba-ts.berlin.de>
    Date: Mi., 25. Juni 2025 um 08:11 Uhr
    Subject: Vielen Dank für Ihre Meldung!

    Sehr geehrte Dame / sehr geehrter Herr,

    Ihre Meldung mit der Nummer […] und dem Betreff Abfall/Elektroschrott wurde an das Ordnungsamt übermittelt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Ordnungsamt-Onlineportal

    Niemand liest Mails der IT

    Ich meldete eine verlorene Waschmaschine auf dem Bürgersteig. Sogar eine Miele.

    Weniger Erfolg hatten wir damit, das – mal wieder – nicht funktionierende Warmwasser an die Hausverwaltung zu melden.

    Es waren drei sommerliche Arbeitstage zwischen Schwüler Kälte, schwüler Hitze und Unwetter. Zwei davon in den Offices, einer in der Wohnung.

    Auf der Arbeit bestätigt bekommen: Niemand liest die Mails der IT. Nicht einmal die IT liest die Mails der IT.

    Ich öffne die Wikipedia und der erste Satz, den ich lese, ist „Ich sehe die Löschung der Bratwurstliste sicherlich emotionslos“ — ~~~~

    Gärtner Pötschke ist zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre insolvent. Der Markenname wird vermutlich weiterleben, und ich glaube von der eigentlichen geschäftlichen Substanz ist eh nicht mehr viel übrig.

    In Mastodon sucht jemand in einem überwiegend deutschsprachigen Post eine Stelle und bezeichnet sich dabei als „Truthsayer“ und „Bullshit-Detektor“. Mein Hirn übersetzt das quasi automatisch in „Drunterkommentierer“ und „Mansplainer“ und denkt sich „Hell No! Nicht wenn ich bei der Auswahl mitreden darf.“

    Gelernt fürs Leben: Wie rette ich alle geöffneten Tabs einer Firefox-Session mit wenig Aufwand auf einen anderen Rechner.

    (Rechtsclick auf einen Tab -> Alle Tabs auswählen -> Als Lesezeichnen-Ordner speichern -> die Datei auf den anderen Rechner -> Dort in der Lesezeichen-Verwaltung „Alle Tabs im Ordner öffnen“. Et voila!)

    ((Was asking for a friend. Ich persönlich werde hibbelig bei mehr als fünf geöffneten Tabs gleichzeitig. So wenige Tabs lassen sich anders transferieren)

    Saubohnen und Käse

    Madame kam in der Hafenstadt am polnischen Marktstand vorbei und entdeckte zu ihrer Freude frische Saubohnen (oder auch Puffbohnen, Feldbohnen, Schweinsbohnen, Pferdebohnen, Fababohnen, Faberbohnen, Favabohnen, Viehbohnen, Dicke Bohnen). Angesichts dessen wie viele Namen sie hat, gibt es sie nur selten zu kaufen. Sie kaufte. In ihrem Kopf formte sich der Gedanke Coronation Quiche.

    Die ist gerne wiederholbar, und auch unser Nach-Paris-Ehrgeiz: nicht nur selber kochen, sondern nach Möglichkeit mehrere Gänge pro warmer Mahlzeit, funktioniert noch. Das kann die Vorspeise mal eine Ofen-Rote-Beete sein oder auch nur ein aufgeschnittenes Mairübchen.

    Schlangen vor Enrico

    Schöneberg um 8:40h. Menschen führen ihre Hunde aus. Ratten führen sich selber aus.

    Meine Fahrrad-zu-zu-Fuß-Umstellung des Arbeitswegs hat einen deutlichen Nachteil: Es dauert länger. Und sie hat einen deutlichen Vorteil: Ich sehe mehr.

    Zum Beispiel morgendliche Schlangen, die sich vor dem Café de Enrico bilden – zurecht.

    Ich konnte den schlechten Tag des Carsharing-Anbieters Miles würdigen. Am Morgen: ein Miles-Auto auf der Busspur, das gerade abgeschleppt wird. Am Nachmittag ein anderer Abschleppwagen mit einem Miles-Wrack auf der Ladefläche.

    Ich kann die Polizei sehen wie sie den Zugang zum Euref-Gelände abriegelt (Dienstag) und die Sperren wieder abbaut (Mittwoch). Ich vermute, die angepreiste Versammlung des Bundes Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) war der Grund.

    Bitte bremsen

    Durch Umstände verloren wir unsere bisherige Autowerkstatt. Das ist misslich, denn dadurch stellte sich wieder einmal das wo-kriegen-wir-vertrauenswürdige-Handwerker-her-Problem.

    Fast schon glücklicherweise hatten wir ein kleines Problem zum Testen: Ein ausgefallenes Rücklicht. Zwischen Wohnung und Office fand sich sogar eine Werkstatt, deren Website okay wirkte und auch sonst nichts gegen sie sprach.

    Das Telefonat war nett „Kannst du heute noch vorbeikommen“ – „Schlecht“ -“ Dann morgen kurz?“

    Die Reparatur war so schnell und unkompliziert wie gedacht. Ich wurde dazwischen geschoben. Alle Werkstattmitarbeiter, die ich sah, entsprachen dem Typ „Älterer, gesetzter türkischer Mann.“ Der Mechaniker wusste nach Ansicht des Autos (ohne nachzusehen oder aufzuschrauben) welche Glühbirne er einbauen sollte und erledigte es in fünf Minuten. Zum Abschluss ein „Bitte Bremsen“ – nicht dass die Bremsleuchte jetzt auch ein Problem hat, und ich durfte wieder fahren.

    Schwierigster Punkt: die Anfahrt. Ein Gewerbe-Hinterhof mit versteckter Einfahrt (die ich beim dritten Versuch fand), dann zweimal um eine Ecke gekurvt, und plötzlich stehe ich in einer Art historischer Garagenhof, von dem etwa ein Drittel der Werkstatt gehört. Zwei Hebebühnen, beide in Betrieb, mehrere Männer wuseln herum und schrauben.

    Dualer Simplex

    Das Bachelorarbeitstempo sinkt etwas – was kein Wunder ist. Langsam komme ich in komplexeren Teilen des Textes an; immer noch aber bin ich hocherfreut. Dann gefühlt ist es das erste Mal, dass ich nicht nur was weiß ich mache, sondern vor allem auch weiß, warum. Aber das Niederschreiben geht dann doch langsamer als in den Teilen die ich schon Dutzende Mal vorexerziert habe.

    Stand: 18 Seiten. Erstaunlich oft schreibe ich den Ausdruck „Beschränkung des Zielfunktionskoeffizienten“, unerstaunlich oft muss ich danach noch Schreibfehler von Zielfunktionskoeffizient korrigieren.

    Es ergibt plötzlich alles Sinn, wie man in der dualen Methode das Simplex-Tableau auf Links dreht und plötzlich nicht mehr von Spalte nach Zeile rechnet, sondern von Zeile nach Spalte.

    Die Erkenntnis verdanke ich maßgeblich Gilbert Strang. Danach hat sich auch meine Frage vom 8. Mai geklärt: seine Vorlesung war keineswegs banal sondern superspannend, weil sie mir den Weg in mein Thema perfekt ebnet.)

    Durch Stadt und Land

    Neues von Kulturhauptstadt Chemnitz:

    Früher in Dithmarschen habe ich gerne zur Sommersonnenwende eine Mitternachtsradtour über die Felder gemacht – nach Möglichkeit ohne Licht, weil es ja ging. Thomas Gigold veranstaltete das ganze in Groß: Mit Licht aber dafür auch dreihundert Kilometer lang: 300 Kilometer mit dem Fahrrad durch die Nacht

    Konflikt aus der Nähe 1: Eine Schlägerei in der Großstadtwirklichkeit ist ein hauptsächlich trauriger Anblick. Wenn man genug räumlichen Abstand zur gerade eskalierenden Szene hat, wirkt das Traurige auch deutlich stärker als das Gefährliche.

    Konflikt aus der Nähe 2: I Fought in Ukraine and Here’s Why FPV Drones Kind of Suck

    The End

    Von: <no-reply@ba-ts.berlin.de>
    Date: Do., 26. Juni 2025 um 15:44 Uhr
    Subject: Statusänderung zu Ihrer Meldung […], Abfall – Elektroschrott an Ordnungsamt

    Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

    zu Ihrer Meldung mit der Nummer […] gibt es eine Statusänderung.

    Status: Erledigt

    Rückmeldung: Vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Die Störung wurde am 25.06.2025 zur Bearbeitung an die Berliner Stadtreinigung weitergeleitet.

    Die Berliner Stadtreinigung teilte uns am 26.06.2025 mit, dass die Angelegenheit erledigt wurde.


    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Ordnungsamt

  • 25-06-10 Tanz der Knautien

    25-06-10 Tanz der Knautien

    Es war der zweite Teil des Pfingswochenendes.

    Die Klimaanlage am Flughafen Hammamet hatte unseren Nordseeaufenthalt vereitelt. So verbrachten wir Sonntag und Montag auf den Latifundien.

    Der Sonntag ein unruhiger Tag: Irgendwann nachts um vier ein Rettungshubschrauber verdächtig laut, verdächtig nahe am Bungalow – vermutlich auf dem Weg zur Autobahn. Geweckt wurden wir dann ernstlich morgens durch die Feuerwehrsirene. Kaum waren die Kamerad*innen wieder zurück, trötete die Sirene gegen 11 ein zweites Mal los.

    Weil Feiertag war, und weil Sekt bei uns tendenziell zu alt wird, öffneten wir eine Flasche. Edles Mitbringsel aus Saale-Unstrut, „handgerüttelt von Stefan Schlösser.“ In den Regenpausen grillten wir Bratwürste vom Rinderstolz, Kartoffeln, Spargeln und Kohlrabi. Madame fertigte Waffeln.

    Ich entdeckte: Falls ich mal wieder Opfer der Zugteilung werde, und in Hamm längere Wartezeiten haben: der Maximiliamgarten ist in Teilen von Piet Oudolf gestaltet. Und das will ich natürlich noch mal im Leben sehen.

    Und ja, eine sehr leichte Ähnlichkeit zum latifundalen Grundstück, ist nicht ganz zufällig. (Ein bißchen mehr zu Oudolf und seinen Gärten)

    Ich sehe, ich brauche einen Grund, mal wieder zur Fernuni nach Hagen zu fahren, und eine Zwischenübernachtung in Hamm einzuschieben.

    Auch gelernt: die Jugendherberge Chemnitz sitzt im Gebäude des sehr schicken 1920er-Jahre Umspannwerks. Modernes Bauen at its best.

    Sly Stone starb. Der Musiker, der alles verkörperte, was in den USA gerade den Bach runtergeht: Neuheit, NEugier, Funk, Gospel mit Wah Wah, Jazz mit Disco, eine Band, für die der Begriff Multikulti erfunden werden müsste. Zu eigen, um jemals ganz groß zu werden: Thank You (Falettinme Be Mice Elf Agin) Und noch eines, schon allein wegen des großartigen Bühnenauftritts.

    Der Tanz der Schwalben

    Madame setzte alles.1

    Das Brennholz ist noch nicht gespalten, aber zumindest komplettemang in 25cm lange Stücke zersägt. Die Paletten, auf denen es zwischenlagerte, dürfen sich jetzt langsam in einen Grill-Ablage-Tisch verwandeln.

    Die jährliche Beet-Unkrautung trieb sie bereits zu fünf der Zehn Beete, und ist damit recht früh im Jahr.

    Im Sturm tanzten die Knautien über die Wiese. Fast ein Ballett aus lila und rosa (Skabiosen) Blüten einen, scheinbar schwerelos einen halben Meter über dem Gras.

    Direkt über uns, kurz vor dem echten Unwetter, der Tanz der Schwalben hoch oben in der Luft.

    Die Holzbiene schimmerte bläulich in der Abendsonne als sie sich zu den wassertropfenübersähten Mohnblumen aufmachte.

    Der samstägliche Distelfalter hielt sich die weiteren Tage versteckt. Dafür begleitete uns Montag fast den ganzen Tag über einer der Schmetterlinge mit dem schönsten Namen, ein Hauhechelbläuling.

    Schocken

    Der Sonntag erwies sich als Tag wetterlicher Garstigkeit. Und so verbrachte ich den Großteil des Tages in den Latifundien, las ein wenig im Internet und ein wenig in Büchern. Es war eine ungeplant jüdische Lektüre: Ich las zwei neue Texte aus Wir schon wieder.

    Vor allem aber richtete ich meine Augen durch die neue Gleitsichtbrille auf Moderne ohne Bauhaus. Wie jüdische Unternehmer und ihre Industriearchitektur das Chemnitzer Stadtbild der Moderne prägten

    Gleich zwei blinde Flecken: Sachsen und Chemnitz war einst das Zentrum deutscher Industrie – was außer Sachsen keiner mehr weiß. Und Juden waren halt einfach normal in Deutschland. Immer unter Antisemitismus leidend, aber ganz selbstverständlich auch Deutsche, die ganz selbstverständlich dasselbe machten wie andere Geschäftsleute auch.

    Natürlich ging es um die Warenhäuser Schocken und Tietz. Aber auch um Industriebauten und ihre Industriellen. Und natürlich um Arisierung und Mord.

    Obwohl das Buch also thematisch spannend war und ist, und ich mich freute, das ein oder andere markante Bauwerk der Stadt wiederzuerkennen, blieb ich unterwältigt. Das ist alles sehr brav erzählt, weitgehend ohne Kontext, immer genau auf den Quellen zu dem Unternehmen und jenem Gebäude. Sehr seriös, aber wenn man nicht gerade selber etwas über die entsprechenden Gebäude schreibt, würde man sich etwas mehr Einbettung in den historischen und kulturellen Kontext widmen.

    Vašek Chvatál

    Nach Gilbert Strang habe ich einen zweiten neuen besten Freund im Bereich der Mathematik: Vaclav „Vašek“ Chvátal. Der schrieb das Buch Linear Programming – und das war genau was ich brauchte. Lineare Programmierung auf einem anspruchsvollen Level, aber sehr verständlich erklärt. Dazu in einer Sprache, die einfach Lust macht, weiter zu lesen.

    Chvatal klärte viele meiner Fragen zum „Ich-weiß-ja-wie-aber-warum??“ und damit bin ich erstmal zufrieden. Noch lange bin ich davon entfernt, mich beim Thema wie ein Fisch im Wasser zu fühlen – aber wie ein southpark im Schwimmbad – das kommt näher.

    Also erklärte ich Phase 0 der Bachelorarbeit („reine Recherche“) für beendet und gehe zu Phase 1: Minimalarbeit. Ich versuche, das zu fertigen, was in einem anderen Kontext minimum viable product heißt: die kleinstmögliche Einheit, die für sich allein funktionfähig ist.

    Das heißt: Ich werde eine minimum viable Bachelorarbeit beginnen, die formal allen Ansprüchen genügt (einschließlich des Umfangs) und inhaltlich zumindest genug Substanz hat, damit ich mich nicht in Grund und Boden schämen muss.

    Hoffentlich ist das bis Ende Juni fertig. Dann habe ich noch zwei Monate Zeit aus einer Arbeit, die ich mit zugekniffenen Augen und Wohlwollen zu bestehen hoffe, noch etwas Gutes zu machen.

    Das Vorgehen ist für mich neu, hat im Wesentlichen drei Gründe.

    (1) Der Satz aus der Anmeldung: Die Bearbeitungszeit wird durch nicht chronische Erkrankungen nicht verlängert. Drei Monate sind lang, und da kann viel unerwartetes Zeitraubendes passieren.

    (2) Erfahrungsgemäß merkt man am Besten beim Schreiben was noch an Recherche fehlt. Je früher ich die Lücken schließe desto besser.

    (3) Wenn ich weiß, dass das Schutznetz eingezogen ist, kann ich inhaltlich rückwärts und einbeinig auf dem Hochseil hüpfen. Und darauf freue ich mich.

    Nicht alleinerziehend

    Chvatál auf Video. Um mal einen Youtube-Kommentar zu zitieren: „I knew Chvátal is a genius, but from this interview I learned he is humble and fun too.“

    Was machst Du eigentlich den ganzen Tag beim Opferfest in Side / Türkei.

    Als Vater auf dem Spielplatz. „Ach, du bist gar nicht alleinerziehend?“

    1. Und weil Computer ja heute ganz außergewöhnliche Sachen können und ich nicht mal mehr abtippen muss, eine Liste für’s Archiv, was dieses „alles“ ist: 1. Baptisia australis
      Indigo-Färberhülse
      Farbe: blau
      Höhe: 100 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 2/3 Blütezeit: 7–8
      2. Aster novae-angliae ‚Barr’s Blue‘
      Raublatt-Aster
      Farbe: blau
      Höhe: 120 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 2/3 Blütezeit: 9–10
      3. Gaillardia x grandiflora ‚Burgunder‘
      Kokardenblume
      Farbe: tiefrot
      Höhe: 50 cm Blütezeit: 6–9
      4. Euphorbia griffithii ‚Beauty Orange‘
      Wolfsmilch
      Farbe: orange
      Höhe: 70 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 5/6 Blütezeit: 5–6
      5. Gaura lindheimerii
      Prachtkerze
      Farbe: weiß
      Höhe: 120 cm Standort: so-h
      Pflanzen pro m²: 5/7 Blütezeit: 6–10
      6. Aster novae-angliae ‚Violette‘
      Raublatt-Aster
      Farbe: violett
      Höhe: 130 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 2/3 Blütezeit: 8–10
      7. Centranthus ruber ‚Coccineus‘
      Spornblume
      Farbe: karminrot
      Höhe: 80 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 3/5 Blütezeit: 6–9
      8. Phlox subulata ‚Samson‘
      Polster-Flammenblume, dunkles Auge
      Farbe: rosa
      Höhe: 12 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 9/12 Blütezeit: 4–5
      9. Artemisia arborescens ‚Powis Castle‘
      Eberraute
      Farbe: silbrig
      Höhe: 80 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 5/7
      10. Baptisia x varicolor ‚Twilite Prairieblues’®
      Färberhülse
      Farbe: purpurbraun mit gelb NEUHEIT!!
      Höhe: 120 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 2/3 Blütezeit: 5–6
      11. Achillea millefolium ‚T.F. Pomegranate’®
      Garten-Schaf-Garbe
      NEUHEIT!! granatroter Hingucker
      Höhe: 60 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 7/9 Blütezeit: 6–9

      12. Verbena bonariensis
      Patagonisches Eisenkraut
      Farbe: violettrosa
      Höhe: 100 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 3/5 Blütezeit: 7–10
      13. Aster ericoides ‚Golden Spray‘
      Myrten-Aster
      Farbe: gelblich weiß
      Höhe: 60 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 3/5 Blütezeit: 9–11
      14. Scabiosa columbaria ‚Kudo White’©
      Weiße Tauben-Skabiose
      Farbe: weiß mit zartem rosa
      Höhe: 40–50 cm Blütezeit: 6–9
      15. Asclepias incarnata
      N.-Amerik. Seidenpflanze
      Farbe: rosa
      Höhe: 100 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 3/5 Blütezeit: 7–8
      16. Thymus praecox var. pseudolanuginosus
      Grauer Woll-Thymian
      Farbe: rosa
      Höhe: 5 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 15/20 Blütezeit: 5–7
      17. Salvia nemorosa ‚Adrian‘
      Sommer-Garten-Salbei
      Farbe: reinviolett
      Höhe: 40 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 7/9 Blütezeit: F-J
      18. Gaillardia x grandiflora ‚Tokayer‘
      Kokardenblume
      Farbe: leuchtend orangerot, grünes Blatt
      Höhe: 70 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 5/7 Blütezeit: 7–9
      19. Berkheya purpurea
      Purpur-Distel
      Farbe: zart-violett
      Höhe: 80 cm Standort: so
      Pflanzen pro m²: 7/9 Blütezeit: 6–8 ↩︎
  • 25-05-31 Das Thema gilt hiermit als zugestellt

    25-05-31 Das Thema gilt hiermit als zugestellt

    CO-Melder 2 hängt. Dieser in Berlin.

    Die Post brachte eine signierte CD von Judith Holofernes.

    MsMB bemerkte zu ihrem Leidwesen, dass acht Tablets im Karton sehr viel mehr Platz beanspruchen als vier ausgepackte Geräte.

    Madame fuhr mit dem ICE1035 (Sprinter) nach Frankfurt. Dann sprintete sie durch den Frankfurter Hauptbahnhof. Es gelang ihr, innerhalb von einer Minute verbliebener Umsteigezeit den ICE73 nach Basel zu erklimmen. Dieser war voll genug, dass es selbst in der 1. Klasse auf den Stehplätzen eng zuging.

    Aber ab Karlsruhe saß Madame. Sie hatte eine liebreizende Schleswig-Holsteiner-Franko-Schweizerin als Gesprächspartnerin. Diese hatte ihr ganzes Leben als Swiss-Air-Stewardess zugebracht und in dieser Zeit wahrhaftig die ganze Welt gesehen. Aber das Fliegen macht keinen Spaß mehr, ist nur noch hektisch. Die 78jährige Dame pendelt jetzt zwischen Kiel im Sommer und Fribourg im Winter.

    Der Kaptain nahm TU984 von Monastir nach Hamburg. Ich bin weiterhin sehr beeindruckt von diesem Abenteuer. Sie anscheinend auch.

    Dank dem Halluzinator fand ich Miss South. Ich habe hier ein Slow-Cooker-Kochbuch von Miss South, fragte mich aber was sie seitdem macht. Meine Internetrecherchen liefen ins Leere. Ungewöhnlich für eine Person, die als Bloggerin bekannt wurde, und erst dann Kochbuchverträge erhielt.

    Sie scheint noch auf Instagram aktiv (ohne eigenen Account kann ich nicht sehen, von wann die Posts sind). Aber vor allem gibt sie als Nikky Catto Stadtführungen durch Brixton. Falls wir also mal wieder in London sind, kenne ich einen Programmpunkt.

    Der 1. Juni wird Tag des kleinen Übergangs. Ich melde mich für die Fernuni für das nächste (Master?!?)-Semester zurück. Die drei 80%-Teilzeit-bei-der-Arbeit-Monate beginnen. Denn in diesen Monaten werde ich die Bachelorarbeit schreiben.

    The Mail of no return

    Ich bekam eine Mail vom Prüfungsamt der Fernuniversität in Hagen:

    Sehr geehrter Herr southpark,
    hiermit sende ich Ihnen das mit o.g. Erstprüfer/in vereinbarte Thema
    Parametrische Optimierung – Der Einfluss von Schwankungen in den Modellparametern auf die optimale Lösung zu. Die Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit beträgt 3 Monate, der Umfang der Arbeit soll 10.000 Wörter umfassen. Das Thema gilt hiermit als zugestellt.

    Letzter Abgabetermin für Ihre Bachelorarbeit: 02.09.2025

    Die Bearbeitungszeit wird durch nicht chronische Erkrankungen nicht verlängert. In Härtefällen
    entscheidet der Prüfungsausschuss. Zu den Konsequenzen einer Fristüberschreitung verweise ich
    auf die entsprechende Prüfungsordnung.

    Damit habe ich den Point of no return erreicht. Falls es ich es mir jetzt anders überlege oder ins Straucheln gerate, bedeutet das, ich bin einmal durchgefallen.

    Noch stand diese Ende der Woche aber im Fokus der Einsendearbeiten: Die Zulassung zur Mikroökonomik-Klausur will ja auch noch erreicht werde. Der Lehrstuhl macht es nicht einfach. Aber die Aufgaben sind sehr fair. Eine schöne Mischung, die ich gerne öfter vorfände. Ich bedaure, dass dieses Modul eines wird, dem ich kaum Aufmerksamkeit zuwenden werde – ich hätte schon Lust auf mehr.

    Aber ich entdeckte auch: Derselbe Lehrstuhl bittet auch das Modul zur Spieltheorie an. Vielleicht gönne ich mir davon noch einmal eine Runde.

    3D-Schreibtisch

    Es soll Menschen geben, die legen sich für so eine neue Phase wie die Teilzeitarbeit-neue-Bachelorphase neue Kleidung oder Frisuren zu. Soweit bin ich noch nicht. Aber das Programm „Aufmöbelung des Heimarbeitsplatzes“ drehte eine weitere Runde. Er wuchs in 3D.

    Also lief ich vom Büro einmal durch den Bahnhof Südkreuz, dann über die Autobahnbrücke und durch die Gewerbehöfe und war bei IKEA. Die Südkreuz-Gegend ist unwirtlich. Aber IKEA nahe genug, dass ich oft genug in der Mittagspause größere Gruppen von Menschen in IKEA-Outfits treffe, die auch gerade pausieren.

    Dank IKEA besitze ich den Schreinbtischaufsatz Wallhalla Vattenkar. Zum einen bietet er die Chance, die Monitore etwas besser zu ergonomisieren. Zum anderen bietet er Zusatzplatz für alles vom Taschenrechner, über das Mausarmvermeidungsgerät bis hin zu wirren Notizzetteln.

    Dabei gelernt: IKEA bietet dolle bunte Retrosessel an. (Zum Beispiel Dyvlinge oder Sotenäs) Ich sitze in keinem von ihnen gut – war aber kurz davor, sie einfach als Deko-Elemente mitzunehmen.

    Auch gelernt: als Kenner sämtlicher Abkürzungen und Schleichpfade dieses Kaufhauses gerate ich nur selten in die echte Möbelausstellung. Die hat sich verändert. Es stehen dort fast nur noch „fertig“ eingerichtete Zimmer und wenig einzelne Möbel. Kann sich die Menschheit heute nicht mehr von allein vorstellen wie ein einzelnes Möbel im realen Leben dann aussehen wird?

    Auch gelernt, und das ist eine Verbesserung, mensch kann gleich beim Möbel-Bezahlen direkt an der SB-Kasse noch Hot Dogs bestellen und dann am Stand abholen. Mir war der Freitag-Nachmittag-am-langen-Wochenende zu voll. Aber an sich ist die Idee super.

    Halb Chemnitz, halb Tropfsteinhöhle

    Halb Haus, halb Tropfsteinhöhle. Etwa 30 Kilometer südlich von Tours.

    Ich hatte ja keine Ahnung. Herr Rau würdigt den Superheldencomiczeichner Peter David. (der unter anderem The Incredible Hulk in eine Gruppentheorie schickte und dessen Blog-Code vermutlich immer noch in Resten in Frau Raus Blog-Code herumhängt.)

    Ich hatte Ahnung. Immer wenn wir nach Chemnitz kommen, bemerke ich tolle Vibes und eine tolle Szene. Teile davon: Kraftklub. Die gaben ein Spontankonzert, um auf die Misere des (ganz ganz tollen Schauspielhauses aufmerksam zu machen): Sterben in Karl-Marx-Stadt: Auf dem Geheimkonzert von Kraftklub. Wer den neuen Song hören will: Es gibt auch ein Video. (und auch ein Video von einem Song, den das Publikum schon kennt.)

  • 25-01-23 Am Abschlusstag der Berlinale ist Bundestagswahl

    25-01-23 Am Abschlusstag der Berlinale ist Bundestagswahl

    Chemnitz feiert sich als Kulturhauptstadt Europas. Alles was ich davon höre, bestätigt, warum ich Chemnitz so feiere (derzeit dauerhaft, unabhängig von Auszeichnungen).

    Ein Family Office kaufte die Kaiser-Richard-Passage in Schöneberg von einem anderen Family Office. Wir hoffen, dass das neue Family Office keine großen Pläne hat und vor allem den Blumenladen am Platz belässt.

    Unser Büronachbar Amadeus Fire hat ein neues Logo. Es sieht so aus, als hätte ich mir ein paar Klebebuchstaben bei Basteln Spielen Schenken gekauft, und beim Aufkleben wären die auch noch kaputt gegangen.

    Der Briefträger hatte weniger Lust als im Dezember. Vielleicht war auch das Trinkgeld nicht gut genug. Bei uns im Hausflur fand sich auf die Briefkästen gestapelt eine komplette Briefladung für das Hinterhaus und ein großes Paket zum Mitnehmen für das Hinterhaus.

    Irritierend: Das große Paket bestand offensichtlich aus 15 zusammengefalteten kleinen Paketschachteln, die in einer Folie zusammengepackt wurden.

    Der neue Brotschmortopf hat sich eingebrotet: Seine Erzeugnisse werden von Woche zu Woche besser.

    Die Deutsche Bahn beschloss den Berlin-Fernverkehr heute in Teilen exklusiv über Spandau abzuwickeln. Und so musste Madame erst einmal nach Spandau reisen, bevor sie in den ICE 279 nach Basel Bad steigen konnte.

    Zwei aufdringliche Haustürdrücker versuchten dem Kaptain einen neuen Gas-Vertrag aufzuschwatzen. Deutlich wurde das erst als sie sich an allen Anwesenden vorbei ins Wohnzimmer gedrängt hatten. Zum Glück konnte der Kaptain sagen „Ich habe keine Unterlagen. Das macht alles mein Sohn.“, und daran kamen sie auch nicht vorbei.

    Passend dazu hat der echte Gasversorger in Dithmarschen die Preise um 20% erhöht. Es scheint aber auch nichts wirklich Besseres zu geben gerade.

    Die zweite gelochte Silversterraketenscheibe ist ausgetauscht. Jetzt fehlt halt noch das Dach. Das fehlt aber auch schon seit August.

    Über meinem Kopf kracht und rumpelt es. Der Vermieter ist sicher, dass der sich vergrößernde Riss in der Decke nur ein kosmetisches Problem ist. Eigentlich halte ich ihn in dieser Hinsicht für kompetent.

    Noch an der Wand: die Silvesterraketen-Explosionsspuren. Sollten wir die Wand neu streichen oder lieber die Spuren einfach Einrahmen und sie zu Kunst oder Mahnung oder so erklären?

    Zu unserer leichten Überraschung ermittelt die Polizei noch in der Cause Silvesterrakete. Sie rief mit ein paar Fragen an. Ich wette weiterhin, dass man den Täter mit ein paar Wochen Instagram/TikTok-Sichtung finden würde. Aber wer hat dafür Zeit und Kompetenz?

    Spannende Sachen passieren noch im Büro. Aber das sind derart ungelegte Eier, dass wir noch darüber reden wie wir den Eierlegeprozess planen können.

    Madame ist gen Basel unterwegs. Wenn ich in mich höre und frage, wozu ich die sturmfreie Bude nutzen könnte, höre ich ein deutliches „Schlafen.“ Mir reichen Hagen-Nachwehen, Eierlegeplanung plus Alltagsgeschäft plus vermutlich eine untergründige Erkältung, um mich ziemlich auszuknocken.

    Und natürlich das übliche Problem: Weihnachten ist vorbei. Neujahrsaktivitäten sind vorbei. Und immer noch sind ein paar Monate Winter übrig.

    Für Berlin gilt die Regel: Egal wie frühlingshaft es sich zwischendurch anfühlt: Der Winter kann nicht vorbei sein, bevor die Berlinale vorbei ist. Denn diese wird zielsicher in die kältesten Tage des Jahres gelegt.

    Habeck oder Baerbock? – Baerbock.

    Gerne teile ich einen Aufruf aus vertrauenswürdiger Quelle:

    Wie kann man dem #Populismus Kontra geben? Mit Rede- und Führungsfähigkeiten! Die vermitteln #Toastmasters seit 100 Jahren. Ich will jetzt einen Club gründen, der sich an junge Leute in Politik und Zivilgesellschaft richtet.Stimmen für Morgen Toastmasters Berlin

    Madame empfiehlt den Alles-gesagt-Podcast mit Friedrich Merz. Er wird einem nicht unbedingt sympathisch – aber vieles was er macht, ergibt mehr Sinn. Auch erstaunlich – und merztypisch – für einen Berufspolitiker legt er sich erstaunlich oft auf Aussagen fest.

    Um 2000 habe ich in Schleswig-Holstein Politik gemacht. Es gab immer wieder Überschneidungen mit Hamburg. Und GENAU SO war Hamburger linke Politik schon vor 25 Jahren:

    Am 11. Januar [wurde] Bijan Tavassoli als [BSW-]Gegenkandidat für [den-Wagenknecht-Favoriten} vorgeschlagen.. Doch Tavassoli hatte am Vormittag ein Hausverbot vo[m] Veranstalter … bekommen und im Anschluss von der hinzu gerufenen Polizei einen Platzverweis.. Nachdem am Nachmittag der Veranstalter aber erneut beim Kommissariat erschienen sei und erklärte, dass jener 33-Jährige „seitens des Veranstalters fälschlicherweise von der Veranstaltung ausgeschlossen worden war“, hätte die Polizei versucht, den Mann von dem „nunmehr hinfälligen Platzverweis“ in Kenntnis zu setzen, ihn aber nicht erreicht … Als Tavassoli gegen 17 Uhr am Veranstaltungsort eintraf, wollten die Türsteher ihn wieder nicht einlassen. Der Veranstalter teilte mit, die Wahl sei schon gelaufen.

    GENAUSO. Alles fließt, aber das bleibt gleich.

    Pikachus Frühsport: Rajio Taisō

    Wer politischen Content haben will, der mir auf den ersten Blick sinnvoll erscheint: Weltgeschehen und gute Laune

  • 24-11-21 Durch die Scheibe: Schneeregen. An der Bürowand reflektiert das Blaulicht des Notarztwagens.

    24-11-21 Durch die Scheibe: Schneeregen. An der Bürowand reflektiert das Blaulicht des Notarztwagens.

    „Bundesamt warnt vor Mettbrötchen“ titel ein AfD-Vorfeldmedium. Das wird ein schwerer Schlag für Teile der IT-Abteilung. Ich hoffe, dass ich hier der einzige Leser dieses Mediums bin.

    Gegenüber des Büros entstand anscheinend eine Art Heim. Ich habe noch keine Kennzeichnung gesehen. Aber die Zahl offensichtlich pflegebedürtiger Menschen und Pflegepersonen, die dort verkehren, liegt deutlich über dem normalen Berliner Wohnblock. Auch steht jeden Tag mindestens ein Krankentransportwagen vor der Tür. Zum Glück seltener: Rettungswagen mit Blaulicht.

    Zwei Häuser neben der Wohnung zog eine neue Gebäudereinigung ein. Dasselbe Grundstück auf dem mich letztens ein unerwarteter Laubbläser aus dem Schlaf warf. Ein Zusammenhang?

    Jahresendbelastung und Krankenstand macht sich langsam auch im weiteren Kolleg*innenkreis bemerkbar. Sagen wir mal, wir haben schon klarere Fehlermeldungen bekommen.

    Ander Menschen planen emsig an Jahreswechsel und nächstem Jahr. Ich versuche zumindest, an den richtigen Stellen jeweils ja oder nein zu sagen.

    Auch bei nur gelegentlicher inhaltlicher Zustimmung: Selten dachte ich bei einem Politiker so spontan „der ist cool“ wie bei Marco Wanderwitz. Offensichtlich fühlen sich die richtigen Leute brüskiert und diejenigen, die ihn schützen sollten, versagen: Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz wird zur kommenden Bundestagswahl nicht erneut antreten. Als Grund nennt er auch Hass und Bedrohungen.

    Eins minus vier Nuggets minus anderthalb Salat

    Die Seminararbeit befindet sich (7 Tage vor Abgabe) weiterhin in der Schmierzettelphase. Das wird spannend. Naja, ich habe das Fernstudium ja unter der Voraussetzung angefangen, dass ich schnell lernen und schreiben kann. Dann kann ich das jetzt mal beweisen.

    Immerhin sind die Schmierzettel gehaltvoller. Außerdem muss ich nicht mehr nachdenken, ob ich wirklich anhand einer linearer Produktionsfunktion zum Thema Freibadpommes-Nuggets-Salat-Cola argumentiere – ich habe schlicht keine Zeit mehr, mir eine Alternative zu überlegen.

    Mal angenommen du bist Kiosk-Betreiber und du verdienst an jeder Pommes 3 Euro, an jeden Nuggets 4 Euro und an jedem Salat 1,50 Euro. Du hast nur beschränkten Platz in der Tiefkühltruhe, die Friteuse benötigt ein paar Minuten per Pomme oder Nuggets und dein Verkäufer ist auch nicht unendlich schnell. Außerdem wollen höchstens 25 Kunden am Tag Nuggets. Wie stockst Du Deinen Kühlschrank auf, um möglichst viel zu verdienen?

    Und dann mal angenommen, du möchtest was für Ernährung tun und mindestens 30 Salat am Tag verkaufen. Wie verändert sich alles andere?

    Und dann mal angenommen, du kannst Deine Friteuse tunen, so dass sie schneller frittiert: Wieviel schneller muss sie werden, damit die Rechnung sich grundlegend verändert?

    Bald wird der LaTex-Matrix-Generator zum Einsatz kommen. Aber noch verbringe ich Wohnungsabende mit dem Stift in der Hand gebeugt über Papier.

    Programmieren am Kindergeburtstag

    Tja

    Passend dazu eine Reportage über die Schiffe, die Unterseekabel reparieren. Gelernt: Es gibt weltweit nur etwa 20 dieser Schiffe.

    Die Reparatur verläuft ähnlich wie Leitungen im Haushalt auch auch: Defekte Stelle rausschneiden, an beiden Seiten neues Kabel anspleißen und wieder einbauen. Nur dass die Kabel mit Pech mehrere Kilometer tief aus der See geborgen werden müssen, die Überbrückungsstelle auch mehrere Kilometer lang ist. Eine Mischung aus Präzisionsarbeit auf einem sich bewegenden Schiff und Großbaustelle. The Verge: The Cloud under the Sea.

    Eine Jury aus 42 Westdeutschen und einem ostdeutschen Journalisten vergab den Hans-Joachim-Friedrichs-Preis an vier westdeutsche Journalisten, die Erklärstücke über Ostdeutschland drehten. Alexander Teske in der taz ist über die Filme nicht glücklich: Nur zu Besuch. (via Thomas Gigold)

    Erfreulicher. Programmieren mit Scratch als Kindergeburtstagsevent. Gleichzweimal verbloggt vom Vater (Konstantin Weiss: Programmieren mit Freundinnen) und vom Gastvater Ben (Scratch-Kindergeburtstag).

    Das beweist Eules Party. Die sechs Mädels hatten am Ende drei spielbare, komplette Spiele fertig. Mit Anfang, Spiel, und Ende (Gewinn oder Game Over), mit Steuerung der Charaktere, mit Umgebungen, mit Gegnern und Hindernissen, und sogar mit mehreren Leveln.

    Natürlich ist das alles mit der heissen Nadel gestrickt gewesen. Aber. Beim Abholen am Ende der Party konnten die Eltern die Spiele ihrer Kinder spielen. Wie cool ist das, bitte?

  • 24-11-03 Der erste Ohrring Sachsens (Chemnitz)

    24-11-03 Der erste Ohrring Sachsens (Chemnitz)

    Happy Diwali!

    Galanteriewaren ist ein Wort, das leider aus der deutschen Sprache verschwand.

    Meine Seminararbeitsbetreuerin gab ihr okay für das fiktive Beispiel Freibadpommes. Das wird vielleicht nicht der Gipfel der Professionalität im Beispiel, aber hey, Freibadpommes.

    An der Zentralhaltestelle Chemnitz sprach uns eine Frau ein. Sie sei jetzt für zwei Wochen aus Spanien in Deutschland. Und deshalb brauche sie Geld für ihr Kind, ob wir ihr etwas geben können? Ich bin verwirrt.

    Ich bin ein Mensch, der versucht, Wiederholungen zu vermeiden. Wenn wir also das dritte Jahr in Folge nahezu einen identischen Ausflug machen, dann können wir von Tradition sprechen. Außerdem ist das Halloween-Schlemmer-Theaterwochenende in Chemnitz offensichtlich gut.

    Punkt 1: Burger und Halloweenkostüme. Einmal pro Jahr darf ich mich freuen, dass eine Gaststätte „amerikanisches Essen“ nicht als Ausrede nutzt, um nicht kochen zu können. Wer Philly Cheese Steak und Eggs Benedict auf die Karte setzt, versteht einiges von amerikanischer Küche. Die Umsetzung rechtfertigt die Feinschmecker- und sonstige Restaurantguide-Anpreisungen, die an der Wand des 50s Ville Diner hängen. Nur Pastrami fehlt.

    Vor allem aber erfreuen wir uns an der Liebe zum Detail in Restaurant und Motel, die bei den Lichtschaltern beginnt, über die Zusammensetzung der Gerichte geht und bis zu den Halloween-Kostümen der Mitarbeitenden reicht.

    Punkt 2: Smac, das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz.

    Holzgriffbegreifen

    Das smac residiert im ehemaligen Kaufhaus Schocken. Im Erker des Baus ist eine kleine Geschichte zum Kaufhaus und wie es den Nazis zum Opfer fiel. Auf den unteren drei Stockwerken befindet sich die Dauerausstellung, im obersten eine Sonderausstellung.

    Die Dauerausstellung widmet sich chronologisch der Geschichte Sachsens seit der Steinzeit anhand archäologischer Funde – liebevoll gemacht und auf einem aktuellen museumspädagogischen Stand. Die Sonderausstellung Silberglanz und Kumpeltod widmete sich dieses Jahr dem Thema Bergbau.

    Wie schon 2023 (Wohnen) zeigte sie das spannende Konzept, dass die Stücke thematisch geordnet waren. Und so fanden sich Werkzeuge, Prunkgegenstände et cetera aus der Bronzezeit direkt neben ihren Äquivalenten aus dem 19. Jahrhundert.

    Es funktioniert hervorragend. Während ich bei der chronologischer Darstellung leicht zum Faustkeilüberdruss neige, funktioniert mein Denkprozess bei dieser Aufbereitung so, dass ich denke „oh wow, 50 Jahre alt. Oh wow, 500 Jahre alt. Oh wow, 5000 Jahre alt!“

    Unser Highlight: Steinwerkzeuge, bei denen sich durch glücklichen Zufall auch der hölzerne Griff erhielt. Sie ergeben plötzlich soviel mehr Sinn.

    Ich lernte: Das Metall, das in den größten Mengen nach Deutschland eingeführt wird, ist Eisen. (logisch). Nummer 2 ist Bauxit. Wir mussten duckduckgoen wofür man Bauxit nutzt.

    Auch gelernt: Der erste erhaltene Metallgegenstand Sachsens ist ein Ohrring. Auch dieser wurde ausgestellt. Das älteste Buch zum Umweltschutz erschien 1490 von Paulus Niavis. In Iudicium Iovis lässt er die antiken Götter über den damaligen Bergbau im Erzgebirge urteilen.

    Mit der Tram in die Berge

    Hach, Chemnitz. Jedesmal wenn ich komme, denke ich „wie Leipzig 1995“ und ich möchte sofort da bleiben. Diese Mischung aus freiem offenen Raum für alles, verbunden mit Kultur und Tradition und Besonderem. Dieses Dorfgefühl verbunden damit, dass jeder dritte Mensch in Tram oder Innenstadt kein deutscher Muttersprachler ist.

    Bodenständiges Provinzkuscheln mit Weltanspruch; Raum großer Möglichkeiten mit verbundenen Keimzellen für diese.

    Jedesmal bin ich kurz davor, einen Umzug zu planen. Dann denke ich „sächsische Landesregierung“ – und dann will ich vielleicht doch nicht mehr nach Chemnitz.

    Da wir beide noch nicht 100% wieder auf den Beinen waren, dachten wir, wir delegieren das Sighseeing an die CVAG – die Chemnitzer Verkehrsbetriebe.

    Diese erfanden praktischerweise 2002 das Chemnitzer Modell – eine Mischung aus Tram und Regionalbahn. Und so konnten wir in der Innenstadt in eine Tram steigen, eine Dreiviertelstunde Richtung Aue in die Berge fahren, und dann in Thalheim wieder aussteigen.

    Vorbei an Bergbächen, nackten Felsen an Steilwänden, und kleinen Wiesen in Hanglage – während wir in der Straßenbahn saßen. Wir hatten den perfekten Tag erwischt mit strahlendem Sonnenschein und Indian Summer auf sächsische. Ach, hach, ach.

    Madame fühlte sich an den Schwarzwald erinnert.

    Das passte, denn das Vorbild für das Chemnitzer Modell ist das Karlsruher Modell; in Karlsruhe kann man in die Tram steigen und dann in den Schwarzwald fahren.

    Noch ein Grund mehr nach Chemnitz.. aber nein.

    Hüfthosendrama

    Ein ungeplantes Traditionselement des Besuchs: Wir kaufen Karten für eine kleine Nebenbühne des Chemnitzer Theaters. Die Vorstellung fällt kurzfristig aus, und wir landen im Hauptprogramm.

    2024 schickte uns das Theater in Die Neuen Leiden des jungen W.

    Es kostete mich Überwindung. Den Roman hatte ich mit etwa 20 Jahren gelesen und jede einzelne seiner Seiten gehasst. Die verwendete Jugendsprache von 1970 war in meiner Jugend das Vokabular, dass die schlimmsten aller Lehrer benutzten, wenn sie sich anbiedern wollten. Ich fühlte mich dauernd dazu genötigt, mich dem Protagonisten Edgar Wiebeau zu identifizieren, obwohl ich ihn doch nicht leiden konnte.

    Aber ich vertraute dem Theater Chemnitz.

    Zu Recht: Die Inszenierung hatte gewonnen, als in der ersten Szene ein sprechender Chor langhaariger Jeansträger mit Sonnenbrillen und Blueser-Hemden auftrat. Leichtfüßig changierte das Stück zwischen der Tragik der eigentlichen Handlung und dem DDR-Kostümdrama.

    Die DDR-Jugendsprache anno 1970 ist inzwischen genauso historisch und der Umgangssprache entschwunden, wie das im Stück zitierte Goethe-Deutsch. Gerade weil die Inszenierung sich so präzise in Berlin 1970 verortet wird der zeitlose Grundkonflikt zwischen ziellos-aufbegehrender Jugend und rigider Erwachsenenwelt deutlich.

    Vielleicht hatte die Inszenierung mehr Abstand zu den Figuren – wahrscheinlich hatte ich einfach mehr Abstand zu allem – es gelang mit den Figuren mitzuleiden. Eigentlich mit allen. Und zu lachen. Und mich an den The-Doors-Songschnipseln zu erfreuen, die eingestreut waren.

    Außerdem trugen sie großartige Blue Jeans.

    Foyer im Spinnbau, dem Renovierungs-Ausweichquartier der Theater Chemnitz

    Wuthering Ukulelen

    Eine der besten Coverversionen von Wuthering Heights stammt vom The Ukulele Orchestra of Great Britain. Es klingt anders. Aber die channeln Kate Bush überzeugend,

    Herr Rau plant Vertretungen.

    Kellerkind lernte, rechtssicher als Christ zu leben.

    Henning Uhle verabschiedet sich vom Exchange Server und möchte nicht nur Tickets bei Microsoft eröffnen.

    Ilka darf nicht nach TXL-Nord fotografieren.

    Familie Karen auf dem Trip von Turku nach London. In London.