Sie ist weg, weg und ich fühl mich ein klein bisschen ausgebrannt. Heute um 17:17h ging die Seminararbeit Sensitivitätsanalyse des Begrenzungsvektors in die Mail. Natürlich fallen mir zum Ende hin immer noch tausend Sachen ein, die ich noch verbessern könnte. Aber ziemlich sicher hatte ich den Zustand eklatanter Verschlimmbesserung erreicht, in der ich eine Kleinigkeit verbessere und gleichzeitig zwei andere Sachen schlechter mache denn zuvor. Also weg, weg, damit.
Pro: Dank LaTeX ist es die mit Abstand bestaussehendste Uni-Arbeit, die ich je irgendwo abgab. Und ich widerstand meinem Drang kurz vor knapp alles umzubauen und habe lieber die Fassade weiter verputzt und Formalien überprüft.
Kemenaten-Time: Vom mobiles-Arbeiten-Schreibtisch an den Uni-Schreibtisch – der ja derselbe Schreibtisch ist. Am mobiles-Arbeiten-Tisch lernte ich mehr über virtuelle Dokumentenmappen im Unterschied zu Dokumentenbibliotheken als ich je wissen wollte. Draußen hat es vielleicht geregnet. Oder die Sonne schien. Schnee? Keine Ahnung.
Aus Madame-Hafenstadt-Gründen stehe ich um fünf Uhr morgens auf. Versuchte, in der mobilen Mittagspause etwas Schlaf nachzuholen. Mir träumte, ich hätte eine leere Pfanne auf dem voll aufgedrehten Gasherd stehen lassen. Das Mittagsdösen beendete sich abrupt.
Brandenburg bekommt ein BSW-Finanzministerium. Wir bleiben gespannt.
Die Bahn schafft die weißen Aushänge ab, auf denen Zug-Ankunftszeiten angezeigt werden. Ich kann mir den gigantischen Aufwand vorstellen, den es benötigt alle diese Aushänge zu produzieren und in den richtigen Schaukasten zu bringen. Ich kann mir vorstellen, warum die Bahn den Aushang-Aufwand gerne los werden würde.
Andererseits ist so ein Papieraushang gegenüber App und elektronischer Anzeige sowohl niederschwellig benutzbar sowie unempfindlich gegenüber Störungen, neudeutsch ist er geradezu resilient. Ob man nicht ganz generell zur Zeit wieder störungstoleranter planen sollte?
Etwas weiter vorne lernten wir vieles über diese komplett andere Welt, die Wunderwelt der Wohnmobile und ihrer Inneneinrichtungen. Irgendwo da draußen gab es ein Leben, dass sich um Küchen drehte, die auch in Büroschreibtische umgewandelt werden konnte, fahr- und drehbare Betten und Luxusduschen auf einem viertel Quadratmeter Grundfläche. So exotisch und doch in seiner Beständigkeit so zuverlässig wie das Rauschen des Meeres oder der Autobahn. Könige dieser Welt waren Knaus-Tabbert, die emsig WoMos bauten und jedes Jahr Gewinn- und Umsatzrekorde erzielten.
Es waren selige Zeiten. Denn 2024 gilt auch dort: Chaos, Untergang, Verfall. Razzia bei Knaus-Tabbert informiert mich der Bayerische Rundfunk. Hunderte Polizist*innen1 stürmten das Werksgelände, zwei Manager nahmen sie gleich mit. Der Börsenkurs ist im Keller, die Produktion zeitweise ausgesetzt. Wenn man sich nicht einmal mehr auf diese Parallelwelten verlassen kann.
Jetzt erstmal die Bibliotheksbücher zusammensuchen, die ich am Ende doch nicht nutzte, die aber nach Hagen zurücksollten.
Nähen, Kochen, Haare schneiden
Debbie schreibt eine Anleitung für Deutsche wie sie in Deutschland Thanks-Giving-Dinner machen können. Mit Verweis auf ein verlinktes Excel-Sheet: Thanksgiving Dinner in Germany
Madame testete zum Abendesse eine Speise aus Goldfischfutter Sojageschnetzeltem. Sie fand es in der Konsistenz besser als Tofu; ich bin skeptisch. Aber ich mag Tofu auch lieber als sie es mag. Auf jeden Fall ist der Goldfischfutterbeutel ein platzsparender Proteinvorrat in der Küche für Momente des Einkaufsnotstands.
An den Folgetagen betätigte sie sich als Leguminati. Der der kleine Crocky kam wieder einmal dafür zum Einsatz, Linsen zuzubereiten. Alleine dafür lohnte seine Anschaffung. Und Milchreis könnte er auch mal wieder herstellen.
Holt schon mal die Schilder aus dem Keller und sucht die Trillerpfeifen. Ein Kollege machte mich darauf aufmerksam, dass am 31.12. der TVÖD ausläuft und Tarifverhandlungen anstehen. Ich rechne zumindest mit symbolischen Streiks.
#TeamHabeck ist bereits jetzt anstrengend. Dabei findet die Bundestagswahl erst in 12 Wochen. Ich sehe es kommen, am Ende wähle ich aus lauter Genervtheit die Partei für ganzheitliche Gesundheitsforschung.
Die Steiermark und Rumänien wählten. Die Ergebnisse liegen jenseits meiner Kommentarfähigkeit. Gleichzeitig stimmte die Schweiz gegen Autobahnausbau. Würden die Menschen am Ende nicht immer Faschisten wählen, fände ich die aktuelle Unberechenbarkeit des Wahlvolks hochspannend.
Picobello sauber ist kein Begriff der dieses Mietshaus bezeichnet. Aber auch hier gibt es Abstufungen: Montag morgen hatte jemand einen kompletten Karton mit neuen Dokumentenhüllen direkt vor die Haustür gekippt. Warum?
Auch die Dachbodenbaustelle ist fleißig. Seit dieser Woche auch mit kräftiger Baustellenbeleuchtung für Arbeiten nach Sonnenuntergang.
Nur der Taubenschwarm, der sich friedlich auf dem verlassenen dachlosen Dachboden eingerichtet hatte, irrt immer noch etwas verloren durch das Baugerüst.
b_{NN} \leq 20 \pm \delta
Meine Haushaltsarbeit hält sich in Grenzen. Zu sehr thront noch die Seminararbeitsdeadline in der Woche. Einzig die Erwerbsarbeit ist kaum verhandelbar. Sonst versuche ich möglichst komplikations- und aufwandslos an den Schreibtisch zu gelangen und dort zu bleiben.
Die Seitenzahl stieg inzwischen auf 10 (von notwendigen 12). Inhaltlich geht es voran. Ich denke, wenn ich gleich sofort abgeben müsste, würde ich mit Überleitungen und Erläuterungen schon auf die geforderte Länge kommen. Jetzt geht es vor allem darum, die Qualität emporzuheben aus den Niederungen meines bisherigen Unwissens.
So arbeite ich mich durch Dantzig (1947), Manne (1953), Gal (1973), Gal (2001), Stepan / Fischer (2009) und Bergonovo (2017) im Versuch meinen Erklärungen etwas mehr Substanz zu verleihen. Inzwischen denke ich auch, mein Nugget-Pommes-Modell könnte etwas mehr mathematischen Glanz vertragen – aber erst einmal den Rest fertig machen bevor ich mir dort wieder Arbeit aufhalse.
Extraherausforderung: mein erstes echtes Dokument von >1 Seite in LaTeX. Ich fühlte mich bestätigt: ich kann den größten Stuss schreiben und es sieht trotzdem extrem professionell aus. Auch bestätigt: Die Kontrolle, die ich über Aussehen und Anordnung der Arbeit habe, ist phänomenal.
Aber auch den Erwartungen entsprechend: Hätte ich nicht eine Suchmaschine zu Hilfe, in der ich andauernd Syntax und Befehle nachschlagen könnte, wäre ich im gegebenen Zeitrahmen hoffnungslos verloren.
Vielleicht ergründe ich auch noch, warum das Symbolverzeichnis inzwischen „Symbolverzeichnis“ (auf deutsch) heißt, die Ebene darunter aber trotzdem von „Symbols“ und „Descriptions“ redet.
Die städtebauliche Umgebung um die Südkreuz Offices hat starkes Verbesserungspotenzial. Nein, eigentlich besteht sie nur aus Verbesserungspotenzial. Aber es gibt einen Anfang. Die Bauzäune sah ich schon live:
Die Bürgersteige und Knotenpunkte werden barrierefrei gestaltet und ein neuer Radweg auf dem Niveau des Bürgersteigs geschaffen. Vom Autoverkehr trennt ihn künftig ein kombinierter Park- und Pflanzstreifen. Außerdem geplant ist, schattenspendende Bäume zu pflanzen. (Eine Straße verändert ihr Gesicht)
Ihr kennt die Filmszenen, in denen Menschen von einem Feuer wegrennen, gerade mal weit genug um der Explosion zu entkommen? In ihrem Rücken die Explosion, sie werden in Zeitlupe von der Schockwelle nach vorne geschleudert? Am Ende liegen die Menschen staubverschmutzt am Boden, hinter ihnen Verwüstung.
So ähnlich ging es Madame. Nur ging es nicht um Feuer sondern um Schnee. Hinter ihr keine Verwüstung, sondern eine Schneelandschaft mit Verkehrschaos. Und sie hatte nicht wenige Sekunden Vorsprung, sondern mehrere Stunden. Madame stieg Donnerstagmorgen bei Trockenheit um 11:14h in Basel in den ICE74. Donnerstagabend versanken Basel und Südschwarzwald im Schnee.
Während sie in trockener Kälte in Berlin ankam, sah es in Basel so aus wie Frau Brüllen schildert.
Vor der Abfahrt zog sie auf einen neuen Blog um. Nach der Ankunft in Berlin überreichte sie mir Mostarda di Frutta aus Schweizer Einzelhandel. Und das erfreute mich sehr.
Die zentrale Aussage meiner Seminararbeit steht: Würden noch 30 Menschen mehr Nuggets kaufen wollen, sollte man sich als Imbissbetreiberin nicht mit Pommes bevorraten. Die Nuggetsensivtivität der Pommes beträgt 30 Stück.
Oder anders:
\[x_p = 30 – (1*y) <=> y \leq 30 \]
Außerdem wanderte die Aussage inzwischen vom Schmierzettel in ein LaTeX-Dokument. Okay, es steht genauso unvermittelt und ohne Erklärung auf einer Dreiviertelseite Dokument. Aber ich habe jetzt das zentrale Gerüst.
Ein bißchen geisteswissenschaftliche Fassadendeko und mathematische Ausschmückung werde ich ja wohl in einer Woche hinbekommen. Zumal ich noch ein Dreiviertelwochenende ohne weitere Planungen habe.
Nicht wie in der Woche, wo andauernd Seminararbeitsstörendes wie Erwerbsarbeit stattfand. Immerhin bestand diese am Freitag aus Moon-Patrol-Spielen und Blutwurst essen.
Freitagvormittag: Treffen an der Karl-Marx-Allee vor dem Computerspielemuseum. Die IT hatte Teamtag.
Freitagmittag: Umzug 780 Meter Richtung Süden ins Jäger & lustig. Als ich das lokal aussuchte, sprach mich an, dass es einen veganen Kartenabschnitt hatte, der gedankenvoll wirkte. Gleichzeitig war es ein Ambiente in dem sich auch die Mettbrötchenfraktion wohl fühlen würde.
Der Plan ging auf. Die Speisen reichten von gefüllter Paprika über Blutwurst (moi) bis zum Gänseteller. Die Kollegen äußerten sich begeistert. Selbst zu Mittag war die Lokalität gut gefüllt (Glück dass wir noch Plätze hatten reservieren können). Die Ü55-Fraktion empfand alles als ausreichend urig.
Gelernt: Es gibt eine Dienstvereinbarung, die vorschreibt, dass Jubilare zum 25. Dienstjubiläum genau einen Blumenstrauß im Wert von 25 Euro bekommen müssen. Und so geschah es. Ob ich mich zum dritten Dienstjubiläum auf einen 3-Euro-Blumenstrauß freuen darf? Ich habe Zweifel.
Nachmittags: Zeit verbringen zwischen Teamtag und Abendversammlung. Die Zwischenzeit blieb zu lang, um direkt zum Ort zu fahren, zu kurz für den Heimweg. Also ein wenig Innenstadt: Aussteigen an der U-Bahn-Station Museumsinsel, Vorbeiflanieren an noch-geschlossenen-Weihnachtsmärkten.
Von links und rechts und von vorne nach hinten durch das Erdgeschoss des Humboldtforums – immer wieder fasziniert wie sehr erzkonservative Gebäudebauer*innen und progressive Museumsmacher*innen in diesem Gebäude gegeneinander arbeiten.
Hätte ich länger Zeit gehabt, hätte ich einer Gesprächsrunde zum Palast der Republik lauschen können. Aber ich musste weiter entlang des Spreekanals am Auswärtigen Amt vorbei Richtung Axel-Springer-Hochhaus.
Es ging zu einer Abendversammlung. Hochunterhaltsam und erkenntnisreich. Aber dazu vielleicht später mehr.
Sophien
Madame sang im Chor auf der Trauerfeier für Thomas Noll; Kantor, Freigeist, ungewöhnlicher Mensch. Die Sophienkirche in Mitte war brechend voll, das Publikum erwartungsgemäß musikfreudig. Eine komplette Kirche, die sich in Nolls Herzenstücke von „Wo wohnt der liebe Gott“ bis John Cage hineinwarf.
Passende Reden über einen Mensch, der nicht immer einfach, aber immer bereichernd war. Nach der Feier zog die Trauergemeinde auf den Sophien-II-Friedhof um. Noll, der stets blaue Haare trug und den (fast verwirklichten) Plan hatte, auf jeder Orgel Berlins zu spielen, bekam eine Urne aus einer alten hölzernen Orgelpfeife mit blauem Deckel.
Hirschjagd Polyplay
Das Computerspielemuseum ist ein privates Museum an der Berliner Karl-Marx-Allee. Ausgestellt wird die Geschichte von Spacewar! (Programmiert 1961 am MIT für einen PDP-1) bis zu aktuellen Spielen. Viele Spiele werden als Videoausschnitt präsentiert, einige können auch selber gespielt werden. Die selbst-spielbaren Spiele bewegen sich vor allem im klassischen Zeitalter der Arcade-Maschinen und frühen Konsolen.
Wir begannen mit einer gut halbstündigen Führung. Der junge Mann, der uns führte (grob geschätzt Abiturient/Frühsemester) war extrem nett. Museumsführungen allerdings sind definitiv nicht seine wahre Bestimmung. Aber okay – dann noch anderthalb Stunden freie Zeit. Exponate schauen: Die ersten Auflagen der Dungeons & Dragons-Regelbücher, Indie-Games, reden mit ELIZA oder verschiedene Varianten der Wii betrachten und spielen.
Verstörend: das Video eines Augmented-Reality-Shooters, in dem ein Mensch mit entsprechender Brille und entsprechender Pistole shooterlike durch einen australischen Vorort läuft, Don’t try this at home, es sein denn ihr wollt ein bis fünf SEKs näher kennenlernen.
Und natürlich selber spielen. Niemand wollte Pain Station mit mir spielen (wie Pong, aber wer einen Ball ins Aus gehen lässt, kriegt Stromschläge / Hitzeimpulse / Schläge mit einer Miniaturpeitschen – erst ab 18 und man muss vorher das Kassenpersonal um Freigabe des Geräts bitten.) So spielte ich in einem schön nachgebauten End-1970er-Jugendzimmer Moon Patrol; an einem alten Arcadeautomaten Frogger und die schönen Spiele Wasserrohrbruch und Hirschjagd auf der Polyplay.
Vielleicht mein Höhepunkt: die Polyplay, die einzige DDR-Arcade. Inhaltlich nicht soweit weg von westlichen Spielen der damaligen Zeit. Die Spiele waren im Ablauf üblich. Aber bei Spieltiteln wie eben Hirschjagd oder Hase und Wolf wird gleich klar aus welchem Kulturkreis die Maschine stammt. Im Aussehen blieb sie rustikal, aber laut Machern ist es die robusteste Arcade, die im Museum steht – „Fast 40 Jahre alt und noch nie repariert“.
Passend: Heimat der Polyplay war das SEZ in Ostberlin. Das Sport- und Erholungszentrum; der vielleicht letzte Versuch der DDR mit geborgtem Westgeld und Beauftragung von West-Unternehmen ihre Bevölkerung für sich zu gewinnen. Es gab Wellenbad, Restaurant, Kegelbahnen und eine Arcade mit 40 Maschinen.
Der Kreis schließt sich: Viele der alten Berliner-Bäder-Kollegen, die gerade in Rente gehen, begannen ihre Berufslaufbahn in ebenjener SEZ.
Heise über Informatik per Fernstudium. Beim Satz „So bildet man sich bequem von zu Hause weiter“ musste ich laut lachen. Leider kam ich nicht weiter, denn ich scheiterte an der Paywall. Falls jemand dahinter kommt, bin ich über Hinweise dankbar: Informatik per Fernstudium: Wie es sich vom Lernen mit Udemy & Co. unterscheidet
„Bundesamt warnt vor Mettbrötchen“ titel ein AfD-Vorfeldmedium. Das wird ein schwerer Schlag für Teile der IT-Abteilung. Ich hoffe, dass ich hier der einzige Leser dieses Mediums bin.
Gegenüber des Büros entstand anscheinend eine Art Heim. Ich habe noch keine Kennzeichnung gesehen. Aber die Zahl offensichtlich pflegebedürtiger Menschen und Pflegepersonen, die dort verkehren, liegt deutlich über dem normalen Berliner Wohnblock. Auch steht jeden Tag mindestens ein Krankentransportwagen vor der Tür. Zum Glück seltener: Rettungswagen mit Blaulicht.
Zwei Häuser neben der Wohnung zog eine neue Gebäudereinigung ein. Dasselbe Grundstück auf dem mich letztens ein unerwarteter Laubbläser aus dem Schlaf warf. Ein Zusammenhang?
Jahresendbelastung und Krankenstand macht sich langsam auch im weiteren Kolleg*innenkreis bemerkbar. Sagen wir mal, wir haben schon klarere Fehlermeldungen bekommen.
Ander Menschen planen emsig an Jahreswechsel und nächstem Jahr. Ich versuche zumindest, an den richtigen Stellen jeweils ja oder nein zu sagen.
Die Seminararbeit befindet sich (7 Tage vor Abgabe) weiterhin in der Schmierzettelphase. Das wird spannend. Naja, ich habe das Fernstudium ja unter der Voraussetzung angefangen, dass ich schnell lernen und schreiben kann. Dann kann ich das jetzt mal beweisen.
Immerhin sind die Schmierzettel gehaltvoller. Außerdem muss ich nicht mehr nachdenken, ob ich wirklich anhand einer linearer Produktionsfunktion zum Thema Freibadpommes-Nuggets-Salat-Cola argumentiere – ich habe schlicht keine Zeit mehr, mir eine Alternative zu überlegen.
Mal angenommen du bist Kiosk-Betreiber und du verdienst an jeder Pommes 3 Euro, an jeden Nuggets 4 Euro und an jedem Salat 1,50 Euro. Du hast nur beschränkten Platz in der Tiefkühltruhe, die Friteuse benötigt ein paar Minuten per Pomme oder Nuggets und dein Verkäufer ist auch nicht unendlich schnell. Außerdem wollen höchstens 25 Kunden am Tag Nuggets. Wie stockst Du Deinen Kühlschrank auf, um möglichst viel zu verdienen?
Und dann mal angenommen, du möchtest was für Ernährung tun und mindestens 30 Salat am Tag verkaufen. Wie verändert sich alles andere?
Und dann mal angenommen, du kannst Deine Friteuse tunen, so dass sie schneller frittiert: Wieviel schneller muss sie werden, damit die Rechnung sich grundlegend verändert?
Bald wird der LaTex-Matrix-Generator zum Einsatz kommen. Aber noch verbringe ich Wohnungsabende mit dem Stift in der Hand gebeugt über Papier.
Programmieren am Kindergeburtstag
Tja
Passend dazu eine Reportage über die Schiffe, die Unterseekabel reparieren. Gelernt: Es gibt weltweit nur etwa 20 dieser Schiffe.
Die Reparatur verläuft ähnlich wie Leitungen im Haushalt auch auch: Defekte Stelle rausschneiden, an beiden Seiten neues Kabel anspleißen und wieder einbauen. Nur dass die Kabel mit Pech mehrere Kilometer tief aus der See geborgen werden müssen, die Überbrückungsstelle auch mehrere Kilometer lang ist. Eine Mischung aus Präzisionsarbeit auf einem sich bewegenden Schiff und Großbaustelle. The Verge: The Cloud under the Sea.
Eine Jury aus 42 Westdeutschen und einem ostdeutschen Journalisten vergab den Hans-Joachim-Friedrichs-Preis an vier westdeutsche Journalisten, die Erklärstücke über Ostdeutschland drehten. Alexander Teske in der taz ist über die Filme nicht glücklich: Nur zu Besuch. (via Thomas Gigold)
Das beweist Eules Party. Die sechs Mädels hatten am Ende drei spielbare, komplette Spiele fertig. Mit Anfang, Spiel, und Ende (Gewinn oder Game Over), mit Steuerung der Charaktere, mit Umgebungen, mit Gegnern und Hindernissen, und sogar mit mehreren Leveln.
Natürlich ist das alles mit der heissen Nadel gestrickt gewesen. Aber. Beim Abholen am Ende der Party konnten die Eltern die Spiele ihrer Kinder spielen. Wie cool ist das, bitte?
Anti-Brumm! Ich brauche Anti-Brumm! Ende November bei 3 Grad Außentemperatur in einer Innenstadtwohnung. Wie absurd kann es werden?
So verstochen wie ich bin, scheint es wenig Alternativen zu geben. Unsere Arbeitshypothese: die Mücken lebten friedlich in einer Pfütze / Wasserbehältnis auf der Dachbodenbaustelle. Jetzt wo es kalt wird, fliehen sie ins Warme – und unsere Wohnung ist der nächstgelegene warme Aufenthaltsort.
Der Sonntag blieb ein echter nur-nicht-rausgehen-Sonntag mit Romanlektüre. (Weiter in Olga Tokarczuks Jakosbüchern. Nach Der Dibbuk schon wieder der Handlungsort Wolhynien.)
Bei plötzlich eintretenden Energieschüben machte ich mich an’s Heimbüro-Aufräumen: Kalender aufgeräumt; als Wahlhelfer angemeldet; Stromzählerstand Berlin gemeldet; am Stromverbrauch Latifundien herumgerechnet; die Monatszahlung für meinen Mastodon-Host erneuert; was man halt so macht.
Mir träumte, ich spiele eine Art SimLife mit 1980er-2D Graphik von oben. Nur die Soundeffekte waren äußerst aufdringlich. Irgendwann war ich wach genug, um die Soundeffekte als montäglichen Wecker zu erkennen.
Passend dazu setzte ein Laubbläser ein. Er trieb mich ins Bad, wo ich eine der Stechmücken erwischte. Blut an der Wand! So viel Blut an der Wand! Wie konnte eine einzige Mücke mir so viel Blut abzapfen?
Es gelang mir gerade noch, mich halbwegs morgenfertig zu machen, bevor the marvelous Frau Z die Wohnung betrat.
In der Mittagspause den Kurzspaziergang ausnahmsweise links herum geführt. Dabei in dem Haus, das letzten Monat noch eine Baustelle war, zwei neue Lokalitäten gesichtet. Die Rote Insel verspricht Coffee and Food. Noch hat sie geschlossen, aber vielleicht könnte das etwas für die Mittagspause werden.
Auf dem Heimweg konnte ich einen Blick auf den neuen 1-Cent-Dönerladen erhaschen: Ömi’s Gemüsedöner. Dem einsehbaren Innenleben nach gehört er zur besseren Hälfte der Dönerläden dieses Häuserblocks.
Nach dem Heimweg erfreulicherweise noch die Energie gehabt wieder ernsthaft über Sensitivitätsanalyse nachzudenken und ein paar Schmierzettel vollzumalen. Dass ich das Wochenende nutzte, um mich in Raum und Zeit zu verorten, viele Liegengebliebenes wegzusortieren, half um mich wieder gedanklich auf die Uni stürzen zu können.
Inhaltlich waren meine Sensitivitätsschmierzettel noch nicht so gehaltvoll. Aber da halte ich es mit Adrienne: „Der schwierigste Teil, ist es anwesend zu sein. Der Rest geht wie von alleine.“
Egal
Eine Kollegin fragte mich nach Tipps für den privaten Laptopkauf. Ich konnte mich gleich als Nicht-Nerd beweisen, in dem ich keine Präferenz hatte: Ist für Deine Zwecke1 ziemlich egal. Alles was in den letzten Jahren in den Handel kam, sollte technisch ausreichen.
Ich würde lieber hochwertig-gebraucht kaufen als zusammengeschustert-neu. Wenn Windows, dann Windows 11, das wird noch länger supportet. Und wenn gebraucht, dann den Händler ein wenig anschauen, ob das Bauchgefühl passt. Sie selbst legte Wert auf einen 15-Zoll-Laptop oder größer.
Zu technischen Details habe ich zwar Meinungen, halte die aber in dem Kontext für ziemlich irrelevant und verwirrungsstiftend. Um sie nicht ganz so verloren mit „ist egal“ heimzuschicken, suchte ich ihr noch einen Rechner heraus, den ich bestellen würde. (ThinkPad, 3 Jahre alt. 400 Euro)
Hey Du, ich kann Dir Geld überweisen
Ich beendete den Sonntagabend damit, Wero-Nutzer zu werden. Wero soll eine Art PayPal auf europäisch werden. Und ich leide schon länger darunter, dass es bei Zahlungen im Internet genau vier Möglichkeiten gibt – PayPal, Klarna, Visa, MasterCard – die mir alle gleichermaßen unsympathisch sind.
Wer Nutzer eines deutschen Onlinebankings bei einer altmodischen Bank ist, kann sich Wero ziemlich problemlos einrichten. Im Zweifel ist es schon in der normalen Banking-App hinterlegt und muss nur einmal aktiviert werden.
Nachteil: Noch kann es nix, außer Geld an andere Wero-Nutzer*innen zu übermitteln. Ich stellte schnell fest: die Zahl der Wero-Nutzer*innen im Bekanntenkreis beträgt Null.
Hinter der Kathedrale ist das Kriegerdenkmal Grund für meine Standardlektion ans Kind und die Lesenden: Deutschland überfiel im Zweiten Weltkrieg die Sowjetunion. Nicht Russland, sondern die ganze Sowjetunion. Ja, die Frage, wer angefangen hat, ist historisch eindeutig geklärt. Und es wurden alle Völker, auch jene die tausende Kilometer von der Front lebten, in den Wahnsinn hineingezogen. Kasachen und Uiguren, Usbeken und Kirgisen fielen überproportional häufig und auch wenn sie die deutschen Truppen nicht unmittelbar im Land hatten, wie der westliche Teil des Riesenreiches, traf die Mobilmachung, die brutalen Forderungen nach Abgaben für die Front und die Flüchtlingsströme aus dem Westen doch auch Zentralasien massiv.
Harte Liebe für Patrick Bahners:
Es gab in der FAZ regelmäßige, ausführliche Geburtstagskonferenzen und ein kompliziertes Regelwerk, wann runde und wann nur halbrunde Jubiläen zu einem Artikel führen. Patrick Bahners war der Zirkusdirektor in der Arena dieser Debatten und fasste sich erschüttert an die Stirn, wenn die Runde befand, der Geburtstag eines führenden schwedischen Numismatikers müsste nicht unbedingt in der Zeitung für Deutschland gewürdigt werden. (via der siebte Tag)
Wochenende. Ich werde mich bis Sonntag Abend einfach rücklings auf den Wohnzimmerteppich legen und an die Decke starren.
Madame fuhr mit dem ICE77 nach Basel Bad. Es war nicht der gebuchte ICE77 (über Südkreuz -> Leipzig -> Erfurt) sondern ein Ersatz-ICE77 (über Spandau -> Göttingen -> Kassel). Aber für Deutsche Bahn im Jahr 2024 benahm er sich danach anständig.
Trotz zeitweiliger Personen im Gleis blieb die Verspätung bei einer Minute. Basel Bad empfing sie mit einem neu gebauten Fahrstuhl. (Finally) Zwischenzeitlich entlockte Madame ihrem Handy auf Madarin die Erklärung der Deutsche-Bahn-Klassen. Sie konnte verirrte chinesische Reisende in die richtige Richtung locken.
Mir träumte überraschend viel. Aber ich fürchte weder bietet Vivantes Mitarbeiterwohnungen an, noch ist eine gute Idee das Fazit meiner Abschlussarbeit mit Kohle auf die Straße vor einem Hundezwinger mit Kampfhunden zu schreiben.
Wenn mir nicht träumte, war ich damit beschäftigt, Stechmücken zu erschlagen. Am 16. November! In den Vorjahren hatten wir hier nicht einmal im Hochsommer Stechmücken.
Während ich mich nicht entscheiden kann, ob ich heute zu den Latifunden und/oder ins Schwimmbad fahre oder das Seminararbeiten nur durch einen kleinen Spaziergang unterbreche, möchte Menschen von mir eine detaillierte Weihnachtsplanung. Wie?
Die Einladung nach Kotzenbüll konnten wir schon annehmen.
Am S-Bahnhof-Schöneberg eröffnete schon wieder ein neuer Döner. Ich bemerkte es, weil auf der Straße eine 20 Meter-Schlange stand. Die war erklärlich: Der Laden eröffnete mit einem „Verkaufspreis“ von 1 Cent. Auch spannend: die übliche türkisch inspirierte Ballondeko bestand aus Ballons in Schwarz-Rot-Gold.
Die Gärtnerei/Blumenlanden im Bahnhof Innsbrucker Platz sah schon länger nicht mehr so richtig gut aus. Gefühlt hatte sie öfter geschlossen als geöffnet. Vor ein paar Tagen entdeckte Madame den Abriss. Es stellte sich auch heraus: Das Ladengeschäft gehörte gar nicht zum Bahnhofsgebäude. Es war ein Holzverschlag, der in eine Außennische gebaut worden war. Schade um das Geschäft. Plot Twist: Heute war die Gärtnerei wieder da. Der Verkauf erfolgt aus einem Container.
Nach zwei Tagen Ampelausfall vor den Südkreuz Offices hat sich die Polizei zur manuellen Verkehrsregelung entschieden. Bei Nacht sahen die Polizisten in ihren Reflektionsjacken und mit dem Leucht-Dirigierstab aus wie Flugplatz-Rollfeld-Anweiser.
Bringt mir Schwarze LED-Lichter
Wir gingen ins Theater. Dort erlebten wir ein Zusammentreffen dreier Besonderheiten.
Das Theater Coupé ist eine Kleinkunstbühne, die mitten im Bürgeramt Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz liegt. Nun werden ja nahezu alle Theater städtisch gefördert. Aber dass der Theaterraum und das Foyer Teil des Rathauses sind, ist ungewöhnlich. Es muss daran liegen, dass es in Berlin mit der Stadt Berlin und den Bezirken ja eh alles anders ist.
Die Bühne besteht seit 1994. Sie ist offiziell für verschiedene Kulturveranstaltungen nutzbar, de facto scheint das Deutsch-Jüdische Theater (DJT) derzeit die einzige Nutzerin zu sein.
Das DJT, das Deutsch-Jüdische Theater, entstand 2001 unter dem Namen Bimah. Beginnend im Coupé entwickelte es sich schnell und stürmisch durch die Spielstätten. Es war kurz davor, dauerhaft in den Admiralspalast zu ziehen. Dann starb 2016 der Impressario. Das Theater ist 2024 wieder zurück im Bürgeramt Wilmersdorf und vom Admiralspalast weit entfernt.
Der Dibbukdes Autors AN-SKI müsste ein Klassiker im Kanon europäischer Theaterstücke sein – wenn nicht 10 Jahre nach der Uraufführung Deutschland recht erfolgreich versucht hätte, Judentum und jüdische Kultur auszurotten.
Das Stück spielt Ende des 19. Jahrhunderts im Stetl in Wolhynien in der Westukraine. Es greift den klassischen Konflikt zwischen jung-romantischer Liebe und elterlichen Vernunftvorschriften auf. Hier stirbt der verliebte Nicht-Bräutigam und fährt als Geist (Dibbuk) in den Körper der Angebeteten.
Das Stück greift tief in die jüdische Mystik, und lässt ein ganzes Rabbinatsgericht auffahren, in dem ein weiterer Verstorbener durch einen Rabbi vertreten wird. Nur mit Hilfe mächtiger Bannsprüche gelingt es, den Dibbuk aus dem Körper der jungen Frau zu vertreiben – woraufhin diese auch stirbt. Die füreinander bestimmten Seelen der Beiden können sich vereinigen.
Wir sind verwöhnt. Barrie Kosky hat an der Komischen Oper viel historisches jüdisch-Berliner Repertoire aufgeführt – ausgestattet mit einem Bundeshauptstadt-Opernhaus-Etat und inszeniert von jemand, der ein Bällebad in all seinen internationalen Theaterauszeichnungen nehmen könnte. Der Vergleich, den eine semiprofessionelle 5-Personen-Truppe aushalten muss, ist unfair.
Eine Aufführung mit vier Schauspieler*innen (das wirkte eher wie Notwendigkeit, als eine künstlerische Entscheidung) mit schwierigen Soundeffekten und Minimalbudget in der Ausstattung ist im Vergleich chancelos.
Immerhin hat sie erreicht, dass es eine emotional-enge Atmosphäre war. Es hat mir die Dibbuk-Geschichte näher gebracht. Viele innere Bilder der Aufführung werde ich noch lange vor meinem inneren Auge haben.
Aber jetzt möchte ich auch eine ernstlich professionelle Inszenierung des Stücks sehen.
Chloroplast / Pferd
An ihren Modulor-Taschen sollt ihr sie erkennen. Wäre ich verloren gegangen im Labyrinthlauf durch den Schöneberger Gewerbehof – ich hätte einfach nur da entlang gehen müssen, wo die Damen mit den Modulor-Taschen und den papierverpackten Rollen herkommen.
Die Griffelkunst hatte gerufen. Die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg ist ein Hamburger Verein, gegründet 1925, den ich grob in die Richtung Demokratisierung-der-Kunst / Bauhaus / Klassische Moderne einsortieren würde.
Er bringt Künstler und breiter(e) Bevölkerungsgruppen zusammen. Gegen eine schmale Mitgliedgebühr kann mensch zweimal im Jahr insgesamt vier Druckgraphiken zeitgenössischer Künstler auswählen.
Das Prozedere hat sich seit 1925 nur unwesentlich verändert. Zweimal im Jahr machen die Grafiken die große Runde. Sie werden einige Stunden lang an einem Ort ausgestellt. Die ortsansässigen Griffelkunst-Mitglieder kommen. Sie betrachten die Grafiken und treffen eine Auswahl. Danach werden die Grafiken in der entsprechenden Menge hergestellt.
Bei der nächsten Runde werden die ausgesuchten Werke vom letzten Mal abgeholt. Madame wartete ihre mehrjährige Warteperiode ab. So ist sie MItglied und ich darf auch von den Graphiken profitieren.
Seit einiger Zeit stellt „unsere“ Gruppe (Berlin 1) im Schöneberger Gewerbehof aus. Da Madame gerade im ICE77 Chinesen beriet, machte ich mich allein auf den Weg.
Sei es, weil ich offensichtlich im Auftrag abholte, sei es, weil mir die richtige Modulor-kunstaffine Ausstrahlung fehlte. So streng werden wir mit Madame nie in den Ablauf vor Ort eingeführt. Immerhin gaben sie mir zwei Drucke, und ich konnte auf der Langescheidtbrücke die S-Bahn überqueren und zurück zum Kleistpark wandeln. Beide Werke sind die Busfahrt hindurch unverknickt zu Hause angekommen.
Nachdem die Expo2000 Hannover das unterwältigendste Großereignis meines Lebens war, bin ich nicht gespannt.
Bisher vernahm ich vom Klavier nur Geklimper. Kein Marc-André Hamelin auf Durchreise zu hören.
Der Nachbar mit dem Taxi neckte mich: „Na, sind die Bauarbeiter schon wieder weg?“ Aber ich konnte antworten „Nein! Sie sind noch da und machen ordentlich Lärm.“
So lang die Liste der ewigen halben Baustellen in diesem Haus, bei denen fragwürdigen Investoren zwischendurch das Geld ausging – so sehr hoffe ich darauf, dass die Folie sich wieder in ein Dach verwandelt bevor ernsthafter Frost und Schnee kommen. Jedes Bohrmaschinenjaulen ist ein süßes Glockenklingeln im Vorgriff auf bessere Zeiten.
Auch an anderer Stelle setzt innere Entspannung ein. Noch schrecke ich hoch, wenn Waschmaschine oder Geschirrspüler abpumpen. Ich möchte aufspringen und sicher gehen, dass das Wasser weder im Waschbecken noch im Geschirrspüler noch auf dem Küchenboden landet. Aber langsam bildet sich das Gefühl der leichten Pumppanik zurück. Langsam vertraue ich wieder darauf, dass das Wasser dort hinläuft wo es hinlaufen soll.
So dünn die Decke der Zivilisation. Es reichen ein paar Kubikzentimeter Schmodder/Bauschutt an der falschen Stelle und schon brechen wesentliche Teile zusammen.
Ich hab den Eindruck, dieser Christian Lindner ist gar nicht so helle, wie er von sich selber glaubt.
Tage des Tritt fassens. Vor allem heißt das: Dringend wieder reindenken in die Lineare Programmierung. Vorzugsweise bevor die Deadline für die Seminararbeit abgelaufen ist.
Es heißt auch: Der Home-Office-Tag im Büro. Durch Mandelentzündung musste ich ein it’s-complicated-deshalb-lieber-persönlich-Meeting1 mit 10 Personen verschieben. Weil ich im geistigen Nebel lebte, findet der Ersatztermin an meinem (nun ehemaligen) mobiles-Arbeiten-Tag statt. Auf in die Verwaltung.
Audiofeedback mit Dialektbegriffen
Herr Rau testet Feedback an Schüler*innen per Sprachnachricht. Mein erster Gedanke war: Als Schüler würde mich das wahnsinnig machen. Mein zweiter: Ach, Quark, das hätte ich einfach genau so ignoriert wie damals das geschriebene Feedback. Als Außenstehender ein spannendes Experiment. Ich möchte bitte wissen wie es weitergeht: Audiofeedback zu Übungsaufsätzen
Von Gunhild Rudolph lernte ich das Wort Gardenwashing:Gartenwashing beschreibt Marketingpraktiken, die Produkte für den Garten als besonders ökologisch oder unverzichtbar darstellen, obwohl sie es nicht sind. … der Schlüssel zu einem nachhaltigen Garten [liegt] oft direkt vor Deiner Haustür. Im Grunde ist Garten eine Entschleunigung par excellance.Gartengestaltung ohne Gardenwashing
Atlas der Alltagssprache auf Links gebürstet. Der Tagesanzeiger (Zürich) fragt: Sag‘ mir wie du sprichst und ich sage dir woher du kommst. Trotz Eltern aus Holstein und Sachsen verortete mich der Test auf 30 Kilometer genau in Langenhagen (Hannover). Natürlich wird beim Fußball gebolzt.
Technisch kompliziert, nicht menschlich. Außer natürlich: Wenn Menschen mit Technik konfrontiert werden, die sie erstmal überfordert, wird es schnell menschlich. ↩︎