Schlagwort: Bachelorarbeit

  • 25-11-27 southpark, M.A., B.Sc.

    25-11-27 southpark, M.A., B.Sc.

    Die Welt auf den Straßen ist verworren geworden. Selbst wenn jemand morgens um 6.30h wild rufend und schwankend über die Bürgersteige läuft, kann es sein, dass er einfach nur mit Headset telefoniert.

    Madame fuhr das letzte Mal aus der Schöneberger Wohnung in die Hafenstadt.

    Ich schaute bei LinkedIn vorbei. Ich lachte, als mir ein Post eines angehenden Fernuni-Hagen-Wirtschaftsinformatik-Bachelors gezeigt wurde, der über seine zweistündige Lernsession schrieb:

    „Erfolg ist nur gemietet … während viele langsam in den Sonntag starten, investiere ich die nächsten zwei Stunden in meine Zukunft … Disziplin, Ausdauer und Sitzfleisch … Voller Fokus. Keine Ausreden … der Unterschied zwischen ‚Ich würde gerne‘ und ‚ich habe es geschafft‘ #mindset #Disziplin #Focus“

    Ich weiß selber, dass es den Bachelor in Hagen wahrlich nicht geschenkt gibt, war aber trotzdem sehr kurz davor ein „Yo, Brother, chill mal“ unter den Post zu setzen. Meine Güte.

    Bei uns im neuen Briefkasten landete ein handgeschriebener Zettel in Kinderschrift, dass die Wassertemperatur im Stadtbad zu niedrig ist. Pflichtbewusst habe ich den beim Kollegen an der Kasse abgegeben – obwohl mich sein Niedlichkeitsfaktor schon sehr zum Behalten animierte.

    Wir beide haben Erinnerungen daran, dass man während und nach einem Umzug in den 1990ern/2000ern monatelang weder Telefon noch Internet hatte, weil das damals alles so lange dauerte mit dem Umschalten. Heute nicht mehr. Außer bei uns. Mit einer schon fast handgeschriebenen (auf jeden Fall selbst geschriebenen und individuell formulierten) Entschuldigung der Sachbearbeiterin. Im Gegensatz zu damals kann ich mir heute aber wenigstens einfach unlimited Daten zum Handy dazu buchen. Es wird ein Monat des Hotspots werden.

    Es waren zweieinhalb Tage des Arbeits und Prä-Umziehens.

    Reise in eine strahlende Zukunft

    Ausgelesen: Rainer Erler: Reise in eine strahlende Zukunft – ein Skandalroman aus den 1980ern, um Atomabfälle, die über dunkle Kanäle über alle Weltmeere verbracht und dann zum Verschwinden gebracht werden.

    Der Roman ist schlimm geschrieben. Es ist ein klarer Plotgetriebener Unterhaltungsroman, allerdings mit einem Plot, der nur durch seine Löcher überraschend wirkt. Darin bewegen sich Charaktere, die mit „wandelne Klischees“ noch sehr nett beschrieben wären.

    Was am Buch oft nett ist: Das Buch ist Kind seiner Zeit, der 1980er: Atommülltransporte in Castor-Behältern, heldenhafte, draufgängerische Journalisten, Exotismus und am Ende sind Greenpeace die Guten. Was mir das Buch verleidet: Ein Nebencharakter vergewaltigt fast die Protagonistin, sagt zwei Seiten später „ey, tut mir echt leid“ und alles ist wieder gut – auch da ist der Roman ein Kind der 1980er in ihrer schlimmen Gestalt.

    Vor allem scheint mir das Buch aber eine Ausrede für den Autor gewesen zu sein, eine Weltreise zu unternehmen: Die engen Gassen von Marseille, der Blick auf dem New Yorker Hotelzimmer, der Hafen in Singapur, die Fahrt durch das australische Outback; hier wird der Roman plötzlich detailliert und entwickelt Leben. Vor meinem inneren Auge habe ich sofort den Autor, der genau dies als Tourist in diesen Städten erlebt hat.

    Kein Platz für dieses Buch im Regal.

    Sie ist da

    Auf jeden Fall einen Ehrenplatz im Regal, oder an der Wand, erhält die Urkunde, die kam. Seit dem 11. November darf ich mich offiziell Wirtschaftsinfornatik-Bachelor seit dem 16. September nennen. Oder so. Bachelor-Urkunde und Zeugnis kamen mit der Post.

    Denn ich habe es jetzt amtlich bestätigt geschafft. Natürlich nur dank Mindset, Motivation und Fokus.

    Das Bachelorstudium ist endgültig vorbei, und wenn ich nicht nächste Woche umziehen würde, könnte ich jetzt feiern und noch mal in mich gehen, wie es eigentlich war und was hängen bleibt. Ich hoffe sehr auf einen ruhigen Januar dafür.

    Aber egal: Erst mal ist die Urkunde gekommen. Quantitativ herrscht damit Uni-Abschluss-Gleichstand in diesem Haushalt und ich bin das erste mal seit vielen Jahren auch punktgenau formal dafür qualifiziert, was ich schon die ganze Zeit mache.

    Feiern kommt noch.

    R522

    Ich war zweieinhalb Stunden bei IKEA und alles was ich bekam, war eine Vorgangsnummer.

    Außerdem konnte ich inzwischen durch ausgiebige Beobachtung das Organisationssysteme des Kundendienstcenters ganz gut verstanden. Inzwischen weiß ich, dass R-Nummern Reklamationen sind, X steht für eXpress, S für allgemeiner Service, K für Krückgaben (ich vermute K wegen Kulanz), nur was E ist, weiß ich noch nicht.

    Abgesehen von der Warterei war die ganze Geschichte eher unerfreulich:

    Wir und IKEA sind uns einig. Die Küche ist gebaut, das Küchenfenster geht nicht mehr, auf ist ein Fehler.

    IKEA sagt: „Das ist so offensichtlich eine Fehlplanung, dem müsst ihr zugestimmt haben, sonst hätten wir ja nicht fehlgeplant.“

    Wir sagen: Das sehen wir leider ein wenig anders. Tatsächlich haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass wir eine Küche mit öffnendem Fenster bevorzugen.

    Jetzt halt die Ticketnummer.

  • 25-10-04 Von Wenderomanen und dem Wesen der Salatschüssel (Tübingen)

    25-10-04 Von Wenderomanen und dem Wesen der Salatschüssel (Tübingen)

    Die Bachelorarbeit ist bestanden. Diese Nachricht erreichte mich im Tübinger Hotelzimmer, kurz bevor wir uns zum Aufbruch zur Uni Tübingen trafen.

    Damit darf ich mich noch nicht Bachelor of Science nennen – zwei Klausurergebnisse fehlen noch, und erst dann kann ich das Zeugnis beantragen, das zum Bachelor-führen berechtigt. Aber, um die weichere Formulierung im Über-mich-Abschnitt dieser Website zu ergänzen, reicht es.

    Kurz nach der Nachricht: Unsere kleine Gruppe hatte sich vor dem Hotel verabredet, um zum Tagungsort, der Alten Aula der Universität Tübingen zu laufen. Dabei war die sympathische, intelligente ältere Dame, die zur Gruppe gehörte. Ich entspannte: Es versprach ein gemächliches Tempo des Gehens zu werden.

    Welche Irrtum. Sie stürmte voran.

    Und die mir namentlich unbekannte ältere Dame entpuppte sich als Friedespreis-des-Deutschen-Buchhandels und Bundesverdienstkreuz-mit-Stern-Trägerin, Mitglied der Leopoldina, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der British Academy Aleida Assmann. Hui. Immerhin kann ich sagen, ich mochte sie schon, bevor ich wusste, wer sie war.

    Aber erstmal trete ich einen Schritt zurück.

    Denn ich bin schon wieder in Berlin, der Blog aber noch Tübingen. Es waren anderthalb Tage des Tagens.

    Der Anlass

    Es war die Tagung Erinnern und Demokratie: Tag der Zeitzeug:innen 2025 des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung.

    Im Nahbereich drehte sich die Tagung darum, welche Bedeutung Zeitzeug:innen für eine demokratische Geschichtsvermittlung besitzen. Insbesondere wurde dies an den beiden Zeitzeug:innen Projekten Generation 1975 und Generation Mauerbau diskutiert.

    Im Nicht-ganz-so-nah-Bereich hörten wie eine Veranstaltung, die von sehr konkreten Ausarbeitungen für Schulstunden mit den Zeitzeug:innen reichte bis hin zu weit ausholenden Generaldiskussion des Stands der deutschen Einheit und des deutschen „Wir“s.

    Der Grund des Anlasses

    Madame war als Zeitzeugin geladen. Vor einigen Jahren kamen die Filmemacherin Ina Rommee und Stefan Krauss von KRRO Film in unsere Wohnung. Madame hatte sich eher zufällig gemeldet („Suchen Menschen mit Geburtsgjahr 1975, ausgewachsen in Berlin, Brandenburg oder Baden-Württemberg, die 14 waren als die Wende stattfand“) und das wissenschaftlich begleitete Auswahlverfahren (Repräsentative Auswahl verschiedener Bildungsniveaus, politischer Einstellungen etc.) gewonnen.

    Seitdem macht sie die Runde als Zeitzeug:in, die bezeugen kann, dass das Baden-Württemberg des Jahres 1989 ziemlich weit entfernt von der Wende war – was im Kontrast zu den Berichten der Berliner und Brandenburger aus demselben Jahr deutlich mehr Sinn ergibt und eindrucksvoller ist, als ich vorher gedacht hätte.

    Seit diesem Interview hat das Zeitzeug:innen-Projekt unerwartet Verbreitung gewonnen, ist immer noch sehr präsent. Immer mal wieder tritt Madame auf, um aus Sicht einer Betroffnen davon zu berichten und befragt zu werden. So auch hier.

    Freundlicherweise durfte ich mitkommen. Das Partnerprogramm bestand auch aus der Teilnahme an der Tagung.

    Der Rahmen

    Ein Teil der Referent*innen und Veranstalter*innen hatten wir bereits am Abend vorher im Bavaria getroffen. Die eigentliche Tagung fand in der Alten Aula der Universität Tübingen statt.

    Das Programm bestand aus Themen eher hart am Thema – eine empirische Studie zu Aura-Effekten1 beim Einsatz von Zeitzeug:innen oder konkreten Vorstellungen verschiedener Unterrichtseinheiten – und allgemeineren Themen zum Thema Demokratie – Deutschland – Historische Erinnerungen an die Wendezeit.

    Abfolge und Flow der Veranstaltung sprangen überraschend perfekt zwischen den Ebenen. Am Abend von Tag 1 folgte der Film „Eine Sache der Deutschen“, der aus den bestehenden Interviews das Thema Wende noch einmal aus speziell migrantischer Sicht betrachtete.

    Wir hatten Gelegenheit eine ganze Reihe Bildungsforscher*innen und Historiker*innen kennenzulernen2, Menschen von der Stiftung Aufarbeitung und Berliner Mauer sowie weitere eingeladenen Zeitzeug*innen aus dem Projekt Generation Mauerbau.

    Highlight: Ibraimo Alberto, ehemals DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik, DDR-Nationalmannschaftsboxer und in jüngster Zeit Buchautor und seine mitreisende Frau, die wir zufällig in der Tübinger Innenstadt wiedertrafen als sie und wir beide nach einem Ort suchten, der einem in Tübingen nach 21 Uhr an einem Wochentag warmes Essen serviert. Wir verbrachten zusammen einen hochspannenden Abend im Neckarmüller.

    Subjektive Auswahl

    So viele intelligente Menschen sagten so viele intelligente Sachen. Es fällt mir schwer, eine Zusammenfassung zu finden.

    Am auffallendsten Dirk Oschmann („Der Osten eine Erfindung des Westens“) als Troll vom Dienst, der den Zornes-Ossi mit akademischen Meriten gab. Er war gut darin, alle Anwesenden nach dem Mittagessen wieder aufzuwecken und sonst hat bewusst unterkomplex unterwegs.

    Spannender: Die empirische Untersuchung zum Thema Zeitzeug*innen im Unterricht – in der durch viele Dutzend Schulklassen hindurch eine weitegehend identische Unterrichtseinheit3 einmal mit persönlich anwesenden Zeitzeug*innen gegeben wurde, einmal mit Videos von ihnen, und als Kontrolle eine ganz normale Unterrichtseinheit zum Thema gegeben wurde, und danach die Wirkung der Einheit empirisch überprüft wurde.

    Anregend: die Vorträge von Monique Scheer und Aleida Assmann zum den großen Themen „Wer ist wir? Wie geht es demokratisch? Welche Form des Deutschseins brauchen wir?“ Scheer befürwortete das Salatschüssel-Modell der Nation, in der eine diverse Gruppe zusammenfindet, stellt aber fest: Wichtig ist nicht der Salat, sondern die Schüssel? Was hält sie zusammen?

    Zur weiterem anregend: Anna Lux und ihr Ansatz Populärkultur (Romane, Musik) zur Wende zu untersuchen – die sehr viel vielschichtiger und differenzierter sind als es die übliche Geschichtsschreibung hergibt. Als Erinnerung für mich: Ihr Buch heißt Neon / Grau, ihr Projekt 89goesPop.

    Lebenswege

    Was auch spannend war: sowohl bei Madame wie auch bei mir wäre es möglich gewesen, dass wir an solchen Tagungen professionell teilnehmen; bei ihr aus geisteswissenschaftlicher Richtung, bei mir aus wissenschaftsnaher Politik/politiknaher Wissenschaft. Nur eins, zwei Abzweigungen im Leben anders gegangen, und wir beide hätte eine solche Konferenz im Auftrag der Arbeitgeberin besucht. Bei uns beiden kam es anders.

    Und immer wenn wir in einem solchen Umfeld sind, denken wir ähnlich. Einen halben Tag lang „Hach, was wäre gewesen…“ und nach einem halben Tag des Zuhörens und Beobachtens kommen wir unabhängig voneinander zu der Erkenntnis „Gott sei Dank. Alles richtig gemacht.“

    Anmerkungen

    1. Falsch vereinfacht: Schüler*innen sind so beeindruckt von der Zeitzeugin, dass Aufmerksamkeit und Engagment im Unterricht steigen – sie aber weniger lernen. ↩︎
    2. Zum Teil absurd, weil sich ein paar von Ihnen intensiv mit Madames Zeitzeuginneninterview auseinandergesetzt haben – mit dem Erfolg, dass sie sehr viel über Madame wissen, sie aber selbst ihr vollkommen unbekannt sind. ↩︎
    3. Soweit es halt mit verschiedenen Klassen und verschiedenen Lehrpersonen möglich ist. ↩︎
  • 25-09-25 Menschen betrachten bei Nutzung ihrer Software

    25-09-25 Menschen betrachten bei Nutzung ihrer Software

    Ricarda Lang studiert ab dem Wintersemester an der Fernuni Hagen auf den Master. Willkommen.

    Madame eskalierte ihr neues 3D Tetris.

    Madame entdeckte einen handwerklichen Schumacher (und Maßschuhhersteller – aber das erst wenn ich groß und reich bin). https://Schuhmachermeister.net ist nett. Im positiven Sinne. Erfreulicherweise scheint er auch nicht älter als wir – er wird also auch nicht gleich in Rente gehen kurz nachdem wir ihn fanden. Ich lachte laut bei Lektüre der Website: „Seit 2016 ist Hund Amy mit im Geschäft und hat mittlerweile eine führende Position übernommen.

    Die BioCompany feiert Oktoberfest. Das bedeutet Weißwürste für uns. Auch sah ich ein BioCompany Liefer-Fahrrad. Bedeutet das, sie macht jetzt auch Hauslieferungen?1

    Der ADAC eröffnet tatsächlich ein neues Fahrsicherheitszentrum in Oberkrämer.

    Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg eröffnete endlich den Radweg auf der Grunewaldstraße.

    Deformation professionelle: Wenn ich privat mit Leuten zu tun habe, die an Computern sitzen (zB Sachbearbeiter in Banken, die Person am Empfang beim Arzt etc.) muss ich schauen, was für Geräte so rumstehen, wie sie verkabelt sind und ob und wo der Inventar-Sticker ist. Auch spannend natürlich: Welche Software wird benutzt (Branchenlösung? Microsoft? Was ganz anderes?) und wie fließend sind sie um Umgang damit.

    Aus Faulheit nahm ich den Bus zur Arbeit und sah zu, wie eine Busfahrerin noch in die Strecke eingewiesen wurde. Er mit Klemmbrett neben ihr. Sie „Jetzt die Hauptstraße rechts?“. Er „Ja.“ Sie kommentierte launig Straße und Verkehr.

    Das erklärt auch, warum der Bus zwischen zwei Stationen kurz vor meinem Zustieg auf einmal sieben Minuten Verspätung sammelte. Da war wohl zwischendurch ein klärendes Gespräch nötig.

    Es waren drei Tage der Arbeit.

    In verschiedenen Programmen (Editor, VS Code) entdecke ich noch offene Dateien mit Resten der Bachelorarbeit. Es fühlt sich schon wieder Monate her an.

    Aus Neugier sah ich das erste Fernuni-Video zum neuen Semester „Willkommen im Modul Digitale Diversität.“ Ich lernte, dass der Lehrstuhl kein Gendersternchen oder ähnliches nutzt, weil es andere Gruppen (beispielsweise Menschen mit Lese-Rechtschreibschwäche) ausgrenzt. Jetzt bin ich gespannt, wie sie das Thema angehen: Denn ein generisches Maskulinum kann ich mir in diesem Modul auch nicht vorstellen.

    Neben den Maßschuhen entdeckte ich auch unbezahlbare italienischen Standherde. Die sehen wahnsinnig gut aus, kosten mehr als so manches gebrauchtes Auto und sind in Deutschland nur in Köln und Frankfurt erhältlich. Aber mensch braucht ja Ziele im Leben.

    Ansonsten scheint in DACH der Standherd eine aussterbende Gattung zu sein. Die Mittelschicht mutiert immer mehr zur Generation Einbauküche – ein Konzept das ich bis heute nicht verstehe, ästhetisch für schwierig halte und auch sonst eher unpraktisch finde.

    Mermaid

    Auch ich nutze gelegentlich Software, und bin gerade dabei, ein neues Spielzeug auszuprobieren: Mermaid. Das Programm erlaubt es, Diagramme als Text/Code zu formulieren und baut daraus echte optische Diagramme.

    Aus:

    flowchart LR
    A[Programm öffnen] –> B(Tippen)
    B –> C(Grafik erzeugen)
    C –> D[Grafik anzeigen]

    Wird theoretisch ein Flussdiagramm. Noch aber macht das Programm an überraschend vielen Stellen nicht das, was ich gerne von ihm hätte. Aber das wird.

    Vorteil: Kein Kästchenschieben! Vorteil: es lässt sich im Nachgang tausendmal einfacher anpassen und wiederverwenden. Nachteil: Rein optisch ist das Ergebnis eher so mittel.

    You’ll never walk alone

    Nach unserem zufälligen „Die-Megastars-des-Musicals“-Wochenende, versuche ich noch zu verstehen, was über mich hereinbrach. Erst Rodgers&Hammerstein am Samstag (The Sound of Music), dann Andrew Lloyd Webber am Sonntag (Jesus Christ Superstar).

    Erste Erkenntnis: Es lebe die Komische Oper. Die Version von Jesus Christ, die wir gesehen haben, warbesser gesungen und gespielt als alles was ich online dazu finde.

    Erste Erkenntnis im direkten Vergleich der beiden Erschaffer, Lloyd Webber ist das globale Musical mit Tourismusgarantie, während R&H deutlich regionaler amerikanischer geprägt waren. Das ist in Deutschland natürlich einfach zu beobachten, weil der eine ziemlich bekannt, die beiden anderen ziemlich unbekannt sind.

    Überraschung: Von R&H stammt die ultimate globale Fußballhymne (ausgerechnet): You’ll never walk alone.

    Noch eine Überraschung: Ein Jesus-Christ-Song (Last Supper) hat es mit geändertem Text ins evangelische Gesangbuch und ins Gotteslob geschafft. (Video Last Supper / Video Nimm oh Herr die Gaben die wie bringen )

    Keine Überraschung, wenn man bedenkt, wie wichtig R&H waren, doch eine Überraschung in Anbetracht der musikalischen Unterschiede: Lloyd Webber ist großer Rodgers-Fan:

    In his tickling memoir, Lloyd Webber reveals that his admiration for Rodgers—which began when, as a kid, he saw his dad moved to tears by a recording of “Some Enchanted Evening”—got him teased as a young Londoner in the 1950s.

    Während R&H-Musicals noch handlungsgetrieben waren, einzelne Songs Charakter oder die Handlung voranbringen, ist ALW Meister des durchgehenden Soundteppichs bei sich auflösender Handlung. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr beschließe ich, dass ALW in seinen späteren Werken die Einbauküchen des Musiktheaters erschaffen hat: Durchgehend, glatt, für alle irgendwie anschlußfähig2.

    Endlich Grünkohl

    Es waren Tage des nachmittäglichen Treffens mit Madame an anderen Orten. Mittwoch: Im Bayerischen Viertel, Gemüsli abholen. Auch ich sah die Abholstation gegenüber der Polizeiwache. Hingehen -> Schloss öffnen -> Zettel mit den zugewiesenen Mengen studieren -> abwiegen -> einpacken.

    Falls ich wieder den Tara vergesse: Das Schälchen, das auf der Waage steht, wiegt 142 Gramm.

    Es gab Paprika, Tomaten, Kohlrabi, Zaphito, Salat, Ruccola, Salat und Grünkohl. Grünkohl! Es ist nicht alles schlecht am kommenden Winter.

    Home of the Grünkohl

    Lernlücken und dunkle Finnen vor dunklem Hintergrund

    Nachdem ich gerade eine intensive, und ich würde sagen am Ende erfolgreiche, Lernphase hinter mir habe, würde ich Diéssica Gurskas zustimmen:

    True learning is too disjointed, unpredictable, and fraught with setbacks. We obsess over minimising gaps between repetitions, but are these gaps learning breaks, or learning itself? (via Thomas)

    Einst in meiner Jugend schwor ich mir, später als alter Mensch nicht immer noch die Bands meiner Jugend zu besuchen, und dabei gleichzeitig zu verknöchern und mich selbst cool zu finden. Und Geld hab ich auch nicht, siehe italienischer Herd weiter oben, aber hey: Die Pixies in Leipzig! Meine Jahre des ernsthafteren Schreibens in Leipzig über Popmusik begannen mit einer SPEX-Ausgabe auf der Kim Deal abgebildet war. Ohje. Where is my mind?

    Ich bin fasziniert, wie der Rest Deutschlands es schafft, die beiden Münchner Großbaustellen komplett zu ignorieren. Heikos noch-Laufstrecke führt durch die baldige Baustelle „2. S-Bahn-Stammstrecke“

    Margit und Wally, nicht zur Kernzielgruppe gehörend, schauen KPop Demon Hunters

    Ilka schaut Schiffe.

    Karen empfindet Autofahren in Finnland als schwierig: Die 12 schwierigsten Monate im finnischen Strassenverkehr

    Ich empfinde eine „Hebbel-Arena“ in Wesselburen als schwierig.

    Karin gastheiratet in Norfolk und Shaked in Weil am Rhein.

    Anmerkungen

    1. Nachgeschlagen: Ja, bedeutet es. ↩︎
    2. Was eine hohe schwierige Kunst ist, nonetheless. ↩︎
  • 25-09-04 Die Fans zogen anstandslos wieder ab

    25-09-04 Die Fans zogen anstandslos wieder ab

    Falls jemand ein Kirchengebäude aus den 1920ern kaufen möchte: Die (ehemalige) neuapostolische Kirche Schöneberg steht zum Verkauf.

    Madame meldete sich bei Reddit an und war begeistert. Gleich sofort ein gigantischer Thread zum Thema „mumifizierten Kefir wiederbeleben“.

    In verwandten Nachrichten: Der Kefir lebt.

    Der Fensterputzer war da. Er fluchte noch ausgiebiger über die Dach-Bauarbeiter und deren Fensterhinterlassenschaften als wir. Aber er hinterließ einen Unterschied wie Tag und Nacht – fast wortwörtlich.

    Es waren zweieinhalb Werktage des Klausurlaubs. Ein Lerndienstag, treibend durch die Bibliotheken. Ein Lernmittwoch in der Wohnung mit abendlichen Ausgehen und ein halber Lerndonnerstag in der Wohnung.

    Madame holte Gemüsli ab. Es liegt in einem Schöneberger Schuppen, gesichert durch ein widerspenstiges Zahlenschloss. Im Schuppen stehen dann sortenreine Kisten und sie durfte unsere Anteile selbst abwiegen, einpacken und dann einen Haken hinter „Madame“ setzen. Es gab unter anderem Zaphito (Zappho/Zappo/Zappalito)-Kürbisse, toll aussehende Fleischtomaten und zu ihrer großen Freude: KEINE Kartoffeln.

    Reprise

    Ein wichtiges Arbeitstool am Rechner ist der Texteditor. In dem landen Notizen aller Art, kurze Überlegungen, whatever. Seit Windows11 speichert er automatisch. Und naja, ich habe jetzt ungefähr 25 gespeicherte Dateien mit Notizen zur Bachelorarbeit geschlossen. Ein gutes Gefühl.

    Die für die Arbeit ausgeliehenen Bücher aus der Feruniversitätsbibliothek Hagen liegen fertig im Paket verpackt im Flur. Langsam beginne ich mich innerlich zu lösen.

    Nachbetrachtend: Die Arbeit lag inhaltlich doch ein gutes Stück außerhalb meines eigenen Komfortbereichs. Das war von mir so gewollt, hat aber zwischendurch einiges an Nerven und Arbeit gekostet. Dafür hat sich wunschgemäß mein Komfortbereich an dieser Stelle enorm erweitert.

    Wenn ich jetzt noch mal anfangen würde, könnte ich viel Spaß haben und wilde Sachen machen noch viele Schnörkel einbauen – aber das wäre ja in der Komfortzone und damit per Definition langweilig.

    Mikro-Ö

    Nach dem Bachelurlaub ist im Klausurlaub. Nachdem ich die Reste der Bachelorarbeit weggeräumt habe, greife ich zum Ordner Mikro-Ö und hole die beiden Lehrbriefe zur Mikroökonomik hervor.

    Freundlicherweise weit in meiner Komfortzone liegt inzwischen die Mikroökonomik. Denn darüber werde ich nächste Woche die Klausur schreiben. Ein Modul, das ich in seiner Machart sehr angenehm finde und das stark methodisch-mathematisch aufgebaut ist. Da zahlt es sich natürlich aus, dass ich die letzten Wochen eher intensiv mit Themen der Wirtschaftsmathematik zugebracht habe.

    Und irgendwo ein schöner Kreis. War doch Mikroökonomik auch eines der vier Themen der „Einführung in die Wirtschaftswissenschaften“ in Semester eins. Die kondensierte Version dieses Moduls habe ich schon einmal ganz am Anfang des Studiums gelernt und jetzt ganz am Ende die Langversion.

    Ich erinnere mich noch, wie arg mich Im Sommersemester 2022 die Cobb-Douglas-Funktion herausgefordert hat

    \[z(x_1,\dotsc,x_n)=\beta\cdot\prod_{i=1}^{n}x_i^{\alpha_i} \] oder einfacher \[ y = x^i_1 * x^i_2 … \]

    oder die Formel zur Preiselastizität:

    \[\eta_{x,p} := \frac{\mathrm{d}x/x}{\mathrm{d}p/p}=\frac{\mathrm{d}x}{\mathrm{d}p}\cdot\frac{p}{x}=x'(p)\cdot\frac{p}{x} \]

    Jetzt kommen sie mir fast vor wie alte Freunde. Aber aufpassen: Die Klausur muss noch geschrieben werden, mit „weiß nicht so genau, aber find ich toll“ werde ich nicht durchkommen.

    Neben dem Digital-Zebra

    Teil eins des Klausurlaubs. Lehrbriefe nochmal durchlesen. Nachdem ich jetzt über Wochen mehr oder weniger vor den Rechner gezwungen war, freue ich mich an Materialen aus Papier, die damit gewonnene Freiheit der Mobilität, und lasse mich treiben.

    Erst geht es mit dem Bus zur Staatsbibliothek Berlin Potsdamer Straße. Ich lerne: Es gibt so gut wie keine funktionierenden Spinde mehr mit Pfand – aber viele Schließfächer, die ich mit meinem mitgebrachten Schloss sichern könnte, wenn ich es dabei hätte.

    Aber egal: Ins Foyer der Stabi darf ich auch mit Jacke und Tasche. Auch dort gibt es Schreibtische. Ich erwische den Platz direkt gegenüber dem Infoschalter und bekomme meine Vorurteile bestätigt, dass Bibliothekar*innen die besten Menschen der Welt sind. Sie beantworten wirklich jede Frage in einer unfassabren Freundlichkeit, von detaillierten Detailfragen zur Fernleihe bis zur Qualität der für die Öffentlichkeit geöffneten Personalkantine. („Ist dieselbe Firma wie die öffentliche Cafeteria – also auch nicht besser.“)

    Also sollte ich meinen aufkommenden Hunger woanders stillen. Die Stabi liegt direkt am Potsdamer-Platz. Dessen Gastronomie ist ausgerichtet auf Menschen, die eh nie wieder kommen werden, und bei denen deshalb alles egal ist. Also lieber weiter durch die Stadt treiben lassen. Die U2 und U9 brachten mich zum Leo.

    Am Leopoldplatz im Wedding ist die Schillerbibliothek – meine Bibliotheksliebe – und direkt davor das Frühstückshaus Simit Evi („das Herz der Müllerstraße„), die mir sicher ein paar Sesamringe oder andere schöne türkische Backwaren servieren werden. Aber ach: Alles zu, Fenster abgeklebt und ein einsamer Zettel: „Ab dem 1.8. 2024 vorübergehend geschlossen:“ Das sieht nicht gut aus.

    Mir fiel meine Könnte-mal-Liste ein, auf der der benachbarte Safari Imbiss – Jesus is Lord steht. Aber ach, das Schild noch da, der Imbiss anscheinend auch verschwunden.

    Am Ende verschlug es mich direkt auf den Leo. Dort wogt seit Jahrzehnten der Konflikt zwischen drogeninduzierter Verwahrlosung und einem umfassenden Programm den zentralen Platz des Weddings lebenswert zu machen. Ein wichtiger Standort der Lebenswert-Programme: Das Café Leo, Kieztreff mit Kaffee, kleinen Speisen und nachbarschaftlichen Aktivitäten. Da lass ich mich doch gerne bei Kaffee und Croissant nieder und schau noch dem gerade stattfindenden Miniaturrummel auf dem eigentlichen Platz zu.

    Über diverse Bänke mäandere ich mich die 100 Meter zur Bibliothek, freue mich am phantasievollen Programm der Schillerbibliothek und dem tollen Lesesessel mit Panoramablick auf den Leo. Ich entdecke ein weiteres schönes Programm: Das Digital-Zebra. Ein freundlicher speziell-geschulter Bibliotheksmitarbeiter sitzt in einem abgetrennten Bereich des Lesesaals und hilft bei Digitalproblemen aller Art. Angefangen von „Mein Handy geht nicht an“ über alle Probleme mit Mail, Programmen, komischer Werbung und „das Internet will nicht mehr“ und was sonst noch im digitalen Leben schief gehen kann. Das ist doch mal löblich.

    (Nur den Namen Digital-Zebra verstehe ich nicht)

    Gegenüber vom Gebäude vom Digitalzebra

    Kickin‘ Shrimps

    Spannende Anblicke in der U3: ein*e genderfluid*e Mensch, die Rachel Cusks Transit als Taschenbuch liest. Direkt daneben die Frau im Leopardenmusterrock mit End the Patriarchy-Beutel. Später, die Frau, die sich eine ehemalige Armbanduhr mit Metall-Gliederarmband hat als Choker herrichten lassen. „Entschuldige, darf ich Ihnen mal an den Kehlkopf schauen, um zu sehen wie spät es ist?“

    Irgendwie tragisch, dass sie die einzige ist, die das Ziffernblatt nicht erkennen kann. Aber dafür trug sie noch eine Smartwatch am Arm.

    Mit der U3 ging es in ein urbanes Wasteland ganz eigener Art: Zur O2Mercedes-Benz– Uber-Arena und den Platz drumherum. Uns empfingen an der Warschauer Straße hunderte mittel aufgeregter Teenies und ein Haufen Polizei. Die Teens ballten sich um einen Geländewagen, oben schaute eine Frau heraus und machte Posen. These: Irgendjemand weltberühmtes in einer TikTok-Nische, ich konnte sie nicht richtig erkennen, hatte Zweifel ob ich schlauer würde, wenn ich sie besser sehen könnte. Die Stimmung war irgendwie seltsam, für Teenie-Auflauf überraschend ruhig.

    Aufklärung brachte heute das TikTok für Generation X+, die B.Z: Die experimentell-vulgäre Rapperin Ikkimel hatte via Insta zum Videodreh geladen: Rund 450 junge Leute waren laut Polizei vor Ort. Und die warteten fröhlich und entspannt auf die Rapperin. Im Einsatz waren Einheiten der Bundes- sowie der Landespolizei. Doch Ikkimel hatte die Versammlung offensichtlich nicht angemeldet, so dass diese recht schnell für beendet erklärt wurde. Die Fans zogen dann anstandslos wieder ab.

    Auf einem Foto mit Schriftzug „Ikkimel“ daneben, hätte ich sie sogar vermutlich wiedererkannt. In freier Wildbahn auf der Straße: No Chance.

    Eigentlich wollten wir den Abend aber gediegener Verbringen. Ein netter Abschluss des Bachelurlaubs ließ mich meine aktuelle Verstimmung mit den US of A ignorieren und wir aßen Ribs in Tony Roma’s einzigem europäischen Lokal nördlich der Pyrenäen. Wie es sich gehört come-of-the-bone wie aus dem Bilderbuch in reichlich Schmodder und mit Lätzchen. Vorweg die wiederholenswerten Kickin‘ Shrimps, dazu Sweet Tea und Frozen Margerita. Comfort Food auf allen Ebenen.

    Kommen, Gehen, Zeitablauf

    Am 11. Oktober veranstaltet Schöneberg das Musikfest „Gazino und Türkischer Basar“ zur Erinnerung an den ehemligen türkischen Basar im damals stillgelegten U-Bahnhof Schöneberg. Das gibt mir die Gelegenheit noch einmal den schönen Text von Özlem Suzana Ayaydinli zu verlinken: Der Bahnhof Bülowstraße. Erinnerungen an einen vergessenen Ort

    Noch lebendig das Freibad mit der besten Aussicht Berlins: taz-Sommerserie „Berlin geht baden“ (6)

    Delphine gesehen, Sabbatjahr vorbei: AZ13 – Das wars!

    60 ist eine Marke. Mit 50 kann man sich immer noch (naiv) einreden: Wenn es richtig gut läuft, kann ich noch einmal genauso viel Zeit vor mir haben. Die Nummer funktioniert mit der 60 nicht mehr. Das ist auch merkwürdig, denn ich denke jetzt natürlich auch nicht: Okay, sind’s halt noch einmal 40 Jahre. Irgendwie markiert diese Zahl eine Linie.

    Margrit und Wally hörten Dmitrij Kapitelman beim Poet*innenfest.

    Wenn Menschen heute in Deutschland sagen, sie nutzen einen anderen Namen, damit sie nicht als jüdisch erkannt werden, wenn Menschen ihre Mesusot entfernen, wenn wir unsere Davidsterne nicht mehr tragen, wenn die Nachbarn nicht mehr mit einem reden, nur, weil man jüdisch ist, dann stimmt etwas sehr gewaltig nicht. … Wir können gehen, ja. Für manche sollen wir (wieder) gehen – doch wohin?

  • 25-09-03 Ergebnisse_D_alle.csv

    25-09-03 Ergebnisse_D_alle.csv

    T Null. Tag der Abgabe des Deadlineendes der Bachelorarbeit. Sie ist abgegeben.

    Madame kehrte aus Hamburg zurück und berichtete überrascht von dortigen Leberkässemmelständen.

    Der Kaptain wurde zu Doppelkohlrouladen eingeladen.

    Es war der letzte Sonntag und der letzte Montag des Bachelurlaubs. Theoretisch sind seit gestern meine drei 80%-Monate vorbei und ich lebe wieder vollzeitarbeitend. Praktisch aber habe ich noch unbezahlten Klausurlaub, denn die nächsten Klausuren sind nah und ich habe noch gar nichts für sie gelernt.

    Nach der Abgabe folgte ein kurzer Kiezspaziergang. Dabei entdeckt: Auf der Rückseite von Öz Gıda befindet sich eine Mischung aus Biergarten, Beach Bar und Palettenlager. Vielleicht kann es auf die Könnten-wir-mal-Liste.

    An den Laternen wurden die ersten „Dies-ist-die-Marathonstrecke“-Plakate aufgehängt. Vielleicht bleiben wir dieses Jahr doch in Berlin am Marathonwochenende und schauen vom Balkon aus zu? Außerdem könnten wir die ungewohnte Ruhe genießen, weil alle Straßen im Umkreis gesperrt sind.

    Nachmittags: Gartenparty in Wochenend-West bei Zia sociale in trauter Runde. Es ging um Einschulung und Urlaub, Berliner Wohnungsmarkt (natürlich), Berliner Arbeitsmarkt für spezialisierte Naturwissenschaftler, die Wirren der Gewerbeanmeldung und das Gastspiel der Komischen Oper im Flughafen Tempelhof.

    Der Küchenkalender zeigt im September einen Großen Tümmler. Fast bin ich ein wenig traurig. Ich hätte mir den Wal doch im Geburtstagsmonat gewünscht. Aber dann nehme ich den Tümmler als Glücksomen für den Monat der Bachelorarbeit und der Klausuren.

    Vor dem Fenster ein riesiges Spinnennetz – gesponnen im Baugerüst mit imposanter Spinne. Im WInd schwankt es wild durch die Gegend. Wartet sie auf Tauben?

    Parametrische Programmierung

    Eingeschickt habe ich die Arbeit am Montagmittag. Fertig war sie Sonntagabend. Aber ich kenne es ja: Sobald ich auf „final“ gedrückt habe, fällt mir noch etwas ein, was ich noch dringend hätte ändern wollen.

    Also fertig: Sonntagabend.

    Abklingzeit Sonntagnacht.

    Montagvormittag dann wirklich noch Kleinigkeiten geändert.

    Montagmittag 14:11h. Abgabe.

    Dabei fiel mir wieder auf, wie sehr ich LaTeX schätze. Auch nach vielen Jahren erinnere ich mich noch deutlich daran, dass ich die letzten Tage der Magisterarbeit vor allem damit verbrachte, Word zu verfluchen. Im Jahr 2025, Bachelorarbeit in MikTeX: Alles lief genau wie es sollte. Das Programm machte zuverlässig genau was ich ihm sagte und der Text sieht dazu noch optisch phänomenal aus.

    Aber okay: Erkauft ist es damit, dass der Quelltext zusätzlich zu den 11000 Wörtern der Arbeit auch noch gefühlt 22000 Steuerzeichen enthält.

    Endstand: 10700 Wörter, sieben Tabellen, zwei Abbildungen und siebzig Formeln.

    Letzte Handlung: die Dateien Ergebnis_D_alle.cvs, Parameter_alle_Bereiche_einzel_in_Plot.jl, und Parameter_zusammen_in_CSV.jl in eine Zip-Datei packen und als Anhang hochladen. Danach erstmal ein Gefühl der Leere: Was nun?

    Aber das wird sich geben. Immerhin bot die Gartenparty die Gelegenheit, eine Flasche Sekt mitzubringen.

    Screenshot der Fernuni-Website. Bestätigung der Abgabe der Bacheloarbeit

    Dann bestellte er ein Bier, das war perfekt.

    Notes on Managing ADHD – Ich weiß gar nicht, ob die so ADHS-spezifisch ist. Aber vieles davon betreibe ich inzwischen auch, und es hat sich als sinnvoll erwiesen. Ich glaube insbesondere Inbox zero und eine ausgeprägte Neigung dazu, alles vorherzuplanen und diesen Plan quasi ununterbrochen innerlich durchzugehen.

    Um beim Thema zu bleiben: ADHS bei Frauen: Wenn 100 % Perfektion nur Fassade ist

    Die Farben für derzeit moderne Männerklamotten sind ganz furchtbar und sehen aus wie mehrfach zu heiß gewaschen. Quasi Haferflockenfarben. (und danke für’s Erwähnen)

    Role model Papa N: Die Waffel war außen knusprig und innen weich-fluffig, nicht zu süß und knallheiß. Papa N fand sie zu heiß, er aß nur die Sahne und die Kirschen. Und seinen Eiskaffee zu kalt, von dem aß er auch nur die Sahne und dann noch die Eiswaffel. Dann bestellte er ein Bier, das war perfekt.

    Marcus im Braunkohleland. Erinnert mich stark daran, wie ich 1990 als 15jähriger zusammen mit unser Leipziger Partnergemeinde durch die gerade verlassenen Braunkohltagebaue kraxelte.

    Falls wir nächstes Jahr die Grand Tour machen, steht Triest auf der Liste. Wir können uns schon mal einstimmen mit Gulasch alla Triestina.

    Falls wir mal Geld spenden, geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit an Reporter-ohne-Grenzen oder Sanktionsfrei oder den Freiheitsfonds. Bei letzterem kann man hier lesen, warum Kein Geld fürs Busticket und deshalb in Haft: Freiheitsfonds kauft 100 Häftlinge frei.

    Rebecca Solnit in ihrem Newsletter mit einer Reprise zu ihrem wunderbaren Buch Orwell’s Roses unter dem Titel Circuses vs. Roses: Notes on Pleasure and Scold Culture:

    I have been blessed to be around drag queens, who are clearly dedicated to the more baroque possibilities of eyeliner and hairspray, often make much of being gossipy about celebrities even when they’re not dressing up as them, and who are often the most dedicated and valiant organizers around.

  • 25-08-30 Bin ich Bernd?

    25-08-30 Bin ich Bernd?

    T minus 3. Noch drei Tage bis zur Abgabefrist der Bachelorarbeit.

    Im Bus fragte mich eine Frau: „Entschuldigung, aber heißt Du Bernd?“. Äh, nein. Ich bilde mir ein, diese Frage vor ein paar Jahren schon mal bekommen zu haben. Anscheinend habe ich einen Doppelgänger in Berlin.

    Madame zeigte Fotos aus Halle und berichtete von einem Ministeriumsvorbereitungsgespräch. Später kaufte sie einen italienischen Terrassenvorhang und fuhr damit auf eine Party nach Hamburg.

    Im Motzkiez ist Folsom Europe. Ich fuhr zufällig mit dem Bus vorhin und freute mich sehr an den ganzen Männern in Leder, Latex und anderen phantasievollen Anzügen. Nachdem meine Wahrnehmung entsprechend ausgerichtet war, erfreute ich mich fast noch mehr daran, auch im ganzen weiteren Stadtgebiet Männer in eher kurzen Lederoutfits zu sehen. Meine Lieblinge aber war das Pärchen in Ganzkörperleder mit Hundemasken am Bahnhof Zoo. Mehr Folsom wagen!

    Unabhängig vom Folsom(?) eine Frau mit zerrissene-Strumpfhose-Tattoo am Bein. Spannend.

    Am Steinplatz wunderte ich mich über eine aparte aber am Ort überraschende Statue einer Kröte auf der Rasenfläche. Bis sie sich bewegte und sich als liegender Mops herausstellte.

    Es war ein Freitag und ein Samstag des Bachelurlaubs.

    Das Hygrometer im Wohnzimmer zeigt bei geöffneter Balkontür knapp 80% Luftfeuchtigkeit. Das erklärt das tropische schweißfreundliche Feeling, selbst bei gemäßigten Temperaturen.

    Freitag führte der Weg ins Insulanerbad. Alle Wege waren noch regennass. Aber ich kam trocken ins Becken. Wir teilten uns eine Doppelbahn zu zweit und damit war natürlich alles wunderbar. Sogar ein weiterer Regenschauer war mir vergönnt. Denn es gibt kaum etwas jauchzerinduzierendes als eh schon im Wasser zu sein und dann im Regen zu schwimmen. Nur das Handtuch litt etwas.

    Wann führt Berlin endlich ein Badeschluss-Lied ein? Zu den vielen, vielen Sachen, die Wien besser hinbekommt als jede deutsche Stadt, gehört der Schwimmbadbetrieb eindeutig dazu.

    Samstag ein kleiner Spaziergang wieder auf den Spuren von Carlo Levi und Håkan Nesser.

    10961

    Zum Soundtrack der Arbeitet entwickelt sich deutlich der Song Occhi a Spillo auf Dauerschleife.

    Aktueller Stand: 10961 Worte. Wortvorgabe des Lehrstuhls sind 9000 bis 11000. Für die Zählung von Formeln etc. bin ich gerade zu erschöpft.

    Aber: Die Wörter stimmen. Es gibt ein Fazit und ein echtes Literaturverzeichnis. Ich finde keine Fehlrechnungen mehr. Die Arbeit ist quasi fertig. Ich könnte sie mit gutem Gewissen so einreichen.

    Jetzt habe ich noch drei Tage Zeit, um den Text noch ein wenig schöner machen.

    Das Literaturverzeichnis wurde spannend. Der Lehrstuhl sagt „Hardvard-Stil.“ Menschen, die sich damit auskennen, werden jetzt kurz auflachen. Es gibt ungefähr zwei Dutzend Zitierstile, die sich „Harvard“ nennen. Das vom Lehrstuhl gegebene Paxisbeispiel einer Literaturangabe entsprach keinem dieser zwei Dutzend Stile.

    Zum Glück besitzt eine Suchoption, bei der ich einstellen kann „Namen in Kapitälchen – Check.“, „Jahreszahl in Klammern – Check“, „Keine typographische Auszeichnung des Aufsatztitels – Check“. Und so weiter. Es fanden sich drei ungefähr passende Stile: „Berichte über Landwirtschaft“, „geoLoge“ und „HNI-Berlag“. Ich entschied mich für einen modifizierten geoLoge.

    Erudiendae Artibus Iuventuti

    Es funktioniert recht gut, den Kopf im Wechsel mit Schwimm- und Spaziereinheiten freizubekommen. Nachdem Freitag Swimming in the rain angesagt war, also am Samstag wieder ein längerer Spaziergang. Erstmals im Bachelurlaub hatte ich alle 46 Seiten (35 Text, 11 Seiten Klimbim wie diverse Verzeichnisse) ausgedruckt und wollte diese in anderer Umgebung – einem Café – mit Stift in der Hand korrekturlesen.

    Die Fortsetzung der Levi/Nesser-Tour bot sich an. Denn so grundverschieden deren Bücher „Die doppelte Nacht“ und „Elf Tage in Berlin“ sind – sie spielen in sich überlappenden Teilen Berlins.

    Die Route führte vom Zoo (beide) über die Hardenbergstraße zur Fasanenstraße. Dort die Fasanenstraße hinauf und hinunter, auf den Spuren von Nesser. Mit tiefem Durchatmen und Platz-genießen am Fasanenplatz.

    Zurück in der Hardenbergstraße folgten ein paar Meter zum Steinplatz. Hier hatte Levi 1958 in der Intellektuellenkneipe Volle Pulle so manchen Abend verbracht. Auch dieser Platz war einladend. Ich strich spontan den Korrektur-im-Café-Plan. Immerhin saß ich direkt im Schatten der Hauptgebäudes der Universität der Künste. Über mir der Spruch Erudiendae Artibus Iuventuti/Der in den Künsten zu unterrichtenden Jugend, nahm den einladenden Platz und das gute Karme der UdK als gutes Omen und korrigierte hier.

    Blick entlang eines geplasterten Teils des Steinplatzes hin zum Hauptgebäude der UdK. Ein großer wilhelmischer Prachtbau. Wild bewölkter Himmel.

    Zurück dann über den Savigny-Platz (Levi) und den Ku’damm (auch hier war Levi ein eifriger Bummler). Am Hard-Rock-Café strich ich einen weiteren Punkt von der könnte-ich-mal-Liste. Der Ausblick von dort auf die Ku’damm-Bummelant*innen war nett, der Rest nicht wiederholenswert. Dann weiter Reste des 1950er-Ku’Damm suchen, den Levi beschrieb. Am Europa-Center stieg ich wieder in den Bus zurück an den Rechner.

    Lieber Bücher als Scooter

    Weil ich so tapfer Wörter strich, nehme ich damit an der Blogparade „Weniger ist mehr“ teil. Oder auch nicht. Bildchen und Blogtitelmodifikation überfordert mich.

    Weniger ist mehr gilt auch oft für E-Scooter. Via Mastodon entdeckt: der Melder für unmögliche abgestellte Jeräte: Scooter-Melder.

    Daniel besorgte sich seinen ersten Bibliotheksausweis. Und das ich finde ich töfte!

    Margrit und Wally besuchten das Poet*innenfest Erlangen, das seit einigen Jahren auch in die Heime kommt.

    Campcatatonia sang Strada da Sole in Leipzig.

    Herr Rau trägt Hut.

    Spannender System-Admin-Kram trifft Mastodon: Die Rettung vom Troet.Cafe (via onli blogging)

  • 25-08-28 Brot- Käse- und Gemüsebedingungen (D nur auf der RHS)

    25-08-28 Brot- Käse- und Gemüsebedingungen (D nur auf der RHS)

    T minus 5. Noch fünf Tage bis zur Abgabe der Bachelorarbeit.

    Heute pulle ich einen All-Nighter. Zumindest wenn ich aus dem Fenster schaue. Die Uhrzeit (15:17h) spricht gegen die Nacht; die Tatsache, dass alle Lampen dieser Wohnung brennen, spricht stark dafür, dass schon Nacht ist.

    Ich habe Respekt: In Ostsachsen ehrenamtlich ein Freibad betreiben, dass dann auch noch politische Diskussionsveranstaltungen beherbergt oder wo Menschen von ihrer Arbeit in der Flüchtlingshilfe berichten: Wie ein Schwimmbad der AfD trotzt.

    Gelegenheit für eine Kurzpredigt: Menschen radikalisieren sich nicht, weil es ihnen selbst schlecht gibt, sondern wenn sie den Eindruck haben, dass es in ihrer Umgebung bergab geht. Das geschlossene Schwimmbad ist ähnlich wie die geschlossene Post oder der Supermarkt sehr wirkmächtig. In related news: In der Berliner Reinhardtstraße ist ein Wohnhaus geräumt worden, weil der Dachstuhl einzustürzen droht. Nun werden Teile des Dachs abgetragen.

    Unser Dach-Bauleiter des gerade neu aufgebauten Dachstuhls kam, sah sich Schäden an Er will, sobald ihre Bauten an den Dach-Außenanlagen fertig sind (sehr bald!), unsere Wohnung renovieren lassen. Das ist an sich sehr löblich. Nur leider sind die nächsten Wochen, gar Monate, so vollgestopft, dass wir alles brauchen können, nur keine Handwerker, die hier noch Zusatzchaos verursachen.

    Der Tagespresse entnehme ich, dass der durchschnittliche Single auf 68 qm lebt, der durchschnittliche zwei-Personen-Haushalt auf 104 qm. Da liegen wir mit der Wohnung deutlich drunter; mit Wohnung und Bungalow zusammengerechnet kommt es ungefähr hin. Im Sommer können wir auch noch den dreiviertel Quadratmeter der Schwimmbadkabane dazu rechnen!

    Es waren drei Tage des Bachelurlaubs.

    Dienstag: ein abendlicher Hops mit Madame ins Insulanerbad. Strahlender Sonnenschein. Aber die 20 Grad Wassertemperatur ermunterten zur Bewegung. Premiere: Madame überholte aquajoggend eine Kraulschwimmerin. Es lag nicht daran, dass Madame in Speedjogging ausgebrochen wäre. So bizarr.

    Mittwoch: Wir waren beide etwas neben der Spur. Zum Ausgleich ein Feel-good-Mittagessen an einem weiteren Punkt, der „könnten-wir-mal“-Liste: Nonna Anna. Auch am Südkreuz. Es spricht für italienische Restaurants, wenn der Karte eine regionale Färbung anzumerken ist. Nonna Anna ist offenbar Römerin oder kommt zumindest aus dem Latium.1 Dementsprechend bekamen wir sensationelle Spaghetti Carbonara und Spaghetti all’amatriciana serviert.

    Abends fühlten wir uns beide davon überfordert bei schwülen 29 Grad noch mal den Weg ins Bad auf uns zu nehmen. Dann auch noch durch das Bad laufen und die ganze Umzieherei! Noch haben wir bis zum 7. September. Jeder Tag der Kabane wird genutzt werden!

    Madame versucht’s mal mit Gemüslichkeit2 und unterschrieb dafür einen Vertrag über die Brot- Käse- und Gemüsebedingungen. Solang wir aber das solidarische Gemüsli noch nicht bekommen, brachte sie Pfifferlinge aus der Hafenstadt mit.

    Heute besichtigt Madame im Dauerregen die Himmelsscheibe. Vielleicht bringt sie Salz mit.

    Eingang zum Sommerbad am Insulaner. Ein schmales Kassenhäuschen, unter einem Dach mit zwei Durchgängen links und rechts.

    scatter!(xs2, ys2; label  = „D nur auf der RHS“, marker = :utriangle, )

    Aktueller Stand der Arbeit: 11700 Wörter (Ziel: 9000 bis 11000), 42 Seiten (Zielwert: 30 bis 35), 104 Formeln, fünf Tabellen, zwei Grafiken und null unklare Rechnungen.

    Zwischenzeitlich gab es von allem wieder mehr. Selbst die falsch berechneten 2/19, die ich nun schon mehrfach gelöscht hatte, tauchten an einer weiteren Stelle im Text auf. Nachdem ich die Zahlen alle sortiert haben, kommen jetzt die griechischen Buchstaben dran.

    Mein Plot-Erstellungs-Game hat sich stark verbessert: Ich könnte innerhalb von wenigen Stunden die Seitenzahl der Arbeit von 42 auf 84 steigern, indem ich alles nur mit sinnlosen Plots (Plotten?, Plotoi?) überziehe. Aber eigentlich will ich ja bei 35 Seiten enden, nicht bei 84.

    Noch sind es erst zwei Plotoi. Ein Plot mit D in allen Szenarien, ein Plot mit D auf der RHS. Aber noch habe ich Zeit.

    Langsam biege ich auf die Zielgerade ein. Der Anteil der Straffungen überwiegt inzwischen den Anteil der Ausbauten.

    Das bedeutet auch: Ich verbringe viel Zeit damit, meine alte Arbeit durchzulesen, und freue mich: Sie wirkt kompetent. Leider ist der bestwirkendste Teil derjenige, der ein wenig ins Nichts führt und wohl weiteren Kürzungen zum Opfer fallen wird. Aber noch kann ich mich nicht trennen.

    Karton in Wohnung, Fahrrad nicht zu Grundschule, Essen auf Förderband

    Frau Wunnibar zog um.

    Es gibt immer noch einen Ort, wo das mit dem Radfahren noch schlimmer ist: Mit dem Fahrrad zur Grundschule – ein Follow up

    Ein Mastodon-Thread: Das Vagina-Museum zum Thema wie generative KI funktioniert „and how it can tell you you’ll give birth out of your penis-rectum.“

    Drive-in vollautomatisiert: The “Motormat” Was a Drive-In in Los Angeles, Where the Food Tray Was Sent Out on Rails Right to Your Car

    I’ve spent the better part of two decades dealing with people trying to dox and harass the volunteers who make Wikipedia the incredible resource it is today. I liked it better when they weren’t in Congress.

    Mein innerer Freund mathematischer Modellierung liest erfreut Holgers Gedanken dazu, wie er von Dieppe weiter nach Westen segeln kann. (Gegen den Wind, aber zeitweise mit dem Tidenstrom)

    Anmerkungen

    1. Habe inzwischen die Website konsultiert und fühle mich bestätigt: „Wir begrüßen Sie herzlichst bei Nonna Anna – Un Gusto Etrusco, dem Restaurant, das Sie in die Aromen und Traditionen Nord-Latiums entführt. Lassen Sie sich von Gerichten inspirieren, die nach den Rezepten meiner Schwiegermutter, Anna di Russo, aus Cerveteri zubereitet werden.“ ↩︎
    2. SCNR ↩︎