Schlagwort: Winter

  • 24-12-26 Es geschah zur Zeit da Quirinius Statthalter in Syrien war

    24-12-26 Es geschah zur Zeit da Quirinius Statthalter in Syrien war

    Ein Kind ward geboren. Die Eltern werden für die nächsten 18 Jahre das Geburtstagsgeschenk am frühen Morgen und Bescherung am Abend in Einklang bringen müssen. Willkommen E!

    Die heilige Nacht in Berlin von ungeahnter Ruhe. Selbst das immerwährende großstädtische Hintergrundrauschen verstummte. Um so auffallender vereinzelte Martinhörner, gegen 3 Uhr Nachts etwas das klang als würde ein Kind sein neu erhaltenes Alarmanlagen-Radau-Gerät ausprobieren.

    Beim Blick in die leeren Busse, die vor der Haustür fahren, der kurze Gedanke „das wäre etwas für mich.“ Busfahren an Heilig Abend ist eine dieser unwirklichen Zwischenwelten, nur halb in dieser Realität, die mich reizen. Leider dürfte ich die Busse aber nicht an Heiligabend fahren, sondern müsste auch wochentags zur Rush Hour ran. Weit weniger reizvoll.

    Das Internet rotiert, denn Elon Musk rief dazu auf, keineswegs für Wikipedia zu spenden. Dazu möchte ich sagen: Geld hat Wikipedia genug. Wer helfen will, möge sich praktisch beteiligen. Wikipedia braucht kein Geld, sondern Zeit, Grips und neue Gedanken.

    Der Tag vor dem heiligen Abend verlief mit Werken: Sachen sortieren, Müll rausbringen, Rombitombi anfeuern – höchst unheilige Geschäftigkeit. Am späten Nachmittag brach Madame zum ersten Auftritt auf, ich blieb in letzter Geschäftigkeit.

    Nach ihrer Rückkehr begann der heilige Abend: Fondue Irlandaise, weihnachtliche Shanties und die Paris-Playlist. Eine große rote Kerze substituierte als Weihnachtsbaum, Madame reichte Sloe Gin aus eigener Ernte und Gurkensorbet. Insbesondere das Experimentalfondue mit Lauch in der Chaddar-Guiness-Käsemischung erwies sich als überraschend großartig. Gerne wieder. Zum Beispiel diese Woche. Und die nächste. Sowie die Woche danach.

    Ich begleitete zum zweiten Auftritt.

    Mittwoch ging es gen Norden. In Berlin fuhren wir bei leichtem Hochnebel los. Kurzer Zwischenstopp um die Rosen zu streicheln. In Dithmarschen kamen wir in einer Wassersuppe an. Schon wieder eine unwirkliche Zwischenwelt im Nebel, an der die Grenze zwischen den Realitäten zu verschwimmen scheinen, normal unmögliches möglich erscheint.

    Wie es sich gehört, selbst die leuchtende und blinkende Raffinerie war nicht mehr zu sehen. Dithmarschen, das Land das eigentlich Wasser ist. Dem Meer von Hand abgerungen, und doch bedarf es nur eines solchen Tages und die Grenzen verfließen. Ist das wirklich noch Erde? Ist es schon Unterwasser? Die Jahreszeit in der das Land zu sich selber kommt.

    Kyrie Kyrie

    Dienstag absolvierte Madame zwei Auftritte:

    Nachmittags sang sie in Alt-Schöneberg im frugalen Ritus, mit lebendiger Arche auf dem Kirchhof: Alpakas, Ziegen und Esel vor der Kirche und einer Pfarrerin, die von Gott wechselnd in der männlichen und weiblichen Form redet.

    Abends ging ich mit in die Kirche. Auf ins gutbürgerliche Bayerische Viertel zum Heilsbronnen. Frugal blieb nichts.

    Nur selten denke ich bei evangelischen Gottesdiensten „Zweites vatikanisches Konzil“. Hier lag der Gedanke nahe. Die drei gottesdienstenden Damen (immerhin, dort blieb es evangelisch) in weißen Prunkgewändern. Die Liturgie weitgehend gesungen, wie es sich einst gehörte mit dem Rücken zur Gemeinde, Gesicht zum Altar. Die Weihnachtsgeschichte wurde gelesen und wie es sich für eine Messe geziemt, wurde das Abendmahl gereicht.

    Eine Hälfte von mir dachte „Yeah, Pathos, Ritual, Bling-Bling!“, die andere norddeutsch-evangelisch sozialisierte Hälfte dachte „Heidentum! Tanz um das Goldene Kalb! Hokus-Pokus!“

    Aber es ist Weihnachten. Wann wäre die Zeit für die große übertriebene Geste, wenn nicht an Weihnachten?

    Das Fürbittengebet schloß die „Soldaten an der Front“ ein. Ich überlegte kurz, ob ich mich im Jahrhundert geirrt hatte. Aber nein. Passt schon leider.

    Du weißt dass du in Berlin bist, wenn du die Evangelische Messe mit High Church Ritus in der vollen Kirche verlässt, 150 Meter läufst und dann in der U-Bahn Menschen beim Crack-Rauchen siehst.

    Gare de l’Est

    In vielen Familien gibt es den Brauch, dass sich Erwachsene nichts zu Weihnachten schenken. Das ist sehr vernünftig. Aber würden wir das auch so halten, käme ich dieses Jahr nicht nach Paris, und das wäre ja schade.

    Um es mit Joseph Hader zu sagen: Der Eine kommt nach Paris. Der Andere kommt nicht nach Paris. Wie das Leben halt so is. Dededipdebndipdebn..

    Nach Plan also werde ich 2025 von der Andere zu der Eine wechseln. Ich beginne schon einmal mein Paris-Bild von den drei Klischees „Eiffelturm-Selfie, niedliches kleines Café und Mona LIsa“ zu überarbeiten und stelle fest: doch eine echte Metropole. Mit Geographie und Geschichte. Und mittelalterlichem Stadtkern, spannenden Schwimmbädern, historischen Passagen voller indischer Restaurants – es wird spannend.

    Außerdem darf ich in Berlin Hauptbahnhof in einen Zug zeigen, an dem das Fahrtziel „Paris“ steht. Und besser kann es nicht werden.

    Durch

    Weihachten ist Zeit zum Lesen. Vielleicht nicht den Zauberberg. Der ist eher ein Jahresprojekt. Holger schreibt fast alles, an was ich auch beim Lesen dachte: Durch: Der Zauberberg

    Der letzte Tag vor Weihnachten im Leben einer Einkaufszentrumsbuchhändlerin: Unzählige Bücher und Spiele habe ich verkauft (sogar eine Kuschelschlange in lebensgroß hatte ich an der Kasse).

    Einschulung in den USA (speziell in Washington, D.C.). Annegret Hünerfürst: Hurra ich bin ein Schulkind – #Elternalltag

  • 24-11-09 Hotel L’Amour um halb acht, Mettbrötchen um halb neun

    24-11-09 Hotel L’Amour um halb acht, Mettbrötchen um halb neun

    In den Südkreuz Offices wurden Blindenleitmarkierungen angebracht.

    Madame nahm ICE804 Südkreuz->Hamburg Hauptbahnhof.

    Ich nahm 45 Minuten Autobahnstau, den ein verunfallter Tuning-Audi und ein Taxi verursacht hatten.

    Vieles, was ich über politische Taktik weiß, lernte ich durch Lenin. Und beschloss dann, es niemals anzuwenden. Denn es ist böse. Sarah Wagenknecht hat weniger Skrupel. Die hat ihren Lenin gelesen und verinnerlicht.

    Mich konsternieren meine amerikanischen Mastodon-Followings. Die Deutschen sind Trump-geschockt, sie ringen um Atem. Die Amerikaner brechen in wüste Beschimpfungen untereinander aus, wer Schuld ist. Dabei läuft die häufigsten Argumentation so, dass jemand sein Lieblings-Miniaturthema hervorholt und insistiert, die demokratische Kampagne habe genau diesem Thema zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich hoffe, das ist kein Vorzeichen.

    Dieser Blogpost brachte mich dazu, Deutsch der fünften/sechsten Klasse zu wiederholen: Groß- und Kleinschreibung von Zeitangaben

    Seit einer Woche kein Baustellenlärm vom Dachboden mehr, ich beginne nervös zu werden und hoffe, dieser Bauarbeitertrupp hält durch bis das Dach wieder da ist.

    Es gibt auch erfreuliche Haushaltsnachrichten: Wir haben diesen Monat Internet Service Provider und Router gewechselt. Ich sah längere Bastelarbeiten in der Folge auf uns zukommen. Aber am Ende waren beide Wechsel eine Sache von Minuten.

    Dabei auch mal an einem Morgen alle Wlans der Umgebung ausgecheckt. Neben drei O2-Wlans und drei Magenta Wlans finden sich auch zwölf Vodafones und zwölf Fritzboxen von 6660 (4mal) bis 7590 (einmal).

    Überraschend: das Büro-Wlan von zwei Häuser weiter.

    Noch lebt auch der Brauch der persönlichen Wlan-Benennung. HaraldJuhnke existiert schon seit Jahren. Erstmals sah ich Flaminguin_2, Requiem 2008, ichbingeil und itsanpiratenet. Wirklich neugierig bin ich allerdings wohin Hotel L’Amour gehört,

    Die Kollegen beschlossen in meiner Abwesenheit, dass Freitag Mettbrötchentag sein wird. Und so begrüßte mich ein Teller mit 10 Mettbrötchen als ich ins Büro kam. Selbstgeschmiert vom Backend-Admin. Ich bin gespannt, ob sich das hält.

    Kraniche überm Edeka

    Über dem Supermarktplatz die Kraniche. Nettigkeiten der mittelmärkischen Hamptons: Vom Supermarktparkplatz aus bot sich der Sicht über umnebelte Felder, an deren Ende ein Sonnenuntergang, über den Feldern ein Trupp Kraniche.

    Ich aber war zu prosaischen Zwecken dort: Pfandflaschen einlösen. Zwei Automaten, einer von einem freundlichen Mensch besetzt, der andere außer Betrieb. „Bruder, der geht nicht.“

    Ich aber beschloss die Geheimwaffe des IT-Supports anzuwenden „Lese die Fehlermeldung“. Und diese teilte mir mit, dass ein Gebinde die Maschine blockiert. Ans Gebinde kam ich ran, zog es heraus, der Automatik piepte zweimal und nahm meine Flaschen. It’s magic!

    Während Madame eine feministische Schreibwerkstatt leitete, begab ich mich auf die Latifundien: weitere Wintervorbereitungen durchführen und vor allem tief durchatmen. Nebelverhangene Landschaft, teils die Pflanzen schon im Wintermodus, teils noch Knospen und Blüten an den Blumen.

    Falls ich einst eine Szenerie für das Setting „märchenartiger Herbst“ suche, werde ich versuchen, dieses Bild in meinem inneren wiederzuerschaffen.

    Weniger märchenhaft war: Rest der Wiese abmähen, Getränkekisten frostsicher umlagern, letzte Außenmöbel umziehen, zu den Tigerschnegeln hinabsteigen und die Woche über das Wasser abdrehen.

    Um den Rasenmäher zu betanken, schraubte ich den Stutzen an den Benzinkanister. Und während ich so zwei Leitungsteile schraubte, dachte alles in mir „Boah, ey, Nein! Ich hab diese Woche echt genug Rohrteile auseinander und wieder zusammen geschraubt.“

    Es glucksert das Rohrlein

    Denn es gibt noch die Rohrverstopfung.

    Bei der kam wie es zu befürchten war:

    Unsere Sanitärfirma sagt „Problem liegt im Hausrohr. Kommen wir nicht ran, Muss die Hausverwaltung machen.“

    Hausverwaltung sagt: „Im Hausrohr ist alles super. Da ist nichts zu tun.“

    Ich sag „WTF. Ich würde gerne abwaschen ohne mir Gedanken um das Abwassermanagement machen zu müssen.“

    Derweil sind die Rohre in der Wohnung gespült genug, dass sich jeglich Flüssigkeit immerhin in diesen Rohren verteilen kann, und damit nicht im Geschirrspüler, auf dem Küchenboden oder anderen Orten landet, bevor sie dann rinnsalweise durch die nicht vorhandene Verstopfung tröpfelt.

    Andererseits ist natürlich komplett klar, was passieren wird, wenn wir dauernd stehendes Wasser in den Rohren haben: Schwebstoffe sinken zu Boden und bilden neue Verstopfungen. Abgesehen davon, dass der Hauptpropfen zwischen uns und Hausleitung alle Verunreinigungen abfängt und abaut und wächst.

    Contenance, eine knappe Ressource

    Wiedersehen mit Bishkek.

    Ilka macht Kimchi und ich werde das Rezept bei Gelegenheit auch testen: Der Trend geht zum Zweitstein.

    Ein Versuch, Volker Wissing zu verstehen (von 2022): Bekennender Christ, der den Konsum verurteilt – und gleichzeitig Verkehrsminister für die FDP. Wie macht Volker Wissing das? 

    Frau Herzbruch ist geschockt:

    Es ist ja auch verrückt: Harris hat alles richtig gemacht, Trump hat alles falsch gemacht. Und das sage ich mit breiter Brust. Ich habe die letzten 100 Tage sehr genau verfolgt, und wenn man einfach nur guckt, was die Beiden gemacht haben, dann kann es faktisch keine Frage geben, wer gewinnt. They’re eating the dogs ist vielleicht das, was am stärksten durchgedrungen ist, aber ich möchte behaupten, dass das noch lange nicht das Dümmste war, was Trump in den letzten Wochen gemacht hat. Im Kontrast mit Harris, die – und das sage ich auch mit breiter Brust – eine wirklich glanzvolle Kampagne durchgeführt hat. Ich habe mir alles angeguckt, alle Ads, viele Auftritte, den gesamten Shebang, weil ich dachte, dass ich davon lernen kann. Am Ende bleibt übrig, dass ich jetzt wieder einmal gesehen habe, dass man alles richtig machen kann, am Ende erreicht man aber die Leute nicht, die hinterher wählen.

    Allgemeines Stimmungsbild: worst day im job ever oder auch letzte Jeans mitgenommen .. Die Reparatur des Autos kostet einen vierstelligen Betrag .. Die Handerwerker – was rege ich mich darüber eigentlich noch auf oder direkt nach dem Home-Office, das ich nur mit knapper Not gegen 13 Uhr nicht an die Wand werfe. Es war insgesamt eher nicht meine Woche, um es bündig zusammenzufassen, und hanseatische Contenance ist gerade eine knappe Ressource.

    Möge das große Capybara mit Euch sein.

  • 23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    23-12-16 Parlami per sempre / Schmodder

    Jürgen Milski trat bei Höhle der Löwen auf (erfolgreich).

    Es wird ein Weihnachts-Let’s-Dance geben.

    Die ersten Bücher der Weihnachtslieferung wurden ausgepackt: Bordieu (die feinen Unterschiede), Baum (Pariser Platz 13) und the Rail map europe. Zu meiner Soziologie-Studiums-Zeit war die gesellschaftskritische Fraktion der Soziologen übrigens noch voll im Linguistic turn verfangen, hat Bourdieu eher skeptisch beäugt.

    Madame errichtete ein Kuchenbuffet. Aber das sollte ausführlicher gewürdigt werden, als mir gerade möglich ist. Zwei rockaffine Gäste recherchierte Sick Tamburos Parlami per Sempre.

    Der Kaptain hat das rote Swappie zurück. Wir konnten es komplett wiederherstellen und gleich noch ADAC und Arte verdrahten.

    Um 22 Uhr beim Kaptain angekommen, um 22:02h klingelte die Polizei und fragte nach einem Nachbarn. (Ja, der wohnt in der Nachbarschaft, nein wir wissen nicht ob er gerade anwesend ist.)

    Entdeckungen im Dithmarscher Supermarkt: Es gibt die Weißweine „Waterkant“ und „Inselbrise“. Trotz Klimakrise wird dieser Wein noch nicht auf den Deichen angebaut, sondern stammt aus den üblichen Weingebieten und wird dann für den norddeutschen Markt gebrandet. Elend des Supermarkt-Weinkaufs: Auf die einzige Frage „taugt der Wein?“ antwortet keine Labelinfo. Da kann man dann auch gleich in Regio-Fantasy machen.

    Entdeckungen vor dem Dithmarscher Supermarkt: Auf dem Parkplatz steht ein Traktor.

    Die Stadt Heide möchte die Dithmarscher Wasserwelt an einen privaten Investor verkaufen. Aber welcher Investor bei Verstand kauft ein Schwimmbad?

    Im Herbst und Winter kommt Dithmarschen zu sich selbst. Die amphibische Gegend, in der Land und Wasser ineinander übergehen. Da kann der Mensch Deiche bauen und entwässern wie er will. Am Ende ist es temporärer Tand gegenüber der Gewalt der Landschaft. Wenn die Luft Nebel wird, die Erde zu Schlamm und die Grenzen zwischen Fest und Flüssig sich auflösen.

    Gemerkte Reise

    Ich versuchte Bahnfahren: ICE1004 von Berlin nach Altona und dann RE6 nach Norden. Obwohl ich schon immer eher paranoid plante mit vielen Reserven im Plan und großzügig gerechneten Eventualitäten reizt die DB das inzwischen mehr als aus.

    Schlechte Nachricht: Der ICE hatte diverse Probleme und kam so spät in Altona an, dass ich den Anschluss verpasste. Gute Nachricht: Der Anschluss war eh komplett ausgefallen, da war’s dann auch egal.

    Anders gesagt: Schlechte Nachricht: Der Anschluss fiel komplett aus. Gute Nachricht: der ICE war so spät, dass ich ihn eh nicht mehr bekommen hätte. Dann war’s auch egal.

    Aufgrund diverser ausgefallener Zwischendurchzüge legte der Anschluss dann ein paar ungeplante Zwischenhalte ein (Hallo Meldorf! Hallo St. Michel!), so dass der folgende Lokalanschluss auch nicht mehr funktionierte. Am Ende: 4 Stunden 5 Minuten für 110 Kilometer.

    Für die Rückreise plane ich ernstlich mit zwei Stunden Umsteigezeit und frage mich, ob das reicht.

    Unter anderem Warten um 21.30h am Bahnhof in Heide(Holst). Überraschend viel los. Mein Highlight: Der Mann um die 30 mit Boombox auf dem Gepäckträger, der dreimal mit seinem Fahrrad den Parkplatz umrundete und Heide-Ost mit Techno beschallte.

    Highlight im Zug: Die Dame, die akzentfrei in italienisch, Englisch und Deutsch telefonierte und anscheinend etwas mit Digitalisierung macht. Die M365-Quote in Berlin ist überraschend hoch. Aber weil Berlin so ein kleines Land ist, ist das auch egal. Wichtig ist Baden-Württemberg.

    Im Zug gelesen: Infos über MIPS und MARS.

    Positive DB-Entdeckung: In der App lassen sich nun auch nicht-gebuchte Tickets unter „Meine Reisen“ vermerken, so dass man zum Beispiel für Deutschlandticket-Strecken, geplante DB-Chaos-Alternativverbundungen oder auch einfach Reisen der Liebsten Echtzeitinfos bekommt.

    J-Pop im Museum

    Von unseren vielen Bahn-Erlebnissen dieses Jahr, war es das dramatischste, als wir die Markgräfler über viele Stunden auf einer Brücke gestrandet wussten. Genau dieser Bahnfahrt widmet der Spiegel einen kompletten Podcast: 344 Minuten.

    J-Pop im Kunstmuseum.

    Spätzle oder Knöpfle.

  • 23-12-14 Tuba mirum Multiplex

    23-12-14 Tuba mirum Multiplex

    Dunkel so dunkel. Morgens zu Dunkel zum Aufstehen. Mittags so dunkel im Büro, dass trotz Sitzplatz neben bodentiefen Fenstern weiterhin künstliches Licht notwendig ist, um nicht über Kollegen zu stolpern.

    Anlässlich eines Anlasses aßen wir französisch. Das verdient aber eine ausführlichere Würdigung als mir gerade möglich ist.

    Durch alle Stadien des Berliner Verfalls, von S-Bahn-Ausfällen bis zu einstürzenden Schwimmbaddächern blieb die BVG ein ewiger Schein des hellen Lichts. Nicht mehr. Die letzten beiden Wochen konnte ich nicht Radfahren. Und ich habe glaube ich länger auf den Bus gewartet als in den zehn Jahren davor zusammen.

    Bushaltestellen an denen eigentlich Gefährte im fünf-Minuten-Takt kommen müssten, mit einer halben Stunde Wartezeit. Buslinien, die alle 20 Minuten fahren in Dreierkombos direkt hintereinander.

    Neues von den Tiefgaragentauben: der Taubenschutzverein spannte jetzt Netze unterhalb von Heizungs- und anderen Rohren, um den Tauben den Zugang zu diesen Sitzplätzen zu verwehren. Jetzt sitzen die Tauben auf den Autos. Nur ein bedingter Fortschritt im Sinne der Parkenden. (Leider stehen dort auch die Fahrräder, die nicht Taubenhinterlassenschaftsimmun sind).

    Ich bekam Schonfrist bis zum 12. Januar

    Das Stadtbad Schöneberg wird am 1. Januar 2024 in Renovierung gehen. Ich glaube, das dritte Mal seitdem wir in der Nachbarschaft wohnen.

    (Kino)

    Laut Wikipedia ist ein Multiplex (Kino), ein „größeres Kino mit mehreren Sälen“. In einem solchen, im CineStar Treptow fand die Personalversammlung der BBB statt. Nun ist Vormittags im Multiplex eine seltsame Zeit, und bei allem gebotenen Respekt, das CineStar Treptow hat offensichtlich auch schon bessere Zeiten gesehen. Es war ein besonderer Ort.

    Die Leinwand wurde genutzt, um während des Ankommens noch einen Lehrfilm über Hautkrebsvermeidung am (Freibad-)Beckenrand zu zeigen.

    Es herrschte Video-, Foto- und Audiomitschnittverbot. Und ich vermute, auch meine Notizen sollten organisanistionintern bleiben. Bademeister*innen Fachangestellte für Bäderbetriebe sind ein besonderer Schlag Menschen, und mehrere hundert von ihnen auf einmal, verstärkt das noch.

    (Verfahren)

    Laut Wikipedia sind Multiplexverfahren Methoden zur Signal- und Nachrichtenübertragung, bei denen mehrere Signale zusammengefasst und simultan übertragen werden. Multiplexverfahren sind Teil des aktuellen Moduls zum Thema „Rechnernetze„. Und das finde ich schon alleine deswegen spannend, weil ich einst ein OpenHPI-Kurs zum Thema „A Half Century of Internet: How it works today“ gemacht habe.

    Beim OpenHPI fragte ich mich schon damals, wie er wohl im Verhältnis zu einem „echten“ Unikurs steht. Mein Fazit nach dem Durchlaufen von beidem: das Anspruchsniveau der Erklärungen erscheint mir ähnlich. Tatsächlich kam mir Hagen sogar leichter vor – das mag aber daran liegen, dass ich mit mehr Vorwissen (u.a. der OpenHPI-Kurs) hineingegangen bin.

    Den Umfang würde ich bei OpenHPI etwas höher einschätzen. Zum Teil andere Schwerpunkte (Hagen: mehr Mobilfunk und Multiplexing, mehr Satelliten, OpenHPI mehr Wlan, mehr Ethernet, mehr OSI-Modell). Aber ich hatte oft den Eindruck, dass OpenHPI noch einen halbe Schritt weiter gegangen ist.

    Der Abschnitt Rechnernetze in Hagen umfasst ein Viertel Modul (also etwa 2,5 ECTS), ich würde OpenHPI also vom Umfang her mit 3 bis 4 ECTS ansiedeln.

    Der Nachweise in Hagen ist aber schwerer. Nicht nur weill es eine Klausur unter kontrollierten Bedingungen sein wird, sondern weil die sich auch auf die gut prüfbaren Teile (Mathe mal wieder, berechnen von Satellitengeschwindigkeiten und ihrer Zentrifugalkraft) fokussiert, während OpenHPI eher auswendiglernen war.

    2DB

    Anstehfreier Blitzeinkauf mit der Deutschen Bahn: 24/7, aber 08/15?

    Als Zugbegleiterin im GDL-Streik.