Kategorie: Alltag

  • 24-05-18 Stettin Oder Uptown-Downtown

    24-05-18 Stettin Oder Uptown-Downtown

    Die EM kommt. In der Verwaltung tauchen erste Fanartikel auf. Ich sah eine Schwarz-Rot-Gold-Einkaufstasche ebenso wie M&Ms in diesen Farben.

    Endlich gehen die Feiertage vorbei. Die Feiertagswochen waren kein Spaß. Die Leute, die etwas von uns wollten, blieben alle in Berlin. Die Leute, die hätten helfen können, waren abwesend. Schlechtes Timing. Zum chilligen (endlich!) Freitag Nachmittag dann noch ein kleiner Bang. Nichts, was mich direkt betrifft, aber doch etwas zum Luftholen.

    Zu Hause der private SAP-Online-Kurs und ein Fluchen meinerseits. Dafür, dass der nicht umsonst war, stören mich inkonsistenzen zwischen Video, Text und Live-SAP-System erheblich.

    Besonders nervig, wenn du irgendwann am Anfang zB Buchung 6430 anlegen sollst und vier Lektionen weiter dann immer Buchung 6503 aufrufen sollst, um damit weiter zu arbeiten. Was natürlich dazu führt, dass ich nie so genau weiß, ob an dieser konkreten Stelle ich jetzt nicht aufgepasst habe oder ob der Kurs buggy ist.

    Hingegen am Schwärmen: Madame besorgte bei der Marktschwärmerei Fleisch vom Weideschwein. Meine Güte schmeckte das großartig. Die Menschen vor 150 Jahren haben zwar gehungert, gefroren und sich von Februar bis Mai nur von Grießbrei ernährt. Aber wenn sie mal Fleisch oder Gemüse hatten, war das wenigstens beste geschmackliche Bioqualität.

    Gelesen unterwegs. Stephen Harrison: The Editors. Ich bin auf Seite 30 und total hingerissen. Es gibt ihn, den guten Wikipedia-Roman. Juhu!

    Dank des Karnevals der Kulturen stellte die BVG die Buslinie zwischen uns und dem Bahnhof Südkreuz ein. Leider, ohne uns bescheid zu sagen. Es erhöht den Abenteuerreiz im Leben, wenn wir es erst mit Koffern an der Bushaltestelle entdeckend.

    Spielhallenkaffee

    F: Herr southpark, sie fahren also Pfingstsamstag mit dem Zug aus Berlin Richtung Ostsee? Sind sie bescheuert?

    A: Öh.

    F: Obwohl sie gar nicht wirklich an die Ostsee wollen?

    A: Öh.

    Das Problem überfüllter Pfingstzüge, die nicht mehr anhalten, von der Bundespolizei geräumt werden und auch ansonsten wenig empfehlenswert sind, fiel uns recht spät auf. Wir beschlossen es mit einer Mischung aus etwas Geld und frühem Aufstehen totzuschlagen. Auf mit dem 1. Klasse-Supersparpreis im ICE1078 um 7:36h.

    Soweit so chillig. Aber es brachte uns eine Stunde Aufenthalt in Pasewalk, der Heimat der telefonischen Telefonauskunft. Dort treffen sich die Bahnstrecken Berlin-Rügen und Lübeck-Stettin, entsprechend imposant ist der Bahnhof.

    Leider lange her.

    Obwohl Dutzende Menschen sich im Bahnhof herumtrieben und Wartezeiten überwunden, ersteckte sich das komplette Entertainment- Geschäfts- und Gastronomieangebot auf „SPIELHALLE. 10 bis 24 Uhr. Kaffee to go.“

    In Löcknitz: Ein Mann, der bewegungslos am Bahnsteig neben (s)einem Koffer lag; auf dem Rücken, Hoodie aufgeklappt. Auf Ansprache nicht reagierend. Erst als der Zugführer kam, ihn schüttelte und energischer auf ihn einredete, setzte er sich auf. Anscheinend wollte er schlafen. Die Aufregung verlief sich, der Zug fuhr davon, im Fortfahren sahen wir, wie der Mann am Bahnsteig sich seitlich einrollte.

    Topfpflanzenmarkt

    Stettin! Ostsee! Eine Stadt, in der wir am Hafen vorbei vom Bahnhof zum Hotel laufen, hat schon gewonnen. Uns begrüßte ein Denkmal des Heringshandels. Ich fühlte mich zu Hause.

    Die oft übersehene Großstadt nahe Berlins. Deutlich näher als Rostock, deutlich größer als Magdeburg und doch.. gefühlt unendlich weit weg. Welch Verlust!

    Unseren Stettin-Trip haben wir aus verschiedensten Gründen mehrfach verschoben. Aber endlich fand er statt. Großstadt mit Meerwind, es gibt fast nichts besseres.

    Dabei anders als andere polnische Städte, die wir besuchten. Dort vereint ein zentraler Marktplatz Bars, Restaurants und Schnusch-Läden. Die Einheimischen gehen in Shopping Malls einkaufen, die sich recht kreisförmig in weiterem Abstand vom Marktplatz angesiedelt haben.

    Hier eine seltsam unzusammenhängende Stadt. Ein kleiner Teil der Stadt mit dem Marktplatz, einigen Restaurant und einigen alten Gebäuden, liegt auf Höhe des Meeresspiegels direkt an der Oder. Alles Andere, Geschäfte, die meisten Bars und Restaurants liegen auf dem Hang, dort einige Nebenzentren bildend.

    Wir liefen fast alles ab. Vom Bahnhof (unten) zum Hotel (unten), vorbei am Schloss der Pommerschen Herzöge (oben), Bagel essen (unten), durch den EU-Park wieder hoch. Dann zur Tourist-Info (oben), zur Bogusława Fußgängerzone (oben) und den Hakenterrassen mit Hafenblick (von oben nach unten). Dort ein überraschender Pflanzen-Markt – gut dass wir mit dem Zug sind.

    Abends wieder Essen unten im Touriviertel, das eines der (weniger stylischen) Ausgehviertel ist. Burger von heimischen Wild und Heilbutt. Lecker war’s.

    Alles unter Mauerseglern, in Dauer-Meerbrise und vollkommen Heuschnupfenfrei.

    Irgendwie schön wie Rostock, und in vielem an die Stadt erinnernd, aber halt doch anders.

  • 24-05-16 Mitarbeiter:in IT Support 1st Level und Service Desk (d/w/m)

    24-05-16 Mitarbeiter:in IT Support 1st Level und Service Desk (d/w/m)

    Die Sonne scheint. Die Fahrradfahrerinnen sprießen. Auch die Fahrradfahrer und die Fahrradfahr*.

    Wir hatten Ganztagsbesuch externer Fachleute. Zur Feier gab es Catering. Es wurde bestellt; selbstverständlich im frugalen Maßstab öffentlich-rechtlicher Ausgabenordnungen. Ich hatte ein belegtes Brot mit Schinken.

    Andernorts gab es ein belegtes Brot mit Ei.

    Madame kommandozentralisierte Fleabag.

    Das neue alte Hoftor bekam Scheiben und eine Torklinke. Das Schloss fehlt noch, aber sein Einbau ist vorbereitet.

    Der Hauptlidl baut um. Die Gemüseabteilung wächst. Fünf Meter hinter dem Gemüse entdeckte ich: Es gibt Schokokuss-Gesundheits-Unterschiede. Die einen klassifizieren sich in NutriScore D, die anderen in NutriScore E.

    Fasziniert lese ich in der New York Times von irgendwelchen Wellnesstrends. Kronzeuge, ein Filmstudent, der 6.200 Dollar/Monat für sein Apartment bezahlt. Mit Bafög geht das nicht.

    Mit Gehaltsstufe 9b TVÖD kann man solche Mieten auch nicht bezahlen. Aber es ist ein recht anständiges Gehalt. Die Berliner Bäder Betriebe AöR suchen dafür einen Mitarbeiter:in IT Support 1st Level und Service Desk (d/w/m).

    Der Arbeitgeber hat seine Exzentrizitäten, aber an sich kann ich ihn empfehlen. Das IT-Team ist super. Ihr müsst allerdings mit mir zusammenarbeiten. Weitere Details gerne auf Nachfrage. Das wichtigste Detail natürlich: Es gibt freien Eintritt in die Schwimmbäder! Juhu!

    Ich begann mit der Einsendeaufgabe für das Fernuni-BWLquam-Modul Planen-mit-mathematischen-Modellen. Eine lustige Kombination aus Flussdiagrammen und Zahlen. Vom Modul selbst bin ich sehr angetan. Es hat eine andere intellektuelle Flughöhe als vieles Andere in der BWL. Aber in seiner Aufbereitung ist es einladend und gut erklärend.

    Langsam weiß ich, woher meine Lernverwirrung dieses Semester beruht. Bisher stellte sich mir jedes Semester ein Modul entgegen, das deutlich anspruchsvoller und aufwendiger war als die anderen. Also war immer klar, welches Modul Lernpriorität hatte.

    Dieses Semester hingegen stehen drei bis vier Veranstaltungen an, die sich in Aufwand und Schwierigkeitsrad recht wenig nehmen. Ich muss mich jedes mal wieder bewusst für eines und gegen drei andere entscheiden – oder ich ringe mich doch mal zu einer echten Planung durch.

    Der Sommer möge bitte bis Oktober fast so bleiben wie jetzt: 20-25 Grad, Sonne, Wind. Nur weniger Allergiezeug in der Luft.

    Der letzte Neopren-Anzug

    Wenn du Schwimmen gehen möchtest und dir das Leben stattdessen Asia-Salat gibt, mach Joghurt-Dressing und radle am nächsten Tag ins Insulanerbad. Selbst die einschlägigen Medien sprachen von Badewetter.

    Das Insulanerbad war also erwartungsgemäß voller als während der letzten Besuche. Die 18-Uhr-Feierabendräumung erfolgte über Lautsprecher und nicht mehr durch eine Trillerpfeifen-Choreographie. Aber trotzdem, acht Personen auf einer geleinten 50-Meter-Dreifachbahn bleiben gemütlich. Dazu Sonnenschein, kaltes klares Wasser, Menschen, die bis an die Ohren grinsten; eine allgemeine spannungsfreie Ausgelassenheit, die nur erster Schnee, erstes Eis und erstes Freibad hervorrufen können.

    Besonders edel für mich: Eintritt mit Betriebsausweis und dann in die persönliche Saisonkabine. Das war jetzt der zweite Besuch, jede Kabinennutzung kostete bisher 40 Euro.

    Zahlreiche alte leere Fahrradständer, beschattet von hohen Bäumen. Im Vordergrund drei angeschlossene Räder.
    Noch ist Platz an den Fahrradständern

    *bonk* *bonk* hinter den Kulissen

    Wie XKCDs interaktiver Comic 2916 „machine“, der mir überraschend viel frögliche Lebenszeit brachte, entstand: Development notes from xkcd’s „Machine“. Weniger technisch, sondern eher im Sinne der Designentscheidungen „Wieviel Freiheit benötigen die User? Braucht es Moderation? Wie deterministisch/zufällig verhalten sich die Kugeln?“

    Wenn ich die Augen schließe und „Westberlin“ denke, erscheint meist etwas vor meinem inneren Auge, das nach Reiner G. Rümmler aussieht. ICC-Unterführung, Fehrbelliner Platz, U-Bahn-Stationen. Der RBB mit einer Bilderstrecke zum Todestag des Architekten

    Ich würde behaupten, dass erst die Einführung der Google Suche das Internet zu dem machte, was es heute ist, und damit die Welt veränderte. Wenn Google die Suche verändert, wird es die Welt verändern. Dies geschieht: Google Search will now show AI-generated answers to millions by default

    Christiane war in Beausoleil, dort, wo Monaco bei durchgehender Bebauung in das ärmere Frankreich übergeht.

  • 24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    Madame verschenkte 80 Kilo Beton in Form von Rohmassenpulver für Estrichbeton an C.

    Ich besorgte 189 Kilo Beton in Form von Rasengittersteinen. Rasengittersteine gehören mit einem Kilopreis von 8,3 Cent zu den preiswertesten Gegenständen, die sich überhaupt im deutschen Einzelhandel erwerben lasse. Dennoch kontrollierte der Baumarktmitarbeiter akribisch, ob ich nicht noch einen achten Stein unter den Zierkieseln zu schmuggeln versuchte.

    Madame setzte Zwoi zwo und Zwoi dro, aka Scarmans Himalayan Musk Ost und Scarmans Himalayan Musk West.

    Den Rest des Wochenendes fuhr sie Achterbahn. Zurück in der Stadt erforschte sie ein Stück Italien in Berlin.

    Die Gazebo nimmt Gestalt an.

    Die Rosen haben sich vom Frosteinbruch erholt. Bis auf Graham Thomas. Der wuchs am frühesten am kräftigsten. Ihn traf der Frost am härtesten.

    Die Alice-Tür-Clematis blüht. Und wie. Auch die Margeriten haben wieder ein gutes Jahr. Wir wissen nicht, wo sie nach all‘ der Zeit herkommen, aber sie blühen fast überall.

    Gegen Sonntagabend vermuteten sieben Kraniche eine Thermik über unserem Garten und zogen Kreise über dem Grundstück. Dabei lief der Grill gar nicht.

    Madame arbeitete sich durch zweierlei Arten der Kontoauszüge.

    Ich barg den toten Käfer vom Schuppenfenster. Er stellte sich als Goldglänzender Rosenkäfer heraus. Erst Opfer, dann verschmäht, von einer Spinne.

    In Berlin ist das Tor ist zurück. Der nächste Versuch von Verwaltung/Eigentümer das wilde Parken im Hinterhof zu beenden. Noch hat es kein Schloss und die Glasscheiben fehlen. Wird das Schloss, falls es kommt, diesmal länger als zwei Wochen durchhalten bevor es fatal vandaliert wird? Wird das weiß gestrichene Tor die erste Nacht graffittifrei überstehen?

    Im Hinterhof, neben dem Müllcontainer, befindet sich ein Stapel aus 15 Krawatten.

    Der Rücken überstand die Wochenendaktion überraschend gut. Nur die Oberschenkel schmollen.

    Israël, Douze Points

    Ein Schweizer Berlinerin gewann den ESC. Bester Auftritt des Abends.

    Die Schweizer waren die Besten waren mit professioneller großer Inszenierung, die gleichzeitig eine ganz persönliche Story erzählte.

    Ich schaue wegen großer Emotionen und überbordender Inszenierung und ich bekam große Emotionen und überbordende Inszenierung.

    Es verstört mich, dass selbst ernstzunehmende Menschen den Dorfproll-Mitgröhl-Beitrag aus Kroatien mochten.

    Angesichts des neuen deutschen Kommentators schauen wir jetzt alle mal leicht beschämt nach oben, pfeifen ein wenig und tun so als hätten wir ihn nicht mitbekommen.

    Was wurde aus metoo und der Frage nach Machtgleichgewichten? Es began sich, dass ein Niederländischer Semi-Star sich gegenüber Produktionsmitarbeiterin missverhielt und Konsequenzen erlitt. Nichts genaues weiß man nicht, aber halb Europa verbündet sich erstmal öffentlichkeitswirksam mit dem Star.

    Mich freuen gleich zwei nonbinäre Teilnehmer*, die beide in den Top 10 landeten. Mich freut, aus wie vielen Ländern, Israel in der Publikumswertung die 12 Punkte bekam. Noch ist Europa nicht verloren.

    Die Matrize der Koeffizienten einer Abbildung von Vektorräumen

    Halbjährlich grüßt das Murmeltier. Das Wochenende betätigte sich vor allem mit dem zweitätigen Studientag Mathematische Grundlagen. Der Gleiche wie im November 2023.

    Dank elendig fehlender zwei Punkte habe ich mir die Wiederholungsrunde eingehandelt. So ganz hat sich „ey, ne, wirklich?“ noch nicht in „ich bin voll motiviert“ verwandelt.

    Aber der Studientag half. Die Dozentin dieses Semester ist definitiv die beste Erklärerin im Umfeld der Mathematischen Grundlagen. Ich und meine 271 Co-Teilnehmer*innen waren begeistert. An ein paar entscheidenden Punkten dachte ich plötzlich „Ach, das ergibt ja richtig Sinn.“

    Plan: Mentoriat wechseln. Nachdem ich eine richtig gute Vermittlung des Stoffs erlebte, sehe ich keinen Grund, mir jetzt im Mentoriat eine richtig schlechte Vermittlung anzutun.

    Studientagen, während die Elster durch die Terrassentür hereinlinst mit Blick auf das sonnenbeschienene Grün im Hintergrund, ist auch netter als Studientagen mit Blick auf die Wohnungswand.

    Blick auf gelb blühenden Ginster, dahinter eine dunkelrot blühende Pfinstrose, weit im Hintergrund eine neu errichtete Pergola.

    Gelernt: ein Zoom-Meeting via Handy-Hotspot verbraucht knapp 3MB Daten die Minute. Nach dem kompletten Studientagswochenende hatte ich, samt Rumdaddeln in den Pausen, 2GB verbraucht.

    Quagga-Mülldeponie

    Kirchen sind Gemeingüter. Wenn sie das auch denken, unterschreiben sie hier:

    Kirchenräume sind jedoch Common Spaces – viele Menschen haben oft über Jahrhunderte zu diesem Gemeingut beigetragen. Wer diese Bauten heute allein privatwirtschaftlich als Immobilien betrachtet, beraubt die Communitas. Staat und Gesellschaft können und dürfen sich ihrer historisch begründeten Verantwortung für dieses kulturelle Erbe nicht entziehen. Deshalb rufen wir dazu auf, der neuen Lage mit neuen Formen der Trägerschaft zu begegnen: mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und deren Ausstattungen.

    Aus dem RBB lernte ich, dass die Brandenburger Badeseen sauberer werden, weil die Quagga-Dreikantmuscheln einwandert. Aus der Wikipedia lernte ich: die Muschel ist ein ganz böser Neueinwanderer. Aus Spektrum der Wissenschaft lernte ich: Alles ist kompliziert.

    Ein wenig stolz bin ich darauf, im Bekanntenkreis mehr aktive Hertha- (1) als Union (0)-Fans zu haben. Aber wenn ich die Dame frage, was im Stadion genau passiert, ernte ich eisernes Schweigen. Um so schöner, dass mequito darüber bloggt. [Sa, 11.5.2024 – das letzte Heimspiel]

    Wir müssen von [dem Kurvenmanager] wissen, wann wir die Tapete hochhalten können. Es geht darum, sich mit dem Vorsänger abzustimmen, damit die Tapete auch entsprechend gesangstechnisch begleitet wird, oder eben auch nicht. Es ist alles Dramaturgie. Der Mann mit dem Reptiliennamen teilt uns mit, dass in zehn Minuten sein Stellvertreter, der mit dem normalen Namen zu uns kommt und uns die Zeit mitteilt. Wir warten 20 Minuten, aber der Mann findet uns offenbar nicht. Später kommt er selber und teilt uns mit, dass uns die Spielminute 20 bis 25 gehört.

    Christiane versuchte in Frankreich eine Mülldeponie zu besiegen.

    Kellerkind badete im Wannsee.

  • 24-05-11 Eins-Be Eins-Null

    24-05-11 Eins-Be Eins-Null

    Madame versteckte den Wal.

    Dafür kamen die IT-Fischaufkleber zum Einsatz.

    Am Bahnhof Südkreuz saß ein rauchendes Minipli-Pärchen: Identische Frisur, nahezu identische Sonnenbrille, beide in sehr ähnlichem Leopardenhemd. Er wies zusätzlich Schnauzer und Geheimratsecken auf.

    Neubrandenburg eröffnete am Vatertag die Saison der Freibadschlögereien. Der einschlägigen Qualitätspresse entnahm ich, dass 60 Personen beteiligten waren, es drei Stunden dauerte. Es ging um eine Strandbad-Eröffnung.

    Der Brückentag verwirrte das Reisegeschehen. Pendler-Prignitz-Express, S-Bahn und Innsbrucker Platz so leer wie nie zu dieser Zeit. Dafür Menschenmassen, die am Brandenburger Tor in die S-Bahn wollen. Anscheinend fährt jede Jugendsportmannschaft Berlins dieses Wochenende über einen Bahnhof in die Ferne.

    Die Brückentagsruhe nutzte ich, um einen komplexeren No-Code-Workflow zu basteln. An sich ist das gar nicht so schwer. Aber wenn man schon ein Dutzend sehr ähnliche Workflows hat und jedesmal aufpassen muss, nicht Trigger mehrfach und falsch zu belegen, wird es anstrengend. Wahrscheinlich wäre eine Yes-Code-Variante inzwischen übersichtlicher.

    Nach Feierabend dasselbe wie vor Feierabend, aber nach einer Hundertachtziggraddrehung, jetzt als User. Auf ins Gefecht mit der Fernuni-IT. Erst den zweiten Faktor für die neu eingeführte Multi-Faktor-Autorisierung eingerichtet. Dann die Literaturverwaltung Citavi installiert und mit der entsprechenden Lizenz versehen.

    Mir träumte, ich suche in Schöneberg die Kneipe in der Madame gelandet ist. Sie schreibt eine SMS, dass die Kneipe direkt am Hafen sei. Erst nach dem Aufwachen bemerke ich, dass Berlin und Hamburg zwei verschiedene Städte sind.

    „Charlottenburg ist ein blöder Bahnhof“ steht in meinen Notizen. Das ist eine zu starke Aussage. Eigentlich kenne ich vom Bahnhof nichts außer der eilig durchschrittenen Unterführung von einem Gleis zum anderen. Aber diese sparkt keinen Joy. Ich testete die Bahnverbindung aus den Latifundien über Charlottenburg nach Südkreuz – und diese ist in keinerlei Hinsicht ein Gewinn.

    Positiv an der Zugfahrt: Ich erhaschte einen ersten Blick auf das neu gebaute Hallenbad Falkensee. Von Außen gefällt mir das. Originell: der junge Herr, der seine Bringdienst-Pizzakarton samt Pizza auf der Kofferablage zwischenlagerte.

    Graben um den Floratempel

    Am Schuppenfenster hängt ein großer Käfer – tot.

    Im feiertäglichen Sonnenschein lungerte eine Libellengruppe auf den Latifundien herum. Sie glänze in Hellblau. Farbschlag Die-Augen-von-Terence-Hill.

    Unser verschiedenen Zwitscherapps meinen eine Gartengrasmücke zu hören. Da diese klein, braun und scheu sind, werden wir den Vogel eh nicht bewusst sehen können und glauben den Apps. Wir vermuten, dass hinter dem Brennholzstapel eine Amsel nistet. SIcher nistet ein Elsternpaar im Ahorn des Nachbarn und nisten Schwalben im ehemaligen Kremmener Bahnhofsgebäude.

    Der Floratempel steht. Die Nachbarn äußern ein sozial angemessenes Maß an Bewunderung.

    Ich buddelte. An einer Seite kommt das Erdreich sehr nah an die Terrasse, was langfristig zu nasser Erde auf Holz führen wird, was zu verfaulendem Holz führen wird und das ist alles ungut. Also entfernte ich mit dem Spaten reichlich Erde.

    Es sieht schick aus. Stände ich auf Miniaturbau, könnte ich jetzt eine römische Festungsanlage in Spurweite 0 in den Graben bauen. Mein Rücken allerdings fühlt sich an, als hätte ich ein komplettes Heerlager ausgehoben. Nix gewöhnt.

    Die Pfingstrose blüht kräftig wie seit Jahren nicht mehr. Dieses Jahr wurde es früh genug warm, ohne dass sie zum Ende der Blütezeit hin bereits in trockener Hitze verdorrt.

    Der Zierapfel verlor im Frost all seine Fruchtansätze. Die Birne schiebt noch eine handvoll Nachblüten nach, um die Frostverluste auszugleichen.

    Ein kleiner Apfelbaum wirft Schatten auf ein kleines Staudenbeet. Im Hintergrund ein Acker.

    Steve Albini ist tot

    Steve Albini ist tot: Steve Albini, Studio Master of ’90s Rock and Beyond, Dies at 61

    Die MIttelpunktbibliothek Schöneberg wird 60 Jahre alt und feiert Jubiläum.

    Letztens noch saß ich im EC8, entdeckte den Panoramawagen im selben Zug und fragte mich, was ich wohl unternehmen muss, um dort einen Platz zu bekommen. Jetzt lerne ich: es wäre ganz einfach gewesen. Aber es war auch meine letzte Chance: Schöne Aussichten: Im Panoramawagen durch Europa (via Kieselblog)

  • 24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    24-05-09 Eins-A Eins-Null (der ganze Floratempel)

    Der Jungen-Späti, Ex-Stop Shop, ist jetzt Dein Späti. Den Herzchen im Logo nach, dem rosa Spielzeugständer nach, dem Kuchenbuffet nach, und der allgemein stark zugenommen Ordnung nach scheint sich der Jungen-Späti ohne Anlauf in den Mädchen-Späti verwandelt zu haben.

    Als wir die Schild-Montage betrachteten, entdeckten wir, dass im Laden vor langer Zeit eine Reinigung lebte, deren Fassadenschrift Fassadenspuren hinterließ.

    Madame brachte zwei halbe Waldhühner mit.

    Hoher finnischer Staatsbesuch fuhr im vollen Geschirr mit Motorradeskorte und Polizeikonvoi über den Innsbrucker Platz. Die Autos mussten gut fünf Minuten warten. Der entertainmentfreudige Teil in mir erwartete sekündlich den Ausbruch von Schlägereien.

    Für Madame bewährte sich die jahrelange Lektüre der Grundschulzeitschrift. Jetzt auch schriftlich.

    An Professor Transformation leiteten wir eine Einladung nach Bielefeld weiter.

    Kaptain – Scharbeutz – Badauz. Aber mit vereinten Kräften scheint alles zu funktionieren.

    Ich sollte öfter spätabends an den Bahnhof Zoo. Es ist dieses Land zwischen Wachsein und Traum, dieses nicht mehr Reale, das dort stattfindet. Die Gestalten sind so seltsam und teilweise furchterregend wie auch tagsüber. Aber es wirkt alles stimmiger, entspannter, mehr bei-sich-selbst. Ein Ort, den es so nur in Großstädten geben kann. Wenn es Portale in andere Welten gibt, so tauchen diese sicher spätabends am Bahnhof Zoo auf.

    Der Floratempel steht.

    Zwei Quadratmeter Steglitz

    Korrekt ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg. Auch noch korrekt – immerhin gemeldeter Nebenwohnsitz – ist es, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg und auf den Latifundien. Seit Mittwoch ist es zumindest ein kleines bißchen korrekt, wenn ich sage, ich lebe in Schöneberg, auf den Latifundien und im Sommerbad am Insulaner.

    Denn ich mietete gut zwei Quadratmeter Insulanerbad. In der überaus historischen Kabinenanlage existieren etwa 25 abschließbare „Saisonkabinen“ und eine davon sicherte ich mir. Irgendwie wollte ich das schon immer mal machen. Dieses Jahr dachte ich mir, die Gelegenheit wird nicht günstiger. Von Mai bis September habe ich ein klein wenig Freibad für mich alleine. Wir können dort einen kleinen Dauervorrat an Handtüchern, Schwimmbrillen und Sonnencreme deponieren.

    Der Badbesuch darf bis in den September hinein gernso so bleiben wie am Mittwoch: 20 Grad, ab und an Sonne. Auf acht Bahnen verteilten sich acht Schwimmer*innen, und ich konnte schwimmen, treiben, planschen, tauchen – in Mitten einer der schönsten Parklandschaften der Stadt in der Sonne bei wunschgemäßem Nordseewetter. Es wird nicht mehr besser werden.

    Love, Actually

    The Fall Guy läuft im Kino. Unter älteren Deutschen ist das Szenario auch bekannt als die Welt aus der Fernsehserie Ein Colt für alle Fälle. Stuntman Colt Seavers erlebt Abenteuer am Set und außerhalb des Sets, begleitet von seinem GMC-Truck.

    Damit sind die Gemeinsamkeiten zwischen der betulichen Achtziger-Jahre-Serie und dem 2024er Hollywood-Blockbuster auch schon komplett beschrieben.

    Mir gab der Film die Chance gleich mehrere Ziele zu erreichen: Endlich mal in den Zoo-Palast, endlich mal ein Explosions-Film mit Handlung, endlich mal einen ganzen Film lang in historischen Pick-Ups schwelgen.

    Welch ein Gewinn!

    Gegenüber der Fernsehserie hat das Tempo um ein vielfaches angezogen. Die Stunts sind spektakulärer. Ryan Gosling als Colt Seavers ist fast so hinreißend wie Hannah Waddingham als Producerin Gail Meyer. Der Humor ist gleichzeitig alberner und tiefgründiger. Es gibt echte Dialoge. Der Plot ist kein Meisterwerk, aber immerhin kann er den Film tragen. Sogar ein wenig RomCom-mit-Explosionen kann er.

    Und es gibt >1 Frauen mit Namen und handlungstragenden Sprechrollen. Am besten natürlich die Bösewicht, die auch nicht davor zurückschreckt gegen Toxic masculinity zu wettern, während sie den toxigsten aller Males protegiert.

    Meine Lieblings-Dialog-Szene war aber dann doch, wo die Gutewichtin erzählt, dass sie jeden Weihnachten Love, Actually schaut.

    Einfach Popcorn-Kino at its best. Explosionen, fliegende Autos, wunderschön choreographierte Kämpfe in offenen Containern die von rasenden Autos durch Sydney gezogen werden.

    Einfach ankommen, in den Kinosessel setzen, fallen lassen und zwei Stunden Spaß haben. Ein wenig war ich an Everything everywhere.. erinnert.

    Ich bin Fan.

    Und ich war im perfekten Kino. Die Vorstellung in Originalversion führte mich im Zoo Palast in den Saal Clubkino B. Das Clubkino weist mit seinen 39 Plätzen eher Schuhschachtelformat auf und ich war schon fast enttäuscht. Aber was soll ich sagen: beeindruckende Leinwand- und Vorführtechnik, beeindruckender Ton, selbst ein solch bildgewaltiger Film wirkt in diesem Miniatursaal nicht unpassend.

    Nacht, Eingangsbereich Zoo Palast mit dessen Fassade, daneben ein Glaskasten mit Fall-Guy-Poster und das Schild der Zoo Loge.

    Vier Hochzeiten 30 Jahre

    Aber auch: ich glaube ich sollte es tun, und den Film noch mal im 800-Zuschauer-Mega-Ereignis-Saal-1 sehen. Auch wenn ich dann den deutschen Ton durchleiden muss. Welchen, wenn nicht diesen Film?

    Four Weddings and a Funeral wird dreißig. Die Macher*innen erzählen. Wie war es ohne Budget und mit lauter Unbekannten einen der größen RomCom-Erfolge aller Zeiten zu drehen: ‘I thought: “I’ve engineered the death of Hugh Grant!’’’ – the inside story of Four Weddings and a Funeral

    Es gibt ja diese Blogs wo Menschen in schlechter Laune zu Hause sitzen und mehr oder weniger tiefgreifend Politik analysieren. Ich verstehe intellektuell wie es dazu kommt, sehe auch einen gewissen Sinn dahinter. Aber ein Teil von mir ruft immer mal wieder innerlich „Herrje, wenn es so schlimm ist, dann tu doch wsa.“

    Und es gibt dieses freundliche Garten- und Handarbeitsblog dessen aktueller Post endet mit:

    Im Keller fand ich endlich meine Kabelbinder von der letzten Kommunalwahl. Die begleiten mich nun bis Anfang Juni, zusammen mit Zange und Schere. Das Equipment benötigte ich im Laufe der Woche immer wieder. Wahlplakate sind nicht allermanns Freude, aber abgerissene Tafeln sind viel schlimmer! Ich binde sie wieder fest, nicht nur die, auf denen ich zu sehen bin.

    Großen Respekt!

    Wer wollte sie nicht sehen wollen: das komplette NYtimes Red Carpet Roundup der Met Gala.

    Im ESC lief das erste Halbfinale – und das ist genauso wenig ein Gesangswettbewerb wie große Oper ein Liederabend ist. Tatsächlich musste ich angesichts von überbordender Inszenierung, ganz großen Gefühlen und Gaga-Storytelling mehr als einmal denken „was für eine fantastische Oper.“ Zum Beispiel aus der Ukraine oder Kroatien.

  • 24-05-07 Elster in Apfelbaum sehr dekorativ

    24-05-07 Elster in Apfelbaum sehr dekorativ

    Die kleinste europäische Schafrasse heißt gar nicht Quessant. Sie heißt Ouessant.

    Ouessant lässt sich gleich viel besser zu Croissant vernuscheln.

    Madame errang 97. Ich wünsche einen stolzen Glückwunsch!

    Madames Beuteschema beinhaltet das Graecum. Da habe ich echt Glück gehabt.

    Mit Professor Transformation parlierten wir über das Reisen im 19. Jahrhundert: Funktionierte auch.

    Langsam entwickle ich wieder Fernuni-Energie und nehme am Mathe-Mentoriat teil. Auf seine Art auch ein Erlebnis.

    Mir ging es ganz gut. Ich kannte den Stoff aus dem letzten Semester. Dort hatte ich ihn auch schon mehr oder weniger verstanden. Um wieder gedanklich in Fahrt zu kommen und Hirnregionen zu reanimieren war das Mentoriat okay.

    Aber wäre das die erste Runde gewesen: Nichts nie hätte ich verstanden! Selbst wenn ich bis zum Ende durchgehalten hätte ohne vorher einzuschlafen. Das geht besser. Das hat die Fernuni auch schon besser hinbekommen.

    Genios ist nach Hackerangriff mittlerweile seit einem Monat vom Netz.

    Auf der Heimfahrt nach Berlin gelernt: wer in der S25 zwischen Hennigsdorf und Südkreuz Leute kucken will, sollte in Fahrtrichtung links sitzen. Die Zahl der Inselbahnsteige übersteigt deutlich die der Außenbahnsteige.

    Der wilde wilde Westen fängt gleich hinter Spandau an

    Eine gute Nachricht. Die Country-Cover-Band Hufnagel, uns weltberühmt von der Brala, wird auch beim Erntefest Bärenklau auftreten. Das soll etwas bedeuten. Denn Hufnagel traten bereits 1991 mit Lasso und Peitsche in der ARD und 1990 im jung-naiven Sender RTL auf.

    Wie ich der Bandgeschichte entnehme waren sie auch Gäste in semilegendären längstverflossenen Westberliner Musikkneipen: Eierschale an der Berliner Gedächtniskirche, Joe am Wedding, Habels Bierhaus, Joe am Kudamm, Alabama-Wedding – alle Kneipen längst verschwunden.

    Eine Band, die 1979 gegründet wurde und sogar einmal in den deutschen Country-Musik-Charts war kann in ihrer Bandgeschichte viel erzählen.

    Dackelrennen, Hufnagel.. jetzt muss nur noch der Shanty-Chor Kremmen beim Bärenklauer Erntefest auftreten und alles Wichtige ist beisammen.

    Kultur und Beeren

    Zum Frühstück hoppelte ein Feldhase durchs Bild.

    Am Sonntag gingen wir aus – in die kleine Stadt. Wie besichtigten die selbsternannte Ackerbürgerstadt Kremmen mit ihren 3000-4000 Einwohnern, dem Spargelhof und den zwei Geldautomaten.

    Wir entdeckten nach nur Anderthalb Jahren: Es gibt mit dem Altstadtstübchen – l’Antica Torino einen vermutlich arabisch betriebenen Italienier, der testenswert wirkt.

    Vor allem entdeckten wir: Kultur und Beeren. Langsam scheint auch etwas Off-Kultur aus Berlin nach Kremmen zu schwappen. Die Reformbühne Heim&Welt ebenso wie die Brauseboys und andere schöne Sachen.

    Wo der Spargelhof, der große Eventveranstalter, sich sehr bemüht alle mitzunehmen und im Mainstream zu bleiben, haut Kultur und Beeren mal kurz eine „gegen Rechts“-Wahlparty am Vorabend der Brandenburger Landtagswahl heraus.

    I am intrigued.

    Im Garten: der Schneeball wirft sich in leuchtendes Weiß als wolle er diese Wochen heiraten. Die Nachtigall singt ununterbrochen, selbst am Bahnhof Kremmen.

    Die Staudenbeete entwickeln sich stark in Richtung 3D und zeigen schon jetzt grüne skulpturale Architektur. Gefühlt noch eine Woche, und die Beete werden bunt.

    Madame erweiterte 1L.

    Die Gazaube bekam den Anfang eines Fußbodens.

    Rasenkantensteine, mit Beton ausgegossen, darüber Latten als Basis einer Terrasse.

    Ein Date

    Über den protestantischen Friedhof ging es zu Bifteki und Gyros. Kellerkind tritt vermutlich ein – aber noch nicht in eine Partei.

    Sie hat Dates mit Polycules. Aber nicht solche Dates.

    Der mallorquinische Olivenzweig steht für die Palme. Er wird nächstes Jahr an Aschermitwoch verbrannt.

    Nur nicht zu lang schreiben.

    Es folgt: Strandbad Wannsee.

    geschäftsideen für spargeldegustationen

    In Büsum eröffnet der neue Brunnenplatz.

    Poupou machte den ganzen 5. Mai etwas.

  • 24-05-05 Das RBB-Besamungsteam – mehr als ein Job

    24-05-05 Das RBB-Besamungsteam – mehr als ein Job

    Jede nachträglich angebrachte Polsterung unter einer Schranke erzählt eine Geschichte.

    In West-Berlin brennt eine Fabrik. die über zwei Ecken mit einer Luftabwehrherstellungs-Fabrik zusammenhängt. Die russischen Medien feiern. In Dresden werden rot-grüne Plakataufhänger schwer verletzt zusammengeschlagen.

    In Kremmen fordert ein Poster: Krieg und Klimawandel – Verhandeln statt Waffen!

    Im Oberhavelland hängen Plakate verschiedener Freier Wählergruppen, von Volt, der AfD, der Linken, der CDU, der SPD und der Piraten.

    Nur die Grünen-Plakate hängen nicht. Mehr.

    Madame testete die Diretissima von der Hafenstadt zum Prellbock. Neben dem Prellbock wird sie imitiert.

    Sie fragte sich, ob die Annette aus Annette ein Heldinnenepos als A-nét-te ausgesprochen wird oder Á-nett. Bei einem Epos mit Versmaß macht das Unterschiede.

    In Berlin spendierte uns der Slow Cooker eine samtige Tomatensuppe. Vielen Dank für das Rezept!

    Professor Transformation stand mit seinem Köfferchen im Bayerischen Viertel.

    Den Abend verbrachten wir mit Professor Transformation und seinem Geschenkwein auf der Terrasse, betrachteten Sommerdreieck und Großen Wagen. Den Soundtrack lieferte eine Nachtigall. Der Professor stellte dank seiner App fest, dass über uns das Flugzeug Rom->Peking flog.

    Gespräche über Wikip/media und deren notwendige Transformation.

    Gespräche über gescheiterte Diskussionen. „Es muss auf Augenhöhe stattfinden. Aber dafür müsste die Partei, die etwas will, auf einen Stuhl steigen.“

    Darauf ein Cujamara Split

    Freubad

    Das Insulanerbad hat offen. Und es ist noch viel schöner als letztes Jahr. Kleine Umbauten an den Außenanlagen haben der Anlage aufgeholfen.

    In vielen Bädern staune ich, wie sehr sich die Persönlichkeit der Badleitung im Bad niederschlägt. Naja, und die Leitung vom Insulaner ist einfach eine coole Socke. Schön, dass es auch im Bad so deutlich wird.

    Dank BVG-Verspätung rutschten wir knapp vor Kassenschluss ins Bad. Kassenkraft et moi erkannten uns gleich wieder. Ein Schritt hinter das Drehkreuz und sofort war der Park da, der Blick auf das Shakespeare-Theater, die übliche Mischung aus Stammschwimmern und Familien und es war ein wenig wie nach Hause kommen.

    Die Saison ist noch jung. Ob Fachangestellte und Rettungsschwimmer*innen auch im August noch so viel Enthusiasmus und Wir-schließen-jetzt-sie-müssen-gehen Cheoreographie aufbringen?

    Und erst das Schwimmen, hach, the Freubadsaison is back. Einzige Aufgabe: den Code von Madames Zahlenschloss rekonstruieren.

    Hufnagel singt Johnny Cash

    Die kleinste europäische Schafrasse heißt gar nicht Croissant sondern Quessant.

    Die kleinst originär deutsche Schafrasse – die Skudde – ist inzwischen die dominierende Schafrasse in Brandenburg. WIr waren im MAFZ Paaren/Glien und bildeten uns weiter. Denn es war Brala – die Brandenburger Landwirtschaftsausstellung.

    Diese liegt netterweise nahe der Latifundien. Dass wir es schafften nach Jahren der Abwesenheit wieder dorthin zu gelangen, spricht für eine Normalisierung und Alltagisierung zumindest unseres Lebens in letzter Zeit.

    Es gab die übliche spannend-kuriose Mischung aus Volksfest und Fachveranstaltung. Das „Sperma-Sonderangebot“ für Rinderzüchter stand neben Hüpfburgen und Gartenmöbelverkauf.

    Die zahlreichen Anbieter von „wir stellen Solarparks auf ihr Land“ standen neben Wildfleischdirektvermarktern und der den Softeis-Verschenkern vom Jagdverband. Irgendwo zwischen Fachveranstaltung und Familienfest siedelten sich die Hühner- und Kaninchenzüchter*innen an. Auf zwei Bühnen trat alles auf von der Country-Coverband Hufnagel bis zu den Funkenmariechen des Nauener Karnevals Clubs.

    Mein Favorit: der Geschwindkeitswettbewerb im Einsammeln und Neuaufstellen eines elektrischen Weidezauns für Schafe (mit Doppellitze!). Wir sahen, wenn man nicht aufpasst, kann man sich schnell im Zaun verheddern und ist für immer gefangen.

    Eigentlicher Kern der Veranstaltungen sind aber die Zuchtschauen. Rinder- Pferde- Schaf- und Schweinezüchter*innen präsentieren ihre besten Tiere. Das Landwirtschaftsministerium, Verbände und der Landkreis verteilen Goldmedaillen und Ehrenpreise. Tiere und Züchter*innen werden durch den großen Ring geführt und vorgestellt.

    Mann führt Charolais-Bullen

    Bei den ganz kleinen Jungzüchtern der Altersklasse U6 kann es auch mal vorkommen, dass das Kalb den Jungzüchtern durch den Ring führt und nicht umgekehrt.

    Schön für uns: Wir lernen sehr viel über aktuelle Landwirtschaft und die dort verwendeten Tiere und Rassen.

    Positive Nebenentdeckung: Gar kein offensichtliches Faschismus-Tattoo oder T-Shirt; für „Das ländliche Brandenburg trifft sich“ hätte ich Schlimmeres erwartet.

    2CV

    Professor Transformation erzählt von KI während ich mich gerade mit der „Verfahrensanweisung Passwort“ beschäftige. In der Wikipedia lernte ich aktuellen Empfehlungen:

    Die Länge eines Passworts sollte nach oben hin nicht begrenzt sein, soweit aus Nutzersicht sinnvoll. Es sollte also möglich sein, Passwörter mit 1000 Zeichen zu verwenden. Extrem lange Passwörter mit über einer Million Zeichen dürfen jedoch abgelehnt werden.

    Texaner zersteiten sich über das German Heritage Festival in Muenster, Texas: A Battle Over Beer Split a Texas Town’s Biggest Party

    Kellerkind meetet in Potsdam.

    Christa Chorherr erzählt von ihren alten Autos, insbesondere den 2CVs (aka Ente).

    Eva Farniente wurde durch das alte Frankfurter Polizeipräsidium geführt. Ich bin wahnsinnig neidisch, aber danke vielmals für den Bereicht.

    Nächstes Wochenende beginnt die Potsdamer Footballsaison und die Orangen fahren aus. Wünsche viel Glück, bin aber auf der anderen Seite von Berlin verplant. Bereits ausgefahren ist ein oranger Stuhl.

    Am 14. September ist Dackelrennen in Bärenklau.