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  • 26-03-12 Whisky. Danach auf den Boden legen und Musik hören.

    26-03-12 Whisky. Danach auf den Boden legen und Musik hören.

    Bienen und Schwebfliegen schwirren in der Kornellkirsche. Auch wenn wir theoretisch auf einen Parkplatz schauen wirkt es optisch wie ein Garten. Es ist ein sehr sympathischer Parkplatz.

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    Mir träumte von wilden Abenteuern in einer Ferienwohnung. Diese Wohnung ähnelte stark unserer neuen Wohnung. Was passt: Auch fünf Monate nach Einzug fühlt es sich hier immer noch im positiven Sinn nach Ferienwohnung an. Alles so leicht und hell (und halt auch kleiner) und mit Blick ins Grüne.

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    Die defekten Rolltreppen am Hauptbahnhof/Südkreuz werden langsam ein Berliner Wahlkampfthema.

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    Die Fernuni schickte mir eine erste Einladung zur Absolventen-Ehrung am Campus Berlin.

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    Originellerweise schickt mir die Fernuni auch lauter Einladungen für Studien-Anfangs-Veranstaltungen. Das Sommersemster 2026 wird halt mein erstes offizielles Mastersemester sein.

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    Gastronomische Hyperkorrektur am Café neben dem Büro: „Kalbsschnitzel Wiener Art.“

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    WordPress möchte im Halbtagestakt Updates auf neue Versionen installiert haben. Das ist bei Software ein schlechtes Zeichen. Die Logs sprechen dann auch wenig überraschend von Sicherheitsupdates.

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    Es waren drei Arbeitstage.

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    Was alles in wenigen Stunden eines gewöhnlichen Werktages passieren kann. Einiges wird Nachwirkungen über Monate haben, anderes ging schnell vorbei.

    Karpfenchinkali

    Besonders nett an diesem Werktag war das Kleintreffen der Karpfengruppe. Wie der gesamte Mittwochnachmittag stand auch dieses erstmal unter einem schlechten Stern: Nicht nur sagte die Hälfte der Anwesenden wegen Unwohlsein ab, selbst die als Ort avisierte Resonanz schloß sich an: Heute wegen Krankheit geschlossen.

    Dann aber wurde es schnell besser. Der Georgier direkt gegenüber der Resonanz (Il Ostan) hatte nicht nur geöffnet, sondern auch Plätze in der Abendrestsonne, georgisches Bier und allerlei Teigtaschen mit Kartoffeln, Pilzen, Hack, Käse und Schmand. Ich glaube jemand schwebte vor Freude über Nudeln mit Kartoffeln.

    Ach, diese Chinkali, diese wunderbaren Chinkali.

    Wir redeten darüber dass Informationswissenschaft- und Kommunikationswissenschaft ja nahezu dasselbe sind und Informatik und professionelle Kommunikation damit quasi auch.

    Es ging um Athen und Berlin-Websiten, um den Youtube-Kanal unserer Arbeitgeberin und Gründe, um aus Leipzig wegzuziehen. Außerdem um Geschwindigkeit, so ganz allgemein.

    Ein Teller mit Khinkali und ein Gefäss mit überbackenen Teigtaschen auf einem Tisch,

    Ihr seid Spaghetti!

    Bevor es hätte ausufernd werden können, musste ich aufbrechen. Denn um weiter aus seinem nachmittäglichen Formtief herauszukommen, hatte der Mittwoch einen Film auf das Programm gesetzt.1 Die Spielplandaten von „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ schwinden. Bevor sich der Film ganz aus dem Kinoprogramm verschwindet, wollten Madame und ich ihn sehen. Es lief Abends im Kant Kino Saal 4.

    Ich testete neue Westberlin-Strecken. Mit der M46 zum Ku’damm, dann ein paar Meter zu Fuß und mit dem X34 die Kant-Straße hinunter, um Madame zu treffen. Eine Stadt, die ich schon ewig kenne, aber auf neuen Wegen mit neuen Perpesktiven – erwähnte ich schon ein gewissess Ferienwohnungs-Feeling in den letzten Wochen?

    Schauspielschulenfilme

    Ach diese Lücke.. ist einfach ein schöner Film. Und wie es sich gehört bei einem Film über eine Schauspielschule, insbesonders ein sehr schön gespielter Film.

    Der Film orientiert sich am gleichnamigen autobiographischen Roman von Joachim Meyerhoff. Er schildert die Zeit wie Meyerhoff von 1989 bis 19922 an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München studierte, während er gleichzeitig bei seinen Großeltern: einer ehemaligen Filmdiva (Inge Birkmann) und einem emeritierten Philosophieprofessor (Hermann Krings) wohnte.

    Es ist einerseits ein Film über einen jungen Mann, der immer mehr zu sich selbst und ins Leben findet und andererseits über ein altes Paar, das immer weniger wird und am Ende komplett aus dem Leben schwindet; ein Film mit zwei Bewegungsrichtungen zum Leben und im Leben stehend: Lustig, traurig, anrührend, beängstigend, fröhlich.

    Ins Leben hinein

    Diese Doppelbewegung. Da ist der junge Joachim, halb aus Trotz zur Schauspieler kommend, halb aus Überzeugung. Der Joachim, der irgendwie schon dazu gehören möchte, aber sich allem verweigert was irgendwie peinlich, herausfordernd oder seltsam ist.

    Und eine Schauspielschule bietet sehr viele Gelegenheiten für peinliche Herausforderungen. („Jetzt seid ihr Spaghetti! Und ihr fallt in kochendes Wasser!“) Immer in diesem seltsamen Zwischenspiel, dass er eigentlich dazu gehören will – aber nicht so!

    Sehr schön besetzt mit Bruno Alexander, der als einziger Schauspieler einer wichtigen Rolle im Film nie an einer Schauspielschule war – und vielleicht deshalb das Befremden über das Leben dort und auch eine Art des Spiels besonders gut herüberbringen konnte.

    Aus dem Leben heraus

    Hach, und das Paar, die Großeltern (gespielt von Senta Berger und Michael Wittenborn). So aufeinander eingespielt und nach Außen schrullig wirkend wie vermutlich viele ältere Paare. Wir fühlten uns sehr erkannt. Auch wenn wir kein Duo-Gurgeln betreiben oder Punkt fünf zur Schlag zahlreicher Uhren den Whisky öffnen – wahrscheinlich bietet jedes Paar genug Beobachtungen für solche Momente.

    Sie sind hinreißend, wenn sie gemeinsam aber getrennt Gymnastik machen. Oder wenn er, Ordinarius für Philosophie, immer wieder gerne zustimmend wiederholt, was sie gerade gesagt hat. Oder wenn sie, zu Meyerhoffs befremden, erklären, dass sie Musik am besten nebeneinander auf dem Teppichboden liegend hören können und das sofort in die Tat umsetzen. Damit dann der eine oder die andere oder beide nach diversen Champagner und Whisky am Abend vom Treppenlift ins Schlafzimmer gehievt werden.

    Es ist anrührend, wenn man sieht wie die Routinen und Abläufe immer ein wenig weiterschrumpfen, weil es nicht mehr geht. Während gleichzeitig der junge Meyerhoff immer weiter ausgreift, größere Kreise zieht, in die Wellt tritt.

    Wirklich ein schöner berührender Film. Nicht ganz so großartig in Kamera, Ausstattung und Sound wie Hamnet – aber ähnlich großartig gespielt.

    Hit is muchel to seggen all þat pinunge hie on me uuroȝten

    Ein sehr schönes Experiment. Ein durchgehender Reisebericht, der in jedem Absatz sprachlich ein Jahrhundert zurückrutscht. Bei mir kostet es ab 1500 Mühe, ab 1200 bin ich raus.: How far back in time can you understand English? (via The Curious About Everything Newsletter #60)

    Auch über die englische Sprache schreibt Herr Rau. Konkreter vor allem über /æ/, /e/ und /ɪ/: Aussprache-Spiele und -Videos

    Um im Thema der letzten Einträge zu bleiben, legt der Guardian nach: The unbelievable life of Leo Sayer! The songs, the sex, being swindled – and a spooky phone call from Elvis

    Anmerkungen

    1. Yorck Unlimited No. 15 dieses Jahr – 15,86€ pro Besuch. ↩︎
    2. Punktgenau dasselbe Jahr in dem der andere große Schauspielschulenfilm Kleine Haie gedreht wurde. Die beide grundverschiedene Filme sind aber dasselbe Setting haben. Anlass für ein Double Feature. ↩︎
  • 25-02-11 Sopran, Theorbe, Barockharfe

    25-02-11 Sopran, Theorbe, Barockharfe

    Dota veröffentlichte ein neues Lied: Kettenkarussel: (Sammel-Streaming-Link)

    Good Times im Good Time mit Ente Classic und Bebek Cocos. Irgendwann werde ich dort Nasi Goreng bestellen, nur um zu wissen, wie es schmeckt, wenn es Profis zubereiten.

    Madame ist verspätete Tochter der römischen Provinzen Germania superior/ Maxima Sequanorum. Seitdem ich sie kenne, erzählt sie, dass sie einfach merkt, ob sie Cis-Limes oder Trans-Limes in Deutschland unterwegs ist. Ich hmme dann.

    Aus dem Bauchgefühl verschiedener Deutschlandreisen halte ich die These für plausibel. Aber der Limes und die römische Zeit in Deutschland sind 1500 Jahre her. So lange kann Prägung nicht anhalten.

    Madame wurde durch Forschung bestätigt: Der Limes bildet einer internationalen Studie zufolge seit zwei Jahrtausenden auch eine psychologische Grenze zwischen der deutschen Bevölkerung diesseits und jenseits des einstigen römischen Befestigungsgürtels.

    Ebenfalls lautet Madames These, dass die FDP in der Ampel an sich selber scheiterte. Die Partei hatte offenbar Niemanden, der in der Lage war, FDP-affine Themen zu finden, die umsetzbar waren.

    In der deutschen Bürokratie zum Beispiel befindet sich mehr Sinnvolles als man von außen denkt. Aber dort befindet sich auch viel historischer Unfug und wild gewachsene Umständlichkeiten. Wenn die FDP diese identifiziert hätte, wären sie zur Freude Aller abzubauen gewesen. Aber die FDP fand keine Themen. Orientierungs- und hilflos stolperten sie durch die Koalition, nur um sich am Ende bockig auf den Boden zu setzen und den anderen die Beine wegzuziehen.

    Hier bekam Madame Recht von der FAS „Eine Partei ohne Profis

    Seit einigen Wochen habe ich das WordPress-Plugin WP Armour – Anti Spam installiert. Das hat den Eingang von Spam-Kommentaren in diesem Blog von mehreren Dutzend am Tag auf Null reduziert. Ein voller Erfolg. Leider frisst es anscheinend auch WordPress-Pingbacks.

    Mein Verständnis des Moduls Betriebliche Informationssysteme wächst weiter. Langsam glaube ich zu verstehen, warum es so ist wie es ist. Der Lehrstuhl hätte gerne etwas richtig Cooles zum Zusammenspiel zwischen Standardsoftware und maßgeschneiderten Anpassungen in echten industriellen Produktionsbetrieben gemacht. Leider wurde er mit einem Einführungsmodel für Wirtschaftsinformatiker gestraft.

    So schwankt das Niveau wild zwischen Wunsch und Wirklichkeit, passen die Klausuraufgaben nur manchmal zu den Übungen im Modul. Leider verlor der dann auch die Lust am Modul. In einem Text zur Softwareentwlickung keine Literatur zu verwenden, die nach 2007 erschienen ist, spricht nicht für Hingabe.

    Aber langsam beginne ich das Modul in all‘ seiner Unvollkommenheit zu mögen, arbeite mich durch Frameworks und Modellierungsentscheidungen und alles wird gut.

    Immer noch kein Dach über dem Kopf

    Fiat Lux! Vor einem halben Jahr kamen wir aus dem Urlaub zurück, und hatten kein Dach mehr über dem Kopf. Dort, wo sich vor unserer Abreise Dach- und Dachstuhl befanden, war nun eine große hallenartige Konstruktion aus Folie, einem gigantischem Zelt nicht unähnlich. Diese überspannte das gesamte ehemalige Dach und die Hälfte des obersten Stockwerks.

    Wir gingen davon aus, dass eines Tages, wie beim Zauberer, die Folie weggezogen wird, und darunter ein neues Dach zum Vorschein kommt.

    Welch Irrtum: Nach einem halben Jahr des fleißigen Werkens verschwindet die Folie – und darunter ist – nichts! Immer noch kein Dach.

    Wir hoffen immerhin, dass viele Monate des Rummsens und Bohrens und Schlamm-vom-Dach-Schieben dazu führten, dass der ehemalige Dachboden-Boden jetzt verbessert und wasserdicht ist. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen der neu gewonnene Freiraum zur Errichtung eines Dachstuhls genutzt wird.

    Noch genießen wir auf jeden Fall den wiedergewonnen Himmelsblick und ungeahntes Licht in der Wohnung!

    Und Erzlaute

    Heute Abend beginnt das Festival della Canzone Italiana – das Festival des italienischen Liedes, besser bekannt als Sanremo-Festival. Und auch wenn wir am Wochenende im weitesten Sinne italienische Lieder hörten – sie wären nichts für Sanremo.

    Denn sie waren nicht neu, sondern 300 bis 400 Jahre alt. Unter dem Titel Amor, io parto hatten Roberta Mameli (Sopran), Michele Pasotti (Erzlaute und Theorbe) und Margret Koell (Barockharfe) ein Programm aus italienischer Musik des Frühbarocks zusammengestellt.

    Werke wurden gespielt unter anderem von Luigi Rossi, Giulio Caccini, Barbara Strozzi und Arcangelo Corelli. Das Programm kündigte an „Befreit vom Kontrapunkt-Korsett des vorangegangenen Jahrhunderts folgen die Gesangslinien in Vertonungen wie Dovrò dunque morire oder Dolcissimo sospiro, angelehnt an den natürlichen Fluss sprachlicher Deklamation, seinen bzw. ihren Herzensregungen und Gefühlsausbrüchen.“

    Und Gefühlausbrüche waren da. Himmelhochjauchzend, Abstürze, große Gefühle. Fast möchte ich schreiben „Große Oper“ – wenn es denn zu der Zeit schon Oper gegeben hätte. Tatsächlich entstand die Oper zu dieser Zeit erst, befeuert durch die hier vorgeführte Musik. Welch musikalisches Spektakel.

    Noch besonderiger als eh schon, weil wir feststellten, dass Mameli, Pasotti, Koell sonst nie zusammenspielen. Pasotti leitet sein eigenes Alte-Musik-Ensemble La fonte musica; Mameli und Koell sind Spezialistinnen, bei entsprechenden Veranstaltungen in wechselnden Formationen weltweit unterwegs.

    Diese drei einmalig zusammen, mit dem großen Programm, im wunderbaren Boulez-Saal. Was ein Glück.

    Das Gefühlsdrama fand statt im Boulez-Saal, dem neu-Berliner-Amphitheater des guten Klangs. Das Publikum: Erwartungsgemäß Alte-Musik-nerdig. Die Kleidung in gedeckten Farben, weniger Glamour als sonst in Oper oder Philharmonie. Sogar ein bedrucktes T-Shirt der Buchhandlung Hammet verirrte sich in den Saal. Es gab wenig ostentativtes „ich habe Geld“ zu sehen, dafür mehr subtiles „ich habe Bildung.“

    Lascia ch’io pianga

    poupou war auf einem Konzert: Berlin, Boulez Saal: ROBERTA MAMELI, MARGRET KOELL & MICHELE PASOTTI, Amor, io parto.

    Hanjo las: Wu Cheng’en: Die Reise in den Westen, einen der Klassiker der chinesischen Literatur. Und wenn ich irgendwann ganz viel Zeit habe, will ich auch.

    Herr Rau und das Rätsel der vierten Stunde.

    Ach, Leipzig. Ich seufze: 07.Februar 2025 – gute Tapas & ganz übles Kabarett

    Der zweite Platz hinter dem ersten Platz hinter meiner Omis Grünkohl (stellvertretend für meine Mutter, meinen Bruder und mich, wir können Grünkohl inzwischen genauso gut) geht an einen Griechen. In der Taverna Olympisches Feuer – ja, die in der Schanze – kocht man Grünkohl nach klassischem Rezept;

    Finnland 1: Die Abiturient*innen fahren bei den sogenannten Penkkarit – frei übersetzt soviel wie Schulbankräumfest – in lustigen Kostümen auf LKWs durchs Stadtzentrum und werfen Süssigkeiten in die ihnen am Strassenrand zujubelnde Menge.

    Finnland 2: Up until then, not knowing the local language hadn’t posed any problems in getting around Europe. .. Lost in an Italian town? Mix Spanish and Latin. Interacting in Denmark or Sweden? Pull out German. To my surprise, the althochdeutsch literature courses I took in university really came in handy when deciphering the Morgunblaðið in Iceland. Finnish however…

  • 24-12-17 Myrrhe, Dill und Weihnachts-Apes (Die Abrechnung)

    24-12-17 Myrrhe, Dill und Weihnachts-Apes (Die Abrechnung)

    Mistviecher elendige! Drei Grad wärmer und die Stechmücken stürzen sich wieder auf mich als wäre Mitte August. Nur fokussieren sie sich eine Woche vor Weihnachten auf Hände und Gesicht. Das erklärt auch die Klimakatastrophe nicht mehr.

    Halal Süßigkeiten gegenüber von Edeka-Kaiser-Richard (Ex Nemo-Feinkost, Ex mediterrane Feinkost) erfindet sich als Wonder Crepes wieder.

    In unserem Schlafzimmer liegt ein neues meterlanges Plastikteil. Madame sammelte dies herabhängend vom Baugerüst durch’s Fenster ein, bevor es auf dem Hof und jemandem auf den Kopf fällt.

    Der Postbote brachte einen Großbrief (zu groß für den Briefkasten) das Treppenhaus hinauf und entschuldigte sich vielfach dass er den gestrigen Brief ähnlicher Art hatte zurückgehen lassen. (naja, wir waren halt nicht da..) Aber das war trotzdem tragisch für ihn. Denn er legte Wert darauf, dass er noch echter Postangestellter ist und keine DHL-Aushilfskraft. Er hat den Ehrgeiz wirklich alle Briefe ans Ziel zu bringen.

    Samstag bereitete Madame vegetarisches Bigos mit Schweinegulasch im Slow Cooker zu. Das Rezept aus Polen vegetarisch sieht ein Bigos mit geräucherten Pflaumen und Pilzen vor. Dies landete im Slowi, nur wanderte eine handvoll Schwein als Aromazutat mit ins Gericht.

    Dazu ein knappes Fuder Dill.

    Es galt etwas Herzhaftes zu kochen, das ebenso timingfreundlich war, denn Dr.D&Dr.E würden irgendwann, vermutlich reichlich erschöpft, aus dem Süden eintreffen.

    Im Gänsemarsch durch Aleppo

    Samstagabend kamen Dr.D&Dr.E – frisch nach einer Woche der Anstrengung aus dem Schwäbischen von der Autobahn in unserer Wohnung. Sie hielten sich tapfer, und wie gewohnt folgte eine weite Tour d’Horizon unter besonderer Berücksichtigung verschiedener Dachbauarbeiten und der Situation in Syrien. In der guten alten Zeit war Dr.E vielfach in dem Land gewesen, 2007 kam Dr.D mit.

    Dr.E erzählte die Szene, wie er in der Prä-Smartphone-Zeit für einen Bekannten Myrrhe aus Aleppo mitbringen sollte. Sein Händler des Vertrauens konnte zwar deutsch, aber nicht gut genug für solche Begriffe. Es war ein Wort aus der Bibel – also gingen Dr.E, Dr.D und Bekannter über den Basar zu einem weiteren bekannten christlichen Händler.

    Der hatte zwar eine Bibel – aber die war in Hocharabisch, das dortige Wort sagte ihm auch nichts. Also gingen (inzwischen Dr.D, Dr.E, der erste Händler und der zweite Händler) zu einem gebildeten Armenischen Händler. Auch der wusste nicht weiter. Aber er kannte einen Sekretär des Patriarchen1, den er anrufen konnte. Der Sekretär war im Gebet – aber da die Sache in diesem Moment dringlich war, kam der Sekretär des Patriarchen aus dem Gebet. Er wusste weiter. Und der Armenier kannte einen Händler.

    Also gingen Dr.D, Dr.E, der erste Händler, der zweite Händler und der Armenier zum Gewürzhändler. Der war allerdings wenig überrascht und fragte auf deutsch: „Haben Sie Halsweh? Myrrhe hilft.“

    Schiff = 3*Bahn

    Der Rest des Wochenendes. Überfällige Haushaltsbürokratie. Wieder eine Tasche Bücher losgeworden. Eine Haushalts-Excel etwas mehr verformelt, langsam wird die ganze Handausrechnerei peinlich. Beim Aufräumen hatten wir die PIN für den elektronischen Personalausweis wiedergefunden. Ich richtete diesen ein, entdeckte, dass ein WordPress-Plugin zur Anmeldung mit dem Perso bei WordPress existiert.

    Auch Housekeeping: Im Blog testweise WP Armour Honeypot installiert. Mir schmeicheln diese 60 Komplimente auf chinesisch und englisch, die mehrmals die Woche in der Kommentarspalte eingehen. Aber manchmal in schlechten Momenten der Selbstkasteiung zweifle ich an der Ernsthaftigkeit des Lobs. Auch sind sie ein wenig anstrengend im wegmoderieren.2

    Auch zur Haushalts-Bürokratie gehörte die Abrechnung für die Baltikumsreise. WIr bezahlten insgesamt 2800€, davon ungefähr die Hälfte für Transport und ungefähr die Hälfte für Kosten vor Ort. Im Einzelnen für 2 Personen, 12 Tage mit 10 Übernachtungen:

    • Fähre (Travemünde – Helsinki Außenkabine, Helsinki – Tallinn Spontankauf) 1080€
    • Hotels (Helsinki(1), Tallinn (2), Riga (2), Vilnius (2), Warschau (1) – fast alle mit Frühstück) 830€
    • Bahn (Berlin-Travemünde, Tallinn-Riga-Vilnius-Warschau-Berlin, überwiegend 1. Klasse) 330€
    • Essen, Einkäufe etc. 360€

    Damit liegen wir beim Thema Hotels, Bahn, Rest genau in der Preislage wie letztes Jahr in Polen. Die 1000 Euro für die Fähren (samt zwei Übernachtungen auf der Finnland-Fähre) kamen diesmal extra hinzu.

    Viva Viva Nikolausi

    Du merkst, dass du in einer Großstadt lebst, wenn innerhalb von 10 Minuten erst eine fahnenschwenkende Gruppe die Freiheit Palästinas fordert und dich direkt danach 300 Weihnachtsmänner auf Motorrädern passieren.

    Friedlich flanierte ich mit Haferdrink, Äpfeln und Weihnachtskarten entlang des Kaiser-Richard-Platzes als mir die leere Hauptstraße auffiel. Auf den zweiten Blick: Viel Blaulicht Richtung Süd. Auf den dritten Blick: Zwei Polizisten, die den DHL-Boten beknieten die Straße zu räumen, bevor seinem Auto etwas passiert.

    Auf den ersten Hör: klingt nach Palästina-Demo. Da ich einerseits neugierig bin, andererseits die Demo schon mal aus der Ferne und aggro erlebt hatte, ging ich Richtung Heimat ihr entgegen, aber wechselte die Straßenseite. Die Demo klein (100 Menschen? 200?), die Stimmung so aggressiv wie erwartet, die Polizeibegleitung massiv.

    Nur sah ich weiter Blaulicht in der Ferne als die Demo schon vorbei war. Ich lief weiter in die Richtung, und keine zwei Minuten später kam er: der Motorrad-Weihnachtsmann-Korso. Hunderte von Motorrädern, festlich weihnachtlich geschmückt, und gelenkt von lauter Weihnachtsmännern und Engeln auf ihrer jährlichen Tour durch die Stadt. So speziell, so nett. Neu am Ende: der Ape-Block, mit zwei, drei Dutzend Piaggio Apes im blinkenden Weihnachts-Dekor.

    Ich vermute die Polizei wollte den Schöneberger Dorfanger nutzen, um die Weihnachtsmänner die Palästina-Demo überholen zu lassen. Dort befinden sich etwa 20 Meter Grünfläche zwischen beiden Fahrspuren, ein Direktkontakt kann so vermieden werden. Leider war ich schon weiter: den Anblick beider Events gleichzeitig hätte ich gerne gesehen.

    Im original-Disney Film ist Philo eine halbe Ziege

    Der SC Wedding, Abteilung Synchronschwimmen gab uns die Chance, wieder in der Sportschwimmhalle Schöneberg, das Synchron-Weihnachtsmärchen zu sehen. Die gesamte Abteilung von den kleinsten bis zum amtierenden Europameister Frithjof Seidel stürzten sich ins Wasser und spielten Herkules (Version Disney 1997 nicht Version Homer, Pseudo-Homer, Sophokles et al) nach.

    Im Prinzip in der Musicalvariante: Handlung oft an Land oder von den Erzählern vorgetragen, Tanz- und Actionszenen geschwommen im Wasser.

    Die Teams inszenierten selber, so kam es zu einer Mischung aus Laientheater mit dem besten was deutsche Synchronartistik zu bieten hat. Die Aufführung charmant, die Wasserszenen atemberaubend. Wir beide hatten den Eindruck: seit dem letzten Jahr hat das Team die Wasser-Choreographie besser auf die Handlung abgestimmt. Da stimmte fast alles.

    Als die Männer aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrten, wurden für die Amputierten sogenannte Versehrtenbäder eröffnet

    Holger beendet sein Linux-auf-dem-Smartphone-Experiment. „Ist es schon Zeit für ein Fazit? Ich weiss nicht. Aktuell habe ich die Lust verloren, mich damit zu beschäftigen, wie ein verwöhntes Kind einen Tag nach Weihnachten. Wer hauptsächlich telefonieren und solche Basics wie Mail, Office und Webseiten-aufrufen machen will, der ist mit dem Gerät gut bedient.“

    Was ist Multiple Sklerose? „Weil ich hier im Blog bisher vor allem über einzelne Aspekte meines Alltags mit MS geschrieben habe, möchte ich jetzt einen Schritt zurückgehen und erstmal die Grundlagen erklären.“

    Dieses Jahr wird ein Stuttgart-Trip obligatorisch. Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg wird eine Ausstellung über das Schwimmbad und das Baden ausgestellt. So lehrt diese Ausstellung am Beispiel des Schwimmbads, dass gesellschaftliche Fragen oft komplex sind und nicht eindeutig zu beantworten.

    Tolles Buch meiner Jugend. Der Weltatlas. Dementsprechend freue ich mich über eine Karte von Fediverse (Mastondon und anderes..)-Aktiven: die Fedikarte

    Frau Rabe mit der Langversion zur Burlesque: Wie sie Striptanz zur Bastel-Mutti machte.

    Anmerkungen

    1. Ich vermute der armenisch-katholische Patriarch. In Frage kämen aber auch die Patriarchen von Aleppo der melkitisch-griechischen-katholischen Kirche, der chaldäisch-kathloschen Kirche, der maronitischen Kirche oder der syrisch-katholischen Kirche. ↩︎
    2. Danke an Pixelboomer für den Hinweis via einem Kommentar im Kommentarpost zu Claudia Klinger. ↩︎
  • 23-06-13 Investition im Insulanerbad

    23-06-13 Investition im Insulanerbad

    Madame besiegte die Widrigkeiten der Technik. Sie bekam eine Mail aus NRW.

    Ein schöner junger Mann schwamm durch das Insulanerbad. Nur, dass er krampfhaft den Kopf hoch halten musste, um Sonnenbrille und Frisur vor dem Wasser zu schützen. Das wirkte unelegant.

    Gestern gab ich die Einsendeaufgaben Algorithmische Mathematik ab. Anschließend beendete ich die Werktagsverhöhlung der letzten Woche. Bauchgefühl: Etwas besser als in der letzten Runde. Aber die letztrundigen Einsendeaufgaben bestand ich nur um 1,2%.

    Sonntag besuchten wir eine Geburtstagsparty in Wochenend-West. Die üblichen Verdächtigen waren anwesend und hatten alle Zipperlein der letzten Monate ausgeheilt. Frau Fuchs geht vielleicht nach Weimar. Das gastgebende Geburtstagskind führte eine Espressomaschine vor, um die herum eine napolitanische Kaffeebar gebaut werden möchte. Wärmepumpen waren ein großes Thema. Auch wenn das Interesse die Fachkompetenz überstieg.

    Ich ging vorzeitig, denn da war ja noch was. Noch drohte die Montag-Abend-Deadline.

    Die Grenzen des Zeichensatzes

    Neben dem Rechnen sind diese Einsendeaufgaben auch noch ein Schnellkurs in Zeichensetzung. Bis vor wenigen Wochen, wusste ich nicht einmal, dass LibreOffice überhaupt ein Menü für das Setzen mathematischer Formeln hat. Inzwischen bin ich bereits an die Grenzen des Math-Befehlsverzeichnisses gestoßen.

    Kurzzeitig dachte ich, bereits mit dem zweiten Gradienten \(\nabla_2\) hätte ich das Ende des Formel-Editors erreicht. Das entsprechende Symbol fand sich im Bereich „Sonstiges.“

    Die Erleichterung währte kurz.

    Der Abbildungspfeil \( \mapsto \) kam nicht mehr vor. Erst nach längerer Suche fand ich, dass zumindest eine Schrift, die Schrift Segoe UI Symbol, das entsprechende Unicode-Zeichen U+21A6 überhaupt darstellen kann. Ich konnte querkopieren.

    Langfristig muss meine Formelzeichensetzung professioneller werden.

    Beim Zeichensetzungsuchen fand ich eine Anleitung, wie ich mit Hilfe des MathML-Plugins und LaTeX-Code Formeln in WordPress schreiben kann: How to Write Math Equations in WordPress. Dabei hilfreich – die Übersicht über die LaTeX-Symbole: List of LaTeX symbols.

    Kopf frei, Kopf unter

    Nach Zehn Wochen „der Einsendeschluß für die nächsten Einsendeaufgaben ist nah“ ist heute der erste Tag in selbst genommener Freiheit. Keine algorithmisch mathematischen Einsendeaufgaben für die nächsten zwei Wochen. Und sofern ich die Montagsaufgabe bestanden habe – und dann die Klausur bestehen werde – überhaupt keine algorithmisch-mathematischen Einsendeaufgaben mehr in meinem Leben.

    Nach Aufgaben-Abgabe beendete ich das immobile „mobile Arbeiten“. Die vom Kollegen 3D-gedruckten Smartiesausgabemaschine war ebenso noch vorhanden wie die diversen Baustellen um die Geschäftsstelle herum.

    Madame reiste von den Latifundien aus an, wir trafen uns am Südkreuz und speisten bei Blumenfisch.

    Dr. Dolittle und Euphegenia D diskutierten, ob beim Himbeerpflanzenkauf eher die Sorte oder der Zustand der konkreten Pflanze entscheidend ist. Ich bestellte gepresste Kokosschalen im Internet.

    In den Kaptains weiterem Umfeld tauchte die Jugendgerichtshilfe auf.

    Ich nutzte die beste Möglichkeit, um den Kopf frei zu bekommen: Ein paar entspannte Runden im Sommerbad am Insulaner. Das Krokodil ist schön renoviert. Bei 24 Grad waren die Besucherzahlen übersichtlich. Auf meiner Bahn waren die Menschen zivilisiert. Und ich konnte einfach schwimmen und atmen und schweben.

    Aushang "Kuschelhund verloren"
    Falls jemand den Kuschelhund am Insulaner gefunden hat, stelle ich gerne Kontakt her.

    Danach auf der Liegewiese mit den Materialien für das andere Fernuni-Modul Investition und Finanzierung. Jeder Satz war sofort verständlich. Die Mathematik möchte bisher nichts schlimmeres von mir als Exponentialrechnung mit echten Zahlen. Nach den Höhlen von Moria der algorithmischen Mathematik ist das bisher ein Streifzug durch das Auenland des Rechnens.

    Sundlaugasögur

    Sehr schön: während ich auf der Liegewiese lag und las, spielte und sang sich im Hintergrund die Shakespeare Company warm. Deren Theater liegt auf dem Freibadgelände. Das ist ein sehr großartiges Zusammenfinden.

    Jón Karl Helgason drehte den Film Sundlaugasögur über isländische Schwimmbäder. („Die Finnen haben ihre Saunen, die Briten ihre Pubs, die Franzosen ihre Cafés und wir Isländer haben unser Schwimmbäder“). Beim Ansehen des Trailers schmolz ich vor Begeisterung dahin. Aber auch die weitere Hintergrundinfo ist spannend. Ich hoffe, der ganze Film schafft es nach Deutschland.

    Ich überlegen einen Schwimm+Kultur-Club aufzumachen, der einmal im Monat etwas kulturelles mit/über Schwimmen macht. Seien es Kinobesuche, Theaterbesuche, Führungen et cetera. Genügend potenzielle Teilnehmer:innen sollte ich inzwischen kennen.

  • 22-11-17 Umzug: neue Blogadresse. Iberty.de

    22-11-17 Umzug: neue Blogadresse. Iberty.de

    Madame fuhr mit der Ringbahn zum Hohenzollerndamm.

    Ich finalisierte meinen Blogumzug weg von Blogger/Google hin zu WordPress auf selbst gemietetem Server. Die „don’t be evil“-Zeiten bei Google sind schon lange vorbei. Und so richtig Lust auf die Blogplattform hat dort anscheinend auch keiner mehr. Aktuell funktioniert der RSS-Feed mal wieder nicht. Nach 14 Jahren, über 1000 veröffentlichten Posts (und fast so vielen als komplett-irrelevant-gelöschten aus der Anfangszeit) ein herber Abschied. Aber mit Nostalgie habe ich es zum Glück nicht so. Das neue Blog ist hier: auf Iberty.de

    Ein Schweizer Wettermensch mit süddeutsch-ostpreußischem Migrationshintergrund echauffiert sich gerne auf einem Kurznachrichtendienst über Fehl-Vorhersagen anderer Wettermenschen. Ich bin kein Echauffeur. Aber heute hätte ich ihn doch gern auf seine Irrungen hingewiesen. Wir standen Sonntagabend (also vor vier Tagen) am Bungalow, überlegten, ob es so kalt würde, das Wasser abzudrehen. Ein kurzer Blick auf die Wettermensch-App „Ach, Quark, in den nächsten zwei Wochen ist es nicht einmal in der Nähe von Minustemperaturen.“

    Inzwischen herrscht Schneewurstgeddon mit Minus-fünf-Grad-über mehrere Tage angenkündigt. Wir verbrachten also einen Abend damit, uns bei Dunkelheit und Regen durch den Berliner Feierabendverkehr zu quälen, um dann bei Nacht und Sturm unter Taschenlampehandy-Beleuchtung in eine dunkle Grube zu klettern und das Wasser abzudrehen. Das war unnötiger Aufwand.

    Blick in den nächtlichen, kalten, stürmischen Garten.

    Während der Fahrt klingelten rechts und links die Handies. Katwarn auf zwei Geräten mit Warnungen aus vier Landkreisen (Wohnung, Bungalow, Eltern beiderseits) informierte uns über Telefonprobleme. Während Baden-Württemberg am eifrigsten klingelte, gewinnt die Leitstelle Elmshorn / Schleswig-Holstein den Preis für die beste Erklärung, was los ist.

    Screenshot, Katwarn-Meldung aus Elmshorn zu Problemen im Telefonnetz.

    Die Post war lieb zu mir. 420 Seiten mit 260 Illustrationen einschließlich Versand aus den USA für unter 10 Euro. Schlecht für den Gebrauchtbuchmarkt, gut für mich.

    Buch "The Architecture of Bathing".

    Ungewohnt: der Versender entschuldigt sich im Voraus dafür, falls „offensive Markings“ im Buch sind. Eine Welt, in der ich billig gebrauchte Bücher kaufe und mich dann beschwere, falls das Vorbesitzende die falschen Sachen an den Rand schrieb – das ist eine anstrengende Welt.

    Iberty hat eine neue Adresse. Aus iberty.net wird iberty.de.