Am Samstag, 15. August, gegen 18 Uhr sank die Temperatur. Es bestand die berechtigte Hoffnung, dass es nie wieder dieses Jahr so heiß werden wird.
Fingers crossed.
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Die Wahlbenachrichtung kam. Die Nachricht wäre an sich so ganz okay demokratisch erfreulich. Hier gerade ist es ein Grund für die Sektkorken.
Denn die Wahlbenachrichtungsbringer von PIN hatten und haben Probleme, unsere Briefkasten zu finden. Und das Bezirksamt hatte bereits bei der Ummeldung zahlreiche mögliche Probleme angekündigt, wenn PIN ihnen meldet, dass wir an unserer Meldeadresse unauffindbar wären.
Aber erstmal gerettet. Noch existieren wir auch offiziell.
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Der letzte Bus-Ersatzverkehr für den deutschen Teil des Warschau-Expresses fuhr ab ohne auf DEN EINZIGEN ZUG zu warten, für den er Ersatzverkehr war. Ein ganzer EC stand um 22 Uhr in Frankfurt(Oder) an der verlassenen SEV-Haltestelle und wusste nicht mehr weiter.
Die Deutsche Bahn möchte „die interne Kommunikation nachschärfen“.
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Langsam schaute ich im WordPress-Dashboard nur noch gelegentlich auf die User und Plugins, um zu checken, ob dort unerwartetes auftauchte. Das war noch keine langfristige Lösung, aber das Blog holperte so vor sich hin.
Dieser Post erscheint am 21. August, wurde geschrieben am 18. August und das Geschehen ereignete sich am Wochenende 15./16. August. Das Blog-Ich ist dem Lebens-Ich noch 5 Tage hinterher.
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Es war ein Totstell-Bück-Wochenende.
Der letzte heiße Tag
Für den Samstag waren 36 Grad angekündigt. Hoffentlich das letzte Mal diesen Sommer.
Ich beschloss, mich einfach tagsüber in unserer sonnenabgewandten Wohnung tot zu stellen und erst in der beginnenden Abendkühle gen Latifundien aufzubrechen.
Als Aktivismus kam, beschlossen wir die Ernteanteil-Wassermelonen zu testen. Diese waren letztes Jahr reichlich „experimental“ gewesen. Dieses Jahr verspusten wir eine zwar kleine aber schmackhaft-aromatische Melone in der richtigen Konsistenz. So gerne wieder.

No Dill
Neben totstellen war auch noch ein Kefir-Dill-Kauf im Osteuropamarkt Ledo geplant. Es wäre natürlich komplett vernünftig gewesen, das zu erträglichen Temperaturen am frühen Vormittag zu unternehmen.
Deswegen verdödelte ich mich bis zum späten Mittag, kann berichten, dass es bei regungsloser Ruhe im Schatten ganz erträglich draußen war, sobald ich die Sonne betrat, begann die Instantröstung.
Aber das letzte mal dieses Jahr. Der Weg ist nur kurz. Den sonnigen Weg über die Straße konnte ich auch mit Hilfe der U-Bahn-Station vermeiden und der Laden würde ja wohl gekühlt sein.
War er. Und überraschend. Dill war aus. Bei Ledo! Es gab sogar zwei große leere Schütten! Das war noch ein Gedanke von „zu spät.“ Überraschender war: Auch die haltbaren polnischen Bonbons waren fast aus. Kartoffelchips scheint es bei Ledo gar nicht zu geben, dafür aber 40 verschiedene Sorten Sonnenblumenkerne.
Ich erwarb immerhin Kefir, Kwas, Pelmeni, Twarog und Superduperobst und konnte wieder vorsichtig nach Hause schleichen.

Auf dem Weg ein Wahlplakat. Liebe SPD, ich bin ja auch gegen zu vielleichtige Zielsetzungen. Aber ist „Der Mietenwahnsinn endet jetzt.“ für eine Partei, die seit dem 16. März 1989(!), also seit 37 Jahren, an der Landesregierung beteiligt ist, und in deren Regierungszeit die komplette Entstehung des Mietenwahnsinns fällt, nicht etwas sehr optimistisch?
Edeka Autobahn
Langsam fiel gegen Abend das Denken etwas leichter. Kartoffelchips hatten wir noch nicht, etwas für den Grill wäre ganz praktisch und vielleicht auch Käse. Auf Open Street Map hatte ich bereits einen 23-Uhr-Edeka mit großen Parkplatz entdeckt, der praktischerweise 100 Meter in gerade Strecke hinter unserer Autobahnauffahrt gen Latifundien wohnt.
Der wollte getestet werden.
Oh wow.
Ich glaube, ich war im ersten echten Autofahrer-Supermarkt, in dem ich in Berlin war. Andere hatten schon Parkplätze, waren autofreundlich, aber sie waren auch alle gut durch den ÖPNV erschlossen, hatten eine Nachbarschaft in angemessener Größe zum Markt.
Das war ein Riesenmarkt, irgendwo im Industriegebietsniemandsland, bei dem vermutlich mal ab und an eine Buslinie hält.
This market wants cars.
Und sie kamen.
Nicht nur fanden wir einen großen Parkplatz, sondern einen großen Parkplatz, der Samstag gegen 21 Uhr noch dicht befüllt war. Es gab viele Meter Fleisch- und Käsetheke, und auch sonst war das alles ziemlich beeindruckend: 17 Kassen.
Kein Herzensmarkt, aber einer der so viele praktische Vorteile am Wochenendauftakt hat, und definitiv zum Staunen ist, wir werden wiederkommen.
Dann in Dunkelheit auf die Latifundien. Wir entkamen dem Nachtspeicherofen Berlin. Die Außentemperatur sank innerhalb von 40 Kilometern von 28 Grad auf 21 Grad. Den 32-Grad-Bungalow mussten wir aber erstmal mit der Abendluft auslüften.
Zwei Gärten weiter lief leise Major Tom, manchmal sang ein einsam-brummelnder Bass mit.
Wir saßen derweil auf dem Rotweinbänkle, tranken Gin Tonic und schauten auf den Sanddorn.

Dürre in Baden, Regen in Brandenburg
Mich weckte der Sturzregen. Dann schlief ich wieder ein.
Im Halbschlaf hörte ich Madame das wöchentliche Ettenbühl-Video sehen, hörte, dass die Schafe dort vor lauter Dürre kein Gras mehr finden, und schlief wieder ein.
Irgendwann zum Deutschlandfunk-Gottesdienst konnte ich mir Frühstück vorstellen. Die regennasse Terrasse mit immer wieder nachrückenden Wolken konnte das nicht.
Erst langsam kommt die Sonne, langsam kommen wir in Gang, schnell stürzen sich mehrere Dutzend Kohlweisslinge auf Lavendel und Freunde sobald ein Sonnenstrahl durchbricht.
Wir stellen fest, dass es irgendwie herbstlich ist – außer wir bewegen uns in der Sonne. Dann werden schwüle 25 Grad doch schnell wieder unangenehm-sommerlich. Besser als 36, aber mit Potenzial nach unten.

Die Zwetschgen sind noch da
Madame übte Sensen. Gleich testete sie das Sonntagsmähen – weniger des dringenden Mähbedarfs wegen, als zur Erhaltung der eigenen Sensenfähigkeiten. Noch ist der Ablauf weit davon entfernt im Körpergedächtnis zu sein, noch muss er repetetiv in dieses kommen.
Die Zwetschgen „Hanita“ waren erfreulicherweise noch alle da. Ebenso wie die Mirabellen. Es war ein Obstwunderland.
Die Falläpfel waren natürlich schon wieder da, erforderten wieder gebücktes Durchtauchen unter den dicht bepackten tief hängenden Zweigen um sie aufzulesen.
Immerhin verbesserte sich das Verhältnis: Kamen letztes Wochenende nach fünf Wochen Vorlauf einen Eimer nutzbare Falläpfel ungefähr sechs Eimer verfaulte Exemplaren, waren wir jetzt schon bei 1/2:2.
Es wird.
Madame pflückte Zwetschgen und erwischte den perfekten Zeitpunkt: Hart genug um nicht in der Hand zu zerfallen, weich genug für die Aromaentfaltung und vor allem mit diesem perfekten Spätsommeraroma, das es so nur zum besten Zeitpunkt frisch vom Baum gibt.

Zucchini zum Aufbruch
Zum Abendessen gegrillte Gemüslichkeits-Rundzucchini mit Bio-Geflügel-Miniwürsten von Edeka Autobahn. Eine grillende Person, deren Namen hier nicht genannt werden soll, hatte wohl übersehen, dass die Nürnberger Würstchen im Kühlschrank kurz vor dem Ablaufen waren.

Links
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readinginsweden in finland in Oulo
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Juna war beim Kurs für Großformatfotografie in der Lette Akademie
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Ein wichtiger Grund für jeden UK-Urlaub: die BBC im Fernsehen. Fernsehbildung gestern: Herr Kaltmamsell blieb bei BBC2 an “Gardeners World” hängen
