Die Berliner Bäder vergeben aktuell zwei IT-Jobs: Senior IT Administrator:in und Stellvertretende Abteilungsleitung IT. Da ihr hier gelandet sein, beweist ihr Geschmack und Kompetenz und deshalb: Wenn es für Euch in Frage kommt: Bewerbt euch gerne!
Die Stellen sind im öffentlichen Dienst, mit allen Vor- und Nachteilen, im Microsoft-geprägter Umgebung. Ihr müsst es nicht lieben, solltet davon aber auch keine Bauchschmerzen bekommen. Ihr dürft/könnt/müsst mit mir zusammenarbeiten. Für Fragen dazu bin ich natürlich auch absprechbar.
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Ende der unbezahlten Werbeeinblendung.
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Madame vermisste Vögel in der Kornellkirsche. Wie auf Zuruf kamen in der nächsten Minute zwei Meisen und kurz danach auch noch ein Eichelhäher. Ein schönes Tier!
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Während die Kornellkirsche langsam an Blühkraft verliert, befindet sich die nebenstehende Verdachtskirsche kurz vor dem Ausbruch. Wir hoffen, dass sie sich gut mit dem angesagten Nachtfrost koordiniert.
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Videomeeting mit Dienstleister „unten in Thüringen.“ Angesichts des Schnees auf seinem Dachfenster sah das für mich eher nach „oben in Thüringen“ aus. Wir einigten uns auf „700 Meter über dem Meeresspiegel kurz vor der bayerischen Landesgrenze.“
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Ich habe die Ehre, 80 Seiten eines Romans-in-Entstehung lesen zu dürfen, und der ist richtig, richtig gut. Ein Wow-Moment.
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Edeka Duolingo installierte Kameras über den SB-Terminals.
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Im Südkreuz, eine junge Frau in Influencer-Beige mit Plüsch-Alpaka im Arm, das fast so groß war wie sie selbst. Und ich dachte immer, der Slogan „Alpakas-sind-die-neuen-Einhörner“ wäre nie aus den Laboren der Werbeabteilungen entkommen.
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Im Südkreuz auf der Treppe (die Rolltreppen sind weiter außer Gefecht) rannte ein junger Mann mit Angel, Netz und entsprechenden Hut und Hose die Treppe hoch. Wohl doch kein so entspannendes Hobby.
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Es waren drei Arbeitstage unterbrochen von Nachtkino.
Das schwappende Geräusch der letzten Wellen
Ich war mal wieder im Becken. Leider konnte ich nicht wirklich schwimmen. Irgendwie war ich die Hälfte der Zeit von dem Gedanken absorbiert: „Und ich wohne hier. Wie krass ist das?“
Vielleicht weil es leerer war als sonst. Vielleicht weil ich mehr „Raum“ mitbekam und weniger auf andere Personen achten musste. Die guten Vorsätze aus dem Januar sind längst alle vergessen. Der beginnende Frühling zieht Menschen aus den Hallenbädern und nach draußen.
Ich nutzte wieder einmal die Zeit, zum Vor-ins-Bettgehen-schwimmen-weil-es-so-schön-nah-ist. Und in den letzten paar Minuten vor dem Ende der Badezeit teilten wir uns zu dritt ein komplettes 25-Meter-Becken; während des draußen schon lange dunkel war, die Rettungsschwimmer*innen und Fachkräfte langsam begannen, zusammenzupacken und dieser ganze Raum in eine seltsam melancholisch-ruhige Stimmung versank.
Geister in Neukölln
Ein Traum in Türkis
An der Kreuzung neben unserer Wohnung ist eine Autowaschstraße mit Boxen zum Auto-Selberwaschen. An der Herrmannstraße/Neukölln ist ein „Selbstwasch Hundesalon“.
Das Neues Off-Kino in Neukölln wirkt, als hätten sie das Odeon umgebaut und dabei Wes Anderson als Stilberater eingestellt. Vielleicht habe ich neues Lieblingskino.1
Ich unternahm geistig eine der heftigeren filmischen Achterbahnfahrten meines Lebens. Im gefühlten Tempo von 10 km/h. Der Kinobesuch am Dienstag2 ließ mich ähnlich sprachlos mit offenem Mund zurück wie damals in Sommer La Chimera. Nur war der Film diesmal nicht italienisch sondern thailändisch, mir fehlte also auch noch eine Menge kultureller Referenzrahmen. Die Frage „Was ist seltsam? Was ist normal?“ wird nochmal spannender, wenn ich keine Ahnung habe, was Macher*innen und Zielpublikum des Films als „normal“ empfinden.
Geister existieren, wenn sie erinnern oder wenn sie erinnert werden
A Useful Ghost / ผีใช้ได้ค่ะ (Thailand, Singapur, Deutschland, Frankreich 2025) ist das Erstlingswerks des Regisseurs Ratchapoom Boonbunchachoke. Er lief im Rahmen der In the mood-Reihe der Yorck Kinos. Der Film ist mit Hilfe internationaler Gelder aus Berlinale Weltfonds und ähnlichem entstanden, aber komplett mit einem thailändischen Team gedreht.
Auch in Thailand läuft der als eine Art Arthouse-Film, hat aber gerade bei den weiblichen Hauptdarstellerinnen etablierte Mainstream-Stars am Start.
Es handelt sich um eine queere Geister-Komödie / politischer Film / Sozialsatire.
Es beginnt damit, dass ein Staubsauger nachts hustet und Staub wieder ausspuckt, läuft über die Krankenhausszene in der eine Krankenschwester mit einem Staubsauger darüber diskutiert, ob sie als Geist-der-Ehefrau-im-Staubsauger sich an die Besuchszeiten halten muss oder als Ehefrau zu jeder Zeit kommen darf und endet nach über zwei Stunden in einer Szene, in der die Geister des Massakers von 2010 blutige Rache am zuständigen Minister nehmen.
Zwischendurch ist es eine Art Meditation über Fortschritt und seine Kosten und die Bedeutung der Erinnerung.
Wie meine Eingangsworte vermuten lassen: Es ist schwer, den Plot in seiner ganzen Komplexität wieder zu geben. Es geht um Geister, die nicht gehen können, weil sie lieben und andere, weil sie noch offene Rechnungen mit den Lebenden haben. Es geht darum, wie die Lebenden versuchen, diese Geister auszunutzen (daher der Titel „A Useful Ghost“) und die Opfer, die dabei anfallen. Und zuletzt ist der Film queer: Mal fast klassisch (Mann-Mann) mal ungewöhnlich (Mann-Geist-Staubsauger).

Das Denkmal für die Revolution von 1932 fällt
- Für seine Komplexität und Absurdität ist der Film sehr langsam erzählt. Lange Einstellungen, spärlicher Dialog, Schauspielern auf engem Raum.
- Es ist ein Erstlingswerk. Ich vermute, jede*r erfahrene Regisseur*in hätte versucht die 800 spannenden Ideen des Film auf 8 zu kürzen, und jede davon mehr durchzuerzählen. Das wäre dann ein formal besserer Film geworden – aber halt auch viel weniger spannend.
- Mir fehlt jeglicher Referenzrahmen für thailändischen Film. Aber ich vermute, dass dieser Film auch in Thailand aus dem Rahmen fällt. Um so spannender, dass er mit Davika Hoorne und Apasiri Nitibhon zwei echte dortige Stars an Land zog – soweit ich recherchieren konnte, im Fall Hoorne aus persönlicher Bekanntschaft und weil sie das Drehbuch spannend fand.
- Dass das gestürzte Denkmal, geräumt zugunsten einer Shopping-Mall, an die Revolution von 1932 erinnerte, zum Beispiel musste ich mir erst im Nachhinein anlesen. Bei einem Film, der sich so nachdrücklich um das Thema Erinnern dreht, war das eine Bedeutungsebene, die mir fast entgangen wäre.
- Die Staubsaugerfabrik sieht so aus wie deutsche Fabriken in den Filmen aus den 1960ern/1970ern, bei denen ich immer denke „die gibt es nicht mehr.“ Doch gibt es: in Thailand.
- Was ich am Film spannend finde: So sehr die Story die greifbare Realität verlässt, so sehr zeigt er Alltag in einer Welt, die mir sehr fremd ist.
- Dieser Regisseur ist kein Freund buddhistischer Mönche. Wahrlich nicht. Aber ihre Szenen sind sehr lustig.
- Ich liebe den Film dafür, dass der Minister als charmanter Sympathieträger eingeführt wird, und sich erst langsam seine Seite als Massaker-Befehlender offenbart. Wobei er als Mensch im eins-zu-eins immer noch charmant und sympathisch bleibt, auch wenn schon klar ist, wie viele Leute er hat umbringen lassen.
Licht und Schatten
poupou auf der Suche nach parfümfreien Deo: Parfümfrei: Deoprobleme (unbezahlte Werbung)
Madame kann beisteuern: Auch Fish&Chips ist ein hervorragenden einarmiges Essen: Abends aßen wir im Restaurant. Bei der Auswahl bin ich zurzeit etwas eingeschränkt, da ich möglichst Gerichte wähle, die problemlos einhändig zu essen sind, etwa Penne mit Rindfleischstreifen oder Erbseneintopf, weil das Essen mit Messer und Gabel wegen der Armschiene etwas mühsam ist. Auch weiterhin gute Genesung.
Licht und Schatten und licht und ton.
Ich würde diese Beobachtung aus der S-Bahn bestätigen: Dabei habe ich festgestellt: Man liest offensichtlich wieder. Entgegen all der Meldungen zur Krise des Buches und der Buchhandlungen hatten eine Unzahl von Solo-Personen Bücher in der Hand, und zwar Bücher aller Art
CW häusliche & sexuelle Gewalt: Grandma’s Hands
Anmerkungen
- Auch das Kino-Kompendium scheint mir ungewöhnlich enthusiastisch im Tonfall. Zu recht. ↩︎
- Yorck Unlimted No. 16, damit 14,88€ pro Film. ↩︎
Vielen Dank! Seit heute bin ich die Schiene wieder los und kann deshalb ab sofort wieder altersgerecht mit Messer und Gabel essen.