Kategorie: Alltag

  • 24-02-08 ALU (Am Birkenknick)

    24-02-08 ALU (Am Birkenknick)

    Es ist erstaunlich, dass niemand mehr Wellensittiche hält.

    „Jugendbande terrorisiert die Kleinstadt Heide“ öffnet Bild.de die Seite. Ich bin froh, im entspannten Berlin zu leben.

    „Beschaulich“ hingegen wählt die Bild als Adjektiv für die Mittelstadt Heide, wenn es um das Landrats-Wahl-AfD-Debakel geht. Die taz informiert besser als die Bild: Landratswahl in Dithmarschen: Keine Mehrheit ohne AfD-Stimmen

    Die Stadt Hamburg wertete Luftbilder aus. Bei der Gegen-Nazis-Demo von vor drei (?) Wochen waren doch nicht 50.000 Teilnehmer*innen wie von der Polizei angegen, sondern 180.000.

    Flamingo Ingo ist gestorben.

    Madame muss und darf keinen Kuchen verkaufen.

    Madame hat ungefähr drei Tage Semesterferien und leitete diese mit einem Besuch im Stadtbad Lankwitz ein.

    Es ist warm. Auf der Hauptstraße joggte eine Frau in kurzen Hosen.

    Es stürmt. Die Neueröffnungsdeko an der Fassade bei MMA Fusion ist schon ganz zerfleddert.

    Bei Qcells neben Vattenfall soll demnächst ein Café eröffnen. Das könnte der desolaten Mittagspausensituation am Südkreuz aufhelfen.

    Richtung Kleistpark schließt das Antiquariat Bücherhalle. Das ist bedauerlich.

    Ich hoffe darüber wird der Tempelhof-Schöneberg-Newsletter des Tagesspiegels berichten. Der hat eine neue Autorin. Das wiederum ist eine erfreuliche Entwicklung.

    In der U-Bahn-Haltestelle Heidelberger Platz telefonierte eine Frau lautstark. Ich konnte die Sprache nicht erkennen. Einzig das Wort „Altbau“ scheint in ihr nicht zu existieren. Es wurde vielfach als Fremdwort aus dem Deutschen eingeführt.

    Der Versuch, in Baden ein Smartphone-freies Deutschlandticket zu kaufen, führte zu einem Überraschungsbrief, in dem sechs einzelne Papier-Deutschlandtickets für je einen Monat waren.

    Sowohl privat wie auch nicht-privat viele Gespräche über Wolken. Wo kommen sie her, wo wollen wir hin und wo ist die Wolke überhaupt.

    Yes, yes, there is a limit

    Noch 11 Tage bis zur Mathe-Klausur.

    Das bedeutet, noch 15 Tage bis zur Klausur Technische Informatik/Theoretische Informatik/Betriebssysteme/Rechnernetze. (ETTI)

    Auf die ETTI-Klausur bin ich deutlich schlechter vorbereitet. Gestern schaute ich wieder in den Stoff und die Übungsaufgaben: Etwa 95% der aufgabenrelevanten Inhalte hatte ich in diesem Semester schon mal verstanden, etwa 5% davon könnte ich spontan wiedergeben.

    Fragen wie: „Was ist ein PC?“ (A: Program Counter / Befehlszähler) oder „Was ist eine ALU“ (A: Arithmetical Logical Unit / Arithmetisch-Logische Einheit) kriege ich noch bin. Aber bei: „Hier sind 20 Zeilen Assembler, wie sind die Register am Ende belegt?“ müsste ich doch noch mal nachschauen.

    Bei der Mathe-Vorbereitung habe ich die Altklausuren inzwischen soweit durchgearbeitet, dass ich den gleich bleibenden Klausuraufbau ganz gut im Griff habe. Es gibt Acht Aufgabenblöcke zu acht Themen, insgesamt 80 Punkte, also 90 Sekunden Zeit je erreichbarem Punkt. Je nach Semester schwanken die Punkte für ein einzelnes Thema zwischen 4 und 16 (entspricht 6 bis 24 Minuten Zeit für ein Thema). Es kommen vor:

    Ganz gut im Griff habe ich: Induktive Beweisführung / Einfache Matritzenumwandlung (Treppennormalform, Inverse etc.)

    Im Prinzip verstanden aber das Ausführen hakt: die Logikaufgabe / Funktionen, die monoton wachsen oder fallen und Limits (Grenzwerte) haben / Grenzwerte über Null-Teiler (Satz von L’Hopital inkl. Mehrfachableitungen von Sinus und Cosinus)

    Im Prizip verstanden, Ausführung schwierig: Integrieren / Vektorräume und ihren Basen, lineare Abbildungen,

    Blank stare: Konvergenzradien bei Potenzfunktionen (Cauchy-Hadamar).

    Kein Treibholz in Dahlem

    Mittwoch ist Schwimmexpeditionstag. Es geht durch die Stadt, um am Ende im Wasser herumzutollen.

    Diese Woche in eins meiner Lieblingsbäder: die Schwimmhalle Hüttenweg in Dahlem. Die ist einerseits ein Unikat, andererseits echt Berlin.

    Gebaut wurde sie in den 1970ern für die amerikanischen Truppen im Berliner Südwesten. Sie ist damit eine echte Amerikanerin und befindet sich inmitten des Cole Sports Centers. Sie ist die einzige neu gebaute alliierte Schwimmhalle und sieht damit anders aus als andere Berliner Bäder.

    Seitdem die Alliierten nach 1990 abzogen entstanden in der Gegend zahlreiche Neubaugebiete auf ehemaligen Kasernenanlagen, die allesamt eher teuer als schön sind – aber auch ihre eigene Atmosphäre haben.

    Ich fuhr mit der Ringbahn zum Heidelberger Platz, dann mit der U3 zum Oskar-Helene-Heim. Durch die dunklen Neubaugebiete ging es zu Fuß zum Bad. Neben mir im 25-Meter-Becken noch sechs sportorientierte Freizeitschwimmer, ein Kinderschwimmkurs und zwei Mütter, die einfach die Zeit nutzten um selber schwimmen zu gehen. Gut, dass mein Nacherkältungszustand wieder stärker vom Planschen weg zum Schwimmen tendiert, sonst wäre ich in dieser Gemeinschaft negativ aufgefallen.

    Und dann zurück. Einfach mal in einen Bus steigen. Der 285er fuhr mich durch mir komplett unbekannte Stadtteile und Straßen „Am Rehwechsel“, „Wupperstraße“, „Am Birkenknick“, „Billy-Wilder-Promenade“. Eine knappe Dreiviertelstunde durch meine Heimatstadt und ich kannte Nichts. Erst als wir kurz vor dem Ziel Richtung Charité-Benjamin-Franklin und Blutspende einbogen, war ich wieder orientiert.

    Berlin ist raus

    Lila in Israel im Ausnahmezustand, aber der ist schon längst Routine geworden.

    Zu meinen Hobbies gehören Wahl- und Abstimmungssysteme und ihre Nebenwirkungen. Bei quasi jeder Wahl oder Abstimmung determinierte die Form, in der diese Abstimmung ausgeführt wird, das Ergebnis. Man kann dort erstaunliche Resultate und insbesondere ganz erstaunliche Nebenwirkungen erreichen. Spannend: Der Tagesspiegel zu den eventuellen Folgen der Bundestags-Wiederholungswahl in Berlin. Es ist durchaus möglich, dass die Sitze für alle Parteien gleich bleiben, aber Berliner*innen durch Hessen verdrängt werden.

    Wer hat’s erfunden? Ein Kundan. Das weltberühmte und weltgeschätzte Butter Chicken. Aber welcher Kundan war es? Kundan Lal Gujral oder Kundan Lal Jaggi? Der Delhi High Court muss entscheiden. Who Created Butter Chicken? India’s Great Curry Clash.

  • 24-02-06 Ein Punk aus Westberlin

    24-02-06 Ein Punk aus Westberlin

    Ein Fräsenrennen, auch Einachserrennen, ist ein Rennen, bei dem getunte Einachser (Einachsschlepper, Gartenfräsen) mit angehängtem Wagen über Motocross-ähnliche Parcours Wettrennen fahren. Fräsenrennen finden vor allem in Südwestdeutschland und der Schweiz statt. Seit gut 20 Jahren etabliert sich eine überregionale Szene. Das Fräsenrennen motivierte mich, mal wieder einen Wikipedia-Artikel auszubauen.

    Einmal im Leben wollte ich einem U-Bahn-Gitarristen Geld geben, weil der richtig echt Gitarre gespielt hat und freundlicherweise auf das Singen verzichtet. Und dann hat er gar nicht gesammelt.

    Es gibt Betätigungen, um die ich aus Vorsicht einen großen Bogen schlage. Computerspiele gehören dazu, ebenso wie Lego. Bei beiden befürchte ich, dass sie sich schwups zu zeit- und kostenfreudigen Hobbies entwickeln könnten.

    Aus diesem Grund lag auch der Lego-Technic-Mini-Traktor einige Monate unbeachtet herum, den ich einst geschenkt bekam: Furcht.

    Dieses Wochenende war ich mutig. Es macht Spaß. Meine Befürchtungen sind gerechtfertigt. Aber schnell stellte sich auch heraus: zumindest die fertigen Lego-Sets finde ich alle eher öde. Gerade die teuersten und fortgeschrittensten Modelle sehen oft aus nach „Langweiliges Fernlenkauto, bei dem wir die Fernlenkung durch eine Handy-App ersetzt haben.“

    Wenn mich etwas reizt, sind es die quer durchs Internet wabernden Um- und Selbstbauten. Die werfen aber sofort das nächste Problem auf. Wohin mit dem ganzen Grümpel in der Wohnung?

    Auch ein professioneller Intune-Spezialist sagt jedes dritte Mal Intunes.

    Madame schloss den neuen alten CD-Player an.

    Madame beriet zu Intranet-Zitationen.

    Sie hat fertig abgewickelt für dieses Jahr.

    Sollten wir jemals auf die wahnwitzige Idee kommen, mit dem Subaru nach Paris zu fahren, dürften wir weiterhin zum Normalpreis in der Innenstadt parken. Nach der entsprechenden neuen Richtlinie ist unser véhicule thermique (knapp) kein SUV.

    Punk’s not dead. Aber er ist im kritischen Alter. In wenigen Wochen starben Shane MacGowan (The Pogues), Egotronic, Frank Z. (Abwärts) und nun auch Wayne Kramer, der Gitarrist der bahnbrechenden MC5.

    In den USA war ich einst mit 17 Jahren auf einem bestuhlten Alice-Cooper-Konzert; eine verwirrende Erfahrung.

    Einmal nach Mercedes

    Andere Menschen gehen im gesetzten Alter zu Bands ihrer Jugend, um die Jugend nachzuerleben. Ich mach das anders: ich geh zu einer Band meiner Jugend, die ich in meiner Jugend gar nicht hörte, um eine nicht-vorhandene Jugend nachzuleben.

    In den Jahren, die ich quasi ununterbrochen mit dem intensiven Hören von U-Musik verbrachte, waren Alphaville immer viel zu Pop, zu Charts, zu Musikindustrie, um sie irgendwie ernst zu nehmen.

    Die Änderung kam 2018, bei „Sing meinen Song“ mit Alphaville-Sänger Marian Gold.

    Gold erzählte er von seinen prägenden Jahren als Punk in der Westberliner Hausbesetzerszene um 1980 – das legendenumwobene Straßenschlacht-David-Bowie-Sven-Regener-Christiane-F-Westberlin – noch mehr Street Credibility geht gar nicht. (So handelt zum Beispiel das Mitte der 1970er entstandenen Big in Japan direkt vom der Drogenszene am Bahnhof Zoo).

    Vor allem stellten wir fest: der kann Singen. Also richtig. Also so, dass ich ihm auch sofort einen Operntenor abnehmen würde. Was der an Kraft, Kontrolle und Variation in der Stimme hat, habe ich bei einem Popsänger nur selten gehört.

    Und dann wollten wir das Live sehen. „Alphaville“ (sprich Gold + vier neu hinzugekommene Bandmitglieder) und das Babelsberger Filmorchester in der Mercedes-Benz-Arena.

    Soviel Pathos und Bombast muss man stemmen können.

    Er konnte.

    Kurz hatte ich mich gefragt, ob er mit Mikro singt – denn Operntenor. Ich würde ihm auch zutrauen, dass er allein Kraft seiner natürlichen Stimme durch die Arena dringen würde. Aber es war mit Mikro. Am Anfang leider: die Tonmischung war schlecht. Sowohl Sänger wie auch Orchester kamen dumpfer bei uns an, als gut gewesen wäre. Aber es wurde im Laufe des Konzerts besser.

    Gold brachte die bekannten Hits (Big in Japan, Forever Young), verschiedene neuere Stücke und erzählte aus seinem Leben. Wieder Westberlin, wieder die frühen Alphaville-Jahre in Münster, ein Rückblick auf die Tournee, deren Abschlusskonzert es war. Aber auch wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Kinder vielleicht Klimakleber werden. Und „Scheiß Nazis.“

    Die Art von Konzert benötige ich nicht öfter als einmal im Jahr. Aber einmal im Jahr ist es Besonders.

    Blick auf die Mercedes-Benz-Arena von Mercedes-Benz-Platz aus

    Zweimal nach Mercedes

    Der Sonntag brachte uns schon wieder an den Mercedes-Benz-Platz. Unser Plan „Erst die World Famous Baby Back Ribs Essen bei Tony Roma’s, dann Alphaville“ war nicht aufgegangen – anscheinend waren wir nicht die einzigen mit der Idee.

    Also am Sonntag wieder zum Essen, einmal sehr amerikanisch und sehr gute Come-off-the-bone St. Louis Ribs mit perfekter Sauce genießen. Ein mythischer Ort meiner Jugend ist Südstaaten-Barbecue – und für ein Ketten-Restaurant kommt Tony Roma’s ziemlich nah heran an dieses Essen.

    Dazu ein paar Cocktails. vorbildlicher Coleslaw und Ranch Beans und am Ende gingen wir sehr satt und sehr klebrig von dannen.

    Der Mercedes-Benz-Platz selber: eine Mischung aus Londoner Leiceste Square und Warschau – durchaus spannend. Der Fußweg von der S-Bahn-Station nach dort: Berlin 1998, ein erstaunliches Beharrungsvermögen des Ortes. Nach Hause mit der U1 durch Kreuzberg – Ausgehviertelsluft schnuppern.

    |x| < R

    Merksatz aus dem Mathe-Studientag, Abteilung Prädikatenlogik, zum Thema gebundene und freie Variablen: „Für alle Straßen gilt: Wenn es regnet, dann werden sie nass. Und Dinosaurier.“

    (Die Straßen sind gebunden, die Dinosaurier frei. Formell geschrieben \( \forall x (Px \land Qy) \).)

    Noch 13 Tage bis zur Mathe-Klausur. Müsste ich diese jetzt sofort schreiben, würde ich einige Punkte bekommen – aber noch nicht ausreichende Punkte zum Bestehen. Einen Großteil des Stoffes habe ich glaube ich verstanden. Es fehlen aber noch die entsprechenden Formeln und Sätze im Schnellzugriffsspeicher des Gedächtnisses und auch Rechenübung. Das in Mathe so wichtige „man sieht wie es weitergeht“ funktioniert noch sehr unzuverlässig. Das sollte aber Übungssache sein und sich bis zum 19. Februar zurechtruckeln können.

    Spannender werden die beiden echten Lücken, die ich identifzierte:

    (1) Die Matrixdarstellung im Homomorphismenraum. Irgendwo setzt bei „das ist die Matrixdarstellung eines Vektorraums, der sich bildet durch lineare Abbildungen von Matritzen, die entstehen wenn man Vektoren..“ mein Hirn aus. Wahrscheinlich muss ich einmal wirklich aufschreiben, welche Transformationen man alle durchgehen muss, bis man bei der Matrixdarstellung angekommen ist.

    (2) Konvergenzradien von Potenzreihen. Ein paarmal hatte ich im Semester schon den Ausdruck nach Cauchy-Hadamard gehört und nun noch einmal nachgeschlagen. Ich könnte wetten von den ganzen Themen noch nie gehört zu haben. Wenn ich auf die Formeln sehe, denke ich: „???“. Diese Lücke zu schließen, wird noch spannend.

    Führungskultur und Friseur

    Poupou schwimmt wie ein Fisch durch den ÖPNV.

    Die immer-noch-Existenz von Wikipedia ist ein kleines Wunder. Und bei allen Widrigkeiten: Der Hauptgrund ist, dass im Hintergrund immer das Stiftungs-Spenden-Modell stand. Wie es bei einer ähnlichen Seite aussieht, wenn die Community stimmt, aber der Eigentümer sein Wagniskapital refinanzieren muss, zeigt das ähnlich angelegte Quora: How Quora Died.

    Alerta, Alerta, Kyritz ist härter.

    Manches wird besser: Zum Beispiel Unternehmens-Führungskultur.

    Demokratie ist wichtiger als Friseur. Aber Demokratie ist auch abstrakter als Friseur.

    Mequito war auf der Berliner Nie-wieder-ist-jetzt-Demo und fand sie zerfahren.

    Der FC Bayern hat gute Momente.

  • 24-02-04 Einhalb plus Zweiviertel gleich Eins. (Perplexity.ai)

    24-02-04 Einhalb plus Zweiviertel gleich Eins. (Perplexity.ai)

    Kim Victoria wird von ihrem Schamanen ins Dschungelcamp begleitet. Kitchen Impossible wird am 25. Februar starten.

    Für Italopop-Liebhaber*innen der Hinweis: Nächste Woche läuft das San-Remo-Festival. Ich hoffe auf den RAI-Livestream. Auch Ricchi e Poveri werden antreten. 54 Jahre nach diesem Auftritt.

    Langsam wird hier der Nach-Erkältungs-Normalbetrieb wieder aufgenommen. Freitag folgte der erste radfahrende Bürobesuch seit Mitte Januar. Das Fahrrad ächzte nach drei Wochen unbewegtem Draußenstehen bei Winterwetter bald mehr als ich.

    Inflation hin oder her. Aber dass ich 5,60€ für ein Wurstbrötchen am Südkreuz bezahlte, löst in mir noch Tage später Sprachlosigkeit aus.

    Die Wal-Socken lösen sich nach zwölf Jahren auf. Das bedeutet, wir müssen wieder nach Neuengland.

    Auf der still liegenden Dachbodenbaustelle waren Menschen. Weiterhin keine Bauarbeiter, sondern ein wichtige-Menschen-Trupp mit Klemmbrett.

    Ich bin aufgeflogen und wurde mit Intune (nicht: Intunes) bestraft.

    Knobeln mit MMB, warum das Ticketsystem macht was es macht. Er vergleicht es mit, „so wie ich mir ein Escapegame vorstelle“. Ich nehme das als Kompliment.

    Madame wickelt ab. Sie kann 50 Logbucheinträge vorweisen. Auch dank der Afd.

    Dauerregen trotzdem da – Bürgerpflicht Antifa

    Während ich versuchte, Polynome und Spaltenvektoren zu sortieren, war Madame demonstrieren. Es war noch größer als vor zwei Wochen. Es war deutlich besser organisiert. Die Vorbereitungszeit war sowohl bei Organisator*innen als auch Teilnehmer*innen zu merken. Die Zahl handgebastelter Plakate blieb gleich, die Zahl von gedruckten Plakaten oder Fahnen stieg an. Die Anzahl gemeinsam kommender und organisiert auftretender Gruppen oder Organisationen war deutlich gestiegen.

    (Prozesse der Verstetigung und Professionalisierung; die zu erwarten waren. Aber sie zeigten, dass die Magie des Moments gerade dabei ist, zu verschwinden. Früher oder später wird es die sehr breite Ausrichtung der Bewegung zu Problemen führen).

    Welches ist das schönste Schwimmbad?

    Damals, 2000 in Brüssel, stürmte eine irische Praktikantin in mein Praktikantenzimmer und rief aus; „Goooooogle! This is so amazing!“ Es war ein Moment, der mein (Internet)leben veränderte. Der Sprung von manuell erstellten Verzeichnissen hin zu einer Suchmaschine, die scheinbar das ganze Internet durchsuchen konnte war massiv. Bei vielem Hadern meinerseits: bis Freitag war Google meine Suchmaschine mit den besten Ergebnissen.

    Dann fand ich einen Hinweis auf Perplexity.ai – Suchen mit Hilfe von KI. Angesichts der ersten Testsuchen bin ich fast so geflasht wie damals von Google. Nicht nur die KI-Antworten; auch die „Hinweise auf die Quellen“ sind deutlich besser als die ersten Google-Treffer.

    Leider mit allen Nachteilen von KI – jede Suchanfrage verbraucht vermutlich genug Energie, um eine Kleinstadt ein Jahr lang zu versorgen. Am Ende der Nahrungskette als wahre Eigentümer der Produktionsmittel stehen vermutlich rechtspopulistisch-faschismusfreundliche TechBros, denen die Technik gehört.

    Begründet und wenn mgl. korrekt

    Noch 16 Tage bis zur Klausur.

    Mathe mit alles. Der letzte Wochenend-Studientag dieses Semesters steht an. Thema „Klausurvorbereitung.“ Samstag mit Linearer Algebra und Logik, Sonntag mit Analysis. Die Aufgaben sollen noch einmal auf die Klausuren eingrooven, sind allerdings aufwendiger und wären so in der Klausurzeit sicher nicht lösbar.

    Der Zoom-Meeting-Begleitchat begann durchzurechnen, bei wieviel Punkten man wie viele Minuten zur Lösung einer Aufgabe hat. Hinweis der Korrekturen, dass es Teilpunkte vergeben werden, aber nicht hin zu endlich kleinen Teilpunktzahlen. Auch der Hinweis, die Arbeiten nachvollziehbar (und mgl. korrekt) zu lösen und zu begründen.

    „Das sieht man“ ist in Mathe ein erstaunlich häufiges Vorgehen, wird aber dennoch zu wenigen Punkten führen.

    Inhaltlich kommt es zu Verwirrungen weil Polynome mit Spaltenvektoren durcheinandergebracht werden. Ich bin froh, dass ich ungefähr verstehe, worum sich die Diskussion überhaupt dreht. Noch größere Verwirrung, ob der Schritt f(0) = 0 nötig ist.

    Was ich noch üben sollte: In wenigen Minuten 20 handgeschriebene Seiten mit dem Handy einscannen, zu einem PDF zusammenfügen und dann als ein kombiniertes PDF auf Moodle hochladen.

    Weitere inhaltliche Punkte, die ich bis zur Klausur Auswendig und im Schlaf anwenden können sollte:

    Rangsatz

    \(dim V = dim(ker(f) + dim(im(f)) \) das bedeutet \(dim(im(f)) = dim V – dim(ker(f)) \)

    Die Regel von L’Hopital

    Unter bestimmten Bedingungen kann der Grenzwert eines Quotienten zweier Funktionen \(\frac{f(x)}{g(x)} \) durch den Grenzwert des entsprechenden Quotienten der Ableitungen \(\frac {f′(x)}{g′(x)} \) ersetzt werden. Anwendbar ist er, wenn beide Funktionen gegen Null oder Unendlich konvergieren.

    Binomische Formeln

    Erste BF: \((a+b)^3 = a^3 + 3a^2b + 3ab^2 +b^3 \)
    Zweite BF: \((a-b)^3 = a^3 -3a^2b + 3ab^2 – b^3 \)
    Dritte BF: \((a+b) * (a-b) = a^2 – b^2 \)

    Auch die Klassiker sollten sitzen.

    Foto von Rechner mit zwei Monitoren, Mathe und Mastodon.

    Erwerbsarbeit

    Christa Chorherr arbeitete einst bei einer Bank.

    Viele Andere arbeiten Anfang Februar richtig engagiert, was nicht blogfreundlich ist.

    Wo ich schon im Ricchi-e-Poveri-Kaninchenbau verschwand, vier Minuten „La Storia dei Ricchi e Poveri“.

  • 24-02-01 All Gender Dusche

    24-02-01 All Gender Dusche

    Christian Polanc (Let’s Dance) ist raus.

    Ende Januar ist die Weihnachtsruhe überwunden. Neue Geschäfte eröffnen. Im ehemaligen obskur aussehenden Kickboxladen (nicht Elite Kickboxing, der Andere) eröffnete MMA Fusion. Damit bleibt dieser Straßenabschnitt kampfsportlastig: Auf 100 Meter Straße residieren ein Kung-Fu-Studio, ein Karateverein, ein Jiu-Jitsu-Bundesstützpunkt und nun auch MMA Fusion.

    Um die Ecke eröffnete The Famous Bar und etwas weiter dahinter Talea – das botanische Bistro; Italienisches Trattoria-Essen kombiniert mit Zimmerpflanzenverkauf klingt nach einem Neugier erweckenden Konzept.

    Der Büroneubau im Gasometer Schöneberg wurde als „fertiggestellt“ an die Deutsche Bahn übergeben.

    Die Fähre fährt. Die BVG-betriebene Wannsee-Fähre wird vom BVG-Streik nicht betroffen sein.

    Herr K. zog nach Schwerin. Madame musste deshalb lästige Fragen beantworten.

    Im Markgräflerland ging alles gut.

    An der Nordsee zickt die Heizung. Wesselburen bekommt eine hauptamtliche Parkraumüberwachung.

    Nach Der Bestatter wechselte Madame zu Die Beschatter; eine Serie, die sich schon allein dadurch auszeichnet, dass es in Basel spielt und gedreht wurde.

    An der Ampel traf ich Ex-Kollegen Mr. Excel und bekam spannende Updates über die Ehemaligen. Bechtle jagte „uns“ mein ehemaliges Projekt ab, dafür nahmen „wir“ Bechtle einen anderen großen Kunden ab.

    Das Land Berlin hat weiterhin keinen Haushalt. Öffentliche Einrichtungen arbeiten weiterhin im Notstrom-Betrieb: Alles, um den aktuellen Betrieb aufrecht zu erhalten, läuft (anders als in den USA in vergleichbarer Situation). Jede Ausgabe, die nicht gerade genau jetzt zwingend sein muss, findet nicht statt.

    Der Undercover-Matrose ging von Bord. Zum Abschied gab es vegane Linsentörtchen und Obstkuchen mit Schweinefleisch. Ich wurde gefragt, ob ich jetzt auf Hawaiihemden spare. Der Personalrat hingegen fragte, wann ich mal wieder zum Friseur will.

    Meine neue Tasse heißt Susanne.

    Kriterien

    Noch 18 Tage bis Klausur: Mittagspause und Jadda Jadda. Bis zur Klausur muss ich zum Beispiel noch das Unterraumkriterium, das Linearkriterium und die Kriterien für monoton strenges Wachstum auswendig und im Schlaf anwenden können.

    Das Unterraumkriterium für Unterraum U

    \(0 \in U \) und \(u_1, u_2 \in U \rightarrow u_1 + u_2 \in U \) und \(a \in \mathbb{K}, u \in U \rightarrow au \in U \)

    Lineare Abbildungen

    \( f(v_1 + v_2) = f (v_1) + f (v_2) \) und \( f(av) = af(v) \)

    Streng monotones Wachstum

    \(a_n < a_{n+1} \) \(\leftrightarrow \) \(a_{n+1} – a_n > 0 \)

    Der Fahrradmeister als Schwimmlehrer

    Mein Plan für 2024: Mittwochabend zum Schwimmen nutzen. Der immobile Donnerstag bedeutet, dass ich an dem Tag Morgens länger herumschlumpfen kann. Der Vorabend eignet sich gut für Aktivität. Umsetzung bis jetzt: Es war Ende Januar und ich war noch nie Mittwochabend schwimmen. Aber jetzt.

    Anfang der Woche traf ich zufällig Frau Badleitung Coole Socke auf dem Verwaltungsflur. Sie fragte neckend, warum ich sie so lange nicht mehr besuchte. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Also auf mit der S2 / S26 nach Lankwitz und dann noch ein Stück die Leonorenstraße heruntergelaufen.

    Das Schöne: die Lankwitz-Crew im Winter hat starke Überschneidungen mit der Insulaner-Crew im Sommer. Und die mag ich alle gar sehr. Da ich auch oft genug in Lankwitz war – es ist ein bißchen wie „nach Hause kommen.“

    Stadtbad Lankwitz von Außen bei Nacht

    Das Nicht-so-Schöne: Lankwitz ist neben dem Stadtbad Schöneberg und dem Wellenbad Spreewaldplatz eines von drei „freizeitorientierten Bädern“ der BBB mit Rutsche und Spielgeräten.

    Das Stadtbad Schöneberg und das Wellenbad werden gerade renoviert. Beide Bäder sind geschlossen. Sämtliche Berliner Familien-mit-kleinen-Kindern weichen nun nach Lankwitz aus. Es war voll.

    Und ich mag es ja gar nicht sagen: Da auch das Kombibad Mariendorf wegen eines Brandschadens geschlossen ist, müssen die Mariendorfer Schwimmvereine auch nach Lankwitz ausweichen. Es wird kuschlig. Ein Verein hatte einen Trainer, der verdächtig nach dem Fahrradmeister aussah. (Aber anders redete).

    Spannend: ein Kabinengang und eine Dusche explizit gekennzeichnet als „All Gender“. Aber ich sagte ja schon, dass die Badleitung eine coole Socke ist. Die Neugier trieb mich in die All-Gender-Dusche, ich teilte sie mit einer Person deren biologisches Geschlecht ziemlich eindeutig männlich war.

    Geplanscht hab ich auch. Das war sehr schön. Ernstliches Schwimmen wäre weder mit meiner Nach-Erkältungs-Konstitution noch im vollen Becken möglich gewesen. Es reichte, damit ich abends komplett ermattet ins Bett sank.

    Keine Sticker trotzdem da – Schwarzer-Edding-Antifa

    Die Mastodon-Antifa-Sticker gibt es nun auch als echte Sticker zu kaufen. Die Erlöse gehen an HateAid e.V.

    Am Wochenende wird Königs Wusterhausen demonstrieren ebenso wie Meldorf, Büsum et al und auch wieder Heide.

    Eine freudige Erkenntnis der letzten Woche: im Zuge der Demonstrationen haben auch viele Handarbeits- oder Esoterik-angehauchte Blogs nochmal geschrieben, wie sehr sie gegen Faschismus sind. Und im Jahre 2024 freut mich das sehr.

    Um Tröt zu zitieren: Alerta, alerta, Helene ist härter.

    Finnland wählt.

    Mit der Fähre nach Ajaccio.

    Mit dem Zug nach Berlin und Stockholm/Turku.

    Mit dem Flugzeug nach Ivalo (Lappland).

    Frau Brüllen traf ein Startup.

    Das Szenario „was tun bei längerem Stromausfall im Büro“ spielen wir ja auch ab und an durch. Zum Glück noch nie in echt. Wie es sich in echt anfühlt, berichtet Frau Novemberregen.

  • 24-01-30 Um Mitternacht zum Abenteuer

    24-01-30 Um Mitternacht zum Abenteuer

    Die Spielhalle Neptun an der Dominicusstraße wurde ausgeräumt und steht leer.

    Am nördlichen Ende der Hauptstraße, nur zwei Häuser neben der ehemaligen David-Bowie-Wohnung, entdeckte ich das Seventies Musikcafé. Anscheinend sind seine Zielgruppe David-Bowie-Tourist*innen. Etwas peinlich: Dem Internet zufolge existiert der Laden seit mindestens zwei Jahren und ich sah ihn erst Montag.

    Unsere üblichen Balkontauben entwickeln Frühlingsgefühle. Sie turteln quer über das ganze Gerüst vor dem Haus.

    Das Stadtbad Tiergarten ist wieder eröffnet und die Berliner Bäder haben das sogar mit einem Video gewürdigt.

    An der KZ-Gedenktafel auf dem Kaiser-Richard-Platz lagen frische Blumen und standen Kerzen.

    In Kyritz demonstrierten 600 Menschen gegen Nazis. In Kyritz. Ich zweifle, ob dort jemals 600 Menschen gleichzeitig in der Stadt unterwegs waren. Yeah Kyritz!

    Madame kochte Tom Kha Kai und davon profitiere ich seit Tagen. Das Niedertemperatur-Gänsebratenrezept steht inzwischen in allen Details auf low-n-slow.

    Ich veranstaltete Software-Aufräumen. Obsidian ist auf Handy und Rechner installiert. Ohne gemeinsamen Speicher ist das nur Stückwerk, macht sich bisher aber selbst in der dezimierten Version gut.

    Dafür ist Opera auch als Viertbrowser gelöscht. Irgendwo hatte ich in meinem Herzen noch eine Nische für den ehemaligen norwegischen Underdog. Aber ich ließ mich endgültig überzeugen, dass bereits vor Jahren chinesische Hallodris Opera mit alles gekauft haben und jetzt versuchen mit jedem unseriösen Internetgeschäft der Welt Geld zu verdienen.

    In der Grunewaldstraße errang ich ein unentschieden gegen Microsoft.

    Merken: Im Kino wollen wir in den nächsten Wochen Little Wicked Letters und Andrea lässt sich scheiden sehen.

    Abenteuer Alltag: Mal wieder testen, ob das mit der Erwerbsarbeit noch funktioniert. Dabei vorbeigekommen am am Bahnhof Südkreuz. Dort eröffnete eine neue Packstation, die freundlicherweise eine Küchenzange und ein neues Bratenthermometer ausspuckte.

    Neue Packstation in frisch gestrichenem leeren Innenraum.

    Die schwarze Sozialistin als Deko-Element

    Abenteuer können unterschiedlich aufgefasst werden. Für Bella Baxter ist es ein Abenteuer, wenn sie sich um Mitternacht mit einem fremden Mann trifft, um vor ihrem Vater und Verlobten wegzurennen. Für mich ist es ein Abenteuer wenn ich nach zwei Wochen heftiger Erkältung freiwillig das Haus verlasse und 300 Meter weit ins nahe gelegene Kino schlurfe.

    Im Odeon läuft Poor Things, über den ich diverse Überschriften las, die mich alle nicht begeisterten. Dann beschrieb die Kaltmamsell das zugrunde liegende Buch, und ich wollte den Film sehen.

    Ich war fast hin- und weg. Immer wieder gibt es kleine Stör-Momente oder -Aspekte: Nicht wichtig genug, um sie hier auszuführen. Aber doch zu störend, un den Film zu lieben – er war nur großartig.

    Vor allem aber war ich begeistert: Zu Beginn des Films dachte ich noch ‚Ganz schön schräg für Mainstream-Hollywood‘, am Ende dachte ich nur noch: Was eine großartig schräge Sache. Wes Anderson meets 80er-Jahre-Bahnhofskino.

    Bühnenbild und Kostüme, die der Entrücktheit der Geschichte mehr als gerecht werden. Perfekt dazu passende Musik. Ein Humor, der es schafft gleichzeitig zupackend-direkt ohne jede Subtilität zu sein ohne platt zu werden. Live konnten wir erleben, dass der Film mehrere Humorebenen bediente: die etwas anstrengende Ü50-Gruppe direkt hinter uns lachte grundsätzlich an anderen Stellen als ich.

    Emma Stone als Bella Baxter wird als Schauspielerin auf ein Podest gestellt und gnadenlos nach vorne gedrängt; kann das aber auch schauspielerisch durchspielen und die Rolle vom geistigen Kleinkind bis zur erwachsenen Frau mit Leben füllen.

    Jadda jadda am Mittag

    Noch 20 Tage bis zur „Mathematisch-Grundlagen“-Klausur.

    Mir liegt hier ein umfangreicher Bestand an Altklausuren und anderen Übungsaufgaben vor. Wenn ich die anschaue, denke ich ziemlich wortwörtlich „Klar: n durch (n+1) ersetzen, auflösen, jadda jadda und wird schon passen.“

    Das sollte ich so in der Klausur nicht schreiben. Da muss ich das natürlich zu Ende bringen. Also entschloss ich mich, ernsthaft zu üben und das „jadda jadda wird schon passen“ richtig durchzurechnen. Es folgte die große nicht-überraschende Überraschung: Jadda, es passt natürlich nicht. Nach (n+1) erscheinen noch diverse andere Klippen, die ich bei der ersten Ansicht nicht sehe.

    Und so weiche ich wieder meine Zwei-Welten-Trennung zwischen Arbeit und Uni auf, suche mir in der Mittagspause einen stillen Schreibtisch und rechne vor mich hin. Was überraschend gut funktioniert. Arbeits-Denken und Mathe-Denken sind doch so verschieden, dass das eine den Kopf freimacht für das Andere.

    Was noch spannender wird: in 24 Tagen ist Klausur Technische Informatik/Theoretische Informatik/Betriebssysteme Rechnernetze. Mir ist noch nicht ganz klar, wann ich dafür lernen soll.

    Meine erste Demonstration

    Frau Brüllen demonstrierte in Lörrach (ich vermute, nicht das erste Mal im Leben), Christa Chorherr in Wien und Frau Wunnibar in Bochum hatten hingegen Demo-Lebens-Premiere.

    Eva Farniente im Aviation Training Center (Teil 1 und Teil 2)

    Frau Herzbruch betrachtet Wahlumfragen.

    Karen mit Familie über Silvester in Warschau.

  • 24-01-25 Europa mit dem Zug (Mobilfunkmast)

    24-01-25 Europa mit dem Zug (Mobilfunkmast)

    Am 27. Januar ist Demo „Unteilbar – gemeinsam für Demokratie“ in Oranienburg.

    Madame ist wieder schwimmbadfähig. Da das Stadtbad Schöneberg auf unbestimmte Zeit in restauro ist und das Stadtbad Wilmersdorf von der streikenden S-Bahn angefahren würde, ging es zum busgünstigen Stadtbad Lankwitz.

    Die Berliner Bäderbetriebe haben eine neue Website.

    Der Lidl Kleiststraße öffnet erst um 8.

    „Gehen Sie direkt zum Hausarzt. Gehen Sie direkt dorthin und passieren weder Demo noch Erwerbsarbeit.“ Tja nun; mein überschießender Optimismus, der mich letztes Wochenende zu „weitgehend gesund“ erklärt hatte, hielt nicht lange. Und so landete ich nach einem Tag Arbeitsversuch schnell wieder im Krankenlager.

    Diesmal: Mehr offensichtliche Erkältungssysteme (Husten und Husten), dafür nicht ganz so viel Nebel im Kopf. Sofern ich darauf achte, großzügige Ruhepausen in den Tag einzustreuen, funktioniert sogar Lesen oder Internetdaddeln.

    Was noch besser funktioniert: Realitys schauen. Rechtzeitig zu meiner zweiten Krankenlagerwoche startete RTL „Ich bin ein Star. Holt mich hier raus.“ Cora Schumacher streitet mit RTL und Dr. Bob darüber, ob sie freiwillig (so RTL und Dr. Bob) oder aus zwingenden gesundheitlichen Gründen (so Schumacher) das Dschungelcamp verließ. Ich vermute, es geht nicht nur um’s Ego sondern auch um’s Honorar.

    Überhaupt lernte ich: Realitystar scheint kurz davor, ein Ausbildungsberuf mit Ausbildungsordnung, IHK-Zertifikat und festgefügten Karrierestufen zu werden. Berufseinstieg über Bachelor/ Bachelorette, Aufstiegsoptionen über Dutzende Datingshows. Dabei Investition in einen selbst via Tattoos und Schönheits-OPs. Als Höhepunkt für wenige Auserwählte folgt das Dschungelcamp. Die Auserwählten der Auserwählten dürfen zu Let’s Dance. Danach klingt die Karriere bei Mallorca-Parties und Möbelhauseröffnungen aus.

    Vermutlich gibt es inzwischen auch Kurse und Schulen, die einen auf den Karrierepfad vorbereiten. Dort gibt es Lektionen wie „Von Null auf Drama in vier Sekunden“ oder „Verschmitzt Lächeln für Fortgeschrittene (nur für Männer)“. Die Karriere ist halt sehr kurz.

    Die Zeit in der Wohnung erlaubt mir den Blick aus dem Schlafzimmerfenster. Ein paar Häuser weiter Richtung Nordost erschien ein Mobilfunkmast. Ob er auf einem Dach steht oder solo aufgestellt wurde, kann ich nicht mehr erkennen. Aber er erhebt sich über alle Dächer. Eine direkte Sichtverbindung zum Mast sollte den Handyempfang in der Wohnung verbessern.

    Weiterhin ungewohnt: die U-Bahn-Exkursion mit der U4 zum Nollendorfplatz und dann zum Hausarzt. Sein Umzug von einer Miniaturpraxis – in der er alles selbst machte, es weder Sprechstundenhilfen noch Termine gab – in einen Betrieb mit einem halben Dutzend Ärzten und eigenem Labor – wirkt noch fremd. Wenigstens blieb er selbst ganz eindeutig der alte unkomplizierte und zugewandte Arzt, den wir schätzen.

    Holleri du dödel da – Jodelschule Antifa

    Tröt, das nicht-soziale soziale Netzwerk erlebte seinen „Twitter-Moment“. Unter dem Hashtag #Antifasticker bastelten viele Menschen plötzlich alle möglichen und unmöglichen Antifa-Sticker. Ein paar Beispiele:

    Und so weiter. Dutzende! Hunderte! Das Muster ist normalerweise [Grund warum es nicht geht] – trotzdem da – [Gruppenname] Antifa.

    Diese Fähigkeit sehr schnell zusammen politische Unterhaltung zu schaffen, zeichnete einst, vor vielen Jahren, Twitter aus. Mit dem Niedergang von Twitter ging sie verloren. Und jetzt ist sie auf Tröt/Mastodon zurück. Es bleibt spannend.

    Madame fand Hinweise auf einen Ursprung des Süriches Magazin „Der rechte Rand“ aus dem Jahr 2021 gewesen zu sein. In der Rezeption des Artikels „100 Jahre Antifa“ tauchte „Totgesagt und trotzdem da“ auf.

    Den ersten Gebrauch des kompletten Reims finde ich bei Anti-Querdenker-Demos 2022 bei denen die durchgeimpfte Antifa auftauchte „Pandemie und trotzdem da – durchgeimpfte Antifa.“

    Am 27. Januar ist Demo „Unteilbar – gemeinsam für Demokratie“ in Oranienburg. Getreu dem Motto „Keine Ferien trotzdem da – Nebenwohnsitz-Antifa“ wäre ich ja gerne gekommen. Aber das habe ich letzte Woche gelernt. Wenn ich die Erkältung loswerden will, sollte ich doch aussetzen.

    Nutolina: Zuggeräusch

    Internetdaddeln brachte mich nach einigen Monaten Abstand wieder bei der Wikipedia Library vorbei. Und ich bin ernsthaft beeindruckt. Die Anmeldung erfolgt einzig über den (halbwegs aktiven) Wikipedia-Login. Danach dann eine Auswahl der üblichen wissenschaftlichen Datenbanken und Portale (Jstor, Springer Science, Project Muse aber auch Nature, verschiedene Zeitungsarchive, Nomos oder Duncker & Humblodt) mit Zugriffsmöglichkeiten, die einer wissenschaftlichen Bibliothek gleichen.

    Wobei ich die Site übersichtlicher finde als ich die meisten Bibliothekswebseiten auf denen ich schon e-Ressroucen nutzte. Es gibt auch eine Suchfunktion quer über alle Portale. Ich bin positiv beeindruckt.

    Wenn ich schon deutlich mehr wohnungsgebunden bin, als mir lieb ist, kann ich gedanklich in die Ferne schweifen. Ich stöberte durch Europa mit dem Zug von Cindy Ruch, begleitet von der dazu kuratierten Playlist.

    Zu jedem Land Europas gibt es einige Seiten mit praktischen Hinweisen (Wie kann man Tickets buchen / wie kommt man mit dem Zug ins Land) und Wissenswertem (Zwei bis drei Lieblingsstrecken pro Land, geeignete Lektüre im Zug). Dazu gibt es persönliche Schilderungen einzelner Strecken wie beispielsweise dem Nachtzug Budapest -> Bukarest oder Helsinki -> Kemijärvi)

    Genau das richtige Format für kurze Aufmerksamkeitsspannen und angenehmes Tagträumen. Und außerdem eine Motivation, bald die Sommerurlaubsbuchungen zu beginnen.

    Eine der beiden deutschen „Lieblingsstrecken“ ist die Höllentalbahn Freiburg -> Donaueschingen. Da sollte eine Fahrt zeitnah machbar sein.

    Mehr zu Antifa-Stickern bei Herrn Rau: Auch DU kannst Antifa sein.

    Die Suchmaschine für das alte Internet: Old’aVista.

    Frau Novemberregen: Was richten mehrere Jahre Popgesang-Unterricht mit einem an.

  • 24-01-23 Perleberg steht auf. Berlin sucht die Demo.

    24-01-23 Perleberg steht auf. Berlin sucht die Demo.

    Cora Schumacher (Dschungelcamp), die Buffalo Bills (NFL-Playoffs) und Ron DeSantis (US-Präsidentschaftswahl) sind raus.

    Der Gemeinderat von Norderwöhrden/Dithmarschen (290 Einwohner) stimmte mit 4:3 dem Bau einer Batteriefabrik für 4,5 Milliarden Euro zu. Und in seinem Ablauf ist das schon etwas absurd.

    Madame und ich gingen zur Antifa-Demo und saßen danach auf dem Sofa fernsehen. Wie so ein altes Ehepaar.

    Wir entließen den roten Fundstuhl in die Freiheit.

    Mächtig, gewaltig

    Madame bereitete Gans. Im Januar. Im Januar gibt es keine Gänse.

    Erster Versuch beim Spargel- und Gänsehof, dessen weidende Gänseherde wir regelmäßig passieren. Auskunft dort: „Nach Weihnachten gibt es keine Gänse mehr.“

    Zweiter Versuch: Der „Geflügelfleischer“ der Nachbarschaft, der problemlos Fasane, Wachteln, Tauben, französische Schwarzfußhühner, Mandarinenten und Amselzungen besorgen kann: „Gans. Januar. Hmm, hmmm, hmm. Schwierig.“

    Schließlich gelang es dem Geflügelspezialisten, eine tiefgekühlte und vom Fachmann im Kühlhaus aufgetaute „Weidegans aus dem grünen Oldenburger Münsterland“ aufzutreiben. Madame bereitete in einer 2-Tages-Aktion zu.

    Das genaue Rezept samt Schnickschnack, Füllung und Sauce steht auf dem Rezeptblog, low-n-slow. Das wichtigste:

    • Gans, 4,3 Kilogramm
    • 1 – Eine Stunde im Backofen bei 220 Grad garen.
    • 2 – Dann 8 Stunden über Nacht bei 80 Grad im Backofen schmoren.
    • 3 – Herunterkühlen lassen auf Transporttemperatur
    • 4 – Mit dem Subaru-Gänsetaxi nach Friedrichshain kutschieren
    • 5 – Bei 180 Grad 30 Minuten wieder heiß machen
    • 6 – Bei Heißluft überknuspern

    Die Schritte 3 bis 5 sind optional.

    Ein nachgeholtes Gebutstagsgeschenk bot sich als Anlaß an. Wir redeten vom Business (Ablauf von Bewerbungsverfahren, internationaler Lizenzhandel, „Immer dieses Connecten!“), von Familiärem und von Jonglierkursen. Dann Antifa.

    U-Bahn voll und trotzdem da: Die Fußgänger-Antifa

    Die schlechte Nachricht vorweg: Offensichtlich habe ich in meinem Leben an zu vielen Antifa-Demos bei gleichzeitiger Anwesenheit von Nazis teilgenommen: Seitdem ich am Wochenende Demofeeling hatte, hängt mein Hirn auf Dauerschleife. Es grölt ununterbrochen: „Hier! marschiert! der nationale Widerstand!“. Das ist unschön. Vielleicht ist es auch nur die Erkältung.

    Interessant: Bei etwa 100.000 Menschen scheint die Belastungsgrenze deutscher Großstädte für spontane Versammlungen erreicht. Hamburg und München brachen wegen Überfüllung ab. Berlin hatte mit dem Platz der Republik, dem Bürgerforum, dem Brandenburger Tor mit Pariser Platz, der Straße des 17. Juni, der Straße Unter den Linden und dem Tiergarten noch viel Platz für Menschen. Nur gelangten die Menschen nicht mehr bis dorthin.

    Beeindruckend: Wir versuchten um 15:30h an der Samariterstraße (6 Kilometer Luftlinie und 10 U-Bahnstationen vom Demo-Ort entfernt) zur Demo zu gelangen. Der gesamte Bahnsteig war voll mit Menschen, halt so wirklich aus der Nachbarschaft in jung und alt, viele Familien, spontan selbst gebastelte Plakate und eine einfach positive Stimmung. Die wenigen Plätze, die in den hereinfahrenden U-Bahnen noch quetschbar waren, waren stets schnell gefüllt. Wir hatten keine Chance, in eine der Bahnen zu gelangen.

    Also antizyklisch noch ein paar Stationen aus der Stadt herausgefahren, ausgestiegen, wieder in die richtige Richtung eingestiegen und am Brandenburger Tor aus der U-Bahn geworfen worden. Dort wurde es unübersichtlich. Es war so viel Demo und so viele Menschen unterwegs, dass nicht so ganz klar, wo die Demo war.

    Gut, dass wir so den Weg vom Brandenburger Tor zum Reichstagsgebäude kennen. Der Plan „Folge-den-Menschen-die-so-aussehen-als-würden-sie-zur-Demo-gehen“, wäre nicht aufgegangen. Denn sie waren überall, und sie bewegten sich in alle Richtungen.

    Menschen mit Postern strömten durch den Tiergarten, kamen vom 17. Juni oder aus Richtung Potsdamer Platz. Andere waren am Gehen. Gegen 18 Uhr gingen wir wieder und immer noch kam ein Strom neuer Demonstrant*innen herangelaufen. Bis zur Museumsinsel (etwa zwei Kilometer östlich der Demo) waren alle U-Bahn-Stationen außer Betrieb genommen. Bis dorthin war die gesamte Straße Unter den Linden für den Verkehr gesperrt, denn den Platz benötigten Demonstrat*innen auf Hin- oder Rückweg.

    Ich traue mir nicht zu, zu schätzen, wie viele Menschen gleichzeitig vor dem Reichstag standen. Aber ich habe den Eindruck, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt ein Vielfaches an Menschen durch die komplette Innenstadt zog, entweder auf dem Hin- oder Rückweg zur Demonstration.

    Menschenmenge auf dem Weg durch den Tiergarten
    Nicht die Demo, sondern einer der Zugangswege durch den Tiergarten.

    Sticken gegen Nazis

    Gesehen: Leuchtplakate (sei es Plakate mit Lichterketten oder von innen beleuchtete Lichttafeln mit ‚Nie wieder ist jetzt‘-Aufschrift); ein Plakat „Darkroom links gegen rechts.“ Flaggen, die aus Metall-Brandschutzdecken bestanden; ein Plakat „Merz ist mitgemeint“; „Wir sind mehr“, „Wir sind das Volk“; der obligatorische Brezelverkäufer hatte seinen Bauchladen anlaßgemäß geschmückt.

    Premiere: Eine Mini-Demo in der Demo gegen die Demo. Etwa 20-30 Personen mit Palästina-Flaggen, deren englischen Transpis nach sie vor allem dagegen demonstrierten, dass die ganzen Anti-Nazi-Demonstranten nicht auch zur Free-Palestine-Demo kommen.

    Premiere: Meine erste Großdemo bei der ich keine Hubschrauber hörte. Später sahen wir verschiedene Drohnen weit über dem Gelände fliegen.

    Unfassbar: Mehrere ältere Damen hatten ein bettlakengroßes Demo-Transparent mitgebracht, nicht bemalt sondern bestickt war. Ich hoffe, ein*e Museumskorator*in hat das gleich für die Nachwelt gesichert.

    Vor allem aber: So viele Menschen, die so wirkten als wären sie komplettemang aus den Bussen, Bibliotheken, Supermärkten der Gegend gekommen.

    Noch beeindruckender: Allein in Cottbus waren so viele Menschen auf der Straße wie der Bauernverband letzte Woche bundesweit nach Berlin organisieren konnte.

    Mein Herz erwärmend: Die Prignitz ist wunderschön. Vor allem auch, weil es die menschenleerste Gegend Deutschlands ist. Wenn ihr eine Deutschlandkarte seht, auf der zum Beispiel Straßen, Bahnstrecken, Mobilfunkmasten, Schwimmbäder, Kneipen et cetera eingezeichnet sind – dann ist in diesen Karten oben rechts ein großes Loch sichtbar, in dem sich gar nichts befindet. Das ist die Prignitz.

    In dieser Prignitz, in Perleberg, 600 bis 1000 Menschen demonstrierten. Wow! Ich habe Zweifel ob an einem normalen Samstag überhaupt so viele Prignitzer ihr zu Hause verlassen.

    Wohnungsdetektive

    Der Filmflötist bekam eine Eigenbedarfskündigung. Nachdem er seit 1944 in derselben Straße und seit 1971 im selben Haus wohnt. Anscheinend kann seine Eigentümerin (die derzeit zur Miete in einer anderen Berliner Wohnung lebt) sich Miete und Nebenkosten ihrer aktuellen Wohnung nicht mehr leisten. Ebenso typisch wie bitter.

    Der Berliner Wohnungsmarkt ist wild. Deshalb vielleicht hilfreich: der Berliner Mieterverein empfiehlt eine*n Detektiv*in bei Eigenbedarfskündigung: Vorgeschobener Eigenbedarf: Profi-Detektiv hat meistens Erfolg

    Die Presse in der Nachbarschaft: Wie ein Eigentümerkollektiv politisch aktiver international anerkannter Architekt*innen, Künst­le­r*in­nen und Ku­ra­to­r*in­nen in der Schöneberger Ebersstraße versucht, ihre Mieter aus deren Wohnungen herauszuekeln. (Erinnert mich tatsächlich an die Zustände teilweise hier im Haus, nur dass unsere Ex-Eigentümer deutlich schlechter organisiert waren): Mie­te­r*in­nen nicht erwünscht.

    Ist das ein Grammophon?

    Frau Herzbruch mit Demoneid.

    Karen fährt weiter Bahn: Turku-Warschau mit dem Zug: (4) Kaunas-Warschau. (Wobei ich den Warschauer Bahnhof ja auf seine spezielle Art sehr mochte).

    Die Lage zwischen der Hamburger Wikipedia-Community und Wikimedia Deutschland ist so verfahren, dass es schon zu einem gemeinsamen Statement kommen musste.

    Pavel Richter, ehemals Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland (und in der Funktion auch einige Zeit Vorgesetzter meines Vorgesetzten), macht zukünftig vielleicht Paid-Editing auf Wikipedia-Diskussionsseiten: Benutzer:Pavel Richter (Consolvi GmbH)

    Die seltsamen 50. Geburtstage: A friend of mine manages an event place in Scotland, and they’ve banned 50ths. Hen nights, stag dos, 40ths, no problem: but some combination of the manic nihilism that sweeps over people and the middle-aged mal-coordination that crept up on them leads to a wild amount of breakage.

    Anderswo in Berlin: Trauer um den Hertha-Präsident: Das ganze Stadion war in schwarz gekleidet. Nur einzelne verteilte hellblaue Tupfer jener Menschen, die Kays sogenannte Präsidentenjacke trugen, jene Jacke, die er trug, als wir ihn vor anderthalb Jahren ins höchste Amt unseres Vereines wählten. Es wurden keine Banner der Fanclubs und Fangruppen gehängt, keine Fahnen, nichts. Nur ein langes, schwarzes Banner unten im Umlauf.

    Falls jemand Demoblogberichte aus Nicht-Berlin-München-Hamburg-Köln kennt, gerne in die Kommentare.