„13:44: Robbe schaut zu“ – Highlights des Walkadaver-Timmy-Livetrackers.
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Ex-Neptun-Spielhalle ist jetzt Lonlon Coworking / Eventspace.
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Familientraditionen, so wichtig. Madame hielt diese aufrecht, indem sie wie fast jedes Jahr am Himmelfahrts-Wochenende einen Großteil der Steuerklärung erledigte.
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Familientraditionen so wichtig. Der Kaptain schickte Fotos von der Rendsburger Schwebefähre, und wie immer wenn unsere Familie dieses Verkehrsmittel besucht, fuhr es nicht.
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Es war ein Broadway-auf-Leinwand-Feiertagsabend, ein Gartenofficebrückentag und ein Gartengartensamstag.
Fische, Drachen, Rote Beete
Derzeit lese ich Undiné Radzevičiūtės Fische und Drachen. Es handelt sich nur indirekt um einen Vilnius-Roman, da der Roman der litauischen Autorin in einer Altbauwohnung einer ungenannten europäischen Stadt spielt, nachdem diese 50 Jahre bleierne Zeit hinter sich ließ. Die andere Hälfte des Buches spielt im Hofstaat des fünften Kaisers der Qing-Dynastie.
Nach etwa einem Viertel des Buches kann ich sagen, dass ich das Buch sehr mag, aber emotional noch nicht verstehe. Das kommt vielleicht noch.
Litauen rückt zeitlich näher. So nahe rückt es, dass ich die Fahrkarte von Warschau nach Kaunas buchen konnte. Dabei erfuhr ich, dass wir mit dem Pink Soup Train fahren werden. Die innerlitauischen Züge dürfen wir erst 30 Tage vor der Fahrt buchen. So nah liegt es noch nicht.
Warum nicht Kartoffelsalatzug, Deutsche Bahn?
Außerdem Jagdwurst und Kirschwindbeutel
Den Feiertag verbrachten wir aus Finnlandausstellungs-Kinokarten-Gründen noch in Berlin. Aber ich hatte genug Vertrauen in die Brückentagsruhe, dass ich entgegen sämtlicher Gewohnheit mit Hotspot ohne Monitor oder Tastatur das mobile Arbeiten aus vom Garten veranstaltete. Es hat zu diesem besonderen Anlass funktioniert.
Dadurch waren wir Freitag schon da, ab Freitagnachmittag war ich garteneinsatzbereit. Wir konnten den Käsejalapeñobratwurstverkaufswagen ebenso schon Freitag aufsuchen, wie den Supermarkt mit Milch und zweierlei Kartoffeln (Ganz-direkt-aus-der-Erde und als -Chips). Samstag konnte Madame nur aus Jux und Dollerei zu Fuß zum Himbeerkuchenverkaufswagen wandeln, der direkt unseren Weiler zweimal in der Woche aufsucht.
Aus den vier kleinen Fencheln mit viel Grün, kochte ich Fenchelgrün-Kartoffelsuppe, und da Experiment erfolgreich war und ich mich daran erinnern möchte, wie es funktionierte bloggte ich nebenan darüber, bevor ich vergesse was ich machte. Und wo ich mich schon eingeloggt hatte, stellte ich auch endlich Madames Tomatenkraut aus dem Slow Cooker ein.
So fühlte sich der Freitag schon an wie Samstag und der Samstag wie Sonntag und morgen haben wir einen ganzen Tag geschenkt!

Keine Spur mehr von der Hornisse, aber ein papiernes Insektennest
Offener Kompost, Trockenmauer
Madame uppte ihr App-Game. Inspiriert durch Frau Brüllen installierte sie die Merlin-App. So konnte sie auch einmal die Dorngrasmücke leibhaftig sehen. Eigentlich ist es einer dieser winzigen braunen Vögel, die immer zu weit weg sind. Aber wenn die App anzeigt, dass sie jetzt singt und man mit ihr triangulieren kann, wo sie sitzen muss, dann kann Madame sie auch sehen.
Außerdem neu auf dem Handy: Flora Incognita arbeitet zusammen an GartenDiv – zur Bürgerwissenschaftserforschung der Diversität deutscher Gärten unter der Leitung von Dr. Staude [sic]. Erste Feststellung: Mit Ausnahme von „Teich“ hat unser Nicht-Naturgarten jeden in der App vorkommenden Biotoptyp. Zweite Feststellung: Bei einem Tempo von ungefähr fünf bis zehn verschiedenen Pflanzen am Tag (damit 20 Pflanzen in der Woche, da wir nur am Wochende anwesend sind) schaffen wir eine vollständige Liste niemals in einem Monat, ich würde behaupten, nicht einmal in einem Jahr.
Erstaunlich wie naturnah es wird, wenn mensch eigentlich nur einen Lustwandelgarten für Faule erschaffen möchte.

Fünfzig Schattierungen des Grüns
Der Rotdorn hat eine Rot-Grün-Stärke. Das Bäumchen wuchs letztes Jahr für seine Verhältnisse ganz gewaltig. Dieses Jahr blüht er vor allem an den alten Teilen. Das heißt, wir haben ein Bäumchen, das in der unteren Hälfte sehr rot und in der oberen Hälfte sehr grün ist.

Während der Flieder ganzpflanzenblüht als gäbe es kein Morgen, halten sich die meisten anderen Pflanzen noch zurück. Der rote Ginster hat eine (eine!) Blüte, die immerhin sehr schick ist. Die fünf bereits geöffneten Blüten der Abelie durften ausreichend für einen ganzen Strauch. Der Blütenstaubrand an der Insektentränke ist Zeichen vergangener Pflanzenpracht,
Die überwiegende Farbe dieses Wochenendes ist weiterhin grün. Die Stauden und das Gras wachsen wie der junge Frühling, die Knospen blasen sich auf, aber noch blühen sie nicht. Der Rosentriebbohrer ist auch zurück, aber wir hoffen, wir haben die meisten seiner Exemplare in die Flucht geschlagen.
Wir schwelgen in den Grüntönen, die noch oft genug in der Sonne transparent bleiben so frisch wie sie sind.

Bursting with dreams
Ich staune über die Yorck-Kinos, dass es ihnen gelingt, obskure Szenen aufzutreiben und ihre Mitglieder in ihr Kino zu locken. Ich staune über die Yorck-Kinos, dass es ihnen gelingt, mich in diese Filme zu locken, obwohl ich gar nicht zur Szene gehöre, null Ahnung habe, was passieren wird, aber denke „das klingt spannend.“
Merrily we roll along ist ein geflopptes Steven-Sondheim-Musical von 1981. Es lebte als Kult-Classic an den Rändern des Musicalbetriebs und unter Sondheim-Fans weiter, bis es 1991 in London wieder in den größeren Musicalbetrieb aufgenommen wurde, 2022 kam eine Off-Broadway-Inszenierung hinzu, die 2023 an den Broadway umzog.
Eine echte Verfilmung ist in Arbeit, wird aber aus künstlerischen Gründen bis 2040 brauchen. Wir sahen eine Filmaufnahme der Broadway-Inszenierung.
Times goes by and hope goes dry
Neben uns waren vor allem die Mitglieder der englischsprachigen Berliner Theater/Musical-Szene im Odeon anwesend. Nicht nur, dass das Merrily ein Kult-Classic in diesen Kreisen ist, sondern es ist auch ein Meta-Musical über die Musicalproduktion.
Es erzählt die Geschichte einer Gruppe von drei Freund*innen, die als 20 jährige optimistisch in künstlerischer Vision ins Leben aufbrechen, um 20 Jahre später, zerstritten, desillusioniert, hoffnungslos, zu leben.
Der Kunstgriff des Musicals: Es erzählt rückwärts. Es beginnt mit einer Party, bei der einer der drei nicht erwähnt werden darf, eine heftig betrunken alle anderen Anwesenden und insbesondere den dritten Freund anpöbelt, der scheinbar irdischen Erfolg hat, aber er ist ausgebrannt und unglücklich.
Es ist ein Test der Tragödientheorie. Ist in der Tragödie das Ende durch die Ausgangskonstellation schon festgelegt, ist das hier die Frage. Der Plot bewegt sich rückwärts durch die Zeit, besucht Wendepunkte und Schlüsselmomente: Musste es so kommen?
So wird das geschehen auf der Bühne immer glücklicher, immer weniger schmerzhaft, immer hoffnungsfroher. Es beginnt mit der zerstörten Freundschaft, geht hinüber zum Moment der Zerstörung, dem Kampf gegen die Risse bis schließlich zu den großem Momenten des Glücks.
Die Menschen auf der Bühne werden immer glücklicher, das Publikum leidet immer mehr, weil immer klarer wird, was sie alles verloren haben. Dabei immer wieder derselbe Song: Merrily we roll along, auch hier in immer fröhlicheren enthuasistischeren Variationen.
Wie versteckten sie die Mikrofone?
Ich lernte: Stephen Sondheim ist ein spannender Musicalschreiber. Ich will mehr von ihm sehen.
Die Möglichkeiten während einer Live-Vorführung einen Film zu drehen, sind meiner „Effi-Briest-im-Deutschunterricht“-Zeit dramatisch besser geworden. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Film alleine mit seiner Technik und Bildführung so hineinziehen kann.
Daniel Radcliffe (aka Harry Potter bzw. im Musical Charles Kryngas – einer der drei Freunde) kann Musical spielen.
Links
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Jetzt wirklich: Z13 – Biskaya die 2. – der lange Bericht
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Frau Herzbruch auf Curaçao – Teil 4 und Teil 5 und Teil 6.
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In einem Haushalt, der regelmäßig mit Klausuraufsichten zu tun hat, mit besonderem Interesse gelesen: Heute erfahren, dass SuS zur Abiturprüfung nicht gedopt sein dürfen, dass zum Beispiel (reguläre) Ritalineinnahme angegeben werden muss. Vom Bogenschießen kenne ich das, da gehört ein Bier vor dem Schießen zu den verbotenen Substanzen, weil es zu ruhigerer Hand führen kann.
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Ich erfreute mich an der Kaltmamsell-repulica-Planungs-Heuristik: „Guckte also über alles hinweg mit “CEO”, “Founder”, “Geschäftsführer”, gab Staatssekretärinnen und Abteilungsleitungen den Vorzug vor Ministerinnen, je dröger sich der Jobtitel las, desto attraktiver fand ich ihn“
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Christiane mit der 12-von-12-Cannes-Filmfestival-Reportage
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Schön hier in Frankreich 😉
Schön schön bon bon 🙂