26-09-26 Vom Drang, das Wochenende zu begrüßen, indem ich nach dem Durchschreiten der Wohnungstür aus den Schuhe steige, auf die Nachdenkliege kippe und 18 Stunden durchschlafe

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Madame hält tapfer die Dreichorwochen durch.

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Mir Döner an der Dominicusstraße ist nicht mehr. Dort wo noch vor einem Jahr die Schlangen derjenigen standen, die von Dönerfluencern angelockt wurden, dort wo noch im Sommer reger Betrieb herrschte, war jetzt ein paar Wochen geschlossen und ein neues Schild hängt „Luca Gemüse Döner.“

Wo ist mein Hatay Döner hin?

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Auf den Radwegen tauchten Freitag die ersten Marathontrainierenden auf. Ich erkannte sie daran, dass sie Jacken mit „Sub-3 Finisher“ trugen, errungen bei früheren Marathons – und natürlich daran, dass sie auf Radwegen joggten, was kein Berlinlebender je wagen würde.

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Ausgerechnet die Partei, die plakatierte „unfuck Berlin“ ist bei uns die letzte, die es nicht schafft, ihre Wahlplakate abzuhängen. Unfuck du mich auch.

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Einer Ferienwohnungsvermietung verdanke ich die bizarre Kenntnis einer „App“, die eigentlich eine Website ist, und mal „Reisefuchs“ und mal „Reisebegleiter“ heißt und nach dem klandestinen Log-in dort kann ich die Website der Wohnung nochmal sehen und als einzige Funktionalität ein Babybett dazu buchen.

Was auch problemlos klappen würde, wenn ich ihnen einfach eine Mail schriebe oder telefonierte.

Das sieht spannend nach „Digitalisierung 2005“ aus, wird aber noch faszinierenderweise immer noch stark vom Vermieter angepriesen.

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Es war ein Ende der Woche, das sich in den Freitagabend schleppte.

Ganzspätsommer

Zwei Männer schlagen keine Wellen

So kann es kommen. Gerade eben half ich dem Kollegen noch im Teamraum dabei, den neuen digitalen Dienstkleidungsshop zu besuchen, dann mache ich Feierabend, gehe privat Schwimmen und darf mir in der Dusche anhören „mit der Bikinifigur wird das dieses Jahr nichts mehr.“

Die Berliner Herzlichkeit ist manchmal rustikal. Mein lieber Scholli.

Ich ließ mich nicht stören, betrat Punkt 21:00 Uhr, eine halbe Stunde vor dem Schlußgong, die Halle und schwamm ein wenig, paddelte ein wenig. Die Menschen, die noch anwesend waren, waren stilistisch auf verschiedenen Leveln unterwegs, aber – bis auf mich – sportlich ambitioniert.

Da war nichts mehr vom gemütlichen Gesundheitsschwimmen des Tages und der früheren Socialisings. Die einzigen, die noch miteinander sprachen, waren zwei junge Männer, die Wettrennen schwammen.

Aber langsam gingen sie. Langsam teilten wir uns eine Doppelbahn zu dritt, einige Minuten später waren wir dort nur noch zu zweit. Und irgendwann, so gegen 21:20h hatte ich die Doppelbahn alleine. Wir waren im ganzen Becken noch zu zweit. die Halle in der abendlichen Schummerbeleuchtung – und so sehr man von einer Schwimmhalle sagen kann. Es war gemütlich. Manchmal ließ ich mich einfach treiben, um das Wasser fast glatt und wellenlos zu sehen.

Manchmal freute ich mich, ohne Rücksicht und Beckenteilende wirklich mal Rücken schwimmen zu können oder beim Kraulschwimmen bestimmungsgemäß nach unten zu schauen und nicht nach schräg-unten-vorne. Und dann ließ ich mich treiben. Ich allein im fastolympischen Hauspool, mit allem Platz der Welt, das Wasser ruhig, und die Nacht vor dem Fenster.

Das tat gut.

Die jährliche Türwartung der Büroräume

Und das war nötig. In meinem Kalender steht inzwischen für Ende November ein zwei-Wochen-Termin „nicht krank werden“, da die Erfahrung und die Bloghistorie zeigen, dass ich nahezu jedes Jahr im Oktober oder Noivember eine Woche flach lag. Für 2026 würde ich das gerne vermeiden.

Noch steht es nicht im Kalender. Noch muss ich so auf mich achten. Zum Beispiel indem ich Mittwoch (Fetch) und Donnerstag (Boulevard Noir) das Kino cancelte, weil ich das Gefühl habe, ich overstretche. Lieber rumdrömmeln, nichts tun und im Berittenen Bogenschützen lesen.

Denn ich das Gefühl, gerade gedanklich auf so vielen Hochzeiten unterwegs zu sein, dass ich anfange, dass mir relevante Sachen durchrutschen. Mein Gehirn ist ja immer gern im Junger-Hund-Modus unterwegs, der von hier nach dort spring und dann durch die eigenen Beine hindurch zurück – das ist praktisch, weil ich dadurch vage 12 Themen gleichzeitig denken kann – aber riskant, weil es schnell dazu führt, dass ich an 24 Themen denken möchte und dann die 12 wichtigen vergesse. Naja, egal, Ich brauchen Zeit um den jungen Hund zu fokussieren und zu beruhigen, und die fehlte in letzter Zeut.

Nichts tun. Selbst die dahinsiechende Mango ignorieren, weil ihr Geruch so schön ist. Abenteuer Müll rausrollern. Im Wasser treiben.

Im Deutschlandfunk spielte Stevie Ray Vaughn

Vor den Dauerschlaf habe ich selber aber noch vor geraumer Zeit ein bewegtes Wochenende gelegt. Es beginnt verwirrend, Berlin baute neue Baustellen an überraschende Stellen zwischen uns und die Autobahn. Nachdem ich den Weg nach Norden fand wurde es friedlich. Gegen 21 Uhr kamen wir auf den Latifundien. Zu müde für den traditionellen Gin Tonic.

Es war gar nicht mehr so warm. Wie fielen ins Bett.

Links

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Seoul im Spätsommer

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Joel besuchte Notre Dame de Fer – eine Kirche komplett aus Metall, sie steht in einer Siedlung, die damals eigens für die Minenarbeiter gebaut wurde.

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Heute noch mal jung sein. Dann könnte ich mir einen Spielzeug-Gülle-Anhänger für meinen Spielzeug-Traktor wünschen: Gülle, gülle

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Christiane wird tausend. Glückwunsch!

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Aus eher unerfreulichen Gründen musste ich heute mal einen tiefen Blick in die GGO, die Gemeinsame Geschäftsordnung für die Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen, werfen. Sie warf einen ebenso langen und lasziven Blick zurück.

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Herr Buddenbohm warf einen tiefen Blick in eine Möbelbeschreibung: Die schönste Stelle im Text aber, befinden der Sohn und ich, kommt erst gegen Ende der ausufernden Darstellung. Wo der Software in ihrer gnadenlosen Systematik vermutlich auffiel, dass über die Oberseite des Schränkchens bisher nicht gesagt worden war. Weswegen noch eben unterstrichen wird: „Auf der Oberseite dieses Möbelstücks können Sie verschiedene Bücher ablegen.“

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Die taz hat sich mal näher mit Die Linke und die militanten Pro-Propalästina-Bewegung befasst.: Was dran ist an den Vorwürfen gegen die Linke Berlin Aus eigenen politisch bewegteren Zeiten erinnere ich mich auch noch: Wenn man einen starken intern gut organisierten kleinen Block hat, ist es krass schwer, den aus einer größeren Organisation wieder heraus zu kommen. Der ist innerhalb der größeren Organisation oft sozial isoliert, aber trotzdem ein einflussreicher Teil, weil er Mehrheiten und Aktionen organisieren kann.

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