Kategorie: Alltag

  • 26-04-16 Der Pool ist gerichtet

    26-04-16 Der Pool ist gerichtet

    „Ein endlos laufendes Programm ist von einem sehr, sehr lange laufendem Programm erst dann zu unterscheiden, wenn das sehr, sehr lange laufende Programm zum Ende gekommen ist.“

    Ich beginne mich wieder mit der Fernuni zu beschäftigen.

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    Madame informierte mich, dass zehn Kilo Orangen in der Packstation liegen.

    Wir absolvierten gemeinsam eine Mini-Fortbildung zum Thema „Ein Paket im Auftrag einer anderen Person aber ohne Benachrichtigungskarte an der Packstation abholen“.

    Ich informierte Madame, dass acht Kilo Orangen im Kühlschrank liegen.

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    Die Zierkirsche ziert sich nicht mehr. Aus dem Fenster schaue ich direkt auf einen rosa Puschelfluffel.

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    S-Bahn-Fahrt-Fragen: Warum gibt es keinen S-Bahnhof Wilmersdorf? Es gibt Neukölln->Tempelhof->Schöneberg->Halensee. Nur Wilmersdorf wird als Ortsteil verschwiegen. Selbst der Mini-Ortsteil Witzleben hatte über Jahrzehnte seinen eigenbenamsten Bahnhof, bevor dieser in Messe Nord umbenannt wurde.

    Anlässlich des Bahnhofs-Umbenennungs-Gedanken erinnerte ich mich, dass das Südkreuz ja eigentlich auch der ehemalige Bahnhof Papestraße ist.

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    Im Bahnhof Papestraße wurden Rolltreppenabsperrungen zurückgebaut. Die Rolltreppen sind genauso gesperrt wie zuvor, aber unauffälliger. Ein „im Auftrag von DB-Security“-Mitarbeiter wies seinen Kollegen darauf hin, dass auch die Worte „zeitweilig“ und „derzeit“ von den Störungs-Hinweisen verschwanden.“

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    Es waren drei Arbeitstage mit Don-Giovanni-Intermezzo.

    Weiss alter Kastenwagen mit Aufschrift "occo   ngano  liesen"

    Im Juli dann in Staaken

    So sehr der Subaru „ein Geschenk“ ist, er hat einen Nachteil. Er ist anders als die anderen. Bei diffizileren Problemen lohnt es sich, eine Subaru-Werkstatt aufzusuchen. Beziehunsgweise, DIE Subaru-Werkstatt. In ganz Berlin werden vier Millionen mögliche Subaru-Fahrer*innen von dieser einen Werkstatt betreut.

    Die Werkstatt legte ihren Sitz bereits vorsichtshalber an den Rand des Stadtgebiets in die letzten Ausfransungen des ÖPNV-Netzes. Und dennoch ist sie dauer-überlaufen.

    Was dann zuverlässig dazu führt, dass man sie mit viel Mühe davon überzeugen muss, überhaupt einen Termin in ferner Zukunft zu vergeben – nicht ohne wechselnde Seufzer und Verzweiflungslaute am Telefon gegenüber – und dann lange Zeit später zwei halbe Tagesreisen noch über Spandau hinaus zu unternehmen.

    Ende Juli dann werden sie sich die Klimaanlage anschauen.

    Front quadrant swimming zum Beispiel

    Meine Schwimmbadbesuchsfrequenz ist schlecht. Noch scheinen sie mir im Bad aber zu verzeihen. Als ich mir mein obligatorisches Eintrittskärtchen geben ließ, breitete der Kassierer seine Arme aus und informierte mich: „Der Pool ist gerichtet.“

    Im gerichteten Pool hatte ich erstmals den Eindruck im echten Schwimmen einige Total-Immersion-Änderungen gleichzeitig betreiben zu können, ohne so sehr aus dem Rhythmus zu geraten, dass ich wieder fast ertrinke. Sehr angenehm.

    Ein telefonierender Mann erzählte am Telefon, dass er gern zum telefonieren in die Ringbahn geht, weil er das interessanter findet als zu Hause zu sitzen

    DAISY blinkte anklagend. Das elektronische Info-System der BVG legte all‘ die Empörung, die es ausdrücken konnte in die Mitteilung „Tram fährt unregelmäßig/ Falschparker in der Langhansstraße!.“ Damit verblieb Berlin leider im Normalmodus. Von den vier benutzten Verkehrsmitteln auf dem Weg zum und vom Kino1 hatten drei Probleme.

    Die Ringbahn hatte Baustelle und fuhr nur in eine Richtung. Die Tram hatte Falschparker. Der Bus hatte auch Baustelle und hat vor Schreck nicht mehr angezeigt, wo er gerade langfährt. Nur die Nord-Süd-S-Bahn lief wie ursprünglich geplant.

    In der S-Bahn stellte ich mir kurz eine Version meiner selbst vor, die mit dem ungesicherten roten Battaglin-Rennrad, das direkt vor der Wagentür stand, durchbrennt. Allerdings müsste dieses alternativ-ich sportlicher sein als das echt-ich, um eine faire Fluchtchance aus dem Bahnhof heraus zu haben.

    Vor allem hatte ich die Strecke gewählt, um mit dem 200er einmal die Touristenroute Leipziger Straße / Schloss / Rotes Rathaus zu fahren. Unterschätzt hatte ich, wie viele Tourist*innen den April für einen guten Monat für Städtereisen halten.

    Während wir buskuschelten, erzählte eine resolute Ostberlinerin mit Mecki-Frisur im Ich-kann-Büro-aber-lieber-ernte-ich-Zucchini-Outfit ihrem Nachbarn von „Anzugschnöseln, die sich die Schuppen aus den Haaren pulen. Ich hätte fast gekotzt.“ Kurz zweifelte ich an meiner Verkehrsmittel-Wahl.

    Faf!

    Niemals allerdings zweifelte ich am Ziel: Das Filmtheater am Friedrichshain (FaF) und dessen Saal 2.

    Für den Emotionsüberschwang zitiere ich das Kinokompendium:

    Der Saal ist zweifellos einer der schönsten Säle Berlins und der gelungenste der fünf Säle, die alle unterschiedlich von der Bühnenbildnerin Vera Dobroschke gestaltet wurden. Wahrscheinlich hat sie hier den größten Teil ihres Etats verbraucht. Fans von Sälen mit herausragendem Ambiente sollten dem Saal 2 im ‚FaF‘ unbedingt einen Besuch abstatten.

    Jenseits von Saal 2 ist das Kino nicht ganz so spektakulär – aber fast. Auf der Außenterrasse des Fafs liegt der kleine Biergarten. Auf der anderen Straßenseite der Volkspark am Friedrichshain und nebenan lauter Gebäude, die vermutlich Preisträger des Wettbewerbs „Stelle-Gentrifizierung-als-Mehrfamilienhaus-dar“ sind.

    Thank God, dass das Kino nicht wie ursprünglich geplant an einem Bürobau weichen musste.

    Noch eindrucksvoller als das Kino war der Film. Nachdem mir Yorck eine Mozartkugel geschenkt hatten, alle im Saal die Miniatur-Sitzplatznummerierungen gefunden und sich einsortiert hatten, begann ein Epos.

    Blick in den Saal 2 des FaF mit Zauberflöten-Deko auf dem Screen

    Wolferl!

    Der Film, Amadeus, vertritt eine starke These: Mozart war die Stimme Gottes.

    Tatsächlich fragte ich mich während des Schauens mehrfach, welch wundersame kosmische Konstellation dafür sorgte, dass dieser Film so entstehen konnte. Nur nach irdischen Verfahren ist seine Existenz kaum zu erklären.

    Denn ich sah den Film, stellte nach drei Minuten fest, ihn zu lieben und dieses Gefühl hielt drei Stunden lang an.

    • Er ist gleichzeitig Camp/albern, fast möchte ich sagen John-Waters-beeinflusst, und nimmt sein Thema dennoch jede Sekunde ernst.
    • Er ist in seinem Befinden und seiner Ästhetik so un-Hollywood wie ein Publikumsfilm nur sein kann und gleichzeitig mit Blockbuster-Aufwand und -Erfolg in der Welt.
    • Die Musik ist von Neville Marriner und der Academy of St Martin in the Fields, die darauf bestanden, dass Mozart notengetreu im Film gespielt wird. Überhaupt lese ich, dass der ganze Film um die Musik gebaut ist, nicht anders herum.
    • Also: John Waters dreht mit Neville Marriner einen Hollywood-Blockbuster über klassische Musik und gewinnt acht Oscars.

    Gran Partita aligned in every language

    Letztens schrieb Dasnuf wie befremdlich sich der Besuch eines Klassik-Konzerts anfühlte und wie wenig sie mit dem Einführungstext anfangen konnte. Da musste ich doch während Amadeus denken, als Salieria die Gran Partita2 darlegt. Ein Film, der sich über eine Minute Zeit nimmt, ein Mozartstück zu erläutern. Großes Kino. Und wer den dritten Satz ganz hören will: Mozart – Serenade Nr. 10 B-Dur „Gran Partita“ | WDR Sinfonieorchester

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    Was ich immer mal selber machen wollte: Eine Seite, die zu einem Thema alle Wikipedia-Titelbilder der verschiedenen Sprachversionen zeigt: In every language. (via)

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    Manchmal fühlte ich mich aligned, dennoch war das Lesen nicht obsolet.

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    Was hat sich in Armenien verändert in den letzten Jahren?

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    Kohl! How an unappetizing shrub became dozens of different vegetables (via)

    Anmerkungen

    1. Yorck Unlimited No. 20 – 11,90€/Besuch damit preiswerter pro Besuch als jede reguläre Abendkassenkarte. ↩︎
    2. Die ich nicht erkannt, sondern im Nachhinein recherchiert habe. ↩︎
  • 26-04-14 The Chronology of almost no water (Dithmarschen->Berlin)

    26-04-14 The Chronology of almost no water (Dithmarschen->Berlin)

    Ein Mülleimeraufkleber informierte mich, auf welchem Telegram-Kanal ich ein Drogentaxi bestellen kann. MMB lobte mich, weil ich die menschlich-soziale Kommunikation zwischen Dealer*innen und Konsument*innen förderte, indem ich den Aufkleber in den selbigen Mülleimer hinein beförderte.

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    Autobahnfahrtsfrage: Warum drehen sich Windräder im Uhrzeigersinn und nicht dagegen?

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    Ich sah das erste Taxi, das groß und offensiv mit dem Ortskenntnisnachweis des Fahrers warb.

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    Ob der Drogentaxifahrer auch einen Ortskenntnisnachweis hat?

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    Madame stellte fest: Menschen fahren entweder nach Freiburg oder von Freiburg. Niemensch fährt durch Freiburg hindurch.

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    Wasser und ich, ein schwieriges Thema in den letzten Tagen. Ich bin nah genug an der Nordsee gewesen um in gemütlicher Ohne-E-Fahrrad-Entfernung vom Deich zu sein – ohne Wasser zu sehen. Dann bin ich im Schwimmbad gewesen; immer noch kein Wasser. Schließlich war ich im Kino, ein Film mit einer Schwimmerin auf dem Plakat; immerhin sah ich dort ein wenig Wasser, Wasser so indirekt wie es nur irgend möglich ist.

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    Es war ein Nordseerückkehrsonntag und ein Alltagsberlinmontag.

    Nordsee Ostberlin

    Auf der A24: Ein knallrotes Mercedes-Coupe mit Berliner Kennzeichen und Bayern-München-Kennzeichenhalter. Spannend. 30 Kilometer später: Ein Familienkombi aus Oberhavel mit Bayern-München-Heckscheibenaufkleber.

    Ich war sicher: Einer ist Zufall, zwei sind ein Muster. Ein kurzes duckduckgoen ergab: Bayern hatte wirklich am Vortag in Sankt Pauli gespielt. Das Muster war nicht gefühlt, es war echt.

    Neben den WoMos und den Booten und den Auto-Anhänger-Ziehern war dies die vierte Großreisegruppe des beginnenden Frühjahrs: Fußballfans in der Hoffnung auf Auswärtsspiele bei erträglichem Wetter.

    Wir absolvierten die letzte Etappe des Doppelhelixostertrips. An dessen Abschluss war wieder alles, wie vor 11 Tagen auf der Ausgangsposition. Nur waren alle um Erlebtes reicher. Madame reiste gleich weiter nach Süden1, ich nach Südkreuz und von dort ins Sportforum Hohenschönhausen.

    Sportforum Hohenschönhausen - Wellblechpalast in graublau davor die Rollerbahn in graublau
    Skaterbahn und Beachvolleyballanlage im Sportforum

    Schon von Außen zu erkennen: Ein 10-Meter-Turm passt hinein

    Es sind Arbeitszeiten der Exkursionen. Nach dem Fast-Nordseewasser-Anblick am Sonntag bot sich Montag die Chance auf gechlortes Beckenwasser. Ich war zweieinhalb Stunden mit Tram und kollabierender S-Bahn unterwegs, um zwei Stunden in einem Schwimmbad zu verbringen. Aber ich sah wieder kein Wasser. Wieder kam ich über den Konfi nicht hinaus.

    Immerhin konnte ich eine persönliche Sammlungslücke schließen. Das Schwimmbad im Sportforum Hohenschönhausen war eines der sehr wenigen Bäder Berlins, das ich noch nicht besuchte. Mit seinem Baujahr von 1954 und seiner sehr einzigartigen Nutzungsgeschichte ist es eines der spannenderen Berliner Bäder.

    Aber eben diese Nutzung verwehrt meinen Besuch. Denn das Bad ist primär für den Olympiastützpunkt und den Hochleistungssport bestimmt. Und ich bin weder hochleistung noch Sport. Ich bin „southpark erzählt Digitalisierungs-Döntjes.“

    Deshalb lande ich im Konfi und nicht im Wasser.

    Sportforum Hohenschönhausen. Schräg seitlicher Blick auf die Schwimmhalle und die Plastik davor.

    Das prägende Bild: ein Block, ein Bleistift, in verkrampfter Hand gehalten

    Achtung Triggerwarnung: Sexueller Missbrauch bis zur nächsten Überschrift.

    Zurück im Alltag bedeutet zurück im Babylon Kreuzberg, zurück im After-Work-Kino.2 Schon nach weniger als einer Minute des Films war klar: Hier will jemand3 einen Anspruch. Und kurz darauf war mir auch klar: Dieser Film strebt nach Wahrhaftigkeit; nicht in dem Sinne, dass er die Geschehnisse erzählen möchte wie sie wahren, aber er möchte den Emotionen wahrhaftig sein.

    Oder genauer, Wahrhaftigkeit gegenüner der Emotion. Denn im Wesentlichen geht es um die eine: Schmerz. Mal ist er offen und brutal, mal pocht er im Hintergrund. Mal versucht die Protagonisten ihn zu betäuben, dann ihn ruhig zu stellen, zu besänftigen, erliegt ihm, versucht ihn mit anderem Schmerz zu übertönen. Zwei Stunden Schmerz; nicht schön, aber denkwürdig.

    Der Film The Chronology of Water4 von Kristen Stewart orientiert sich am gleichnamigen Buch von Lidia Yuknavitch. Yuknavitch schildert in dem autobiographischen Buch den sexuellen und anderen Missbrauch, vor allem wie sie ihr Erwachsenenleben damit verbrachte, mit diesem Schmerz umzugehen.

    Der Film „funktioniert“ wie Erinnerung: Fragmentarisch, zersplittert, in Sprüngen, nie ganz sicher, was wirklich passiert ist und was eingebildet ist. Grob werden die Fragmente in mehrere Kapitel geteilt: Beginnend mit dem Wechsel der damaligen Leistungsschwimmern Yuknavitch (gespielt von Imogen Poots) aus dem Elternhaus heraus ans College, den ihr Vater mit Gewalt und Manipulation zu hintertreiben versucht, die frühen Collegejahre voller Sex, Drugs and Vodka, Beziehungsversuche, Schreiben als Rettung, eine Totgeburt und noch mehr Sex and Vodka und noch mehr Schreiben.

    In jedem Kapitel, die sich chronologisch immer mehr vom Missbrauch entfernen, wird es weniger zersplittert, weniger fragmentarisch; die Wunden liegen nicht mehr ganz so offen, reißen aber in Wellen wieder auf.

    Ein Film über den Versuch, sich selbst wieder zusammenzusetzen, mit den unvollkommenen hilflosen Mitteln, die uns Menschen zur Verfügung stehen.

    Wo ist der zielgenaue Blitz vom Himmel, wenn man ihn mal braucht?

    Das Trumpjesus-KI-Bild
    Ein Bild für die Geschichtsbücher

    Smart Wagon Wheel in Reinfeld

    Ostern in Tartu.

    Reihenhäuser in Reinfeld in Stormarn.

    Warum es mir zum Beispiel freitags nochmal besonders leicht fällt, auf Mails, die ich – weil sie nerven – länger liegen gelassen habe, zu reagieren. Ich glaube, das liegt daran, dass meine Ansprüche sinken.

    Zwei Texte über das Smart Home. Ich staune. Bei Text 1 musste ich fast lachen als ich die Beschwerde über „unnötige Fietschers“ las. Für mich ist wirklich alles was im Text vorkommt, Fietscheritis bei der viel Aufwand darin gesteckt wird, umständlicher zu leben als vorher. Spätestens, wenn Haustechnik mich zwingen würde, meinen Gästen Weisungen zu schreiben, wie sie sich korrekt zu verhalten haben, wäre der ganze Aufbau schneller entfernt gewesen, als mensch „Recyclinghof“ sagen kann.

    Bei Text 2 denke ich auch: NICHTS davon möchte ich davon in meiner Wohnung haben. Aber ein System das mitdenkt, das if-then beherrscht und bei dem die Schalter noch funktionieren: Das finde ich grundsätzlich spannend und das würde ich in einem professionellen Kontext wirklich gerne bauen.

    Ich hatte ja keine Idee: aber einen [Bob-Dylan]-Song, der finanziell bestimmt mit an der spitze plaziert sein dürfte und der in einem musik-genre, das man nicht unbedingt mit bob dylan in verbindung bringt, kult-status hat und dort zu den evergreens des jahrhundert gehört, hatte ich noch nie gehört.

    Anmerkungen

    1. ICE795 nach Karlsruhe, danach mit Deutschlandticket und Regionalexpress über Freiburg hinaus. ↩︎
    2. Yorck Unlimited No. 19 – damit 12,53€ pro Besuch. Das ist ziemlich genau der Abendkassenpreis für ein Ticket bei den B-Kinos und der Online-Preis bei den A-Kinos- ↩︎
    3. Kristen Stewart, weltbekannt durch Twillight – Biss zum Morgengrauen. ↩︎
    4. Seriously Wikipedia? The Chronology ist ein „romantisches“ Filmdrama? ↩︎
  • 26-04-11 Spandau-Süd, Hamburg-Ost (Berlin -> Dithmarschen)

    26-04-11 Spandau-Süd, Hamburg-Ost (Berlin -> Dithmarschen)

    Lachgas ist aus. Verboten. Gut, dass wir noch einen 10-Jahres-Vorrat zur Herstellung von Schlagsahne gebunkert haben.

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    Versprochen lachgasfrei: Wilde Nächte mit wilden Träumen; für meinen Geschmack zu arbeitsthematisch. Abwechslungsreicher wurde es, als mir träumte, wir würden durch den nebligen Schwarzwald wandern und dabei die dort heimischen Baby-Elefanten sehen.

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    Im Bus, zwei junge Frauen direkt hinter mir, unterhielten sich über ihren Wasserschaden und die Versicherung, über verschiedene Enthaarungsmethoden, und über die Reportage über den ghanaisch-deutschen Fußballtrainerexspieler Otto Addo, an der eine von ihnen arbeitet. Als sie sich voneinander verabschiedeten, war ich kurz davor, ihnen zum Abschied die Hand zu drücken, weil ich sie innerlich bereits in meinen Bekanntenkreis aufgenommen hatte.

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    Vielleicht war ich besonders aufmerksam, weil Otto Addo einst ein Held von Hannover 96 war, ein Verein von dem ich gerade wieder mehr mitbekomme, weil 96 sich mit Hertha und diversen Anderen ein Nagelbeißer-Fotofinish um den Aufstieg in die 1. Männer-Fußball-Bundesliga liefert.

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    War es, mit Dota Kehr, der erste Samstag im Frühling? Ich weiß es nicht, denn ich war den größten Teil des Samstags auf der Autobahn. Aber auch wenn Boote auf den Straßen und im Wasser, Menschen an allen Plätzen und Stühle auf den Wegen, dafür sprachen: Die hohe Jackendichte und das fluchtartige Verlassen der Außenplätze bei Schattenwurf sprachen noch dagegen.

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    Es war ein Kleinreisearbeitsfreitag und ein Großreisesamstag.

    Sense and Usability

    Bei der Kaltmamsell las ich ein Lob des Lernens von „Nutzlosem“.

    Ich musste spontan an unseren Schulprakti denken, dem wir gerade erklärt haben, dass viele Tätigkeiten im Arbeitsleben – egal bei welcher Arbeitgeberin – sich währenddessen reichlich sinnlos anfühlen oder sich im Nachhinein als reichlos sinnlos herausstellen werden. Wobei der Zusammenhang zwischen beidem locker ist. Wir versuchten, eine wichtige Lektion für’s Leben zu vermitteln, aber ich weiß nicht wie begeistert sie aufgenommen wurde.

    Ebenjener Prakti führte auch zur internen Fragestellung: Liebe Kolleg*innen mit den zweistelligen E-Nummern im Arbeitsvertrag: Welche eurer Tätigkeiten kann auch ein 17jähriger nach einer Stunde Einweisung erledigen?

    The Lifecycle of Software Objects (2007)

    Gelesen: Ted Chiangs The Lifecycle of Software Objects – eine Novelle, die sich in Chiangs Kurzgeschichtensammlung Exhalation geschmuggelt hatte.

    Der 2007 veröffentlichte Text behandelt eine Zukunft in der KI als eine Art Wesen geschaffen wird. Bestehen aus einem „Genom“ wird sie trainiert ähnlich wie ein Tier oder ein Mensch, entwickelt dann Fertigkeiten und eine Intelligenz. Erzählerin der Geschichte ist Ana, promovierte Biologin/Ex-Tierpflegerin im Zoo, der das Training der ersten Gruppe dieser KIs, Digients, obliegt.

    Die Frage „was ist es“, „wie reagiert es“ und „wie reagieren Menschen darauf?“ sind zentrale Thesen des Textes. Am Ende geht es um Software, die eine Selbstwahrnehmung besitzt, Gefühle zumindest ausdrückt und im Laufe der Novelle immer mehr einen eigenen Willen und eigene Pläne entwickelt.

    Dabei wurde sie programmiert, extrem niedlich zu sein – sie wird verkörpert durch Avatare in einer Second Life/Metaverse ähnlichen Umgebung und später durch Roboter, die die Software laden und sich dann entsprechend verhalten können.

    Chiang dekliniert es durch, umfassend, in vielen Facetten – bis es im „sexual turn“ und der Frage inwieweit die Software selbstverantwortlich handeln darf, endet. Die Frage steht dahinter: Was macht den Mensch zum Mensch, was das Tier zum Tier und wie weit kann, darf und soll Software dort hineinragen.

    Das Problem: Chiang kann keine Menschen. Als belletristisch aufbereitete philosophische Gedankenexperimente sind seine Texte eindrucksvoll, als Belletristik im engeren Sinn mit handelnden, emotionalen, körperlichen Menschen, fallen sie flach.

    Auch hier werden auf der Menschenseite der Geschichte Pappmachéfiguren hin- und hergeschoben, und wenn schon der Autor Probleme hat, die Menschlichkeit der Menschen darzustellen, fällt auch die ganze Maschinen-Menschlichkeits-Diskussions ins Wasser.

    Als Denkansatz ist das spannend. Als Idee, was KI sein könnte außer Plapperbots, ist es inspirierend. Als durchdekliniertes Gedankenexperiment fällt es weitgehend aus, weil es schon an der Frage scheitert, wann eine fiktive Menschenfigur menschlich wirkt.

    Go West

    Es gibt Gründe dagegen, zwei Stunden Fahrzeit zu imvestieren, um Arbeitssachen in Person zu machen, die im Prinzip auch remote gingen. Aber es gibt auch sachliche Gründe dafür, es zu tun.

    Und es gibt den Grund dafür, dass ich endlich mal als Mitfahrer die Heerstraße von Berlin-Westend Richtung Spandau-Süd entlang fahre und aus dem Fenster schauen kann. Ich sehe die Ausläufer des Olympiageländes, die einstigen Villengegenden im Wald, die sich nach dem Ausbau der Heerstraße zur fünf- bis achtspurigen Magistrale verkümmerten und die dazwischen gesetzten Wohnblocks des utopischen sozialen Wohnungsbaus. Alles inmitten einer Brandenburger Hügel-Wald-Landschaft.

    Schild "Anlegestelle Leiter" an einem Großwohngebäude der 1970er/1980er

    Und es gibt den Grund, dass ich ein weiteres Bad von innen- und hinten kenne: Gut, dass mir jemand den Weg vom Badleitungsbüro zum Konfi-Raum zeigte, ich hätte mich in alle den Treppen, Hintertüren und Personalausgängen dieses Bades hoffnungslos verlaufen. Juhu, Spandau-Süd!

    Bootobahn

    Es gibt sehr gute Gründe dafür, insgesamt etwa 11 Stunden Fahrzeit zu investieren, um den Kaptain wieder nach Dithmarschen zu bringen. Am letzten Hotelfrühstück nahmen wir teil, trafen im Saal eine Gruppe Lautern-Fans, die tenhaag Road-Show on tour beim Frühstück und eine Freundesgruppe im Nahrentenalter, die sich im sächsischen Singsang über Berliner Sehesnwürdigkeiten unterhielt.

    Nachdem der Kaptain vor den Augen des Hotelmanagers zwei Kulis hatte mitgehen lassen, ließen wir alle Berliner Sehenswürdigkeiten hinter uns, fuhren nach einem kurzen Zwischenstopp auf den Latifundien und einem Eis am Trauerspiel Autobahnraststätte Gudow über die Autobahnkreuze Oranienburg, Hamburg-Ost und Hamburg-Nordwest nach Dithmarschen.

    Wo letzte Woche die WoMos aller Größen dominiert hatten, war dieser Samstag der Tag der Bootverbringung nach Norden. Aus Plastik und Holz, mit Segel und Motor, in Groß und Klein, Heimathafen Berlin oder Rostock – es war das Wochenende der Boote auf den Hängern.

    Folgerichtig endeten wir bei den großen Booten im Büsumer Hafen: wo es nach der Ankunft in Brandenburg Spargel direkt beim Spargelhof gegeben hatte, gab es nun Krabbe und Scholle direkt auf dem Werksgelände der Fischerfamilie. Fisch Möller tischte wie immer herrlich auf.

    Danach an den Wesselburener Marktplatz.

    Zum Abend verfielen wir dem Dithmarschen-Brauch und sahen analoges Fernsehen. Zum Einschlafen tanzte Miss Marple Charleston.

    Wesselburen, St. Batholomäus und Marktplatz und Blauer HImmel fotografiert aus dem Eiscafe.

    A Brimful of Georgien

    Habt ihr je von Asha Bhosle gehört? Ich auch nicht. Sie starb, und wie ich lernte, if you’ve been alive in the last eighty years, no matter in which country, then it’s quite likely that you heard the voice of Asha Bhosle, one of the greatest singers in Indian historiy. Im Westen namentlich bekannt vor allem bekannt durch Cornershops A Brimful of Asha.

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    Blogs lesen erlaubt Einblicke in fremde Welten: Eigentlich erwarte ich in nicht allzu ferner Zukunft die Entrückung.

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    Östlich von Istanbul: Wie sehr sich die Berichte vom sowjetischen Vorgehen gegen die georgische Unabhängigkeit 1989 und die Demoberichte aus Georgien 2024 gleichen; Lasst uns heute an Märchen glauben

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    Das Faraday’sche-Käfig-Experiment im Deutschen Museum: Unvergesslich! Seitdem seit 40 Jahren plus nicht mehr dort gewesen. Zum Glück kann ich bei Readinginsweden nachlesen: 10.4.2026 Moomins im Weltall oder so

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    Fazit: Ein metaphorisches Reh.

  • 26-04-09 Schaf und Change

    26-04-09 Schaf und Change

    Die Verdachtskirsche vor dem Fenster ziert sich weiterhin mit dem Aufblühen. Vermutlich ist es eine Zierkirsche.

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    Wenn der Fachbegriff für eine Rolltreppe eigentlich Fahrtreppe ist, ist dann ein Rollstuhl auch eigentlich ein Fahrstuhl?

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    Kommen se herein! Hier geht es ab! Hier geht die Luzi! ABENTEUER! Jede dritte Runde gibt eine Extrarunde der besten Wortspiele! Für alle, für Hund, Katze und Kind, hier bleibt kein Auge trocken!

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    Gegen den blauen Himmel zur blauen Stunde, das Blau nur unterbrochen vom leuchtenden Abendstern, wirkt selbst der Schattenriss einer fliegenden Stadttaube romantisch.

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    Zu Loben ist der Friseur Haarstelle um U-Bahnhof Blissestraße, der nicht nur einen Spontantermin für den Kaptain hatte, und sie liebevoll umsorgte wie es zum Staunen ist, sondern dem auch noch eine ganz ausgezeichntete Frisur gelang. Chapeau!

    Genauso erfreulich ist die Abenteuerlust des Kaptains, unterstützt von Madame.

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    Es waren drei Besuchstage der Arbeit mit Außeneinsatz.

    Um Berlin drumherum

    Im rbb las ich, dass fast alle Rolltreppen am Südkreuz wieder gehen. Im Südkreuz selber hörte ich den Ausruf der Verzweiflung „Sind denn hier überhaupt keine funktionierenden Rolltreppen!“

    Der Wikipedianer in mir hätte gern alle vier funktionierenden Rolltreppen gezeigt, wenn er nicht das Gefühl gehabt hätte, die Frage wäre rhetorisch gemeint.

    Alles unverändert – ein Bahnhof der Absperrungen.

    Neu, und hoffentlich wirklich kurzfristig ist nur, dass dieser Bahnhof zur Zeit eine Endstation ist, denn die Ringbahn ist auch noch gesperrt. Und so fuhr ich nicht 15 Minuten bis zum Baumschulenweg, sondern 50 Minuten, einmal den Ring fast in Gänze falschherum.

    Freude über den tschechischen Zug, der uns Höhe Jungfernheide entgegen kam.

    Tiefes Mitleid mit dem Bettler bei Messe/Nord – allerdings gemischt mit dem starken geruchlichen Eindruck, der selbst 20 Minuten nach der Begegnung noch dafür sorgte, dass sich Mitfahrer*innen in diesem Bereich des Wagens Tücher vor die Nase hielten.

    An der Autobahnbrückenbaustelle, der berühmten, standen mehrere große Sandhaufen mit Nummern-Schildern von 1 bis 30 gekennzeichnet.

    Nach dem Ausstieg erblickte ich den Beweis, dass Treptow das Zentrum kulinarischer Innovation ist: der Bhatura-Döner.

    Schild, das den Bhatura-Döner anspreist. "Neu! Indisches Brot und Dürum Döner! Vorsicht Suchtgefahr"

    Wat mutt das mutt

    Frau Brüllen schreibt: „An den Drehtoren dann festgestellt: die meisten Fahrradschleusen auf das Südareal sind gesperrt, in line mit der seit mehreren Jahren für den 1. April 2026 angekündigten und, tadaaa, zum 1. April 2026 implementierten Schliessung des Südareals … Ich hatte schon in diversen Chats etc den Outrage mitbekommen und gepflegt ignoriert. .. Womit ich nicht gerechnet hatte: die Wut und den Frust, die die geschlossenen Drehtore und diese Kisten bei anderen auslösten. Es wurde geschimpft und geflucht, dass „ja, klar, das angekündigt worden wäre, aber wie kann es so plötzlich eingeführt werden und niemand hat einem genau gesagt und gezeigt, wo genau man jetzt parken kann?!“

    Ich musste doch grinsen.

    Teile meines Jobs bestehen aus dem, was man „Digitalisierung der Verwaltung“ nennen kann, oder bildlicher gesprochen: Wir bauen neue Fahrradstellplätze und reißen alte Fahrradstellplätze ab. Und wir versuchen aktiv im Vorfeld, die Wut- und Frustwellen abzufangen, die so etwas auslösen kann.

    Menschen können sehr sehr sehr an ihrem Fahrradstellplatz hängen. Sie können auch überraschend nachdrücklich darauf bestehen, dass die Methode, das Fahrrad über zwei Treppen zu tragen, dann einmal zu drehen und es schließlich auf dem Kopf abzuschließen, die einzig wahre und für immer gültige Methode ist, ein Fahrrad abzustellen.

    Immerhin mag ich das. Also nicht den Wut und Frust – aber das Gefühl Wut und Frust entschärft zu haben und wieder eine Vertrauensebene der Uneinigkeit geschaffen zu haben.

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    In other news: Ich freue mich sehr auf mein ganz unmetaphorisches Fahrrad, das ich bald bestellen werde.

    Lieblingswohnzimmerbad

    Weil Softwaresysteme komplexer sind, als Fahrradstellplätze, kann es vorkommen, dass ich einen Vorwand finde, die Verwaltung zu verlassen und an die Spree zu fahren.

    Zum Beispiel in mein Lieblings-Wohnzimmerbad. Das kleine Schul- und Vereinsbad Baumschulenweg, das gefühlt immer nur von 7:10 bis 7:23 jeden zweiten Vollmond bei Regen für die Öffentlichkeit geöffnet ist und ansonsten ausschließlich Schule und Vereine bedient.

    Schulen und Vereine sind im Allgemeinen leichter zu handeln als die große Öffentlichkeit und brauchen weniger Personal: Das Bad ist klein, die Besatzung ist klein, der Weg dorthin kann idyllisch an der Spree entland genommen werden und die ganze Atmosphäre war schon damals, 2018, als es mir gelang bei Vollmond um 7:11 vor dem Eingang zu stehen, einfach kuschlig.

    Ich weiß gar nicht so sehr, warum genau, aber es fühlte sich immer an, als hätte jemand in seinem Wohnzimmer einen kleinen Swimmingpool errichtet, und würde nun Freundinnen und Freunde empfangen.

    Highlight: Das lebensgroße Bild eines Schafkopfes, der um die Ecke in die Schwimmhalle lugt.

    Und Freude und Wunder, auch viele Jahre später, beim Dienstbesuch, hing das Schaf noch.

    Blick aus dem Wald auf den Anleger der F11 an der Spree

    Jerewan global

    Das kleine menschlichen Wesen redet vier Sprachen.

    Ein Bericht aus dem Jahr 2026. Wirklich. Zu Besuch in einer Fernsehshow: Zu Gast im Publikum bei „Wer stiehlt mir die Show?“.

    Vielleicht doch mal in die Berlin global Ausstellung. Readinginsweden war schon da.

    Östlich von Istanbul zurück in Tblisi. Wie schön! Dann im Zirkus. Und gleich weiter nach Jerewan.

    Notat

    • Erinnerungsmail für die ersten Fernuni-Einsendeaufgaben.
  • 26-04-07 Die Möwe, die sich für einen Lenkdrachen hielt (Dithmarschen -> Berlin)

    26-04-07 Die Möwe, die sich für einen Lenkdrachen hielt (Dithmarschen -> Berlin)

    Der Zeitungsbeilagenkatalog preist einen 6-Meter-Fahnenmast mit Deutschlandfahne für 29,99€ an. Ich dachte, dieses Land wäre nicht so billig.

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    Unerwartete Nachricht beim Einchecken ins Berliner Hotel: „Ab dem 4. Stock funktioniert das Fernsehen nicht mehr.“

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    Der Kaptian buk1 einen Schweinebauch.

    Der Spargelhof kochte Spargel. Die Oster-Doppelhelix-Verbringung (erst wir in Dithmarschen, jetzt der Kaptain in Berlin) erlaubte einen Dreierbesuch mit Kurzabenteuer zur Eröffnung der Saison. Gerade das SB-Restaurant (der „Landwirt“) auf dem Hof erlaubt die aparte Kombination aus rustikaler Hemdsärmeligkeit mit Edelgemüse frisch vom Feld.

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    Aufgrund einer Verkettung vom Umständen kaufte ich entgegen aller Vorsätze einen originalen Apple-Handy-Ladeteller. Und allein beim in-die-Hand nehmen sparkt er Joy. Auch bei der Benutzung. Mit Dota Kehr: Ich hasse es.

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    Es waren drei Osternordseereisetage.

    Savall stand still

    Ein Nachtrag zu Savall/Haydn in der Elbphilharmonie, an den Madame mich erinnerte.

    Emotionaler Höhepunkt des Konzerts, der Moment an dem der Kaptain fast weinte, war das Vokalensemble stehend, das Orchester ruhig und nur gesungen eines der sieben letzten Worte. Also zum Beispiel „Es ist vollbracht„.

    Und nicht nur war das Orchester komplett ruhig. Selbst Savall dirigierte nicht mehr sondern stand nur ruhig am Pult. Nicht einmal einen gegebene Einsatz sahen wir. Gänsehaut.

    Kuschlig, aber vermutlich streng riechend

    Der Rest der Tage blieb erdnäher.

    Wir lehnten uns in die Landschaft. Wortwörtlich. Oben an der Deichkante stürmte es ausreichend, um sich sanft in den Wind zu legen und den eigenen Körperschwerpunkt in physikalisch ungewohnte Bereiche zu schieben.

    Ein wenig wie im Schwimmbad, nur halt lauter beim Sturmgebraus.

    Nordsee bedeutet Spaziergang:

    Wasser

    Am Deich in Hillgroven, um das Sielbauwerk herum. Natürlich die erste Strecke gegen den Wind. Das ist über das Jahre des Radfahrens dort eingebrannt: bei freier Streckenwahl gibt die Windrichtung den Ausschlag für die Routenführung.

    Auf dem Deich standen die Schafe und wieselten die Lämmer, im Versuch das Sturmgetöse mit ihrem Blöken zu übertönen. Abgetrennt in einem besonderen Bereich, die kleinsten Lämmer und das eine schwanzlose Exemplar, das zudem leicht humpelte.

    Nur dank äußerster Disziplin widerstand ich dem Impuls, mich einfach auf das Tier zu stürzen und mich festzukuscheln.

    Auf den Salzwiesen rastete eine Kolonie Austernfischer. Wenn der Wind richtig stand, konnten wir ihren Gesang hören.

    Über dem Deich eine Möwe. Die Flügel statisch, der Flug halb am Ort, halb in raschem links und rechts, oben und unten. Wie ein Lenkdrachen, nur ohne Schnur.

    Land

    Nordsee bedeutet Spaziergang auf den Wesselburener Feldwegen.

    Wir bewunderten die halbwilden Narzissen, die sich zu dichten Büscheln weitab der Häuser gesammelt hatten. Marschboden ist Narzissenboden. Feuchtgemäßig ist Narzissenklima. Osterdithmarschen ist gelbes Puscheldithmarschen.

    Während wir das leuchtende Gelb bewunderten, der ganze innere Romantikapparat beim Sonnenuntergang gegen das Schilf anging, huschte etwas vorbei.

    War das vorüberhuschende Wesen eine Katze? Vermutlich nicht. Zu puschlig der Schwanz, zu weißspitzig, zu hochbeinig das Tier.

    Ein Fuchs? Fuchs ist immer gut.

    Dann hoppelte es um die Kurve direkt auf uns zu. Musterte uns neugierig, legte die Ohren an und erwies sich als waschechter Osterhase.

    Das erste Eis der Saison

    Dithmarschen bedeutet Kleinstadtbummel. Schauen wie es den Städtchen geht. Im Zentrum: Heide, die „Marktstadt im Nordseewind“ mit Wochenmarkt und sehr viel Wind. An der Küste: Büsum, die Touristadt im Nordseewind mit Fast-Überfüllung und Blanken Hans.

    Die Städte erwiesen sich als ungewohnt mitteilsam. Die rumänischen Landarbeiter in Wesselburen sind inzwischen lang genug vor Ort, dass sie mit Moin grüßen.

    Längere Gesprächsangebote richteten sich an Madame. An der Form allerdings müssen die Einheimischen noch üben.

    Von seltsam zu unangenehm:

    • Im Drogeriemarkt. Madame wartet bis eine Mutter mit Tochter das Erkältungsmittelchenregal wieder frei gibt, als die Mutter sich umdreht, Madame vor den Inkontinezprodukten herumstehen sieht und ausführlich von ihren Erfahrungen mit diverser dieser Produkte berichtet. Die Tochter bewies, dass es cringe auch als Körperhaltung gibt.
    • Der Wesselburener Radfahrer, der aus zwei Meter Entfernung nach Alkohol roch und der Madame fragte, ob sie heute schon genug Blumen geschenkt bekommen habe.
    • Der Heider Radschieber, der Madame halb über den Haufen schob, sie dann anpöbelte, warum wie im Weg steht und sich jedes weiteren Dialogs verweigerte.

    Heide, you can do better!

    Solange wir mit niemandem redeten allerdings blieb es nett.

    Das erste Eis der Saison im Eiscafé Cortina, aufgrund der Windigkeit des Nordseewinds ausnahmsweise drinnen. Es gab Spaghetti und Spaghetti-Joghurt.

    Während Heide mal wieder durch eine Leerstandsphase der Geschäfte schreitet, ist Büsum kurz vor dem Platzen. Besonders auffallend die vielen Läden, die als klassisches „Geschäft“ durchgehen würden. So mit Kleidung oder Schuhen oder Büchern. Büsum lebt.

    Auf der Büsumer Deichbank. Einfach eine halbe Stunde auf das Meer schauen und Leute schauen. Ein alter Lehrbuchsatz kam mir ins Hirn „Die tobende Nordsee heißt Blanker Hans. Nicht weil sie so konturlos, glatt ist, sondern weil es von Blank (blanca, blanc) = weiß kommt. Gischtspitzen selbst in der friedlichen Büsumer Hafeneinfahrt, weißes Wasser, dass sich bis zum Promierweg emporleckte. Brechende Wellen zeigten jeden Unterwasser-Wellenbrecher an. Weiß war das Meer.

    Blick ins Hafenbecken Büsum. Links ein Bug auf dem "Büsum" steht zusammen mit einem Neptun.Wappen, weiter hinten ein Schiff der Küstenwache,

    Ciao Miao

    Stadtbummeleien führen zu Buchhandlungsbummeleien. In Heide und Büsum bedeutet dies vor allem: Scheller Boyens, die Buchhandlung zum Buchverlag zur Lokalzeitung WIE SICH DAS GEHÖRT.

    Vor allem, weil die Buchhandlung anscheinend noch von echten Buchhändler*innen gepflegt wird, die sich Gedanken machen, was auf welchen Tisch kommt, wo die Highlights sind und was im Schaufenster steht. Natürlich wird auch hier der Papeterie- und Dekoschnus-Anteil von Jahr zu Jahr größer. Aber noch geht es um Bücher.

    So passiere ich den Nordsee-Dithmarschen-Buch-Teil (im Touri-Ort Büsum ganz vorne, in der Einheimischen-Einkaufsstraße Heide ziemlich weit hinten), schaue nach Trends bei Garten- und Kochbüchern und widerstehe mit äußerster Kraftanstrengung auch den persönlichen Romanempfehlungen der Mitarbeiter*innen.

    Auffallend im leuchtenden Pastell: Der BookTok-Tisch. Bücher von großen Gefühlen, mit Titeln in güldener Schreibschrift, in allen Farbschattierungen, welche prastelllila, pastelltürkis und pastellrosa hergeben. Ich schwanke zwischen einem gütigen Lächeln, das sich am Riemen reißen muss, um nicht zur Arroganz zu kippen, und einem spontanen Kniefall mit erhobenen Armen „DANKE, dass ihr den deutschen Buchmarkt rettet.“

    Noch nicht wusste ich, dass ich in Wesselburen – von allen Orten – am nächsten Tag (leider ein Feiertag) eine komplette neue BookTok-Buchhandlung sehen würde: Ciao Miao, mit starken Italien-Connections, begann soweit ich mit zusammenreimte als Legami-Händlerin bis sich Inhaberin Ellie ihren Traum einer echten lokalen Buchhandlung erfüllte – mit starkem Fokus auf junge Menschen und deren Wünschen.

    Das vibet alles so positiv und nett und sympathisch, auch die selbst betriebene Wesselburen-Unterseite, dass wir seitdem überlegen, wie wir eine Lokalbuchhandlung 400 Kilometer von unseren Wohnort sinnvoll supporten können.

    30 Pflanzen

    Anlässlich des Buchhandlungs-Besuchs lernten wir: Die in meiner Internetbubble hochgelobte Katharina Seiser hat ein Buch zu den 30 Pflanzen herausgegeben. Dies verwunderte mich, hielt ich sie doch bisher für eine viel zu handfeste Person, um sich solchen Albernheiten hinzugeben. Aber vermutlich ist auch das ein Auswuchs von „Wes‘ Grünkohl ich ess‘ des Lied ich sing.“

    Egal, wenn schon Zählen, dann konsequent. Die Woche nähert sich dem Ende und es gibt einige Pflanzennachträge zu machen:

    • 62 – Mandel (Vom Mandelkuchen D’oh!)
    • 63 – Rote Paprika (Beilage zum vietnamsischen Tofu)
    • 64 – Soja (Vietnamesisches Tofu)
    • 65 – Brauner Eichblatt-Salat (Vorspeise zum Schweinebauch)
    • 66 – Lauch (Beilage zum Schweinebauch)
    • 67 – Weißer Spargel (Beim Spargelhof)
    • 68 – Kartoffel (zum Spargel)
    • 69 – Himbeeren (In Schokoummantelung, Ostern halt)

    Selbst bei allen Unsicherheiten (Blauschimmel anyone?) sind 68 verschiedene Pflanzen in der Woche deutlich mehr als 30. Damit kann ich wieder aufhören zu zählen.

    Meine Vermutung ist, dass reisebedingtes häufiges Auswärtsessen diese Woche die Zahl nach oben trieb – für ein Restaurant ergibt es logistisch mehr Sinn, einen Salat aus je einem halben Blatt sieben verschiedener Salatsorten zuzubereiten, als für einen Privathaushalt. Aber das wird kontrollgezählt, wenn wieder eine Woche kommt, in der wir beide nicht verreist sind.

    Enjoy the Struwen

    Bridgerton vor Bridgerton: A program from the 1925 Paris Opera: “La Nuit Créole” (No. 4)

    Camp Catatonia mäandert durch Heidelberg: Enjoy the Silence

    Falls ich jemals dazu komme, eine Dissertation in Politik-Mathe zu schreiben, dann über Zahlensender. Leider wird mein mathematisches Wissen dafür vermutlich nie reichen. Neues zum neuen Zahlensender, der auf Farsi aus der Nähe von Böblingen sendet: Priyom.org: V32. (via Jan Montag: V32 sendet Zahlen)

    Zweimal Struwen in einer Timeline: In Münster, lerne ich am Telefon von Kaa, ist das (oder ein?) traditionelles Karfreitagsessen Struwen. Was nicht etwa fischig ist, sondern pfannkuchenähnlich, dicke kleine eher nicht so süße Pfannkuchen mit Rosinen. Klingt ganz so, als wäre das was für mich. und aber Das Aufregendste heute war, dass ich für mich beschlossen habe, in einem der kommenden Jahre an Karfreitag ins Münsterland zu reisen und Struwen zu essen, in einem Landgasthaus. Alternativ natürlich, falls mich wer einlädt, bei dieser Person zu Hause.

    Notat

    Für zum Wiederfinden in späteren Zeiten:

    • Gelbe Dockers-Schuhe gekauft.
    • Spiegel beim Kaptain umgehängt.
    • Für 1,12€ bei HEM (Hamburg) getankt.

    Anmerkungen

    1. Das Internet scheint irrigerweise der Meinung zu sein, dass Schweinebauch gebraten wird. Selbst wenn der Akt im BACKofen stattfindet. ↩︎
  • 26-04-04 Odometer 200000 (Berlin->Dithmarschen(Hamburg ?))

    26-04-04 Odometer 200000 (Berlin->Dithmarschen(Hamburg ?))

    Auf der Autobahn: Riesen-Pick-Ups mit Riesen-Wohnwagen. Ich versuche mir kurz eine Version meiner selbst vorzustellen, die in ihrer Jugend so abbog, dass sie heute.. NEIN!

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    Madame erzählte, warum sie Hosentaschen junger Männer mustert und warum ihre Prüflinge gerne mit Schlumpfhosen und Moon Boots zur Prüfung erscheinen.

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    Der Kaptain buk Mandelkuchen.

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    Die Küstenseeschwalben sind noch auf Wanderschaft. Bisher kehrten nur die Lachmöwen in die Kolonie zurück.

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    Es waren konzertante Reiseostertage, oder Osterreisetage.

    Sand im Salatgetriebe

    Manchmal versuche ich Sand-im-Getriebe des globalen Kapitalismus zu sein, indem ich bei McDonalds Mehrwegbecher bestelle. Das ist möglich, aber offenbar so wenig McDonalds-durchrationalisiert, dass selbst der Feld-Wald-und-Wiesen-AöR-Prozessmensch in mir weint, wenn er die Umstandskrämerei betrachtet, die diese Bestellung und die Pfandeinlösung in der Filiale auslösen.

    Dazu auch noch Salat. Wenn wir die Filiale schon mit unvorhergesehen Wünschen irritieren, dann konsequent. Wir lieben es funky. Zumal ich mit einer Salat-Bestellung die Pflanzen-der-Woche-Liste gleich um fünf erweitern konnte:

    • 57 – Eisbergsalat
    • 58 – Lollo Rosso
    • 59 – Endivie
    • 60 – Frissee
    • 61 – Radicchio (sagt das Internet dass er drin wäre. Ich habe keinen gesehen)

    Also deshalb lieber die echte 61 aus dem Falafel-Wrap vom Vortag:

    • 61 – Kichererbsen

    Geisterautos

    Für’s Protokoll: Autogas kostet derzeit für uns zwischen 1,08€ und 1,12€. Das ist gerade von Belang, denn wir müssen deutlich öfter tanken als normal.

    Ein Geisterauto auf der nächtlichen A24 ganz ohne Beleuchtung, das sich auch durch Signale anderer nicht zur Lichtentzündung bewegen lassen wollte.

    Ein anderes Auto auf der A23, das immer wieder mit Warnblinker auf den Standstreifen fuhr, um uns wenige Minuten später mit 180km/h zu überholen.

    Zahlreiche Freunde1 der Lichthupe quasi überall. Ich überlegte kurz, ob es überzeugte Christen sind, die ob der nahenden höchsten Feiertage in emitionale Aufwühlung gerieten. Aber ich verwarf den Gedanken. Wahrscheinlich war die Lichthupe ein fast schon verzweifeltes Hilfesignal „Die Zivilisation überfordert mich! Ich wäre jetzt viel lieber in einer Höhle und würde von Mammuts träumen! Helft mir!“

    Erlebnisse, die im Moment irritierend waren, aber nicht den Eindruck der Fahrt von Berlin nach Dithmarschen verwässerten, die aller Vorösterlichtkeit zum Trotz entspannt und ruhig war.

    Abgerundet wurde dieses im Ganzen friedlich entspannte Reisegefühl durch das ein- oder andere Osterfeuer, das sich entlang der Strecke sehen oder riechen ließ.

    Bereits kurz nach der Abfahrt erreichte der Subaru seinen Kilometer 200.000. Damit wird er dieses Jahr nicht nur volljährig, sondern erreichte auch einen Kilometer-Meilenstein.

    Einzig der Geruch nach Gummi, störte. Aber das wurde erst ein Thema für den nächsten Tag.

    „Ist halt Subaru“

    Machen ADAC-Techniker Fortbildungen, in denen sie lernen, das Auto des Clubmitglieds zu loben? „Unser“ Techniker bestand diese Fortbildung offenbar mit Sternchen.

    Der leichte Gummigeruch des Vorabends hatte sich über Nacht zu einem veritablen „Es fährt nicht los“ entwickelt. So standen wir also mit dem Techniker vor der offenen Motorhaube. Er sah sich das einmal an, holte ein Art Gartenschere aus seinem Kofferraum, griff in den Motor und sagte „Geht wieder.“ Auf unsere ungläubigen Blicke folgte ein „Ist halt Subaru.“

    Er führte aus „Dieser Motor ist ein Geschenk“, weil alles so zugänglich und leicht erreichbar ist. Auch die defekte Klimaanlage, deren Keilriemen hier das Problem auslöste. Ein Schnitt mit der Gartenschere. Keilriemen und Klimaanlage waren damit zwar endgültig außer Effekt gesetzt, der Rest des Motors blieb unbeeindruckt. Frage „Stört das die Funktionsfähigkeit des Autos?“ Er: „Nur wenn sie in die Wüste Gobi fahren.“

    Wir diskutierten kurz, ob eine Klimaanlage notwendig oder Luxus ist, er warf den Wiederverkaufswert des Autos ein. Der interessiert uns wenig, denn wir gedenken, den Forester zu fahren bis er auseinanderfällt oder der TÜV uns gewaltsam trennt.

    Er „Stimmt. Sowas kriegen sie nie wieder.“ und „Die Subarus waren da ja für die Ewigkeit gebaut.“

    Und so kam es, dass wir den ADAC rufen mussten, erfuhren, dass das Auto einen Schaden um 1000-1500-Euro-Bereich hat, und wir trotzdem danach ein gutes Gefühlt hatten.

    Well played, Autoclub, well played.

    Christus am Ölberge

    Es stürmte auf der Südseite der Plaza. Kaum waren wir bei unserer Umrundung der Elbphilharmonie um die Ecke gebogen, erkauften wir uns den Blick, mit einem Gegenwind, der mich an abbrechende Äste gemahnte. Aber der Blick war es wert.

    Oder auch die Blicke: Innen, Außen, Oben und Unten. Der Bau der Elbphilharmonie war ein ähnliches Drama wie der Bau des Berliner Flughagfns, das Ergebnis erhebt sich über die Vergessbarkeit des Verkehrsgebäudes in Brandenburg. „Spektakulär“ kein anderes Wort lässt sich sagen.

    Der Blick auf Hafen und Stadt gleichzeitig, eine Perspektive, die viele autochthone Hamburger gefühlt immer haben, aber sie kaum sehen. Der Blick auf alle Kirchtürme. Die Barkassen und Hafenfähren, die Miniatur-Wunderland gleich, weit unten fahren. Die Treppenhäuser und Foyers; das Innere des großen Saals, der wirkt wie die Berliner Philharmonie, neugestaltet von Jonathan Ive und nach Erfindung der CNC-Technik. Komme herein, Bauer und Städter, Hamburger, Berliner und Kopenhagener: Komme herein und staune.

    Und so kamen wir uns sie. Der Mann, der bei mir dezenten Sakkoneid auslöste durch seinen Sakko im Design der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche oder eines anderes geometrischen Glasfensters; der kleine Junge, der tapfer einen Beethoven und einen halben Haydn durchhielt bevor der doch Super Mario aus der Tasche zog; die junge Frau, die die Dramödie „meine erste steile Treppe in hohen Absätzen“ aufführte.

    Überhaupt waren viele Familien anwesend. Und ein echtes Symphoniekonzert am Karfreitag zog anscheinend eine deutlich festlichere Konzertgemeinde an als Herr Buddenbohm sie erlebte.

    Vielleicht das spektakulärste des Spektakels war der Klang. Egal, auf welches Instrument wir fokussierten: Es hörte sich an, als würden wir direkt daneben sitzen. Als der Trompeter einmal mit dem Fuß den Takt klopfte, wir hörten es vier Etagen weiter oben. Aber auch; jeder Huster irgendwo im Publikum, jedes vibrierende Handy einmal quer durch den Saal. In der klanglichen Überwältigung des Raumes reden wir hier von Weltwunderniveau.

    Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

    Vorweg: Berührend war die Herzlichkeit mit der Dirigrent, Orchester und Vokalensemble vor und nach den Stücken miteinander umgingen. Das war um so beeindruckender, weil das musikalische Karfreitagsprogramm nicht herzlich war: Ringend, aufbrausend, schmerzend, feierlich, ruhig, donnernd – aber nicht herzlich.

    Der Altmeister der alten Musik Jordi Savall führte mit seinem Orchester Le Concert des Nations und dem Vokalensemble La Capella Nacional de Catalunya ein Programm auf, das Ostern erst nahm.

    Beethovens Oratorium: Christus am Ölberge – die dramatischen letzten Stunde Jesu im Garten Gethsemane bis zu seiner Verhaftung und Haydns Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, feierlich, getragen fast schmerzlich in seiner Intensität. Der Moment als alles vorbei scheint, der Kampf vorüber und das Ende der Geschichte nah ist.

    Von vielen vielen beeindruckenden Momenten vielleicht der gänsehautigste: Das Vokalensemble, ohne Orchester, steht und intoniert „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

    Akustisch gestaltete Wand der Elbphilharmonie

    Badeanzug-Bärchenemoji

    Haben sie diese amerikanische Kleinstadt schon einmal gesehen? ‘Courthouse Square’ auf dem Universal-Gelände spielte schon die Kleinstadt in Filmen von Tarantula bis Zurück in die Zukunft. (Oder To Kill a Mockinbird, Magnum, Knight Rider, Bruce Almighty.. you name it. Vermutlich haben Dutzende Millionen von Menschen diese Kulisse vor Augen wenn sie „US-Kleinstadt“ denken: Look familiar? ‘Courthouse Square’ is a regular character in film, tv

    Menschen, die ich bewundere. Conny unterhält sich seit 2017 mit wildfremden Menschen am Telefon, die irgendwas von Wikipedia wollen:

    Badeanzüge, die nicht schwarz sind und in denen frau trotzdem schwimmen kann. Ein ewiges Thema. Auch in Potsdam.

    Ich lachte laut: „Für mich fühlt sich Spielen mit einem Controller immer ein bisschen an wie ein Alptraum: Ich werde auf einen Stuhl gesetzt und soll ein Verkehrsflugzeug sicher landen während gleichzeitig die Landebahn unter schweren Beschuss steht. Dazu drückt man mir eine Banane in die Hand, auf die jemand sämtliche Emojis geklebt hat, die es gibt. Dann erklärt man mir die Mechanik: „Um vorwärts zu fahren: Kotz-Emoji + Bärchen + Schraubendreher + abwechselnd Schildkröte von vorne und Clownsgesicht. Schildkröte von vorne!“

    Anmerkungen

    1. Ich konnte die Fahrersitze nicht sehen. Aber glaubt irgendwer, dass hier gegendert werden müsste? ↩︎
  • 26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    26-04-03 You can never enter the kingdom of God with hardness against any one

    Sind wir sauberer seitdem wir in einem Schwimmbad wohnen? Maybe. Ist das Auto sauberer, seitdem wir neben einer Waschstraße wohnen? Auf jeden Fall.

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    Ein Mann ohne Unterschenkel aber dafür mit zwei Krücken kam uns auf einem Skateboard entgegengerollert.

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    Ein Mann in weißem Ganzkörperschutzanzug mit Kapuze und Maske schob einen Einkaufswagen mit Pfandflaschen durch die Barstraße.

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    Höhe Strausberger Platz lachte jemand so durchdringend, dass selbst Menschen in der vollgestopften Berliner Pendler-U-Bahn aufschauten.

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    Es waren zwei Tage der Arbeit mit ekstatisch-zölibatärer Kino-Unterbrechung.

    Es hält kein Zug in Baden-Baden

    Eine elektronische Bahn-Abfahrtstafel informiert mich, dass der ICE nach Brig „ohne Halt in Baden-Baden“ fährt. Was einerseits korrekt ist. Andererseits ist die Info inmitten der Berlin-Südkreuz-Rolltreppen-Absperrungen, temporär gestörten S-Bahnen und komplett ausfallenden Zügen nach Hamburg oddly specific.

    Langsam wohnen sich auch die defekten Rolltreppen ein. Die leuchtend gelben Absperrungen verschmuddeln jeden Tag ein wenig mehr. Ihr Ausdruck wandert von „Achtung! Attention! Attenzione! Hier ist etwas wirklich, wirklich kaputt!“ zu „Ich bin halt auch ein Stadtgrümpel und tue mein Bestes.“

    Dort, wo die Benutzung der Treppe einen Umweg darstellen würde, wurden die Absperrungen aus dem Weg geschoben, damit die Rolltreppe zumindest belaufen werden kann. Dort, wo sie noch stehen, sammelt sich erster Müll an unzugänglichen Stellen.

    Zwei einsame Kofferträger suchen erfolglos Menschen, die ihnen ihre Koffer zum Tragen anvertrauen. Ein seltener Besuch, ein Handwerker, schraubte an einer der Fahrtreppen herum, allerdings ohne sichtbaren Erfolg.

    Gelber Doppeldeckerbus in der Nebellandschaft des Bahnhofsvorplatzes. Im Vordergrund zwei Fahrräder, halb umgekippt, halb von ihrem Schloss an einem Schild stabilisiert,

    Der Unterschied zwischen Mushrooms und Funghi

    Madame recherchierte dem Hot Pot hinterher. Jetzt weiß ich, dass eines der gegessenen Grünzeuge Am Choi war. Zumindest einer Pilze ließ sich als Enoki bestimmen. Das, was wirkte, wie sehr dünn geschnittene Champignons, waren tatsächlich welche.

    Teile der Tierteile bleiben mysteriös. Aber Tierteile sind keine Pflanzen. Auch nicht bei der 30-Pflanzen-Challenge. Wie anscheinend auch Schimmelpilze oder Hefen.

    Die einschlägigen Veröffentlichungen sind auf englisch und sprechen von zählenden Mushrooms. Mushroom wird generell und pi-mal-Schluckauf als „Pilz“ übersetzt. Technisch korrekter wäre „Fruchtkörper eines Pilzes.“ Ein Blauschimmel zum Beispiel ist zwar ein Pilz, aber kein Mushroom.

    Das alles ergibt biologisch noch weniger Sinn – aber nunja, Kulinarik und Biologie haben zueinander ein Verhältnis wie die Schwestern in Aschenputtel.

    Um nach all der Vorrede zu Zahlen zu kommen. Es gibt neue verzehrte Pflanzen:

    • 48 – Enoki-Pilze (Hot Pot)
    • 49 – Am Choi (Hot Pot)
    • 50 – Banane (Snack)
    • 51 – Braune Alblinsen (Linseneintopf)
    • 52 – Spanische Crowdfarming-Linsen (keine Ahnung ob der Sorte, auf jeden Fall keine Alblinsen)
    • 53 – Pflaume (getrocknet, Linseneintopf)
    • 54 – Kirsche (getrocknet, Linseneintopf)
    • 55 – Kreuzkümmel (Linseneintopf)
    • 56 – Hafer (Drink, Frühstück)

    Spuren des George

    Spontan musste ich beim Bahnhof Zoo an den Duisburger Großmeister des Straßenaufkleberfotos, den Flusskiesel, denken:

    Aufkleber auf Ampelmast "Duisburg war hier"

    Vor dem Kino waberte ich noch ein wenig durch den Zookiez. Eine Bewegtbild-Infotafel informierte mich, dass ich 50 Plastik am Tag esse. Waren es Gramm? Oder waren es Mikrogramm? Ist das schlimm? Oder gibt es jetzt analog zur 30-Pflanzen-Challenge auch die 50-Plastik-Challenge? Das Bewegtbild bewegte sich zu schnell, um es zu erfahren.

    Ein Graffitti war statischer. Seine Info, wie ich Dickpicks von George googlen könnte, half mir aber auch nicht weiter im Leben.

    Schließlich liess ich mich zurück in einen geschützt-kuratierten Raum treiben.

    Im Delphi Lux freute ich mich mein Brlo-Helles mit Yorck-Branding direkt mit meiner Sparda-Girocard und Handy unter Umgehung von Apple Pay und Mastercard zahlen zu können.

    Im Foyer erfuhr ich, dass es neben Yorck Unlimited ein weiteres Angebot gibt: Mubi go. Unbegrenztes Mubi-Streaming und jede Woche ein Kinoticket. Zum selben Preis wie Yorck Unlimited. Sähe ich mich selbst öfter als dreimal im Jahr ernsthaft einen Film auf einem fernsehartigen Gerät sehen, käme ich ins Grübeln.

    13 Kilometer

    Es lief Film den ich lieben sollte1. The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold geht um eine faszinierende Frau. Es ist ein Musical, mit mysthisch-seltsamen Stoff, historisch verortet, und wird allgemein als intensiv und publikumsspaltend beschrieben.

    Und doch verbrachte ich zuwenig Zeit im Kino damit, mit großen Augen und offenem Mund in den Film zu versinken, und zuviel Zeit damit, mich intellektuell zu fragen, warum der Film für mich nicht funktioniert.

    Ann Lee

    Der Film folgt dem Leben von „Mutter Ann Lee“ von der Kindheit in der präindustriellen Metropole Manchester des 18. Jahrhunderts bis sie 1784 von einem Mob losgelassener MAGA-Vorfahren derart misshandelt wird, dass sie wenige Monate später an den Folgen der Verletzungen stirbt.

    In der Zeit dazwischen schloss sie sich den Shaking Quakers an, brachte vier Kinder zur Welt, von denen keines ein Jahr überlebte, wurde mehrfach inhaftiert, wurde zur Prophetin und Wiedergeburt Jesu, erklärte Sexualität und insbesondere die Ehe zur Grundsünde, die die Menschen von Gott entfremdete, entfremdete sich von ihrem Mann, wanderte in die nordamerikanischen Kolonien aus, gründete eine Kolonie der Shaking Quakers in der Kolonie New York, die politisch und gesellschaft selbst 250 Jahre später noch politisch weit links im Koordinatensystem stehen würde, wurde mehrfach verhaftet und misshandelt und starb schließlich als die Shaker mehrere tausend Mitglieder hatten.

    Stoff bietet die Biographie reichlich.

    Ist es ein Flugzeug? Ist es Superman?

    Es ist ironisch: Ein Film über eine Frau, die gegen alle Widerstände ihrer eigenen Vision folgte, scheitert daran, dass er nicht so recht weiß, was er will.

    Ich sah Elemente dreier großartiger Filme:

    • Ein intensiver körperlicher in der Zeit verankerter Historienfilm, der mühelos durch die Zeit wandert, da er an Empfindungen anschließt, die allen Menschen zu allen Zeiten gemein sind. (siehe zB Hamnet)
    • Ein episch-exzentrisch ausschweifendes Musical, das klar erkennbar aus dem Jetzt auf die Vergangenheit schaut. (siehe zB Barrie Kosky)
    • Eine religiös-visionäre Meditation (siehe zB Tarkowsky)

    Alles war im Film angelegt, alles kam zeitweise zum Vorschein. Nur vertrug es sich nicht sonderlich gut untereinander. Noch weniger vertrug es sich mit Elementen konventioneller Hollywood-Historien-Schinken, die immer wieder aufschienen.

    Da wo bei Hamnet eigentlich alles richtig wirkte, jeder Schnitt, jede Bewegung, jeder Tonkrug im Bildhintergrund, wirkt bei Ann Lee irgendwie immer alles falsch: Das Timing stimmt quasi nie. Die Musik ist weder historisch noch „jetzt“. Die Ausstattung wirkt immer unfreiwillig nach Kulisse. Die Trickeffekte sehen deutlich nach dem schmalen Budget aus, dass der Film hatte, nicht nach dem großen Budget, dass er gerne gehabt hätte. Das gesprochene Englisch im Film ist weder überzeugend „Arme Leute, Manchester 18. Jahrhundert“ noch so unspezifisch, dass es nicht auffällt.

    Dann auch noch immer wieder Schlampigkeiten, wie zum Beispiel dass die Gruppe knapp 20 Jahre vor Einführung des metrischen Systems eine Entfernung als „13 Kilometer“ angibt. Was halt auffällt, weil zwischendurch noch die französische Revolution stattfinden muss.

    Da kann Amanda Seyfried (neben der Wahl des Ausgangsstoffes so ziemlich das einzige was der Film konsequent richtig macht) noch so sehr mit allem Ausdrucksvermögen und aller Körperlichkeit gegenanspielen – es reicht nicht.

    Was bleibt

    War es lohnend? Unbedingt,

    Meine Shaker-Bildungslücke ist geschlossen und ich will schon wieder nach Neuengland reisen, weiter Shaker recherchieren.

    Es gab denkwürdige Aufnahmen und erinnerungswürdige Bilder – insbesondere wenn es ins Kammerspiel direkt mit Seyfried ging.

    Und es gab die Erinnerung, dass die USA nicht nur MAGA in ihrem Urschleim haben, sondern auch pazifistische Frauen, die schon vor Gründung des Staates, mit Allem was sie hatten, Gleichberechtigung, Pazifismus und Liebe predigten.

    The River of Sachsen-Anhalt

    Boy, war die Musik in dem Film daneben. Bei der nachfolgenden Suche nach echter Shaker-Musik stieß ich auf .. wenig. Ein einziges Album eines Projektensembles New England Voices, die mit The River of Love eine Sammlung von Shaker-Hymnen versammelte. Eine Aufnahme, der, natürlich, King’s Singers, die die Hymne The Gift to be Simple auf ihrem gleichnamigen Folk/Traditions/Balladen-Album brachten.

    Und da hört es auch auf.

    Ein durchgehend denkwürdiger Film war Souleymanes Geschichte über einen ghanaischen Lieferradler in Paris. Dazu passend, das Buch Liefern: Tomer nimmt uns mit zu Lieferfahrer_innen in Tel Aviv, Berlin, Istanbul, Buenos Aires und Delhi.

    Poupou zählt gegessene Jahrespflanzen und kommt (ohne Whiskey und Blauschimmel) auf derzeit 52: Pflanzen 2026

    Thomas lebt in Sachsen-Anhalt und sieht Landtagswahlen heraufziehen: Sachsen-Anhalt im Fokus

    Wir werden demnächst in der Elbphilharmonie sein. Herr Buddenbohm war schon. Frau Klugscheisser war auch dort. Sie waren sogar in der selben Vorstellung.

    Gefühlt besteht derzeit die Hälfte meines Arbeitslebens aus Diskussionen, wie „Welche Daten wo?“, „Wo ist die Cloud?“, „Gibt es eine AAV?“, „Sind diese Daten anders als andere Daten etc.?“ Und dann lese ich sowas: „Eine KI Vibe Coding Horrorgeschichte“ Eigentlich hätte ich während des Lesens durchgehend schreien können.

    Anmerkungen

    1. Yorck Unlimited No. 18 – damit 13,22€ pro Ticket und damit unter dem Abendkassen-Basispreis in den A-List-Kinos von Yorck. Nebenentdeckung auf der Website: Der +1-Ticket-Rabatt für Mitkommende für Yorck Unlimited steigt von 10% nach 12 Monaten auf 20%. Damit bin ich noch sichererer, dass das verlängert wird. ↩︎